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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seitenblicke in eine andere Welt
Statt politisch-sachlicher Abhandlungen versteht der Erzähler es, geschickt und freundlich, sanft und erzählerisch wunderbar, einen kleinen Kriminalfall so detailliert und so schmuckvoll zu erzählen, dass uns das neue Shanghai, das neue China und der momentane Wandel nicht mehr fremd erscheinen: stattdessen machen die detailreichen Beschreibungen der...
Veröffentlicht am 1. Februar 2006 von Christian Mayr

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur für ausgesprochene Chinafreunde
Wenn man sich für die Geschichte Chinas seit Maos Revolution interessiert, erfährt man eine Menge über die Wirren, denen viele Chinesen ausgesetzt waren. (Allerdings kann ich nicht beurteilen, ob die Behauptungen stimmen.) Den Fall selbst fand ich langweilig; erst ab Seite 250 kommt langsam etwas Spannung auf, die mit der politischen Situation in China...
Veröffentlicht am 17. August 2008 von keringsaja


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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seitenblicke in eine andere Welt, 1. Februar 2006
Von 
Christian Mayr "einmeier" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
Statt politisch-sachlicher Abhandlungen versteht der Erzähler es, geschickt und freundlich, sanft und erzählerisch wunderbar, einen kleinen Kriminalfall so detailliert und so schmuckvoll zu erzählen, dass uns das neue Shanghai, das neue China und der momentane Wandel nicht mehr fremd erscheinen: stattdessen machen die detailreichen Beschreibungen der dortigen Lebenskultur und -umstände, die charmanten Protagonisten und der Kriminalfall selbst neugierig auf diese für uns meist so fremd- und andersartig erscheinende Welt. Ein liebevoller, weicher und sanfter Krimi, der niemals belehrend oder aufgesetzt wirkt, niemals unehrlich versucht, Politik oder gar Propaganda in den Vordergrund zu erheben. Stattdessen wird man an der Hand genommen, um gemeinsam mit dem herzzerreissend sympathischen Kommissar Chen aufmerksam durch das neue China zu wandern und verstrickt sich eher nebenbei in einen aussergewöhnlichen Kriminalfall, wie er so auch nur in China hätte passieren können.
Mit Sicherheit nicht mein letztes Buch dieses Autors, da ich selten so sanftmütig an eine mir so fremde Kultur herangeführt wurde.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen China für Anfänger und Fortgeschrittene, 1. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein absolut fantastisches Buch! Qiu Xiaolong hat nicht nur einen Krimi geschrieben, sondern ein Bild vom Shanghai im "neuen" China gemalt. Man merkt dem Buch an, das der Autor seinen Lesern, die wohl hauptsächlich aus "Langnasen" bestehen, ein differenziertes und facettenreiches Bild von China, seinem politischen System und seinen Menschen zeigen möchte, wie es wohl nur jemand kann der sowohl die "westliche" Welt und die chinesische kennengelernt hat.
Sowohl für jemanden, der schon einige Zeit in Shanghai und China verbracht hat, als auch für "Einsteiger" birgt das Buch viele interessante Details, die zwar fast beiläufig erwähnt werden, das Bild aber wunderbar abrunden.
Qiu Xiaolong hat eine Liebeserklärung an Shanghai und China geschrieben, die nachwirkt!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Portrait, 8. März 2003
Dieses Buch ist alles andere als ein gewöhnlicher Kriminalroman!
Es ist ein wunderbares Portrait Shanghais (im Jahre 1990), zugleich eine Gesellschaftsstudie und eröffnet dem Leser darüberhinaus einen kleinen Einblick in eine Welt, die den meisten bisher kaum bekannt war:
Eine Welt nach der Kulturrevolution in China, eine Welt unter der Diktatur einer Partei, in der das Individuum kaum eine Rolle spielt.
Und es geht darum welche Rolle das Individuum eben doch spielen kann...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr spannend und gut recherchiert!, 13. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ich fand das Buch sehr spannend. Es führt nach Shanghai und lässt den Leser förmlich mit durch die Straßen streifen, die Essensdüfte riechen, den Lärm der Großstadt hören ... Auch die sozialen Zustände in der chinesischen Metropole werden sehr gut und sehr sachlich beleuchtet.

