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5.0 von 5 Sternen Greatest novel of the 20th Century?
It may take the passage of time to answer the question in the title of this review but, for myself, the answer is a resounding "Yes". I have read and re-read this amazing book so many times that I have lost count! I admire the work on many levels, the least important being its guise as a mystery. I believe it can be interepreted in many different ways...
Veröffentlicht am 28. Mai 2000 von Margaret M. Duffy

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Worth the effort
This is an interesting book, often well written, occasionally addictive, but it reads like a first novel - the glue shows through. The book's greatest strength is the character of William of Baskerville - Eco has created a funny, likeable, flawed hero who is able to hold together an uneven book. Adso is quite well drawn, but there are numerous inconsistencies in the...
Veröffentlicht am 6. Februar 2000 von Amazon Customer


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Greatest novel of the 20th Century?, 28. Mai 2000
Von 
Margaret M. Duffy (New York, NY USA) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
It may take the passage of time to answer the question in the title of this review but, for myself, the answer is a resounding "Yes". I have read and re-read this amazing book so many times that I have lost count! I admire the work on many levels, the least important being its guise as a mystery. I believe it can be interepreted in many different ways because it has so much to offer. In my opinion it is actually a book about books and their influence through history and ultimately about the censorship of the ideas found in books. Fear of ideas and books is at the heart of the murders and is the reason for the ultimate catastrophe -- the burning of the monastery library. Jorge de Burgos takes upon himself the role of censor and the logical outcome of his worldview is murder and destruction. (Echoes of Nazism, perhaps?) It is also a book about the effects ideas have when lived out in people's lives, how a good idea, such as St. Francis' love of poverty, can become twisted by fanaticism. It is also filled with a sly sense of humor (the resemblance of the William of Baskerville/Adso duo to Sherlock Holmes/Dr. Watson is one example). As an art historian I was highly amused to read St. Bernard of Clairvaux's condemnation of the artistic milieux of the Abbey of Cluny quoted just where it ought to be, as a commentary on the decoration of the abbey church. Also amusing is the idea of this fictional monastery as a microcosm of the emerging European Union, with representative monks from many countries on hand. The scholarly debates have much to say to our contemporary world, for, at their base, they are often still current. However, I do agree with some of the criticisms expressed about the lack of explanatory notes. For those without the necessary background in languages and a reasonably good knowledge of medieval history it may indeed by a tough book to get involved in, as I have found in the case of friends to whom I have recommended the book. But for anyone with that knowledge, and for those without it who are willing to persevere, this has to be one of the greatest books written in the 20th century, if not the greatest. It is certainly the most magical.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier werde ich gerne zum begeisterten Wiederhörer!, 20. April 2007
Von 
Apicula "Biene" (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Name der Rose (Audio CD)
Die Stimmen und Hintergrundgeräusche in dem Hörspiel (bitte nicht verwechseln, es handelt sich hierbei NICHT um eine Lesung des Romans von Umbert Eco, sondern um eine Hörspiel-Bearbeitung!) sind wunderbar gemacht. Ein richtig atmosphärisches, mit viel Liebe gemachtes Hörspiel, das dem Buch und dem Film (den die meisten vermutlich bereits kennen, ehe sie an dieses Hörspiel geraten) hervorragend gerecht wird.

Ich war überwältigt von den Geräuschen und der Spannung! Das erste Mal als ich dieses Hörspiel gehört habe, hat's mich einige Male beinahe aus dem Krankenhausbett gefetzt, weil die Geräusche ganz schön wirklichkeitsnah in die Handlung eingebunden sind!

Der Erzähler, tut sein übriges dazu, die Geschichte vom "Namen der Rose" in einer mir bis dahin unbekannten Eindringlichkeit zu schildern. Heinz Moog verleiht dem "alten" Adson eine faszinierende Lebendigkeit, vor allem aber Glaubwürdigkeit. Hier spricht der Alte, aber durchaus weise Adson und als Zuhörer möchte man ihm liebend gerne ewig weiter zuhören!

