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159 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für mich bisher der Beste
Auch mit seinem dritten Band"Erlösung"konnte der Autor Adler Olsen mich wieder begeistern. Der Wechsel zwischen knisternder Spannung und humorvollen Schilderungen der Befindlichkeiten seiner Hauptprotagonisten Assad, Carl Mork und Rose, sind die Grundessenzen seiner unwiderstehlichen Thiller. Auch dosiert er seine blutigen Beschreibungen hier auf ein...
Veröffentlicht am 21. Juni 2011 von robby lese gern

versus
38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie erwartet
Also die überbordende Begeisterung kann ich mit dem besten Willen nicht verstehen.

1. Carl braucht mind. ein viertel des Buches (und das Buch ist dick), bis er endlich mal in die Gänge kommt.
Es hat ja irgendwie Charme, wenn die Hauptperson im Gegensatz zu den vielen 08/15-Krimis endlich mal nicht perfekt (gutaussehend, Weiberheld, adelig etc.)...
Veröffentlicht am 11. Juli 2011 von Tsetse


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159 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für mich bisher der Beste, 21. Juni 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Taschenbuch)
Auch mit seinem dritten Band"Erlösung"konnte der Autor Adler Olsen mich wieder begeistern. Der Wechsel zwischen knisternder Spannung und humorvollen Schilderungen der Befindlichkeiten seiner Hauptprotagonisten Assad, Carl Mork und Rose, sind die Grundessenzen seiner unwiderstehlichen Thiller. Auch dosiert er seine blutigen Beschreibungen hier auf ein erträgliches Maß, ohne es an Spannung fehlen zu lassen.Die baut er langsam auf, so auch in diesem Buch.Die Abgründe der menschlichen Psyche,tiefe Verletzungen im Kindesalter, falsch verstandener Glaube und Sekten, sind die Basis für dieses spannende Leseerlebnis.

In seinem dritten Thriller startet Adler Olsen gemächlich. Er läßt sich viel Zeit, um über seine Hauptprotagonisten zu berichten,die sich behaupten müssen, um ihr Sonderdezernat Q in den Kellerräumen der Kriminalstation behalten zu dürfen, da der Keller mit Asbest verseucht ist.Auch Assad gibt Carl Mork wieder Rätsel auf was seine Vergangenheit angeht und dass die Sekretärin Rose dann plötzlich verschwindet und angeblich durch ihre nicht weniger nervige Zwillingsschwester Yrsa ersetzt wird, läßt Morks Laune auch nicht gerade steigen.Die restlichen Kollegen sind mit ungereimten Brandfällen und Bandenkriegen beschäftigt, sprich, das Chaos ist perfekt.In dieser Situation gibt eine Flaschenpost, die schon vor Jahren gefunden, dann aber vergessen wurde, Karl Mork und seinem Team Rätsel auf.Die Analyse des Papiers ergibt, dass diese Botschaft mit Menschenblut geschrieben wurde und sie von einem Entführungsopfer stammt. Nur der Hartnäckigkeit Assads ist es zu verdanken, dass das Team sich auf Spurensuche begibt und eine spannende Ermittlung nimmt ihren Anfang.

Auch in diesem Buch ist der Mörder,bzw. Täter wieder früh bekannt , obwohl das der Spannung keinen Abbruch tut. Im Gegenteil, dem Leser wird vor Augen geführt, welche Dinge dazu führen, aus einem normalen Kind einen hasserfüllten,rachsüchtigen Menschen werden zu lassen, der auch vor Mord nicht zurückschreckt.

