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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Frauenleben
Einen langen Atem braucht der Leser des Romans von Henning Mankell "Daisy Sisters".

Angesiedelt in Schweden zwischen den Jahren 1941 und 1981, wird eine Geschichte erzählt, die mich nach anfänglicher Enttäuschung über die Banalität der beschriebenen Ereignisse,aber mit dem Willen weiterzulesen, doch sehr neugierig auf die Geschichte von...
Veröffentlicht am 30. Juni 2012 von Bücherhimmel

versus
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein völlig überflüssiges Buch
Von wegen starke Frauen und spannende Story. Die Geschichte ist einfach nur langatmig und langweilig. Von Frauen, die Stärke zeigen und ihr Leben meistern ist weit und breit keine Spur. Die beiden Hauptfiguren verzweifeln über nicht gelebte Träume und leben ein Leben, das sie so nie wollten. Teilweise bis hin zur Selbstaufgabe. Zwischenzeitlich war ich...
Veröffentlicht am 19. Juli 2011 von Lakshimi


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Frauenleben, 30. Juni 2012
Von 
Bücherhimmel - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Einen langen Atem braucht der Leser des Romans von Henning Mankell "Daisy Sisters".

Angesiedelt in Schweden zwischen den Jahren 1941 und 1981, wird eine Geschichte erzählt, die mich nach anfänglicher Enttäuschung über die Banalität der beschriebenen Ereignisse,aber mit dem Willen weiterzulesen, doch sehr neugierig auf die Geschichte von Elna,Eivor und Linda machte. Den geduldigen Leser erwartet dann auch ein interessantes und detailiertes Stimmungsbild dreier Frauen-Generationen,nachvollziehbar,verhältnismäßig unspektakulär und gerade deshalb tiefgründig wahr.Die wenigen "kriminalistischen Passagen" machen meiner Meinung nach die Stärke dieses Romans aus. Wie wichtig er ist zeigt sich ,wenn der letzte Satz gelesen und das Buch zugeklappt ist.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erstaunliches Frühwerk eines bedeutenden Literaten, 19. April 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
"Der neue Mankell !" Mit dieser Überschrift wird in vielen Medien vom Verlag ein Buch beworben, das so neu gar nicht ist. Im Gegenteil. Lange bevor der schwedische Erfolgsautor Henning Mankell mit seinen Wallander-Romanen und seinen beeindruckenden Afrika-Büchern die europäische Literaturszene eroberte, hat er, knapp 34-jährig, im Jahr 1982 in Schweden einen Roman veröffentlicht, der nun, "völlig durchgesehen", zum ersten Mal auf Deutsch erscheint.

Ich hätte es klug gefunden, wenn der Verlag dies so auch deutlich machen würde, denn mit der Vorstellung eines "neuen Mankell" werden Erwartungen beim Leser geweckt, die das Buch automatisch mit den letzten Titeln Mankells vergleichen. Und damit tut man dem vorliegenden Buch nur Unrecht.

In dem vorliegenden Roman "Daisy Sisters" zeigt der junge Mankell schon alle Ansätze seiner späteren Sozialkritik und seiner außerordentlichen sprachlichen und stilistischen Fähigkeiten. Aus der Sicht der frühen achtziger Jahre, durchaus als fortschrittlicher Mann schon geschult am Feminismus und der sozialgeschichtlichen Herangehensweise, beschreibt Henning Mankell die Geschichte von Frauen, ihre Erfahrungen untereinander, mit ihren verschiedenen Vätern und Männern, mit der Adoleszenz und ihrer Sexualität und einer sich permanent verändernden Welt und Umwelt.

Er beginnt seine Geschichte mit Elna aus Sandviken, die nach 3 Jahren endlich mit der damals durch eine Schullehrerin vermittelten Brieffreundin zusammentrifft. Auf einer gemeinsamen Radtour lernt sie Vivi Karlsson richtig kennen, Tochter eines Werftarbeiters und Kommunisten aus Landskrona. Vivi ist immer gleich bei der Sache, sagt, was sie denkt und fühlt und ist allem Neuen sofort aufgeschlossen. Die beide verbringen wunderbare Tage, Elna blüht auf. Natürlich lernen sie auch junge Burschen kennen, und von einem von ihnen, er heißt Nils und ist als Soldat in dem Ort stationiert, wo die beiden Mädchen auf einem Bauernhof bei der Ernte helfen, wird sie vergewaltigt.
Die Daisy Sisters" ,so haben sie sich schon am Anfang ihrer Brieffreundschaft genannt, haben nach dieser Tour noch lange Kontakt, der dann einschläft , aber in späteren Jahrzehnten wieder aufgefrischt wird.

