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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartiges Leseerlebnis - Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint...
Dass ich als Leserin immer wieder auf der Suche bin nach einem Buch, das mir erscheint, als sei es für mich geschrieben worden, ist mir normalerweise gar nicht bewusst. Nur dann, wenn ich mal wieder fündig geworden bin, überrascht mich diese Erkenntnis wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Mit Dorothy Dunnetts Roman „Niccolos Aufstieg“ durfte ich...
Veröffentlicht am 12. September 2006 von Galarina

versus
3 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen verwirrend viele Personen, Handlungen, Historie
Die Grundgeschichte ist nett gedacht, eben der Aufstieg eines Färberlehrlings zu einem wichtigen Strippenzieher im europäischen 15. Jahrhundert. Vieles daran ist sehr interessant und atmosphärisch. Leider strotzt das Buch aber von Personen, die dem Leser nur teilweise nahegebracht werden und zu Verwirrung fühlen. Auch die Handlungen sind nicht immer...
Veröffentlicht am 16. Mai 2008 von Anna Hobaum


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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartiges Leseerlebnis - Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint..., 12. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dass ich als Leserin immer wieder auf der Suche bin nach einem Buch, das mir erscheint, als sei es für mich geschrieben worden, ist mir normalerweise gar nicht bewusst. Nur dann, wenn ich mal wieder fündig geworden bin, überrascht mich diese Erkenntnis wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Mit Dorothy Dunnetts Roman „Niccolos Aufstieg“ durfte ich dieses Erlebnis nach langer Zeit einmal wieder genießen.

Dorothy Dunnetts Roman „Niccolos Aufstieg“ ist zwar ein historischer Roman, gleichzeitig aber auch Familien-Saga, Wirtschaftsthriller, spannender Rätselroman, Abenteuerroman, Soap-Opera und Charakterstudie und damit nicht nur für Freunde historischer Romane interessant. Eine Inhaltszusammenfassung dieses Romans ist wegen der komplexen Handlungsstränge schwierig. Reduziert auf einen Satz, ist es die Geschichte des jungen Claes, beginnend um 1459 in Brügge, der sich vom Färberlehrling zum wohlhabenden Kaufmann und noch weiter entwickelt, also eine klassische „Vom – Tellerwäscher – zum - Millionär“ - Geschichte. Eine ausführlichere Inhaltsdarstellung könnte aber ohne weiteres zwei DIN A4-Seiten füllen, da „Niccolos Aufstieg“ so viele unglaubliche Ereignisse, Ränkespiele, Beziehungsebenen und historische Ereignisse einer Welt im Umbruch enthält. Wer sich für eine detaillierte Inhaltsangabe interessiert und an zusätzlichem Material interessiert ist, dem sei dazu die sehr schön gestaltete Internetseite des Klett-Cotta Verlags zu Dorothy Dunnett und ihrem Werk empfohlen.

Das Besondere an „Niccolos Aufstieg“ ist die Ausgestaltung der Charaktere über Dialoge und Ereignisse. Dorothy Dunnett lässt uns so am Leben der Protagonisten teilhaben, wie diese das Geschehen erleben. Dialoge werden von ihr gestaltet, wie sie tatsächlich stattfinden, d.h. der Wissenshintergrund, den der einzelne Gesprächsteilnehmer hat, wird nicht ins Gespräch eingeflochten. Das macht es dem Leser natürlich nicht immer einfach, sofort den Kontext herzustellen, und so klären sich die Eigenschaften der Charaktere und ihre Intentionen wie auch manche Handlungsaspekte häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt. Der Leser ist permanent gefordert mitzudenken, sich mit dem Geschehen auseinanderzusetzen, Zusammenhänge herzustellen und sich an vergangene Details zu erinnern. Daher dauert es auch eine gewisse Zeit, bis der Einstieg ins Buch gefunden ist und der Zeitpunkt erreicht wird, ab dem man das Buch nur noch schwer zur Seite legen kann.