Spannend, unterhaltsam und mit fantastisch gezeichneten Charakteren, die es an angemessener Tiefe nicht fehlen lassen, begeistert Jussi Adler Olsen sein Lesepublikum. Die Mitglieder des Sonderdezernats Q werden authentisch, menschlich und sympatisch gezeichnet, was sie zu Sympathieträgern macht und den Leser bei der Stange halten. Gerade Carl Mork, ein bärbeissiger und bei seinen Kolegen nicht gerade beliebter Kollege, zeigt sich sensibel und menschlich, indem er seinen querschnittsgelähmten Kollegen Hardy, für dessen Behinderung er sich verantwortlich fühlt, bei sich zu Hause aufnimmt.Ich glaube diese Mischung aus glaubhaften Charakteren und sich immer mehr steigender Spannung, die häufig den Abgründen der menschlichen Psyche geschuldet ist, macht den Erfolg des Autors aus.

Ich muss sagen, dass ich diesen dritten Band, als den bisher Besten empfunden habe, auch deshalb, weil er mit einem sehr spannenden Finale endet.

Eine volle Leseempfehlung für dieses Buch.

Hier noch euinmal die Bücher in Reihenfolge:

1. Erbarmen
2. Schändung
3. Erlösung
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52 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erschreckend normaler Psychopath, 22. Juni 2011
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Taschenbuch)
Eine Flaschenpost, geschickt von zwei Kindern. Nein, nicht aus dem Urlaub. Nicht, um eine Brieffreundschaft anzufangen. Nicht, um zu sehen, wie weit die Flasche gekommen ist. Diese Flaschenpost ist anders. Sie ist ein Hilferuf von entführten Kindern. Kindern, die gefesselt in einem Bootshaus vor sich hin vegetieren, bis das Lösegeld gezahlt ist. Und eines wird auf jeden Fall sterben.
Manchmal dauert es lange, bis eine Flaschenpost gefunden wird. In diesem Fall dauert es zu lange. Jahrelang stand die Flasche unbeachtet herum, bis sie endlich geöffnet und der mit Blut geschriebene Hilferuf gefunden wurde.
Ein alter Fall also, und damit genau das Richtige für das Sonderdezernat Q in Kopenhagen. Carl Mørck erhält seltsame Informationen. Die entführten Kinder wurden nicht von ihren Familien als vermisst gemeldet. Woran liegt das? Die Spuren führen Mørck in ein ihm völlig unbekanntes Milieu und zu weiteren Morden eines kaltblütigen Psychopathen.
Unterstützt wird Carl dabei wieder von seinem Assistenten Assad und der seltsamen Rose. Beziehungsweise ihrer Schwester Yrsa, die für die erkrankte Rose einspringt und noch schräger ist als diese. Aber ist Rose wirklich krank? Und warum wohnt Assad nicht unter der angegebenen Adresse? Was verheimlicht er?
Auch der dritte Band dieser hervorragenden dänischen Thriller-Reihe ist wieder äußerst spannend. Ich habe ihn in einem Rutsch verschlungen und war stundenlang nicht ansprechbar. Die Geheimnisse um Assad und Rose machen mich neugierig auf die nächsten Fälle, und Carl ist mir vom ersten Buch an sehr sympathisch. Während mir andere skandinavische Krimis oft zu düster sind, gefällt mir in diesen Romanen die Mischung aus Spannung, Realismus und Witz.
Ein verwickelter Fall, skurrile Protagonisten, viel dänisches Lokalkolorit und ein erschreckend normaler Psychopath verbinden sich zu einem lesenswerten Buch, das ideal für die Urlaubszeit ist. Besonders natürlich für die Glücklichen, die in Dänemark Urlaub machen und die Schauplätze des Thrillers besuchen können. Alle anderen haben zum Trost ein kleines Gimmick im Buch: Der Schlüssel zu einer interaktiven Landkarte im Internet mit Erläuterungen des Autors. Ich sollte mal wieder nach Dänemark fahren'
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Namen der Tugend, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Taschenbuch)
Ich habe das dritte Buch über Carl Mørck, den Leiter des Sonderdezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei, seinen syrischen Mitarbeiter Hafez el-Assad und Yrsa, der Zwillingsschwester der allseits bekannten und beliebten Rose, innerhalb von zwei Monaten 2 Mal gelesen - und beide Male war es spannend vom Anfang bis zum Ende. Wie kann das dem Autor nur gelingen?

