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Kundenrezensionen

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am 4. März 2012
"Das stille Kind" ist das erste Buch, welches ist von Asta Scheib las - und wird auch vorerst das letzte sein.
Gleich beim Einlesen fiel mir der plumpe und schlechte Schreibstil auf, welcher mich das ganze Buch über ärgerte, denn so liest sich der Roman wie eine lieblos dahingeklatschte Geschichte.
Wie bereits in anderen Rezensionen erwähnt, gibt es zahllose Handlungsstränge und es werden so viele Personen eingeführt und oberflächlich abgespeist, dass es mir passierte, dass ich nicht mehr wusste, wer nun Person XY schon wieder sein sollte. Durch die fielen Handlungsstränge schleichen sich ebenso einige Ungereimtheiten ein, welche man sich als Leser nicht erklären kann. Ein Beispiel (Vorsicht SPOILER): Paulina wird als junges Kind von ihrem Vater missbraucht und kann ihm dies bis ins Erwachsenenalter nicht verzeihen. Aber was macht sie? Sie gibt ihre eigene kleine Tochter in seine Obhut, er darf sie von der Schule abholen, mit ihr alleine sein. Für mich völlig unverständlich.
Zudem wird das Thema Autismus nur oberflächlich behandelt. Das Ende lässt den Leser mit einem Fragezeichen im Gesicht zurück: David, der autistische Junge, wird meiner Meinung nach nicht aus "seinem seelischen Gefängnis befreit", so wie es der Klappentext verspricht. Paulina und Lukas spielen wieder eitel Sonnenschein, nachdem sich beide betrogen haben. Vielleicht frei nach dem Motto: ich betrüge dich und du betrügst mich - jetzt sind wir quitt. Dies bewirkte, dass mir zu guter Letzt nicht einmal die Protagonisten sympathisch waren - und zumindest das sollte für eine gelungene Story gegeben sein.

Daher: Finger weg von diesem Buch!
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am 20. August 2011
Ich hatte mir das Buch gekauft, weil mich das Thema Autismus interessiert.
Romane über Affären und Beziehungsdramen gibt es ja beileibe schon genug, doch leider hält das Buch genau das bereit. Von dem autistischen Kind ist nur am Rande die Rede, was ich persönlich sehr schade finde, denn sowohl in Beschreibungen über das Buch als auch im Klappentext steht, dass es vorrangig um den autistischen Jungen geht.
Meine Erwartungen hat das Buch absolut nicht erfüllt. Ich verkaufe es wieder.
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am 13. März 2012
leider hat hier Asta Scheib oberflächlich abgehandelt und z.B. auf einer Seite drei verschiedene Schicksale beschrieben.

Im Zeitraffertempo geht es von einer Person zur nächsten, nichts geht in die Tiefe. Schade, vielleicht wird das nächste Buch wieder wie gewohnt gut.
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am 10. Oktober 2012
David ist ein besonderer Junge. Er ist anders als andere Kinder. Er sieht und versteht die Welt anders.
David lebt mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern in München in einer kleinen Wohnung. Den Eltern ist immer bewusst, dass David ein besonderes Kind ist und haben Schwierigkeiten, ihn zu verstehen und sich mit ihm auseinander zu setzen. Lange streäuben sie sich davor, einen ärztlichen Rat zur Hilfe zu ziehen. Als dies doch geschieht, steht die Diagnose Autismus im Raum und die Eltern bekommen erste Hilfestellungen im Umgang mit ihrem Kind.
Obwohl im Klappentext stark hervorgehoben, ist die Geschichte um David nur ein kleiner Teil des Buches. Sie ist verstrickt in weitere Nebenhandlungen.
Gerade diese Tatsache fand ich sehr schade. Für mich gab es zu viele Nebenstränge, die ich teilweise unwichtig und auch langweilig fand. Außerdem werden nicht alle Stränge aufgelöst und zusammengeführt, so dass das Ende für mich sehr abrupt kam und ein komisches Gefühl hinterließ.
Ich hätte mir weniger Stränge, davor wesentlich mehr Tiefe beim Thema gewünscht. Es war besonders ein Satz im Klappentext, der mich auf dieses Buch aufmerksam werden ließ: „Doch dann beschließen Paulina und Lukas, ihren Sohn aus seinem seelischen Gefängnis zu befreien.“. Leider konnte ich genau dies nicht in dem Roman wiederfinden.