Auch die anderen Sprecher gewinnen (vor allem wenn man die Augen schließt) plastische Formen. Ihre Stimmen spiegeln auf diese Art die Charaktere wieder, die sie auch darstellen sollen. Sei es ...

- Abbo der Abt (gesprochen von Manfred Steffen) oder

- Salvatore, der immer in verschiedenen Sprachen spricht (gesprochen von Wolfgang Reichmann) oder

- der (''Böse'') Jorge von Burgos (gesprochen von Paul Hoffmann), der ja verhindern wollte, das das ketzerische Lügenbuch, um das es schlussendlich geht in die Öffentlichkeit gelangt.

Dieses Hörspiel (produziert von BR/NDR/SWR) ist mittlerweile in vielen verschiedenen "Hüllen" (bzw. Ausgaben) erhältlich. Tatsache ist aber, dass es sich um die Hörspielberabeitung 1986 handelt. Ursprünglich wurde das Hörspiel aufgeteilt in 4 Teile. Hier auf 6CDs sind das etwa 340 Minuten Laufzeit.

Freilich, wer das Buch ''Der Name der Rose'' oder den gleichnamigen Film kennt, tut sich leichter damit der Handlung zu folgen.

Im Gegensatz zu den meisten Hörbüchern, die ich meistens auf langen Autofahrten höre, ist dieses Hörspiel nicht so gut als Untermalung für eine lange Autofahrt geeignet. Zumindest für den Fahrer nicht. Zu unterschiedlich sind die Lautstärken-Nuancen der Sprecher. Fürs gemütliche Zurücklehnen und Briefmarkensortieren, oder vor dem Aquarium Fische beobachten allerdings erstklassige Unterhaltung fürs Ohr!

