Kundenrezensionen


97 Rezensionen
5 Sterne:
 (56)
4 Sterne:
 (20)
3 Sterne:
 (11)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (8)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


72 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hendrikje - ein Name mit dem man nicht Liebe machen kann!?
Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes: herrlich skurril, sympathisch und witzig! Sprachlich bringt es Ulrike Purschke mit diesem Roman genau auf den Punkt, denn das Verhalten und die Gefühle der Hauptfigur Hendrikje werden perfekt widergespiegelt.

Hendrikje, Malerin und Angestellte in einem Café, beschuldigt sich selbst 1,5 Menschen auf dem...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2008 von Daniela Möhrke

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein bisschen arg unterbelichtet...
...ist Hendrikje! Anfangs noch lustig, später eigentlich nur noch albern. Bei Hendrikje wusste ich nie so recht, ist sie wirklich so beschränkt wie sie wirkt, oder einfach nur unheimlich verschroben? Die steife und irgendwie doch kindische Erzählweise hat mich irgendwann eher genervt als unterhalten.
Und leider wusste ich auch vom ersten Moment an, wer...
Vor 15 Monaten von Emmylou veröffentlicht


‹ Zurück | 1 210 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

72 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hendrikje - ein Name mit dem man nicht Liebe machen kann!?, 1. Oktober 2008
Von 
Daniela Möhrke (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes: herrlich skurril, sympathisch und witzig! Sprachlich bringt es Ulrike Purschke mit diesem Roman genau auf den Punkt, denn das Verhalten und die Gefühle der Hauptfigur Hendrikje werden perfekt widergespiegelt.

Hendrikje, Malerin und Angestellte in einem Café, beschuldigt sich selbst 1,5 Menschen auf dem Gewissen zu haben und befindet sich im größten Teil des Buches im Gespräch mit einer Psychologin - von ihr liebevoll "die Palmenberg" genannt. Sie erzählt ihr die durchaus nicht gerade kurze Geschichte, wie es zu diesen angeblichen Morden ihrerseits kam. Dies tut sie auf eine hinreißend ehrliche Art, wenngleich man ihr manchmal gern sagen würde: "Hendrikje, warum bist du nur so furchtbar naiv." Und trotzdem fühlt man mit Hendrikje mit und kann sich immer mehr in ihre verqueren Gedanken hineinfühlen. Es ist einfach köstlich von Hendrikjes Lebensmut zu lesen (okay, sie hat wiederholt Selbstmordgedanken, aber was macht das schon...) und davon, dass sie aus jeder Situation versucht das Beste zu machen. So ist Hendrikje zwar naiv, ja erscheint manchmal sogar etwas dümmlich und trotzdem kann man auch einiges von ihr lernen. Sie lässt sich eben nicht unterkriegen, trotz mehrerer Schiksalsschläge.

Mit ihrem ganz eigenen Humor und dem lebendigen Schreibstil schafft Ulrike Purschke mit "Hendrikje, vorübergehend erschossen" eine entwaffnende Geschichte, die uns gleich viel fröhlicher auf den Alltag mit seinen kleinen und auch größeren Problemen blicken lässt. Der Job ist mies, die ganzen Gemälde verbrannt, die Oma gestorben, die eigenen Freunde wollen einen zum Selbstmord drängen - kein Problem für Hendrikje! Auch der verzwicktesten Situation kann sie noch etwas Positives abgewinnen. Und trotzdem kam das Ende doch ziemlich überraschend für mich, wobei das ganze Buch schon voller Überraschungen steckt.