Für mich war es sehr interessant zu lesen, wie die Politik sogar die Ermittlungen der Kriminalpolizei in einem Mordfall bestimmte. Was nicht sein durfte, gab es eben nicht. Als aber schließlich der Druck durch viele mutige Protagonisten so groß wurde, dass eine Vertuschung nicht mehr möglich war, ändert sich plötzlich alles ... Na ja, viel mehr sei hier nicht verraten.

Einige sachliche Fehler gab es aber denn doch: So kann es im Jahre 1990 noch keine Internet-Cafés und keine Handys gegeben haben - nicht einmal im Wirtschaftswunder China! - Dafür einen Stern Abzug.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Debütroman von Qiu Xiaolong mit Oberinspektor Chen, 26. Oktober 2004
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
"Tod einer roten Heldin" (dtv 20740 - "Death of a Red Heroine", 2000) ist der Debütroman von Qiu Xiaolong und zugleich der Erstauftritt von Oberinspektor Chen von der Kriminalpolizei in Shanghai- einem Shanghai, das sich politisch nur wenig verändert hat, sich wirtschaftlich jedoch in einem dramatischen Wechsel von der kommunistischen Planwirtschaft in einen extremen Manchesterkapitalismus befindet. In diesem gesellschaftlichen Umbruch wird die Leiche einer ermordeten Frau in einem Kanal aufgefunden. Oberinspektor Chen Cao, jung, gescheit, der chinesischen Tradition verbunden, KPCh-Mitglied, Protegé des Parteisekretärs im Polizeipräsidium Li und auf dem Weg ins politische Establishment wird mit der Aufklärung des Mordes beauftragt. Erst nach Tagen kann die Leiche identifiziert werdne. Es handelt sich um Guan Hongying, eine verdiente Modellarbeiterin im größten Kaufhaus Shanghais, die nationale Berühmtheit erlangt hat. Mühevolle Recherchen bei all jenen, die sie gekannt haben könnten, führen ihn zu einem Verdächtigen: den Fotografen Wu Xiaoming. Dieser - Sohn eines einflußreichen Parteimitglieds, ein "Prinzling - hatte eine geheimgehaltene Liaison mit Guan Hongying, die abrupt beendet wurde - offenbar mit Mord. Daraufhin muß Oberinspektor Chen seine Ermittlungen stoppen und der Fall wird der "Inneren Sicherheit" übertragen. Doch Oberinspektor Chen denkt - trotz aller Risiken, die damit verbunden sind - nicht daran aufzugeben. Gemeinsam mit Hauptwachtmeister Yu Guanming, dessen Vater, einem pensionierten Pensionisten, "alter Jäger" genannt, sowie mit Hilfe seiner (Ex?)Freundin Ling, Tochter eines hohen Politkaders aus Peking, gelingt es ihm Fall zu lösen. Die Lösung der Partei schaut jedoch anders aus. Mit diesem Roman ist es Qiu Xiaolong geglückt, einen interessanten Roman mit Krimi-Background über das China nach der "Bereichert Euch"-Aussage von Deng Xiaping und der darauffolgenden Politik der wirtschaftlichen Öffnung (und des politischen Stillstands) zu schreiben, wobei er besonders auf das Verhalten der Einzelnen angesichts des wirtschaftlichen Booms einerseits und der gewachsenen Strukturen und der politischen Zwänge andererseits eingeht. Alles in allem ein interessanter Roman, der die Fremdheit des für die meisten Europäer unbekannten Landes eindrucksvoll mit einbezieht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 11. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
Im Anschluss an eine einwöchige Chinareise habe ich in wenigen Tagen diesen Krimi gelesen, und dabei viel über das Land und die menschen dazugelernt und auch besser verstanden. Daneben ist das Buch natürlich noch ein spannend und in guter Sprache geschriebener Kriminalroman. Ähnlich wie ich es Wallander in Erinnerung habe, werden auch bei Oberinspektor Chen viele Dinge (in und um die Menschen herum) sehr präzise, ja minutiös geschildert. Dabei erhält man noch Einblicke in die chinesische Poesie.