Der Plot hört sich dramatisch, beinahe überzogen an. Ein Mann lebt mit seiner jungen Ehefrau und seinem Sohn Benjamin in einem kleinen, hübschen Haus in Roskilde, einer idyllischen Stadt etwa 30 km vom Kopenhagen entfernt. Und hinter den Mauern seines so unscheinbar durchschnittlichen Hauses gebiert das Hirn dieses Mannes die schlimmsten Verbrechen: er lebt von Entführung und Mord! Jahrelang unerkannt und offensichtlich recht erfolgreich.

Jussi Adler-Olsen wechselt wie in seinen beiden bisherigen Büchern mit Carl Mørck auch in diesem Kriminalroman beständig die Perspektiven und Zeiten. Der Leser kann so die Bewegungen und Gedanken des Psychopathen und seiner immer näher kommenden Verfolger hautnah in einer sehr realistisch beschriebenen Umwelt verfolgen.

Doch dem Autor geht es nicht nur um das Vordergründige: das Verbrechen und dessen Aufklärung. Nein, Adler-Olsen sucht Ursachen und Abhängigkeiten für menschliches Verhalten. Er beschreibt eine zunehmend asymmetrische Gesellschaft beispielhaft an den religiösen Sekten, aus deren Mitte sich der Mörder seine Opfer sucht. Sekten, die sich von der Gesellschaft abkapseln, sich eigene Normen geben und sich gegen die angeblich so teuflische Umwelt stellen, regelrecht abschotten. Die in ihrer Binnenintegration, in ihrer Bigotterie, Intoleranz und Heuchelei gefangen sind; deren Auswüchse, deren Fanatismus, deren Unterdrückung Adler-Olsen mit schonungsloser Offenheit seziert. Inwieweit diese unerfreulichen Symptome auf Sekten mit ihren einfachen, unangreifbaren Wahrheiten und Wirklichkeiten beschränkt sind oder sich auch auf andere religiöse oder ethnische Gruppen ausdehnen lässt, bleibt der Vorstellungswelt des Lesers, der Leserin überlassen.

Doch der Autor bleibt nicht in diesem Dunstkreis autoritärer Weltsichten stecken. Er beschreibt psychologisch gut nachvollziehbar Entwicklungen und Verstrickungen aller seiner Protagonisten. Völlig konträr oder äquivalent dazu verwendet er sarkastische Ironie, um seine meist eigenwillig schrägen, aber sympathischen Charaktere zu beschreiben. Ohne auch hier auf alles eine Antwort zu geben; er lässt ganz bewusst manches unerklärt, unerklärlich, rätselhaft. Dabei benutzt der Autor eine klare, schnörkellose, kraftvolle und doch bildhafte Sprache.

So entsteht ein absolut lesenswertes, gesellschaftskritisches, spannendes und anregendes Puzzle mit einem erneut zugespitzten Finale.
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4.0 von 5 Sternen Flaschenpost, 14. September 2014
Bei diesem Thriller handelt es sich um den 3 Fall einer Reihe. Die vorangegangenen Teile kenne ich leider (noch) nicht. Ich bin zwar ein Fan von chronologischer Reihenfolge, aber da ich dieses Buch gewonnen habe, wollte ich erst einmal reinlesen, ob's überhaupt etwas für mich ist.
Soviel sei schon mal verraten: Man muss die ersten Teile nicht kennen, um die Handlung hier zu verstehen. Sobald sich etwas auf die Vergangenheit bezieht wird es kurz angerissen, so dass auch der grade erst eingestiegene Leser versteht worum es geht.

