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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein gelungenes Debüt
Das Alphabethaus ist das Erstlingswerk des uns durch seine Thriller"Erbarmen", "Schändung" und "Erlösung" bekannten Autors Jussi Adler Olsen. Der Erfolg seiner Thrillerserie hat wohl dazu geführt, dass wir jetzt auch in den Genuss seines Debüts kommen,dass allerdings als Roman zu verstehen ist, obwohl er am Ende auch Thrillerqualität zeigt...
Veröffentlicht am 26. Januar 2012 von robby lese gern

versus
251 von 295 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ganz, ganz enttäuschend. Lebt nur vom Autorennamen
Es gibt sie immer wieder, die Kritiken, bei denen hinterher festgestellt wird, dass Journalisten sie "im voraus" geschrieben haben. In Erwartung eines weiteren großartigen Thrillers von Adler Olsen (die 3 Bände mit Moerck sind zu recht Bestseller und absolut empfehlenswert) sind wohl auch zum "Alphabethaus" etliche hymnischen Kommentare voller positiver...
Veröffentlicht am 16. Februar 2012 von Filmfreundin


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251 von 295 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ganz, ganz enttäuschend. Lebt nur vom Autorennamen, 16. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Es gibt sie immer wieder, die Kritiken, bei denen hinterher festgestellt wird, dass Journalisten sie "im voraus" geschrieben haben. In Erwartung eines weiteren großartigen Thrillers von Adler Olsen (die 3 Bände mit Moerck sind zu recht Bestseller und absolut empfehlenswert) sind wohl auch zum "Alphabethaus" etliche hymnischen Kommentare voller positiver Superlative abgedruckt worden. Kann mir nicht vorstellen, dass die das Buch gelesen haben. Es ist - leider - grottenschlecht.

Was der Autor uns da zumutet, ist
- langatmig
- völlig unlogisch
- konfus konstruiert

Die Story: Im zweiten Weltkrieg stürzen zwei englische Piloten, Bryan und James, über Deutschland ab. Sie retten sich vor ihren Verfolgern in einen Lazarettzug voller verwundeter SS-Leute. Verfolger sehen das, der Zug fährt trotzdem weiter (!!). Drinnen bringen sie zwei Verwundete um, tätowieren sich nach SS-Art flugs mit Fingernageldreck (!!) Blutgruppen (einer sogar eine fremde) unter die Achseln um nicht aufzufliegen, stecken sich die Infusionen an, ohne zu wissen, was drin ist (!!), kapieren, obwohl einer kein, der andere wenig Deutsch spricht, dass sie sich auf einem Transport von psychisch Kranken befinden und simulieren einfach drauflos. Ohne sich jemals zu verplappern, weder im Schlaf, unter Einfluss starker Medikamente noch unter großen Schmerzen. Puh! Wem das noch nicht reicht: Einer überlebt sogar die Transfusion mit der falschen Blutgruppe, es gibt eine hübsche Krankenschwester, ein paar sehr böse Simulanten, die ein Geheimnis hüten und jede Menge merkwürdiger Rituale, die nie erklärt werden. Was haben die Nazis mit psychisch kranken, hochrangigen Offizieren vor? Die beiden geraten in ein geheimes Krankenhaus in der Nähe von Freiburg, das Alphabethaus. Bryan gelingt dann, obwohl ausgemergelt und sehr schwer verletzt, die Flucht, James bleibt zurück. Der Krieg endet, alles wird in Schutt und Asche gelegt, das Alphabethaus steht nicht mehr.

Achtung! Wer das Buch noch nicht kennt, erfährt ab hier inhaltlich einige Dinge, die eventuell den Lesegenuss trüben - so oder so - und sollte erst bei "Fazit" wieder in den Text einsteigen.

Dreissig Jahre später sucht Bryan, der eigentlich als Medizinfachmann in München bei den Olympischen Spielen sein sollte, aber offenbar sich einfach absetzen kann, noch so eine komische Story, in Freiburg nach dem alten Freund. Dazu treten auf: Die nette Krankenschwester, die er zufällig (!) wiedertrifft, die bösen Simulanten, allesamt hochrangige und sehr reiche Mitglieder der Gesellschaft, Bryans Frau, die ihm heimlich nachreist und in das Geschehen hineingezogen wird. Die Deutschen allgemein kommen dabei wieder einmal sehr schlecht weg, aber Schwamm drüber.