Den etwa 400 Seiten umfassenden Mittelpunkt des Buches bildet allerdings die Lebensgeschichte von Eivor, dem Mädchen, das aus der Vergewaltigung hervorgegangen ist. Auch ihr steht ein ähnliches Schicksal bevor, sie wird, auch durch gewaltsamen Sexualverkehr, mit 18 Jahren schwanger.
Doch sie kämpft und hangelt sich von einer Lebensphase in die nächste. Sie gibt nicht auf, auch wenn sie jeden Tag ein Dutzend Mal Anlass dazu hätte.

Es ist ein hartes Leben in den fünfziger und sechziger und siebziger Jahren, die ungelernten Frauen arbeiten in den Fabriken, die nach Arbeitskräften rufen und sie in den Akkord zwingen, und die sie später in der ersten Krise wieder entlassen.

Es ist aber auch eine spannende Zeit, mit viel Musik, neuen Erfahrungen in der Liebe und der Sexualität, mit sich wandelnden Rollenbildern.
Mankell zeigt sehr eindrücklich und bewegend am Beispiel von Elna, Eivor und auch deren Kindern, die sie natürlich früh bekommt, das Lebensschicksal von Frauen in Schweden nach dem Zweiten Weltkrieg. Sensibel versetzt er sich in deren Lage und schildert so in einem locker und leicht lesbaren Roman mit ersten literarischen Qualitäten ein Stück schwedischer Sozialgeschichte.

Sehr spät erkennt Eivor etwas, was ihr Leben ausgemacht hat, und wohl nicht nur ihres, wie ihr die "Daisy Sister" Vivi erklärt:
Eivor habe, so Vivi, es nie vermocht, sich selbst als ein Teil in einem größeren Zusammenhang als den ihrer Familie und ihrer Arbeit zu sehen. "Warum steht sie verständnislos vor dem was geschieht, als sei gerade sie für eine verblüffende Serie unglücklicher Umstände ausersehen ? Sie ist doch keine ausgewählte Landebahn für verunglückte Flugzeuge. Die Weltgeschichte gerät nicht jedes Mal aus den Fugen, wenn sie sich auf der Straße zeigt oder ihre Gardine hochzieht. Sie ist kein Satellit, der einsam seine Bahn zieht, sie ist Teil eines Zusammenhangs. Und ehe sie das nicht einsieht und anfängt, Erklärungen dafür zu suchen, was um sie herum geschieht, wird sie wie eine Beinamputierte durchs Leben robben, der man die Krücken geklaut hat."

Es bleibt offen, ob Eivor das jemals schaffen wird. Mühe gibt sie sich. Das, was Vivi ihr da ins Lebensstammbuch geschrieben hat, liest sich wie ein Programm für die zukünftige schriftstellerische Arbeit eines jungen Henning Mankell, der in den folgenden Jahrzehnten in zahllosen zum Teil wunderbaren Büchern genau diese Zusammenhänge aufgezeigt und aufgeschlüsselt hat.