Das Cover wird von einem blutigen Stacheldraht geziert. So wirklich passen will es zu dem Inhalt des Buches nicht ganz. Optisch ist es aber dennoch nett anzuschauen.
Was ich sehr gut finde ist, das die ganze Reihe farblich passend gestaltet ist. Ich finde (fast) nichts schlimmer, als Reihen die optisch nicht zusammen passen. ;)

>>> ACHTUNG! SPOILER! <<<

Mehr durch Zufall landet auf dem Schreibtisch des Polizisten Carl Moerck eine Flaschenpost. Diese entpuppt sich als Hilfeschrei aus der Vergangenheit, denn in der Flaschenpost befindet sich ein Brief aus dem hervorgeht das "P." zusammen mit seinem Bruder entführt wurde - und er ist sicher getötet zu werden. Leider haben die Zeichen der Zeit ihre Spuren hinterlassen und auch die Rechtschreibung lässt zu wünschen übrig. Carl denkt erst an einen Streich, doch seine Mitarbeiterin lässt nicht locker und versucht alles, um hinter das Geheimnis dieser Flaschenpost zu kommen.
Schnell entwickelt sich eine kuriose Jagd nach einem Entführer und ebenso schnell wird eines klar: Er hat noch nicht aufgegeben!

Das ermittelnde Team ist eine bunte Mischung durch die Charakterzüge:
Während Carl als Chef eher direkt ist und "frei nach Schnauze" sagt, was er denkt ist sein Kollege Assad jemand der in seiner Landessprache so scheinbar jeden Fluch beherrscht. Rose leidet offenkundig an einer Art Persönlichkeitsstörung. Diese Mischung des "Hauptteams" ist so kurios, dass alle paar Seiten Lacher seitens des Lesers garantiert sind.

Der Schreibstil ist flüssig und verständlich. Die Perspektiven wechseln. Auf der einen Seite begleitet der Leser das "Sonderdezernat Q", auf der anderen den Entführer. Solange bis die Fäden irgendwann zusammen laufen ...
Der Spannungsbogen ist dabei sehr gut aufgebaut. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen!

~°~ Fazit ~°~

Ich mag spannende Thriller. Auch wenn dieser nicht vor blutig-bildlichen Beschreibungen strotzt (wie ich es liebe), so ist es doch sehr spannend und hat, ab und ab, tatsächlich eine überraschende Wendung aufzuweisen. Mit der Mischung der Charaktere bleibt auch der Humor nicht auf der Strecke.
Ich werde mir auch die anderen Bände zulegen. :)
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4.0 von 5 Sternen Beklemmend mit überraschenden Wendungen und überzeugenden Charakteren, 16. Mai 2012
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Audio CD)
Jahrelang stand die Flaschenpost unbeachtet auf der Fensterbank einer kleinen Polizeiwache. Ihr Finder ist schon lange verstorben und erst eine Sekretärin hat sich des unscheinbaren Fundes angenommen und herausgefunden, dass darin eine Nachricht enthalten ist, die jedoch kaum zu entziffern ist. Eine labortechnische Untersuchung ergibt, dass die Nachricht mit menschlichem Blut geschrieben wurde. So landet die Flaschenpost auf dem Schreibtisch des Sonderdezernats Q, dessen Leiter Carl Morck gerade aus seinem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt ist. Auf Drängen seines Assistenten Assad nimmt er sich des Falles an und involviert auch ihre gemeinsame Mitarbeiterin Rose, die allerdings ein höchst sonderbares Verhalten an den Tag legt. Trotzdem findet das ungleiche Trio schnell heraus, dass die Nachricht mit dem Verschwinden eines Studenten vor einigen Jahren zusammenhängt. Der wurde gemeinsam mit seinem Bruder entführt. Die Familie gehörte zu einer Gemeinde der Zeugen Jehovas. Bald stellt sich heraus, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt, der seine Opfer ausschließlich in solchen Gemeinden sucht und die Eltern mit dem Leben der Kinder erpresst. Auch jetzt sind wieder zwei Kinder verschwunden und für Carl und seinen Assistenten Assad beginnt ein Wettlauf mit der Zeit ...