Dann wird's noch unglaubwürdiger, die ganze Geschichte um James, der unter einem anderen Namen immer noch in einem Pflegeheim lebt, regelmäßig besucht von den mit den Bösewichtern - warum, ist mir bis heute nicht ganz klar -, wacht aus einem dreißigjährigen Dämmerschlaf auf und begeht ruckzuck ein paar Morde, nicht einfach so, da muss man schon die kleinen grauen Zellen anstrengen dafür (!!). Keine Ahnung, wie das gehen soll.

Das sind nur ein paar wenige Ungereimtheiten, das ganze Buch ist voll davon. Wenn das nicht haarsträubend ist, weiß ich nicht.

Fazit: Adler Olsen kann schreiben, er hat einen tollen Stil, eine bildhafte Sprache und er hat bisher drei sehr, sehr gute Thriller vorgelegt. Dass jetzt sein Erstling von 1997 in Deutschland herauskommt, kann ich mir durch den Hype, den der Autor ausgelöst hat, erklären. Dass er hoch gelobt wird, kann ich mir überhaupt nicht erklären. Gar nicht. Nicht ein bisschen. Das Buch ist einfach nur schlecht.
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46 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Reine Geldmacherei!, 25. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Wenn man dieses Buch liest, nachdem man die Bestseller von Adler Olsen verschlungen hat, wird einem sehr schnell klar, warum dieses Buch überhaupt noch in der deutschen Übersetzung auf dem Markt erschienen ist: reine Geldmacherei des Verlages! Frei nach dem Motto, der Name des Autors animiert die Leser zum Kauf!
Das wirft sowohl ein schlechtes Bild auf den Verlag, als auch auf den Autor!
Ich kann nur wiederholen, was schon viele Rezensenten vor mir gesagt haben: das Buch ist einfach unterirdisch! Hier stimmt außer der Idee zu Plot (die mich ursprünglich neben dem Namen des Autors zum Kauf animiert hat) absolut gar nichts! Die Sprache ist hölzern, die Erzählweise ermüdent...von Spannungsbogen keine Spur! Die Charaktere bleiben oberflächlich und ich habe mich die ganze Zeit über gefragt: "Warum lese ich diese Buch überhaupt noch weiter...!???"
Es mag sicherlich auch mit an der Übersetzung liegen, aber der Schreibstil in diesem Roman ist einfach unerträglich schlicht und steht der Qualität eines Groschenromans in nichts nach.
Reine Geldverschwendung! Bitte (trotz interessanter Story) nicht kaufen und lesen!!!
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56 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Siechende Langeweile, 10. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Die Verlagshäuser sollten mit dem Geld, das sie an den unausgegorenen Frühwerken ihrer Starautoren verdienen, eine Stiftung für gepeinigte Leser einrichten und diesen ihre inkompetenten Lektoren zum Ausgleich für die gestohlene Lebenszeit zum Straftapezieren vorbeischicken.

Neben den vielen Unklarheiten der Geschichte (abrupte Perspektivenwechsel, nicht nachvollziehbare Handlungen und völlig unglaubwürdige Dialoge), die andere Rezensenten gut beschrieben haben, will ich nur den für mich persönlich ärgerlichsten Aspekt des Buches hervorheben: das unentwirrbare Gestrüpp an Namen und Spitznamen. Man stelle sich vor: die englischen Piloten haben unabhängig voneinander Spitznamen für die SS-Soldaten, die SS-Soldaten haben ihre eigenen Spitznamen, benutzen Decknamen, verwenden aber auch mal ihre richtigen Namen, alle bekommen nach dem Krieg neue Namen - und zu allem Überfluss wirft der Autor selbst Namen und Personen durcheinander. Bis zum bitteren Ende war mir nicht klar, wer nun eigentlich wer ist - und irgendwann war's mir auch egal.

Aber wer weiss, vielleicht hab ich's ja nicht verstanden, und die zähe Melasse (vor allem der Vor-)geschichte ist ein subtiles Stilmittel des Schriftstellers; der Leser soll sich genauso fühlen wie die Protagonisten, von Elektroschocks geschwächt und Medikamenten betäubt, verwirrt und flau und übel.

Aus welchem Grund die Lektoren das Buch nicht überarbeitet haben, um wenigstens die gröbsten logischen Schnitzer auszumerzen ist mir ein Rätsel... oder nein, eigentlich ist es ja kein Rätsel, leider.

