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4.0 von 5 Sternen Tagebuch einer Annäherung
Der Thüringer Michael Schindhelm ist ein Kulturmanager der immer wieder einmal für Schlagzeilen sorgt. Er hat in der Sowjetunion Quantenchemie studiert. Nach seiner Rückkehr hat er sich dann in Deutschland von der Wissenschaft verabschiedet. Nach dem Zusammenbruch der DDR startet er eine fulminante Karriere. Er wird Theaterintendant von Nordhausen, Gera...
Veröffentlicht am 6. Juni 2010 von Carl-heinrich Bock

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sympatisch geschriebenes Dubai Tagebuch eines enttäuschten Kunstfunktionärs - mehr nicht.
Michael Spindhelm, ehemaliger Generalintendant der Berliner Opernbühnen, wird im Jahre 2007/08 vom Scheich von Dubai angeheuert, um ein Opern- und Musikzentrum in Dubai zu errichten. Nach enthusiastischem Anfang wird bald klar, dass dem Projekt von Seiten der Emiratis keinerlei wirkliches Kunstinteresse sondern allein der Wunsch zugrunde liegt, mithilfe der Kunst...
Vor 22 Monaten von euripides50 veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tagebuch einer Annäherung, 6. Juni 2010
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Der Thüringer Michael Schindhelm ist ein Kulturmanager der immer wieder einmal für Schlagzeilen sorgt. Er hat in der Sowjetunion Quantenchemie studiert. Nach seiner Rückkehr hat er sich dann in Deutschland von der Wissenschaft verabschiedet. Nach dem Zusammenbruch der DDR startet er eine fulminante Karriere. Er wird Theaterintendant von Nordhausen, Gera und Basel. Am Ende ist er Direktor der deutschen Opernstiftung. Ihm unterstehen 2005 die drei Berliner Opernhäuser. Zum obersten Kulturmanager findet er allerdings keinen rechten Draht, kann seine Ideen nicht realisieren und legt daraufhin sein Amt 2007 nieder.

Danach bricht er nach Dubai auf, dort wo die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen soll, versucht er westlicher Kultur zu Ansehen zu verhelfen. Doch bei seinem Vorhaben eine Superlative zu schaffen, indem er die boomende Stadt zu einer Weltkulturmetropole macht, merkt er sehr schnell das es auch hier in erster Linie um Business geht. Die Nähe zu den regierenden Scheichs ist auch da kein Rettungsanker.

Als die Weltwirtschaftskrise auch das Emirat trifft sind Schindhelms Wüstenträume schnell beendet, denn alle Objekte die keine Rendite abwarfen standen plötzlich auf dem Prüfstand, in einem Emirat das vor der Pleite stand.

Schindhelm berichtet in "Dubai Speed" über, seine Sehnsüchte nach einer neuen Kulturwelt, seine Erfahrungen wie man als Europäer zwischen "traditionellen und modernen Nomaden" lebt, wie die Gegensätze von Ost und West aufeinander treffen, von der Kühnheit der Emiratis in diesem Teil der Welt eine weltoffene islamische Gesellschaft aufzubauen, von den Entscheidungsträgern in der abgeschotteten Welt des Hofstaats und natürlich von seinen Selbsterkenntnissen, seinem Respekt und seinem Scheitern.

Schindhelm war 2007 und 2008 in Dubai als Kulturmanager. Dubai war ein Abenteuer, die Illusionen sind verflogen, es war eine relativ existenzielle Erfahrung, denn sowohl die kühne Strategie als auch das Wertesystem veränderten sich grundlegend. Es gab in einer Stadt, die so groß wie Hamburg ist, keine kulturelle Infrastruktur. So war es zunächst eine der wesentlichen Aufgaben öffentliche Räume zu finden und zu entwickeln.

Eine wesentliche Frage war, wie sich in einer Stadt, die zu einem Drehkreuz für die halbe Welt wird, dazu noch mit islamischen Hintergrund und Nachbarn wie Iran, Irak, Saudi-Arabien, Jemen, Afghanistan und Pakistan es gelingen konnte so etwas wie eine lokale, das heißt emiratische kulturelle Identität aufrecht zu erhalten oder weiter zu entwickeln. Wie kann im Zeichen der Globalisierung die lokale Eigenständigkeit überhaupt bestehen? Von der Lösung dieser Fragen erzählt dies Buch vordergründig, auch wie die emiratische Bevölkerung sich zu orientieren versucht.

