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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Warum ist der Tisch fest und weshalb versinken wir nicht im Erdboden?
Weil die Elektronen nicht einfach alle aufeinanderhocken können, erklärte Physiknobelpreisträger Richard Feynman einmal salopp. Auch für die frappanteste Charakteristika der Welt um uns herum, die grenzenlose Mannigfaltigkeit der Erscheinungen, zeichnen diese kleinen, negativ geladenen Bausteine in ihrer Vielzahl der Kombinationen verantwortlich.

"Komplexität erwächst paradoxerweise aus Einfachheit. Alles nur eine Sache der Kombination.", erklärt Marcus Chown. Der Physiker und Wissenschaftsjournalist aus Großbritannien, dessen erstes Buch die meistgelesene populärwissenschaftliche Veröffentlichung nach Stephen Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit" war und der im letzten Jahr mit "Das Universum und das ewige Leben: Neue Antworten auf elementare Fragen" gleichfalls überzeugen konnte, dringt dieses Mal tief in den Mikrokosmos ein.
"Wir werden vertraute Aspekte der Alltagswelt im Licht unseres aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands betrachten und feststellen, dass sie uns profunde Dinge über die Grundbeschaffenheit der Wirklichkeit verraten. Wir werden Phänomene der Alltagswelt als kosmische Chiffren entziffern, werden, um es mit William Blake zu sagen, 'eine Welt erschau'n in einem Körnchen Sand'", leitet der Autor sein Vorwort ein. Tatsächlich greift Chown allerlei alltägliche Beobachtungen auf (z. B. warum wir uns in der Fensterscheibe spiegeln oder warum die Sonne heiß und der Nachthimmel schwarz ist. Vorab, es hat nichts damit zu tun, dass die Sonne weg ist), um dann die Strukturen äußerster Tiefen der Wirklichkeit auszuleuchten, von denen diese zeugen. Er schlägt sozusagen eine Brücke vom Einfachen zu den tieferen physikalischen Zusammenhängen, ganz nach Goethes Doktor Faust: "Dass ich erkenne, was die Welt, im Innersten zusammenhält." Heute weiß man, dass es die Quantenphysik ist und diese sozusagen der rote Faden, der den Leser durch das Buch leitet.

Außer mit der Bedeutung der Vielfalt der Welt und der Schwärze des Nachthimmels befasst sich Marcus Chown mit der Frage, "warum die Komplexität der Welt uns verrät, dass Gott mit dem Kosmos würfelt - eine Vorstellung, die Einstein aufs Tiefste zuwider war - und dass, täte er es nicht, es überhaupt keinen Kosmos gäbe." Ferner erläutert er, warum wir immer älter und nicht jünger werden - ein Relikt der "eingeschalteten" Gravitation circa 380 000 Jahre nach dem Urknall.

Chown hat sein Buch in drei Teile gegliedert. Die Antworten auf eine erste Gruppe von Fragen werfen Licht darauf, was die Alltagswelt uns über Atome, die der zweiten über die Sterne verrät und schließlich geht er auf Themen des Universums ein. Allerdings setzt die Lektüre einen aufmerksamen und vielleicht schon ein bisschen naturwissenschaftlich, astro- und auch quantenphysikalisch vorbelasteten Leser voraus. Denn gerade in letzterem Bereich sollte man ein wenig "schwindelfrei" sein, um die zuweilen verwirrenden und mit normalem Menschenverstand schwer zu fassenden Wahrscheinlichkeiten "unbeschadet" zu überstehen.
Ein mehrseitiger Anhang mit weiterführenden Erklärungen und ein Glossar helfen dabei zusätzlich. Hilfreich wären vielleicht ein paar Skizzen und bildliche Erläuterungen gewesen, die als visuelle Unterstützung neben dem Text hätten agieren können. Doch darauf verzichtet Chown gänzlich.

Fazit:
"Intelligentes Leben im Universum" ist ein wunderbares Buch für all diejenigen, die schon einmal ein bisschen in die quantenphysikalische Materie hineingerochen haben und sich von der verstandesgemäß "unlogischen" atomaren Welt nicht abschrecken lassen. Mit Wortwitz und Charme, unterhaltsam und mit plakativen Beispielen beschreibt Marcus Chown in allgemeinverständlichen Worten, schwer zu fassende Themen aus Kosmologie, Astro- und Quantenphysik.