Mit der Veröffentlichung dieses Buches haben sich Verlag und Autor einen Bärendienst erwiesen, denn wer Olsens originelle, eigensinnige Krimis um den kauzigen Kommissar Morck nicht kennt, wird den Schriftsteller nach der Lektüre dieses Buchs wohl meiden.
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74 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Schrotthaus, 10. März 2012
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Jussi Adler-Olsen, seines Zeichen erfolgreichster Partizipant des Larsson-Hypes und Erfinder des Morddezernates Q, bekommt von dtv die Chance, seinen deutschen Lesern zu beweisen, dass er auch ohne seinen Querulanten Carl Morck interessante Bücher schreiben kann. Dabei sieht er sich mit dem gleichen Problem konfrontiert wie bereits Dan Brown mit seinem Debütroman "Diabolus": Ein Satz mit x, das war wohl nix.

Zur Einstimmung meines Verrisses möchte ich einen kurzen Überblick über den Plot geben: Wir schreiben das Jahr 1944 und die Welt befindet sich im Krieg. Anhand der Piloten Bryan und James zeigt Adler Olsen das Schicksal zweier Briten, die über deutschem Territorium abstürzen und im verwundeten Zustand versuchen müssen zu fliehen. Unter falschem Namen und falscher Identität gelingt es den beiden Bruchpiloten in ein Sanatorium für Geisteskranke. Bryan und James simulieren eine Geistesstörung und entgehen dem Tod. Nach Zeiten der Qual und der Angst kann Bryan entkommen, muss James jedoch verletzt zurück lassen. 28 Jahre später gelingt es Bryan, James' Spur ausfindig zu machen und kehrt nach Deutschland zurück.

Ich weiß nicht, was an diesem Buch schlechter ist, der langweilige Plot oder die hanebüchene und unlogische Erzählweise? Die erste Geschichte mag zu Weilen noch überzeugen, da Züge einer aufopferungsvollen Freundschaft gezeigt werden, aber ab Bryans Flucht geht die Spannungs- und Logikkurve auf Talfahrt. Dämliche Wendungen und konstruierter Schwachsinn paaren sich mit einer fast schon dreist anmutenden Zufallsmaschinerie, die arbeitet und arbeitet und arbeitet. Wenn Sie sich meine Rezensionen anschauen, werden Sie sehen, dass ich den Romanen von Richard Laymon teilweise überschwängliche Bewertungen gewidmet und des Öfteren fünf Sterne vergeben habe - und dessen literarisches Machwerk ist wahrlich kein Beispiel für logische Charakterzeichnung. Wo ist nun der Unterschied? Ganz einfach: Laymon will unterhalten, er nimmt sich und seinen Plot nicht ernst. Jussi Adler Olsen versuchte aber tatsächlich, einen spannenden, tiefschürfenden und tragischen Thriller zu kreieren. Auf fast sechshundert Seiten wird der Leser mit schriftlichem Stuss konfrontiert, dass die Wände wackeln. Auch stilistisch scheint Adler Olsen seit seinem Debüt an sich gearbeitet zu haben, da Züge des ausgefeilten Stils bereits erkennbar, aber noch lange nicht so prägnant sind wie z.B. bei "Erbarmen".

Erneut zitiere ich den Literatur-Kritiker Dennis Scheck, der in seiner Sendung "Druckfrisch" über das Buch folgendermaßen urteilte: "'Das Alphabethaus' ist der Anwärter auf den dämlichsten Nazi-Thriller aller Zeiten". Danke Herr Scheck, besser hätte man es nicht ausdrücken können