Auch wenn, nicht allein auf Grund der Finanzkrise, die meisten von Schindhelms Projekten, wie zum Beispiel das gewünschte Opernhaus scheiterten, so ist es ihm doch gelungen, dass sich heute in Dubai viel mehr Menschen mit Kunst beschäftigen. Eine ganz Reihe von kleinen Aktivitäten, die man nicht gerade auf den Frontseiten der Presse findet, haben dazu beigetragen das eine Stadt ihre Mentalität geändert hat und so spürt man an vielen Orten, dass der "Dubai Speed", die Geschwindigkeit mit der sich die Stadt entwickelt hat, auch in Bezug auf die Kultur einiges bewirkt hat.

Ursprünglich wollte man Kultur als großes Geschäft betreiben, Kultur sollte als Marketinginstrument eingesetzt werden, wobei solche Ideen für unterschiedliche Kulturprojekte wie Museen, Konzerthallen oder Theater nicht selbst aus dem Emirat kamen.

Wenn man immer gedacht hatte Entscheidungswege bei uns seien verschlungen, dann kann man aus diesem Buch erfahren, dass es dort noch viel komplizierter ist, denn die arabische Welt hat ja bisher keine wirklich moderne Verwaltung oder Politik hervorgebracht. Dubai ist auf der einen Seite eine absolutistische Monarchie. Der Herrscher ist ein aufgeklärter Mensch und sagt dass Kultur ganz erheblich zur Entwicklung dazu gehört. Die Entwicklung war bisher davon bestimmt, dass das Land mit einem großen Reichtum gesegnet war, nämlich Erdölressourcen, die im Fall Dubai nur wenige Jahrzehnte halten werden. Deshalb wollte Dubai von der Droge Erdöl wegkommen. Die Zeit sollte genutzt werden eine Gesellschaft aufzubauen- Die Droge Öl die in den Händen der Herrscher war, wurde von der Droge Immobilien abgelöst. Daran hat sich nicht nur die ganze Welt beteiligt, sondern sie hat auch Glückssucher angelockt. So ist hier nun eine multikulturelle Gesellschaft entstanden, wobei nicht die Emiratis, sondern vielmehr Inder und Iraner die größten Investoren sind.

Schindhelm macht in seinem Buch an vielen Beispielen sehr deutlich, dass aus dem kleinen Familienunternehmen Dubai mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit ein riesiges Imperium geworden ist in dem ein einzelner Herrscher nicht mehr alle Entscheidungen selbst treffen kann. Als Europäer hat man immer das Gefühl im verkehrten Tempo unterwegs zu sein, einmal geht es zu schnell dann wieder zu langsam. Im Grunde trifft hier Absolutismus auf Neoliberalismus. Man versucht immer die Entscheidung zu ahnen, die der Herrscher möglicherweise treffen könnte, das machte die Arbeit für den Kulturmanager Schindhelm so kompliziert.

