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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Tatsachen basierender spannender historischer Roman
Dieser historische Roman spielt im 15. Jahrhundert in der Bretagne und basiert auf einer wahren Begebenheit. Hierzu werden im Buch noch Erläuterungen gegeben. Auch gibt es ein Personenregister und Erklärungen historischer Begriffe.

Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers Jeunet von Saint Mourelles in der Bretagne, steht kurz vor ihrer...
Vor 14 Monaten von Dr. Watson veröffentlicht

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ach nööööh
Warum? Zu viele Worte um Nichts, will sagen, vor allem in der ersten Hälfte des Buches dreht sich die Handlung um sich selbst. Im Grunde passiert immer das Gleiche, ein Mord nach dem anderen geschieht; die Institution Kirche in Gestalt eines Bischofs nutzt die Notlage eines Adligen aus, um sich seine Ländereien unter den Nagel zu reißen; Indizien werden...
Vor 17 Monaten von Petra veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Tatsachen basierender spannender historischer Roman, 28. April 2013
Von 
Dr. Watson - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Dieser historische Roman spielt im 15. Jahrhundert in der Bretagne und basiert auf einer wahren Begebenheit. Hierzu werden im Buch noch Erläuterungen gegeben. Auch gibt es ein Personenregister und Erklärungen historischer Begriffe.

Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers Jeunet von Saint Mourelles in der Bretagne, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Jungbauern Mathis. Als dieser bei einem Überfall seinen Herrn verteidigt, wird er selbst verwundet und bleibt gehbehindert und damit unfähig eine Familie zu ernähren wie er meint und zieht somit seinen Heiratsantrag zurück.
In Mourelles geschehen merkwürdige Dinge immer wieder verschwinden Kinder oder Erwachsene oder werden ermordet aufgefunden. Immer wieder ist es Catheline, die die Leichen findet. Was geht vor in diesem Ort? Der Pfarrer, Catheline und Mathis suchen nach Erklärungen. Die Beweise scheinen zum nahegelegenen Schloss zu führen..

Ein wunderbarer flüssiger Schreibstil tröstet über gelegentliche Längen hinweg. Kriminal-, Historien-, und Liebesroman in einem. Tolle Unterhaltung mit guter Darstellung der Lebensverhältnisse der unterschiedlichen Stände.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super!, 2. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Kurzbeschreibung: "Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet."

Eigentlich lese ich keine historischen Bücher, zumindest keine die früher als im 19. Jahrhundert spielen, da mich die Kurzbeschreibungen meistens relativ kalt lassen.
Dieses Buch jedoch hat mich, aufgrund des tollen Covers und der neugierig machenden Kurzbeschreibung sehr gereizt und somit hatte ich es ruck zuck in den Händen.

Catheline ist Haushälterin bei einem Pfarrer in der Bretagne. Sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Mathis. Als dieser bei einem Überfall zum Krüppel wird, zieht dieser den Antrag aber zurück, weil er für Catheline nicht mehr sorgen kann. Auf einmal verschwinden zwei Kinder aus dem Dorf und niemand weiß etwas darüber. Der Dorfpfarrer, Catheline und Mathis beginnen nach zu forschen, finden jedoch ebenfalls keine neuen Hinweise. Als immer mehr Einwohner des Dorfes verschwinden gerät auf einmal Catheline in das Fadenkreuz der Ermittlungen.

Der Prolog zieht den Leser direkt in die Geschichte und weckt große Erwartungen.

Der Schreibstil von Liv Winterberg ist absolut fesselnd. Auf den ersten Seiten des Buches passiert nicht besonders viel und es dauert relativ lange bis das Buch endlich an Fahrt gewinnt. Normalerweise würde mich das stören, doch weil der Schreibstil so toll ist, empfand ich es hier als absolut in Ordnung.

Gerade die zweite Hälfte des Buches ist einfach genial und super spannend. Man kann das Buch kaum noch aus den Händen legen und will unbedingt wissen wie es weitergeht. Das Ende ist der absolute Hammer.

Die Charaktere (besonders Catheline und Mathis) sind absolut sympatisch und gut gezeichnet. Man schließt sie sehr schnell in ihr Herz. Auch die Nebencharaktere sind authentisch und passen perfekt ins Bild.

Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat ist zudem, dass es auf einer wahren Begebenheit basiert. Im Buch findet man Hinweise zu dem geschichtlichen Hintergrund sowie ein Glossar mit ungewohnten (veralteten) Begriffen. Auch das Personenregister hat mir sehr gut gefallen, wie oft habe ich mich beim Lesen eines anderen Buches schon nach so einem gesehnt ;)

Fazit: Ich kann das Buch (auch Personen die normalerweise keine historischen Bücher lesen) nur wärmstens empfehlen!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer kann den Täter entlarven?, 16. April 2013
Von 
ginnykatze - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
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Zum Inhalt

In dem kleinen bretonischen Dorf Saint Mourelles geht es sittsam und ruhig zu. Die Bauern, die hier leben, sind zwar ärmlich, aber dafür sind sie glücklich in ihrer kleinen Gemeinschaft. Der Friede hier wird aber jäh unterbrochen, als plötzlich ein Junge aus ihrer Mitte verschwindet.

Auf dem Schloss ihres Lehnsherrn findet ein Fest statt und dazu sind auch Spielleute erschienen, die zur Unterhaltung beitragen. Gleich nach ihrem Auftritt machen sie sich auf die Weiterreise. Kann es sein, dass Raymond mit ihnen gegangen ist?

Nach Tagen der vergeblichen Suche nach Raymond, fehlt plötzlich ein kleines Mädchen. Auch Rachel ist spurlos verschwunden und niemand weiß, was hier vor sich geht. Als dann die Leiche des zurückgebliebenen Avel gefunden wird, geht im Dorf die Panik um. Jeder ist verdächtig und eine Spur führt zum Schloss Troyenne.

Was geht hier vor sich und kann es sein, dass der Täter im Schloss zu finden ist? Oder sind das alles Mutmaßungen und in der Dorfgemeinschaft ist ein Mörder zu finden. Aber wenn die Spur zum Schloss sich als richtig erweist, wird dann auch der Täter seiner gerechten Strafe zugeführt oder wird alles unter den Mantel der Verschwiegenheit gekehrt werden.

Mehr werde ich jetzt nicht verraten.

Fazit:

Die Autorin Liv Winterberg verpackt hier ihren Thriller in historische Begebenheiten. Allerdings sind die historischen Ausführungen m.E. nur Beiwerk, hier wäre mir mehr Ausführlichkeit lieber gewesen.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich kann sagen, dass ich sofort in dem Stoff versunken bin und gar nicht wieder auftauchen wollte. Die Spannung, die am Anfang aufgebaut wurde, hält das ganze Buch über. Das hat mir gut gefallen und passt gut zu einem interessanten Thriller. Vielleicht waren es eine oder zwei Leichen zu viel, aber das ist nicht wirklich störend. Ich konnte den Täter wirklich nicht entlarven, so gut war er verpackt. Ich irrte von einer Sackgasse in die nächste und immer wieder entglitt er mir. Als ich dann dachte, ich hätte den Mörder gefunden, zweifelte ich an mir, das konnte doch nicht sein und durfte es vor allem nicht.

Die Charaktere zeichnet Liv Winterberg mit viel Liebe. Ob Gut oder Böse, alle hatten hier ein eindeutiges Gesicht. Mein Lieblingsprotagonist war hier auf jeden Fall Bauer Mathis, der mit viel Engagement und Einsatz, vor allem aber mit seiner Herzlichkeit überzeugen konnte. Leider gefiel mir Catheline, die weibliche Hauptfigur nicht wirklich, sie war mir ein wenig zu vorlaut, das passte jetzt nicht so ganz in die historische Schiene. Unsympathisch war mir von Anfang an die Schwester der Baronin. Francine ist wirklich ein widerliches Frauenzimmer, von Hass und Neid zerfressen.

Alles in Allem ein absolut lesenswertes Buch, was ich auf jeden Fall weiterempfehle, das verpackt in einen historischen Thriller, vor Spannung nur so knistert.

Hier kommen von mir 4 Sterne, den Abzug habe ich erklärt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ach nööööh, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
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Warum? Zu viele Worte um Nichts, will sagen, vor allem in der ersten Hälfte des Buches dreht sich die Handlung um sich selbst. Im Grunde passiert immer das Gleiche, ein Mord nach dem anderen geschieht; die Institution Kirche in Gestalt eines Bischofs nutzt die Notlage eines Adligen aus, um sich seine Ländereien unter den Nagel zu reißen; Indizien werden gesammelt, die jede der Personen im Dorf und auf dem Schloß auf ihre Weise interpretiert aber es gibt nicht wirklich einen Fortschritt in der Geschichte. Die nimmt erst ein wenig Fahrt auf, als der Inquisitionsprozeß beginnt. Der Leser ist froh, dass Folter und die Schrecken des Mittelalters heute weit weg sind. Für die sachliche Darstellung von Foltermethoden ohne reißerische Gewaltzeremonien gebe ich einen Stern für die Autorin. Den zweiten für die spürbare Bemühung um geschichtliche Authentizität.

