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389
4,4 von 5 Sternen
Schweinskopf al dente: Ein Provinzkrimi
Format: TaschenbuchÄndern
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Franz Eberhofer, seines Zeichens frisch ernannter Kommissar im bayrischen Niederkaltenkirchen, ist schwer im Stress. Richter Moratschek wird bedroht und fordert polizeilichen Schutz, ein verurteilter Mörder ist entflohen und muss wieder aufgespürt werden, Bruder Leopold samt Familie nervt wie gewöhnlich, der Papa mischt sich - wie eh und je - in alles ein, die Oma hört noch immer schlecht ( kocht aber hervorragend ) und Freundin Susi muss gerettet werden. Wie soll er das nur alles unter einen Hut bringen?

In altbekannter, sehr eigenwilliger, stoischer Manier löst der Eberhofer Franz mit Hilfe schon bekannter " Gesichter " seinen dritten "großen" Fall. Wie bereits in den Vorgängern steht auch hier wieder die eigentliche Krimihandlung eher im Hintergrund. Die agierenden Personen mit ihren so unterschiedlichen, egozentrischen, aber deswegen auch liebenswerten Charakteren und ihre Handlungen sind das eigentliche Potential dieser "Krimi"-Reihe. Witzige Situationen und urkomische Konstellationen machen das eigentliche Flair aus. Allerdings ging es in diesem Fall meines Erachtens stellenweise dann doch etwas arg haarsträubend und damit unglaubwürdig zu. Dennoch habe ich viel gelacht und mich gut unterhalten.

Wer einen richtig spannenden, actionreichen Krimi erwartet ist mit diesem Buch ( bzw. mit dieser Reihe ) wohl eher nicht so gut beraten. Wer es jedoch beschaulicher mag und auch eine Prise Humor zu schätzen weiß, dürfte damit wohl genau richtig liegen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hier nun der dritte Fall für Franz Eberhofer!
Falls Rita Falk in diesen Zeitabständen weiterschreibt, ist die Oma bald hundert Jahre alt. Aber egal, Hauptsache weiter nur Hühneraugen und Taubheit, ansonsten rüstig und flink. Derzeit 87 Jahre alt hilft sie wieder hinten und vorne, den Franz, seinen Bruder mit Familie, den kiffenden Vater und diverse andere Lebewesen satt und gesund zu erhalten.
Gut, in diesem Buch geht ein bischen was schief, aber es war auf keinen Fall Absicht, das halbe Dorf mit dem Kuchen zu vergiften!
Aber das ist ja nur eine kleine, unbedeutende Geschichte in diesem Buch, viel mehr Gewicht entfallen da auf den Psychopathen, der den Richter verfolgt, der panisch bei den Eberhofers Zuflucht sucht und nicht mehr gehen will.
Und nicht zu vergessen: Der Susi geht's nicht gut! Die Affaire in Italien steht wohl doch nicht so unter günstigem Stern, letztendlich muss das ganze Dorf mithelfen, den sturen Franz zum Einlenken zu bringen, mit ein Grund, warum das letzte Drittel in Italien spielt. Keine Panik! Oma, Vater, Richter, Fleischer, Heizungspfuscher und diverse andere Dorfbewohner sind natürlich mit im Boot.
Ich habe mich wieder einmal köstlich amüsiert. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Bücher jetzt viel mehr lese, weil ich gerne hören möchte, wie es der Oma geht, was bei den Eberhofers so passiert und wie die Geschichte mit Sushi und Susi und Leopold und Ludwig weitergeht. Also weniger, weil mich jetzt interessiert, welchen schwierigen Fall der Franz wieder lösen muss.
Das kriminalistische Geschehen ist auch eher unter Slapstick und Witz und Gaudi zu verbuchen, als dass es jetzt wirklich ausgeklügelt und spannend ist.
Hatte ich den Franz im zweiten Band noch mit dem Kommissar Columbo verglichen, ist es hier mehr Dick und Doof ohne Dick. Na gut, vielleicht übernimmt der ehemalige Kollege diesen Part, denn auch dieser nimmt wieder eine grössere und wichtigere Rolle ein. Überhaupt komme ich grade ins Grübeln, was Franz ohne diesen Kollegen eigentlich überhaupt alleine ohne Panne schafft? Gar nichts, wie es mir scheint!
So, nach Beenden des 3. Bandes, der 4. Band ist schon im Anmarsch, habe ich mir eine kulinarische Pause gegönnt, sprich, ich hatte Hunger und wollte doch mal gleich eines der Rezepte im Anhang ausprobieren. Omas Rezept zum Kartoffelsalat.
Jetzt ist mir schlecht, ich bin kurz vorm Platzen, kriege kaum noch Luft und schiebe eine Kugel vor mir her, meine Güte, doch, man kann es nicht nur kochen, man kann es auch essen, guten Appetit!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2012
***Inhalt***
Dr. Küstner wird nach dem Mord an seiner Geliebten der Prozess gemacht. Er wird zwar vom Richter Moratschek verurteilt, schwört diesem Rache und kann danach auch noch fliehen.
Im Bett von Richter Moratschek wird daraufhin ein blutiger Schweinskopf gefunden. Außer Franz Eberhofer nimmt niemand diesen und andere Vorfälle ernst und der Richter zieht zum Franz und dessen Papa auf den Hof. Jetzt dröhnen nicht mehr die Beatles, sondern die Stones. Franz steht mal wieder vor einem neuen Rätsel und begibt sich auf die Spur eines gefährlichen Psychopathen. Allerdings ist er auch gut beschäftigt mit der Pilgerreise der Landfrauen, er muss auf die Sushi aufpassen und seiner Susi geht es in Italien wohl gar nicht so gut.

