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154 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Serie wird immer besser
Rose ist schuld. Sie hat einen Riesenstapel Akten angeschleppt und lässt, tatkräftig unterstützt von Assad, nicht locker, bis Carl ziemlich widerwillig einen neuen Fall übernimmt.
Die Prostituierte Rita Nielsen wird seit September 1987 vermisst. Ihr Fall wurde zu den Akten gelegt, weil man von einem Selbstmord ausging. Aber es gibt in der Akte...
Vor 23 Monaten von Gospelsinger veröffentlicht

versus
50 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hatte Jussi Adler-Olsen diesmal einen Ghostwriter?
Eine Insel für geächtete junge Frauen und eine Frau, die Rache nimmt an ihren Peinigern. Das ist also der vierte Fall für Carl Mørck und das Sonderdezernat Q.

Als Fan der ersten Stunde des kuriosen Ermittlerteams um Carl Mørck hatte ich mich sehr auf diesen Fall gefreut und auch der Klappentext klang bzw. klingt vielversprechend. Wie eben gewohnt...
Vor 21 Monaten von Funkelsuse veröffentlicht


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154 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Serie wird immer besser, 24. August 2012
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Rose ist schuld. Sie hat einen Riesenstapel Akten angeschleppt und lässt, tatkräftig unterstützt von Assad, nicht locker, bis Carl ziemlich widerwillig einen neuen Fall übernimmt.
Die Prostituierte Rita Nielsen wird seit September 1987 vermisst. Ihr Fall wurde zu den Akten gelegt, weil man von einem Selbstmord ausging. Aber es gibt in der Akte eine ganze Reihe Unstimmigkeiten. Vor allem aber sind im gleichen Monat noch fünf andere Personen verschwunden. Zufall? Oder verbindet etwas diese Leute?
Die Spuren führen zur Insel Sprogø, wo von 1923 bis 1961 vermeintlich unmoralische oder debile Frauen interniert und sterilisiert wurden. Welche Rolle spielt der Gynäkologe und ultrarechte Politiker Curt Wad?
Leider muss Carl sich nicht nur mit dem Fall herumschlagen, sondern hat auch privat einen Haufen Probleme. Die Schwester eines Kollegen wird mit Säure angegriffen, in einem Fall werden unerklärliche Spuren gefunden, die Carl belasten, sein Bruder Ronny verbreitet gefährliche Lügen, und Carls Noch-Ehefrau will die Scheidung und viel Geld. Carl hätte gern ein zweites Sonderdezernat, eines, das nur dafür da ist, seine zahlreichen Privatprobleme zu lösen.
Diese treten allerdings schnell in den Hintergrund, denn sein Fall wird lebensgefährlich für ihn selbst und sein Team. Sie haben sich mit einem äußerst skrupellosen Gegner angelegt, das bekommt besonders Assad zu spüren.
Mir hat sehr gut gefallen, dass dieses Buch sich mit einem unbekannten und dunklen Kapitel der dänischen Geschichte beschäftigt. „Wir sind nicht besser als die Anderen“, stellt Rose fest. Und damit hat sie Recht: Bis heute hat die dänische Regierung sich nicht bei den Betroffenen entschuldigt.
Diese Serie sticht durch ihre ganz besonderen Charaktere heraus. Ein eigenartiger Ort ist dieses Sonderdezernat, besetzt mit ungewöhnlichen und eigenwilligen Menschen, die zusammen aber sehr erfolgreich ihre Fälle lösen und sich auch weiterentwickeln. Ich habe sie alle ins Herz geschlossen.
Einmal mehr hat Jussi Adler-Olsen es geschafft, dafür zu sorgen, dass ich sein Buch nicht aus der Hand legen konnte. Denn es ist wirklich spannend, hervorragend geschrieben, enthält eine politisch brisante Geschichte und hat ein sehr überraschendes Ende. Kurz gesagt, ein perfekter Krimi.
Und jetzt heißt es leider wieder, ein Jahr lang ungeduldig auf den nächsten Band zu warten.
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50 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hatte Jussi Adler-Olsen diesmal einen Ghostwriter?, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Eine Insel für geächtete junge Frauen und eine Frau, die Rache nimmt an ihren Peinigern. Das ist also der vierte Fall für Carl Mørck und das Sonderdezernat Q.

