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Kundenrezensionen

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am 8. Februar 2014
Emilia Capelli ist mit gerade mal 28 Jahren schon Hauptkommissarin bei der Mordkommission.
Jetzt braucht Em wie sie von Freunden genannt wird einen neuen Partner.
Dafür hat sich ihr befreundeter Kollege Tom vom Rauschgiftdezernat beworben und Emilia rechnet ihm gute Chancen aus.
Doch dann kommt alles ganz anders. Emilia wird zu ihrem Vorgesetzten ins Büro gerufen und der teilt ihr mit, dass Mai Zhou ihr neuer Partner wird.
Mai ist 26 Jahre alt, stammt aus Hongkong und die besten Referenzen.
Für Emilia allerdings hat sie einen großen Fehler, sie ist eine Frau. Emilia kann sich nicht vorstellen mit einer Frau als Partner zusammenzuarbeiten.
Sogleich sind die beiden Frauen auch mit ihrem ersten gemeinsamen Fall beschäftigt.
Ein Serienmörder der seine Opfer wahrlich präsentiert treibt sein Unwesen.
Emilia und Mia wissen der Täter wird wieder Zuschlagen aber haben keinerlei Hinweise auf den Täter.

Siebenschön ist der Auftakt zu einer neuen Ermittlerreihe von Judith Winter und auch das Debüt der Autorin.
Zu Beginn des Buches überwiegt der Zickenkrieg etwas wodurch mir die Spannung zu kurz kam.
Dies hat sich aber in der 2. Hälfte des Buches geändert. Das Buch wurde dann immer spannender und war zum Ende hin kaum noch zu überbieten.
Die 2 Ermittlerinnen sind gänzlich verschieden, allerdings beide auch sehr Karrierebewusst was am Anfang natürlich zu Reiberein führte.
Aber beide Protagonistinnen sind mir als Leser sehr sympathisch.
Der Ort wo diese Krimireihe spielt ist Frankfurt was mir als Frankfurterin natürlich sehr gut gefällt.
Ich finde Siebenschön ist ein gelungenes Debüt von Judith Winter und freue mich auf ein Fortsetzen der Reihe.
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. Januar 2014
Damit keine Missverständnisse aufkommen: meine drei Sterne sind nicht als "Aburteilung" gemeint, sondern als Hinweis, dass da meiner Meinung nach "noch mehr geht". Ich habe das Buch zwar recht flott "heruntergelesen", und es als reinen Thriller als durchaus befriedigend empfunden. Dennoch hat es Schönheitsfehler.

Zunächst einmal ist das Buch ein recht konventioneller Thriller. Wie es so Mode ist, gibt es einen Prolog, in dem ein Opfer gerade stirbt, und sich fragt, warum. Daraufhin geht erst die Haupthandlung um die beiden Ermittlerinnen los. Diese Handlung hat einen recht guten Spannungsbogen, der sich stetig steigert, und in einem nahezu filmreifen Finale endet.

Warum bzw. wofür dann meine Kritik? Das Buch wird ja u.a. damit beworben, dass es einen Konflikt zwischen den beiden Ermittlerinnen gibt, die sehr unterschiedlich sind. Emilia Capelli, genannt Em, ehrgeizige deutsche Jung-Ermittlerin mit italienischen Wurzeln, und Mai Zhou, Halbchinesin, die sogar in Quantico studiert hat. Doch diese Konstellation ist für mich viel zu sehr im Hintergrund geblieben. Sie ist nicht viel mehr als ein "Aufhänger" für das Buch. Ganz klar im Vordergrund steht der Fall, und die reine Ermittlungsarbeit.

Für mich hat es fast keinen Konflikt gegeben - die bei weitem meiste Erzählzeit wurde auf das Ermitteln verwendet, und das fand ich schade! Jeweils nur eine jämmerliche Szene, in dem die jeweilige Ermittlerin mit ihrem privaten Umfeld vorgestellt wird. Und gefühlte zwei Szenen, in denen sich die beiden tatsächlich angiften. Das ist mir zu wenig! Und es werden so viele interessante Erzählansätze einfach fallen gelassen! Mai Zhou ist - peinlicherweise - gerade auf dem Damenklo, als sich genau dort Em mit ihrem Ex streitet. Und was passiert? Nie wieder ist davon im Buch die Rede! Oder Tom Ahrens, Ems Lieblingskollege und Kumpel, der eigentlich Mais Posten hätte bekommen sollen. Er kommt im weiteren Verlauf des Buches einfach nicht mehr vor! Enttäuschend! Und so geht das eben weiter.

