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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Engel, Leichen und Humor - die perfekte Mischung!
Kurzbeschreibung:
Die Schmutzengel" organisieren gestressten Managern und unbeholfenen Muttersöhnchen den lästigen Haushalt und die anstrengende Freizeit. Corinnas kleine Firma läuft bestens, bis zu dem Tag, an dem im Haus des neuen und sehr peniblen Kunden plötzlich ein Toter liegt. Besorgt um das Image ihrer Firma beschließt Corinna: Der...
Veröffentlicht am 23. Mai 2010 von Ramona Nicklaus

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Leiche macht noch keinen Krimi
Leider kann ich mich den begeisterten Stimmen nicht anschließen.

Ich hatte sehr viel von dem Roman erwartet, weil ich die Grundidee klasse finde - Putzfrau entsorgt Leiche, Krimi meets Frauenunterhaltung. Und natürlich weil er mit so vielen Vorschusslorbeeren bedacht wurde. Ich bin ziemlich enttäuscht worden. Denn das Buch finde ich weder...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2011 von Buchinhalator


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Engel, Leichen und Humor - die perfekte Mischung!, 23. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung:
Die Schmutzengel" organisieren gestressten Managern und unbeholfenen Muttersöhnchen den lästigen Haushalt und die anstrengende Freizeit. Corinnas kleine Firma läuft bestens, bis zu dem Tag, an dem im Haus des neuen und sehr peniblen Kunden plötzlich ein Toter liegt. Besorgt um das Image ihrer Firma beschließt Corinna: Der muss schnellstens weg! Doch wie und wohin?

Engel, Leichen und Humor - die perfekte Mischung!

Corinna wurde gekündigt! Und zu allem Unglück macht auch noch ihr Freund Schluss. Was soll sie jetzt bloß tun? Sie hat bislang nur in einer Firma gearbeitet, war noch nie bei einem Vorstellungsgespräch und ist zu alledem noch sehr introvertiert. Wenn man da nicht auf die Hilfe von Freunden vertrauen kann, geht gar nichts mehr.
Und da kommt ihr die Idee: Putzen für gestresste Manager und unbeholfene Muttersöhnchen!
Eine Werbekampagne ist schnell auf die Beine gestellt, eine putzwillige Angestellte schnell gefunden und alles scheint perfekt.
Doch ausgerechnet als Corinna von einer dicken Erkältung geplagt wird, muss sie aushelfen. Sie hätte sich nie träumen lassen, dass dies der Beginn von ziemlich abstrusen Ereignissen ist.
Sie findet eine Leiche. Und diese Leiche darf auf keinen Fall im Haus ihres Kunden bleiben, sonst wirft das noch ein schlechtes Licht auf die Firma. Also lädt Corinna jene Leiche flugs in ihr Auto und fährt davon. Doch was nun? Viele Krimis hat sie ja gesehen, wie also nun die Leiche wegschaffen? Der Stress macht die Situation nicht besser. Sie wird immer kränker und bekommt immer mehr Panik. Wenn dann noch die beste Freundin enttäuscht auf eine Zurückweisung reagiert und der ehemalige Freund wieder Gefallen an einem findet, kann die Situation nur noch total verfahren enden.

Dieses Buch nimmt das Leben und seine Leichen mit Humor.
Mit viel Witz und Ideenreichtum hat sie hier das Leben der erfolglosen Corinna aufgebaut, nur um sie gleich darauf vor schier unlösbare Aufgaben zu stellen.
Diese werden von der Protagonistin mit so viel Vielfalt versucht zu lösen, dass die Mundwinkel einfach zucken müssen.

Zudem hatten ihre Figuren die einmalige Fähigkeit, Situationen so bildlich zu beschreiben, dass für den Leser auch noch etwas übrig blieb...

Mit Witz und Charme ist das Buch die perfekte Unterhaltung für einen verregneten Tag und Jutta Profijt hier ein ganz wunderbarer Roman gelungen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Total gaga - aber ausgesprochen amüsant!, 16. November 2010
Von 
Edith Nebel "giora60" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
"Erst in diesem Moment realisierte ich das ganze Ausmaß meines Problems. Meines katastrophal grandiosen Problems. Eine Leiche im Haus eines Kunden, in dem ich gestern aus lauter Doofheit vergessen hatte, die Tür zu schließen. Eine Leiche!" (Seite 105/106)

Mit einem Schlag gerät das Leben der Werbekauffrau Corinna Leyendecker, 31, total aus den Fugen. Aus heiterem Himmel wird sie von ihrem Agenturchef betriebsbedingt entlassen und sofort freigestellt.