Charaktere und Handlungen entwickelt die Autorin sukzessive, wie bei einem Mosaik, von dem man zunächst nur Teile sieht, das Gehirn aber automatisch das Bild komplettiert, oft aber in einer optischen Illusion gefangen ist, so dass die Überraschung groß ist, wenn sich mit weiterem Fortschritt des Mosaiks ganz neue Bilder ergeben. Dorothy Dunnett beherrscht diese Kunst meisterhaft. Noch selten habe ich ein Buch gelesen, das so wenig vorhersehbar war, bei dem ich von Handlung und Charakteren immer wieder überrascht wurde und nach einiger Zeit jeder Wendung schon regelrecht entgegengefiebert habe. Dass die Charaktere in „Niccolos Aufstieg“ mehrdimensional gestaltet sind, und damit hochinteressant sind, versteht sich fast von selbst. Mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit lässt die Autorin die fiktiven Charaktere mit historischen Persönlichkeiten interagieren und verwebt die Geschichte der Renaissance mit der Geschichte von Claes zu einem leuchtenden Teppich der Fabulierkunst.

Emotionen spielen eine ganz große Rolle in Dorothy Dunnetts Roman. Neid, Missgunst, Leidenschaft, Liebe, Hass, Entsetzen, Enttäuschung, Übermut, eigentlich die gesamte Palette menschlichen Fühlens ist zu finden und lässt den Leser mit den Protagonisten mitleiden und -leben.

Ein weiterer Glanzpunkt von „Niccolos Aufstieg“ ist zweifellos Dorothy Dunnetts elegante, flüssige Sprache, die erzählerische aber auch humorvoll und dezent kommentierende Passagen zu einem wahren Lesegenuss werden lässt. Die Übersetzer haben den im englischen Original unter dem Titel „Niccolo rising“ erschienenen Roman, kompetent und liebevoll übersetzt und die schwierige Aufgabe, dem Originaltext möglichst gerecht zu werden, hervorragend bewältigt.

Der Klett-Cotta Verlag hat „Niccolos Aufstieg“ mit einem ansprechenden Einband, einem zur Handlungszeit passenden Schutzumschlag, Lesezeichen mit wesentlichen Personen und goldenem Lesebändchen zu einem Schmuckstück für das Regal ausgestattet. Ein Personenverzeichnis und Kartenmaterial sind als sinnvolle Ergänzungen dem Roman beigefügt.

Erfreulicherweise ist„Niccolos Aufstieg“ der Auftakt zu einer achtbändigen Reihe, der sich Klett-Cotta angenommen hat und die in den nächsten drei Jahren mit je zwei Bänden pro Jahr erscheinen soll. Wer nach dem ersten Band genug hat, wird sich freuen, dass dieser erste Band unabhängig von der Serie gelesen werden kann, d.h. einen Abschluss des Spannungsbogens bietet. Bei wem wie bei mir die Sucht ausgebrochen ist, der darf sich schon auf den im Oktober 2006 erscheinenden Folgeband „Frühling des Widders“ freuen.

Dorothy Dunnetts Roman „Niccolos Aufstieg“ bietet hervorragende, intelligente, sprachversierte Erzählkunst, ohne unlesbar zu sein und ohne belehrend zu sein, mit einem Unterhaltungswert, der seinesgleichen sucht. Dorothy Dunnett fordert ihre Leser und Leserinnen, aber sie belohnt sie auch reichlich mit einem spannenden, temporeichen und wendigen Roman, bei dem der Leser selbst beim wiederholten Lesen immer wieder Neues entdecken kann, und mit dem die Autorin beweist, dass keine Notwendigkeit besteht, zwischen guter und unterhaltender Literatur zu differenzieren. Ich bedanke mich beim Klett-Cotta Verlag, diese wunderbare Autorin für den deutschen Markt entdeckt zu haben und wünsche ihm mit diesem Projekt viel Erfolg, in der Hoffnung noch mehr von dieser Autorin in deutscher Sprache lesen zu dürfen!