Dies ist der dritte Fall des Sonderdezernats Q und zugleich die dritte deutsche Übersetzung eines Romans von Jussi Adler-Olsen. Das 'Cold-Case'-Konzept des dänischen Autors scheint aufzugehen, denn mittlerweile wird jeder neue Band zum Selbstläufer und automatisch zum Bestseller. Dabei gelingt es dem Schriftsteller immer wieder neue, überraschende und wendungsreiche Plots zu erfinden. In diesem Fall handelt es sich um einen Serienmörder von beispielloser Intelligenz, Gerissenheit und Skrupellosigkeit. Geschickt nutzt er die Schwächen seiner Opfer aus, und seine Taten stürzen ganze Familien ins Unglück. Wie viele seiner schwedischen und norwegischen Kollegen ist das Setting der Geschichte sehr düster und beinahe trostlos. Jussi Adler-Olsens Thriller 'Erlösung' ist nicht nur ein gut durchdachter Thriller, sondern auch eine deutliche Warnung vor der Leichtgläubigkeit der Menschen. Das Vorgehen des Entführers und Serienkillers ist erschreckend glaubwürdig und nachvollziehbar, ein solcher Fall wäre absolut denkbar. Weniger glaubwürdig hingegen ist das Verhalten von Carl und Assad zum Schluss. Statt über Handy oder Funk Verstärkung anzufordern versuchen sie die Kinder auf eigene Faust zu befreien und den Killer dingfest zu machen. Hier scheinen die beiden sonst so gewieften Ermittler nichts aus ihren Erfahrungen gelernt zu haben, denn erst im letzten Fall ('Schändung') sind beide nur mit knapper Not einem schrecklichen Tod entronnen. Obwohl einige Passagen unnötig langwierig erscheinen, wie Assads Ermittlungen in Sachen Brandopfer, ist die Geschichte erstaunlich vielschichtig und schlüssig. Ausgestattet mit interessanten Charakteren zeigt auch dieser Roman von Jussi Adler-Olsen, dass es sich manchmal lohnt genauer hinzuschauen. Ein weiterer beklemmender Kriminalfall, der von Wolfram Koch außergewöhnlich gut gelesen wurde. Nur Kinderstimmen sollte er in Zukunft vermeiden. Hier hat der Schauspieler ganz offensichtlich Schwächen. Allerdings wirkt der Epilog ohnehin sehr konstruiert. Für Fans des Sonderdezernats Q ist dieses Hörbuch jedenfalls Pflicht.
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5.0 von 5 Sternen Routiniert - das Team um Carl Morck kommt einfach gut an, 17. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Taschenbuch)
Diesmal ist es eine alte Flaschenpost die Carl und seine schrulligen Assistenten Assad und Rose/Yrsa in ihren Bann zieht, ganz besonders die mit Blut geschriebene, kaum noch lesbare Nachricht im innern der alten blauen Flasche. Carl, Assad und Co. ermitteln in einem alten und doch aktuellen Fall um Entführung, Erpressung und Mord.

Man muss den Stil schon mögen um die Geschichten des skurrilen Ermittlerteams im Sonderdezernat Q toll zu finden. Für viele wirkt der Stil überzeichnet, manchmal schon grotesk und slapstickartig. Zugegebenermassen ist der Stilwechsel zwischen Thrillerelementen und den komödiantischen, humoristischen Einlagen manchmal etwas abrupt. Ich aber kann mich (bisher) durchaus damit anfreunden bietet diese ungewöhnliche Kombi doch etwas Abwechslung im Thrillerdickicht.

Die Story selbst ist gut durchdacht, schlüssig und spannend. Das Ende entspricht dem Stil aus den beiden ersten Teilen und mag etwas actionlastig sein, in Erlösung allerdings kommt Olsen weitestgehend ohne die Brutalität der beiden ersten Bücher aus. Die Töne sind etwas leiser, so ganz drauf verzichtet wird aber nicht.