***Meine Meinung***
Beim dritten Teil der Franz Eberhofer Reihe steht der eigentliche Kriminalfall überhaupt nicht im Vordergrund, was allerdings gar nicht so schlimm ist. Schließlich sind diese Krimis ja auch lustige Krimis und da sollte der Humor nicht zu kurz kommen. Dieser wird natürlich durch den Sprecher Christian Tramitz nur noch verstärkt. Wunderbar vorgelesen, vor allem die Oma (ich liebe sie). Gerade die Pilgerreise der Landfrauen und der vorherige Besuch in München mit dem Franz und der Oma (sie geht zum Frisör) bringen einen zum Lachen.
Es ist keine hochtrabende Literatur, sondern nette Unterhaltung mit urkomischen bayerischen Charakteren. Wieder mal ein tolles Hörbuch von Rita Falk. Hoffentlich kommen noch viele Geschichten von Franz, Oma und Sushi.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Da es schon so viele ausgezeichnete Rezensionen gibt die auf den Inhalt des Krimis eingehen, verzichte ich darauf und rezensiere lediglich meinen persönlichen Eindruck des Hörbuches.

Eigentlich braucht diese Bestseller Reihe keine neuerliche Rezension und ich habe mir lange überlegt, der Masse überhaupt noch eine Weitere hinzuzufügen.

Da es aber bereits das dritte Buch dieser Reihe ist, die ich trotz fehlender Spannung mit Vergnügen gelesen, bzw gehört habe, komme ich nicht umhin meinen Eindruck auch in Worten ausdrücken zu wollen.

Zunächst einmal, es gibt meines Erachtens ein riesigen Unterschied zwischen dem Buch selbst und der Hörbuchfassung.

Keine Frage, Rita Falk kann schreiben und entführt ihre Leser mit unvergleichlichem Charme in die nur allzu alltägliche Welt eines kleinen Polizeibeamten, der so herrlich selbst ironisch über die Unbilligkeiten seines Lebens und seines Berufs erzählt. Dafür schon mal ein großes Lob!!!

Aber ich muss gestehen, dass ich erst durch die Hörbuchfassung zum eigentlichen Fan der Reihe wurde. Christian Tramitz ist der personifizierte "Eberhofer" in reinster Form und liest die Geschichte einfach nur grandios. Da vergisst man auch ganz schnell, dass die Krimihandlung selbst eigentlich nicht vorhanden ist und folgt trotzdem gespannt dem Verlauf der Geschichte und ertappt sich dabei wie man des Öfteren einfach lauthals lachen muss, was bisweilen auch zu Irritationen führen kann, wenn man das Hörbuch in der Öffentlichkeit hört :-)

Fazit:

Humor und bayrisches Lokalkolorit in Perfektion, aber kein Krimi mit nennenswerter Spannung
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2012
Ein blutiger Schweinskopf im Bett von Richter Moratschek führt Franz Eberhofer auf die Spur eines gefährlichen Psychopathen. Hannibal Lecter ist ein Dreck gegen Dr. Küstner, der in Niederkaltenkirchen sein Unwesen treibt. Außerdem sind auch noch allerlei private Schwierigkeiten vorprogrammiert - einfach saulustig!

