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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fesselnder Roman.
Für mich stellt "Endzeit" einen äußerst fesselnden und in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregenden Roman dar, der leider viel zu schnell zu Ende war.

Es werden nicht nur apokalyptische Aspekte und das Thema der Entrückung thematisiert, ganz nebenbei geht sie auch auf gesellschaftskritische Themen ein, die auf jeden Fall zum Nachdenken...
Veröffentlicht am 12. Juni 2011 von Karenina

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vom genialen Cover geblendet worden
WOW! Genau das dachte ich, als ich es zum ersten Mal in der Buchhandlung sah. Ich wollte es - unbedingt! Ich meine - seht es euch an! Das Cover hat mich einfach sofort gekriegt. Und auch die (wirklich kurze) Kurzbeschreibung gefiel mir. Genau mein Ding, dachte ich...

Also ich habe ja schon recht viele Thriller gelesen und irgendwie war ich immer der Meinung,...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2012 von Enni


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vom genialen Cover geblendet worden, 4. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
WOW! Genau das dachte ich, als ich es zum ersten Mal in der Buchhandlung sah. Ich wollte es - unbedingt! Ich meine - seht es euch an! Das Cover hat mich einfach sofort gekriegt. Und auch die (wirklich kurze) Kurzbeschreibung gefiel mir. Genau mein Ding, dachte ich...

Also ich habe ja schon recht viele Thriller gelesen und irgendwie war ich immer der Meinung, dass die spannend sein müssen... Die Autorin schreibt wirklich nicht schlecht, fast schon poetisch - nur leider ziemlich langweilig. Immer, wenn kurz ein Hauch von Spannung aufblitzte, wurde wieder auf andere, in dem Moment nicht so wichtige Themen eingegangen. Lobenswert ist auf jeden Fall, dass alle wissenschaftlichen Fakten plausibel erklärt werden. Auch für Laien wie mich. Alles, was beschrieben wurde, kann tatsächlich eintreten. Doch auch hier war es wieder zu ausführlich. Ich habe mich sehr oft dabei ertappt, wie ich Seiten überflogen habe, weil es sehr langatmig war.

Erzählt wird aus Sicht von Gabrielle in der Ich-Form im Präsens. Dies ist auch wirklich interessant, da man viel über ihre Gefühlswelt erfährt - doch leider hat die Autorin es da meiner Meinung nach ein wenig übertrieben. Ich muss nicht alles über diese Frau erfahren, um das Buch lesenswert zu finden. Hier ist eher das Gegenteil eingetreten. Es hat die eigentliche Handlung behindert und aufkeimende Spannung sofort erstickt. Wenn überhaupt waren die letzten 80 Seiten einigermaßen fesselnd - trotz der vielen Unterbrechungen. Zu oft wurde der Faden verloren.

Die Protagonistin Gabrielle fand ich glaubhaft. Auch ihre Ängste und ihre Unsicherheit bezüglich ihres Auftretens im Rollstuhl waren mir sympathisch. Doch Bethany hat mir überhaupt nicht gefallen. Zu viele Schimpfwörter, zu wenig Sinnvolles. Klar, wie soll man einen psychisch gestörten Jugendlichen sonst darstellen. Aber sympathisch war das Mädchen mir nie.

Die Handlung rankte sich um wissenschaftliche Erkenntnisse gepaart mit religiösen Aspekten, wobei beiden sehr ausführlich beschrieben wurde. Es war aber leider fast die ganze Zeit über langweilig. Kurzum - ich fand es nicht gut. Da die Grundidee jedoch echt interessant, alles gut recherchiert erschien und manchmal so etwas wie Interesse bei mir aufkam, habe ich zwei Sterne vergeben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dreister Etiketten-Schwindel, 28. Juni 2011
Von 
Eckhard Wittulski - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Psychologin Gabrielle Fox ist nach einem Autounfall von der Hüfte abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Sie verliert ihren urpsrünglichen Job und bekommt eine Stelle in einer psychatrischen Anstalt, in der gefährliche, weil sehr gewalttätige Kinder untergebracht sind. Als Patientin wird ihr die sechzehnjährige Bethany Krall zugewiesen, die ihre Mutter brutal erstochen hat. Bethany ist verschlossen, aggressiv und zynisch. Gabrielle findet zunächst keinen Zugang zu ihrer extremen Patientin. Erst durch Bilder und Wortfetzen, dann immer deutlicher, wird Gabrielle aber klar, dass Bethany die Fähigkeit besitzt Naturkatastrophen präzise vorherzusagen: Ort, Zeit und Ausmass stimmen. Gabrielle wehrt sich lange gegen diese Einsicht. Aber Katastrophen in Brasilien und der Türkei veranlassen sie dann doch dazu, auch die Warnungen für England ernstzunehmen. Sie beschließt zu handeln: Diese Katastrophe soll nicht eintreten.