Allen Lesern, die „Niccolos Aufstieg“ noch vor sich haben, wünsche ich ein ebenso einzigartiges Leseerlebnis wie ich es hatte und gebe ihnen auf den Weg, sich auf jeder Seite darüber bewusst zu sein, dass Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint…
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ENDLICH komplett auch auf Deutsch!!!, 1. August 2006
Dorothy Dunnett ist DIE ultimative Autorin für historische Romane. Mit unglaublicher historischer Genauigkeit (pro Band dieser Reihe hat sie ca. 200 Referenzbücher studiert und hat jeweils vor Ort geographische und historische Recherchen betrieben), einem Schreibstil, der einem die Gänsehaut über den Rücken jagt (zumindest in der englischen Originalfassung), einer Gabe, hervorragende, glaubwürdige Charaktere zu schaffen und den Leser so in den Bann zu ziehen, dass man die Bücher einfach nicht mehr aus der Hand legen kann - "DD" war und ist einfach eine Klasse für sich! Die Handlung kann manchmal zunächst verwirrend erscheinen; man hat das Gefühl, als hätte man beim Lesen der ersten Seiten oder Kapitel etwas verpasst oder übersehen - aber darin besteht die unglaubliche Intelligenz dieser Reihe: Nichts ist wie es scheint, alles ist vielschichtiger und auf oft ganz und gar überraschende Weise miteinander verwoben. Wer einmal in den Sog des "Hauses Niccolo" geraten ist, kann sich dem nicht mehr entziehen. Ich hatte das Glück, alle 8 Bände direkt nach dem jeweiligen Erscheinen in Englisch lesen zu können. Meine Paperback-Ausgabe ist mittlerweile einer Hardback-Ausgabe gewichen, denn da ich alle Bände 'turnus-mäßig' immer und immer wieder lese, brauchte ich etwas Strapazierfähiges :-)! - Nun kommt also auch endlich die deutsche Leserschaft wieder in diesen Hochgenuß. Vor allem, dass mit der Klett-Cotta Ausgabe endlich eine VOLLSTÄNDIGE Übersetzung der Reihe vorliegt, ist ganz hervorragend, nachdem der Verlag Wunderlich leider beim ersten Versuch bereits nach dem 4. Band die Reihe eingestellt hatte. Könnte ich mehr als 5 Sterne für die gesamte Reihe vergeben, ich würde es tun! Also: Kaufen und genießen...und genießen....und genießen...! Übrigens hat DD noch eine weitere, mehrbändige historische Reihe geschriben, die "Lymond Chronicles", die lose mit dieser, chronologisch davor angesiedelten (wenn auch erst nach den LC geschriebenen) "Niccolo" Reihe zusammenhängt. Und wer sich noch mehr für DD sowie ihr Leben und Werk interessiert, der sollte nicht versäumen die "Whispering Gallery"([...]) zu besuchen.
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal was anderes, für alle die es leid sind ..., 14. August 2006
Einige Vorredner haben schon geschildert, was Dunnetts Niccolo auszeichnet. Warum noch eine Rezension?

Ein ganz anderer Held, schwierige Rätsel, ‚Historischer Roman’ einmal anders. Viele Beurteilungen zu Niccolo durchziehen das Internet. Aber ist Niccolo etwas für Jede(n)?

Nein – nicht für Jede(n), aber für alle, die die gleichförmigen historischen Romane leid sind. Die Kurpfuscherin, die Pilzsammlerin, die Suppenköchin … junge Heldin, die auch im 20. Jahrhundert leben könnte, schlägt sich durch in der historischen bösen Männerwelt … zum 37sten – nein – hier nicht!

Hier erwartet uns ein komplexes Puzzle, das je nach Blickwinkel das Motiv wechselt. Und nach 8 Teilen zwar vollständig ist, jedoch wg. der Kenntnis der anderen Teile vielleicht doch schon wieder ganz anders aussieht.

Wer einfach nur abtauchen möchte in einer netten historischen Welt, wird nicht finden, was er erwartet. Dafür muss zuviel gerätselt werden, man muss bereit sein, am Ende vielleicht doch alles nochmals zu durchdenken, was dieses Buch jedoch zu einem Besonderen macht. Man kann es sogar mehrmals lesen. Außerdem wird man gefordert und nicht bespaßt.

Aber, man muss dafür nicht studiert haben, einfache Freude an guten Büchern genügt. Wirtschaft spielt eine Rolle, spannende Charaktere, die nicht immer so schlicht sind, wie sie scheinen, Intrigen, Hinterlist – und ein paar Beziehungen zwischen Männern und Frauen auch – aber die machen nur einen Bruchteil des Buches aus. Interesse an der geschichtlichen Situation wächst beim Lesen fast automatisch.