Eigene Meinung:
Der nunmehr schon dritte Fall von Franz Eberhofer war mein erstes Buch von Rita Falk - und ich bin nicht enttäuscht worden!
Sicherlich wäre es an manchen stellen gut gewesen, die beiden Vorgängerromane gelesen zu haben, aber trotzdem habe ich alles verstanden.
Hin und wieder konnte ich mich vor lauter Lachen nicht mehr auf dem Sofa halten, was einfach nur mal wieder am bayerischen Humor liegt - und nachdem ich auch aus Bayern komme, haben mir natürlich die bayerischen Witze am besten gefallen und ich habe nicht einmal die Definitionen der bayerischen Wörter nachschlagen müssen...
Insgesamt ist alles spannend und unterhaltsam geschrieben, man kann das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen, was natürlich auch am Fall liegt, auch wenn manche Ereignisse schon vorhersehbar sind...

Fazit:
Einfach absolut empfehlenswert für Krimi- und Comedyfans!!!
(Und für Lebhaber der bayerischen Küche, denn im Anschluss an die Geschichte, werden noch ein paar kluinarische Rezepte geschildert ;D)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Februar 2012
Im nun schon 3. Teil rund um Franz Eberhofer geht es wieder heiß her in Niederkaltenkirchen. Alles beginnt mit dem Prozess von Dr. Küstner, der seine Geliebte umgebracht haben soll. Bei der Urteilsverkündung schwört Küstner Rache - vor allem an Richter Moratschek.
Während nach dem Prozess für Franz das Leben weitergeht, gelingt Dr. Küstner die Flucht. Nach einigen merkwürdigen Zwischenfällen, die Moratschek einfach keiner glauben will (außer dem Franz), zieht er kurzerhand auf den Hof der Familie und schlägt sich mit dem Papa die Nächte um die Ohren. Für Franz hat es wenigstens ein Gutes: statt den Beatles dröhnen nun die Stones in voller Lautstärke über den Hof.
Auch wenn jeder die Augen offen hält - Küstner scheint verschwunden und keiner der Polizeiinspektion Landshut glaubt so recht daran, dass er sich noch in der Nähe aufhält. Franz hält zwar die Augen offen, hat aber dank Pilgerreise der Landsfrauen, Babysitten von der Sushi und sonstigen Problemen im Dorf einfach keine Zeit. Noch dazu soll es Susi in Italien nicht wirklich gut gehen. Klar das Franz mit muss, als seine Familie kurzfristig beschließt, einen Urlaub dort zu machen und Susi zu besuchen.
Da passt es doch gut, dass der Küstner laut Aussage der Kollegen wohl bei einem Autobrand ums Leben gekommen sein soll. ...

---

Auch wenn in den letzten beiden Teilen der Krimi eher Nebensache war - ich mag die Geschichten um Franz, seine Oma, den Papa, Susi und die ganzen Bewohner von Niederkaltenkirchen. In Teil 3 erfährt der Leser nun, wie es mit Franz und Susi weitergeht. Auch wenn die Susi nach Italien gezogen ist, bedeutet das noch lange nicht das Ende - zumal das ganze Dorf der Meinung ist, dass Franz sie unbedingt zurückholen muss! Sein Bruder ist immer noch eine alte Schleimsau und die Sushi scheint Franz immer noch mehr zu mögen als den eigenen Vater. Der Papa raucht immer noch ab und an einen Joint, doch nun nicht mehr allein, sondern mit seinem neuen Freund, dem Richter Moratschek. Ein paar Dinge ändern sich, ein paar nicht - wie überall halt.

