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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Resilienz ist das "Gedeihen trotz widriger Umstände"
Schon seit vielen Jahren hat sich in der psychologischen Forschung ein Begriff etabliert, mit dem die Forscher eine immer wieder bei einigen ihrer Patienten und Klienten beobachtete Kraft bezeichnen, mit Hilfe derer sie aus einer deprimierenden Situation wieder in das normale und volle Leben zurückkehren konnten. Mit der sie Widerstand leisten konnten gegen die sie...
Vor 23 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht

versus
63 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Überblick - zu wenig Anwendung
Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über den derzeitigen Erkenntnisstandes zum Thema Resilienz. Der Aufbau der Kapitel dafür ist sehr gut strukturiert, die Erklärungen sind meist systematisch aufgebaut und die Autorin betrachtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Positiv erwähnenswert finde ich zudem, daß sie nicht nur die...
Vor 23 Monaten von chiefeagle veröffentlicht


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63 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Überblick - zu wenig Anwendung, 23. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über den derzeitigen Erkenntnisstandes zum Thema Resilienz. Der Aufbau der Kapitel dafür ist sehr gut strukturiert, die Erklärungen sind meist systematisch aufgebaut und die Autorin betrachtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Positiv erwähnenswert finde ich zudem, daß sie nicht nur die obligatorische amerikanische Forschung heranzieht, sondern häufig auch ausführlich über Forschungsergebnisse aus dem deutschsprachigen Raum berichtet. Was bei psychologischen Themen nicht unrelevant sein dürfte.
Tiefergehende Fachtermini werden selten verwendet, auch ist die Erklärungen der neurobiologischen Funktionsweisen oberflächlich. Was dieses Buch, als Überblick für den Laien, aber sicher auch nicht leisten muss und soll.

Aber dann: das Kapitel darüber wie man im "höheren Alter" (sprich nach der Kindheit) Charaktereigenschaften der Resilienz entwickeln kann, umfasst gerade mal um die 20 Seiten. Und auch dann erschöpft es sich im Verweis auf Internetseiten oder Allgemeinplätzen. Was umso fraglicher ist, da die Autorin selbst in allen Kapiteln zuvor immer wieder (zurecht und teilweise mit Ausrufezeichen) betont, daß es Methoden gibt mit denen jeder sich zu einem resilienten Menschen entwickeln kann.
Daher leider nur drei Sterne.

Eindeutig mehr an Gedanken und Methoden nachhaltiger und wirksamer Anwendung beinhaltet das Buch 'Neurobiologie von Psychosomatik und Psychotherapie' von Johann Caspar Rüegg. Speziell zum Thema Resilienz auch 'Mind & Body: Wie unser Gehirn die Gesundheit beeinflusst'.
"Change the mind and you change the brain."
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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Resilienz ist das "Gedeihen trotz widriger Umstände", 18. Juni 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Schon seit vielen Jahren hat sich in der psychologischen Forschung ein Begriff etabliert, mit dem die Forscher eine immer wieder bei einigen ihrer Patienten und Klienten beobachtete Kraft bezeichnen, mit Hilfe derer sie aus einer deprimierenden Situation wieder in das normale und volle Leben zurückkehren konnten. Mit der sie Widerstand leisten konnten gegen die sie bisher krank machenden Zumutungen ihrer Umwelt und mit der sie wieder optimistisch ihren Blick nach vorne richten und ihr eigenes Leben im Griff behalten konnten.

Die auch in dem vorliegenden Buch der Wissenschaftsjournalistin Christina Berndt immer wieder erwähnte und zitierte Schweizer Paar-, Familien- und Organisationsberaterin Rosmarie Welter-Enderlin hat Resilienz schon früh ein "Gedeihen trotz widriger Umstände" genannt. Es bezeichnet eine psychische Fähigkeit von Individuen, die durch verschiedene Gründe vielen Menschen in der heutigen Zeit abhanden gekommen ist, beziehungsweise sie waren gar nicht der Lage, sie in ihrer Kindheit und Jugend zu entwickeln.