Ich vermute beinahe, dass da ein Lektor im Spiel war, der das Buch auf seine jetzige Länge heruntergekürzt hat. Aus irgendwelchen verkaufstechnischen Gründen. Ich persönlich hätte jedoch gerne 50 oder von mir aus auch 100 Seiten mehr in Kauf genommen, und dafür mehr Privates und tatsächliche Konflikte gelesen.

Ferner hat sich für mein Empfinden die Autorin unterschiedlich gründlich mit ihren beiden Hauptfiguren befasst (oder auch hier ist wieder gekürzt worden...) Ich finde Mai Zhou einfach viel gelungener als Emilia Capelli. Ich habe eine ebenfalls halbchinesische Kollegin, und die hat mir bestätigt, dass Mai Zhou gut getroffen ist, besonders in ihrer kulturellen Zwiespältigkeit. Emilia ist hingegen für mich das reinste Klischee von "karrieregeiler, privat blockierter, ehrgeiziger Ermittlerin". In sie konnte ich mich wesentlich schlechter hinein versetzen.

Mein letzter Kritikpunkt betrifft die Tatsache, dass es etliche Rechtschreib- und Grammatikfehler im Buch gibt. Mich persönlich stört so etwas immens! Das hätte einfach nicht sein dürfen. So hat Mai Zhou beispielsweise von ihrem chinesischen Vater 36 berühmte Weisheiten mit auf den Weg bekommen. Im ganzen (!) Buch werden sie falsch geschrieben - es heißt "Stratageme" mit "a" und nicht "Strategeme"!! Um nur ein Beispiel zu nennen. (Ganz nebenbei bemerkt: die chinesischen Zitate zu Beginn der Kapitel waren mir auch ein wenig willkürlich gewählt, sie hatten nicht viel mit dem Buch zu tun, waren teilweise auch sinnentstellt. Wiederum mit Rückfrage bei meiner chinesischen Kollegin.)

Welches Fazit ziehe ich also? Sicherlich gibt es Thriller-Fans, die das Buch lieben werden. Dagegen ist auch weiter nichts zu sagen. Einem kritischen Leser wie mir wird aber auffallen, dass die Autorin eigentlich hinter ihren Möglichkeiten zurück bleibt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Februar 2014
Emilia Capelli ist eine 28-jährige Kommissarin der Abteilung Kapital­delikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main und zeichnet sich durch unermüdlichen Fleiß und schier bodenlosen Ehrgeiz aus. Sie lebt quasi für ihren Job. Als ihr Partner Vaterschaftsurlaub nimmt, hofft sie auf Tom als neuen Partner, einen alten Bekannten, doch ihr Chef entscheidet anders und setzt ihr Mai Zhou vor die Nase. Eine Frau, ausgerechnet... Denn mit anderen Frauen kann Em so gar nicht zusammenarbeiten...

Auch Mai Zhou hat so ihr Päckchen zu tragen: sie ist nicht die "typische" Asiatin und musste sich schon ofter anhören, dass man dies oder jenes von einem Mädchen wie ihr nicht erwartet hätte...

Die beiden jungen Frau misstrauen sich vom ersten Moment an und Probleme sind vorprogrammiert. Doch die beiden „Streithennen“ müssen bald ihren Weg finden, denn ein brutaler Mörder lässt ihnen keine Zeit für Spielchen. Er inszeniert die Leichen auf äußerst bizarre Art und Weise und scheint den Ermittlerinnen immer einen Schritt voraus zu sein...

Was braucht ein guter Thriller..??

„Siebenschön“ ist ein flüssig geschriebener und durchweg spannender Thriller, der den Leser von Anfang an zu fesseln weiß. Das Spannungslevel flacht zu keinem Zeitpunkt merklich ab und Judith Winter hat mit Em und Mai zwei Ermittlerinnen ins Leben gerufen, die interessant und glaubwürdig sind.

