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96 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Andrzej Sapkowski - Der letzte Wunsch
Zum Anlass des baldigen Erscheinens des Computerspiels 'The Witcher' sowie aufgrund des Erfolgs seiner noch nicht vollendeten 'Narrenturm'-Trilogie erschien dieses Jahr endlich Sapkowskis Erstlingswerk 'Der letzte Wunsch' wieder in Deutschland. Warum die Neuauflage dieses bereits 1998 hierzulande schon einmal erschienen Buches ' das bei Ebay und Amazon bereits zu Preisen...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2007 von A. Rosenau

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stark gekürzt!
Das erste Buch um den Hexer habe ich mit all seinen Kurzgeschichten verschlugen. Dieses Hörbuch ist gut gesprochen, aber es fehlt die Hälfte des Buchinhaltes. Daher auch nur drei Sterne für eine halbe Vertonung.
Veröffentlicht am 9. Juni 2009 von U. Plachetka


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96 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Andrzej Sapkowski - Der letzte Wunsch, 16. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Wunsch (Taschenbuch)
Zum Anlass des baldigen Erscheinens des Computerspiels 'The Witcher' sowie aufgrund des Erfolgs seiner noch nicht vollendeten 'Narrenturm'-Trilogie erschien dieses Jahr endlich Sapkowskis Erstlingswerk 'Der letzte Wunsch' wieder in Deutschland. Warum die Neuauflage dieses bereits 1998 hierzulande schon einmal erschienen Buches ' das bei Ebay und Amazon bereits zu Preisen von über 50€ gehandelt wurde ' so lange gedauert hat, ist mir ein Rätsel.
Als das Buch um den weißhaarigen Hexer Geralt 1993 in Polen erschien, hatten seine Kurzgeschichten es bereits geschafft, das Genre der Fantasy-Romane in Polen zu erneuern. Und das nicht ohne Grund!
'Der letzte Wunsch' enthält sieben von Sapkowskis ersten Kurzgeschichten, die als Erinnerungen des Protagonisten in einen übergeordneten Handlungsstrang eingebaut sind. Der Protagonist der Geschichten ist Geralt von Rivia, der von klein auf zu einem Monsterjäger, einem Hexer, aufgezogen wurde. Den alchemistischen Tränken, die ihm in dieser Zeit verabreicht wurden, hat er nicht nur seine übermenschliche Kräfte zu verdanken, sondern auch seine unnatürliche weiße Haarfarbe. Geralt, ein Meister mit dem Schwert und der Magie, wird jedoch selbst genauso sehr gehasst, wie die Monster, die er jagt, denn auch er ist eben nicht mehr ganz menschlich. In einer düsteren und gerade deshalb so realistischen Fantasy-Welt, die von Intrigen, Korruption und Rassismus geprägt ist, versucht er, seinem eigenem Verhaltenscodex zu folgen, lässt sich aber doch immer wieder von eigenen Gefühlen leiten. Diese Kombination des "Lonesome Rider" aus dem Western, "Conan" und einem Mann auf Suche nach Liebe und Toleranz macht die beeindruckende Einzigartigkeit des Hauptcharakters aus und gibt der Geschichten immer wieder eine unerwartete Kraft. Doch nicht allein der ungewöhnliche Protagonist, der eben nicht dem Anspruch einer emotionslosen Tötungsmaschine genügt, trägt zu der Faszination bei, die Sapkowskis Kurzgeschichten ausstrahlen. Dem Autor genügt es nicht, den Leser mit geschickt variierten Motiven großer Autoren wie Tolkien, Zimmer Bradley oder Wells - seinen großen Inspirationsquellen - zu unterhalten, nein, er hat mehr zu bieten.
Sein Markenzeichen ist vor allem der Humor. Der kommt mal derb in Form von Beleidigungen, aber viel häufiger subtil, durch geschickt versteckte Zitate und Anspielungen, die sich nicht jedem gleich erschließen. Kennzeichnend ist sein parodistischer Umgang mit Märchen. Wenn die Tochter eines Fürsten den von ihrer Schwiegermutter auf sie angesetzten Jäger verführt und tötet und dann mit sieben Gnomen als Straßenräuberin lebt, bis sie auch diese umbringt, dann dankt man als Leser schmunzelnd an Schneewittchen. Sapkowski spielt so mit den Lesererwartungen, er benutzt aus Märchen bekannte Stereotypen und schmückt sie aus oder verändert sie so, dass der Leser nur noch überrascht loslachen kann.
Wer jetzt denkt, dass sei ihm alles viel zu kompliziert, das Buch sei nichts für ihn, liegt aber dennoch falsch. Sapkwoskis Kurzgeschichten sind eben nicht nur für ein hochgebildetes Publikum mit spezifischen Hintergrundwissen ' mit diesem Konzept hätte Sapkowskis Werke auch nie eine so große Popularität in allen Bevölkerungsschichten Polens erreicht. Abseits hoher Wortspiele und anspruchsvoller Anspielungen bieten Sapkwoskis Geschichten nämlich vor allem eines: Eine mitreißende Geschichte mit einem ungewöhnlichen, sarkastischen Helden und auch einer gehörigen Portion Action vor dem Hintergrund eines glaubwürdigen Fantasy-Szenarios.
Eine klare Kaufempfehlung deshalb an jeden, der auch nur ein bisschen mit dem Genre Fantasy anfangen kann.
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53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Fantasy, 30. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Wunsch (Taschenbuch)
### Zum Inhalt ###
Geralt von Riva, ein Hexer, ein professionelle Ungeheuertöter durchstreift die Lande auf der Suche nach Arbeit und erlebt dabei zahlreiche Begegnungen mit Monstern, nicht selten menschlicher als Menschen oder Menschen, die mehr Monster gleichen...
Dabei ist es mehr als nur ein Beruf. Damit Hexer es mit den Ungeheuern aufnehmen können, werden sie von Kindesbeinen an nicht nur einem harten Training, sondern zahlreichen teils magischen, teils genetischen Veränderungen unterzogen. Geralt erwies sich in dieser Hinsicht als besonders resistent und man unterog ihn einer stärkeren Behandlung, in deren Folge er seine Haarfarbe verlor aber auch über weitaus stärkere Fähigkeiten verfügt als andere Hexer.