Verschwendete Lebenszeit, in der ich mir lieber Schoßgebete: Roman von Charlotte Roche erneut durchgelesen hätte. Grottenschlecht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tickende Maschinenpistolen, 6. Mai 2012
Von 
Griphook - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Als ich zu Beginn meiner Recherche über Jussi Adler-Olsens Thriller "Das Alphabethaus" auf Schritt und Tritt positiven Stimmen begegnete, hatte ich schon Angst, ich stünde mit meiner schlechten Meinung allein auf weiter Flur. Aber dann stieß ich auf Denis Schecks Kritik in der Sendung "Druckfrisch" und war erleichtert. Denn Scheck sprach mir aus der Seele: Noch schlechter als die anderen Olsen-Bücher sei dieser Debütroman. Ihn "albern" zu nennen, wäre noch ein Kompliment. Schecks Verdikt gipfelte in der Feststellung, man spüre förmlich, "wie sich das Papier unter der Druckerschwärze vor Scham windet".
Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Nicht nur ist die Handlung inhaltlich reichlich an den Haaren herbeigezogen und mit Krimi-Action gnadenlos überfrachtet. Dazu schreibt Adler-Olsen aber auch noch in einem Actionkrimi-Stil, der für den Zeitgeist und ein Figurenpersonal Ende des zweiten Weltkrieges überhaupt nicht passt. Er zeichnet seine Figuren nur von außen und behauptet ihre Gefühle einfach nur, so dass sie flach bleiben wie Abziehbilder. Er schreibt entsetzlich schlechte Dialoge. Seine Dialoge und Beschreibungen sind außerdem, trotz der ganzen Action, seltsam unkonkret und unanschaulich und weitgehend frei von simplen, guten, treffenden Wörtern. Allerdings kann das auch an der Übersetzung liegen, denn die ist ebenfalls schlecht. Sie wimmelt von Schwulst, phrasenhaften Formulierungen, falschen Tempora, sachlich falschen Wörtern, schlechten Anglizismen. Oft wird es deshalb unfreiwillig komisch, etwa, wenn der Kaiserstuhl als "Mittelgebirge" apostrophiert wird, das einen "pompösen Namen" habe, aber ein "charakteristischer Höhenzug" sei, von den "Rillen" der Weinterrassen durchzogen. Das ist einfach nur grauenhaftes Deutsch, das höchstens in ein Sachbuch gehört, aber nicht in einen Roman. Oder der Satz: "Die Maschinenpistolen der Mustang begannen zu ticken." So ein Jagdflugzeug hat keine Maschinenpistolen - es hat Maschinengewehre (MGs) oder Maschinenkanonen, und die knattern oder wummern oder dröhnen oder rattern!
Bleibt die Frage, wie so ein Buch ein Bestseller werden kann. Die Antwort ist wohl, dass die alten Alchemisten doch recht hatten: Man kann aus Dreck tatsächlich Gold beziehungsweise Geld machen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaubwürdig und hölzern, 19. März 2012
Von 
M. Heilmann (Düsseldorf Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Das Rezept ist ja nicht ganz unbekannt. Ein Autor schreibt ein erfolgreiches Buch, und alsbald wird im Archiv gekramt, ob sich nicht noch irgendein bisher unveröffentlichtes Skript findet, das man auf den Markt werfen kann. Am besten in optisch ähnlicher Aufmachung, und fertig ist der Bestseller. Zumindest kommt mir das bei Jussi Adler Olsens "Alphabet-Haus" so vor.

Nach eigenen Angaben - und die hat er bemüht und pflichtschuldig wie bei einer Diplomarbeit aufgelistet - hat Adler Olsen eine Menge Recherche in diesen Erstling investiert. Dennoch entsteht kein glaubwürdiges Gesamtbild, weder, was die Protagonisten und deren Handlungen, noch was die gesamte Szenerie betrifft. Über die Ungereimtheiten, wie Sprache, Blutgruppe/Transfusionen, Flucht trotz des miserablen körperlichen Zustands etc. und Zufälle (Treffen und Wieder-Erkennen der Schwester Petra!), die die Handlung z.T. tragen, haben andere Rezensenten bereits ausführlich geschrieben. Was mich weiterhin stört, ist die überaus hölzerne Sprache (liegts an der Übersetzung?) und dass man trotz deren Schicksale zu kaum einem Zeitpunkt tiefgreifende Sympathie für einen der beiden Freunde empfinden konnte. Zumindest gings mir so. Zu Ende gelesen habe ich das Buch trotzdem, weil mich interessiert hat, wie die Fäden der Geschichte im Jahre 1972 neu geknüpft und zu Ende geführt werden.

Den nächsten Morck-Krimi werde ich sicher gerne wieder lesen. Die Veröffentlichung dieses holprigen, unausgegorenen und streckenweise abstrus zusammenkonstruierten Romans hätte sich Jussi Adler Olsen um seines eigenen Rufes Willen besser erspart.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unter aller Sau!, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Nachdem die vom selben Autoren verfasste Reihe um den dänischen Ermittler Carl M. so unglaublich hochgelobt wird (ich habe sie selber noch nicht gelesen!), wollte ich mit diesem Machwerk meinen Urlaub interessanter gestalten. Das hat leider nicht geklappt.