Die Geschichte an sich ist ja schon mäßig originell, hätte aber den Hintergrund abgeben können für einen guten Thriller. Zumal es noch einige Nebenstränge gibt. Aber diese werden zu wenig herausgearbeitet. Und wie sie sich bei ihrem Bemühen die Katastrophe zu verhindern, auch noch verliebt. Die Geschichte verliert sich über weite Strecken in der Beschreibung des Seelenlebens der Ich-Erzählerin Fox. Wir erfahren bis ins kleinste Detail wie sie sich fühlt, wie sie mit ihrer Behinderung umgeht und versucht ihr alltägliches Leben zu meistern. Seite um Seite. Letztlich bildet die heraufziehende Endzeit nur die Folie für eine unglückliche lebens- und Liebesgeschichte.

Das kann man ja machen, aber dann bitte nicht unter diesem Titel. Das ist schlicht Etikettenschwindel.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsames Buch - nicht für jeden Geschmack, 13. April 2012
Von 
Kai "Psychiater und Vielleser" (Lübeck) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Naja, das Thema ist ja nun nicht total originell... Es geht darum, dass der Mensch von der Klimakatastrophe, die er ja nun mal selbst verschuldet hat, heimgesucht wird... Und dann gibt es da eine junge Frau, die kann diese Katastrophen vorhersehen - was ihr natürlich niemand glaubt, außer ihrer engagierten Psychotherapeutin... Das klingt auf den ersten Blick ziemlich abgedroschen und wenig interessant!

Das täuscht aber, das Buch lebt eigentlich von der sehr intensiven Beziehung zwischen den beiden Frauen, die im Verlauf der Storyline immer verflochtener und spannender wird. Dabei gelingt der Autorin das Kunststück, ohne zu viel Pathos und Schmalz die Gefühle bildlich darzustellen. Die Sprache ist enorm ausdruckstark und emotional, das Ambiente wird wunderbar eingefangen. Das mag für jemanden, der lediglich einen spannenden Endzeit-Thriller konsumieren will, schon störend sein, vielleicht sogar nervig... Wer sich aber auf den blumigen Erzählstil einlassen kann, bekommt eine durchaus unterhaltsame und tatsächlich auch spannende Geschichte geliefert!

Was aber sogar mich nervt ;-) ist die ebenso überflüssige wie vorhersehbare Liebesgeschichte, die den Plot enorm ausbremst und dann doch irgendwie etwas zu viel" ist.

FAZIT: Wer nur" einen spannenden Apokalypse-Thriller will, sollte hier lieber einen Umweg machen. Wer aber bereit ist, sich auf eine emotionale und auch sehr unterhaltsame Geschichte einzulassen, der darf gerne zugreifen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fesselnder Roman., 12. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
Für mich stellt "Endzeit" einen äußerst fesselnden und in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregenden Roman dar, der leider viel zu schnell zu Ende war.

Es werden nicht nur apokalyptische Aspekte und das Thema der Entrückung thematisiert, ganz nebenbei geht sie auch auf gesellschaftskritische Themen ein, die auf jeden Fall zum Nachdenken anregen sollten: Mangel an kompetentem Pflegepersonal im sozialen Bereich, der Status eines körperlich beeinträchtigten Menschen in unserer Gesellschaft, die Borniertheit der Menschen, sei es durch ihren Fanatismus, als auch auf Ebenen der Politik. Man sollte bei diesem Roman auch zwischen den Zeilen lesen.