Geralts Beruf wird im Land nicht sonderlich geachtet. Die Leute schätzen zwar seine Dienste, fürchten sich aber vor den Hexern, da sie genetisch manipulierte Menschen sind, die übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Aus diesem Grund gerät Geralt immer wieder in Konfrontationen, die durch seine Fremdartigkeit ausgelöst werden.

### Kritik ###
Streng inhaltlich gesehen handelt es sich bei diesem Buch um eine Sammlung von sieben Kurzgeschichten, die durch kleinere Zwischenkapitel mehr oder weniger lose in Zusammenhang gebracht werden.

Ethik spielt eine sehr große Rolle. Geralt, durch seine Mutationen übermenschlich stark, kann weder Mensch noch Monster sein und muss die Erfahrung machen, dass er in der Gesellschaft mehr geduldet, als respektiert wird.
Die Welt, in der das Buch spielt, ist durchzogen von Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit, von brutalen Despoten und Skalverei. Das Volk besteht größtenteils aus Analphabeten und die Königshöfe und die Kirchen beanspruchen die Macht über die Bauern für sich. Dadurch bewegt sich die Geschichte zum Glück fernab von ausgetretenen Fantasy-Pfaden, die oft leider nur aus langweiligen Standard-Welten bestehen.

Es handelt sich um eine durchweg erwachsene Geschichte, voller Brutalität, schwarzem Humor und diversen Anspielungen auf Märchen oder Fantasy-Klischees.

Der Schreibstil ist nicht sonderlich beeindruckend, aber durchweg flüssig, leicht zu lesen und mit einem genialen Humor ausgestattet, über den man hier tunlichst nicht viel verraten sollte. Wahrscheinlich bemerkt man einen großen Teil der zahlreichen Anspielungen beim ersten Lesen nicht einmal.