Ein erstaunliches Frühwerk eines bedeutenden Literaten, den man durchaus auch einmal mit dem Literaturnobelpreis in Verbindung bringen könnte.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein völlig überflüssiges Buch, 19. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Von wegen starke Frauen und spannende Story. Die Geschichte ist einfach nur langatmig und langweilig. Von Frauen, die Stärke zeigen und ihr Leben meistern ist weit und breit keine Spur. Die beiden Hauptfiguren verzweifeln über nicht gelebte Träume und leben ein Leben, das sie so nie wollten. Teilweise bis hin zur Selbstaufgabe. Zwischenzeitlich war ich richtig genervt, so sehr machen sie sich immer wieder zum Opfer und setzen sich der Willkür ihrer Mitmenschen aus. Erhellende Einsichten oder Besserung gibt es auch nicht. Das Buch startet im Sumpf, das Buch endet im Sumpf.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Familienroman, 18. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Dem Klappentext nach zur urteilen, könnte man meinen, es ginge in diesem großartigen Roman hauptsächlich um die Freundschaft zwischen Vivi und Elna. Dieser Eindruck täuscht jedoch.
Daisy Sisters, ist ein grandioser Familienroman, der sich um die Entwicklung dreier Generationen dreht.
Seine Handlung spielt abwechselnd in der Vergangenheit mit der Protagonistin Elna, aber auch ihre Tochter Eivor und nicht zuletzt Linda, haben ihre eigenen Kapitel.
Teilweise ist die Handlung schwer zu verdauen, man braucht als Leser Atempausen, denn Henning Mankell berichtet hier über Vergewaltigung, Eifersucht und Gewalt in der Ehe.
Man sollte meinen, dass Menschen aus ihren Fehlern lernen können, diese verhindern und auch ihre Nachkommen diese Fehler nicht begehen, jedoch beweist Daisy Sisters, dass es auch anders sein kann.
Die Schicksale der Protagonisten wiederholen sich gnadenlos, verbauen die Zukunft der Frauen, engen sie ein, in einer Rolle, die sie eigentlich nicht wollten.
Doch sie geben nicht auf, kämpfen für ihr Glück und beweisen, wie stark das weibliche Geschlecht sein kann.
Der Autor schickt den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen, reißt ihn mit in die Geschehnisse und gibt ihn so schnell auch nicht wieder frei.
Auch wenn der Roman anfangs für mich etwas schwer zu lesen war, durch die Zeitsprünge, die vielen Personen und verschiedenen Namen, so konnte ich ihn nicht aus der Hand legen.
Die Figuren sind mit ihren Charaktereigenschaften sehr klar und deutlich dargestellt, sodass es dem Leser, trotz der vielen Namen sehr leicht fällt, die Personen zu unterscheiden.
Der Ort des Geschehens ist in Schweden und die Handlung spielt in einem Zeitraum von 1941 ' 1981.
So bekommt der Leser bewusst die Entwicklung der drei Generationen mit.
Mit einer Länge von 557 Seiten hat Henning Mankell meines Erachtens bewiesen, dass er nicht nur großartige Kriminalromane schreibt.
Sein Schreibstil ist klar und fließend und erlaubt dem Leser, sich schnell in diese Geschichte hineinzufinden.
Das Cover finde ich ebenfalls sehr gut gestaltet. Es zeigt zwei Mädchen bei einer Radtour und passt daher wunderbar zu dem Anfang der Geschichte. Jedoch möchte ich hier noch einmal bemängeln, dass der abgedruckte Klappentext auf dem Buchrücken auch dazu führen kann, dass man glaubt, es ginge hier um einen Freundschaftsroman.