Mit Dr. Küstner bekommt die ganze Geschichte genau die richtige Würze. Anders als bei einem "ganz normalen" Mordfall weiß man nie, was als nächstes passiert. Zumal gerade am Anfang keiner dem Richter glauben will, dass Küstner hinter ihm her ist. Wie auch, wenn eine Warnung auf der Windschutzscheibe weggetaut ist, bevor sie jemand sehen kann. Oder der Schweinskopf genauso plötzlich aus dem Bett des Richters verschwindet, wie er gekommen ist.
So muss ich ehrlich zugeben, dass Teil 3 für mich auch der spannendste der bisher erschienenen Romane um Franz Eberhofer ist. Auch wenn er in gewissen Teilen wieder ein Stück weit vorhersehbar ist, macht es trotzdem reichlich Spaß ihn zu lesen. Gerade wenn man die Hintergründe um Susi oder auch die anderen Dorfbewohner weiß, natürlich um so mehr. Aber genau das ist auch einer der Haken - steigt man bei Teil 3 ein, findet man sich mitten in einer Geschichte, der man (personenbezogen) eventuell schwer folgen kann. Viele der Zusammenhänge, die mir beim Lesen richtig Spaß machten, dürften dann fehlen.

Wie immer nimmt Rita Falk den Leser mit auf eine bunte Reise ins tiefste Bayern. Dorfleben, Bier, Klatsch und Tratsch und natürlich auch breitestes Bayerisch - all das sorgt wieder für einen vergnügten Lesespaß. Mir persönlich fehlte ein bisschen die Weiterentwicklung. Franz ist zwar noch ein bisschen mürrischer geworden, aber das war es auch schon fast. Außer der neu entdeckten Freundschaft zwischen dem Papa und Richter Moratschek tut sich nicht mehr viel, so dass ich nicht weiß, ob ich das in dem (definitiv kommenden) Teil 4 auch noch so lustig finden werde.

Trotz allem war es wieder ein locker-leichter Lesespaß. Wie immer sei gesagt: Wer bei Franz Eberhofer einen erstklassigen Krimi erwartet, sollte sich lieber ein anderes Buch kaufen. Wer schrullige Dorfbewohner, eine tolle Geschichte und ein bisschen Krimi nebenbei möchte, ist hier bestens bedient.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Für Freunde von Rita Falks Reihe um den niederbayrischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer ist jedes Buch ein bisschen wie nachhause kommen - von der Stadt heim ins Dorf, wo jeder jeden kennt und man nicht lange drum herum redet.

Der Franz auf jeden Fall ist nicht gerade zimperlich bei seinen Äußerungen. Uns Lesern erzählt er seine Geschichte in einem deftigen Plauderton, so als würden wir in Wolfis Wirtshaus bei ihm am Tisch sitzen. Mit dem "alten Kiffer" meint er seinen Vater, einen Landwirt mit Altachtundsechziger-Allüren, der gerne nachts in ohrenbetäubender Lautstärke Musik von den Beatles hört. Die Schweinezucht hat Eberhofer senior vor ein paar Jahren aufgegeben. Den ehemaligen Saustall des Hofes hat sich Franz provisorisch als Wohnung hergerichtet.

Wenn Franz von der "Schleimsau" spricht, dann ist damit sein Bruder Leopold gemeint, der in der Stadt eine Buchhandlung betreibt und in dritter Ehe mit der Thailänderin Panida verheiratet ist. Ab und zu erscheint der Leopold mit seinem Familiengeschwader auf dem elterlichen Hof und schmeichelt sich beim Papa ein, während der ganze Alltagsmist am Franz hängenbleibt. Und dann bricht sich regelmäßig eine ebenso offene wie kindische Geschwisterrivalität Bahn.

Seine Freunde und Kollegen sieht der Franz ebenso unsentimental und illusionslos wie seine Sippe. Nur seine Oma, die mit auf dem Hof lebt, kann in seinen Augen nichts falsch machen. Auch, wenn die Kommunikation mit ihr schwerhörigkeitsbedingt mühsam ist und mitunter zu peinlichen Situationen führt. Omas Kochkunst ist legendär und sie kümmert sich um ihren Buben. Auf die Oma lässt der Franz nichts kommen!