Der erste Band ist zwar der Einstieg, in eine Welt, die noch 7 Bände umfasst, aber auch wer sich nach Band I entscheidet, dass der Weg mit Niccolo zu steinig und anstrengend ist, steht nicht mit einem offenen Ende da. Man hat auch nach einem Buch das Gefühl, dass die Geschichte rund ist. Wer allerdings infiziert ist von dem Virus, mehr zu wollen, der sieht im ersten Band den Aufbruch in die faszinierende Welt von Niccolò.

Und da stehe ich gerade – sehnsüchtig warte ich auf die Fortsetzung. Was wird Frau Dunnett sich ausgedacht haben? Außerdem schaue ich die Bücher, die ich sonst im Beuteraster hatte, recht kritisch an – Die Wahl bis zum Oktober wird sich immer an Dunnett messen lassen müssen.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Eco als Gablé und Gabaldon, 13. August 2006
Dorothy Dunnett schreibt historische Romane. Normalerweise rühren jetzt die Leute, die *gute Literatur* lesen, dieses Buch nicht mehr an. Umso weniger noch, als auch der Verlag es geschafft hat, den Umschlag mit dem Genre-Etikett Liebesroman" zu schmücken.

Und doch, all das ist Dunnett nicht.

Dunnett schreibt einen Stil, der sie ihren Landsleute Stevenson und Scott ebenbürtig macht. Dunnett schreibt komplexe Bücher, die den Lesern mehr Aufmerksamkeit abfordern, als das übliche Lese-Fast-Food, das sich mit Präraffaeliten-Bildern auf den Buchumschlägen auf den Tischen der großen Buchhandlungen türmt. Dunnett schreibt in erster Linie spannende Romane, die sich von der Masse abheben: ihre Handlung siedelt sie meist in der Frühen Neuzeit an. Historische Romane sind das insofern, als historische Persönlichkeiten mit erfundenen Helden agieren. Sie schreibt lebendige, faszinierende Charaktere. Und zwar so, daß man sich als Historiker, so man Dunnett gelesen hat, manchmal für einen Moment wundert, warum denn Claes in den Quellen nicht erwähnt wird.

Es geht in diesem Buch um Claes, einen unehelichen Jungen, der in Brügge bei entfernten Verwandten das Färberhandwerk lernt. Und um Brügge im 15. Jahrhundert, mit seiner multikulturellen Gesellschaft aus den Völkern Europas und der Levante, die hier am großen Handelsplatz des Nordens ihre Geschäfte und - natürlich - ihre Politik betreiben.

Und Claes gerät da hinein; durch eine Kanone, einen Griechen mit einem Holzbein, eine schöne Frau und einen heißblütigen Schotten wird aus Claes, dem Tölpel, plötzlich Claes, der Soldat, der Kaufmann und mehr. Mehr sei nicht verraten von der Handlung, denn das wäre für alle Leser, die sich an Dunnetts exzellent erzählte, intelligente Bücher heranwagen, Spielverderberei. Und so bleibt die Frage für die nächsten sieben Bücher, die uns Klett-Cotta versprochen hat: Wer ist Claes wirklich? Und glauben Sie mir, Sie wollen es wissen!

Wie gesagt: Dunnett schreibt Romane nach der Tradition des Genres. Sie stattet ihre Erzählung mit einer Vielzahl von Handlungssträngen und Personen aus, an die sich der entwöhnte Leser wohl erst mal wieder gewöhnen muß. Darin gleicht sie einem anderen Zeitgenossen, der seine Romane in der Vergangenheit ansiedelt. Nicht nur stilistisch, auch von der Vielschichtigkeit der Handlung und den Anforderungen an die Leser ist Dunnett mehr Eco als Gablé und Gabaldon. Doch läßt man sich auf diese Herausforderung ein, dann wird man Dunnetts intelligenter und sinnlicher Fabulierkunst, ihrem feinen britischen Humor und ihrem Sprachwitz komplett verfallen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartiges Leseerlebnis - Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint..., 22. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Niccolòs Aufstieg: Das Haus Niccolò, Band 1 Roman (Taschenbuch)
Dass ich als Leserin immer wieder auf der Suche bin nach einem Buch, das mir erscheint, als sei es für mich geschrieben worden, ist mir normalerweise gar nicht bewusst. Nur dann, wenn ich mal wieder fündig geworden bin, überrascht mich diese Erkenntnis wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Mit Dorothy Dunnetts Roman "Niccolos Aufstieg" durfte ich dieses Erlebnis nach langer Zeit einmal wieder genießen.