Fazit:
Daisy Sisters ist einer der wenigen Familienromane, die mir noch lange Zeit in Erinnerung bleiben werden. Für mich war dies kein typischer Frauenroman, sondern ein anspruchsvoller Familienroman, der mit viel Feingefühl geschrieben wurde und Tiefgang besitzt. Ein Roman, der den Leser nachhaltig beschäftigen kann und zum Nachdenken anregt.
Der Roman ist übrigens bereits 1982 in Schweden erschienen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenn Frauen so einfach gestrickt wären, wie Mann sie hier beschreibt....oder, das war nichts, lieber Mankell!, 18. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Ich bin absoluter Mankell-Fan. Ich habe alle Wallander-Romane mit Begeisterung gelesen und war sehr neugierig auf diese Art des Romans, anhand einer Mehrgenerationenerzählung den Verlauf von gesellschaftlichen Entwicklungen zu beschreiben. Dennoch war ich enttäuscht - aus folgenden Gründen:
Mankell hat das Buch aus Sicht der Frauen geschrieben, was ihm (als Mann) wirklich nur eingeschränkt gelungen ist. Ich fand, dass die Gedankenwelt der Hauptdarstellerinnen (erst die der Mutter, dann der Tochter) sehr von männlichem Denken geprägt war.
Mein zweiter und größter Kritikpunkt jedoch ist, dass die Handlungen - insbesondere der Tochter - völlig wirr und nicht nachvollziehbar sind - wenn nicht total an den Haaren herbeigezogen. Es wird eine Frau beschrieben, die sich von dem Durchschnitt der Frauen ihrer Generation unterscheidet: Sie betrachtet das Frauenbild ihrer Zeit kritisch und trifft für sich selbstbewusste, freiheitsliebende Entscheidungen. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen bekommt sie in fast jugendlichen Jahren ungewollt ihr erstes Kind. Man ärgert sich als Leser zwar bereits das erste Mal über den offensichtlichen Leichtsinn, glaubt aber noch an Mankell und seine überraschenden Wendungen. Weit gefehlt. Sie wird misshandelt, geschlagen, regt sich unglaublich auf und verzeiht - aus einem diffusen, unbegründeten Gefühl heraus. Fragezeichen beim Leser - wieso macht sie das schon wieder???? Dass eine Frau, für die nichts schlimmer ist, als eine weitere Schwangerschaft, weil diese sie ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Freiheit beraubt, sich aus absolut durchschaubaren Anlässen und mit fadenscheinigen Begründungen der Männer zu ungeschütztem Verkehr einlässt (ich muss es erwähnen, weil es das Hauptthema des Buches ist, gespickt mit ein bißchen Gesellschaftskritik), ist völlig unglaubwürdig. Auch die Zuneigung zu einem Mörder, Vergewaltiger und Dieb kann dem Leser nicht glaubhaft vermittelt werden. Die Erklärungen wirken hölzern und nicht schlüssig. Eingeleitet werden solche Verfehlungen mit "sie hätte die Anzeichen bereits hier erkennen müssen" (ich zitiere jetzt nur sinngemäß). Welche Anzeichen? Dass sie wieder mit ihm im Bett landen wird? Hat sie einen freien Willen oder wurde dieser der Romanfigur abgesprochen? Mir fehlen die Worte für jeden weiteren Kommentar. Wenn die widersprüchlichen Handlungen wenigstens nachvollziehbar begründet worden wären - aber so blieb einem nur ein verständnisloses Kopfschütteln beim Lesen. Sorry, lieber Mankell, aber das war nichts.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen bin etwas enttäuscht, 22. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Vorab: ich habe noch nie zuvor einen Mankell gelesen, bin also vollkommen unbedarft (ohne Vorerwartungen) an dieses Buch herangegangen. Desweiteren vorab: ich habe es mir nicht selbst gekauft, sondern geschenkt bekommen. Ja, auch ich habe Effi Briest gelesen ( was hier in einer Rezension in den Zusammenhang mit eben diesem mir vorliegenden Mankell gebracht wurde) und kann auch mit sehr viel Phantasie keine Ähnlichkeit zu "Daisy Sisters" erkennen.
Leute, Ihr habt dieses Buch hier so hoch gerühmt: wo bitte ist denn die im Klappentext angekündigte "exzellente Unterhaltung"? Ständig ist hier im Buch einer Wortwörtlich "geil", ständig wird hier eine(r) vergewaltigt, ständig wird abgetrieben, herumgehurt usw. Was ist denn daran unterhaltsam? Mag sein, dass die Umstände zur damaligen Zeit, in der der Roman spielt, gut beschrieben sind, aber das dann als unterhaltsam anzupreisen finde ich fast pervers. Ferner: ich persönlich finde viele von Mankells Formulierungen ungeschickt und nahezu plump. So gibt er an einigen vielen Stellen so superplumpe Vorankündigungen auf weitere Geschehnisse. Das ließe sich ja wohl eine ganze Ecke geschickter anstellen und etwas besser und dezenter einflechten. Zumindest kenne ich eine ganz Reihe guter Literatur, in denen den betreffenden Autoren eben dies gelungen ist.
Meiner Meinung nach nur 3 Sterne wert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise durch Schweden, 18. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Da die Amazonbewertungen ziemlich mies sind muss ich mal genaueres dazu schreiben.

Wer denkt Daisy Sisters ist ein netter Roman über verschiedene Frauen, der irrt. Es geht um Frauen in der Nachkriegszeit bis hin zu den 80ern, die versuchen die modernen Umschwünge mitzuleben, die scheitern, die Schlimmes erleben und zwischendurch sich immer wieder aufraffen. Es ist kein heiteres Buch, es ist ehrlich. Es strotzt nicht vor Spannung und trotzdem konnte ich ab und an wirklich lachen, musste es mal weglegen oder habe mich stundenlang mitreißen lassen.

Die Charaktere sind nicht beschönigt, sie zeigen gute und schlechte Seiten, zeigen wie die Frauen sich verändern. Charaktere wie Anders, Lasse oder Rune mögen auf den ersten Blick nicht liebenswert sein. Auf den zweiten Blick sind sie so wertvoll und real wie das ganze Buch. Die zerbrochene Seele von Lasse und seine Sehnsucht nach einem Anker, Runes weiches Herz oder das spannende Leben von Anders sind Geschichten, die das Leben schreibt. Die Figuren kommen und gehen, genauso wie Freundschaften.

Die mehrfach kritisierte Sprache des Buches ist für mich recht typisch für die damalige Zeit in Arbeiterkreisen. Sieht man Filme, die diese Jahre behandeln, findet man einen ähnlichen Sprachgebrauch. Chauvinistisch (das meinte eine Amazonrezension) ist es bei weitem nicht. Der männlich geprägte Sprachgebrauch der 70er wird auch zum Schluss hin sichtbar, als Eivor sich gegen die Plakate auf der Arbeit einsetzt. Es ist eine Zeit der männlichen Dominanz, die langsam aber sicher eine Veränderung durchlebt. Das dies heute nicht mehr so ist haben wir Frauen wie den Protagonistinnen zu verdanken, die bei weitem nicht alles richtig gemacht haben, aber doch vieles veränderten. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass dieses Buch NICHT in 2013 spielt. Und das verstehen wohl die meisten Leser nicht ;) bzw. haben sie keinerlei Ahnung von der Emanzipationsbewegung ab den 60er Jahren.

Alles in allem habe ich das Buch sehr genossen. Es ist kein Krimi, kein Thriller und wer einen weiteren Wallander erwartet hat ist auch falsch gewickelt. Es ist eine Reise mit zwei Frauen über mehrere Jahrzehnte hinweg durch Schweden, eine Reise mit vielen Facetten.

Generell würde ich es mit 4 Sternen bewerten, da es hier aber wirklich unter Wert verkauft wird schraube ich auf 5 Punkte hoch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bewegende Familiengeschichte, 18. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Zunächst einmal: Man muss sich beim Lesen davon lösen, dass einem Mankell vorallem als brillianter Krimiautor bekannt ist. Diese beiden Genre kann man nun wirklich nicht miteinander vergleichen. Dies sollte einem vor dem Lesen klar sein, weshalb ich die negativen Bewertungen, die sich darauf beziehen, nur zum Teil nachvollziehen kann.
Zum Buch selber: Eine bewegende Familiengeschichte/Frauengeschichte, die sich über drei Generationen erstreckt. Und allen widerfährt mehr oder weniger das gleiche Schicksal. Dies ist sehr beklemmend erzählt und diese Ausweglosigkeit versetzt einen tatsächlich in trübe Stimmung. Nur aus diesem Grund gibt es von mir nur 3 Sterne. Aber man muss sich wohl damit auseinandersetzen, dass das Leben für die Frauen dieses Romans quasi vorbestimmt ist. Vor familiären Vorbelastungen lässt es sich kaum fliehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vergebliche Suche nach Freiheit und Unabhängigkeit, 3. August 2011
Von 
Raumzeitreisender (Münsterland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
Henning Mankell beschreibt eine Familiengeschichte über einen Zeitraum von 40 Jahren, beginnend in der Kriegszeit 1941. Die Geschichte wird in mehreren Zeitsprüngen erzählt. Handlungsort ist Schweden. Die Hauptpersonen sind Elna und ihre Tochter Eivor. Es geht primär um ihre Beziehungen zu Männern, aber nicht nur. Gleichzeitig beinhaltet "Daisy Sisters" eine Milieustudie über die Situation der Arbeiterfamilien in der Nachkriegszeit.

Das Schicksal durchkreuzt ständig die Pläne der jungen Damen. Meist geht es um ungewollte Schwangerschaften. Mankell bringt die Situation auf den Seiten 507 und 508 auf den Punkt: "Wie immer, wenn Eivor sich in einer Situation befindet, die eine Entscheidung fordert, vermag sie es nicht, sich selbst als Hauptperson zu sehen, von einer Anzahl von Satelliten umkreist. Es ist genau umgekehrt, es sind die Satelliten, die die Entscheidung treffen, und sie selbst ist nur eine Randfigur."

Das Schicksalhafte ist in dem Roman so dominant, dass es schon nerven kann. Über mehrere Generationen hinweg machen Mutter, Tochter und Enkelin ähnliche Erfahrungen mit Männern. Wo bleibt das Unberechenbare, wo die Überraschung? Mankells spätere Werke sind weniger langatmig und gefallen mir besser.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen leider nein, 5. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Taschenbuch)
mankell kann wallander (obwohl, der allerletzte war auch nicht mehr der bringer). alles, was ich sonst von ihm las, hat mich überhaupt nicht begeistert, in keinster weise. die "daisy sisters" reihen sich da auch ein. der anfang geht ja noch, man kommt schnell in die geschichte rein und freut sich darauf, wie es weitergeht.
danach kommt nur noch langeweile, endlose psychologisch und pseudopolitisch überfrachtete seiten, die "daisy sisters" bleiben eigentlich völlig auf der strecke. es geht nur noch um einen ableger dieser schwestern, und aus dem entwickelt sich nur langweiliges unheil. es hat mich nicht berührt, mich nicht traurig gemacht, sondern eher wütend.
nein, ein mankell ohne wallander (einschränkung siehe oben), das ist nichts, ich glaube, das wird auch nichts mehr.
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Daisy Sisters: Roman
Daisy Sisters: Roman von Henning Mankell (Taschenbuch - 1. Mai 2011)
EUR 12,95
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