Als Fan der ersten Stunde des kuriosen Ermittlerteams um Carl Mørck hatte ich mich sehr auf diesen Fall gefreut und auch der Klappentext klang bzw. klingt vielversprechend. Wie eben gewohnt bizarr und irgendwie ungewöhnlich.

Der Kriminalfall spielt in verschiedenen Zeiten und zwar in den 1950er, 1980er und 2010er Jahren ab, wobei dem Autor die Verknüpfung der Zeiten ganz gut gelungen ist.

Trotz allem konnte der Autor mich diesmal nicht mitreißen. Mir hat nicht gefallen, dass die Sprache teilweise extrem auf jugendlich getrimmt ist, sodass es oft ziemlich lächerlich rüberkommt. Ich kann gar nicht nachvollziehen, was das soll und musste mich zwischendurch immer wieder fragen, ob Adler-Olsen einen Ghostwriter hatte.

Es vergehen mindestens 120 Seiten, bevor endlich Bewegung in die Geschichte kommt. Stattdessen wird der Leser fast bis zum Ende der Geschichte mit einer Magen-Darm-Grippe, die irgendwie fast das gesamte Polizeidezernat erwischt hat, regelrecht gepeinigt. Das sollte wohl witzig sein. Meinen Humor hat es nicht getroffen.

Gut fand ich, dass es wie immer neben dem eigentlichen Kriminalroman eine zweite Erzählebene gibt und zwar die Entwicklung der Protagonisten Mørck, Assad und Rose. Da scheint doch jeder noch irgendein Geheimnis zu haben. Das macht neugierig. Unter anderem kam diesmal noch ein weiterer mysteriöser Todesfall aus Mørcks Jugend zu seinen bisherigen Altlasten hinzu, der aber wohl in keinem Zusammenhang zu den anderen Ereignissen zu stehen scheint. Vielleicht in den nächsten Bänden, es sollen ja wohl insgesamt zehn werden, die dann hoffentlich wieder besser sind.

Das Ende des Kriminalfalls fand ich dann doch überraschend, aber rausgerissen hat es nichts mehr.

Ein interessanter Kriminalfall, gewebt um eine wahre Begebenheit, aber leider diesmal völlig ausdruckslos umgesetzt. Schade.
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36 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sicher nicht der beste Band der Serie, 13. September 2012
Von 
Catrin Nack (Hamburg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Krimi-Serien wecken Erwartungen, vor allem, wenn eine Serie so furios wie Adler OlsenŽs "Carl Morck" Serie beginnt; "Erbarmen" ist nach wie vor einer der spannensten Krimis, die ich seit langer Zeit gelesen habe.
In Band 4 kehrt Adler Olsen nun sozusagen zu seinen Wurzeln, und zu einem Thema, welches ihm scheinbar sehr am Herzen liegt, zurück: pyschatrische Anstalten, die Zustände und Mißhandlungen, denen die Insassen dort ausgesetzt sind, und die Auswirkungen auf die Gegenwart. Adler Olsen ist ja als Sohn eines Arztes selber in so einer Anstalt aufgewachsen, nicht als Insasse versteht sich, und er hat dieses Thema auch in Büchern außerhalb der Serie behandelt.