Tipps ... für vergleichbar gut gemachte und unterhaltsame Hörspiele die mir im Lauf der Zeit untergekommen sind: "Die Säulen der Erde" (7CD als Hörspiel-Bearbeitung, nach dem Roman von Ken Follett), "Die Päpstin" (Hörspiel, 2 CD), "Der Hobbit" (4 CDs auch ein Hörspiel). Wer die Muse verspürt dem kann man auch den "Baudolino" (ebenfalls von U. Eco) ans Herz legen. Im Gegensatz zu "Das Focaultsche Pendel"-Hörspiel (eine anstrengende Katastrophe, beim Zuhören jedenfalls) ist "Baudolino" sehr unterhaltsam. ;-)
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare (ungekürzte) Lesung von Gert Heidenreich, 16. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Audio CD)
Als das Buch seinerzeit, d.h. 1982, auf Deutsch erschien und für Furore sorgte, bin ich nur bis etwa S. 100 gekommen und habe nicht verstanden, was an diesem Buch spannend sein soll. Es hat mich deshalb nicht überrascht, als ich einmal irgendwo las, das Buch hätte den Ruf, zu den Büchern zu gehören, die zwar viel gekauft, aber wenig gelesen werden. Andererseits kann ich mich an Menschen erinnern, die von dem Buch vollkommen gefesselt waren. Dies vor Augen hatte ich immer vor, es noch einmal zu versuchen.
Ich habe deshalb in der Folgezeit zwar Hörspiel gehört und Film gesehen, aber richtig gefunkt hat es erst mit dieser Lesung. Gert Heidenreich liest perfekt und lässt einen selbst die lateinischen Passagen genießen. Umberto Eco hat ja im Grunde getrickst. Die Krimihandlung dient hauptsächlich als Rahmenhandlung, um uns trotz der langen Exkurse, philosophischen Erläuterungen, Beschreibungen, Erläuterungen über die Machtkonstellation Kirche, weltliche Herrscher usw. bei der Stange zu halten. Und so konnte ich verstehen, warum mir das Buch damals als 13 bzw. 14 Jähriger zu langweilig war. Aber jetzt in der Lesung von Gert Heidenreich habe ich fast alle Aus- und Abschweifungen genossen und bin dem Verlag sehr dankbar, dass er keine Kürzungen vorgenommen hat. Buch und Lesung lassen einen reich beschenkt zurück und obwohl ich die Lesung über einen längeren Zeitraum gehört habe, würde ich sie jederzeit wieder hören.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Worth the effort, 6. Februar 2000
This is an interesting book, often well written, occasionally addictive, but it reads like a first novel - the glue shows through. The book's greatest strength is the character of William of Baskerville - Eco has created a funny, likeable, flawed hero who is able to hold together an uneven book. Adso is quite well drawn, but there are numerous inconsistencies in the characterisation of the young narrator. Sometimes he reveals a precocious intelligence in his dialogues with William; other times he is unbelievably dense -how could he fail (even under great stress) to differentiate between a book in Greek and one in Arabic script?
There are several long descriptive passages. Some of these are extremely tedious, adding nothing to plot, character or the fascinating ideas Eco is exploring. One or two such passages can be useful in adding "local colour" but Eco overdoes it. He doesn't integrate the various elements in the book: he spends a few pages developing plot, then cuts and pastes a few pages of history, philosophy or church politics; then returns to the plot. The quality of the writing in each section is good, but at times one could be forgiven for wondering if it is a text book or a novel. The previous book I read on medieval heresy was a history book, yet the plot was stronger and more compelling than Eco's despite the fact that the former was restrained by historical fact.
The above criticisms aside, Eco clearly has a great imagination and a witty, playful personality, The book has a beautifully written ending, many delightful passages and left this reader wanting to know even more about some of the many topics dealt with in the book.
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn sich Theoretiker an der Praxis versuchen ..., 3. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Gebundene Ausgabe)
... dann kann das durchaus auch großartig ausgehen. Umberto Eco, seines Zeichens ein ganz wesentlicher Vertreter der Semiotik, lange Jahre ein führender Kritiker in Italien, hat es geschafft, sein theoretisches Wissen darüber wie man gute Bücher schreibt in die Praxis umzusetzen.