Dieses Buch ist für jeden zu empfehlen, der sich vom Pech verfolgt fühlt und für jeden, der manchmal einfach nur verärgert oder genervt ist vom eigenen Alltag und für jeden, der Humor hat und für jeden, der mal etwas ganz Neues versuchen möchte und für jeden.... also eigentlich für JEDEN!
Und da ich nicht Hendrikje bin, werde ich nun absolut nicht mehr die Schuld bei mir suchen, wenn ihr dieses Buch nicht lest!
Also lest und genießt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Groteske Mischung, 26. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman (Taschenbuch)
Hendrikje ist mehr als nur ein Pechvogel. Vielmehr besitzt sie einen total unschuldigen, unbedarften und schutzlosen Charakter, sieht an ihren Mitmenschen immer nur das Gute, stellt sich selbst hingegen in Frage. Sie ist so naiv, dass sie ihren Mitmenschen keine böse Tat zutraut - da sie in dem Punkt aber irrt, wird sie am laufenden Band Opfer vom missgünstigen Verhalten anderer. Dass ihr das Schicksal zu allem Übel auch noch zusätzliche Steine in den Weg legt, lässt sie endgültig an den Punkt des Selbstmordes kommen.
Durch eine unglückliche und von ihr selbst so nicht gewollte Verkettung der Umstände kommen zwei ihrer "Freunde" ums Leben. Sie selbst wird dafür zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Dort erzählt sie rückblickend der Psychologin ihre Geschichte.

Von außen betrachtet liest sich ihr Leben wie eine Verhöhnung, eine einzige Bestrafungsaktion: Es gibt fast niemanden in ihrem Leben, der ihr Kraft gibt, jeder nutzt sie aus oder stößt sie zu Boden. Allen voraus ihre Freunde, die sich über ihren Entschluss des Suizides sogar freuen, eine Abschiedsparty organisieren und ihr Exfreund sichert sich sofort ihre Wohnung, die er noch vor ihrem Tod beginnt, für sich und seine neue Freundin umzugestalten.
So viel Demütigung für eine Person ist schwer zu ertragen - als Außenstehender. Ich hab stellenweise echt Wut gekriegt und hätte Hendrikje am liebsten durchgeschüttelt, ihr ins Gesicht geschrieen, dass diese Behandlung unter die Menschenwürde geht und sie endlich etwas machen soll!

Das Besondere nun:
Hendrikje selbst sieht ihr eigenes Schicksal ganz anders als der Leser das tut. Sie findet das alles unglücklich, wehrt sich aber auch nicht wirklich gegen die Umstände. Schließlich sind sie alle gute Menschen, denen man schnell verzeihen kann.
So schutzlos und kindlich-zerbrechlich ihr Charakter auch scheint, in ihrer Unbedarftheit schöpft sie grenzenlose Zuversicht, die sie aus dem Sumpf wieder heraus führt. Diese Kraft hätte vielleicht jeder andere, dessen einzige Waffe der Widerstand ist, nie aufgebracht.

Das ganze Buch ist in dem Denkstil von Hendrikje geschrieben. Es wirkt unschuldig, teilweise einfältig (da stellenweise in einem Satz fünfmal nach einander "...und dann machte sie dies und dann machte sie das und dann..." vorkommt) - wie ein Kind. Mich hat dieser Erzählstil genervt, trotzdem trug er dazu bei, dass man einfach gezwungen wurde, sich in Hendrikje hinein zu versetzen. Sonst hätte man sie nie verstanden und über ihr Verhalten nur den Kopf geschüttelt... was man womöglich aber trotzdem macht.

Unter dem Strich sehe ich "Hendrikje, vorübergehend erschossen" nicht nur als Unterhaltung. Er erzählt ein Leben, in dem kindliche Freude und abgrundtiefe Niederträchigkeit eine groteske Mischung ergeben und am Ende doch miteinander harmonieren.

Es regt zum Nachdenken darüber an, ob wir selbst vielleicht auch Menschen ausnutzen, die sich nicht dagegen wehren - wie wir mit Außenseitern umgehen und es fordert auch dazu auf, sich ein kleines Stück Kindheit als unschlagbare Waffe gegen die Unmenschlichkeit zurück zu behalten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch komisch, 21. September 2006
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen! Der Roman "Hendrikje, vorübergehen erschossen" besticht durch die Einfachheit der Hauptperson Hendrikje, die im netten Plauderton (beim Psychiater) ihr Leben ausbreitet. In der naiven, einfachen Weise berichtet sie von ihrem verkorksten Leben. Trotzdem hat sie die Standhaftigkeit, alles zu meistern, was auf sie zu kommt. Hängt wohl auch damit zusammen, dass sie sich auch leider zu gerne von anderen Menschen ausnutzen lässt. Vor allem ihr Geliebter Ernst, der sich nicht als ihr Freund bezeichnen lassen möchte, weil dass zu bindend wäre.