Aber gerade deswegen hätte ich gern mehr über die Beiden erfahren. Die Autorin schneidet die Hintergründe der Beiden zwar an und zuviel Persönlichkeitsstruktur lenkt meines Erachtens allzu oft nur von der eigentlichen Geschichte ab, aber hier war mir das schlichtweg doch zu wenig insgesamt.
Die beiden Figuren hätten mehr „ausgefüllt“ werden müssen... Nicht, dass sie komplett "blutleer" sind, das nicht – aber etwas mehr Information hätte nicht geschadet. Ich vermute, dass die Autorin das in kommenden Thrillern um die Beiden nach und nach nachholen wird, aber meiner Meinung nach hätte das gerade im ersten Buch den Beiden noch mehr Tiefgang verliehen. So blieben sie nur an der Oberfläche und man kann sich noch kein rechtes Urteil über sie bilden. Irgendwas hat mir einfach gefehlt...

Dass die Geschichte in verschiedenen Erzählperspektiven geschildert wird, ist sehr gut gemacht und gibt dem Buch noch mehr „Drive“.

Also ~~ Spannung durchweg hoch, Figuren ausbaufähig, Lesefluss angenehm und überraschende Wendungen auch vorhanden, das macht für mich einen guten Thriller aus und dass ich gern mehr Persönliches von den Ermittlerinnen hätte, schmälert die gute Story (noch !) nicht, denn ich hoffe, dass Judith Winter das beim nächsten Thriller wirklich nachholt und gut und spannend unterhalten wurde ich mit „Siebenschön“ allemal.

Ergo: wenn ich alles abwäge, komme ich auf 4 Sterne.
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Christina Höffgen bekommt einen Brief, mit dem sie nun gar nichts anzufangen weiß. Sie schwankt zwischen Neugierde und Angst, doch ihr Mann überredet sie, einfach mal bei der im Brief angegebenen Adresse vorbeizufahren. Dort erwartet die beiden das Grauen in Form einer entstellten Leiche. Die Ermittlerinnen Emilia Capelli und Mai Zhou werden mit dem Fall betraut, bei dem schnell klar wird, dass diese Leiche nicht die einzige bleibt...

"Siebenschön" ist das Debüt von Judith Winter und gleichzeitig der Serienauftakt um die beiden Ermittlerinnen Capelli und Zhou. Das erste Werk der Autorin konnte mich auch direkt überzeugen.

Die Geschichte beginnt verworren und ich wusste in den ersten Kapiteln gar nicht, wie was mit wem zusammenhängt. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr verstand ich, warum mir die Autorin genau dieses Detail vor die Nase gehalten hat. Dabei geht es nicht nur um grausige Morde, sondern auch um das neue Gespann Capelli/Zhou, welches unterschiedlicher nicht sein könnte. Auf der einen Seite gibt es da die gestandene Ermittlerin Em Capelli, die von sich selbst sagt, dass sie mit Männern besser klar kommt. Auf der anderen Seite ist da die ruhige und zurückhaltende Mai Zhou, die aber mehr auf dem Kasten hat, als man ihr im ersten Moment ansieht. Deren Aufeinandertreffen und Beschnuppern hat Judith Winter großartig beschrieben, ohne dabei in die Klischeekiste greifen zu müssen.

Der Fall, an dem die beiden arbeiten, ist schockierend wie rätselhaft. Ich bin von dem Aufbau und auch von der Lösung sehr begeistert, denn die Autorin hat mit ihrem sehr viel Fantasie und ein gutes Auge für Details bewiesen.

Der Stil von Judith Winter ist sehr gut und flüssig zu lesen. Sie hält sich nicht lang mit unnötigen, ausschmückenden Details auf, sondern kommt direkt zum Wesentlichen. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass die Privatleben der beiden Frauen sehr im Hintergrund blieben. Und es ist endlich mal ein Thriller, bei dem es nicht um einen Rachefeldzug gegen die Ermittler geht. Toll!

Fazit: ein mehr als gelungenes Debüt, das mich schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lässt. Eine klare Leseempfehlung.
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am 29. Januar 2014
Der erste Satz

"Die Nacht war sternenklar und längst nicht so kalt, wie der Wetterbericht angekündigt hatte."

Meine Meinung

Nachdem Em's Kollege in den Erziehungsurlaub startet, bekommt sie eine Partnerin zugeteilt. Ihr Name ist Mai Zhou. Die zwei Frauen sind sich nicht wirklich sympathisch, müssen sich aber zusammenreißen, da in kürzester Zeit grausame Morde geschehen. Die Ermittlerinnen ergänzen sich trotz ihrer Antipathie jedoch hervorragend und machen sich daran die Mordserie aufzuklären. Werden sie den bizarren Killer fassen?