Der Inhalt des Buches wurde hier ja schon mehrfach abgehandelt und muss daher nicht in epischer Breits wiederholt werden. Mich persönlich hat das Buch nicht so begeistert wie die Vorgänger. Das Thema ist tragisch, und Alder Olsen gibt sich redlich Mühe, die Person der Nele, deren tragische Jugend ein roter Faden des Buches ist, mit viel Sympathie zu gestalten. Dies gelingt. Neben ihrem Schicksal wirken aber die Sprüche und Witzeleien, die in den anderen Krimis für eine Auflockerung der Atmosphäre gesorgt haben, eher flapsig und zum Teil sogar fehl am Platze. Die menschenverachtende Grundidee eines anderes Erzählstranges des Romanes lässt die Verbrechen aber sozusagen über einen normalen Krimi hinauswachsen, zumal es hier ja auch nicht um die Lösung eines Falles an sich geht - dem Leser ist der Mörder ja die ganze Zeit bekannt-, daher baut sich die Spannung eher zögerlich auf. Die Bedrohungen gegen Morck selber sind natürlich auch nur lauwarm, schließlich wird Adler Olsen seinen Helden nicht schon in Band 4 sterben lassen. Zum Ende ist wohl auch dem Autoren aufgefallen, dass noch die eine oder andere Überraschung eingebaut werden muss; aber ehrlich gesagt hatte man etwas ähnliches durchaus erwartet, und der richtige Knalleffekt bleibt leider aus.

Das Buch ist als solches gut geschrieben, und liest sich flüssig. Er kann auch ohne Vorkenntnis der vorherigen Fälle gut gelesen werden, aber, wie gesagt, wer einen richtig schönen düsteren Krimi erwartet, wird leider enttäuscht. Das Buch macht betroffen, und hat auch seine eigene Qualität, aber dann sollte es lieber eine Sozialkritik denn ein Krimi sein. Für mich nach "Erbarmen" und "Erlösung" das "3.Beste" Buch der Serie. Die 3 Sterne sprechen Bände für die Qualität dieser beiden Bücher.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wiederholungen ohne Ende, 14. Oktober 2012
Auch ich hatte die ersten 3 Bände mit Vergnügen gelesen, besonders das Personal des Sonderdezernats Q gefiel mir wegen der Schrulligkeit. dieser 4. Band hat mich allerdings von Anfang an enttäuscht. Während der ersten 150 Seiten dachte ich immerzu: wann geht es endlich los? Ständig wurden die wenigen Dinge, um die es ging, wiederholt wie eine tibetanische Gebetsmühle. Als ob der Leser zu blöd sei, die - nicht besonders komplexen - Zusammenhänge zu erkennen. Der Mittelteil zog sich dann ohne Ende und triefte vor Betroffenheits- und Mitleidskitsch. So schlimm das alles war, was Nete und den anderen Frauen geschehen ist, es ist nicht Aufgabe eines Thrillers, dies immer und immer wieder in wenig abgewandelter Form dem Leser unter die Nase zu reiben.

Unter Spannung stelle ich mir etwas anderes vor. Zudem war alles sehr vorhersehbar (einzig der kleine überraschende Schlenker am Ende nicht, der das Ganze aber auch nicht mehr herausreißen konnte). Man wusste ja schon ziemlich bald, was geschah bzw. geschehen war.