Insgesamt ein interessantes Thema, das leider durch zu viele Nebensächlichkeiten verwässert wurde.
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am 27. Juli 2012
Anders als im Klappentext beschrieben, geht es in Asta Scheibs Buch weniger um ein autistisches Kind, sondern viel mehr um eine ganze Familie, die wir als Leser etwa ein Jahr lang begleiten. Paulina, Mutter von drei Kindern, steht dabei im Mittelpunkt, aber auch alle anderen Familienmitglieder bekommen ihren Platz.
Die Familie steht vor einem Wendepunkt: endlich bekommen sie die Chance, in ein größeres Haus zu ziehen, zusammen mit Granny Franziska, einer wahnsinnig warmherzigen und liebenswerten Frau. Gleichzeitig stehen aber auch Paulina als auch ihr Lukas vor einer Entscheidung, ob sie ihre Ehe so weiter führen wollen und können. Für Beide gäbe es durchaus Alternativen... Vielleicht ist es David, ihr 4-jähriger Sohn, der so anders ist als andere Kinder, der ihre Ehe retten kann? Insofern ist David und sein "Handicap" natürlich schon eine wichtige Figur. Aber sein Autismus ist nicht das Hauptthema des Buches.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die einzelnen Figuren sind toll angelegt (nur Paulina kann ich nicht immer verstehen: warum lässt sie ihre Tochter mit ihrem Vater allein ins Kino gehen, wenn der sie doch selbst als Kind sexuell belästigt hat?). Asta Scheib schreibt sehr flüssig, das Buch liest sich sehr leicht. Es macht Spaß, der Entwicklung der Familie zu folgen, man lässt sie nur ungern wieder los. Ich wäre gern noch eine Weile Gast in der Familie geblieben.
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am 16. Januar 2012
Nach ihrem wunderbaren biographischen Roman "Das Schönste, was ich sah" habe ich mit großen Erwartungen zu dem neuen Buch von Asta Scheib gegriffen, zumal mit dem Thema Autismus etwas angekündigt wurde im Klappentext, von dem ich schon lange etwas mehr erfahren wollte.

Über viele Seiten habe ich darauf gewartet, dass neben den verschiedenen Beziehungsgeschichten der Eltern des kleinen David, die sich lesen, wie ein Serienroman für die BUNTE , endlich etwas näher auf den Zustand des Kindes eingegangen wird. Umsonst. Es kommt mir so vor, als hätte das Schicksal des "stillen Kindes" nur als Rahmenhandlung gedient für eine extrem unwahrscheinliche Liebesgeschichte, die vielleicht als Drehbuchentwurf geeignet ist für einen Sonntagabendfilm a la Rosamunde Pilcher, nicht aber als Stoff für eine Schriftstellerin, die besonders mit "Das Schönste, was ich sah" gezeigt hat, dass sie zu den Großen zählt, wenn sie will.

Es ist sehr unglaubwürdig, dass in Deutschland mit den verschiedenen U- Untersuchung beim Kinderarzt eine solche Krankheit eines Kindes über Jahre unerkannt bleibt.

Ich bin enttäuscht von diesem Buch, das auch in seiner sprachlichen Qualität und seiner Tiefe niemals auch nur annähernd an seinen Vorgänger herankommt.
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TOP 100 REZENSENTam 5. Oktober 2011
Man könnte auch sagen: Thema verfehlt und eine brave, triviale Schulerzählung.
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Vorab jedoch eine Warnung: um meine Meinung zu begründen, erzähle ich etwas viel vom Inhalt, oder anders ausgedrückt: in meiner Rezi sind SPOILER enthalten. Wenn Sie nicht zu viel vom Inhalt wissen wollen, sollten Sie DIESEN BEITRAG NICHT LESEN.
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Man nehme: Paulina und Lukas, ein junges Elternpaar mit drei Kindern vom Baby bis zum Kindergartenalter, eine enge Mietswohnung, die Mutter ist Hausfrau, der Vater hat eine sichere städtische Anstellung als Landschaftsgärtner. Hinzu kommen die Eltern von Paulina, ihre Schwester Lili sowie die Großmutter von Lukas, Granny genannt.