Bei der Rezension dieses Werkes kommt man eigentlich nicht umhin es mit dem gleichnamigen Film zu vergleichen. Dieser Vergleich fällt wie so häufig eindeutig zugunsten des Buches aus. Wenngleich ich den Film immer sehr gemocht habe, hatte ich immer sehr viele unklare Punkte in der Handlung entdeckt, die ich irgendwie nicht ganz miteinander verflechten konnte. Im Buch gibt es diese Probleme nicht; Eco erschafft ein Bild des mittelalterlichen Klosterwesens das seinesgleichen sucht. Dies aber ist letztlich nur die Rahmenhandlung für das wirklich gelungene Bild der mittelalterlichen Machtkämpfe innerhalb der Kirche ebenso wie zwischen Papst und Kaiser. Wenngleich sich Eco auch seitenlang mit Details beschäftigt so muss man dennoch festhalten, dass die Story sehr dicht ist.
"Ich wollte einen Mönch vergiften", hat Eco später gemeint und das sei der Ausgangspunkt für dieses Werk gewesen. Nun er hat mehrere Mönche vergiftet und eine interessante Kriminalhandlung als Hintergrund geschaffen. Aber Eco konnte es nicht lassen und musste diese Kriminalhandlung natürlich in einen für den Geist sehr fordernden Bereich ansiedeln - letztlich wird die Kriminalhandlung zum Nebenschauplatz. Die Schilderung der größeren Konflikte übernimmt sehr bald die Führung und macht das Buch damit so unendlich kostbar. Besonders interessant ist die Herausarbeitung der vielen religiösen Strömungen der Zeit, etwas das in der Verfilmung gänzlich ausgelassen wird. Beachtenswert ist jedenfalls auch die Art und Weise wie Eco es schafft die Verstocktheit der damaligen Amtskirche aufzuzeigen ohne dabei ins niveaulose abzugleiten.
Weiters sollen hier die beiden Protagonisten kurz beschrieben werden. Da ist einerseits William von Baskerville der seine Vorlage zweifellos in Sherlock Holmes findet, er ist ein exzellenter Beobachter der die holmsche "Deduktion" in exakt der gleichen Weise betreibt. William ist auch weit über den Aberglauben seiner Zeit erhaben, fast möchte man sagen er ist ein aufgeklärter Mensch der Neuzeit und kein Ordensbruder des Mittelalters - aber in Wahrheit gelingt Eco der Hochseilakt, die Figur des William ist kein Anachronismus. Andererseits ist der Icherzähler Adson von Melk zu erwähnen. Er schreibt zwar das Buch als Greis, aber nur selten kommt diese große Lebenserfahrung durch. Die meiste Zeit sieht man die Handlung durch die Augen eines Novizen - der täglich die Welt verwundert kennen lernt.
Die sprachliche Qualität des Werkes ragt deutlich aus der Masse heraus, Eco versteht es mit Worten zu spielen. Das Werk ist natürlich kein Roman, den man nebenher einfach liest - das Lesen dieses Buches fordert schon ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit. Dennoch bleibt es aber immer lesbar im Sinne von verständlich und nachvollziehbar. Ecos sprachliche Gewandtheit stellt eine enorme Herausforderung auch an den Übersetzer dar. Diesem muss man daher ebenfalls ein großes Kompliment aussprechen.
Das Gesamturteil kann nur so ausfallen, dass ich diesem Buch ohne Einschränkungen die Höchstnote zuteil werden lasse. Interessante Story, lehrreiche aber nicht belehrende "Hintergrundberichterstattung", ausgezeichnete Recherche, sauber abgeschlossene Handlungsstränge ohne dem Leser seiner Phantasie zu berauben, sprachlich höchstklassig - mehr kann man von einem Roman nicht erwarten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hochmittelalterliche Geistesgeschichte spannend verpackt, 20. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Sondereinband)
Hat mich bisher der Weltbestsellerstatus von Ecos "Der Name der Rose" eher davon abgehalten das Werk zu lesen, wurde ich nun doch bei der Lektüre desselben angenehm überrascht. Speziell bei historischen Romanen die im Mittelalter angesiedelt sind versagen so manche Schriftsteller bei der Erschaffung authentischer Charaktere. Oft hat man dann den Eindruck einen Fantasy Roman zu lesen, weil es ja genügt, eine Person in schimmernder Rüstung, bewehrt mit Schwert und Schild, vor das geistige Auge des Lesers treten zu lassen um dem Mittelalter Leben einzuhauchen.