Die 3 Sterne, die ich vergebe, sind da schon sehr hochgegriffen, ein weiteres Buch werde ich mir höchstwahrscheinlich nicht kaufen.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nachgelassen........., 3. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Das Erstlingswerk "Das Alphabethaus" zähle ich jetzt einmal nicht mit, sondern vergleiche "Verachtung" mit den anderen Thrillern, in denen Carl Morck der Ermittler für ungeklärte, lang zurückliegende Fälle ist.
Es gilt, das Verschwinden von vor Jahrzehnten verschwundenen Personen aufzuklären. Eine wichtige Rolle hierbei scheint der rechtsradikale Curt Wad zu spielen, dem unter anderem Ausländer und Behinderte ein Dorn im Auge sind und der bereits vor mehreren Dekaden auch vor Zwangssterilisierungen nicht halt machte.
Im Zuge der Ermittlungen stößt man auch auf eine gewisse Nete Hermansen, die mit allen Vermißten im Laufe ihres Lebens die eine oder andere Erfahrung gemacht hat.........
Die Story um das Schicksal der Nete Hermansen ist zwar hochbrisant und erschütternd, eine echte "Thriller-Atmosphäre" mag jedoch nicht zu 100 % aufkommen. In Rückblenden wird erzählt, was Nete bereits als junges Mädchen erleiden mußte. Bis auf eine kleine Überraschung am Ende ist dem Leser sehr schnell bekannt, was sich hier zugetragen hat. Die Spannung, die man aus Adler Olsens Vorgängern kennt, bleibt bei "Verachtung" ein wenig auf der Strecke. Neben dem eigentlichen Fall wird Carl Morck am Rande mit zwei weiteren Fällen konfrontiert, die am Ende irgendwie in der Versenkung verschwanden; darauf hätte getrost verzichtet werden können.
Weiterhin bin ich der Meinung, daß Adler Olsen die Hauptpersonen in dem Versuch, diese mit einem gewissen Humor auszustatten (was partiell auch durchaus gelungen ist), etwas überzeichnet hat, was bei den Vorgängern noch nicht so ausgeprägt war.
Neueinsteiger könnten Schwierigkeiten haben, die Zusammenhänge der Personen ohne Kenntnis der ersten Fälle zu verstehen.
Ein solider Thriller ist "Verachtung" allemal, hat jedoch nicht meine Erwartungen erfüllt und war mir daher als erstmals gebundene Ausgabe ein wenig zu teuer.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend , berührend, einfach gut, 27. August 2012
Von 
Bücherhimmel (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Jusse Adler Olsen hat mit "Verachtung" seine vierten Fall um das Ermittlerteam,Carl Morck, Assad und Rose vorgelegt, der wiederum mit einer gekonnten Mischung aus Spannung und Humor überzeugt.

In diesem Buch ermittelt das Team an unterschiedlichen Fällen, die letztendlich aber alle zu einem Ganzen zusammen treffen. Die recht wandlungsfähige Rose, über die in diesem Buch auch wieder Interessantes zu erfahren ist, findet einen Jahre zurück liegenden Fall, der in ihren Augen interessant genug ist, um sich mit ihm zu beschäftigen. Eine verschwundene Frau,deren nicht gelöster Fall Rätsel aufgibt und dessen Nachforschungen ergeben, dass sie nicht die Einzige war, die innerhalb kürzester Zeit unauffindbar war. Als man sich näher mit diesem Fall beschäftigt, führt die Spur zur Insel Sprogo, einer Insel auf der von 1923 bis 1961 zahllose Frauen wegen "Debilität" in einer Anstalt "inhaftiert" waren und bei denen ohne ihr Einverständnis Abtreibungen und Sterilisationen durchgeführt wurden. Aber auch ein lange zurückliegender Fall und ein Politiker, der der Eugenik und Rassenhygiene eine politische Plattform in Dänemark bieten will, zerren nicht nur an Morcks Nerven. Die Auflösung dieser Fälle, die sich anders gestalten als gedacht, entpuppen sich unter anderem auch für Carl Morck und Assad als tödliche Falle.

Gekonnt balanciert Adler Olsen wieder zwischen Nerven zerreißender Spannung, zielsicherer Thematik, die den Leser betroffen zurücklässt und einer gut dosierten Portion Humor, was seine agierenden Figuren angeht. Die liebevolle Zeichnung seiner Hauptpersonen überzeugt jedes Mal aufs Neue und die Spannung hält bis zum überraschenden Finale. Was mich besonders betroffen gemacht hat, war die Tatsache, dass es diese Anstalt tatsächlich im angegebenen Zeitraum gegeben hat. Von 1929 - 1967 wurden in Dänemark mehr als 5000 Zwangssterilisationen durchgeführt. Jusse Adler Olsen sagt in seinem Interview, sein Erfolg gibt ihm die Möglichkeit über solche Dinge aus der Vergangenheit Dänemarks zu schreiben und ich finde dies ist ihm mehr als gut gelungen. Ein Thriller der zum Nachdenken anregt und die Vergangenheit nicht vergessen lässt. Gott sein Dank.
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen der Tiefpunkt der Reihe (hoffentlich!!!!), 2. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Die ersten drei Bände habe ich wahrhaft verschlungen, und auch durch den aktuellen Bestseller musste ich mich nicht durchquälen, sondern habe ihn verhältnismäßig zügig durchgelesen. die begeisterung hielt sich dabei aber in grenzen. warum?