Eins der Kinder, David, zeigt Verhaltensauffälligkeiten. Mit anderen Kindern auf dem Spielplatz oder im Kindergarten tut er sich schwer. Von der Schaukel runterkommen, damit andere auch schaukeln können? Nein, das macht David nicht (121). Auch im Kindergarten interessiert er sich nicht für die anderen Kinder, ist ein Aussenseiter (153). Wenn ihm etwas missfällt, neigt er zu unberechenbaren Handlungen. Er mag keine Überraschungen, sondern braucht feste Rahmenbedingungen. Er scheint nicht zu verstehen, was man von ihm will. Aber Wellen mag er, ist auch ohne Unterweisung ein guter Schwimmer, was sogar dem Bademeister auffällt (92). Paulina erkennt zwar, dass Davids Verhalten nicht normal ist, sie hat aber Angst vor der Diagnose, vor allem hat sie Angst, dass der Arzt sich irrt, oder ihr Junge in eine Klinik muss, womöglich für längere Zeit.

Die Diagnose selbst wird spät, sehr spät beschrieben. Des Weiteren ist die Reihenfolge, wie sie präsentiert wird, etwas unlogisch. Erst geht Lukas auf eine Tagung zum Thema Autismus, ohne dass seine Frau davon etwas weiß (194ff). Die Einladung hat ihm seine Oma gegeben als Vorbereitung für das Gespräch mit dem Kinderpsychiater. DANACH erfolgt der Besuch in der Klinik und die eigentliche Diagnose. Merken Sie worauf ich hinaus will? Anders herum wäre es besser gewesen: erst Klinikbesuch, dann weitere Informationen ... woher wusste die Großmutter denn, dass David ein Autist ist? Hat sie auch den Rückseitentext des Buches gelesen?

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Es ist aber nicht nur das späte Aufgreifen des eigentlichen Buchthemas. Sehr viel mehr hat mich gestört:

ÜBERLADEN VON PERSONEN UND VON HANDLUNGSSTRÄNGEN, die nicht richtig zu Ende geführt werden: Ein Vater, der seine eigene Tochter missbraucht hat. Paulina war deswegen sogar bei einem Therapeuten. Ihr Mann, ihre Familie ahnt nichts davon. Letztendlich sollen damit die Selbstzweifel von Paulina erklärt werden, ihre Hassliebe auf Mutter und Schwester (165). Des Weiteren werden die Eheprobleme von Paulinas Eltern beschrieben: deren Mutter, die das Geld verdient, der dauerstudierende Vater, der Professor werden will, und nichts zum Haushalt beiträgt. Aber eine große Wohnung muss sein. Das Leben von Paulinas Eltern: mehr Schein als Sein. Richtig weiterverfolgt wird keiner der beiden Handlungsstränge. Asta Scheib geht auch nicht weiter der Frage nach, ob der Vater latent homosexuell ist (118), das wurde nur zwischendurch einfach so eingeworfen. Irgendwann erscheint der Vater dann nicht mehr bei der Familie seiner Tochter, lebt von seiner Frau getrennt. Eine Aufarbeitung der Vergangenheit hat natürlich nicht stattgefunden. Eine etwas unbefriedigende Darstellung.

Dann wäre da noch Pierre, der Bekannte von Paulina (mehr zu ihm weiter unten). Immer wieder hat er Anfälle von Morbus Menière. Attacken, bei denen es ihm übel wird, er stürzt. Es war auch eine solche Attacke, bei der ihm Paulina das erste Mal über den Weg gelaufen ist, und ihm geholfen hat. Der Beginn einer wundersamen Freundschaft ... Schade nur, dass ich immer noch keine rechte Vorstellung von dieser Krankheit habe. Die Informationen, die Asta Scheib eingebaut hat, sind sehr oberflächlich und werfen mehr Fragen auf, als dass sie weiterhelfen. Zur Therapie erfährt man eigentlich nur, dass Pierre hin und wieder ins Klinikum muss, dass man die Krankheit nicht heilen, die Symptome jedoch mildern kann (185).