"Wir sind so leicht zu täuschen in diesen Zeiten. Wir verlassen uns auf ein Geräusch, ein Display, die Stimme des Navigationsgerätes, einen Lebenslauf bei Facebook. Und in Wahrheit ist nichts so, wie es scheint.
Seite 150 "

Emilia, kurz "Em" genannt ist eine ziemlich harte Person mit einem weichen Kern. Sie hat sich die vielen Jahre, die sie schon in der Abteilung für Kapitaldelikte arbeitet, einen großen Namen gemacht und versteht es sich unter den vielen männlichen Kollegen durchzusetzen. Sie ist sehr selbstbewusst, was man an ihrem Verhalten erkennen kann. Mit ihr möchte ich mich persönlich niemals anlegen müssen. Manche ihrer Kollegen behaupten sogar, dass sie nicht mit Frauen könnte, was Em aber rigoros von sich abweist.
Mai ist hingegen das komplette Gegenteil von ihrer neuen Kollegin. Sie ist freundlich, zuvorkommend und auch ein bisschen in sich gekehrt. Die große Klappe, die Em zweifelsfrei besitzt, hat Mai nicht. Sie ist der ruhige Part des Duos und dazu auch noch unglaublich intelligent. Trotz ihrer Schüchternheit macht ihr so leicht niemand etwas vor. Mai ist nicht auf den Mund gefallen, wenngleich sie sich anders ausdrückt als Em. Und außerdem betreibt sie einen Kampfsport.

""Du musst es wollen. Dann erreichst du es auch. Verstehst du? Tief in dir drin darf es kein Wenn und kein Aber geben. Nicht die leiseste Spur. Sonst kannst du die Sache von vornherein vergessen."
Seite 221 "

Ich war gleich ab der ersten Seite total gefesselt von "Siebenschön". Sobald ich mich von dem wundervollen Cover trennen konnte und das Buch aufgeschlagen hatte, war ich sofort hin und weg. Judith Winter kann unglaublich gut schreiben. Die Spannung, die sich mit jeder Seite noch gesteigert hat, war meistens für mich schon fast nicht auszuhalten. Immer passiert irgendetwas. Ständig hat sie mir andere Gedanken durch den Kopf gejagt und mich so auch stets auf die falsche Fährte gelockt. Alles, was vielleicht "logisch" wäre, oder womit man gerechnet hätte, wurde einfach mal eben so im Keim erstickt und schon ging das Rätselraten von Neuem los. Die Wendungen haben mich erschüttert, mir mehrmals eine Gänsehaut beschafft und mich auch ab und zu mal atemlos zurück gelassen.
Die gesamte Geschichte ist absolut phantastisch durchdacht. Es gibt nichts, was nicht wirklich so hätte passieren können, wie Judith Winter es niedergeschrieben hat. Manche Stellen, in denen der Killer vorkommt, haben mir sogar eine Gänsehaut bereitet, weil ich zugegeben ein bisschen Angst bekommen habe.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Zum Einen ist da natürlich das Ermittler-Duo Em und Mai. Die Zwei sind einfach wunderbar. Em hat so eine unglaublich toughe Art an sich. Ich habe sie auf der Stelle gemocht. Sie hat es schon nicht leicht, mit so vielen Kerlen an einem Arbeitsplatz zu sitzen. Doch wie sie sich dort durchsetzt ist echt toll. Mai, die im Gegensatz zu ihrer Kollegin eher die zurückhaltende Person ist, hat es mir auch sofort angetan. Anfangs hat sie mir echt Leid getan, weil Em es ihr wirklich nicht leicht macht und sie auch nicht so toll behandelt.
Hinzu kommen verschiedene Sichtwechsel, von z.B. den Opfern und diversen anderen Charakteren, die ich nicht nennen möchte, weil ich sonst zu viel verrate.
Trotz das die Geschichte nicht in der "Ich"-Form erzählt wurde, fiel es mir erstaunlich leicht, mich in jede einzelne Person hinein zu versetzen. Ich habe mit jedem mit gelitten. Sei es Opfer, oder Ermittler, oder alle anderen, die noch hinzu kamen. Natürlich war ich mehr bei dem Ermittler-Duo vereint, aber ebenfalls bei den Nebencharakteren war ich stets mittendrin.
Dies ist vielleicht auch ein Grund, warum ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis ich letztendlich alles gelesen hatte. Jetzt, nachdem ich weiß, wie es ausgeht, bin ich immer noch genau so begeistert, wie noch zu Beginn der Geschichte. Es ist von vorne bis hinten durchweg ultra spannend geschrieben. Dazu sorgt die ein oder andere Stelle, dass es mir eiskalt den Rücken runter gelaufen ist und ich schon ein bisschen Angst bekommen habe. Diese Tatsachen stehen alle für einen wirklich sehr gelungenen Thriller, welchen Judith Winter mit "Siebenschön" zweifellos erschaffen hat.