Die Psyche besitzt eine Art Schutzschirm, die den Menschen krisenfest macht. Der Kern der Resilienz ist das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Dieses Vertrauen stützt sich auf sieben Säulen unserer inneren Stärke: Optimismus, Bewältigungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Akzeptanz, Verantwortung, aktive Zukunftsplanung, Netzwerke und Freundschaften.

Robert Brooks hat 2008 im Klett-Cotta Verlag ein Buch veröffentlicht mit dem Titel. "Das Resilienz-Buch. Wie Eltern ihre Kinder fürs Leben stärken", das wertvolle Hinweise gibt dafür, wie Eltern durch eine entsprechende Haltung ihre Kinder so stärken für ihr Leben, dass sie bei kommenden Krise nicht jedes Mal eine Therapie brauchen, sondern ihr Leben selbständig bewältigen können.

Christina Berndt hat in ihrem hier vorliegenden Buch, in dem sie dem „Geheimnis der psychischen Widerstandskraft“ nachgeht und Antworten sucht auf die Frage „Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-Out“ den aktuellen Stand der psychologischen Forschung und vor allen Dingen der therapeutischen Praxis sehr gut für ein Laienpublikum zusammengefasst. Nach einer Einführung hat sie zunächst einen Selbsttest des Linzer Psychologen Werner Stangl abgedruckt, den man zu Beginn der Lektüre sorgfältig bearbeiten sollte.

An sieben Beispielen beschreibt sie danach „Menschen und ihre Krisen“ in denen sich der eine oder andere Leser sicher wieder findet. Denn Resilienz als das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen ist etwas, das man nicht einmal erwirbt und dann immer behält, sondern dieses Vertrauen und diese Fähigkeit müssen immer wieder „genährt“ und geübt werden.

Dazu hat Christina Berndt, sich an die Thesen von Martin Seligman, dem Begründer der Positiven Psychologie anlehnend, zehn Wege zur Resilienz aufgezeigt, mit der Erwachsene für sich selbst und auch für ihre Kinder mehr seelische Widerstandskraft erwerben können:

1. Bauen Sie soziale Kontakte auf.
2. Sehen Sie Krisen nicht als unlösbare Probleme
3. Akzeptieren Sie, dass Veränderungen zum Leben gehören
4. Versuchen Sie, Ziele zu erreichen
5. Handeln Sie entschlossen
6. Finden Sie zu sich selbst
7. Entwickeln Sie eine positive Sicht auf sich selbst
8. Behalten Sie die Zukunft im Auge
9. Erwarten Sie das Beste
10. Sorgen Sie für sich selbst

Es ist eigentlich gleich, an welchem dieser Punkte man beginnt. Hilfreich ist es jedoch immer, wennman so etwas wie eine spirituelle Haltung und Lebenspraxis besitzt. Und vor allen Dingen immer für sich selbst entscheidet, was einem gut tut: „Stärke ist immer eine Kombination von vielen Faktoren“.

Diesen Faktoren der eigene Stärke auf die Spur zu kommen und sie dann schrittweise einzuüben und Sie auch in die Erziehung der eigenen Kinder zu integrieren, dazu hilft das vorliegende Buch auf ganz hervorragende Weise.
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52 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht meine Vorstellung von Lebenshilfe, 7. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe von dem besprochenen Buch nur etwa ein Fünftel gelesen, danach hatte ich genug und wollte nicht mehr weiterlesen. Der Erkenntnisgewinn war bis dahin dürftig. Allzu bekannte und in den Medien schon häufig durchgenudelte Fallbeispiele wie der Amoklauf von Utoya oder der Entführungsfall Kampusch werden erneut analysiert und die betroffenen Personen auf ihre Tauglichkeit für die Rolle des Helden geprüft. Der Unterton ist allzu bekannt, wir Deutsche kennen ihn aus unserer Kindheit sehr gut. "Stell dich nicht so an, dem X geht es noch schlechter und sieh mal, wie fröhlich er ist."