Dieses Buch ist Schund übelster Sorte. Der Stil ist so billig, die Sprache so wenig differenziert und belanglos, dass kein Lesevergnügen aufkommt. Mag die Handlung im Klappentext auch eine spannende, zumindest aber interessante Story versprechen, so dämmerte es mir schon nach wenigen Seiten, das daraus nichts werden wird.

Völlig abstruse Handlungen, die selbst für einen fiktionalen Roman erbärmlich sind (so tätowieren sich die Protagonisten 1944 in einem Nazi-Lazarettzug den Dreck unter ihren Fingernägeln als Blutgruppenkennung auf den Arm oder legen sich selber intravenöse Zugänge, über die sie dann Infusionslösungen unbekannten Inhalts infundieren, nachdem sie die regulären "Besitzer" aus dem fahrenden Zug geworfen haben!) werden dann noch getoppt von der Tatsache, dass ebenjene Protagonisten aus Angst, erwischt oder besser gesagt: enttarnt zu werden, monatelang nur mit Augenzwinkern oder eindringlichen Suggestionen "kommunizieren".

Kein Klischee wird ausgelassen. Der "pockennarbige" (= böse) Mitpatient, die junge, sensationell gut aussehende und selbstverständlich völlig unschuldige Krankenschwester, alle sind sie aber Nazis, es ist einfach nur schlimm, schlimm, schlimm.

Der zweite Teil der Handlung spielt dann in den 1970-Jahren, aber dem grauenhaften Stil verschafft diese Tatsache leider keinen Vorteil. Nach etwa 15 Seiten im zweiten Teil war für mich Schluss. Ich werde wohl nie erfahren, wie die Geschichte ausgeht, aber da es eine der Langweiligsten meines Lebens war, bin ich nicht traurig drum.
Traurig bin ich eher um das Geld, das ich für dieses fertig konfektionierte Altpapier hingelegt habe.
Schade - aber das war nix.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen enttäuschend, 5. Mai 2012
Von 
mhorrighan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Dieses Buch ist offensichtlich das allererste von Adler Olsen und kommt jetzt, nach seinen Erfolgsromanen raus, weil... naja, weil er ein paar Erfolgsromane hatte. Anders ist das nicht zu erklären, denn das Buch, welches einem hier vorgelegt wird, ist einfach schlecht.

Die beiden britische Kampfflieger James und Bryan stürzen über deutschem Boden ab und springen auf einen Lazarettzug auf, weil sie aus irgendeinem Grund der Meinung sind, dass sie dort sicherer wären, als wenn sie sich auf dem Boden und still halten. Im Zug töten sie zwei deutsche Offiziere, deren Identität sie annehmen. Weswegen diese Im Zug sind, was ihnen fehlt oder der einfache Fakt, dass sie KEIN DEUTSCH SPRECHEN (!), ist ihnen dabei egal. Als sie sich dann auch noch unbekannte Infusionen steckten und fremde Medikamente wie Bonbons schluckten, da war dann auch das letzte bisschen Mitgefühl mit diesen beiden Deppen verschwunden.

Wer denkt das wäre schon dämlich, dem sei gesagt, dass es sich hier nur um den Anfang des Buches handelt und das Ganze noch unsinniger wird. Ich habe mich durch den durchweg konfusen, unlogischen und teilweise regelrecht blödsinnigen Plot gelesen, bis ich in der Mitte des Buches dann einfach keine Lust mehr hatte. Das geht mir sehr selten so, da ich meist auch nicht gute Bücher zu Ende lese, aber hier tat es mir einfach um meine Zeit Leid.