Fazit

"Siebenschön" ist ein von Grund auf gelungener Thriller, in dem an Spannung weiß Gott niemals mangelt. Es gibt eigentlich gar nichts, was irgendwie vorhersehbar war. Ständig hat Judith Winter neue Überraschungen parat gehabt, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe. Die Idee, warum, wieso, weshalb der Killer so handelt, hat mich auch völlig überzeugt. Wie das Buch im Ganzen. Ich bin entzückt darüber, dass es wohl noch mehr Teile von Em und Mai geben wird, denn bei dem Klappentext steht: "Der erste Fall für Emilia Capelli und Mai Zhou". Nachdem ich wirklich total begeistert von diesem Thriller bin, werde ich auf jeden Fall auch die anderen Bücher von diesem Ermittler Duo lesen. Fitzek Fans, so wie ich einer bin, werden "Siebenschön" lieben.
Ein Satz, den das Buch beschreibt: Diesen Thriller, muss man unbedingt lesen!"

© mybooksparadise.de
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am 28. Januar 2014
Beschreibung:

Emilia Capelli muss ein neuer Partner zugeteilt werden. Und da staunt sie nicht schlecht, als sie erfährt, dass es sich hierbei nicht um ihren guten Freund Tom handelt, sondern um die junge Asiatin Mai Zhou. Damit nicht genug. Ihr erster gemeinsamer Fall, hat mit einem brutalen Serientäter zu tun. Doch ohne Vertrauen und vernünftige Kommunikation kann dieser komplizierter Fall nicht gelöst werden.

Meine Meinung:

Das Cover hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Farben, das Motiv, alles sehr ansprechend.

Die Idee, die Handlung, die Charaktere haben mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Ich wollte dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Gerade als Frau haben mir die Reaktionen von Em sehr gut gefallen. Einfach, weil jede Frau sich vorstellen kann, wie sie sich fühlt und ein Stück weit mit ihr "leidet". Oder an manchen Stellen denkt: "Jetzt stell dich nicht so an. Mai Zhou ist auch nur ein Mensch". Sehr anschaulich und durchdacht beschrieben.

Sobald es auf die Handlung bezüglich der Morde zuging, war die Spannung enorm hoch. Der Täter schreibt Christina, einer völlig unbeteiligten Person, einen mysteriösen Brief. Und ab dem Moment war ich gefesselt, habe mit gerätselt, den Kopf geschüttelt und Fragen gestellt.
Auch wenn es im Verlauf der Geschichte, in relativ kurzer Zeit, mehrere Tote gibt, empfand ich es nicht als zu viel. Es passte einfach alles zusammen.
Gut war es auch, dass es zwischendurch mal so kleine Momente zum durchatmen gab. Wo man das Geschehene "verdauen" und schmunzeln konnte.

Der unglaublich flüssige, klare Schreibstil haben dem Buch den perfekten Schliff gegeben. Judith Winter ist ein tiefgründiger, aufregender Thriller gelungen, den man einfach in einem Rutsch durch lesen wollte.

Fazit:

Ein wunderbarer Pageturner, den ich allen Thriller Fans nur ans Herz legen kann. Und ich freue mich schon drauf, mehr von Em und Mai zu lesen. Ein wirklich faszinierendes Buch.
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am 2. Februar 2014
Die junge Frankfurter Hauptkommissarin Emilia Capelli bekommt eine neue Partnerin und auch gleich einen neuen Fall auf den Tisch: In der Gefriertruhe einer Lagerhalle wird die grausam zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Das Ehepaar, das sie findet, wurde von einem Unbekannten per Brief zum Fundort beordert und hat rein gar nichts mit der Toten zu tun. Nach und nach werden immer mehr Leichen gefunden, und die Ermittlerinnen stellen fest, dass sie es hier mit einem perfiden Serienkiller zu tun haben, der nach einem bestimmten Muster vorgeht. Recht bald führt die Spur zu Psychiater Sander Westen, irgendwie waren alle Opfer mit ihm bekannt. Ist er etwa selber der Täter?