"Alle Menschen sind Brüder. Wir stammen aus derselben Supernova." (Allan Sandage, amerikanischer Astronom)

"Die Elemente, aus denen die Erde sich zusammensetzt - zu schweigen von Ihrer und meiner Person -, [sind] nichts als unbedeutende Verunreinigungen der allergewöhnlichsten, das All füllenden Materie". (Marcus Chown in "Intelligentes Leben im Universum")
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Buch INTELLIGENTES LEBNEN IM UNIVERSUM von Marcus Chown widmet sich dem Themengebiet der Physik und wie man den Wissensschatz dieses Fachgebietes so aufzubereiten vermag das dabei sinnvolle und zu behaltende Informationen für die Allgemeinbevölkerung dabei heraus kommen. Marcus Chown offenbart in seinem Buch eine Menge interessanter Fakten, vom Sonnenofen, über die spiegelnde Fensterscheibe bis zum Thema das fast alles um uns und in uns leerer Raum ist und das wir uns dennoch als massive Körper definieren. Selten war Alltagsphysik so spannend und informativ.

Man muss allerdings voraussetzen, das der Autor sich an ein zumindest dem Thema aufgeschlossenes Publikum wendet, ansonsten wird es doch ein wenig schwierig mit dem verstehen. Allerdings darf sich jeder Laie der sich zum Thema Physik ein wenig mehr Wissen sucht, bei dem Buch INTELLIGENTES LEBNEN IM UNIVERSUM von Marcus Chown freuen, denn er erfährt eine Menge.

Sei es der sogenannte Tunneleffekt oder der Knall vor dem Urknall, auch die Temperatur des Sonnenofens und seine Wirkprozesse können interessant sein, versucht man nur es interessant zu erklären.

Das Atome anscheinend aus physikalischer Sicht gar nicht möglich sind, mutet lustig an, doch die Erklärung dazu klingt logisch.

Quantentheorie, Lichtgeschwindigkeit und außerirdisches Leben, selten wurde es auch so vergnügliche und kompetente Weise in Szene gesetzt und erklärt. Marcus Chowns Buch INTELLIGENTES LEBNEN IM UNIVERSUM macht Spaß beim blättern und stöbern, auf jeder Seite entdeckt man Neues und ungewohnt interessantes Wissen

Empfehlenswert!
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"Intelligentes Leben im Universum" von Marcus Chown ist ein durchaus gelungenes Werk, welches allerdings einige (geistige) Anforderungen an seine Leser stellt.

Von den alltäglichen Beschreibungen findet Chown einen Weg in die komplexe Thematik rund um unsere Welt, die Sterne und das Universum. Harmlos beginnt beispielsweise die Erklärung des Universums rund um den Urknall mit einer zerbrochenen Teetasse, um Sekunden später in Sphären abzudriften, welche die wenigsten Menschen wohl so "einfach" erklären könnten - geschweige denn überhaupt verstehen.
Dieses Stilmittel zieht sich durch das gesamte Werk und wird in jedem der drei Teile ("Was die Alltagswelt uns über Atome verrät", "Was die Alltagswelt uns über die Sterne verrät" und "Was die Alltagswelt uns über das Universum verrät") aufgegriffen. Eine scheinbar harmlose Beobachtung unserer Umgebung wird von Chown für den Einstieg in eine komplexe Aufarbeitung genutzt - klasse!

Aufgrund der starken Dichte der hochwertigen Informationen ist das Buch nichts für nebenbei. Die Sätze müssen teilweise mehrfach gelesen werden, um sie im Ansatz zu verstehen. Was für den Autor eine Kleinigkeit zu sein scheint, wird einige Leser Nerven und Geduld kosten, aber es ist den Aufwand wirklich wert. Dabei bleibt die sprachliche Gestaltung des Autors doch auf einer gewissen Distanz zum reinen Fachbuch - ansonsten würde das Verständnis der Laien auch deutlich leiden. Chown schafft eine gute Mischung aus Vermittlung von Wissen und unterhaltsamer Erzählung. Schön wären einige Grafiken oder Illustrationen zur Vertiefung der Erklärungen gewesen, doch darauf wird komplett verzichtet.

Durch die verwendeten Fachbegriffe ist die Lektüre nicht fließend. Immer wieder stockt der Lesefluss, da die Anmerkungen des Autors gelesen werden oder etwas in der über dreißig Seiten lange Glosse nachgesehen wird. Bei der zusätzlichen Informationsbeschaffung hat sich Chown wirklich Mühe gegeben und neben seinen Anmerkungen und dem Glossar auch noch weiterführende Literatur angegeben. Generell sei an dieser Stelle festgehalten, dass ohne Grundlagenwissen nur wenig Spaß mit dem Buch aufkommen wird.

Insgesamt ist "Intelligentes Leben im Universum" ein unheimlich faszinierendes Werk, welches interessanten Stoff stark vereinfacht erklärt und sich an alltäglichen Beobachtungen entlang zieht. Dies ist jedoch kein Buch für Jedermann, denn es erfordert aktive Mitarbeit vom Leser. Nachschlagen und Mitdenken sind zwei Grundvoraussetzungen für den Genuss dieses Buches.
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