Sie spricht Naturphänomene an, die zum Teil auf Grund der Aktivitäten von uns Menschen nicht unmöglich sind. Das Finale beruht wahrscheinlich auf einem Ereignis aus dem Jahre 1991, welches vielleicht gleichwertige Folgen hätte haben können, wer weiß?
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endzeitlich Gut, 5. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ein ganz tolles Buch, jedoch sehr düster und melancholisch geschrieben.
Einerseits will man gerne Mitleid haben, andererseits bewundert man die offene, direkte Art der Protagonistin Gabrielle, mit Ihren Lebensumständen umzugehen.
Die "Kleine" will man am liebsten erwürgen, oder sich vor ihr verkriechen. Gerade am Anfang macht einem Bethany wirklich Angst.
Erst wenn man verstanden hat, was es mit der "psychischer Erkrankung " der Kleinen auf sich hat, versteht man die Umstände.
Aber hier sei nicht zu viel verraten.
Definitiv nix für schwache Nerven und auch nichtŽs für Leute die Fantasy und Apokalyptische Bücher nicht mögen.

Für alle anderen:
Ein echter ENDZEIT-Thriller a la Roland Emmerich. Zugreifen und Lesen und auf ein Happy-End hoffen :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dieser Weg wird kein leichter sein., 10. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
Was direkt ins Auge springt ist das faszinierende Artwork auf dem Cover; ein strahlend blaues Auge, aus dem einen die Kontinente dieser Welt anschauen sowie Blitze über einem tosenden Meer. Man greift unwillkürlich zu diesem Buch.

Bereits auf den ersten Seiten des Katastrophen-Thrillers wird klar, dass das, was den Leser erwartet, kein Spaziergang wird. Nicht nur inhaltlich, sondern auch der Schriftform wegen. Liz Jensen verwendet sehr viele Adjektive und umschreibt, beschreibt die Dinge oftmals etwas zu detailverliebt. Der Lesefluss wird dadurch teilweise gestört. Allerdings habe ich mich bis zum Ende recht gut in diesem speziellen Stil eingefunden.

Inhaltlich setzt sich die Autorin mit einer schon viel duskutierten Thematik auseinander- dem Ende des Zeitalters der Menschheit. Es ist keine Utopie, es sind keine Aliens, die die Erde zerstören, sonder schlicht und ergreifend wir selbst.Mittendrin steckt unsere Hauptfigur Gabrielle Fox, welche nach einem schweren Unfall gehandicapt ist und dabei mehr als nur ihren Geliebten verloren hat. Die Psychologin klammert sich an ihren Job und an ihren neuesten und sehr beunruhigenden Fall- die junge Muttermörderin Bethany, welche große Naturereignisse präzise voraussagen kann und Gabrielle mehr und mehr in Geschehnisse verwickelt, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Ist das Ende der Menschheit noch aufzuhalten?
Gabrielle Fox ist keine typische Heldin. Sie lässt den Leser durch ihre Augen in eine harte Welt blicken, die am Abgrund steht und deren Bewohner allen Widrigkeiten zum Trotz versuchen, zu überleben. Die Katastrophen, die passieren, lassen ganze Städte und Landstriche verschwinden; religiöse Eiferer haben Hochkonjunktur. Dabei hat Gabrielle ihren eigenen Kampf zu kämpfen, jeden Tag. Mitunter hat man es als Leser schwer, sie zu ertragen, ihr Leid zu ertragen . Doch ihre Ängste und Sorgen machen sie auch authentisch. Ihr Gegenpart Bethany löst sehr zwiespältige Gefühle aus, doch auch hier zeichnet Jensen einen interessanten Charakter.