Aber das reicht nicht, um mich als Leser zu fesseln. Der Plot besitzt keine Raffinesse, die Personen sind nicht wirklich logisch in ihrem Handeln angelegt, die Sprache beamt mich nicht in die Zeit des Mittelalters (trotz der inflationären Benutzung des Wortes „wohlfeil“) und die Auflösung der Mordserie ist mehr als lahm und auch nicht glaubhaft. (da ich nichts von der Handlung verraten möchte, kann ich leider nicht ins Detail gehen).

Im Nachwort wird der geschichtliche Hintergrund beleuchtet, der Inspiration für die Autorin war (diese Ausführungen haben mir besser gefallen als das ganze Buch). Ich hatte den Eindruck, die Wirklichkeit war zu furchtbar, als dass sich die Autorin damit auseinander setzen wollte und wurde durch eine Geschichte ersetzt, die so einfach nicht stimmig ist. Von mir keine Leseempfehlung.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht alle Erwartungen an einen historischen Roman erfüllt., 22. Januar 2013
Von 
M. W. Broscheit "porthos" (nahe Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
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Der Roman verbindet einen Krimi mit tatsächlichen historischen Ereignissen.
Ich liebe gut gemachte historische Romane. Man kann auf unterhaltsame Weise etwas über die Geschichte und manchmal auch etwas über die heutigen Zustände lernen.
Die Idee einen Krimi in historischer Umgebung stattfinden zu lassen ist nicht neu und kann interessant sein. Ich denke da an die Romane von Ellis Peters über Bruder Cadfael oder John Maddox Roberts, der seinen Helden im alten Rom Kriminalfälle lösen lässt, wobei sowohl Örtlichkeiten und Zeit vor den Augen der Leser lebendig werden

Nachdem mich die ersten Seiten nicht richtig zu fesseln vermochten, habe ich gezweifelt ein für mich interessantes Buch ausgewählt zu haben. Das Kapitel zu Anfang, mit dem verletzten Bauern und seinen Selbstzweifeln, empfand ich als ein wenig zu melodramatisch.
Auch nach ca. 10% der Geschichte war ich noch nicht richtig in der Erzählung und habe überlegt aufzugeben. Mir fehlte völlig so etwas wie Lokalkolorit, bis dahin könnte die Geschichte in jeder feudalen Kultur irgendwo in Europa spielen. Auch wollte sich kein richtiges Mittelalterflair einstellen.
Schauplätze der Erzählung sind in erster Linie ein Dorf, ein/zwei Herrensitze und die regionale Hauptstadt/Bischofssitz. Diese Orte bleiben aber relativ nebulös.

Das Dorf, in dessen Umfeld die ersten Morde stattfinden; Wie ist es angelegt, wie viele Bewohner hat es, wie sehen die Häuser aus. Auch bei den Szenen in den Häusern habe ich kaum einen Eindruck von den Räumlichkeiten gewonnen. Es gibt eine Pfarrstelle, einen Schmied, mehrere Bauern und Tagelöhner, es kann also nicht ganz klein sein. Aber man bekommt immer nur die gleichen ca. 2 Dutzend Personen zu sehen.
Der eine Herrensitz war ursprünglich wohl eine Trutzburg (wie groß?) und wurde vom jetzigen Baron und ehemaligen Helden Frankreichs zum Schloss umgebaut. Man erfährt von drei Mägden, einem Küchenmeister, einem Wachhauptmann und anscheinend mehreren Soldaten, dazu die Baronin und ihre verwitwete Schwester. Auch diese Örtlichkeit entzieht sich meiner Vorstellung, obwohl einige Räumlichkeiten beschrieben/erwähnt werden.
Und der Bischofssitz; Dort residieren der lokale Kirchenfürst sowie der Herzog und eine Kathedrale wird gebaut:-(
Dass die Autorin auch eine bildhaft/beschreibende Sprache beherrscht, wird nur an wenigen kurzen Passagen deutlich.
Wenn es nicht einige französische Begriffe und Namen gäbe, wüsste ich noch nicht einmal in welchem Land und welcher Region die Ereignisse passieren.