Ich habe das Buch von der ersten Seite genossen, weil nicht nur mit viel Witz und Ironie geschrieben wurde, sondern weil man durch den persönlichen Ton meint, man sitzt mit einer Freundin bei einem Kaffee und spricht über sein Leben. Hendrikje ist einfach liebenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibt's nicht? Gibt's doch., 10. Mai 2009
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman (Taschenbuch)
Hendrikje Schmidt sitzt der Gefängnispsychologin gegenüber und erzählt ihr, wie's gewesen ist. Hendrikje sitzt im Knast, weil sie 1,5 Menschen umgebracht hat. Meint Hendrikje. Aber aus Hendrikjes Sicht ist Hendrikje an allem Schuld, wirklich an allem. Wenn ihre Freunde sie ausnutzen, merkt sie das nicht mal, und findet immer den Fehler bei sich und eine Entschuldigung für die Anderen. Dabei geht wirklich alles schief und ihr Leben ist eine einzige Katastrophe: eigentlich ist Hendrikje Malerin, und sogar eine ziemlich gute, aber ihren Lebensunterhalt verdient sie durch Kellnern. Ihr Atelier mit allen ihren Bildern brennt ab, ihre Oma, die sie großgezogen hat, stirbt und ihr Freund verlässt sie. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch plant sie einen neuen, zusammen mit ihren vermeintlichen Freunden, und dann gerät alles komplett aus den Fugen.