Auch das Team selbst macht Fortschritte in seiner Entwicklung. Die Schleier um Assad lüften sich etwas ohne das man ganz hinter sein Geheimnis kommt (wenn es eins gibt), die Psychotherapie macht bei Carl erste Fortschritte, Kumpel Hardy Henningsen wird aus der Klinik entlassen und die zotige Rose hat - nun ja, auch ein kleines Problem. Man darf gespannt sein wie das weiter geht.

Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch, und unterhalten soll der Roman ja auch in erster Linie. Ein witziger, spannender Thriller. Wenn man den Stil mag - zugreifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Charaktere beginnen zu nerven..., 14. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Fall 3 für Carl Morck ist wie seine Vorgänger ein echt guter Thriller. Trotzdem beginnen die Charaktere langsam zu nerven. Einige Szenen grenzen ans Burlesque, z.B. wenn Carl versucht autoritär mit seinen Mitarbeitern umzugehen versucht. Das ist weder realistisch noch lustig.
Trotzdem ist der Fall an sich wieder echt spannend und ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bisher mein Highlight, 7. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Taschenbuch)
Vizepolizeikommissar Carl Morck und sein ganz besonderer Assistent Assad arbeiten an einem neuen Fall, der zunächst sehr ungewöhnlich daherkommt, nämlich in Form einer Flaschenpost. Jahrelang wurde sie nicht beachtet, weil man sie schlichtweg vergessen hatte, nun, lange Zeit später, versucht das Sonderdezernat Q, das Rätsel um die offenbar mit Blut geschriebenen Buchstaben zu lösen. Was wollte der verzweifelte Mensch ausdrücken? Enthält die Botschaft wirklich eine Spur zum Täter - oder war am Ende gar alles nur ein übler Scherz?
Nicht gerade hilfreich ist hier die nunmehr fest in das Team integrierte Rose, die plötzlich eine Auszeit braucht und ihre völlig gegensätzliche, aber dennoch unheimlich eigenwillige Zwillingsschwester schickt. Ein Ersatz, an den sich alle erst einmal gewöhnen müssen - und das offenbar für länger...
Auch in Sachen ungeklärter Hintergrund von Assad" stößt Carl auf immer mehr Merkwürdigkeiten, ebenso hält ihn die Frauenwelt mächtig auf Trab - ganz schön was los bei dem eigensinnigen Ermittler.

Ich muss sagen, dass dieser dritte Band definitiv mit zu meinen bisherigen Favoriten zählt. Insgesamt kann ich die Reihe bis hierher nur empfehlen, aber dieser Teil ist derart spannend und interessant, dass er mich bis dato am meisten überzeugt hat. Schon allein die Idee mit der Flaschenpost, das Rätsel um die schlecht leserlichen Buchstaben ist einfach toll. Auch in welche Richtung sich das Ganze bewegt, was hinter allem steckt, die Ermittlungen, das Profil des Täters und seine Denkweisen, wie er sich versteckt hält usw. - alles ist einfach gut durchdacht und absolut gelungen zu Papier gebracht. Ich war von Anfang bis Ende mit Spannung dabei und bin nach wie vor von dem Gelesenen begeistert! Alle Daumen hoch, alle Sterne von mir!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare fünf Sterne auch für die Erlösung, 24. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Taschenbuch)
Da war man doch tatsächlich der Meinung, nach Henning Mankell, Hakan Nesser und vor allem Stieg Larsson könne, was Krimis angeht, nicht mehr viel Besseres aus dem Norden zu uns kommen, die wir hier vor allem mit lokalkoloritgetränkten, meist dünnen, Geschichtchen (Milchgeld u.a.) bedient werden. Und dann kamen 2009, 2010 und 2011 Erbarmen, Schändung und Erlösung von Jussi Adler-Olsen auf den deutschen Markt und nahmen die Leserschaft hier im Sturm. Aussergewöhnliche Stories um eine entführte Politikerin, um eine jagende und gejagte Aussenseiterin und jetzt um entführte Kinder aus strengstgläubigen Familien bereitet der 61jährige Däne vielschichtig und aussergwöhnlich spannend auf. Das Sonderdezernat für ungelöste Altfälle im Kopenhagener Polizeipräsidium, bestehend aus Vize-Kommissar Carl Mork, seinem Assistenten Assad und diesmal wahlweise Rose oder deren Schwester Ysra nimmt trotz aller privaten Unwägbarkeiten der drei bis vier Protagonisten bei der Klärung der Fälle erst Spur, dann Tempo auf - und vor allem den Leser mit in einen Strudel aus Ereignissen, Rückblenden, Überlegungen, aus dem sich zu befreien diesem erst gelingt, nachdem er das fertig gelesene Buch lange weggelegt hat. Der Roman gehört an den Strand, vor den Kamin, ins Bett - und auf jeden Fall von jedem Krimifreund gelesen. Chapeau! Jussi Adler-Olsen. Man wird neugierig auf seine derzeit nicht erhältlichen Romane Das Alphabethaus aus dem Jahr 2003 und Washington Dekret aus 2006. Her damit.
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38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie erwartet, 11. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Erlösung (Taschenbuch)
Also die überbordende Begeisterung kann ich mit dem besten Willen nicht verstehen.