Wenn es im Vorfeld Warnzeichen gegeben hat, so hat sie sie nicht erkannt. So muss es auch in ihrer Beziehung gelaufen sein, denn als sie nach der Kündigung überraschend früh nach Hause kommt, erwischt sie dort ihren Lebensgefährten Greg mit seiner Kollegin im Bett. Der faselt was von "Liebe auf den ersten Blick" und will, dass Corinna sofort auszieht. Doch so schnell geht das nicht, und so haust sie vorübergehend im ehemals gemeinsamen Arbeitszimmer, während Greg mit der Neuen die restliche Wohnung bewohnt.

Um aus dieser Situation herauszukommen und sich eine eigene Wohnung leisten zu können, braucht Corinna wieder einen Job. Wer in der Werbebranche arbeitet, weiß, was jetzt kommt: Mit 31 hat Corinna das Verfallsdatum bereits überschritten. Sie bekommt in ihrem Job keine Stelle mehr.

Mitten in einem Vorstellungsgespräch, das der potenzielle Vorgesetzte für ein ausgiebiges Telefonat zur Regelung seines Privatkrams unterbricht, hat Corinna einen Geistesblitz: Könnte sie nicht aus ihrem Organisationstalent anderweitig Kapital schlagen - mit einem Wohnungs-Rundumbetreuungsservice? Haben nicht schon ihre Agentur-Kolleginnen immer gespottet, ihr Lebensabschnittsgefährte genieße bei ihr "betreutes Wohnen"?

Ihrer punkigen Freundin und Ex-Kollegin, der Texterin Tabea "Troll" Trollinger, muss sie ihre Geschäftsidee erst erklären: "Ich will Menschen, die keine Zeit haben, sich um ihren Haushalt zu kümmern, genau das abnehmen. Das Kümmern." (Seite 48) Tabea bleibt skeptisch, bietet aber an, die Werbemaßnahmen für Corinnas Startup-Unternehmen zu konzipieren. Sie ist es auch, die auf den Firmennamen "Schmutzengel" kommt.

Die Schmutzengel legen los und erweisen sich bald als Erfolgskonzept. Die Erfolgsgeschichte mutiert jedoch zum Horrortrip, als Corinna, gesundheitlich schwer angeschlagen, eines Abends vergisst, bei einem Kunden die Tür zum Kühlhaus zu schließen. Am nächsten Tag fährt sie hin um das Versäumte nachzuholen. Es soll sich ja kein Unbefugter Zugang verschaffen können. Doch als sie dort ankommt, ist genau das bereits geschehen: Im Kühlhaus liegt die Leiche eines Obdachlosen! Wie soll sie das nur ihrem Auftraggeber erklären, ohne dass der gute Ruf der Schmutzengel zum Teufel geht? Am besten gar nicht. Die Leiche muss weg!

Corinna lädt also den Toten in den Kofferraum ihres Autos und macht sich vom Acker. Doch den Verstorbenen loszuwerden erweist sich ausgesprochen schwierig ... Gibt einen Ausweg aus dieser Situation? Wird Corinnas Leben jemals wieder in normalen Bahnen verlaufen?

Die Geschichte ist hochgradig gaga - und ausgesprochen amüsant, nicht nur für Leute aus der Werbebranche. Für die ist noch der eine oder andere Extra-Lacher drin, wenn sie branchentypische Marotten wiedererkennen - und vielleicht sogar einen Kollegen ...

Zum Kichern ist, wie die rüpelhafte Tabea das Speeddating aufmischt ... wie dieser theatralische Wurzelzwerg von Stilberater die Teilnehmerinnen mit seinem taktlosen Geschwätz fix und fertig macht ... wie hyperaktive Fernsehteams in die bodenständige Welt der Schmutzengel einbrechen ... und wie Lisbeth mit einem Universitätsprofessor über das Saubermachen philosophiert.

So abgedreht und unwahrscheinlich die Story auch ist, sie vermittelt doch eine Botschaft: "Mädels, verliert eure Wünsche und Träume nicht aus den Augen! Und lasst sie euch nicht von Mitmenschen ausreden, die sich auf eure Kosten ein bequemes Leben machen wollen!" Corinna lernt ihre Lektion zum Glück schon relativ früh im Leben. Aus dem ausgenutzten Hascherl wird peu a peu eine selbstbewusste Geschäftsfrau. Ihre Oma hat schon Recht, wenn sie schließlich feststellt: "Du siehst plötzlich so ... erwachsen aus." (Seite 276) Und das liegt nicht nur daran, dass Corinna die Ratschläge eines durchgeknallten Stilberaters umgesetzt hat. Da hat ein Reifeprozess stattgefunden.