Zwei Jahre Dubai, außer Spesen nichts gewesen? Schindhelm gibt die Antwort in seinem mit vierzig Fotos von der französisch-kanadischen Fotografin Aurore Belkin versehenen "Tagebuch".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sympatisch geschriebenes Dubai Tagebuch eines enttäuschten Kunstfunktionärs - mehr nicht., 23. Dezember 2012
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Michael Spindhelm, ehemaliger Generalintendant der Berliner Opernbühnen, wird im Jahre 2007/08 vom Scheich von Dubai angeheuert, um ein Opern- und Musikzentrum in Dubai zu errichten. Nach enthusiastischem Anfang wird bald klar, dass dem Projekt von Seiten der Emiratis keinerlei wirkliches Kunstinteresse sondern allein der Wunsch zugrunde liegt, mithilfe der Kunst Immobilien optimal zu vermarkten. Als Ende 2008 die weltweite Finanzkrise auch Dubai erreicht, löst sich der Spuk in Nullkommanichts auf und der Autor reist nach einem Jahr desillusioniert nach Hause. "Dubai Speed. Eine Erfahrung." Ist die Frucht dieses Aufenthaltes. Was gibt es in diesem Buch zu lesen?
Zuerst hängt der Autor fast zwei Monate herum, bis ein ungefährer "Masterplan" mit kaum abgegrenzten Kompetenzen und Zielen entsteht, trinkt Kaffee bei Starbucks, steht im Stau, schläft in der Wüste und amüsiert sich über seine Kollegen. Nach dem "Masterplan" folgt eine "Taskforce", dann wird Schindhelm zum "Mr. Culture" ernannt, aber wirklich etwas zu tun oder entscheiden, hat er immer noch nicht. Schindhelms Mitarbeiter hängen, insoweit sie Ausländer sind, ebenso in der Luft, wie er selbst, während die Emirati-Kollegen jegliche Arbeit meiden und lieber mit ihrem privaten Reichtum protzen. Wie die Maus im Laufrad produziert Schindhelm Monat für Monat Hunderte von EMails, organisiert unzählige Treffen und Dienstreisen durch die ganze Welt, ohne das irgendetwas Greifbares dabei herumkommt. Am Ende des Buches heißt es: "Die Bilanz dieser Monate ist lächerlich. Eine kleine eingekaufte Ausstellung im International Finance Center. Kein Fortschritt bei Khor Dubai. Kein Theatre Land in Deira, kein Pavillon. Unzählige Projektionen, keine einzige auch nur begonnen." (S. 229) .
Dann der Kahlschlag, als Finanzkrise und Geldnot über die Stadt hereinbrechen."Verlassene Autos, Wohnungen, Häuser, Boote, nachrichtenlose Konten, geräumte Büros: die Moritat des Kapitalismus mag in diesen Tagen überall auf der Welt spielen, aber nirgendwo so ehrlich und radikal wie hier."(S.238)
Man sieht, dieses Jahr in der Niemandsbucht von Dubai - besonders unter Einbezug des Zusammenbruchs - hätte ein interessantes Buch werden können. Hätte - denn leider verharrt der Autor von der ersten bis zur letzten Seite in seiner kunstfixierten Froschperspektive. So liest man immer aus Neue satirische Kurzbeschreibungen von Meetings, die sich gleichen wie ein Ei dem anderen, man lernt Prinzen, Funktionäre, Lobbyisten kennen, die ohne Kompetenz und Plan durch die Jahreschronik torkeln, so dass man sie sich am Ende gar nicht mehr merken mag und wird Zeuge von Wüstenpartys, bei denen Frauen für ein Schmuckstück um die Wette laufen - über die Funktionsweise, die Struktur des Phänomenes Dubai aber erfährt man nichts. Natürlich war Schindhelm in erster Linie als Kulturmanager in der Stadt, aber als jemand, der wenigstens theoretisch Milliarden für Kunstprojekte locker machen sollte, ist es doch kaum denkbar, dass er sich nicht ausgiebig mit wirtschaftlichen und politischen Grundstrukturen der Stadt hat auseinandersetzen müssen. Was sind die geschichtlichen Ursprünge der Stadt? Woher bekommt sie ihre Milliardeneinnahmen jenseits der Ölförderung? Welche Industrien existieren, welche Bauprojekte? Welche politischen Machtverhältnisse? Wie hoch sind die Etats, wie hoch ist das Volkseinkommen und wie wird es verwendet? Wie hoch sind die Verschuldungszahlen, und was waren die genauen Gründe für den Finanzengpass, der das wirtschaftliche Leben der Stadt Ende 2008 fast zum Erliegen brachte? Eine Antwort auf diese Fragen von einem Beobachter vor Ort ( und sei es auch nur ein Kulturexperte) hätte das Buch zu einer interessanten Reportage werden lassen. Dass Michael Schindhelm diese Fakten überhaupt nicht tangieren, dass man darüber nahezu nichts erfährt und dass er statt dessen lieber über Parkplatzauseinandersetzungen und Anfeindungen missliebiger Journalisten lamentiert, ist allerdings auch wieder lehrreich und zeigt, dass ich die moderne Kunst für alles Mögliche interessiert, nur nicht dafür, woher das Geld für ihre Projekte eigentlich herkommt.
Auch wenn die Schilderungen des Autors im einzelnen sprachlich durchaus ansprechend daherkommen, auch wenn man ihm für seinem Einsatzwillen für die Weltkultur den Respekt nicht versagen wird, als Einführung in das Phänomen Dubai ist das vorliegende Buch gänzlich ungeeignet.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dubai, produktive Utopie oder Wahnsinn?, 26. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Rezension (H.E.Steffen): M. Schindhelm, Dubai-Speed, dtv-premium 2009, 16,90