1. Carl braucht mind. ein viertel des Buches (und das Buch ist dick), bis er endlich mal in die Gänge kommt.
Es hat ja irgendwie Charme, wenn die Hauptperson im Gegensatz zu den vielen 08/15-Krimis endlich mal nicht perfekt (gutaussehend, Weiberheld, adelig etc.) ist - und in den ersten beiden Bänden finde ich es noch schrullig und süß, dass Carl eigentlich viel lieber pennen als arbeiten würde.
Aber in diesem Band ist er dermaßen lustlos, dass ich Assad mittlerweile viel cooler und sympatischer finde.

2. Was soll die Geschichte um Rose? Völlig überflüssig - die Frau ist absolut unsympatisch und bedarf keiner eigenen Geschichte! Und dann das mit dem Zwilling - pfff, also bitte...! Besänftigend ist nur die Tatsache, dass die Schmeißfliegen in Carls Büro wohl noch mehr überflüssigen Platz wegnehmen.

3. Die Dialoge spielen sich dieses Mal echt auf unterstem Niveau ab. Nicht, dass sie zotig oder versaut wären, nein - aber ein Schultheaterstück von Kindern geschrieben hält teilweise sinnvollere Kommentare auf Lager, als sie Carl das eine ums andere Mal in den Mund gelegt werden. Reden ist wirklich recht oft Silber und Schweigen.... naja. Vielleicht hat auch einfach der Übersetzer Mist gebaut.

4. Die Scheinheiligen mögen mir verzeihen, aber in den ersten beiden Bänden waren die spannendsten Stellen eben die, in denen es zur Sache ging. Qual, Schmerz, Spannung. Gut, diese Tierfarm im zweiten Band war auch schon an den Haaren herbei gezogen, aber trotzdem war es aufwühlend und normale Fälle hat Carl ja nicht. Diese Stellen fehlen im dritten Band. Mithalten kann meiner Meinung nach nur die Geschichte im Schrank. Ansonsten Spannung Fehlanzeige. Und dieses schöne aufgewühlt-sein-Gefühl fehlt auch.

5. Die Geschichte mit den Brandstiftungen wird viel zu sehr ausgeleiert. Interessiert doch keinen Menschen - hat nix zu tun mit der eigentlichen Geschichte und nur um zu zeigen, dass Assad mehr ist als der Trottel der den Boden wischt, braucht man keine Randgeschichte - das müsste man mittlerweile auch so merken.

Fazit: Hab das Buch vorbestellt und bin enttäuscht worden. Der erste Band war grandios, der zweite nicht mehr ganz so sehr, aber immernoch gut. Allein die ein oder andere gewohnt starke Stelle hält mich davon ab, nur einen Stern zu geben. Hoffentlich gehts im vierten Band - so es einen gibt - wieder aufwärts.
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Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller von Jussi Adler-Olsen (Taschenbuch - 1. Februar 2014)
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