In dieser flüchtig beschriebenen Region agiert eine Vielzahl von Personen aus deren jeweiliger Sicht die Geschichte aufgebaut ist, dankenswerterweise hat die Autorin ein Personenregister vorangestellt. Die Protagonisten sind allerdings recht gut dargestellt und leicht zu unterscheiden.

Ich habe dann am Ende des Romans die Kapitel „Der geschichtlichen Hintergrund...“ und das „Glossar“ vorabgelesen. Nun wußte ich zwar wer der Übeltäter ist, dafür habe ich festgestellt, dass die Autorin eine richtig interessante Hintergrundgeschichte für ihr Krimidrama ausgewählt hat und viel zu authentischen Begriffen und den sozialen Zuständen recherchiert hat. Also verzichte ich auf das Krimiflair und erfreue mich mehr an der Umsetzung und Darstellung der sozialen Hintergründe.
Das Glossar sollte man sich aber auf alle Fälle vorher (ohne die Lösung serviert zu bekommen) einmal anschauen, da hier im Roman verwendete, altertümliche Bezeichnungen und ungewöhnliche Begriffe erläutert werden.

Darstellung von Land und Zeit: relativ oberflächlich, vage.
Personen und Charaktere: eindeutig die Stärke der Autorin, in Ansätzen etwas zu melodramatisch.
Kultur und Gesellschaft: in Ansätzen gut, es fehlt das typisch französische/bretonische Flair.
Historisches Umfeld: gute Hintergrundgeschichte aber keine Nacherzählung, dies wird im Anhang erläutert.

Insgesamt ist der Roman durchaus kurzweilig geschrieben und die Sorgen, Nöte und Verzweiflung der Dorfbewohner nach den ersten ungeklärten Morden werden gut dargestellt, richtig einlassen konnte ich mich auf den Schreibstil aber nicht und mein Kopf-Kino blieb leider aus. Ein wenig fühle ich mich an Bühnenstücke von Brecht erinnert, in denen es nur auf die menschlichen Interaktionen ankommt und das Bühnenbild komplett zweitrangig bleibt.
Die zugrunde liegenden historischen Tatsachen waren einer der großen Skandale der Zeit und haben mehreren Autoren als Inspiration gedient. Die Autorin schafft es auch durchaus, die komplizierten sozialen und wirtschaftlichen Hintergründe darzustellen. Aber mehr als 3 Sterne sind es für mich nicht geworden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer sind die Sünder?, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
In dem kleinen Dorf Saint Mourelles verschwinden erst zwei Kinder, später werden Leichen von Dorfbewohnern gefunden. Wer wandelt durch das mittelalterliche Dorf und tötet? Hat das „von Gott geküsste“ Kind Avel damit etwas zu tun oder jemand vom Schloss oder ist es gar der Teufel? Die Dorfbewohner sind eigentlich eine eingeschworene Gemeinschaft, doch mit jedem Mord wächst das Misstrauen untereinander. Das Hausmädchen des Pfarrers Catheline und der einbeinige Bauer Mathis versuchen, die Vorfälle aufzuklären und bringen sich selbst in Gefahr.

Catheline und Mathis wollten eigentlich im kommenden Frühling heiraten, doch Mathis rettete dem Grafen das Leben, in dem er sich todesmutig zwischen die Söldner wirft. Dabei verliert er einen Teil seines Beines und all sein Selbstvertrauen- er empfindet sich selbst als Krüppel und löst die Verlobung mit Catheline. Diese gibt jedoch nicht so schnell auf und kämpft um ihre Liebe ebenso wie um den Zusammenhalt des Dorfes und darum, den Täter zu finden. Kann sie den Kampf gewinnen?

Dem Buch liegt eine historische Begebenheit zu Grunde und das macht dieses Buch so interessant und auch recht authentisch, obwohl ich nicht glaube, dass im Mittelalter tatsächlich der Bauer beim Grafen so einfach eine Audienz erreichen kann- auch dann nicht, wenn er sein Leben gerettet hat.