Sein besonderer Liebling ist jedoch seine kleine Nichte Sushi, die in Wirklichkeit Uschi heißt. Auch die Kleine liebt ihren Onkel "Wans" und hat eine innigere Beziehung zu ihm als zu ihrem Vater Leopold. Was den Leopold mächtig ärgert und den Franz mächtig freut.

Beruflich reißt sich der Eberhofer Franz nicht gerade ein Bein aus, weil in seinem Kaff Niederkaltenkirchen bei Landshut kaum je was los ist. Und wenn er mal einem Verbrechen auf der Spur ist, dann glaubt ihm keiner. Vor allem der Bürgermeister und der Richter Moratschek halten den Franz für einen ausgemachten Spinner.

Doch diesmal ist es anders. Richter Moratschek wird von einem entflohenen Häftling bedroht - und jetzt ist er es, dem man nicht glaubt. Doch der blutige Schweinskopf, den jemand dem Richter ins Bett gelegt hat, ist nicht zu übersehen. Das versteht auch der Eberhofer Franz als Warnung und quartiert den verängstigten Juristen auf dem elterlichen Hof ein.

Was nicht vorauszusehen war: Der Moratschek und der alte Eberhofer verstehen sich auf Anhieb prächtig. Jetzt hat Franz zwei kiffende, Rotwein trinkende alt-Achtundsechziger an der Backe, die nachts in einer Affenlautstärke die Musik ihrer Jugend hören. Der Richter will gar nicht wieder heim. Wenn Franz ihn loswerden will, muss er wohl den entflohenen Häftling finden und wieder einbuchten. Seine Polizeikollegen wähnen den Mann längst im Ausland und überschlagen sich nicht gerade vor Ermittlungseifer.

Leider sind der Richter und der Häftling nicht Franzens einziges Problem ...

Diese Provinzposse mit Krimihandlung lebt, wie die beiden Vorgänger-Bände WINTERKARTOFFELKNÖDEL und DAMPFNUDELBLUES vom derb-naiven Erzählstil des Helden und vom ländlich-rustikalen Personal, das sich in seinen Eigenheiten und seinen Beziehungen untereinander nie signifikant verändert. Die verschiedenen Kriminalfälle bringen Nebenfiguren und andere Überraschungen ins Geschehen, aber auf die Macken und Mucken der Hauptpersonen kann man sich hundertprozentig verlassen.

Wer sich einmal mit den mehr oder weniger überzeichneten Dörflern und Franzens unverblümten Erzählweise angefreundet hat, den erwarten in jedem weiteren Band vertraute Szenarien und er wird sich stets aufs Neue über den Eberhofer und sein skurriles soziales Umfeld amüsieren. Wer schon den ersten Band nicht witzig fand - und das gibt's -, der braucht's mit Band 2 und 3 gar nicht erst zu probieren.

Vorm Dialekt muss sich übrigens kein Leser fürchten. Durch Satzbau und einzelne Redewendungen wird zwar deutlich, dass der Erzähler aus dem bairischen Sprachraum kommt, doch ist das Buch nicht in Mundart geschrieben. Ein Glossar erklärt ein paar regionale Begriffe, deren Bedeutungen sich nicht zweifelsfrei aus dem Zusammenhang erschließen. Und weil der Franz gar so von den Kochkünsten seiner Oma schwärmt, sind auch noch ein paar ihrer Originalrezepte im Anhang aufgeführt.
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am 7. Oktober 2013
Ich habe mir Band 1 bis 3 als Taschenbuch im Buchhandel gekauft. Die Cover sind echt wunderbar auffällig und originell.
Beim ersten Band hab ich herzlich gelacht und dachte: “Verrückter Typ, der Franz. Das ist mal was anderes.” Das subversive Verhalten von Kommissar Eberhofer ist manchmal schon saucool, und seine Familie reichlich speziell. Band 2 ging auch. Von Band 3 bin ich enttäuscht. Einmal, weil die eigentliche Krimihandlung flach ist. Aber die stand ja bisher auch nicht so im Mittelpunkt.
Die eigenwillige Familiengeschichte und das halbe Happy End für die Oma gehen ans Herz.