Durch die kurze knackige Sprache und die teilweise recht flapsigen Dialoge lässt sich der Roman sehr gut lesen, und aufgrund der sehr häufig wechselnden Perspektiven ist der Leser sofort mitten im Geschehen. Man erhält tiefe Einblicke nicht nur in die Gedankenwelt der beiden gar nicht so unterschiedlichen Kommissarinnen Emilia und Mai Zhou, sondern auch in die der Opfer und nicht zuletzt in Sander Westen, was einen auf die Spur des Mörders führt. Dadurch hat der Leser einen Wissenvorsprung vor den beiden Polizistinnen und fiebert um so mehr mit den beiden mit.

Die Autorin versteht es außerordentlich gut, die Geschichte Stück für Stück logisch aufzubauen und auch die Spannung immer mehr zu steigern. Wie Emilia und Mai Zhou nach und nach immer mehr Puzzlestücke zusammen setzen ist äußerst gelungen, und natürlich ermittelt man als Leser atemlos mit. Nicht zuletzt lebt die Story auch stark von den beiden sehr lässigen Kommissarinnen, die sich zusammenraufen müssen. Beide sind mit dominanten Eltern geschlagen, die sich mit ihren Jobs nicht anfreunden können, und kämpfen tagtäglich gegen Vorurteile gegenüber Frauen bei der Polizei an. Die ehrgeizige Emilia gibt sich besonders tough und kämpferisch und arbeitet dreimal soviel wie ihre männlichen Kollegen, die zierliche Asiatin Mai Zhou wird meist unterschätzt und in bestimmte Rollenmuster gedrängt. Emilia macht es ihr zudem auch sehr schwer, sich an ihren neuen Job und an die neue Partnerin zu gewöhnen...

Man merkt, dass die Autorin selbst Psychologin ist, immerhin spielt die Psychologie eine große Rolle im Roman, und die Motive des Mörders werden auch sehr profund vermittelt. Schon durch Polizeipsychologe Koss erhält der Leser Hinweise auf die Seele des Täters, und durch Westen erfährt der Leser einiges über menschliche Abgründe und wird auf die Spur des Mörders geführt. Zum Schluss entwickelt sich der Thriller mehr in einen „Actionfilm“ mit wilden Autojagden. Meines Erachtens hätte man gerade den Schluss und die psychologische Komponente der Motive des Mörders sogar noch weiter ausbauen können, z.B. warum der Mörder bestimmte Menschen als Finder der Leichen auswählt, aber das ist Geschmackssache und tut der Spannung keinen Abbruch. Anfangs wird man vermutlich ein wenig überrollt von den vielen Namen und Perspektiven, fast Schlag auf Schlag folgen die Toten, und jedes Opfer, jeder Finder wird zum Hauptdarsteller, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird. Die Wechsel folgen außerdem recht schnell und abrupt, so dass man immer am Ball bleiben muss, was den Thriller aber zu einem echten Pageturner macht. Doch fügt sich alles schlüssig zusammen, und auch die beiden Ermittlerinnen haben sich zusammen gefunden.

Ihr Verhältnis zueinander macht ebenfalls eine Entwicklung durch, die man sehr schön verfolgen kann. Nach und nach lernen sie, sich aufeinander zu verlassen und verstehen sich schon sehr früh ohne Worte. Diese Entwicklung kann der Leser anhand der Gedanken verfolgen, besonders die von Emilia, an welchen uns die Autorin teilhaben lässt und die immer mehr Einigkeit verraten. Und wenn dann die eine der anderen das Leben rettet, ist sowieso alles klar. Bei solchen starken Protagonistinnen werden die anderen Kollegen zu Nebendarstellern, sind aber dennoch wichtig für das Ermittlerteam.

Fazit: Tolles Debüt mit einem lässigen neuen Ermittlerduo, das sehr viel Potential hat. Der Thriller hält absolut, was die Leseprobe versprochen hat! Hoffentlich kann die Autorin das Niveau halten, dann können alle Thrillerfans sich auf eine spannende neue Reihe mit vielen neuen Fällen freuen!
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am 16. Februar 2014
Angelockt durch einen merkwürdigen Brief findet ein Ehepaar in einer leerstehenden Lagerhalle in Frankfurt die Leiche einer Frau. Das Opfer wurde bei lebendigem Leib zersägt und in einer Gefriertruhe abgelegt. Inszeniert wurde das Ganze noch durch die Beigabe einer toten Katze und zerkleinerten Farnteilen.