### Fazit ###
Ein gelungenes Buch, dass sich durch seinen episodenhaften Erzählstil (den ich persönlich übrigens sehr schätzen gelernt habe) eine einzigartige Atmosphäre schafft. Die moralischen Konfrontationen des Protagonisten geben den Geschichten eine Klasse, um die sich andere Autoren auch schon bemüht haben, aber (fast) allesamt gescheitert sind.
Für erwachsene Leser absolut zu empfehlen!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahre Geschichte ist gut versteckt, 10. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Wunsch (Taschenbuch)
Also ich bin ein riesen Fan der Geralt-Saga, die ich genauso im Original, wie auch in der deutschen Fassung (die ersten 2 Bücher) gelesen habe.

Ich möchte eigntlich nur eine Sache hier klären: es gibt eine Geschichte!!!
Und zwar eine Geschichte die gegen Ende epische Ausmaße annimmt. Am Anfang stehen paar Kurzgeschichten, die nicht viel gemeinsam zu haben scheinen. Wenn man aber die ersten 2 Bücher zu Ende gelesen hat, schliesst sich der Kreis, und es kommt der "aha" Effekt auf, man versteht auf einmal Alles. Danach geht die Geschichte erst richtig weiter, wird immer komplizierter und verworrener, gleichzeitig aber auch immer spannender und fesselnder. Man kommt nicht mehr davon los, bis man die komplette Reihe gelesen hat.
Die Welt ist ins kleinste Detail ausgearbeitet und lebendig, und übertrifft mit ihrer Komplexität alles was ich bisher gesehen habe. Das schöne ist, dass teilweise selbst die unwichtig erscheinende Kleinigkeiten aus den "Kurzgeschichten" am Anfang, Auswirkungen auf den späteren Geschichtenverlauf haben, auch wenn mans erst später merkt.
Die Charaktere wirken wirklich echt und lebendig, man lernt sie zu lieben und zu hassen im Verlauf der Bücher. Besonders schön find ich dass der "Mutant" Geralt, der eigentlich keine Gefühle hat, sich am Ende als der menschlichste von allen herausstellt.

Ich kann die Buchreihe jedem Fantasyfreund wärmstens empfehlen, und ich hoffe dass die restlichen Bücher übersetzt werden, damit sich jeder die Geschichte komplett durchlesen kann.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame und überraschend hintergründige Fantasy der etwas anderen Art, 24. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Wunsch (Taschenbuch)
Obwohl das auf der Romanserie basierende Computerspiel "The Witcher" spielerisch wahrlich nicht frei von Makel ist, machten mich die angenehm klischee-befreite Darstellung der Figuren, die zum Teil sehr geistreichen Dialoge und die lebendige, ausgesprochen authentisch wirkende Fantasywelt neugierig auf Sapkowskis Bücher. Ich kaufte mir also diesen ersten Band der "Geralt-Saga", der sich aus mehreren, eher lose miteinander verbundenen Kurzgeschichten rund um die Abenteuer des Hexers Geralt von Riva zusammensetzt.

Sapkowski bedient sich zahlreicher Versatzstücke klassischer Fanatasyliteratur, greift ganz ungeniert auf Elemente aus Märchen und Überlieferung zurück, und setzt sie auf eine frische und unverbrauchte Art zusammen. Allseits bekannte Geschichten, wie die des Rumpelstilzchen, der Wunderlampe oder der Schönen und dem Biest, werden teils in ein neues, fantastisches Licht gerückt, teils auf sehr charmante Art und Weise entmystifiziert. Der wohldosierte trockene Humor und ein Schuss Selbstironie, gepaart mit einer unkomplizierten und geradlinigen Prosa, sorgen für ein entspanntes, flottes Lesevergnügen.