Das vorliegende Buch bietet meines Erachtens mitnichten psychologische Hilfestellung zur Bewältigung eines immer auszehrenderen Alltags im Zeitalter des Merkelschen Hamsterrads, sondern bietet Durchhalteparolen für die Fleißigen unter uns, die den Weg zur vollkommenen Selbstausbeutung immer noch nicht gefunden haben. Das mag in unserer Kultur einen Nerv treffen und eine riesige Nachfrage bedienen, meiner Vorstellung von Lebenshilfe kommt es nicht entgegen. Im Gegenteil können diese Durchhalteparolen, die das schlechte Gewissen der Burnoutkandidaten befeuern, nach hinten losgehen. Wenn diese sich nämlich während oder nach Lektüre dieses Buches noch minderwertiger, noch fauler und noch anpassungsunfähiger fühlen als ohnehin schon.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraft für das Leben, 3. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Es ist gar nicht so einfach, den Begriff „Resilienz“ treffend zu übersetzen oder zu umschreiben.
Es geht um „Widerstandsfähigkeit“ ,aber nicht im Sinne einer einfachen Stärke, oder Coolness oder Ignoranz. Auch nicht um „ausgefahrene Ellbogen“ oder ein „Gehen über Leichen“.
Am ehesten trifft man den Begriff noch mit einem Verweis auf eine ausgeprägte „Nervenstärke“, die nichts mit einem gekonnten Bluff im Poker zu tun hat, sondern eine „in sich gewachsene“ Kraft darstellt, gerade mit den Unwägbarkeiten, den Risiken des Lebens einen konstruktiven Umgang zu finden. Eine „Hornhaut auf der Seele“, wie Berndt es ausdrückt. Die aber nicht undurchlässig und abkapselnd wirkt, sondern das Leben zulässt, um „daran zu wachsen“. Eben und gerade auch an den unglücklichen Situationen, an den stressreichen Erlebnissen.

Was genau ist diese „Stärke“? Wie drückt sie sich aus, wohin führt sie und, vor allem, wie kann man eine solche Stärke in sich entwickeln?
Das sind die Themen, denen sich Christina Berndt im Buch zuwendet. Auf verständliche und sprachlich eingängige Weise und mit einer klaren Gliederung, die vom Alltag her ihren Verlauf nimmt, die Folgen der Resilienz in diesem Alltag sehr praktisch orientiert an eingängigen Beispielen aufzeigt, um dann auf die „Quellen dieser Widerstandsfähigkeit“ zu sprechen zu kommen.

Dass eine Resilienz zu tun hat mit dem Umfeld, das der Mensch zunächst vorfindet und sich später selber schafft, dass Ursachen im Gehirn vorliegen und dort beeinflusst werden können, welche Rolle die Genetik spielt und dass auch die Haltung zur inneren Stärke und Resilienz epigenetisch durch Eltern mit geformt werden.

Natürlich ist es daher folgerichtig, dass Berndt vor allem eine Lanze für „starke Kinder“ bricht und aufzeigt, welche Faktoren Kindern zu einer Entwicklung hin zu einer Lebensstärke verhelfen. Aber auch für bereits Erwachsene ist eine solche Lebensstärke noch erlernbar, denn „Menschen können sich ändern“ in jeder Phase ihres Lebens.

All dies beruht auf ganz praktischen Beobachtungen, die Berndt von Beginn an im Buch anspricht. Die Zunahme von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Burn-Out. Die erkennbare Veränderung der Lebensumstände hin zu einer sehr fordernden und stressreichen Lebensweise. Trotz Wohlstands und geringer werdender körperlicher Belastung. Lebensumstände und Anforderungen, die eine Zuversicht benötigen, mit diesem Leben in seinen konstruktiven und belastenden Momenten umgehen zu können.