Doch “der Franz” hat sich verändert. Wenn mir persönlich jetzt “der Franz” aufgrund seines Verhaltens immer unsympathischer wird, hat das nichts mit der Buchqualität zu tun. Aber ein Protagonist, der die Handlung trägt, muss mir sympathisch bleiben, sonst werde ich keine weiteren Bände lesen. Noch dazu für den hohen Printpreis für ein Taschenbuch.

Das Ende und die Auflösung des Krimifalles kam schnell, dafür gibt es einen Anhang, der irgendwie langatmig ist. Die Rezepte sind nett, aber wenn ich sowas möchte, kauf ich mir ein Kochbuch.

Man sollte mit Band 1 beginnen und sich selbst ein Bild machen.
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am 26. März 2014
Früher waren die Geschichten von Rita Falk noch irgendwie lustig. Eine sehr holprige und schon an den Haaren herbeigezogene Handlung - langweilig und sehr derbe Sprache!
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Erster Satz

So ein Stern kommt gut, ganz klar.

Inhalt

In Niederkaltenkirchen und Umgebung ist es ja jetzt nicht so, dass da das Verbrechen tobt. Daher erweckt der Fall vom Dr. Küstner natürlich größes Aufsehen, denn der hat immerhin seine Gattin des Geldes wegen aus dem Weg geräumt. Bei seiner Verhandlung, die natürlich nur der Moratschek himself führen kann, führt sich der Doktor auf wie ein Verrückter. Mit Franz Eberhofers Worten: schlimmer als der Hannibal Lecter. Das Urteil wird gesprochen: mehrere Jahre Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Doch dann täuscht der Küstner einen Herzanfall vor und verschwindet dabei spurlos. Da bekommts der Moratschek natürlich mit der Angst zu tun, denn der Küstner hat ja schon im Gerichtssaal lauthals angekündigt, dass er den Moratschek auch noch kriegt. Als dann plötzlich ein Schweinskopf auf dem Bett des Richters gefunden wird, dreht der natürlich völlig durch. Jetzt muss der Eberhofer nicht nur schauen, wie er den Abgängigen wieder in Verwahrung bekommt, sondern muss auch noch die Leibwache für den Richter geben. Dass der sich dabei mit dem Franz seinem Papa anfreundet und die beide mit den Beatles, Rotwein und hier und da ein kleines bisschen Cannabis ihre Jugend wieder aufleben lassen, macht den Job auch nicht einfacher. Und als wär er damit nicht schon genug beschäftigt, verlangt plötzlich auch noch Gott und die Welt (und allen voran die Oma), dass der Franz die Susi aus Italien zurückholt. Es ist also wieder was geboten in Niederkaltenkirchen...

Meine Meinung

Bereits zum dritten Mal (in kürzester Zeit) zieht es mich nach Niederkaltenkirchen und zur Familie Eberhofer. Doch dieses Mal ist alles anders, denn der Täter wird dem Eberhofer und dem Leser gleich zu Anfang geliefert. Der Dr. Küstner ist ein Psychopath vor dem Herren und hat halt eben deshalb seine Frau ums Leben gebracht. Doch zunächst einmal beginnt das Buch mit einer Beförderung vom Eberhofer. Der hat jetzt nämlich einen silbernen Stern auf der Uniform und ist darüber Stolz wie Bolle. Da geht er dann auch mal in voller Aufrüstung zum Dienst. Da lösen sich doch auch die Fälle gleich ganz anders.

Der Einstieg ins Buch ist mir super leicht gefallen, da ich ja eben erst vor kurzem die Teile 1 und 2 gelesen hatte. Für einen Quereinsteiger könnte das vielleicht ein wenig anders ausschauen, da schon hier und da mal auf die vorherigen Fälle verwiesen wird. Kenner der Reihe dagegen werden sich gleich wieder wohl fühlen: die gleichen Charaktere sind wieder mit dabei und Niederkaltenkirchen verändert sich ja nun auch nicht von heute auf morgen.