Leserinnen mit einer Affinität zu Zahlen werden sich fragen, wie denn eine 57-jährige Oma eine 31-jähige Enkelin haben kann. Und einen Enkel, der zwischen 40 und 50 ist. (Erwähnt wird nur, dass Corinnas Bruder um so vieles älter ist als sie, dass er ihr Onkel sein könnte.) Corinnas Mutter wäre laut Buch 40. Das kann auch nicht sein. Entweder hat sich die Autorin verrechnet oder das Lektorat hat am Alter der Figuren so lange herumkorrigiert, bis gar nichts mehr zusammenpasste. Das ist für die Geschichte nicht weiter wichtig, aber Zahlenmenschen stören solche Ungereimtheiten.

Doch davon abgesehen: Die Geschäftsidee der Schmutzengel ist genial! Wenn sie nicht nur für Männer arbeiten würden - Frauen sind ihnen in Haushaltsdingen zu kritisch - würde ich sie glatt engagieren!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmutzengel ./. Leiche, 28. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Es gibt Tage, da sollte man einfach nur im Bett bleiben - ein solcher Tag bei der 31-jährigen Corinna Leyendecker war im Oktober. Kaum auf Arbeit in einer Werbeagentur angekommen, erhält sie ihre Kündigung, wieder zu Hause erwischt sie ihren Freund Greg inflagranti mit einer Bohnenstange namens Sue und wird auch noch aufgefordert, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen. Sie zieht zwar vorübergehend in Gregs Arbeitszimmer, doch dem frisch verliebten Paar beim Turteln zuzusehen, ist natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei. Doch wohin ohne Geld, eine neue Wohnung kann sie sich im teuren Düsseldorf nicht leisten. Also heißt es, sich in den Bewerbungsdschungel begeben, doch wie richtig anstellen? Bis dato hatte Corinna sich lediglich um einen Ausbildungsplatz beworben, diesen auch bekommen, ihre Ausbildung gemacht und wurde anschließend in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen, sprich: Seit über 10 Jahren hat sie sich mit dem Thema Bewerbung nicht mehr auseinandergesetzt.

Hilfe erscheint ihr in Form ihrer Ex-Kollegin Tabea Trollinger, genannt Troll. Diese peppt ihren Lebenslauf auf und tatsächlich führen die Bewerbungen zu Vorstellungsgesprächen - doch leider nicht mehr, denn Corinna ist schüchtern und zurückhaltend und schafft es einfach nicht, sich zu verkaufen. Dann allerdings hat sie mitten in einem Vorstellungsgespräch eine Idee: Sie könnte doch einen Rund-ums-Haus-Service aufmachen, um gestressten Managern den Haushalt abzunehmen. Mit Hilfe von Troll schafft sie es, tatsächlich ein Konzept zu erstellen, Existenzgründergelder zu erhalten und ein passender Name ist auch gefunden, die "Schmutzengel" gehen an den Start. Auch ihre heiß und innig geliebte Oma ist bereit, sie finanziell zu unterstützen und sogar noch mehr. Zurzeit lebt Omas beste Freundin Lisbeth Baues bei ihr, die sich endlich, nach über 30 Jahren von ihrem Mann getrennt hat und nun bereit ist, ein neues Leben zu beginnen. Als Hauswirtschafterin erfüllt sie alle Voraussetzungen für einen (Putz)Job bei den Schmutzengeln und wird vom Fleck weg eingestellt. Doch Lisbeth putzt nicht nur - mit Rat und Tat steht sie der Neuunternehmerin Corinna zur Seite und Dank der genialen Werbung von Troll flattern auch die ersten Aufträge ins Haus. Zwischenzeitlich ist Corinna auch bei Greg ausgezogen und hat sich eine Kombination aus Wohn- und Geschäftsräumen gemietet, mit einem überaus talentierten Hausmeister als Nachbarn.