Durchaus einprägsam und eingängig öffnet Berndt hierbei im Buch den Weg für eine Darstellung jener Faktoren, die eine solche Widerstandsfähigkeit eröffnen und bietet Haltungen an, mit denen der Leser selber sich zum einen einzuschätzen lernt und zum anderen Wege finden kann, in sich selbst widerstandskräftiger zu werden.

Verständlich, klar gegliedert, praxisorientiert und das Thema der Resilienz von der Notwendigkeit, den Folgen für das Leben und den Quellen für diese Stärke her auf den punkt bringend. Lesenswert.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sachbuch mit Tiefgang, 1. August 2013
Von 
Edith Nebel "giora60" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Für manche Menschen ist jede Lappalie ein Drama, bei anderen fragt man sich, wie sie ihr bisheriges Leben überstehen konnten, ohne komplett durchzudrehen. Die erstrebenswerte Fähigkeit, Krisen ohne großen Schaden zu überstehen, nennt man Resilienz. Bleibt die Frage, woher diese Fähigkeit kommt und ob man sie erlernen und trainieren kann. Kann man ... im Prinzip, aber einfach ist es nicht. Da spielen nämlich, wie wir gleich sehen werden, eine ganze Menge Faktoren mit.

1. HIER IST STÄRKE GEFRAGT
Im ersten Kapitel erfahren wir einiges über den Stress. Diesen Begriff erfand 1936 der in Wien geborene Arzt Hans Selye. Gab es das Phänomen vorher nicht? Wird es wirklich immer schlimmer mit dem Alltagsstress? Wie kann man ihn reduzieren? Wie hängen Stress und Gesundheit zusammen? Wie sehr wir selbst durch Stress belastet sind, können wir auf den Seiten 32 ff. testen.

2. WAS ZEICHNET DIE WIDERSTÄNDIGEN IM ALLTAG AUS?
Es gibt Studien und Langzeitbeobachtungen, die sich mit Kindern aus schwierigen familiären Verhältnissen befassen. Wie gelingt es manchen, sich trotz widriger Startbedingungen zu selbstbewussten, fürsorglichen und leistungsfähigen Erwachsenen zu entwickeln, die im Beruf Erfolg haben und stabile Beziehungen führen können? Was die psychische Widerstandskraft stärkt oder schwächt, wird ausführlich beschrieben und in der Tabelle auf den Seiten 82 ff. zusammengefasst. Auf den Seiten 112/113 kann man dann testen, wie resilient man selber ist.

3. DIE HARTEN FAKTEN ZU DEN STARKEN MENSCHEN: WOHER KOMMT DIE WIDERSTANDSKRAFT?
Im dritten Kapitel wird es recht wissenschaftlich und wir erfahren: Was den Menschen resilient macht, ist eine komplizierte Mischung aus Umwelteinflüssen, Neurobiologie, Genetik und Epigenetik – also dem, was die Eltern ihren Kindern (ungewollt) weitervererben.

4. WIE MAN SEINE KINDER STARK MACHT
Nach dem sehr theoretischen dritten Kapitel wird es jetzt wieder konkreter. Warum wir Kinder nicht „in Watte packen“ dürfen, wobei wir ihnen helfen oder nicht helfen sollten und wie viel „Mutti“ ein Kind tatsächlich braucht, das lernen wir hier.

5. LEHREN FÜR DEN ALLTAG
Auch wenn der Grundstein für die Resilienz schon sehr früh im Leben gelegt wird, kann man auch als Erwachsener noch einiges dafür tun. Basierend auf der Arbeit des Psychologen Martin Seligman hat die American Psychological Association einen 10-Punkte-Plan zur Stärkung der seelischen Widerstandskraft entwickelt. Wie man den Plan umsetzen kann, steht im Buch.

RESLILIENZ von Christina Berndt ist kein pragmatischer Ratgeber nach dem Muster „Wenn dies das Problem ist, dann mach das“. Es ist ein fundiertes Sachbuch, das dem Thema auf den Grund geht und sich mehr darauf konzentriert, das Problem zu verstehen als Übungsanleitungen für dessen Bewältigung zu liefern.