Außerdem Anna, die Freundin, die von ihrem Ehemann Ludwig verlassen wird, der prompt den Sohn Oskar mitnimmt. Und das alles nur, weil er seine Angetraute mit einem anderen Mann beobachtet hat. Natürlich rät Paulina ihrer Freundin dazu, zur Polizei zu gehen (113). So richtig wichtig für das Buch scheint dieser Handlungsstrang jedoch nicht zu sein ... er verläuft im Sande. Ludwig entschuldigt sich (139). Natürlich erfolgt noch der Verweis darauf, dass er in der Bank Probleme hatte. Ein, zwei Sätze zur oberflächlichen Darstellung der Lage müssen ausreichen. Später dann Andeutungen über eine zweite Schwangerschaft Annas.

LEISTUNGSGESELLSCHAFT. Das musste natürlich auch noch rein ins Buch. Die Frage wie man Kinder optimal fördern kann. Am besten auf Privatschulen, die entsprechend Geld kosten (144).

FEINSTAUBBELASTUNG: Paulina ist eine vorausschauende Mutter. Warum der Umzug von der Donnerbergstrasse in die Renatastrasse sinnvoll ist, erklärt sie auf Seite 151: die Feinstaubbelastung ist dort niedriger, weil die Donnersbergstrasse so nah am Ring ist! Ich hab mir mal den Stadtplan von München angesehen. Die Renatastrasse liegt parallel zur Donnersbergstrasse etwas weiter in der Innenstadt, so ca. 400m. Aha.

VORBILDLICHES VERHALTEN: Da lebt die junge Familie in beengten Verhältnisse, muss hinten und vorne sparen, aber Lukas kauft ökologisch korrekt ein. Berufsehre wahrscheinlich.

UNGLAUBWÜRDIGE EREIGNISSE: Haben Sie schon einmal ein Geschenk in Höhe von 1,2 Millionen Euro erhalten? Nun, Paulina ist solch ein Glückskind (202). Natürlich sind Geldbeträge relativ. Aber würden Sie, wenn Sie ihr Haus an jemanden verkaufen, mit dem sie nicht verwandt oder verschwägert sind, bei einem Kaufpreis von 3 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro verzichten, weil der Käufer eben nur 1,8 Millionen aufbringen kann? Käufer ist übrigens die Großmutter von Lukas, die sich - ÜBERRASCHUNG! - als wohlhabende Grundstücksbesitzerin herausstellt (66ff). Und Pierre (derselbe Pierre, der an Morbus Menière leidet), verschenkt kurzerhand die Differenz an Paulina. Ich frag mich ja nur wie die junge Frau die Schenkungssteuer aufbringen will ... das Thema wird im Buch natürlich nicht aufgegriffen. Irgendwie schade. Wäre doch interessant gewesen.

Aber halt! Ein Film, bei dem Paulina vor langer Zeit mitgespielt hat, wird im Fernsehen wiederholt, und man glaubt es kaum, eine Agentin, die Schauspieler vermittelt, sieht ihn, macht Paulina ausfindig, der Film wurde um 3 Uhr NACHTS gezeigt, und noch AM SELBEN Tag erfolgt der Anruf, mit dem Angebot, Paulina unter Vertrag zu nehmen, so begeistert ist sie von den schauspielerischen Künsten der jungen Mutter (218). Von dem Geld, das Paulina dann später als Schauspielerin verdient, wird sie sicher die Schenkungssteuer bezahlen können ...

Vergessen habe ich in der ganzen Aufzählung eigentlich nur eine ehemalige, kanadische Geliebte von Lukas, die in Deutschland auftaucht und das Gefühlsleben des Familienvaters durcheinander bringt, sowie Paulinas Schwester Lili, die promovierte (!) Filmwissenschaftlerin mit Beziehungsproblemen, die ungeplant schwanger wird, und Pierres Ex-Frau, die auch noch einen kurzen Auftritt hat.