- wie schon von einigen vorrezensenten angemerkt nerven manche sätze/sprüche, die wohl witzig wirken sollen, die aber in wahrheit derart lahm sind, dass man nicht nur nicht lacht, sondern sich auch fragt, wie "realistisch" es ist, dass erwachsene menschen derart dumme sprüche drauf haben sollen. der fairness halber beschränkt sich das auf die ersten 200 seiten, danach kommen die so gut wie nicht mehr vor
- die ersten 200 seiten sind überhaupt eher zäh zu lesen, es geschieht wenig bis gar nichts, fahrt nimmt der thriller erst auf den letzten 300 seiten auf
- die story ist doch einigermaßen absurd und der von anderen rezensenten gerühmte "twist" am ende der geschichte existiert - nur ist er eigentlich mäßig relevant, also mich hat das nicht vom hocker gehauen.
- die verwebung der drei geschichten für "raffiniert" zu erklären, wie das teilweise geschieht, kann nur dann zutreffen, wenn man noch nie geschichten von autoren gelesen hat, die zu verwebung von parallelhandlungen tatsächlich in der lage sind. nur zu klarstellung: mich stört das in der form, wie Olsen das hier macht, nicht, aber es ist sicher nicht brillant

aber das buch hat auch sein gutes, keine frage:
- gegen ende kommt schon spannung auf
- der hauptböse ist nicht einfach nur holzschnittartig böse, sondern die seitenhandlung mit seiner sterbenden frau zeigt einen vielschichtigen menschen
- das privatleben von carl wird adäquat weitergesponnen und man erfährt auch einiges interessantes über rose + assad

insgesamt: für fans von Olsen sicherlich trotz der schwächen ein "must". für alle anderen: keinesfalls damit anfangen, sonst ist man sofort abgeschreckt von Olsen.
bleibt die hoffnung, dass band 5 an die klassen ersten drei teile anknüpft
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brisante Thematik, zähe Umsetzung in der ersten Hälfte, 14. Oktober 2012
Von 
€nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt
Der vierte Roman um Carl Mørck und seine Kollegen Assad und Rose vom Sonderdezernat Q beschäftigt sich mit einem dunklen Kapitel der dänischen Geschichte. Auf der Insel Sprogø waren 1929 bis 1967 Mädchen und Frauen interniert, die mit den Gesetzen oder auch nur den Moralvorstellungen ihrer Zeit in Konflikt geraten waren. Viele dieser Frauen wurden zwangssterilisiert, bevor sie die Insel verlassen durften, damit sie nicht mit "asozialem" Nachwuchs der dänischen Gesellschaft zur Last fallen würden.
Auf diese Insel verschlägt es auch die Protagonistin des Romans, Nete Hermansen. Nete ist weder minderbegabt noch kriminell oder moralisch verkommen, vielmehr gerät sie durch eine Verkettung unglücklicher Umstände auf die Insel. An ihrem schweren Schicksal sind mehrere Personen beteiligt: Mitgefangene und Bewacherinnen auf Sprogø, Männer, die sie sexuell ausgenutzt und sie dem gewissenlosen Arzt Curt Wad in die Hände getrieben haben und schließlich ein Anwalt, der Nete im Bemühen um Gerechtigkeit gegenüber diesem Arzt im Stich gelassen hat. Als sie endlich von der Insel entlassen wird, kreisen ihre Gedanken nur noch um den Gedanken an die Rache an diesen Menschen.

Aufbau

Die Handlung des Romans spielt sich auf verschiedenen Zeitebenen ab. Im Jahr 2010 ermitteln Carl Mørck und seine Kollegen im Fall von einigen Menschen, die im Jahr 1987 innerhalb weniger Tage spurlos verschwanden und seitdem nie mehr gesehen wurden. Der Leser ist dem Ermittlungsteam voraus, denn er wird auf der Erzählebene von 1987 Zeuge, wie Nete die an ihrem Schicksal Schuldigen in die Falle lockt, um sie zu ermorden. Um Netes Handlungen nachvollziehbar zu machen, gibt es in diesen Abschnitten weitere Rückblicke in die Fünfziger Jahre, die über die Ereignisse von Netes Jugend, besonders über ihre Zeit aus Sprogø berichten.