Den Fall übernehmen Hauptkommissarin Emilia Capelli und die ihr als neue Partnerin zugeteilte Mai Zhou. Die beiden müssen schnell feststellen, dass es sich bei der Frauenleiche bereits um das vierte Opfer einer ganzen Serie handelt. Jeder einzelne Mord des Serientäters ist eine makabre Inszenierung, die Morde brutal. Erst nach und nach erkennen die beiden Ermittlerinnen welch grausamen Muster der Täter folgt…

Emilia Capelli, von allen nur kurz „Em“ genannt, ist überhaupt nicht begeistert, als ihr als neue Partnerin die junge Halbasiatin Mai Zhou vor die Nase gesetzt wird. Em gilt als „Weiberinkompatibel“ und hatte die frei gewordenen Stelle schon gedanklich mit ihrem Freund Tom besetzt. Doch nun muss Em sehen, wie sie mit Mai Zhou klar kommt. Zhou ist erst 26 Jahre alt, aber bereits hochqualifiziert. Em ist zwar nur zwei Jahre älter, die beiden Frauen sind jedoch grundverschieden. Nur eines haben sie gemeinsam: der Ehrgeiz spornt beide an, diesen Fall zu lösen.

Mit ihrem Erzählstil konnte die Autorin Judith Winter besonders bei mir punkten. Die Sprache ist recht locker, besonders genial fand ich immer wieder die gedanklichen Kommentare, die die beiden Protagonistinnen so von sich geben. Man wird von Beginn an in die Geschichte hineingeworfen und ist sofort mitten im Geschehen. Die Erzählperspektiven wechseln vielmals, was die stets vorhandene Spannung nochmalig erhöht. Auch die Erzähltaktik fand ich sehr gelungen. Nach und nach wird das Muster erst klar, nach dem der Täter vorgeht. Erst zum gelungenen Finale wird klar, um wen es sich dabei handelt.

Auch das Cover war eines der schönsten, das ich seit langem gesehen habe. Der Titel, der mir am Anfang gar nichts sagen wollte, wird ebenfalls noch schlüssig erklärt.

Alles in allem ein großartiger Auftakt einer Serie mit den beiden Kommissarinnen. Auf den nächsten Fall freue ich mich schon jetzt.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. August 2014
Der Thriller "*Siebenschön*" ist das gelungene Werk der Autorin "*Judith Winter*" und erscheint 2014 erstmalig bei "*dtv*".

Emilia Capelli arbeitet bei der Kripo im Bereich der Kapitalverbrechen und soll einen neuen Ermittlungspartner bekommen. Dieser entpuppt sich hingegen ihren Erwartungen als die hübsche Halbchinesin Mai Zhou.
Bevor sie sich an diese neue Situation gewöhnen kann, müssen sie ihren ersten gemeinsamen Fall bearbeiten. Ein Ehepaar entdeckt eine zersägte Frauenleiche in einer Gefriertruhe eines Lagerhauses. Doch dies ist nur ein Opfer eines eiskalten Serienkillers, der mit seinen Morden eine Art Inszenierung aufbaut. Den Hintergrund für diese Serie gilt es nun herauszufinden.

Cover:
Ein Schmetterling (altgriechisch gleichbedeutend mit Psyche) zeigt mit Blutspuren deutlich den zu erwartenden Inhalt dieses Thrillers an.
Ein wirklich gelungenes Bild, sowohl von der Optik als auch der Bedeutung nach!

Zu Beginn werden die Ermittlerinnen ausführlich vorgestellt und auch ihr Kennenlernen. Gemeinsam sollen sie ein neues Partnerteam bilden, doch von Seiten Emilias ist eine deutliche Ablehnung zu erkennen, zumal sie einen männlichen Kollegen lieber zugeteilt bekommen hätte. Mai dagegen erscheint sehr sympathisch und gibt keinerlei Anlass für dieses Verhalten. Sie ist eine Kämpferin in Selbstverteidung und macht einen höflichen und intelligenten Eindruck. Emilia dagegen kommt respektlos und
selbsteingenommen daher, auch männliche Kollegen bekommen das häufig zu spüren. Doch sie müssen sich zusammen im Fall bewähren und den Code der Serie des Täters knacken.

Ein sehr klarer und flüssiger Schreibstil führt durch die Handlung und baut schon dadurch Spannung auf.
In kurzen Kapiteln lernt man zunächst Personen kennen, deren Rolle für das Geschehen nicht klar zu erkennen ist.