Vor allem im dritten Kapitel steht vielleicht mehr als so mancher interessierte Laie wissen möchte. Neurobiologie? Hippocampus? Präfrontaler Cortex? Neurotransmitter? Epigenik? Hilfe! Aber wenn man sich konzentriert, kann man den Ausführungen schon der Spur nach folgen, auch wenn man kein Wissenschaftler ist. Dies sei hier ausdrücklich erwähnt für den Fall, dass jemand locker-flockige Ratgeberprosa mit vielen Anekdoten erwartet. Dass dieses Buch mehr wissenschaftliche Substanz hat, darauf deuten schon die über 40 Seiten Anhang hin mit Verzeichnis der genannten Wissenschaftler, Literatur- und Abkürzungsverzeichnis, Personen- und Sachregister.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dünnflüssig, 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Nun gibt es auch ein deutschsprachiges Buch zu diesem Modethema, das zunächst im Zuge der Kriege Forschungsschwerpunkt amerikanischer Militärpsychologen wurde.

Es ist kein schlechtes Sachbuch und flüssig zu lesen - ich hatte beim Lesen jedoch häufig das Gefühl, dass Studienergebnisse vorschnell zu allgemeinen Wahrheiten erklärt werden. Das ist auch bei einem Buch, das sich an ein breites Publikum richtet, nicht in Ordnung.

Seine Stärken hat das Buch dort, wo in wenigen Zügen viel erklärt wird, zum Beispiel beim Thema Epigenetik. Besonders enttäuscht hat mich das konfuse Kapitel 5, mit "Lehren für den Alltag". Die Botschaft ist letztendlich, dass man an Herausforderungen wachsen soll und positiv denken.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Ruhe liegt die Kraft!, 6. Oktober 2013
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Resilienz ist ein Begriff aus der Psychologie, der in den letzten Jahren immer populärer geworden ist. Der Untertitel „Was uns stark macht gegen Stress, Depression und Burn-out“ trifft dabei genau den Nerv der Zeit und schlägt in die gleiche Kerbe wie unzählige Ratgeber für Stressmanagement.
Die Wissenschaftsjournalistin Christina Berndt ist dem Geheimnis der Resilienz auf den Grund gegangen und hat in ihrem Buch den aktuellen Wissensstand zusammengetragen und auf anschauliche Art und Weise für den Laien verständlich gemacht.

Dabei ist sie sehr geordnet vorgegangen. Das Buch gliedert sich grob in fünf Abschnitte:

Hier ist Stärke gefragt
Was zeichnet die Widerständigen im Alltag aus?
Die harten Fakten zu den starken Menschen: Woher kommt die Widerstandskraft?
Wie man Kinder stark macht
Lehren für den Alltag

Die Abschnitte sind noch einmal in weitere Kapitel unterteilt. Im ersten Abschnitt widmet sich Christina Berndt beispielsweise dem Thema Stress im Alltag, inklusive einem einfachen und aussagekräftigen Selbsttest mit dem Titel „Wie gestresst bin ich?“, von dem österreichischen Psychologen Werner Stangl. Bevor also auf das eigentlich Thema des Buches eingangen wird, muss natürlich erst einmal jedem Leser klar sein, wieso die psychische Widerstandskraft für uns so wichtig ist. Wie resilient Menschen sein können zeigt Christina Berndt an sieben Beispielen, die jedoch zugegebenermaßen sehr extrem gewählt sind.

Im zweiten Abschnitt geht die Autorin den Merkmalen der Resilienz auf den Grund und vermeidet dabei von Anfang an Missverständnisse, denn die Widerstandskraft eines Menschen ist nichts von Geburt an Festgelegtes und auch keine Frage des Geschlechts. Es gibt zwar gute und weniger gute Vorraussetzungen der jeweiligen Umwelt, in der der Mensch aufwächst, doch Resilienz ist keine fest verankerte Veranlagung, sondern kann sich auch im Laufe des Lebens entwickeln. Zudem zeigt sich durch zahlreiche Studien, dass auch durchlebte Traumata und Unglücke stark machen können. Außerdem sind resiliente Menschen nicht automatisch gegen jegliche Unbill gefeit. Was den einen umwirft, müht dem anderen gerade mal ein Achselzucken ab, und umgekehrt.

Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit den Fakten, die sich in erster Linie durch langjährige Studien ergeben haben. Hier beschreibt die Autorin die Resilienz-Faktoren und wie sie durch Umwelt, Neurobiologie und Genetik beeinflusst werden. Ein sehr informatives Kapitel, das für eine Menge Aha-Erlebnisse sorgen kann.

Schlussendlich aber kann und sollte der Grundstein für eine gesunde, psychische Widerstandskraft in der Kindheit gelegt werden. Der Schlüssel hierzu ist eine vertrauensvolle Bindung in Form von stabilen Beziehungen zwischen Kindern und Erziehern. Dass man Kinder durch zu viel Schutz und Fürsorge eher schadet, mag vielen bekannt sein und logisch erscheinen, ist aber in seiner Umsetzung alles andere als einfach. Auch hier nutzt Christina Berndt anschauliche Beispiele und nutzt einen sehr gefälligen und unterhaltsamen Schreibstil, um die Fakten der Leserschaft zu vermitteln.

Was man von der Lektüre für sich persönlich nutzen kann, wird im letzten Abschnitt erwähnt. Zum einen geht es hier um die Instrumente, die Psychologen und Psychotherapeuten in ihrer täglichen Arbeit nutzen, zum anderen wird aber auch die Bedeutung der eigenen Achtsamkeit hervorgehoben.

Auffallend ist die positive Grundhaltung des Geschriebenen. Obwohl Christina Berndt den Finger in die Wunde unserer nach Superlativen strebenden Leistungsgesellschaft legt, gibt sie Hoffnung und Zuversicht, ja, ermahnt sogar bisweilen innezuhalten und auch mal faul zu sein. Kreativität und Stärke erwachsen nicht durch Druck und Angst. In der Ruhe liegt die Kraft, ist der Leitsatz des Buches.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja, 19. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Das Buch beschreibt schon sehr eingehend die unterschiedlichen Faktoren die die Widerstandskraft beeinflussen. Aber konkrete Anwendungstipps wie man das selber verstärken kann, liefert es leider nicht. Und da das der Grund war, wieso ich das Buch gekauft hatte, hat es leider meine Erwartungen nicht erfüllt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen mehr erwartet, 2. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Das Buch gliedert sich grob in fünf Abschnitte:

- Hier ist Stärke gefragt
- Was zeichnet die Widerständigen im Alltag aus?
- Die harten Fakten zu den starken Menschen: Woher kommt die Widerstandskraft?
- Wie man Kinder stark macht
- Lehren für den Alltag

Die Abschnitte sind noch einmal in weitere Kapitel unterteilt.

Um konkrete Ratschläge geht es ab Seite 181 des Buches. Dazu hat Christina Berndt, sich an die Thesen von Martin Seligman, dem Begründer der Positiven Psychologie anlehnend, zehn Wege zur Resilienz aufgezeigt, mit denen Sie mehr seelische Widerstandskraft erwerben können:

1. Bauen Sie soziale Kontakte auf.
2. Sehen Sie Krisen nicht als unlösbare Probleme
3. Akzeptieren Sie, dass Veränderungen zum Leben gehören
4. Versuchen Sie, Ziele zu erreichen
5. Handeln Sie entschlossen
6. Finden Sie zu sich selbst
7. Entwickeln Sie eine positive Sicht auf sich selbst
8. Behalten Sie die Zukunft im Auge
9. Erwarten Sie das Beste
10. Sorgen Sie für sich selbst