Letzten Endes kann ich gar nicht so genau sagen, ob mir Jensens Werk wirklich gut gefallen hat. Man spürt noch einen schalen Beigeschmack, wenn man es nach der letzen Seite aus der Hand legt. Und das soll wohl auch so sein. Es ist kein Wohlfühl-Buch und die schrecklich und gleichsam faszinierenden Szenarien sollen den Leser sicherlich auch aufrütteln, sein Leben und ganz besonders den allgegenwärtigen und überzogenen Konsum zu überdenken. Denn leider ist die hier erzählte Geschichte vermutlich sehr viel näher an der Realität als uns allen lieb ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für meinen Geschmack etwas zu viel des "Bösen", 26. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
Endzeit - Thriller von Liz Jensen

Inhalt:

Bethany Krall, Patientin im Oxsmith Adolescent Secure Psychiatric Hospital und eins der hundert gefährlichsten Kinder des Landes trifft auf ihre neue Psychologin - Gabrielle Fox. Bethany hat ihre Mutter brutal ermordet und sich seither in verschiedenste psychotische Zustände geflüchtet. Sie gilt als äußerst aggressiv und - sie sagt Katastrophen mit hundertprozentiger Genauigkeit voraus. Gabrielle Fox sitzt seit einem schweren Unfall im Rollstuhl und ist psychisch noch nicht allzu stabil. Wird es ihr dennoch gelingen, einen Zugang zu der schwierigen Patientin zu finden und sie zu heilen oder endet alles in einer Katastrophe?

Erstes Fazit:

Nachdem ich bereits die Leseprobe eher ambivalent erlebt habe, bin ich mit gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen - ich war unsicher, was mich erwartet. Die ersten Kapitel ließen mich hoffen, dass der Roman sich trotz ungewöhnlicher Einleitung noch zu einem guten und grausigen Psycho-Thriller entwickeln wird. Leider weit gefehlt. Wie der Titel schon sagt, geht es hier tatsächlich um ein Endzeit-Szenario, das definitiv grausam ist, aber leider nicht den psychotischen Phantasien einer 16-Jährigen entspringt, sondern zur "Realität" wird. Die Autorin weist einen anspruchsvollen bewundernswert differenzierten Schreibstil auf, inhaltlich bedient sie sich aber leider schon bekannter Katastrophenszenarien á la Frank Schätzing/Dan Brown etc... Eben mehr Science-Fiction als Psychothriller!

Kritik:

Das Buch beginnt spannend mit der Bekanntschaft von Bethany und ihrer Therapeutin Gabrielle Fox, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist. Hier gelingt es der Autorin gut, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Die wahrscheinlich meist weibliche Leserin neigt sowohl zu Mitleid mit der vom Schicksal geschlagenen Hauptakteurin Fox als auch dazu, ihr Kraft und Stärke für die vermeintlich vor ihr liegende Aufgabe, die psychotische Bethany zu therapieren, zu wünschen. Die anfänglich noch zur Identifikation reizende Fox mutiert allerdings im Verlauf des Buches aus meiner Sicht eher zu einer ewig jammernden und überhaupt nicht selbstsicheren Frau, deren einziges Bestreben darin zu liegen scheint, einen Mann wieder sexuell glücklich machen zu können - trotz gelähmten Unterleibes. Bethany hingegen als widerspenstiger Teenager mit psychiatrischen Auffälligkeiten erscheint lebendig und wenig einschätzbar in ihren Reaktionen.

Als dann die Vorhersagen Bethanys, die bis dato von allen als psychotisches Gebrabbel abgetan wurden, Wirklichkeit werden und immer deutlicher wird, dass die Trefferquote ungewöhnlich hoch und somit nicht als Zufall betitelt werden kann, beginnt die Geschichte unglaubwürdig zu werden. Mit Frazer Melville, einem Physiker, der wie aus dem Nichts plötzlich in Fox' Leben auftaucht und dieses im Nu umkrempelt, beginnt hier nicht nur eine hin und wieder kitschig anmutende Liebesgeschichte, sondern auch der Teil des Romans, in dem die bisher eher dahinplätschernde Erzählung an Fahrt gewinnt - und damit auch mehr und mehr in Richtung Science-Fiction abrutscht.