Dorothy Dunnetts Roman "Niccolos Aufstieg" ist zwar ein historischer Roman, gleichzeitig aber auch Familien-Saga, Wirtschaftsthriller, spannender Rätselroman, Abenteuerroman, Soap-Opera und Charakterstudie und damit nicht nur für Freunde historischer Romane interessant. Eine Inhaltszusammenfassung dieses Romans ist wegen der komplexen Handlungsstränge schwierig. Reduziert auf einen Satz, ist es die Geschichte des jungen Claes, beginnend um 1459 in Brügge, der sich vom Färberlehrling zum wohlhabenden Kaufmann und noch weiter entwickelt, also eine klassische "Vom - Tellerwäscher - zum - Millionär" - Geschichte. Eine ausführlichere Inhaltsdarstellung könnte aber ohne weiteres zwei DIN A4-Seiten füllen, da "Niccolos Aufstieg" so viele unglaubliche Ereignisse, Ränkespiele, Beziehungsebenen und historische Ereignisse einer Welt im Umbruch enthält. Wer sich für eine detaillierte Inhaltsangabe interessiert und an zusätzlichem Material interessiert ist, dem sei dazu die sehr schön gestaltete Internetseite des Klett-Cotta Verlags zu Dorothy Dunnett und ihrem Werk empfohlen.

Das Besondere an "Niccolos Aufstieg" ist die Ausgestaltung der Charaktere über Dialoge und Ereignisse. Dorothy Dunnett lässt uns so am Leben der Protagonisten teilhaben, wie diese das Geschehen erleben. Dialoge werden von ihr gestaltet, wie sie tatsächlich stattfinden, d.h. der Wissenshintergrund, den der einzelne Gesprächsteilnehmer hat, wird nicht ins Gespräch eingeflochten. Das macht es dem Leser natürlich nicht immer einfach, sofort den Kontext herzustellen, und so klären sich die Eigenschaften der Charaktere und ihre Intentionen wie auch manche Handlungsaspekte häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt. Der Leser ist permanent gefordert mitzudenken, sich mit dem Geschehen auseinanderzusetzen, Zusammenhänge herzustellen und sich an vergangene Details zu erinnern. Daher dauert es auch eine gewisse Zeit, bis der Einstieg ins Buch gefunden ist und der Zeitpunkt erreicht wird, ab dem man das Buch nur noch schwer zur Seite legen kann.

Charaktere und Handlungen entwickelt die Autorin sukzessive, wie bei einem Mosaik, von dem man zunächst nur Teile sieht, das Gehirn aber automatisch das Bild komplettiert, oft aber in einer optischen Illusion gefangen ist, so dass die Überraschung groß ist, wenn sich mit weiterem Fortschritt des Mosaiks ganz neue Bilder ergeben. Dorothy Dunnett beherrscht diese Kunst meisterhaft. Noch selten habe ich ein Buch gelesen, das so wenig vorhersehbar war, bei dem ich von Handlung und Charakteren immer wieder überrascht wurde und nach einiger Zeit jeder "Niccolos Aufstieg" mehrdimensional gestaltet sind, und damit hochinteressant sind, versteht sich fast von selbst. Mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit lässt die Autorin die fiktiven Charaktere mit historischen Persönlichkeiten interagieren und verwebt die Geschichte der Renaissance mit der Geschichte von Claes zu einem leuchtenden Teppich der Fabulierkunst.

Emotionen spielen eine ganz große Rolle in Dorothy Dunnetts Roman. Neid, Missgunst, Leidenschaft, Liebe, Hass, Entsetzen, Enttäuschung, Übermut, eigentlich die gesamte Palette menschlichen Fühlens ist zu finden und lässt den Leser mit den "Niccolos Aufstieg" ist zweifellos Dorothy Dunnetts elegante, flüssige Sprache, die erzählerische aber auch humorvoll und dezent kommentierende Passagen zu einem wahren Lesegenuss werden lässt. Die Übersetzer haben den im englischen Original unter dem Titel "Niccolo rising" erschienenen Roman, kompetent und liebevoll übersetzt und die schwierige Aufgabe, dem Originaltext möglichst gerecht zu werden, hervorragend bewältigt.