Zum SCHLUSS. Was für eine glückselige Fügung. Auf der letzten halben Seite kommt es dann endgültig zum FRIEDE-FREUDE-EIERKUCHEN-EHE-HAPPY-END. So schnell kann alles wieder im Lot sein, in einer Beziehung.

Natürlich gibt es auch noch weitere LOGISCHE FEHLER jenseits der merkwürdigen Reihenfolge von Tagung und Diagnose: auf Seite 66 besitzt die Großmutter noch zwei Grundstücke mit Baurecht, auf Seite 117 ist es auf einmal ein einfaches, kleines Lokal. ...

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Die letzten Bücher von Asta Scheib haben mir gut gefallen. Vom Aufbau, von der Schwerpunktsetzung , von der Wortwahl. Dieses hier war jedoch eine Enttäuschung. Es ist kaum zu glauben, dass Asta Scheib von einem Tag auf den anderen das Schreiben verlernt hat. Eine Erklärungsmöglichkeit wäre, dass es sich bei diesem Buch um ein Frühwerk der Autorin handelt. Falls dem so sein sollte, dann hätten sich die Autorin selber, aber auch das Lektorat/Verlag, einen Bärendienst erwiesen. Der Vertrauensvorschuss, den sie bei mir hatte, ist jedenfalls verloren gegangen. So schnell werde ich kein Buch von Asta Scheib mehr blindlings kaufen.

Mein Fazit:
Kein Buch, das ich guten Gewissens empfehlen kann.
Ein Fehlkauf. Schade um das Geld, das ich dafür ausgegeben habe.

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Mein Lieblingszitat: "Stimmt's oder hab ich recht."
Einer der Lieblingssprüche von David. Kommt im Text oft, sehr oft vor.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Juli 2011
Asta Scheib hat mit ihrem neuen Buch "Das stille Kind" einen sprachlich und inhaltlich tollen Roman geschrieben, der mich sehr berührt hat.

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Paulina,Lukas und ihren drei Kindern.Von ihrem Leben,ihren Sorgen, Nöten und Konflikten, die vor allem durch die Erkrankung ihres Sohnes David,der an einer Form von Autismus leidet, bestimmt wird.
Asta Scheib hat es meiner Meinung nach fantastisch verstanden, die Situation dieser Familie darzustellen.Die Wohnprobleme, vor die die Familie gestellt wird, allein dadurch,dass sie drei Kinder hat.Wenn sich dann ein Kind nicht so verhält, wie die Gesellschaft es erwartet, wird es noch schwieriger.Auch die Phasen,die die Eltern durchleben, die eigentlich schon wissen, dass ihr Kind "anders" ist,aber lange brauchen, um es sich einzugestehen, werden gut nachvollziebar dargestellt.Paulina und Lukas gehen ganz in ihrer Familie auf, haben aber kaum noch Zeit für sich,da sich alles um die Kinder dreht, auch ein nachvollziehbares Phaenomen das viele Eltern kennen.Die fehlende Zeit und die hohen Anforderungen, die eine Familie an einen stellt, werden aber häufig nicht anerkannt, was die Gefahr birgt, sich diese Anerkennung woanders zu suchen, denn der Alltag frisst einen manchmal auf.Ein Kind wie David verlangt den Eltern dann noch zusätzliche Kraft ab, die bestimmt gemindert wäre, wenn die Erwartungshaltung der Gesellschaft nicht so hoch wäre, bzw die Akzeptanz Menschen mit Handicap gegenüber etwas größer wäre. Aber auch Davids Probleme, seine Schwierigkeiten sich auf neue Situationen einzustellen, die die rigide Struktur des Alltags durchbrechen, oder seine besondere Wahrnehmung der Dinge, die es ihm schwer machen sich in der Welt zurechtzufinden wurden einfühlsam geschildert. Ich konnte mich gut in diese Familie hineindenken, so empathisch, anschaulich und vor allem realistisch beschreibt Asta Scheib diese Geschichte, die mich sehr berührt hat. Dabei vergisst Asta Scheib es aber nie, auch die schönen Seiten des Lebens zu beschreiben. Auch ihr schöner und flüssiger Schreibstil hat mich sehr für dieses Buch eingenommen.