Doch dann gibt es glücklicherweise Autoren wie Umberto Eco, die dank ausgezeichneter mediävistischer Kenntnisse imstande sind, das Mittelalter nicht nur glaubhaft darzustellen (so das überhaupt irgendwie möglich ist), sondern auch dem Leser ein Gefühl für die Zeit zu vermitteln, ihre Beweggründe dem Laien begreiflich zu machen.
Auch die Rahmenhandlung des Romans, eine Kriminalgeschichte im mönchischen Milieu des 14. Jahrhunderts, ist durchweg spannend und mit typisch ecoscher Brillianz erzählt.

Einen Kritikpunkt habe ich aber doch anzubringen: Wenn Eco im Roman von der politischen Situation beziehungsweise den theologisch/philosophischen Richtungen der Zeit berichten will, so tut er das meist in Form von sehr langen Dialogen. Das habe ich als störend für den Aufbau der Handlung empfunden und hat manchmal wie ein regelrechter Bruch gewirkt. So ist bei mir der Eindruck entstanden, Eco wollte eigentlich eine reine Geistesgeschichte des Hochmittelalters schreiben, hat von diesem Vorhaben abgelassen und verwertet nun das Stückwerk seiner ursprünglichen Intention in Form eines Romans.

Dennoch hat mich das Werk im Großen und Ganzen überzeugt. "Der Name der Rose" ragt deutlich über das Mittelmaß hinaus und ist eine echte Bereicherung für das Genre des historischen Romans.

Zum vollen Genuss des Romans schadet es sicherlich nicht wenn man mit Namen wie Roger Bacon, Wilhelm von Ockham bzw. den Scholastikern im allgemeinen etwas anzufangen weiß, im Großen und Ganzen sind Vorkenntnisse aber nicht zwingend notwendig.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bildungsroman mit Stolpersteinen, 22. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Gebundene Ausgabe)
Eines sollte man vorher wissen, wenn man sich mit den Büchern Umberto Ecos auseinandersetzt: es wird nicht leicht! Zu umfangreich der Bildungskanon des Italieners, zu philosophisch und zu intellektuell sein Schreibstil für den schnellen Schmökerspaß zwischendurch. Ist dieser 1980 erschienene Roman deswegen schlecht? Eindeutig: nein!