Beurteilung

Der vierte Fall des Sonderdezernats Q ist ebenso interessant wie erschütternd. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass es auch im 21. Jahrhundert noch Menschen gibt, die sich mit der Ideologie der "Rassenhygiene" beschäftigen und "lebensunwertes" Leben, in diesem Fall die Föten von als asozial oder genetisch weniger wertvoll erachteten Müttern, vernichten wollen. Zu diesem Zweck werden - aus Sicht der Schwangeren - unfreiwillige Abtreibungen vorgenommen und ebenso unfreiwillige Sterilisationen durchgeführt. Dr. Curt Wad tritt hier als Vertreter des menschenverachtenden "Herrenmenschen" auf, der die dänische Gesellschaft vor "Untermenschen" bewahren will und deshalb mit seiner Partei "Klare Grenzen" politischen Einfluss gewinnen will. In seiner Charakterisierung und der Darstellung seiner kriminellen Machenschaften scheint mir der Autor (hoffentlich!) übertrieben zu haben.
Leider ist der Erzählstil in diesem Roman über mindestens die erste Hälfte dazu geeignet, dem Leser die Spannung effektiv zu zerstören. Immer wieder werden ausführlich und unappetitlich die Details und Auswirkungendes des grippalen Infekts geschildert, unter denen fast alle Mitarbeiter der Polizei leiden. Auch ständige Zwischeninformationen zu einem Kurs für soziale Kompetenz, die aus einer einstmals zickigen Kollegin eine charmante Dame gemacht haben, sowie über einen sich durch die Bände ziehenden alten Fall ("Druckluftnaglerfall") bremsen immer wieder das Lesetempo. Diese mangelnde Geradlinigkeit macht aus einem eigentlich sehr interessanten und diskussionswürdigen Roman einen sehr zähflüssigen Sumpf, durch den man sich kämpfen muss, bevor erst in der zweiten Hälfte Spannung aufkommt.
Insgesamt kann ich aufgrund der bremsenden Elemente trotz der brisanten Thematik nur 3 Sterne vergeben.
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24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen VERÄRGERUNG, 25. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller (Gebundene Ausgabe)
Die junge Nete Hermansen strandet in einer Anstalt für sozialhygienisch aussortierte Frauen, nachdem Männer bei ihr den Grundstein für eine lebenslange Katastrophe gelegt haben. Als Erwachsene schwört sie glühende Rache.
Auf einer zweiten Handlungsebene hat sich eine rechtsradikale Vereinigung die Rassenhygiene auf ihre Fahne geschrieben. Dem geheimen inneren Zirkel gehören Ärzte an, die gegen "unwertes" Leben kämpfen, indem sie Sterilisierungen und Schwangerschaftsabbrüche an debilen und unmündigen Frauen vornehmen, weil diese angeblich unfähig sind, würdige Nachkommen der dänischen Gesellschaft grosszuziehen. Einige dieser Frauen lernt Nete im Heim für Zwangsinternierte näher kennen.
Das Sonderdezernat Q in Kopenhagen stösst auf seinen Recherchen alter Fälle auf Personen, die seit vielen Jahren spurlos verschwunden sind. Es ist das Signal für Carl Morck und sein Team, sich der Angelegenheit anzunehmen. Im Laufe ihrer Recherchen stellen sie eine Verbindung dieser Vermissten zu Nete fest.