Doch "Der letzte Wunsch" bietet seiner Leserschaft weit mehr als seichte Unterhaltung ohne tieferen Sinn und Verstand! Aller Kurzweil zum Trotz, setzen sich die einzelnen Geschichten mit sehr nüchternen und ernsten Themen auseinander; Rassismus, soziale Ausgrenzung und die daraus resultierenden Konflikte sind zentrale, stets wiederkehrende Aspekte. Ein ums andere Mal findet sich die Hauptfigur, Geralt der Hexer, ein aufs Finden und Töten von Monstern und Fabelwesen spezialisierter Söldner, in moralischen Zwickmühlen wieder. Bei der Arbeit kommt dem Außenseiter oftmals sein eigener Sinn für Ethik und sein Mitgefühl in die Quere. Nicht alles ist wie es scheint, und gelegentlich entpuppen sich Geralts Auftraggeber als die wahren Ungeheuer. Sapkowskis Spiel mit Analogien und Metaphern, die Art, wie er uns damit den Spiegel vorhält, so was kannte ich bislang nur aus guter(!) Science Fiction. Und auch wenn er dabei nicht ganz so subtil vorgeht wie ein Stanislaw Lem, ein Philip K. Dick oder ein Harlan Ellison, so sorgt er doch für genau das richtige Maß an Tiefgang. Sein Gespür für lebendige, interessante und kaputte (oder wenigstens angeknackste) Charaktere und die raffinierten Einsichten in deren Gedankenwelt runden diesen Eindruck ab.

Warum nur vier Sterne? Weil nicht alle Kurzgeschichten dasselbe hohe Niveau wahren: Zum Teil wirken sie etwas konstruiert, unbeholfen oder einfach unfertig, und verdienen sich damit gerade noch das Prädikat "Ganz nett". Den Gesamteindruck trübt das jedoch nur ein klein wenig, "Der letzte Wunsch" bleibt eine absolute Empfehlung für Freunde von kurzweiliger und cleverer Fantasy-Literatur.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polnische Fantasy, 5. Januar 2014
Von 
Eldur Verlag GbR (Beutelsend) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Wunsch (Taschenbuch)
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch ist gut. Sehr gut sogar. Es ist interessant, spannend, die Charaktere wirken durchdacht und stringent.
Anfangs wirkt es ein wenig wie eine lose Sammlung von einzelnen Geschichten, was dem Genuss aber keinen Abbruch tut. Der Hexer zieht durch die Lande und bekämpft gegen Bezahlung Monster aller Art. Action gibt es satt, und die Episoden bringen einen ganzen Haufen neuer oder zumindest interessanter Ideen hervor. Das ist aber noch nicht mal das, was mich an dem Buch fasziniert. Es sind tatsächlich die Dialoge, die von Esprit, unterschwelligem Witz und Sarkasmus triefen.
So muss Fantasy geschrieben sein. Ich bin hin und weg. Und das kommt bei mir weiß Gott nicht häufig vor.
Es tauchen immens viele Anspielungen auf andere Geschichten, vorwiegend Märchen, auf. Allerdings nicht wie bei Shrek, sondern so subtil, dass man glatt ein Quiz daraus machen könnte, welches Märchen hier gerade referenziert wird. Unter anderem hat auch die meistverfilmte Märchenfigur aller Zeiten einen Gastauftritt als von Rache getriebene Anführerin einer Räuberbande. Das mit dem Happy End war damals nicht ganz so verlaufen, wie es sollte, hehe.
So, genug geschwätzt. 5 Sterne, fertig.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragend, 8. April 2003
Obwohl ich in Jahrzehnten eine Menge Science Fiction und Fantasy konsumiert habe, finde ich diese Bücher etwas Besonderes. Die beiden Bände des Geralt-Zyklus haben mich voll fasziniert. Sapkowksi schreibt mit Tempo, intelligent, witzig, gleichzeitig kraftvoll und berührend. Ein bißchen erinnert er mich in seinem Stil an seinen Landsmann Stanislaw Lem, der einen beim Lesen genau wie Sapkowki manchmal Tränen lachen und dann wieder ganz nachdenklich werden läßt. In den Geralt-Geschichten tauchen immer wieder Zitate auf, die man bekannt und doch ganz neu interpretiert findet: Gestalten und Geschichten aus Tolkiens Herr der Ringe, aus Marion Zimmer Bradleys Welten, aus Märchen von Grimm und Andersen. Trotzdem nimmt das dem Ganzen nichts von seiner Einzigartigkeit und Originalität. Leider bekommt man die Bücher zur Zeit nur aus zweiter Hand. Hier ist dringend eine Neuauflage angezeigt. Außerdem: ich las von fünf weiteren Bänden, die es bislang nur auf Polnisch gibt - warum eigentlich?
Die Kenner, ich eingeschlossen, würden sich die Folgebände sicher aus den Händen reißen, sobald eine deutsche Übersetzung auf dem Markt ist. Und als Stoff für eine Verfilmung könnte ich mir die Geralt-Geschichten ebenfalls sehr gut vorstellen. Vielleicht findet sich ein weiterer Peter Jackson? Zusammenfassend: die beiden Bände sind was für Kenner und Genießer, herrausragend und unbedingt empfehlenswert.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Flüchen, Wünschen und einem, der als der Hexer bekannt wurde, 10. Juni 2006
Von 
Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Geralt ist ein Hexer, ein zum jagen von Monstern ausgebildeter, mit speziellen Zaubern ausgestatteter und genetisch modifizierter Mutant, der immer dann gerufen wird, wenn Not am Mann ist oder die Bevölkerung nicht selbst mit dem jeweiligen Monster fertig wird. Keine schlechte Berufung also, wenn man nicht auch noch mit den Vorurteilen seiner Mitmenschen und einigen Nebenwirkungen zu kämpfen hätte. Doch Geralt hat sich daran gewöhnt und tut einfach seinen Job. Oder er würde es zumindest, wenn die Vorsehung nicht andere Pläne mit ihm hätte, wovon in den folgenden Kurzgeschichten berichtet wird.