Erfreulicherweise ist "Niccolos Aufstieg" der Auftakt zu einer achtbändigen Reihe, der sich Klett-Cotta in der HC-Ausgabe und dtv in der TB-Ausgabe angenommen hat. Wer nach dem ersten Band genug hat, wird sich freuen, dass dieser erste Band unabhängig von der Serie gelesen werden kann, d.h. einen Abschluss des Spannungsbogens bietet. Bei wem wie bei mir die Sucht ausgebrochen ist, der darf sich schon auf den Folgeband "Frühling des Widders" freuen.

Dorothy Dunnetts Roman "Niccolos Aufstieg" bietet hervorragende, intelligente, sprachversierte Erzählkunst, ohne unlesbar zu sein und ohne belehrend zu sein, mit einem Unterhaltungswert, der seinesgleichen sucht. Dorothy Dunnett fordert ihre Leser und Leserinnen, aber sie belohnt sie auch reichlich mit einem spannenden, temporeichen und wendigen Roman, bei dem der Leser selbst beim wiederholten Lesen immer wieder Neues entdecken kann, und mit dem die Autorin beweist, dass keine Notwendigkeit besteht, zwischen guter und unterhaltender Literatur zu differenzieren. Ich bedanke mich bei Klett-Cotta und dtv, diese wunderbare Autorin für den deutschen Markt entdeckt zu haben und wünsche mit diesem Projekt viel Erfolg, in der Hoffnung noch mehr von dieser Autorin in deutscher Sprache lesen zu dürfen!

Allen Lesern, die "Niccolos Aufstieg" noch vor sich haben, wünsche ich ein ebenso einzigartiges Leseerlebnis wie ich es hatte und gebe ihnen auf den Weg, sich auf jeder Seite darüber bewusst zu sein, dass Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint...
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein historischer Roman, der nachklingt..., 28. Dezember 2006
Von 
S. Haas "pilgerstefan" (Wermelskirchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verehrte(r)Leser(in), kennen Sie dieses Gefühl, sie nehmen ein Buch, einen Roman zur Hand, voller Sehnsucht, wie es in der Geschichte weitergeht? Und sind gleichzeitig traurig, weil Sie mit jeder Seite, die Sie weiterblättern unweigerlich dem Ende, und damit dem Ende des Lesesgenusses näherkommen?
So geht es mir beim Lesen dieses Buches. Und dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Besonders bei einem "historischen Roman", wie er schon auf der 1. Seite des Schutzumschlages selbstbewusst angekündigt wird. Der Leser, der sich in dem Genre ein bißchen länger tumelt, wird wissen, dass die historischen Romane in Buchläden Legion sind, allerdings gute bis sehr gute Qualität nur sehr selten zu finden ist.
Doch hier bin ich fündig geworden. Die Geschichte entwickelt einen Sog, ich will umbedingt wissen wie es weitergeht mit Claes/Niccolo, dem Färberlehrling aus Brügge, der 1459 seinen Weg scheinbar auf Umwegen durch die Gesellschaft macht. Wer ist dieser Claes? Lebt er sein Leben selbstvergnügt, oder ist da doch Ehrgeiz, ein Ziel?
Der Leser wird langsam an eine schillernde Wirklichkeit dieses Charakters herangeführt. Wir lernen Claes nur durch die Personen um ihn herum kennen. Und jeder sieht etwas anderes.
Dorothy Dunnett versteht als Autorin es meisterhaft, skurrile Situationskomik im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Sie serviert nicht alles eins zu eins. Der Leser ist aufgefordert, sich seine Bilder z. B. von einer menschlich verursachten Überschwemmung Brügges selbst zu machen. Auch hat fast jede Bemerkung der Personen eine Bedeutung, die sich aber manchmal erst Kapitel später erschließt. Bei diesem Buch ist Zurückblättern keine Schande, sondern hat einen dedektivischen Aha-Effekt. Sicher, mit Stil und einer gehörigen Portion britischen schwarzen Humors führt Dunnett ihren Leser und lässt ihm viel Platz für die eigene Fantasie.
Und nach dem Buch ist noch nicht Schluss: 8 Bände insgesamt beträgt die Geschichte um Niccoló. 6000 Seiten wurden geschrieben und die Vermutung liegt nahe, wenn man den Rezensionen der englischen Buchausgabe Glauben schenken darf, dass die Autorin, die mit dieser Reihe 1986 anfing und 2000 endete, ihr Niveau bis zum Schluss hält.
Der zweite Band der Reihe erschien im Herbst: "Frühling des Widders" und es werden jedes Jahr 2 Bände im Klett-Cotta Verlag neu übersetzt erscheinen, so dass die Reihe im Jahr 2009 abgeschlossen sein dürfte.
Doch jetzt müssen Sie mich bitte entschuldigen, denn ich bin erst auf Seite 505 des II. Bandes ("Frühling des Widders") und muss weiterlesen...
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!!!, 17. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bisher weiß niemand, das Claes seinem Dasein als Färberlehrling entkommen möchte. Felix, der Erbe des Hauses Charetty, einem Unternehmen im Brügge des 15. Jahrhunderts das in der Färberei tätig ist, sieht den Lehrling Claes als seinen Kumpan an, mit dem er jede Menge Abenteuer erleben kann. Julius, der Lehrer von Felix und Claes und gleichzeitig Rechtskonsulent des Geschäftshauses Charetty, hat immer ein wachsames Auge auf die übermütigen jungen Männer. Und so wundert es eigentlich niemanden, das eine Kanone in einem Kanal versenkt wird, als Julius, Felix und Claes in der Nähe sind. Doch noch mehr Ereignisse werden an diesem Tag in Gang gesetzt. Bald darauf muss Claes um sein Leben fürchten, denn an jedem bedeutungsvollen Tag hat er sich den schottischen Edelmann Simon von Kilmirren zum Feind gemacht. Außerdem verstrickt er sich in eine kompliziertes Geflecht von Geheimnissen, Halbwahrheiten und Lügen und bestimmt so die Zukunft aller ...