Auch ich kannte wie so viele Leser zuvor zunächst die 1986 entstandene Verfilmung mit Sean Connery in der Hauptrolle des William von Baskerville. Dennoch, auch wenn man den Film - der sich doch gerade in seinem Ende erheblich von seiner literarischen Vorlage unterscheidet - bereits kennt und sich nicht vor Hochliteratur fürchtet, sollte man den Griff zu diesem Buch wagen. Es ist Bildungs- und Detektivroman, beschreibt Kultur, Geschichte, Philosophie und Religionsfragen des Spätmittelalters und breitet ein ganzes Panorama von Empfindungen, Gedanken und Bildern vor dem inneren Auge des Lesers aus. Dies ist nicht immer leicht zu verstehen, schlimmer noch, es ist durchaus auch einmal notwendig, Passagen erneut zu lesen, um den Inhalt zu erfassen und einzuordnen. Das kann Ungeduldigen schnell die Lust vermiesen, ich persönlich habe es eher als neuartige und interessante Erfahrung wahrgenommen.

Trotzdem habe auch ich Kritik anzumerken. Dass, gerade in den Dialogen, viel mit Latein hantiert wird, ist durch die damalige Nutzung als internationale Kirchensprache kein Problem und ein völlig vertretbares Stilmittel. Dankenswerterweise werden diese Passagen auch für die Nicht-Inhaber des Latinums übersetzt. Warum aber muss man dies um Himmelswillen im Anhang des Buchs tun? Wären Fußnoten auf den betreffenden Seiten nicht um Klassen lese(r)freundlicher gewesen? Das stetige Hin- und Herblättern schaffte das, was noch so verschwurbelte Endlosdialoge dieses Buchs nicht fertigbrachten - ich war genervt. Dafür muss es etwas Abzug geben, ansonsten wird dieser Klassiker rund um die Morde in der abgelegenen italienischen Benediktinerabtei des Jahres 1327 immer einen Ehrenplatz in meiner privaten Bibliothek einnehmen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Lesung durch das Lese-Genie Gert Heidenreich, 4. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Audio CD)
Vor einer halben Stunde war ich mit einem Buch zuende, das ich nunmehr zu den ganz großen Werken der Literatur zähle: Umberto Eco, Der Name der Rose.
Diese halbe Stunde nach dem Ende des Buches brauchte ich allein dazu, um die ganze Fülle dieser Welt und schließlich den bedeutsamen Epilog in mir nachzuklingen zu lassen.
Und sofort muß ich den ersten Satz, den ich hier geschrieben habe, richtigstellen: Nicht mit dem Buch bin ich zuende, sondern mit dem Buch und der Hörbuch-Lesung. Ich habe über weite Strecken gleichzeitig gelesen und gehört.
Das Buch besitze ich seit etwa 30 Jahren. Ich habe schon x-mal versucht, das Buch zu lesen. Es ging aber nicht. Die ungeheure Materialfülle hat offenbar jedesmal meine Aufnahmefähigkeit und meine Lesegeduld überstiegen. Dann habe ich den Film mit Sean Connery gesehen und war begeistert. Aber auch der durch diese Begeisterung inspirierte weitere Leseversuch blieb nach den ersten Seiten wieder stecken. Dann habe ich eine Hörspeilfassung gehört. Die war auch ganz nett.
Und nun habe ich einen Glücksgriff getan: ich habe mir neulich die 20 CDs umfassende Lesung von Gert Heidenreich gekauft. Und jetzt erst, mit dem absoluten Lesegenie Gert Heidenreich, bekam ich den Schlüssel zu diesem großartigen Buch von Umberto Eco.
Jetzt erst sehe ich, welch ein Schatz da vor mir liegt. Ich habe mehr als einen Monat lang fast jeden Abend beim Hören und bei der Lektüre immer wieder in einer mittelalterlichen Abtei verbracht, ich habe etliches verstanden von den Intrigen der damaligen Amtskirche, ich konnte miterleben, wie die alte Kirche mit den Glaubensabweichlern, den Ketzern umgegangen ist, das heißt ich konnte einen Blick werfen auf die Blutspur der damaligen Christenheit (auf einen dünnen Faden dieser Blutspur), ich durfte an einem Krimi teilnehmen, der dann, bei aller Spannung, doch keiner war, und ich habe so mancher interessanten philosophischen Betrachtung nachsinnen dürfen.
Das Buch ist zuende, die letzte CD ist verklungen, - und ich fange prompt wieder von vorne an...
Nebenbei bemerkt: der Film mit Sean Connery ist zwar gut, sehr gut sogar. Aber er ist dennoch nicht viel mehr als eine nette Illustration zu einem viel voluminöseren Werk.
Schlußbemerkung: Heidenreich sei Dank!
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Hintergrundbericht, 25. Februar 2004
Einige Jahre nachdem er den zweifellos großartigen Roman "Der Name der Rose" fertiggestellt hatte, schrieb Umberto Eco darüber wie dieser Roman entstand und wie Romane überhaupt entstehen. Damit begab er sich vom Erzähler zurück auf die Sichtweise des Wissenschaftlers und man kann wohl sagen ihm ist ein sehr interessanter Hintergrundbericht gelungen.
Der unbedarfte Leser erfährt viel darüber wie der Roman entstanden ist und warum bestimmte Dinge so und nicht anders geschrieben wurden. Eines jedoch vermeidet Eco aus Prinzip - er gibt keine Interpretation, noch nicht mal eine Interpretationshilfe. Er ist der festen Überzeugung, dass der Erzähler seine eigene Geschichte nicht interpretieren darf, und das Bemühen dieses zu vermeiden ist ihm zweifellos gelungen. Wer also von diesem Werk erwartet eine Interpretation des Autors zu erhalten, der wird enttäuscht werden. Wenn man aber mit der richtigen Erwartung herangeht, so ist das Buch jedenfalls ein Gewinn.
Warum nun also nur vier anstelle der fünf Sterne für ein gelungenes Werk. Nun, Eco bleibt mit diesem Werk eigentlich am Rande stehen. Er dringt bei weitem nicht in die Tiefen vor zu denen er zweifellos fähig ist. Ich meine jetzt nicht, dass er sein Werk interpretieren sollte, aber ganz sicher hätte es noch mehr Erwähnenswertes gegeben. Letztlich bleibt bei mir der Eindruck, dass gerade mal ein kurzes Blitzlicht aufleuchtete und vieles im Dunkeln bleibt. Dafür schweift er häufig ab und ergeht sich in einer Einschätzung der Postmoderne und der Änderung der Rezeption in den letzten 30 Jahren. Bestimmt nicht uninteressant, jedoch hätte ich das in diesem Buch nicht gesucht.
Fazit: Man kann dieses Büchlein durchaus empfehlen, da es wirklich sehr interessant zu lesen ist. Einen Stern ziehe ich ab, weil das Gefühl bleibt, dass Eco vieles ungesagt ließ, was jedenfalls erwähnenswert gewesen wäre.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchhalten, 13. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Sondereinband)
Bei "Der Name der Rose" handelt es sich um einen wahren Klassiker, der leider von vielen Lesern aufgrund ihres gering ausgeprägten Durchhaltevermögens unterschätzt wird. Ich habe zugegebenermaßen mehr als ein Jahr gebraucht, um die ersten 150 bis 200 Seiten zu lesen. Das restliche Buch habe ich dann allerdings in wenigen Tagen geradezu verschlungen! Ein Roman voller Wissen und Philosophie in wunderschöner Sprache, aber nichts für die Dan Brown-Massenkrimi-Fraktion. Alle anderen sollten Geduld dafür aufbringen, weiter zu lesen bis das Buch einen wirklich packt (das tut es!)!
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Der Name der Rose: Roman
Der Name der Rose: Roman von Umberto Eco (Taschenbuch - 1. August 2008)
EUR 9,95
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