Auch Rüdiger Lauenstein gehört zu Corinnas Kunden. Als Lisbeth sich krank meldet, springt Corinna ein und arbeitet ihre Aufträge ab und vergisst, das Kühlhaus von Lauenstein abzuschließen. Mitten in der Nacht fällt ihr das ein, doch oh Wunder, Lauenstein meldet sich am nächsten Tag zu einer Konferenz ab - sie hat also alle Zeit der Welt, hinzufahren und das Kühlhaus zu verschließen. Gesagt, getan, doch als sie im Kühlhaus steht macht sie eine Entdeckung, mit der sie nicht gerechnet hatte - die Leiche es Obdachlosen. Dieser muss sich zum Schutz vor der Kälte reingeschlichen haben und ist dann im Kühlhaus gestorben, doch dort, das weiß Corinna, kann die Leiche auf keinen Fall bleiben, Lauenstein ist schließlich einer ihrer Kunden. Also erst einmal die Leiche in ihren Kofferraum verfrachtet und nichts wie weg - doch, wo entsorgt man in Düsseldorf unauffällig eine Leiche?

Ein ausgesprochen amüsantes Buch! Der Plot des Buches wurde sehr abwechslungsreich gestaltet. Sicherlich war es jetzt nicht sonderlich überraschend, in welche Richtung sich das Buch entwickelt hat, aber auf Grund der ausgesprochen kurzweiligen und amüsanten Schreibweise hat es sich hier um das reinste Lesevergnügen gehandelt. Die Figuren, allen voran Protagonistin Corinna, wurden ausgesprochen sympathisch und realistisch in Szene gesetzt. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste Buch der Autorin, dass ich bis dato gelesen habe, es war aber mit Garantie nicht das letzte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angenehm für Zwischendurch, 7. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Innerhalb von 3-5 Minuten (je nach Lesegeschwindigkeit), verliert Corinna, 1,78 Meter groß, leicht übergewichtig und mit ein wenig desorientierten Proportionen versehen Job und Lebensgefährten. Zudem das stylisch eingerichtete Heim und steht als bisheriges "Mädchen für alles", vor allem für die Ordnung in der Werbeagentur, vor einem radikalen Neuanfang. Der sich mühselig zu gestalten scheint, denn die Erfahrungen mit der Beraterin der Arbeitsagentur deuten an, dass nicht viel an Bewahrung des alten Lebens zu erwarten sein wird.

Nicht nur, dass in dieser Situation ganz automatisch die Pfunde purzeln, während des weihnachtlichen Besuches bei der Oma in der Eifel aber entsteht die geniale Geschäftsidee. War Corinna nicht bisher von, übrigens trefflich gezeichneten, durchaus hohen Zahl alleinstehender, erfolgreichen Männer der Werbung umgeben, die eines auf keinen Fall hinbekommen, nämlich ihren eigenen Hausstand in Ordnung zu halten? Corinna bietet Abhilfe mit ihrer eigenen Firma, den "Schmutzengeln", die für alles rund ums eigene Wohnen sorgen werden. Mit Lisbeth, der besten Freundin Ihrer Großmutter, ist auch die stützende Angestellte umgehend zur Verfügung (wenn Lisbeth doch nur noch lernen würde, ihre neue Chefin, die sie von Kindesbeinen an kennt, "Kindchen" zu nennen). Als dann noch ihre neue beste Freundin, der "Troll" die Werbemaschine in Gang setzt, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege. Bis, ja bis bei einem der Kunden plötzlich eine Leiche im Kühlhaus liegt. Und als dann noch die neue Speeddating-Bekanntschaft Jens privat näher kommt, ist Corinna an allen Fronten beschäftigt. Wohin mit der Leiche im Kofferraum? Und wie das alles zeitlich auf die Reihe bekommen?

Mit viel Humor und unterschwelligem Witz treibt Jutta Profijt die durchaus unterhaltsame Geschichte voran. Sprachlich bewegt sie sich dabei im Rahmen alltäglichen Sprachgebrauches, ohne allerdings in Plattheiten oder reine Umgangssprache abzurutschen.