"Niccolòs Aufstieg" ist ein dermaßen vielschichtiger und überraschender Roman, das man gar nicht mehr über die Handlung im Vorfeld verraten mag. Der Leser hat viel mehr Spaß, wenn er sich auf die Spurensuche begibt, welche die Autorin gekonnt in Gang setzt. Ein absolut einmaliges Lesevergnügen mit faszinierenden Wendungen, komplexen Charakteren und einem geschichtlichen Hintergrund, der aufregender nicht sein könnte! Außerdem ist dieser Roman nur der erste in einer achtbändigen Reihe die bei Klett-Cotta in einer opulenten Neuausstattung erscheint. Absolut empfehlenswert, ein historischer Roman der Meisterklasse den man keinesfalls verpassen sollte!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wunderbare Claes mit dem betörenden Lächeln, 24. Oktober 2007
Dorothy Dunnetts Roman "Niccolòs Aufstieg" ist nur der erste Band einer achtteiligen Serie von historischen Romanen, in deren Mittelpunkt der Färberlehrling Claes steht. Wie Claes - die Kurzform des Namens Nicholas - schließlich zu Niccolò wird und seine Vergangenheit als einfacher Lehrling hinter sich lässt, beschreibt sie ausschweifend, mit Lust an historischen Details und mit hoher Komplexität. Der Leser wird geradezu geflutet mit einer Vielzahl an Namen, von denen einige historisch verbürgt und andere erfunden sind, mit Titeln, Geschäftskonstellationen, wirtschaftlich und politisch bedeutsamen Orten und Interessen.