Liest man sich die obige Beschreibung durch, könnte man eine gewisse Formel erwarten, die sich dann durch die Geschichten zieht. Geralt kommt in eine Stadt/einen kleinen Ort, hört von dem Problem, sucht das Monster und tötet es. Dem ist allerdings nicht so. Sieht man von der ersten (und vielleicht auch zweiten) Geschichte ab, folgt keine der vorliegenden sechs kurzen Erzählung dieser Formel und sogar die klassische Action (Schwertkämpfe etc.) wird nach der dritten (und besten) Geschichte des Sammelbands zurückgeschraubt und man konzentriert sich eher auf die Dialoge und andere Aspekte der Handlung.

Andrzej Sapkowski beweist schon in diesem ersten Sammelband sein Gespür für clevere Gespräche und seine Belesenheit, wie in den einen oder anderen Satz deutlich wird und dies macht auch einen Hauptanteil des Leseerlebnisses aus, welches "Der letzte Wunsch" und seine Folgebände darstellen. Gemixt wird das ganze mit vielen Anspielungen auf dieses oder jenes Märchen, die als Vorlage für die ersten drei Geschichten dienen und einer sehr bodenständigen, teilweise auch sehr derben Sprache und fertig ist die Grundlage für kommende Geschichten im Universum des Hexers.

Denn Sapkowski schafft es, dass sich die Welt des Hexers trotz ihrer fantastischen Grundlage "real" anfühlt. Er lässt seine Figuren real sprechen, real agieren ( trotz ihres teilweise bösartigen Verhaltens, sind einige Figuren schon jetzt vielschichtiger als gedacht) und real fluchen (und das nicht zu knapp) wenn es die Situation erfordert. Die Atmosphäre in den Geschichten ist weniger fantastisch als mittelalterlich bodenständig und mit den Hexer Geralt hat sie die passende Hauptfigur gefunden, der sich als Außenstehender in dieser nicht gerade freundlichen Welt zurechtfinden muss.