1 Stern
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ..die Kirche im Dorfe lassen!, 14. März 2012
Von 
H. Schlack "Hörer" (Bienenbüttel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Also mal ganz ehrlich! Dies Buch lebt von dem Hype um die 3 Krimis, die wirklich gut geschrieben sind. Beim Alphabethaus wird es peinlich: dünn dümmliche Story, Anfängerschreibstil, langweilig und ich ärgere mich beim Lesen ständig über den Kauf des Buches.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilige Märchenstunde für Duldsame und Leichtgläubige, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Alphabethaus: Roman (Taschenbuch)
Zunächst: Ein Krimi ist es definitiv keiner! Nach Lesen des Klappentextes hatte ich allerdings auch keinen erwartet und war einfach neugierig auf einen Roman des geschätzten Krimi-Autoren. Das war es nicht, was die große Enttäuschung ausgemacht hat.
Es war halt insgesamt ein ganz langweiliges, ausgesprochen unrealistisches Buch mit haarsträubend abstrusen Ideen und Wendungen:
Wie schon mehrfach erwähnt, ist bereits die Eingangsidee (die beiden Engländer geben sich als kriegstraumatisierte SS-Offiziere aus) eine Zumutung an die Glaubwürdigkeit, jedenfalls so wie es hier dargestellt wird. Das alleine wäre ich ja noch bereit, hinzunehmen, wenn eine unglaubwürdige Grundlage dann wenigstens zu einer logischen Geschichte führen würde. Leider ist es so nicht...
Bald stellt sich heraus, dass ein gutes Drittel der "psychisch Kranken" simuliert, u.a. um der Wehrpficht zu entgehen und das wird vom Fachpersonal (das Simulanten erwartet und gehalten ist, solche aufzudecken!) nicht bemerkt - dieser Umstand ist ebenfalls schwer zu schlucken. Es geht aber immer so weiter:
Da ist eine hoch gesicherte psychiatrische Abteilung voller Überwachung und Sicherheitsvorkehrungen - und in einer einzigen Nacht schafft es nicht nur einer der unter Psychopharmaka stehenden Simulanten nach immerhin langer Vorbereitung zu entkommen, nein: es flüchten zufällig gleich noch spontan zwei andere aus einem anderen Zimmer auf irgendwelchen anderen Wegen und das sind auch noch zufällig seine Feinde und die finden ihn zufällig und haben nix Besseres vor, als ihn aus ungeklärten Gründen zu verfolgen und sich bei Nacht und Nebel mit ihm zu prügeln... also bitte! In einem Groschenroman fällt so ein absurdes Szenario vielleicht nicht auf, aber für einen Roman, der ernst genommen werden will, ist das einfach ZU dick.
So geht es dann auch weiter: Im Schlafanzug gelingt es einem Flüchtling, unbemerkt über die bewachte Autobahn zu kommen, wo sich jede Menge Streitkräfte tummeln; ein im Kampf Getöteter ist plötzlich doch nicht tot; Jahrzehnte später treffen sich alle ProtagonistInnen ganz zufällig in Freiburg; man läuft sich in der 140000-Einwohner-Stadt auch ständig zufällig über den Weg; ein Mann, der jahrzehntelang unter Psychopharmaka in der Psychiatrie verbringt und dort eine Reihe von Zwangsneurosen entwickelt, entdeckt plötzlich, dass er sich wehren kann und obwohl er keinen Sport trieb und nur herumsaß, gelingt es ihm ganz alleine, drei kräftige, trainierte Menschen zu töten... och, bitte!!
Das Buch ist einfach nur ärgerlich, beleidigt die Intelligenz der LeserInnen und wenn es nicht in Freiburg spielen würde, wo ich in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern jung gewesen bin, hätte ich mit Sicherheit bald gar nicht mehr weiter gelesen.
Durch den Heimatbezug ärgerten mich dann aber andere Kleinigkeiten: Da geht wer über eine Brücke, die 1972 noch nicht stand, da besucht jemand ein Restaurant, das 1972 noch ein Kino war und ähnliches. Das ist natürlich nicht handlungstragend, aber lässt halt immer wieder stutzen, wenn man die Stadt aus dieser Zeit kennt. Da hätte Adler-Olsen lieber weniger detailliert geschrieben oder die Straßen und Plätze gleich mit Fantasienamen belegt...

Es bleibt beim und nach dem Lesen ein schales Gefühl: ein langweiliges Buch mit flachen Charakteren, deren Motivation man nicht nachvollziehen kann und die keine Nähe zur Leserin aufbauen können und daneben jede Menge Zumutungen an den gesunden Menschenverstand!
Schade, dass der Verlag ein so schlechtes Buch veröffentlicht, denn das kann dem Autoren nur zum Nachteil gereichen! Schade auch, dass ich drauf reingefallen bin.
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Das Alphabethaus: Roman
Das Alphabethaus: Roman von Jussi Adler-Olsen (Taschenbuch - 23. Januar 2012)
EUR 15,90
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