Doch dann wird eine erste schlimm zugerichtete Leiche gefunden und die Ermittler stehen ratlos davor. Weitere Leichenfunde passieren in schneller Abfolge und zeigen durch Briefe eine unbestimmt wirkende Reihe auf. Das treibt die Spannung unaufhörlich weiter an. Die Ermittlerinnen suchen nach einem Schema des psychotisch veranlagten Mörders. Der Druck wächst, denn es werden noch weitere Morde erwartet, die es zu verhindern gilt.

Emilia und Mai decken nach und nach Spuren und Zusammenhänge auf und interessanterweise bildet die psychologische Ebene dabei viele Hinweise für die Täterfindung. Das Handlungstempo wird schneller, je näher man dem Täter kommt. Als Leser hat man nur die Möglichkeit zu Spekulationen und fischt atemlos im Dunkeln.

Der gut durchdachte Plot hat mich mit einer neuen Idee in Bezug auf Mordserie und Tötungsart mit besonderer Inszenierung von Accessoires als symbolische Elemente völlig überzeugt. Wie aus einem Kinderlied eine Mordserie werden kann, wird in diesem Buch deutlich. Hier werden grausame Tatfunde beschrieben, die mich als Leserin erschreckt haben. Besonders dem packenden Showdown zum Ende des Buches habe ich als Gipfel des Spannungsbogens entgegengefiebert.

Siebenschön überzeugt mit Spannung, vielen Morden und einer mysteriösen Symbolik. Das Ermittlerduo hat mich durch die facettenreiche Beschreibung gut unterhalten und ich freue mich auf ein Wiedersehen in Folgebänden.
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am 25. März 2014
Siebenschön
Cover: Dunkel und düster, aber mit einem Lichtstrahl in Form eines Schmetterlings in der Mitte des Covers. Drumherum ist es schwarz und der Schmetterling ist grün in einem fluoreszierendem Licht. Schön gemacht und es passt auch zu Inhalt des Buches.
Herausgeber ist Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2014) und das Buch hat 432 Seiten.
Kurzinhalt: »›Theo hat versagt.‹ Erstaunt blickt Christina Höffgen auf. Wer um Himmels willen ist Theo? Sie liest weiter. ›Du solltest Dich lieber beeilen. Die Adresse ist: Fordstraße 237. Ach übrigens: Ihr Name ist Jennifer.‹«Der rätselhafte Brief lässt Christina nicht mehr los. Gemeinsam mit ihrem Mann fährt sie zu der angegebenen Adresse, auch wenn sie nicht daran glaubt, dort tatsächlich eine Jennifer zu finden. Ein großer Irrtum. Die Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main spannt die beiden Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou zusammen, um die bizarrste Mordserie aufzuklären, die die Stadt je erlebt hat. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, misstrauen die beiden Frauen einander auf Anhieb. Doch wohl oder übel müssen sie sich zusammenraufen, denn bald jagen sie einen gewissenlosen Serienkiller, der seine Morde als grausige Themenwelten inszeniert. Und sein »Werk« ist noch nicht vollendet …
Meine Meinung: Die Spannung wird zwar stetig gesteigert und endet auch in einem guten Finale, aber trotzdem hat mir etwas gefehlt in dem Buch. Denn ich hatte es so verstanden, dass die beiden Ermittler sich nicht ausstehen können und dass es da ein paar Reibereien gibt. Aber davon war überhaupt keine Rede, die beiden arbeiten super miteinander, außer dass vielleicht mal ein fragender Blick oder von einem hochgezogenen Auge die Rede ist, also nichts dramatisches. Man liest auch leider kaum etwas privates von den beiden Ermittlerinnen, was mich ein wenig stört, denn so blieben die beiden relativ flach und sehr emotionslos. Und leider auch die Nebendarsteller bleiben im Hintergrund, aber davon lebt ja ein Buch, das hätte noch ein wenig mehr erzählt werden können. Die Ermittlungsarbeit wird sehr gut beschrieben und durch die vielen Perspektivwechsel bleibt man immer mitten im Geschehen drin.
Mein Fazit: Ein lesenswerter Thriller mit einem neuen Ermittlerduo, was sich sehr steigert und sich sehr rasant liest. Ich freue mich auf den nächsten Fall mit den beiden, die sehr unterschiedlich an die Klärung des Falls gehen und trotzdem auf einen Nenner kommen.
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