Was nun folgt, scheint wie ein wildes Gemisch diverser Themen - die aus anderen Romanen bereits ausreichend bekannte Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Kirche, die Emanzipation der (im Rollstuhl sitzenden) Frau, Menschen mit Behinderung, die Psychiatrie und deren Nebenwirkungen, die Klimaerwärmung, diverse andere Katastrophen und die Fehler der Menschheit, die dazu führen... Die Leserin wird durch die Themenvielfalt zunehmend verwirrt. Ohne abgeschlossenes Studium der Physik oder zumindest ausreichender einschlägiger Kenntnisse fällt es zunehmend schwer, alles zu begreifen - ich selbst hatte Schwierigkeiten ganze Sätze zu verstehen, da die Physik nicht zu meinen Interessen gehört.

Der Showdown erinnert ebenso eher an einen Hollywood-Blockbuster als an die übliche Auflösung eines grausamen Psychomordes oder mehrerer. Zu oft zu schlechte Verfilmungen über Natur- und andere Katastrophen im TV gesehen, als dass ich dieses Szenario noch ansprechend finden könnte. In aller Unvorhersehbarkeit erscheinen die einzelnen Szenen doch äußerst vorhersehbar und auch bekannt.

Fazit und Empfehlung:

Die ungeheure Themenvielfalt macht diesen Roman zu einem verwirrenden und wenig geradlinigen Buch. Es scheint, als habe die Autorin den Wald vor lauter Bäumen aus den Augen verloren. Statt sich auf ein Genre zu konzentrieren, hat sie viele verschiedene ineinander gemischt und dabei die Zielgruppe aus den Augen verloren. Meines Erachtens ist es keine gute Idee, so gegensätzliche Genres wie Psychothriller und Science-Fiction-Roman miteinander zu mischen - ich als Psychothriller-Leserin erwarte geschundene kranke Seelen, deren Verbrechen aufgrund von Schädigungen der Psyche höchstwahrscheinlich in frühester Kindheit ihren Ursprung haben, aber keine ebenso kranke Seele, die den Weltuntergang vorhersagt und dann auch noch Recht behält.

(Einziger) Pluspunkt ist allerdings der wirklich anspruchsvolle, künstlerische Schreibstil der Autorin, der zum Teil höchste Konzentration von Seiten des Lesers erfordert - schwierig, aber schön! Nur aus diesem Grund erhält das Buch für mich noch ganze zwei Sterne!

Liebe Psychothriller-Fans: macht einen Bogen um dieses Buch! Liebe Science-Fiction-Fans: viel Spaß beim Lesen ;-)!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Wissenschaft von der Parakatastrophologie, 4. April 2011
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
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London, 2014: Nach einem schweren Autounfall ist die auf Kunsttherapie spezialisierte Psychologin Gabrielle an den Rollstuhl gefesselt. An ihrer alten Arbeitsstelle hält man sie noch nicht für arbeitsfähig, daher nimmt sie eine befristete Stelle in Oxsmith an.
Eine ihrer Patientinnen ist Bethany Krall, 16 Jahre alt erstach zwei Jahre zuvor ihre Mutter mit einem Schraubenzieher. Bethany ist hochintelligent und manipulativ. Bald jedoch erkennt Gabrielle, dass mehr hinter Bethanys Zeichnungen und Vorhersagen von Naturkatastrophen steckt, viel mehr. Leider gibt es aber kein psychologisches Handbuch, das ihr erklärt, wie man mit Patienten umzugehen hat, deren Phantasien zur Abwechslung einmal wahr werden.

