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Pest in Breslau: Kriminalroman
Format: TaschenbuchÄndern
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2009
Selten habe ich einen Thriller von solcher Intensität, Dramatik und Spannung in Händen gehalten. Marek Krajewski fängt sprachgewaltig die Atmosphäre der Stadt Breslau, des Prostituierten-Milieus, dieser Zeit, die geprägt war von Gewalt, Armut, Arbeitslosigkeit aber auch von Wandel und ein ungeheuren Lebenslust lebendig, virtuos und stilsicher ein. Die Bilder die er zu malen versteht sind düster, brutal und roh. Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zeichnet er gnadenlos, sexistisch und verdorben; die aus allen Fugen geratene Gesellschaft, die noch von voller sozialer Hierarchien erstarrt, scheint dem sicheren Untergang geweiht und diesem auch noch mit Freude entgegen taumeln zu wollen.

Der Autor erstellt in Pest in Breslau ein nur scheinbar groteskes Sittengemälde einer gnadenlosen Zeit, die voller Absurditäten und Abnormitäten zu strotzen scheint. Mit einem unglaublich spannenden, atmosphärisch stimmigen und absolut intensiven Kriminalfall drum herum hat dieser Kriminalroman wirklich alles, was ein Bestseller braucht!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Dezember 2009
Der Altphilologe Marek Krajewski ist in seinem Heimatland Polen der zurzeit vielleicht populärste Krimischriftsteller. Er hat sich aber auch in Deutschland längst einen Namen gemacht. Denn die fünf Krimis, die bisher auf Deutsch erschienen sind, spielen alle im Breslau der Vorkriegs- und Kriegsjahre. Sein jüngstes Buch Pest in Breslau" handelt Anfang der 1920er Jahre. Es dreht sich um eine geheimnisvolle Sekte von Menschenfeinden, die morden, um die Welt von Unrat" zu befreien. Der Plot dieses Buchs ist ein bisschen arg weit hergeholt und manchmal etwas anstrengend aufgrund vieler Personen- und Perspektivenwechsel. Dennoch ist das Buch lesenswert, denn Krajewskis Breslau-Reihe passt in ein kein herkömmliches Krimi-Schema. Im Unterschied zu Thrillern, in denen blindlings gemordet wird", bieten Krajewskis Romane nicht nur spannende Unterhaltung, sondern auch soziale Sittenbilder". Die Hauptfiguren in seinen Romanen sind, wie sein Ermittler Eberhard Mock, fast alle Deutsche. Das spiegelt die damalige Realität Breslaus wider. In der einst viertgrößten deutschen Stadt lebten vor 1945 rund 600 000 Deutschen und nur etwa 15 000 Polen. In Deutschland geriet Krajewski, Jahrgang 1966, deshalb in den Geruch, Vertriebenenprosa" zu schreiben. Jenseits der Oder, vor allem im heutigen Wroclaw, sieht man das laut Krajewski viel entspannter: Die Polen sind neugierig auf das ihnen unbekannte Breslau, dessen Vorgeschichte im Sozialismus ein Tabuthema vor."
Zu dem Reiz, den diese Geschichten aus einer untergegangenen Welt per se ausstrahlen, kommt ein Ermittler, der wahrscheinlich mehr unsympathische als sympathische Züge hat. Wie Krajewski, ist er in griechischer und römischer Altphilologie bewandert und zitiert mit Vorliebe und bei den bizarrsten Gelegenheiten antike Dichter. Er säuft oft, er geht gerne zu Huren, er ist alles andere als ein vorbildlicher Polizist. Außergewöhnlich. Ich werde noch mehr davon lesen.
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am 30. Juni 2014
Herzlichen Dank an den Autor,destailreich läßt er seinem(nen) Antihelden im alten Breslau ( Wrocslaw) agieren.
Der unverkrampfte Erzählstil-jenseits von Vertriebenenprosa (!) , macht das Buch für mich überragend.
Neben der Story noch ein Blick in eine alte , untergegangene Welt -Klasse umgesetzt!

Was man wissen sollte -der Autor führt den Leser an die gehurte und gesoffene Schmerzgrenze -ohne jedoch die dünne Linie des Geschmacks zu überschreiten.

Nicht unbedingt was für heranwachsende!
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am 28. Dezember 2012
Das Interessante an der Geschichte ist, dass dieses mal der Kommissar Mock selber zum Opfer wird.Es bringt mit sich spannende und düstere Situationen.
Doch für mein Geschmack an vielen anderen Stellen zu langatmig erzählt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. September 2012
Hätte die allenthalben enthusiastische Kritik bei mir nicht so hohe Erwartungen geweckt, wäre ich weniger enttäuscht worden. Der Roman unterscheidet sich in nur einer Weise von den üblichen 08/15-Regionalkrimis: der Autor läßt den Altphilologen soweit raushängen, daß er damit nolens volens aus dem Rahmen fällt. Allein das willkürliche Einstreuen einer Unmenge Latini- und anderer -ismen macht noch keinen anspruchsvollen Roman aus. Ich vermisse Esprit und Leichtigkeit des Schreibens. Der Text wirkt zusammengestückelt, gewollt. Der historische Bezug erschöpft sich in der zusammenhanglosen Erwähnung historischer Ereignisse. Für mich ein unspektakuläres Werk, das ich ziemlich schnell vergessen werde.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2010
Das pralle Leben zwischen zwei Buchdeckeln und ein herrlich kantiger Kriminaler.
Unkonventionell.
Der Autor schreibt mit eigenem Stil, keine Fließbandware, authentisch, geil, lesenswert!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Januar 2015
Zum Inhalt des Buches kann ich keine Angaben machen, da ich es verschenkt habe. Lieferung erfolgte umgehend wie man es von amazon gewohnt ist. Werde aber bei Gefallen weitere Bücher bestellen.
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