Es ist eigentlich gleich, an welchem dieser Punkte man beginnt „Stärke ist immer eine Kombination von vielen Faktoren“.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Resilienz, die Stigmatisierung von Depressionen und PTBS, 29. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out (Broschiert)
Wenn Sie in Ihrer Kind misshandelt wurden, dann könnte das Buch für Sie ganz interessant sein. Dann erfahren Sie in diesem Buch auf vielen Seiten, warum Psychologen und Hirnforscher denken, dass Sie auch als Erwachener schwach, instabil und vulnerabel sind.
Wenn Sie dagegen nicht misshandelt wurden, dann erfahren Sie in diesem Buch auch nichts Neues.
Wenn Sie an Depressionen oder PTBS leiden, dann sollten Sie dieses Buch lieber nicht kaufen, denn das Lesen dieses Buches ist eher deprimierend als aufbauend.

Christina Berndt reitet in ihrem Buch "Resilienz, das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft" den braven Ackergaul der Belastungshelden unserer Gesellschaft. Nimmermüde pflügt er das weite Land. Früher waren es noch 5 Hektar. Das reichte für eine genügsame Familie. Heute sind es 20.000 Hektar und mehr: die unendlichen Agrarwüsten unseres bedrohten Planeten. Bemüht den riesigen Landmaschinen Stand zu halten, gleicht er schon bald einer ausgemergelten Mähre.

Noch schneller geht nicht mehr, wiehert die Mähre. Doch Christina Berndt findet immer noch einen vorbildlichen Superhelden. Da ist die Familie Hönscheid, die nach dem Verlust ihres 3 jährigen krebkranken Kindes, schon bald einen Surfshop in Fuerteventura eröffnet. Da kämpft der schwedische Student Wennesland, der das Massaker auf Utoya überlebt hat, für die Freiheit der Palästinenser in seiner Diplomarbeit. Da ist die 18 jährige Kampbusch, die nach 8 Jahren Gefangenschaft, Trauer für ihren verstorbenen „Gebieter“ empfindet. Da ist der vom 2. Halswirbel ab Gelähmte, der trotzdem sein Leben genießt. Da darf auch nicht der Fußballtrainer Rangnik fehlen, dem der Mannschaftsarzt am Tag des Rückstritts wegen Burnout bereits verkündet, „er wird nach einer Pause zur alten Stärke zurückkommen“.

Geplättet von den Beispielen lässt die Mähre ihren Kopf noch weiter hängen. Von Buchseite zu Buchseite wird ihr bewusst, sie gehört zu den „Schwachen“, „Labilen“, „Vulnerablen“, die in dieser Gesellschaft keinen Platz haben. Doch da, flackert in der Mitte des Buches ganz unerwartet ein Licht auf. Der Psychologe Thomas Boyce kommt auf einer Seite zu Wort und bricht für die Sensiblen, die er „Orchideen-Kinder“ nennt, eine Lanze. „Orchideen-Kinder, die eingehen, wenn man sich nicht gut um sie kümmert, aber unter guter Pflege prächtige Blüten hervorzaubern. Sind die Superhelden von Christina Berndt vielleicht nur Beispiele für „Löwenzahnkinder?“ „ Löwenzahn-Kinder – wie Unkraut, die nie ergeht – auch auf dem Schrottplatz des Lebens gedeihen, wenn es denn sein muss“. (Berndt, S.141, Gehirn und Geist, Ausgabe 2/2012)

Gehört sie vielleicht zu den Orchideen-Kindern? Die Mähre hebt ermutigt ihren Kopf. Gehätschelt in ihrer Kindheit wird sie in der geeigneten Umgebung in strahlendem Weiß erblühen. Die Superhelden von Christina Berndt verblassen zu farblosen Schimären und versinken am Horizont der Agrarwüste.

Und wozu gehören Sie? Sind Sie auch ein Orchideen-Kind? Dann sind Sie bestimmt fantasievoll und voller Ideen. Lassen Sie den Kopf nicht hängen, sondern nutzen Sie ihn für Innovationen, gleich welcher Art! Machen Sie sich z.B. selbständig, so wie wir. Dann müssen Sie nicht mit den Ackergäulen, Löwenzahn und Landmaschinen konkurrieren.
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