Dafür dass es die ersten Gehversuche eines Autors sind, sind fast alle Geschichten (die zweite schwächelt) gut geschrieben und vergnüglich zu lesen, allerdings sind sie noch nicht so ausgereift und tief wie die Erzählungen im zweiten Band "Das Schwert der Vorsehung". Trotzdem sticht auch schon hier ein echtes Kleinod heraus, nämlich die dritte Geschichte "das kleinere Übel" in der der Hexer vor ein wirklich schweres moralisches Dilemma gestellt wird und die an Spannung und Tiefe ihresgleichen sucht. Die restlichen Geschichten sind auch spannend und unterhaltsam zu lesen, aber stehen alle im Schatten dieser einen Geschichte, die darauf hindeutet welche Höhen die Reihe um den Hexer Geralt einst erklimmen wird und als schon ein sehr frühes Meisterstück über allen anderen emporragt und Lust auf mehr macht.

Zum Schluss bleibt schlichtweg zu sagen, dass "Der letzte Wunsch" eine klare Kaufempfehlung für alle Freunde der bodenständigen und der lebendigen Sprache ist und schon jetzt eine Menge verspricht. Er stellt den Beginn einer langen, aber sich lohnenden Reise in einem der interessantesten, wenn nicht gar dem besten Fantasy-Universum aller Zeiten dar.

Und man wird sie insgesamt nicht bereuen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist typisch engstirnig für einen ziemlich miesen Verlag, 4. Februar 2003
Von 
Claudius-M Bayer (Gilching) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe bereits nach der Erst Veröffentlichung der beiden Bände von Geralt (Autor A. Sapkowski) meine Begeisterung über diese neue, packende und wirklich erfrischenden Fantasy, mit all den sozialen und persönlichen Problemen genossen, und direkt den Verlag kontakted. Und was war das Ergebnis? Eine ziemlich überhebliche Email "wir wollen es doch nicht übertreiben, warten wir mal ab".Wie ich selbst, haben sich bestimmt viele Fantasy Freunde über den Heyne Verlag geärgert, da wurden zugesagte Erscheinungstermine willkürlich verschoben, angekündigte Titel nie veröffentlich (leider auch der Garalt Zyklus) kundenfreundlich ist das sicher nicht.Ich bin trotzdem Garalt Fan (endlich eine Figur die nicht in das normale Fantasy Schema passt und sich auch von Tolkiens Jüngern wohlwollend unterscheidet) warum also nicht endlich den angekündigten Band 3 und 4? Und wenn nicht bei heyne, es gibt inzwischen genug andere Verlage welche die Zeichen der Zeit erkannt haben. Service bei Heyne klein geschrieben, also einfach wie immer, aber wir können uns wehren, und zumindest unsere Meinung kundtun.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasy mal anders, 6. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Wunsch (Taschenbuch)
Ein Zauberer, der durch die Gegend zieht und Monster tötet ... das ist mit Sicherheit kein allzu seltenes Szenario in einer Fantasy-Geschichte. Doch Geralt von Riva ist anders. Zuallererst ist er kein Zauberer, sondern ein Hexer. Mithilfe von Magie im Kindheitsalter genetisch verändert, ist er ein Außenseiter und dem normalen Volk ebenso verhasst wie die Monster, die er tötet. Das tut er für Geld und es scheint, dass er auch nichts anderes dafür erwartet. Sein Sarkasmus, seine Schlagfertigkeit und die teilweise derben Witze und Beleidigungen machen ihn zu einem Helden, wie er eben _nicht_ im Buche steht.

Dennoch ist Geralt als Charakter auf eine merkwürdige Art und Weise liebenswert. Und wenn es nicht gerade um verfluchte Königstöchter geht, die zu dämonischen Striegen werden, scheut er sicht auch nicht, ein bisschen mit den vermeintlichen Monstern zu plaudern. Meist kommen dann Motive ans Licht, die leider nur allzu glaubwürdig sind: Eifersucht, Rassismus, Intrigen ... keine Fremdwörter in Sapkowskis Welt und vielleicht gerade deswegen so glaubwürdig und fesselnd, auch wenn man sich auf witzige Art und Weise an so manches Kindermärchen erinnert fühlt.