Besonders bemerkenswert ist die lebensnahe Zeichnung aller Figuren. Sei es die überdrehten schwarzgewandeten Werbeikonen, denen auch im persönlichen Bereich Image vor Realität und Schein vor sein geht, sei es die in Männerfragen einfach naive Corinna, die ihren Greg unbedingt wieder erobern möchte, blind für dessen Oberflächlichkeit oder sei es Lisbeth als hauswirtschaftliches Genie auf dem Wege der Selbstverwirklichung (wirklich jeder kennt solche Freundinnen seiner Großeltern).
Viele moderne Errungenschaften geraten zudem in den Blick. Wunderbar zu lesen, wofür sich ein Speeddating noch alles so eignen kann und ebenso kann man das moderne Leben wiedererkennen in dem Versuch, umgehend nach einer Entlassung wieder Tritt zu fassen.
Die "Leiche zum Dessert" erscheint allerdings ein wenig konstruiert, letztlich ist nicht wirklich nachvollziehbar, warum sie im Kofferraum von Corinnas Wagen landet und diese verzweifelt versucht, eine Entsorgungsmöglichkeit zu finden statt wirklich einfach die Polizei einzuschalten.
Diese Konstruktion ist allerdings im Blick auf die verzweifelten Versuche, sich des Toten zu entledigen, verzeihlich, denn um diesen Versuch herum geschieht einiges an humorvollem Scheitern. Wunderbar wird der Angstschweiß beschrieben, der wohl jedem auf die Stirn treten würde, wenn das eigene Auto samt Leiche im Kofferraum am Abschlepphaken hängt. Und schön, dass es noch Abschlepper mit Herz geben könnte.......

Fazit:

Natürlich ist hier keine Hochliteratur zu erwarten, das Buch bietet aber durchaus ein Lesevergnügen für zwischendurch. Wenn dann demnächst noch einmal die Sonne mit ein wenig Wärme zum Verweilen in einem Kaffee einladen sollte, ist der "Schmutzengel" ein durchaus angenehmer Begleiter.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeder hat so seine Leichen im Keller, 25. April 2010
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Doch nicht alle räumen sie auch weg!

Manchmal geschieht alles auf einmal. Genauso ist es derzeit in Corinnas Leben. Als wenn es nicht schon genug wäre, dass sie ihren Job verliert, erwischt sie ihren Freund Greg auch noch mit seiner neuen Freundin in der gemeinsamen Wohnung. Oh... hatte er etwa vergessen, Corinna von Sue zu erzählen? Großzügig wie er ist, bietet er Corinna an, noch eine Weile dort zu wohnen, bis sie etwas eigenes findet. Hätte sie Freunde, wäre es kein Problem, woanders unterzukommen, doch auch dieser Bedarf wird in ihrem Leben gerade nicht gedeckt.

Also kommt Troll, eine ehemalige Arbeitskollegin von Corinna, wie gerufen. Nun heißt es handeln um aus dem verkorksten Leben eines mit viel Sinn zu machen. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin gründet Corinna nun eine Putzfirma, die alleinstehenden, nach Geld stinkenden Männern, die Wohnungen und Häuser reinigt. Das Geschäft läuft gut an und nachdem Corinna eine Typberatung über sich hat ergehen lassen (damit sie auch wirklich als erfolgreiche Geschäftsfrau wahrgenommen wird), scheint alles im Lot zu sein. Doch dann findet sie auf einmal eine männliche Leiche im Haus eines ihrer Kunden. Statt die Polizei zu informieren, versucht sie, den Toten auf eigene Faust aus dem Weg zu räumen. Eine wahnsinnig lustige Geschichte nimmt seinen Lauf und der Leser ist natürlich gespannt auf die Auflösung des Ganzen.

Schon von den Romanen 'Kühlfach 4' und 'Kühlfach nebenan' der Autorin war ich restlos begeistert. 'Schmutzengel' ist nun zwar anders (vielleicht etwas weiblicher, eben weil es aus der Sicht einer Frau geschrieben ist), aber auf jeden Fall genauso gut. Der Humor, den ich auch bei den anderen Büchern so sehr mochte, findet in diesem Buch wieder seinen Platz in der ersten Reihe und nicht selten habe ich mir all die urkomischen Situationen in dieser Geschichte bildlich vorgestellt und gedacht 'Oh. Mein. Gott.' um danach laut loszulachen.

Ebenso habe ich ein paar wunderbare Wortkreationen gefunden, über die ich mich sehr amüsiert habe, die ich hier und jetzt aber nicht verraten möchte, um euch dieses Lesevergnügen nicht vorab zu nehmen.

Ich freue mich auf weitere Bücher von Jutta Profijt!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Leiche macht noch keinen Krimi, 9. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Leider kann ich mich den begeisterten Stimmen nicht anschließen.

Ich hatte sehr viel von dem Roman erwartet, weil ich die Grundidee klasse finde - Putzfrau entsorgt Leiche, Krimi meets Frauenunterhaltung. Und natürlich weil er mit so vielen Vorschusslorbeeren bedacht wurde. Ich bin ziemlich enttäuscht worden. Denn das Buch finde ich weder spannend wie ein Krimi, noch lustig wie gute Frauenunterhaltung sein sollte.

Positiv zu vermerken ist, dass Jutta Profijt flüssig schreiben kann.

Folgende Probleme hatte ich mit dem Buch:
1. Die Hauptfigur Corinna ist mir sehr mäßig sympathisch. Sie lässt alles mit sich machen, lässt sich von Kollegen und Ex-Freund verarschen - und die einzige Wandlung, die sie (außer dem Selbständigmachen) im Laufe der Geschichte vollzieht, ist, dass sie zwanzig Kilo abnimmt und deswegen auf einmal von allen bewundert wird. Sie ist weder besonders einfallsreich, noch durchsetzungsfähig, und alleine würde sie gar nichts geregelt kriegen, wenn ihr nicht andere helfen würden. Schade! Ich hätte mehr Initiative erwartet. Und auch weniger Kranksein. Ich fühlte mich regelrecht angesteckt von der Grippe, die Corinna befällt. Unangenehm. Auch die anderen Personen fand ich mehr oder weniger uninteressant, außer natürlich die patente Oma und ihre patente beste Freundin, weil patente Omis nun mal eben immer sympathisch sind.

2. Die Story konnte mich leider gar nicht überraschen. Ich hatte eine Kriminalhandlung erwartet, eine Aufklärung des Mordfalls, Schurken, Fallen, gefährliche Situationen, in die Corinna hineingerät - aber nichts ist. Bis zum Auftauchen der im Klappentext angekündigten Leiche liest sich das Buch eher wie ein Ratgeber zum Selbständigmachen, da wird sowohl das Problem "Wie bewerbe ich mich richtig" thematisiert, als auch die Geschäftsstragetie im Detail erläutert, inklusive Stilberatung. Langweilig. Nach Auftauchen der Leiche ist es eben ein Ratgeber mit Leiche, aber leider ohne Kriminalfall.

ACHTUNG - ich verrate jetzt einiges von den (wenigen) Wendunden. NUR WEITER LESEN, WENN MAN DAS BUCH SCHON GELESEN HAT ODER NICHT LESEN WIRD!!!!

Die im Klappentext angekündigte Leiche taucht auf S. 100 auf. Dann ist die Leiche über ungefähr 100 Seiten im Kofferraum von Corinnas Auto. Aber ohne groß für Ärger zu sorgen. Dann wird sie problemlos entsorgt. Dann kommt für einen kurzen Moment Spannung auf, weil die Leiche wieder gebraucht wird. Aber auch das Wiederbeschaffen der Leiche wird problemlos auf wenigen Seiten erledigt. Langweilig.

Das Ende ist dann das klassische Happy End: Hauptfigur ist dünn und begehrt und geschäftlich erfolgreich, Ex-Freund abserviert (aber auch das unspektakulär - wenigstens eine kleine Racheaktion an ihm wäre nett gewesen) - neuer Freund in Sicht.

Alles in allem belanglos, nicht witzig, nicht spannend - sehr schade.
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5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam!!!, 9. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Kindle Edition)
Ein wirklich unterhaltsames Buch. Wahnsinnige Tiefe sucht man vergeblich, aber es ist amüsant, schön geschrieben und bietet tatsächlich mal eine etwas andere Story. Ideal zum Abschalten, am Strand, im Bett oder einfach mal zwischendurch.
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3.0 von 5 Sternen Mitte etwas langatmig!, 12. September 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Wer die Bücher vom Kühlfach kennt wird sich mit diesem Buch langweilen,leider nicht so witzig und spannend geschrieben, es wird viel vom Abnehmen, und Grippesymtomen geschrieben. Ich würde es nicht unbedingt weiterempfehlen, zeitweisen schon ziemlich zäh zu lesen.
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5.0 von 5 Sternen Super, 10. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Das hat doch was. Witz, Spannung. Musste zwischendurch lauthals lachen. Kann man nur weiter empfehlen. Mein Urlaub war gerettet. Mehr
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4.0 von 5 Sternen Buchserie, 16. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schmutzengel: Roman (Taschenbuch)
Ich liebe die Schreibweise von Jutta Profijt. Die Kühlfachserie mit Geist Pascha ist genial geschrieben und gut recheriert, kurzweilig, überaus lesenswert.
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Schmutzengel: Roman
Schmutzengel: Roman von Jutta Profijt (Taschenbuch - 1. Mai 2010)
EUR 8,95
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