Insgesamt eine interessante Idee. Ein psychisch kranker Teenager sagt im Zeitalter der Klimaerwärmung sämtliche Katastrophen Punktgenau Wochen vorher voraus. Soll man diesem Kind glauben oder nicht? Wie reagiert die Gesellschaft auf die Menschen, die so einem psychisch Kranken Medium glauben?
Leider, leider Krankt die Geschichte an anderer Stelle dermaßen, dass die eigentliche Idee des Romans eher im Hintergrund versickert.
Zum einen ergeht sich die Autorin gerne in Details, die eher stören als hilfreich sind. So zählt sie z. Bsp. S. 46 detailgetreu die Medikamente auf, die in Bethanys Behandlung Verwendung finden, und ergeht sich auch sonst häufig in Naturwissenschaftlichen Details, die den normalen Leser ohnehin nichts sagen dürften wie S. 156 das Kolmogorov Model.
Des Weiteren ist ihre Art zu schreiben, zu blumig umschreibend und das kombiniert mit eher hinkenden Vergleichen: "Als der Himmel schließlich seine Schleusen öffnete, nahmen die Unwetter biblische, größenwahnsinnige Ausmaße an, als führte ein zorniger Jehova von oben Regie.. An den Küsten gaben klippen nach und kippten Erde, Geröll und Schlamm auf die Strände, wo sie in trotzigen Haufen liegen blieben. Am Horizont explodierten kohlschwarze Wolken und türmten sich zu schwankenden Luftmetropolen (S. 10)." Und so weiter und so fort.
Das Hauptproblem des Buches ist aber (wie die Protagonistin S. 57 selber erkennt), dass sie zu Selbstanalysen neigt und sich diesen ausschweifend hingibt. Seitenweise ergeht sich Gabrielle in Selbstmitleid, dass sie nun Rollstuhlfahrerin ist, und was sie besonders grämt, nun von Hüfte abwärts nichts mehr spürt, und damit keinen Sex mehr haben wird. Ja, ein Leben ohne Sex ist ein Weltuntergang und nicht mehr lebenswert, denn wer will schon so eine Frau. Es kommt wie es kommen muss, natürlich findet Gabrielle einen Mann, dem das egal ist, denn er steht auf große Brüste und die hat sie und nun kann ja jeder Mann schön von oben in ihren Ausschnitt sehen, weil sie ja immer sitzt. Wer schon immer wissen wollte, wie Querschnittsgelähmte Frauen Sex haben, sollte dieses Buch wohl lesen, da findet man durchaus Anregungen...
Um das Ganze noch ein wenig tragischer zu machen, wird mit den üblichen Klischees gewürzt, wie (unbegründete) Eifersucht auf eine viel besser aussehende Nebenbuhlerin (die natürlich schöne lange Beine hat und nicht im Rollstuhl sitzt), Verlust eines Kindes und natürlich ein pseudo Happy End.
Die Handlung spielt in der nahen Zukunft. Als Gabrielle im Krankenhaus liegt schaut sie die schätzungsweise die Paralympics 2012 und somit dürfte die Handlung ca. 2014 spielen.
Mir ist ein Fehler auf S. 175 aufgefallen Bathany hat "ungekämmte Haare", obwohl sie doch abrasiert sind, was soll man da kämmen?

Fazit: Die Autorin erfindet die Wissenschaft von der Parakatastrophologie, ansonsten nichts wirklich Neues. Eine gute Grundidee, wird einem Klischeeplot über Selbstfindung einer Querschnittsgelähmten und großer Liebe trotz Behinderung geopfert, so dass die eigentliche Handlung zu Staffage verkommt.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von der Schönheit des menschlichen Untergangs..., 31. März 2011
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
"Ein Endzeit-Blockbuster, der Sie bis in Ihre Albträume verfolgen wird..." So wird die Times zu diesem Buch auf dessen Rückseite zitiert. Dystopien sind gerade groß in Mode, und so verwundert es nicht, dass auch dieser Endzeit-Thriller in einer nicht so fernen düsteren Zukunft spielt, in der die Menschheit auf eine selbst verschuldete Katastrophe zusteuert.

Derzeit aktuell sind der Klimawandel und dessen Folgen und so wirken die Szenarien in Liz Jensens Apokalypse erschreckend real.
Die Menschheit leidet zunehmend unter Überschwemmungen, Wirbelstürmen und anderen vernichtenden Katastrophen. Es haben sich nach einer so genannten "Glaubenswelle" unzählige fanatische religiöse Vereinigungen gebildet und aus solch einer "Kirche" stammt Bethany, die Tochter eines Predigers, die ihre eigene Mutter ermordet hat. Nun ist sie in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht und die erste Patientin von Gabrielle Fox, die nach einem schweren Unfall wieder zurück ins Berufsleben finden will.