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es bleibt lange offen, was nun wirklich geschah und die Aufklärung des Falles ist plausibel. Die Charaktere sind sympathisch, wenn auch ein wenig blass. Ich fand besonders gut, dass die Autorin den Figuren der verschiedenen Ständen eine unterschiedliche Sprache gegeben hat- sehr schön! Wer historische Romane mit einer mutigen Frauenfigur und Krimis mag- der sollte dieses Buch lesen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Strafe Gottes?, 26. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
Ich wurde von Liv Winterberg überrascht und von der Geschichte um Machtspiele des 15. Jahrhunderts, die ärmliche, gottesfürchtige Lebensweise in den Dörfern und der ausschweifenden Verschwendung am Hofe in den Bann gezogen. Catheline, die sich herzensgut, selbstlos und voller Liebe um Mathis und die anderen Dorfbewohner kümmert, nachdem mehrere Verschwundene tot wieder auftauchen, war mir sympathisch und als eine der Hauptprotagonisten gleich ans Herz gewachsen.

Auch ihren anderen Charakteren haucht die Autorin liebevoll und sehr menschlich ihren Atem ein, obwohl es mir anfangs schwer fiel, alle Charaktere zu behalten. Ich habe gemerkt, dass es besser ging, als ich ab Seite 120 alles in einem Stück zu Ende gelesen habe. Gerade die höfischen Gestalten waren mir schwer einprägsam, wohl aber einfach, weil sie mir meist wenig sympathisch waren.

Die Story - spannend ob der ausweglosen Situation der Dorfbewohner, die mit einfachsten Mitteln den Schuldigen finden wollen, jedoch gegen die gesponnenen Intrigen und falschen Bezichtigungen kaum eine Chance haben; die Darstellung des einfachen, gottgeprägten Lebens und der Zusammenhalt, aber auch Argwohn im Dorfe; aber auch interessant wegen der Dinge am Hofe, den Intrigen der Adelswelt - Liv Winterberg hat mich gleich von der ersten Seite an in ihr Werk gezogen.

Die Geschichte war glaubhaft erzählt, interessant aufgebaut und trotzdem nicht ausreichend befriedigend für mich - mir fehlte die richtige Auflösung... Am Ende fügte sich alles gar zu schnell zusammen und schien einzig auf den schnellen Abschluss des Buches gerichtet.. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Alles in allem hat mich "Sehet die Sünder" positiv überrascht. Ich kann dieses Buch jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auflösung funktioniert nicht, 9. Juli 2013
Von 
M. Thiessen (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
Diesen historische Roman habe ich recht schnell durchgelesen und am Ende mit gemischten Gefühlen zugeklappt. Die Personen - sowohl einfache Dorfbewohner wie auch die adligen Einwohner der Burg - sind gut und glaubhaft gezeichnet. Doch irgendwie ist die gesamte Atmosphäre nicht lebendig, nicht mittelalterlich. Aus dem einsamen Wald, der das Dorf umgibt, aus der finsteren Inquisition, aus alldem hätte man viel mehr machen können. Es wird alles recht nüchtern beschrieben. Man kann die Geschichte flüssig lesen, hat aber nicht wirklich das Gefühl, ins Mittelalter versetzt zu werden.
Und vor allem funktioniert die Auflösung für mich nicht. Hier kann ich schlecht ins Detail gehen, ohne das Ende zu verraten. Nur so viel: Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort, dass sie die Motivation ihres Täters im Gegensatz zum historischen Vorbild abgeändert habe. Und eben dadurch ist angesichts der Art der vorher verübten Morde die ganze Geschichte nicht mehr stimmig.
Drei Sterne für einen guten Durchschnitt, dem aber zum großen Lesevergnügen einiges fehlt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Krimi, 8. Juni 2013
Von 
rebellyell666 "rebellyell666" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
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Inhalt:

Wir befinden uns im Winter 1440, Bretagne. Im kleinen Dorf Saint Mourelles geschehen grauenhafte Morde. Immer wieder verschwindet ein Kind, dann auch Erwachsene – der Täter scheint seine Opfer ohne konkrete Maßstäbe auszuwählen.
Im Dorf macht sich natürlich misstrauen breit. Keiner darf mehr alleine heraus oder unterwegs sein. Anfangs kursiert das, Spielmacher seien auf der Suche nach talentierten Kindern und schleppen diese mit. Doch die Spur scheint nach und nach zum Schloss Troyennes zu führen, in dem der Baron Amédé und seine Gattin Bérénice leben und über die Güter von Saint Mourelles herrschen…

Meine Meinung:

Das Buch ist vielmehr ein Krimi als ein historischer Roman. Solche Vorfälle können auch in jedem Dorf unserer Zeit passieren, wobei man natürlich die Spurensuche mit viel moderneren Methoden durchführen würde, als sich nur auf das Gefühl und die reine Intuition zu verlassen.