M. Schindhelm, von 2005 - 2007 Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, war zurückgetreten, nachdem man ihm Feigheit vorgeworfen hatte, weil er eine Verbrennung des Korans in einer Inszenierung (als Symbol des Fanatismus) nicht hatte zulassen wollen. Er wurde vom Emir von Dubai engagiert, um aus der Stadt der Bausuperlative am Schnittpunkt von Orient und Okzident auch eine herausragende Kulturmetropole mit Opernaufführungen und Ausstellungen zu machen. Sein Buch trägt den Untertitel: Eine Erfahrung" und berichtet über seinen Start voller Elan im Januar 2008 bis zum vorläufigen Stillstand der Projekte im Dezember 2008, einige Monate nach Einbruch der Weltfinanzkrise.
Schindhelm schildert das Leben in Dubai, die ungeheure Hektik in einem feuchtheißen Klima, die undurchsichtigen Entscheidungsprozesse, den durchkommerzialisierten Massentourismus. Der verhaßte (und bewunderte) Westen muß um jeden Preis übertrumpft werden, aber man ist abhängig von Beratern, die aus dem Westen kommen. Welche Art von Kultur soll gepflegt werden? Mit welchen Institutionen, die möglichst als profit center" funktionieren sollen? Beduinische Traditionen oder westliche Oper? Nach vielen Hindernissen kommt eine Ausstellung lokaler Künstler zustande und die Übertragung einer Premiere aus der Metropolitan Opera in New York in einem Kino.
Geld scheint zunächst unbegrenzt vorhanden, Projekte in nie gekannter Größenordnung werden entworfen, aber ihr Fortgang verdunstet sozusagen im Nebel der Umgebung des absolutistischen Fürsten, in dem Mitglieder einflussreicher lokaler Familien, Kulturagenten aus aller Herren Länder, Bauunternehmer und am Ende Finanzakrobaten die Fäden ziehen. Die Heiden" entfliehen zumindest während der muslimischen Feste im Flugzeug in klimatisch weniger extreme Regionen.
Wem kommt das Geld zugute? Die einheimische Elite und jeunesse dorée" fährt im Porsche Cayenne zur Party ins Wüstenzelt, die pakistanischen Bauarbeiter, die auf festen Lohn für drei Jahre vertrauten, werden nach dem Crash umgehend in den Flieger gepackt, damit sie nicht aus Verzweiflung vor Ort Selbstmord begehen. Was gibt es dazwischen als Dienstleister" in einer Stadt, in der es nach dem Ende des Olbooms nur noch Sand und eine Vision gibt.
Die gigantische Blase ist zusammengefallen. Der Autor ist allerdings ein hartnäckiger Utopist. In der Vorbemerkung schreibt er: Er hat sich die Überzeugung bewahrt, dass Dubai und die Golfregion - allen gegenwärtigen Widersprüchen und Schwächen zum Trotz - daran arbeiten, eine politische und soziale Alternative zu ihren oft in Unfrieden, sozialer Ungerechtigkeit und religiösem Fanatismus verhafteten Nachbarn aufzubauen." Und allzu schnelle Urteile über das, was dort geschieht, kontert er nach dem Besuch einer Konferenz über Die Zukunft des Weltmuseums" in der Eremitage in St. Petersburg mit der Feststellung, bezogen auf Peter den Großen: Das Portfolio aus Künstlichkeit, Imitation, Schönheit, Brutalität und Größenwahn ist keine Erfindung der Ölscheichs" (S. 218).
Das Buch, gelegentlich durchaus mit literarischem Anspruch, gibt einen Einblick in einen Aspekt der Globalisierung - internationales Kulturmanagement -, von dem man sonst weniger hört. Schade, dass der Verlag, dtv-Premium, bei der Wiedergabe der über 40 Fotos der Fotografin A. Belkin, wie ich meine, an der falschen Stelle gespart hat.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckend authentisch, 13. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Dubai aus der Sicht eines der vielen europäischen Experten, die eingekauft werden, um Projekte zu entwickeln. Gespenstisch, aber auch durchaus amüsant, beschreibt der Autor, wie eine Gesellschaft mit zu viel Geld, aber ohne Know-How versucht, Wissen zu kaufen und zu nutzen, ohne die Fähigkeit zu haben, dieses Wissen zu bewerten und einzuordnen. Chaotische und undurchschaubare Entscheidungsprozesse und ständig wechselnde Vorgaben und Rahmenbedingungen sind charakteristisch für "Projektmanagement a la Dubai". Fassungslos staunend erlebt der Leser/die Leserin eine Welt, die orientierungslos im Zick-Zack-Kurs dahinrast, nach dem Motto eines alten österreichischen Kabarettsongs, in dem es hieß: "I hab zwor ka Ahnung, wo i hinfahr, aber dafür bin i g'schwinder durt".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nachvollziehbar, 18. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
In diesem Buch wird die Denk- und Handelsweise der "Macher" in Dubai treffend beschrieben.
Die Schilderung von Orten und Szenen ist nachvollziehbar für Menschen, die bereits mal in Dubai waren.
oft entsteht beim Lesen ein Effekt, dass man denkt: ja, stimmt genau, so habe ich es auch erlebt.
Ein Blick hinter die Glitzerfassade wird möglich, jedoch ohne Verdammung, öfters mit leiser Ironie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessante Einblicke, 3. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Als Tourist in Dubai unterwegs habe ich das Buch vor Ort gelesen und fand es höchst interessant. Herr Schindhelm neigt trotz aller Probleme, denen er sich stellen muss und die für ihn zum Teil völlig intransparent sind und sich nicht lösen lassen, nicht zu einer arroganten, westichen Sicht auf die Verhältnisse in Dubai. Viele Expatriates, egal in welchem Land, tun dies oft mit größtem Vergnügen.
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4.0 von 5 Sternen Da simmer dubai ..., 12. September 2014
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Michael Schindhelm kommt aus Thüringen, war als Wissenschaftler enger Zimmergenosse Angela Merkels und auch IM im realen Sozialismus, scheitert nach einer steilen Theaterkarriere als Generalintendant in Berlin an der Politik - und dann geht er ausgerechnet ins Beziehungs-Land Dubai, um dort Kultur zu schaffen. Das Buch schildert eine absehbare Tragödie.