Ich hoffe, dass dieses Buch eine große Leserschaft findet, denn ich finde es hat es verdient.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. November 2011
"Das stille Kind" von Asta Scheib ist ein Roman über Paulina und Lukas, die mit ihren Kindern in München leben und mit Sorgen rund um Wohnungssuche, Treue und Autismus zu kämpfen haben.

Inhalt vom Klappentext:
Paulina und Lukas können ihr Glück nicht fassen. Endlich soll ihr Traum vom Haus mit Garten in München wahr werden, endlich können sie mit ihren drei kleinen Kindern Cosima, David und Mavie aus der engen Wohnung an der lauten Donnersbergerstraße ausziehen.
Das freut Paulina besonders für den vierjährigen David. Er ist anders als seine Geschwister, anders als die Kinder im Kindergarten. Er spricht wenig, hat vor allem Fremden Angst, kann kaum Kontakte aufbauen, braucht zwanghaft eine strenge Ordnung um sich herum. Als schließlich die ärztliche Diagnose Asperger-Syndrom gestellt wird, eine Art von Autismus, sind die Eltern zunächst verzweifelt.
Doch dann beschließen Paulina und Lukas, ihren Sohn aus seinem seelischen Gefängnis zu befreien. Und damit beginnt das Leben jeden Tag neu.

Ich tu mich ein wenig schwer damit, das Buch richtig zu bewerten. An und für sich ein nettes Buch, anders als die üblichen Romane, die Geschichten einer Familie erzählen. Die Art der Autorin, die Geschichte aufzuschreiben, den Hauptpersonen Leben und Individualität einzuhauchen, die Leser in ihren Seelen blicken zu lassen, hat mir gut gefallen.
Mit Lesen des oben geschriebenen Klappentextes erwartet man jedoch etwas völlig anderes, als man dann tatsächlich liest, und das stört mich schon sehr. Aus anderen Rezensionen hatte ich bereits herausgelesen, dass dies so ist, und letztendlich ist es ja auch der Klappentext und nicht der Roman, der schlecht ist.
Ich hätte jedoch lieber gelesen, was der Klappentext verspricht.
Letztendlich erzählt der Roman mehr von den Gedanken und Gefühlen der Ehepartner, von Liebe, Treue und Vertrauen, von Hoffnung und Verzeihen. Der Umzug in das Haus mit Garten geschieht erst auf den letzten Seiten, und den Beschluss der Eltern, "ihren Sohn aus seinem seelischen Gefängnis zu befreien" oder entsprechende Versuche, hab ich so auch nicht wahrgenommen.

So liest man also eine deutlich andere Geschichte, als man erwartet hatte, die ich trotzdem recht interessant fand und gut geschrieben. Mal was anderes.
Insgesamt trotzdem nur eine durchschnittliche Bewertung von drei Sternen von mir.
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am 2. Februar 2014
Ich bin ein großer Fan von Asta Scheib und habe bereits unzählige Bücher von ihr gelesen - jedes Mal war ich begeistert! Leider kann man das von diesem Buch nicht behaupten - das Thema "ein autistisches Kind wird in eine Familie geboren" - ist überaus sensibel, schwierig und anspruchsvoll (leider aus eigener Erfahrung bekannt). Beim Lesen des Romans konnte ich kaum glauben, dass Asta Scheib dieses Buch geschrieben hat - es ließ all das vermissen, was ihre anderen Bücher so großartig gemacht hat. Kein Hintergrundwissen, total am Thema vorbei - der Kauf z.B. eines Hauses in München-Nymphenburg und der Umzug von einer Wohnung an der Landsberger Allee dorthin war wesentlich "wichtiger" als die Probleme, die ein krankes Kind in eine Familie bringt.
Ich kann nur hoffen dass dies ein "einmaliger Ausrutscher" war.
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