Aber natürlich sind es nicht nur die unangenehmen Dinge, denen Geralt sich stellen muss. Auch seine tiefe, aber problematische Liebe zu der Zauberin Yennefer von Vengerberg wirkt eben dadurch authentisch, dass sie so rein gar nichts mit einem Happy End am Hut hat. Im ersten Teil wusste ich lange nicht, was ich von Yennefer halten sollte, doch offensichtlich hat auch sie ihr Bündel zu tragen.
Mein unangefochtener Lieblingscharakter ist aber noch immer Rittersporn, der Barde, der zwar absolut kein Kämpfer ist, seinen Mund aber immer weit genug aufreißt, um Geralt und sich selbst damit in Schwierigkeiten zu bringen. Nachdem ich also den zweiten Teil Das Schwert der Vorsehung ebenfalls begeistert gelesen habe, werde ich mir auch den ersten wirklichen Roman der Geralt-Reihe Das Erbe der Elfen unbedingt zu Gemüte führen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Hörbuch - ungewöhnliche Fantasygeschichte, 27. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Geralt Saga 1: Der letzte Wunsch (Audio CD)
Aufmerksam wurde ich auf Andrzej Sapkowski durch die Berichte über das PC-Spiel "The Witcher", welches auf seinen Werken aufbaut. So war mein Interesse geweckt, als ich nicht nur auf das Buch, sondern gleich noch auf das Hörbuch stieß.

CD, Booklet etc.
Die vier CD befinden sich in einem CD-Jewel-Case. Also nichts besonders, aber darin sind sie fest und einzeln gesichert, dass Kratzer nicht vorkommen sollten. Dem ganzen liegt noch ein kleines Booklet mit einigen Erklärungen und Werbung bei.
Zum Glück verzichtet der GoyaLit- Verlag auf irgendwelche Kopierschutzmaßnahmen, so dass dem morgentlichen Genuß in der U-Bahn per MP3-Player nichts im Wege steht.

Geschichte
Die Geschichte handelt von Geralt von Riva, einem Hexer und seinen Abenteuern in einer mittelalterlichen Fantasywelt. Dabei wird die Geschichte in einzelnen Episoden erzählt, die in eine Rahmenhandlung eingebettet sind.
Die Geschichten sind recht abwechselungsreich und bieten einen schönen Einblick in die ungewöhnliche Fantasy-Welt.
Ungewöhnlich deshalb, weil Geralt nicht nur erotische Abenteuer erlebt, sondern weil noch einige Dinge eher modernen Charakter haben. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber ich glaube schon, dass der Autor sich bewußt für eine Versicherung entschieden hat, die Häuser gegen magische Unfälle versichert und für Hexer, die ihre Fähigkeiten durch Mutationen erhalten und durch die bewußte Ausschüttung von Adrenalin steuern können. Und sich dieses Umstandes sehr wohl bewußt sind.
Wer eine modernen Sprache in Fantasyromanen nicht mag, sollte sich gut überlegen, ob dieses Hörbuch etwas für ihn ist.
Dasselbe gilt auch für die Darstellung von Erotik und nicht zuletzt Gewalt, denn der Hexer tötet eher blutig und seinen Taten werden bildreich beschrieben.
Insofern richtet sich die Geschichte eher an ältere Leser bzw. Hörer.

Sprecher
Mit ihm steht und fällt natürlich ein Hörbuch. Aber Samuel Weiss macht seine Sache sehr gut. Er leiht den Charakteren eine ganz unterschiedliche Stimme und schafft so eine schöne Atmosphäre.
Weitere Sprecher gibt es nicht.

Fazit
Ein schönes Hörbuch, welches auch preislich vollkommen in Ordnung geht:
Hörbuchhörer, was willst Du mehr?

Einen zweiten Teil? Der kommt im August 2008. Ich freue mich darauf.
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Der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski (Taschenbuch - 1. Juni 2007)
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