Nach 30 Seiten spätestens, nach den ersten Wochen Schindhelms weiß man, wie es weitergeht. Das ist ja ein netter Trick des Autors, dass man sich als Leser für schlau halten kann. Doch es führt auch zu einer Absehbarkeit des Kommenden.

Viel besser als sein (ansonsten witzigerer) Opern-Kollege Laufenberg ("Palermo") nimmt sich Schindhelm dabei auch selbst und seinesgleichen auf die Schippe. Sein Sarkasmus seiner Umwelt gegenüber ist freilich auch nicht gerade, was man gemeinhin wertschätzend nennt. Er zeichnet Hofschranzen-Unverantwortlichkeit, ignorante ideenklauende McKinseys, megalomane Türme von Babel und immer wieder verwöhnte nichtarbeitende Emiratis. Hier lesen Sie eine Polemik, und dass Schindhelm eigentlich von Anfang an keine Chance gehabt habe (wie in Deutschland aber auch kaum noch, selbst mit seiner Patronage). Man versteht gut, warum der Protagonist auf dem Titelbild so arg abgemagert und fertig aussieht.

Schindhelm schreibt vermutlich tagebuchgestützt und in einem eher raschen, kurzen Duktus. Warum sich die Buchreihe "dtv premium" nennt und Aurore Belkins Fotos doch so mittelmäßig wiedergibt, muss man nicht verstehen.

Für den Dubai-Touristen etwas: dem etwaigen Mythos wird die Luft herausgelassen. Für den zukünftigen "Expat" in ein arabisches Land: ein massiver Erwartungsdämpfer bzw. eine rechtzeitige Warnung. Für Weder-Nochs wie mich: ein amüsantes wie kürzbares Buch. Drei bis vier Sterne.
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2.0 von 5 Sternen Langweilig, 1. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Nachdem alle meine "Vorschreiber" das "Erfahrungsbuch" von Michael Schindhelm so positiv bewertet haben, traue ich mich ja kaum, einen negativen Kommentar abzugeben! Dennoch ... ich fand das Buch einfach nur langweilig - inhaltlich, aber auch vom Stil her. Arrogant, selbstgefällig, überheblich, voller Vorurteile, Schubladendenken, teilweise sogar rassischtische Charakterbeschreibungen (aber als ehemaliger Stasi-IM dann wieder passend). Von "Hansdampfinallengassen" Michael Schindhelm hätte ich allerdings mehr erwartet.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superlative und Finanzkrise, 24. November 2009
Von 
Fritsch Margrit (Solothurn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Prompt erfasst und sehr präzise,/
unterlegt mit einer Prise/
feinen Witzes - auch ganz ernst/
analytisch klug ergänzt/
mit souveränen Querverweisen,/
die große Kompetenz beweisen,/
sind Herrn Schildhelms Schilderungen./
Kurz: Das Buch ist gut gelungen!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Insider und Outsider, 1. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Dubai Speed: Eine Erfahrung (Taschenbuch)
Ein Buch, bei dem man als Insider und Kenner Dubais dauernd schmunzeln muss. Vermutlich gibt das Buch auch Menschen, die Dubai noch nicht kennen einen guten Einblick in diese Gesellschaft. Ich kann das Buch nur empfehlen.
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Dubai Speed: Eine Erfahrung
Dubai Speed: Eine Erfahrung von Michael Schindhelm (Taschenbuch - 1. November 2009)
EUR 16,90
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