Nein, es ist gar nicht wie Bridget Jones. Es ist viel besser. Hendrikje ist nicht das personifizierte Chaos, sondern sie hat ihr Leben eigentlich erschütternd gut im Griff. Sie ist nur besessen davon, niemandem auf die Nerven zu gehen, und erkennt nie bei anderen eine böse Absicht. Erst als sie im Gefängnis sitzt, weil sie ihren Ex-Liebhaber vom Dach geschubst hat, tut sie einmal das einzig Richtige: sie ist hartnäckig und setzt ihren Willen durch. Dass sie damit das große Glück findet, ist überhaupt nicht kitschig und einfach nur toll. Auf der Umschlagrückseite wird behauptet, das Buch mache glücklich, und glaubt mir: das ist tatsächlich so!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen !, 5. April 2006
Von 
K. Schaefer (Aurich Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein phänomenales Buch ! Die Geschichte einer jungen Frau, die - so scheint es - immer und überall Pech hat, wegen anderthalb von ihr verursachter Tode ins Gefängnis muss und sich dort mit einer Psychotherapeutin herumschlagen muss, um wenigstens ihre "Dreiviertel-Bewährung" zu bekommen. Ihre, Hendrikjes("Der Name, mit dem man nicht Liebe machen kann"),scheinbar unglaublichen Erlebnisse haben mich von Anfang an gefesselt, und das nicht nur wegen des überaus originellen Plots, der zwischen skurril und anrührend daherkommt, sondern vor allem wegen der sprachlichen und der gestalterischen Brillanz der Autorin, die sich meilenweit über Modisches oder künstlerisch Bemühtes erheben ! Ein Genuss, der schon in den ersten Zeilen des Buches zu verspüren ist, in denen die Protagonistin mit ihrer Therapeutin ("Frau Doktor Palmenberg") zusammentrifft - ein Setting, das den Roman erst dominiert, aber gegen Ende mit leichter Hand zugunsten veränderter Perspektiven aufgegeben wird. Scheinbar mühelos und dennoch unglaublich intensiv geschrieben und zu lesen, mit feinen Zeitbezügen und mit künstlerischem und literarischem Augenzwinkern versehen, mit herrlichen Typen - und einem Schluss, der den Leser/die Leserin dazu bringt, zurück zu blättern und noch einmal nachzulesen, denn es sind die Feinheiten, auf die es ankommt, wie man merkt.
Eines der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe (und ich lese viel)! Höchst empfehlenswert für beiderlei Geschlecht, von 18 bis 88 Jahren, zu jeder Gelegenheit !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein bisschen arg unterbelichtet..., 8. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman (Taschenbuch)
...ist Hendrikje! Anfangs noch lustig, später eigentlich nur noch albern. Bei Hendrikje wusste ich nie so recht, ist sie wirklich so beschränkt wie sie wirkt, oder einfach nur unheimlich verschroben? Die steife und irgendwie doch kindische Erzählweise hat mich irgendwann eher genervt als unterhalten.
Und leider wusste ich auch vom ersten Moment an, wer Sugar Brown ist, so dass mich auch der Schluss nicht mehr überrascht hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschenk-Tipp, 4. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman (Taschenbuch)
Hendrikje... da sitzt sie nun bei der schönen Psychologin Palmberg und erklärt ihr und uns, warum sie 1,5 Menschen umgebracht hat. Also eigentlich... denn es gibt ja für alles ein Wenn und Aber. Und von denen gibt es in Hendrikjes Erzählungen eine Menge. So manches Mal verzweifelt die Palmberg über Hendrikjes sehr sehr ausführliche bildreiche Sprache, während ich beim Lesen schmunzeln musste. Haben Sie sich zum Beispiel schon mal Gedanken darüber gemacht, wie ein Tag im Leben einer Kellnerin aussieht? Dass Mütter-Gruppen volle Windeln liegen lassen, dass Schulgruppen gleichzeitig abgefertigt werden müssen, dass Gäste ihre Fußpilz-Tinktur benutzen? Ich nicht, aber ab jetzt werde ich wohl immer daran denken müssen... Auch hat Hendrikje viel Verständnis für allen und jeden. Für ihren Geliebten Ernst, der sich für ihre Freundin von ihr trennt, für Paula, die ihr Attelier abfackelt und auch sonst ist sie herrlich naiv. Doch jedes Verständnis hin oder her, irgendwann erscheint ihr alles sinnlos und sie möchte aus dem Leben scheiden - im Kreis ihrer Freunde. Aber am Ende gibt sie sich die Schuld am Tod von 1,5 Menschen und diese Geschichte mit überraschendem Ende ist so erfrischend erzählt, dass man ein wenig traurig ist, dass das Buch so schnell gelesen ist.
Fazit: Ein glücklichmachendes Buch, welches ich dieses Jahr sicher öfter verschenken werde!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich skurril, furchtbar sympathisch, 26. Februar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte dieses Buch eigentlich als Geschenk gekauft, nachdem ich in einer Buchhandlung ein bisschen darin geblättert und einzelne Passagen gelesen hatte. Das würde meiner Freundin gefallen. Als ich es dann hier hatte, habe ich noch ein bisschen mehr geblättert und 'musste' es plötzlich ganz lesen. Wenn ich die Zeit gehabt hätte, hätte ich es in einem Rutsch gelesen, aber auch so war ich nach drei Tagen fertig und furchtbar traurig, dass das Buch nicht dicker war. Nicht, weil etwas gefehlt hätte, sondern weil es einfach zu gut war, um schon zu Ende zu sein. Die sorgfältig gezeichneten Figuren, deren skurrile Erlebnisse und der manchmal brutale, aber nie gemeine Humor haben dieses Buch zu meinem persönlichen Highlight des Jahres gemacht. Meine Freundin musste leider erst mal mit einem anderen Buch vorlieb nehmen, aber natürlich hat sie es auch noch zu lesen bekommen. ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch!!, 12. April 2006
Das Buch ist absolute Spitze! In Hendrikje, vorübergehend erschossen geht es um eine Antiheldin, die mir von Anfang an supersympathisch war. Sie gibt sich nie der Jammerei hin, obwohl sie zeitweise allen Grund dazu hätte, sondern nimmt ihr Schicksal an. Mit fünf Jahren von der Mutter verlassen, die mit ihrem neuen Mann nach Amerika abhaut und sich nie wieder meldet, den Vater kennt Hendrikje gar nicht, wächst sie bei "Omi" auf.
Ihre falschen Freunde, die es gar nicht gut mit ihr meinen und auch ihre geliebte Omi, um die sie sich rührend kümmert, obwohl diese Hendrikje oft unter Druck setzt (was Hendrikje aber nicht bewusst ist bzw. sie nicht wahrhaben will) nimmt sie stets in Schutz. Sie erträgt ihre biestige Chefin im Café und übersieht die Mätzchen der Gäste, frisst den Frust in sich hinein, schuftet und hat für die unsympathischen Zeitgenossen immer Verständnis.
Oft kam mir der Gedanke- nun is'aber gut, ihr ist doch jetzt wirklich schon genug passiert, aber kein einziges mal hatte ich das Gefühl, es sei zu dick aufgetragen oder unglaubwürdig.
Einen Großteil der Geschichte erzählt Hendrikje rückblickend- und zwar bei Therapiesitzungen im Gefängnis Santa Fu der Psychologin mit dem schönen Haar.
Gegend Ende spielt die Geschichte dann aber wieder in der Gegenwart.
Ich habe keine 24 Stunden für das Buch gebraucht, weil ich einfach nicht aufhören wollte zu lesen.
Der Stil von Ulrike Purschke hat mich stellenweise an die besten Zeiten von Ingrid Noll erinnert (das ist als Kompliment zu sehen). Mit viel Wortwitz und Humor und absolut warmherzig hat die Autorin mich in ihren Bann gezogen.
Hendrikje, vorübergehend erschossen ist mE absolut empfehlenswert und hat gute Chancen mein Buch des Monats zu werden
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für beschauliche Abende auf dem Sofa, 8. Juni 2006
Kennen Sie auch Menschen, die sich selbst im Weg stehen, weil sie sich immer an allem die Schuld geben? Solche Menschen, die sich immer ganz mies fühlen, weil sie gar nicht merken, dass die anderen sie ausbeuten?