Doch wie gesagt: dieses Mal weiß der Eberhofer ja, nach wem er schauen muss. Doch der ist eigentlich der Meinung, dass der Fall Küstner eigentlich so gar nicht sein Aufgabengebiet ist. Was geht es ihn schon an, wenn die Landshuter Kollegen nicht auf ihre Verbrecher aufpassen können. Der Eberhofer präsentiert sich also gewohnt ruppig und dabei aber doch sau-sympathisch. Ganz gerührt hat mich dabei vor allem sein Stolz über die Beförderung, da ich früher den Eindruck bekommen habe, dass er sich über sowas gar nichts macht. Aber weit gefehlt, tief im Inneren hat der Eberhofer eben doch einen ganz weichen Kern. Der zeigt sich aber nicht nur dadurch. Auch sein Umgang mit der Sushi, seiner Nichte, ist herzzerreißend. Die fängt übrigens an, die ersten Worte zu reden und dabei steht "Papa" eher ganz unten auf ihrer Liste, was die Schleimsau natürlich nicht gerade erbaulich findet. Und schließlich wäre da ja noch die "zarte Liebesgeschichte", zumindest aus der Sicht aller anderen. Weil der Franz ist ja auf den Tod mit der Susi beleidigt, weil: was fällt der eigentlich ein, einfach so zu nem Italiener zu ziehen. Und dann weiß plötzlich das ganze Dorf darüber Bescheid, wie schlecht es der Susi da in Italien geht. Und jetzt soll der Franz los und soll sie wieder nach Hause holen. Aber der ist ja wie gesagt beleidigt.

Doch auch der Richter Moratschek bekommt in diesem Buch eine tragende Rolle. Und obwohl er und der Dorfkommissar in den letzten Büchern immer mal wieder miteinander auf Kriegsfuß standen, konnte ich mich auch mit dem Paragraphenreiter anfreunden. Denn plötzlich ist der Richter gar nicht mehr so großkotzig, eher im Gegenteil, der Gute macht sich ja vor Angst fast die Hosen nass. Und als er und der Eberhofer senior sich so gut verstehen und man schon fast meinen könnte, dass wahre Liebe tatsächlich nur unter Männern besteht, hatte er bei mir ein Stein im Brett.

Aber natürlich dürfen auch die altbekannten Charaktere wie die Oma, der Simmerl oder Heizungspfuscher Flötzinger nicht fehlen. Wie immer tragen gerade diese Nebencharaktere dazu bei, dass das Niederkaltenback-Feeling auch zum Leser kommt, egal in welchem Teil Deutschlands (oder auch im Ausland) dieser sitzt.

Der gewohnt ur-bayerische Schreibstil von Rita Falk hat mich auch in "Schweinskopf al dente" wieder überzeugen und zum Lachen bringen können. Sie schafft es, dass ich den Eberhofer und co. fast direkt in meinen Ohren hören kann. Trotz der bayerischen Schnauze hat das Buch einen tollen Lesefluss und lässt sich ungestört lesen.

Viele Rezensionen, die ich zu dem Buch gelesen hab, haben bemängelt, dass die Kriminalgeschichte in diesem Teil etwas im Hintergrund steht. Dazu muss ich sagen: es ist eben einfach etwas anderes als bei "Winterkartoffelknödel" und "Dampfnudelblues", da von vornherein ja feststeht, hinter wem hegejagt wird. Damit wird der ganzen Sache natürlich etwas von der Spannung genommen, da der Eberhofer dadurch einfach nicht wieder durch Zufall über die Wahrheit stolpern kann. Aber ich muss eben auch anerkennen, dass Rita Falk sich getraut hat, etwas anderes zu machen und die Bücher nicht nach Schema F runterschreibt. Zwar tritt der Krimi durchaus etwas in den Hintergrund, aber mich persönlich hat das nicht wirklich gestört. Denn trotz dieses Umstand ist die Verfolgung des Küstners immer mehr oder weniger präsent, es wird nie langweilig und eine witzige Szene jagt die nächste.

Schlussworte

"Schweinskopf al dente" steht seinen beiden Vorgängern in nichts nach. Es ist immer noch witzig und es wird mir auch immer noch nicht langweilig, über das Leben der Niederkaltenkirchner zu lesen. Im Gegenteil: mehr Bücher müssen her!! Ich hab noch lange nicht genug. Für Fans der Reihe ein Muss, für Leser mit dem passenden Humor eine absolute Leseempfehlung und für alle anderen: ausprobieren und lieben lernen.
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