Der Einstieg in diesen Roman fällt nicht leicht, denn er unterscheidet sich durch seinen Anspruch und seine Sprache durchaus von vielen anderen Historienromanen auf dem Buchmarkt. Hat man sich aber einmal eingelesen in diese Mischung aus Familiengeschichte, Liebesroman, Wirtschaftskrimi und historischer Geschichtsstunde, dann erkennt man schnell, wie grandios Dorothy Dunnett schreibt. Zu jeder Zeit ist man zum aktiven Mitdenken aufgefordert, ja genötigt, denn die Autorin versucht gar nicht erst, jede Kleinigkeit zu erklären. Man muss sich teilweise selbst einen Reim auf die vielen Pläne, Interessen und Absichten der Protagonisten machen, was ohne ein Verständnis der damaligen Strukturen oft nicht einfach ist.
Die Hauptfigur - der wunderbare Claes mit seinem betörenden Lächeln - ist sicher eine der großartigsten und faszinierendsten Figuren historischer Romane, die je geschrieben wurden. Von den meisten für etwas beschränkt gehalten, kämpft sich Claes, der viel mehr weiß, als die meisten ahnen und sich damit teilweise in höchste Gefahr bringt, stetig nach oben. Allein die Schilderungen seiner unvergleichlichen Art, seiner Taten und Pläne machen den Roman lesenswert. Doch auch die Charakterisierung der anderen Romanfiguren ist Dorothy Dunnett ausgezeichnet gelungen.
Der erste Roman der Reihe um den Aufstieg des Hauses Niccolò zur Zeit der Renaissance macht süchtig nach der ganzen Serie, wenn man am Anfang als Leser etwas langen Atem beweist und bereit ist, sich in der Vielzahl von Namen und Bündnissen zurecht zu finden.

Eine Auflistung der wichtigsten Personen am Anfang des Romans macht dies etwas einfacher, auch die beigefügte Karte von Europa zur damaligen Zeit erleichtert das Verständnis. Eine besondere Erwähnung verdient noch die schöne, hochwertige Aufmachung aus dem Klett-Cotta Verlag, die mit einem extra gestalteten Lesezeichen, Lesebändchen und hübscher Covergestaltung aufwarten kann.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Befremdetsein zur Begeisterung, 4. August 2008
Von 
Lüder Friedrichs (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Niccolòs Aufstieg: Das Haus Niccolò, Band 1 Roman (Taschenbuch)
Dorothy Dunnetts historischer Roman Niccolòs Aufstieg hatte ich mir deswegen besorgt, weil ich mir dachte, na, an 8 Bänden hast du bestimmt ein paar Tage zu lesen. Die erste Hälfte des Romans hat mich, was Schreibstil und Entwicklung der Geschichte anbelangt, erstmal ziemlich befremdet, was schon damit losging, dass ich dachte, wieso wird soviel über Claes erzählt, wo es doch um Niccolò gehen soll... Dann, nachdem ich mich an den etwas skurrilen Erzählstil der alten Dame gewöhnt hatte, wurde ich mehr und mehr gefangen, denn so wie man am Anfang nicht weiß, welche Rolle der Claes spielt, so lösen sich alle Verwicklungen, die man anfangs nicht begreift, plötzlich nachträglich in außergewöhnliche Fäden auf, die am Ende wieder verknotet werden. Plötzlich merkt man, daß in dem Halbsatz "während er im Kloster der Franziskaner eine Reihe von Gesprächen geführt hatte", etwas Wichtiges für den späteren Handlungsablauf verborgen liegt.
Wer also neben dem historischen Rahmen ein Faible für verzwickte und erst spät gezeigte Lösungsrätsel hat, der sollte sich über den unorthodoxen (aber im Nachhinein hochinteressanten) beliebig erscheinenden Beginn hinwegkämpfen, dann wird er mit einem keine Wünsche offen lassenden fesselnden historischen Roman belohnt, der viel Vorfreude auf die weitere Entwicklung hinterlässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach dem Lesen: Niccolo - Fan !!, 16. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Niccolòs Aufstieg: Das Haus Niccolò, Band 1 Roman (Taschenbuch)
Ich habe die schon geschriebenen Rezensionen der Niccolo-Bände 1 bis 4 im Internet nachgelesen, es nichts mehr hinzuzufügen! Man wird noch mit 60 Jahren zum Niccolo-Fan. Auch ich hoffe, dass alle Bände noch übersetzt werden. I.Steiner
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Niccolòs Aufstieg: Das Haus Niccolò, Band 1 Roman
Niccolòs Aufstieg: Das Haus Niccolò, Band 1 Roman von Dorothy Dunnett (Taschenbuch - 1. Dezember 2007)
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