Fazit: Das soll - so der Pressetenor - der gewaltige Hochspannungs-Thriller sein, dessen Schluss dem Leser die Schuhe auszieht und ihn geschockt zurücklässt? Nervenzerfetzende Achterbahnfahrt? Wo denn? Wann denn? Wie denn? Ich habe mich mit Ach und Krach zum Schluss durchgebissen und nichts davon gemerkt.
Drei Erzählebenen werden miteinander auf diffuse Art verwoben. Doch der Leser merkt schnell, worauf die Handlung hinausläuft. Man kommt nicht umhin, die erste Hälfte des Buches diagonal zu lesen oder gar einige Seiten zu überfliegen, denn nur mit enorm viel gutem Willen findet man einen rudimentär vorhandenen Spannungsaufbau, der darauf hinausläuft, zu spekulieren, wann Ermittlerteam und Täterschaft endlich aufeinander treffen. Dafür bekommt man seitenweise ärgerliche Belanglosigkeiten, Wiederholungen, Nebenhandlungen, lächerliche Dialoge und immer wieder den Büroalltag im Dezernat vorgesetzt. Dass dies jegliche Dramaturgie, Spannung und Eigendynamik zerstört, liegt auf der Hand.
Filigranarbeit kann man Jussi Adler-Olsen beim besten Willen nicht attestieren. Auch fehlt es ihm an Kraft und Saft, wenn man mit seinen früheren Romanen "Erbarmen" und "Erlösung" vergleicht. Figuren sind nur oberflächlich skizziert. Um sie dem Leser nahe zu bringen, bedarf es allerdings einer eingehenderen, subtileren Charakterisierung, als es hier der Fall ist. Da müssen Gefühle geweckt werden. Aber auch der an sich potente Stoff wird ohne jede Tiefenschärfe abgehandelt. Mehr, aber unnötigen Aufwand betreibt der Autor mit seinem Zwang nach Originalität, doch der plumpe Humor ist auf die Dauer sehr anstrengend. Völlig auf dem Nebengeleise landen die eigentlichen Kernaussagen. So verkommt der politische Rahmen zur Staffage und Effekthascherei. Die Chance, ein erschütterndes Thema zu einer brisanten und aktuellen Geschichte auszuarbeiten, wurde damit leichtfertig vertan. Obwohl der Autor ein dunkles Kapitel dänischer Vergangenheit aufgreift, gelingt es ihm nicht, den Schrecken jener Vorkommnisse auf den Leser zu übertragen. Die Leiden der jungen Nete gehen einem nicht wirklich nahe, soziale Missstände werden kaum vertieft. Geradezu ein Affront ist die Tatsache, mit welch leichtfertiger Gedankenlosigkeit der Autor mit der Verhinderung unwürdigen Lebens und rechtsradikalen Gruppierungen umgeht. Halbwegs schlüssig mag noch sein, dass eine Leidtragende eines mehrjährigen Missbrauchs zur Rächerin wird, sobald sich ihre Lebenssituation ändert. Aber auch ihr Schicksal ist nicht mit der Intensität beschrieben, die dem Leser unter die Haut geht.
Dann der Schlussakt: nachvollziehbar, aber einfallslos und plump - mit einem Friede-Freude-Eierkuchen-Ende, wie es unglaubwürdiger nicht sein könnte. Auch Adler-Olsens dramaturgischer Trick ist völlig bedeutungslos und überflüssig - ein totales Produkt seiner Fantasie, aber niemals realistisch.
Der ganze Roman ist irgendwie ein Murks, ersonnen von einem Autoren, der mutmaßlich glaubt, man müsse nur die entsprechenden Versatzstücke zusammenschustern, damit am Ende ein lesbarer Kriminalroman herauskommt. Irgendwie hat man das alles schon anderswo mal gelesen. Und so habe ich schliesslich einen Roman entsorgt, dessen Second-Hand-Faktor höher ist als sein Gehalt. Genau deshalb ist mein Bedarf an Geschichten dieses Autors nun gedeckt.
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5.0 von 5 Sternen Ein Thriller mit Realitätsbezug, 13. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Story zum Verschlingen, keinen Teil habe ich so schnell gelesen. Olsen lässt seine Protagonisten wie so oft sehr leiden zum Schluss. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil.
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Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller von Jussi Adler-Olsen (Gebundene Ausgabe - 24. August 2012)
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