Genau zu diesen Menschen gehört Hendrikje - 34 Jahre alt, unscheinbar und wohnhaft bei ihrer Omi. Tagsüber schuftet sie als Kellnerin in einem Cafe und nachts steht sie in ihrem Atelier und malt. Manchmal bekommt sie zu später Stunde auch Besuch von ihrem Freund Ernst, der aber eigentlich gar nicht ihr Freund ist, sondern sich lieber als ihr Geliebter bezeichnet.

Als ihr eines Tages ein Galerist anbietet, eine eigene Ausstellung mit ihren Bildern zu machen, kann Hendrikje ihr Glück kaum fassen. Doch dann passiert eine Katastrophe nach der anderen: Die Omi stirbt, ihr Atelier mit allen Bildern brennt ab, die Versicherung zahlt nicht, Ernst trennt sich von ihr und letzten Endes landet Hendrikje im Gefängnis...angeklagt wegen anderthalbfachen Totschlags!

Wie und warum das alles passiert ist, soll Hendrikje der Psychologin Frau Doktor Palmenberg erklären. Der Leser erfährt auf diesem Wege, was der jungen Frau widerfahren ist und weiß dabei oftmals nicht, ob er nun lachen oder weinen soll. Die sympathische Hendrikje scheint ein wahrer Pechvogel zu sein. Dennoch jammert sie nie, sondern findet immer wieder Auswege und Erklärungen, die belegen, dass sie selbst an allem Schuld ist und es nicht anders verdient hat.

Ulrike Purschke hat in ihrem ersten Roman eine wahrhaft merkwürdige, aber dennoch herzliche Geschichte zu Papier gebracht, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Auf jeden Fall für nette, unterhaltsame und beschauliche Abende auf dem Sofa geeignet!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 210 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman
Hendrikje, vorübergehend erschossen: Roman von Ulrike Purschke (Taschenbuch - 1. November 2007)
EUR 7,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen