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5.0 von 5 Sternen Breslau 1927 - exotischer gehts nicht mehr
1927 in Breslau, das damals noch zu Deutschland gehörte. In der Zeit der Weimarer Republik werden dort Drogen konsumiert, Orgien gefeiert und voller Weltunteragangsstimmung Sekten gegründet. Fast so wie in Berlin, nur ein wenig gemütlicher. Hier kennt jeder jeden, oder hat zumindest eine Vorstellung wer der andere ist. Doch gerade diese Stadt ist mehr als...
Veröffentlicht am 30. Mai 2006 von Georg Rusbeck

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kriminalrat Mock in einem Krimi im deutschen Breslau der 20er Jahre
Marek Krajewski, Altphilologe und Dozent an der Universität Wroclaw, dem deutschen Breslau der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, hat - für einen Polen überraschend - eine Krimiserie mit Kriminalrat Mock im Mittelpunkt in den 20er- und 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts im deutschen Breslau geschrieben. In deutscher Sprache gab es bisher nur "Tod in Breslau" (btb...
Veröffentlicht am 2. September 2006 von Ewald Judt


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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Breslau 1927 - exotischer gehts nicht mehr, 30. Mai 2006
1927 in Breslau, das damals noch zu Deutschland gehörte. In der Zeit der Weimarer Republik werden dort Drogen konsumiert, Orgien gefeiert und voller Weltunteragangsstimmung Sekten gegründet. Fast so wie in Berlin, nur ein wenig gemütlicher. Hier kennt jeder jeden, oder hat zumindest eine Vorstellung wer der andere ist. Doch gerade diese Stadt ist mehr als morbid. Es kommt zu einer Mordserie, die nur sehr lose zusammen zu hängen scheint.

Da wird ein NS-Sympathisant und Musiker ermordert. Ein Kommunist zerhackt. Und ein Politiker im Bordell erstochen. Alles was diese Mordfälle gemeinsam haben ist jeweils ein Kalenderblatt am Tatort. Der exzessive und ständig von der Suspendierung bedrohte Kriminalrat Eberhard Mock muss sich mit herumschlagen.

Aber er schlägt auch so mal zu. Auch ohne Gund. Er verprügelt, was er nicht sollte, mal Zeugen. Spioniert seiner aristokratischen Freundin nach. Und bedient sich dabe zu allem Überduß auch noch der eigenen Untergebenen.

Fast beiläufig erzählt der polnische Autor Marek Krajewski, der im hauptberuflich klassische Philologie an der Universität von Wrocław lehrt, die Geschichte einer Stadt, die heute nur noch Geschichte ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterstück, 21. Januar 2008
Von 
Jürgen Capito "jcapito" (Osterode, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Krajewskis Kriminalroman "Der Kalenderblattmörder" halte ich für ein Meisterstück mit Elementen des Sitten-und Schauerromanes, Thrillers und Psychodramas. Akribisch wird die alte schlesische Hauptstadt Breslau der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschrieben, ein wahres Sündenbabel mit Armut und bürgerlicher Scheinheiligkeit, Drogen, Perversionen und Prostitution, in dem scheußliche Verbrechen den labilen, aber genialen Kriminologen Mock auf den Plan rufen. Dieser Mock, seine schöne gefährdete Frau, der geheimnisvolle Mörder, das düstere Breslau, das alles verbindet Krajewski zu einem spannenden Lesevergnügen. Und eine gehörige Portion schwarzen Humors machen die Lektüre noch lohnender.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kriminalrat Mock in einem Krimi im deutschen Breslau der 20er Jahre, 2. September 2006
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Marek Krajewski, Altphilologe und Dozent an der Universität Wroclaw, dem deutschen Breslau der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, hat - für einen Polen überraschend - eine Krimiserie mit Kriminalrat Mock im Mittelpunkt in den 20er- und 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts im deutschen Breslau geschrieben. In deutscher Sprache gab es bisher nur "Tod in Breslau" (btb 72831 - "Smierc w Breslau", 1999). Nunmehr liegt auch "Der Kalenderblattmörder" (dtv 24539 - "Koniec swiata w Breslau", 2003) vor. Dieses Buch war 2004 in Polen "Krimi des Jahres". Diesmal wird Kriminalrat Eberhard Mock vorerst nur mit den Ermittlungen am Mord an einem Musiker, Emil Gelfrert, der offenbar bei lebendigem Leib in eine Hauswand eingemauert wurde, betraut. Aus dem Mord wird jedoch bald eine Mordserie als die zerstückelte Leiche von Berthold Honnefelder, eines Arbeitslosen, sowie die des Stadtrats Geißen und der Prostituierten Rosemarie Bombosch gefunden werden. Bei jedem der Opfer findet man ein abgerissenes Kalederblatt, das den Todestag anzeigt. Trotz des Images von Kriminalrat Mock, wie ein Jagdhund mit unfehlbarem Gespür Kriminelle auszuforschen und der Gerechtigkeit zuzuführen, tappen er und seine Mannschaft lange Zeit im Dunkeln. Es dauert langew, bis sich herausstellt, daß nicht nur Todeszeit, sondern auch der Todesort entscheidend für das/die jeweilige/n Opfer war/en und sich daraus ein Zusammenhang mit lange zurückliegenden ähnlichen Morden am gleichen Tag des Jahres am gleichen Ort ergab. Das führt Mock zu historischen Studien in den Bibliotheken Breslaus. Dabei leidet das Privatleben Mocks ganz erheblich. Sowieso nicht feinfühlig - sowohl im Dienst als auch im Privatleben - verläßt ihn seine Frau und er muß den Fall in der morbiden Gesellschaft - prophetische Weltuntergangsjünger, junge Kokainsüchtige, dekadente Aristokraten, gewandte Hochstapler - Breslaus abseits der privaten Troubles lösen. Mit den Mock-Krimis läßt Marek Krajewski die Vergangenheit der viele Jahrhundert deutschen Stadt Breslau, des heutigen Wroclaw, wieder lebendig werden. Doch war die Athmosphäre im Breslau der 20er-Jahre tatsächlich so düster?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eintauchen in das Breslau der 20er, 25. September 2012
Von 
Jens Neumann (Stadthagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Kalenderblattmörder: Kriminalroman (Taschenbuch)
Die von mir noch beim Vorgänger weitestgehend vermisste historisch-kulturelle Atmosphäre gelingt Krajewski beim Kalenderblattmörder deutlich (!) besser. Der Kriminalfall, in dem Mock diesmal hinter einem ominösen Serienmörder her ist, bildet nur eine Facette im Buch, welches vor allem durch atmosphärische, historische Schilderungen und dem schier wahnsinnigen Charakter des Hauptprotagonisten punktet. Mock ist gewalttätig, sadistisch, suizidgefährdet, brutal und bisweilen herzlos - doch auch ein begnadeter Polizist. Durch die Untersuchungen der Mordfälle taucht der Leser diesmal auch tief in die Stadtgeschichte Breslaus ein - was beim Vorgänger leider nicht so stark im Fokus stand. Ich habe mich mit dem "Kalenderblattmörder" bestens unterhalten gefühlt und freue mich sehr auf den nächsten Fall!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FSK, 12. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Kalenderblattmörder: Kriminalroman (Taschenbuch)
Dies ist nichts für zarte Seelen. Aber es erwartet einen auch kein Schocker, wie er blutrünstiger nicht sein kann. Die schonungslose Darstellung von Menschen wird nicht jedem behagen. Marek Krajewski hat einfach keine Lust auf Schwarz-Weiß, Gut und Böse. Seine Seelen sind auf beiden Seiten abgrundtief hässlich. Und so gerät der Fall eines Mörders in den Hintergrund, der auf Verbrechen in der Vergangenheit aufmerksam machen will, indem er sich in der Gegenwart an ein Kalenderblatt hält, um durch die Daten darauf hinzuweisen. Krajewski rückt die feine Gesellschaft und ihre abseitigen, sexuellen Spiele in den Brennpunkt der Aufmerksamkeit, lässt einen eifersüchtigern Kommissar seine Freundin überwachen und kann dem Hang nicht widerstehen sich das Vergessen mit Alkohol zu erkaufen. Krajewski zeigt eine Welt abseits moralischer Grundsätze. Orgien, Drogen, selbsternannte Heilsverkünder bevölkern das Bild, indem es irgendwo ein Gesetz gibt, dem Geltung verschafft werden muss. Die Mordfälle sind bestialisch durchgeführt, erscheinen trotz ihrer Kaltblütigkeit jedoch eher wie eine Bühnenkulisse. Kriminalrat Eberhard Mock ist nun einmal Polizist. In ihm spiegelt sich das untergegangene Deutschland am Vorabend der Machtübernahme durch die Nazis. Ein Roman bestens geeignet zur Verfilmung durch den viel zu früh verstobenen Rainer Werner Fassbinder. Dieses Leben glitzert unter verpfändeten Kronleuchtern, wie in Kaschemmen und stickigen Ehebetten. Diese Stimmung eingefangen zu haben, ist Krajewskis Verdienst.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Sittenbild der späten 1920er Jahre, 13. Oktober 2006
Breslau - noch Deutschland - anno domini 1927. In der Stadt folgt ein Mord auf den anderen. Zuerst wird ein seit Monaten eingemauerter Mann gefunden. Als nächster taucht die Leiche eines jungen Mannes auf - in die kleinsten Einzelteile zerlegt. Und das Morden nimmt kein Ende. All die Toten haben nichts gemeinsam, außer dass man bei ihnen jeweils ein Kalenderblatt findet, das den Todestag definiert. Die Ermittlungen liegen in den Händen des trink- und selbstsüchtigen Kriminalrat Mock, der seine Mitarbeiter lieber für private Nachforschungen einsetzt, statt sie an den Fällen arbeiten zu lassen. Neben der Lösung dieser Fälle behandelt der Roman sehr interessant das soziale Umfeld des Kommissars, der bald von seiner Frau verlassen wird. Sehr interessant ist auch das Sittenbild der Weimarer Republik das in diesem Werk gezeichnet wird - eine von Dekadenz zerfressene Oberschicht.

Die Sprache ist sehr schön und es macht echt Spaß darin zu lesen. Die Personen sind sehr interessant gezeichnet, entwickeln sich und sind glaubhaft - folgen keinem simplen Klischee. Wie dumm muss man sich als Autor und als Lektor allerdings anstellen, um von Freitag den 2. Dezember auf Montag den 9. Dezember zu springen? Eine lächerliche Kleinigkeit, natürlich, aber etwas verwirrt war ich dennoch - fragte ich mich doch ob hier plötzlich und unbemerkt zwei Jahre vergangen wären (der 9.12. fiel erst 1929 auf einen Montag). Gerade wenn Daten eine große Rolle spielen, wie in diesem Roman, dann darf solch ein Fehler einfach nicht passieren. Dass Mock ganz nebenbei noch mit einem angeknacksten Halswirbel und einem Gipskorsett auch noch Klimmzüge macht, naja - sei's drum.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, wenngleich der Schluss in mancher Beziehung sehr kryptisch ist. Vor allem die Sprache und liebevoll gezeichneten Charaktere machen es zu einem sehr interessanten Stück Unterhaltung, das allerdings weniger einen Krimi dafür umso mehr ein Sittenbild der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts darstellt.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mock ermittelt wieder, 5. Juni 2006
Von 
Endlich ist ein neuer Krimi von Marek Krajewski in Deutsch erschienen. Das warten hat sich gelohnt! Wie im Vorgängerbuch "Tod in Breslau" ermittelt Eberhardt Mock mit seinen eigenen Methoden, diesmal im Breslau der 1920ér Jahre. Er bewegt sich im Milieu von Prostituierten, okkulten Sekten und Kriminellen. Besonders interessant fand ich am Ende des Buches eine Legende zu den erwähnten Orten und ihrem heutigen Namen, sodass man die Orte der Handlung ohne Mühe im heutigen Wroclaw aufsuchen kann.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannender Krimi, 2. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Kalenderblattmörder: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein Krimi aus dem Breslau der Weimarer Republik. Der Autor bescheibt Morde und deren Aufklärung auf eine sehr ungewöhnlich und zum Teil brutale Art und Weise. Dabei beschreibt er ein Breslau, das geprägt ist durch Alkoholexzesse, Orgien, Gaunern, Prostituierte und beklemmenden Stadtbeschreibungen. Es wäre interessant zu wissen, ob diese Stimmung tatsächlich am Vorabend der Hitler-Diktatur für die Stadt charaktersitisch war. Als Leser ist man eher erschreckt, dass es sich hier um Sodom und Gomora handeln muss.

Dennoch, ein spannender Krimi, der den Spannungbogen von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht halten kann, der aber nicht zwangsläufig im Vorkriegs-Breslau hätte spielen müssen.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Originelles Breslau-Bild, 25. Oktober 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Kalenderblattmörder: Kriminalroman (Taschenbuch)
Nach den nicht unbeträchtlichen Lobeshymnen, die das Buch von verschiedenen Rezensenten erhalten hatte, war ich gespannt auf die Lektüre. Um es kurz zu machen: Das Buch ist eine einzige Enttäuschung. Nicht nur, daß es von handwerklichen Fehlern nur so wimmelt (Datumsirrtümer, körperliche Leistungsfähigkeit der Hauptfigur, vollkommen falsche Auslegung der Glockenguss-Legende - obwohl die ja nun wirklich allgemein bekannt sein sollte), nein das eigentlich Unbefriedigende an diesem Werk ist für mich die erkennbare Absicht des Autors, Breslau als eine Mischung von Sodom, Ghomorra und der Republik Salo, wie wir sie von Pasolini kennen, darzustellen. In fast jedem Satz, jeder Beschreibung wird dargelegt, wie verkommen, wie kaputt, wie verabscheuungswürdig die Stadt und ihre Bewohner sind. Der Autor läßt dabei nichts aus, sogar das Essen ist ekelerregend und der Kaffee natürlich schlecht. Die Grundidee der Handlung mit den zeitversetzten Verbrechen ist dabei gar nicht einmal unintelligent, aber mir scheint sie nur als spannendes Vehikel für die eigentliche Botschaft des Buchs zu dienen, nämlich daß Breslau eine Art Abgrund des Bösen war. Diese Botschaft vermittelt der Autor mit einer deratigen Penetranz, daß es der Entwicklung der Story schadet.
Kulturgeschichtlich interessant wird die Sache eigentlich nur dadurch, daß man sich ein paar Gedanken über das Breslau-Bild aus der Weimarer Republik eines polnischen Altphilologen machen könnte. Trotzdem war das Buch m. E. das Geld nicht wert und ist bereits wieder über Ebay vertickt worden. Vielleicht sollte sich der Autor bei Christian v. Ditfurth und V.Kutscher erkundigen, wie man historische Umgebungen glaubhaft und sinnvoll verwenden kann.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Thema verfehlt, 22. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Kalenderblattmörder: Kriminalroman (Taschenbuch)
Die Ausgangssituation ließ einiges erwarten: Weimarer Republik, Breslau 1927, ein Serienmörder geht um, geschrieben von Marek Krajewski einen Altphilologen aus Wroclaw, dem einstigen Breslau. Tatsächlich Krajewski zeichnet durchaus lesenswerte Psychogramme und es gelingt ihm auch phasenweise die morbide Stimmung der zu Ende gehenden Weimarer Republik zu skizzieren und trotzdem ist dies ein mieses Buch. Zu abstoßend ist der ermittelnde Kriminalbeamte Mock, der seine Ehefrau schlägt und vergewaltigt, seine Untergebenen wie Marionetten behandelt und Folter für eine adäquate Verhörmethode hält. Kurz um, er ist ein Schwein und ein faschistoides dazu. So weit so gut (schlecht) könnte man meinen, aber was das Buch problematisch macht ist die Tatsache, dass es Krajewski nicht gelingt seine Protagonisten zu entlarven oder sich wenigsten von ihm zu distanzieren, ihn in Frage zu stellen. Ob er dies nicht möchte oder ob ihm einfach dazu die literarischen Fähigkeiten fehlen, sei dahingestellt. Das ganze Buch als eine Art Beichte zu konzipieren ist jedenfalls ein gescheiterter, geradezu lächerlicher Versuch die Person Mock und sein Handeln zu relativieren.
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Der Kalenderblattmörder: Kriminalroman
Der Kalenderblattmörder: Kriminalroman von Marek Krajewski (Taschenbuch - 1. März 2008)
EUR 9,95
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