Bethany, aggressiv und schwer behandelbar, behauptet, sie können Naturkatastrophen voraussagen, doch niemand nimmt das ernst, bis Gabrielle entdeckt, dass alle ihre Vorhersagen eintreffen...
Sehr gut gefallen hat mir in diesem Buch der Schreibstil. Sprachlich hervorragend und mit einem guten Gefühl für Stimmungen hat die Autorin diesen Plot ausgearbeitet. Die Handlung ist aus der Sicht der Ich-Erzählerin Gabrielle geschrieben, die nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzt und nach der Reha nun ihren ersten Job annimmt.

Als sie beginnt, Bethanys Prophezeiungen Glauben zu schenken, stößt sie in ihrem Umfeld auf Ablehnung, nur der attraktive Physiker Frazer Melville interessiert sich für sie und ihre Patientin und hier liegt dann schon der erste Kritikpunkt: Die nachfolgende Liebesgeschichte hätte dem Ganzen durchaus eine romantische Komponente geben dürfen, doch leider war sie so klassisch und vorhersehbar aufgebaut, dass sie mit ihrer Simplizität der Geschichte den Anspruch nahm.

Leider liegt der Erzählschwerpunkt nicht auf der interessanten Persönlichkeit Bethanys, oder deren Behandlung, sondern die meiste Zeit geht es um das Schicksal von Gabrielle und der Bewältigung ihrer Behinderung. In langen Monologen bemitleidet sie sich selbst und hadert mich sich und ihrem Schicksal. Auch hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen.
Trotz dieser beiden Kritikpunkte hat mich die sprachlich hohe Qualität und die Frage, auf welches Ziel die Handlung hinsteuert, das Buch innerhalb kurzer Zeit durchlesen lassen.

Mein Fazit: Ich habe mich gut unterhalten, das Thema war interessant und die Handlung spannend, doch es ist ein Zuviel an verschenktem Potential in diesem Endzeit-Thriller enthalten, um ihm die volle Punktzahl zu geben. Ganz sicherlich wird sich die Prophezeiung der Times also nicht erfüllen und dieser "Blockbuster" wird keinen Einzug in meine Träume halten...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endzeit..., 17. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Endzeit: Thriller (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Schon auf den ersten Seiten bekommt man bei diesem Buch ein beklemmendes Gefühl. Alle Zeichen sind auf Umweltkatastrophen und Unfälle gestellt. Der Titel des Buches passt ziemlich genau auf die Stimmung, die einen beim Lesen überfällt.

Das muss aber nichts Schlechtes sein. Gabrielle Fox ist Psychotherapeutin und durch einen Autounfall gelähmt. Obwohl sie sehr unter ihrem Schicksal leidet, merkt man ihr an, dass sie es trotzdem meistern möchte. Sie ist zynisch und hat sehr schwarzen Humor, kurz: Eine Art, die mir sehr gut gefallen hat.

Ganz anders dagegen Bethany: Sie hat ihre Mutter umgebracht und ist aus diesem Grund in einer psychatrischen Klinik. Bethany ist auch auf eine Art zynisch, aber eher provozierend. Ich glaube, wenn ich sie im wahren Leben kennengelernt hätte, hätte ich sehr sehr großen Respekt vor ihr.

Das Buch ist aus der Perspektive von Gabrielle geschrieben, dadurch erscheint einem (zumindest war das mein Eindruck) die Welt ein wenig grauer, als sie wirklich ist. Anfangs erfährt man nichts aus Gabrielles Leben, sie gibt aber immer mehr davon preis.

Meiner Meinung nach kann man das Buch nicht an einem Stück lesen, weil es einfach viel zu viele beängstigende Situationen beinhaltet, was es aber durchaus nicht schlecht macht.

Mir hat es gut gefallen, da trotz der Endzeitstimmung trotzdem ein Lesesog entstanden ist, dem ich mich nicht entziehen konnte.
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Endzeit: Thriller
Endzeit: Thriller von Liz Jensen (Taschenbuch - 1. April 2011)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,77
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