Im Vordergrund standen für mich sowieso mehr die Charaktere als die Aufklärung des Verbrechens. Die junge Catheline träumt davon, den Bauern Mathis zu heiraten. Als dieser jedoch in einen Kampf mit Söldnern gerät und den Baron Amédé verteidigt, bleibt sein Bein trotz aller Behandlungsmethoden durch Catheline lahm. Natürlich zieht so über das junge Glück ein dunkler Himmel. Mathis meint, als Krüppel könne er Catheline nicht ernähren und nicht mehr sein Land bestellen. Als Catheline anfängt, den Baron als Mörder in Erwägung zu ziehen, geht Mathis sofort auf die Barrikaden. Verbindet ihn doch mit dem Baron seit dem Vorfall ein unsichtbares Band.

Das Dorf selber ist zwiegespalten, ängstlich, natürlich steht jeder unter dem Verdacht, der Mörder/die Mörderin zu sein. Vor allem steht Catheline irgendwann im Mittelpunkt, weil sie immer das „glückliche Händchen“ hat, die Leichen zu finden. Obwohl sich die Dorfbewohner verbal zerfleischen, geht doch noch alles relativ gesittet zu und man beginnt, sich Hilfe bei der Aufklärung der Morde beim Schloss/den Obrigkeiten zu holen. Diese wollen doch am Ende gar nicht richtig darauf eingehen. Ich fand es sehr gut, dass Winterberg zeigt, dass Menschen selbst hier Nerven behalten können und nicht seitenlang von Verdächtigungen und Wutausbrüchen geschwafelt hat.

Währenddessen ist Bérénice mit ganz anderen Dingen beschäftigt: Sie trifft Julien wieder, der als Notar zu den de Troyenne reist, um Amédé Angebote zum Landverkauf zu unterbreiten. Eine unsichtbare Flamme von Leidenschaft entsteht, doch Bérénice Schwester fungiert als eifersüchtiges Witwchen, die sich scheinbar in Amédé verliebt hat und nun Bérénice mit Adleraugen genau verfolgt.

Die Kirche spielt erstaunlicherweise eine etwas nebensächliche Rolle, es geht eher um Inquisitionsprozesse und deren Handhabung. Sonst lernt man ja ständig, wie korrupt die Kirche ist und dass sie über Leichen gehen. Nicht, dass man jetzt denkt, ich sei in Kirchenfan (bin nicht einmal getauft), aber das war etwas angenehmer, als ständig Erzbischöfe, Priore, Kardinäle oder fette Mönche zu jagen. Danke, Frau Winterberg, auch dafür.

Vor allem aber wirklich für die Charaktere, die Geschichte und die Lösung, die am Ende etwas nebensächlich wirkt, ein großes Danke.

Fazit:

Ein etwas anderer Krimi, aber sehr gut lesbar, strukturiert geschrieben, ohne langweilig oder -atmig zu sein. Klasse. Zugreifen, lesen, „pageturnen“.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung bis zur letzten Seite, 14. Mai 2013
Von 
Peter Bauer - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Sehet die Sünder: Historischer Roman (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das erste Buch von Liv Winterberg, das ich gelesen habe, hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Die Autorin hat sich bei ihrem Buch von der Geschichte des Gilles de Rais inspirieren lassen, einem französichem Massenmörder aus dem 15. Jahrhundert. Allerdings ist die Geschichte nur in geringen Teilen an die Wahrheit angelehnt.
Nichts desto trotz, schafft es die Autorin eine spannende mittelalterliche Welt auferstehen zu lassen. In einem kleinen Dorf in der Bretagne verschwinden nach und nach immer mehr Menschen. Als dann auch immer mehr Leichen gefunden werden, ist klar, dass man es mit einem Mörder zu tun hat.

Die Aufklärung der Mordserie nimmt dann eine überraschende Wendung und fesselt den Leser bis zu den letzten Seiten.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dennoch vorzubringen (deshalb auch nur 4 Sterne):
1. Es dauert ein wenig zu lange bis sich die Spannung aufbaut.
2. Für einen historischen Roman (und das soll es lt. Cover sein) kommen mir die historischen Hintergründe ein wenig zu kurz.

FAZIT: Für einen historischen Roman kommen mir die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein wenig zu kurz. Als Mittelalterkrimi funktioniert das Buch aber sehr gut und ist spannend bis zur letzten Seite. Für mich eine Leseempfehlung.
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Sehet die Sünder: Historischer Roman
Sehet die Sünder: Historischer Roman von Liv Winterberg (Broschiert - 1. Januar 2013)
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