Ich werde sicher noch weitere Bücher des Autors lesen. Eine weitere Empfehlung für China-Interessierte: Wilde Schwäne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen China im Aufbruch, 28. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
Eine junge Frau wird in Shanghei tot aus einem Kanal gezogen. Die Entdeckung erfolgt zufällig, und es dauert einige Zeit, bis Oberinspektor Chen Cao und sein Mitarbeiter Yu die Identität der Leiche klären können. Zu ihrer Überraschung handelt es sich um eine landesweit bekannte Vorzeigemitarbeiterin (eigentlich Angestellte) im kommunistischen Reich. Lange tappen die Beamten im Dunkeln, zumal über das Privatleben der Ermordeten in ihrem Bekanntenkreis wenig bekannt ist. Mehrmals führt, neben der Hartnäckigkeit der Ermittler auch Kommissar Zufall zu Ermittlungsfortschritten. Als sich herausstellt, dass die Tote ein Naheverhältnis zum Sohn eines hohen Parteikaders hat, werden die Ermittlungen politisch brisant – und Kommissar Chen gerät ins Labyrinth der allmächtigen Partei…

Die Rahmenhandlung des Romans ist inklusive der Lösung des Falles rasch zusammengefasst. Aber das soll sie auch sein, so scheint es. Sie stellt nur das Gerüst dar: das Fleisch und damit auch das Spannende der Geschichte ist das Bild, welches Xiaolong (Ende der 80-er Jahre nach den Massakern am Tiananmen-Platz emigriert), vom China Anfang der 90-er Jahre zeichnet. Ein China im Aufbruch einerseits und im Verharren andererseits. Noch ist die Partei allgegenwärtig, noch sind die Erinnerungen an die Grausamkeiten der Kulturrevolution (bis 1976) frisch. Und doch ist das Land im Aufbruch, die Partei ist mächtig, aber auch gespalten. Es gibt alte Gardisten, die es gut meinen und die Tradition hochhalten, Erneuerer, Konservative und Dekadenz. Es gibt den alltäglichen Überlebenskampf der Armen und die dazugehörige Korruption. Aber an jeder Ecke ist Hoffnung und Aufbruch spürbar. Und mitten drin unser Held Chen – ein Mitdreißiger, Junggeselle, protegiert wider Willen, der eigentlich Schriftsteller sein möchte und auch als Übersetzer arbeitet - ein zufällig zur Polizei gekommener Poet, der reihenweise Verse alter Dichter zitiert – und dennoch, nach chinesischem Ehrenkodex erzogen – seinen Job sehr ernst nimmt. Gerade weil sein Gefühlsleben auch gehörig durcheinander gewirbelt wird denkt er sich schließlich: Jetzt erst recht…

BEWERTUNG:
Xiaolong zeichnet ein sehr differenziertes Sittengemälde des Chinas Anfang der 90-er Jahre. Seine Liebe zum Land ist spürbar, er schildert detailreich und anschaulich die Atmosphäre im Land. Die Komplexität, in welcher sich die Menschen befinden, die etwas werden oder nur ehrlich sein möchten. Sein Alter Ego – Chen – ist moralisch so gefestigt, dass es an manchen Stellen schon schmerzt. Die zahlreichen poetischen Einwürfe kann man mögen – sie sind für die Handlung selten notwendig. Die Sprache ist – zumindest im Deutschen – auch oft recht einfach gestrickt. Aber obwohl die Handlung so schnell erzählt ist, bleibt das Buch interessant, da immer wieder weitere Protagonisten und deren Handeln, Fühlen und Denken eingeführt werden. Damit handelt es sich zwar nicht um einen Krimi, und ist den reinen Krimifans nicht zu empfehlen. Aber es handelt sich um ein Buch über China und hilft uns den Ausgangspunkt besser zu begreifen, von dem was wir heute mit dem Wirtschaftwunder China erleben. Daher hohe 4 Punkte von 5.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlicher Krimi aus einer andere Welt, 23. April 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
Das Besondere an der Reihe um den aufstrebenden Kriminalkommissar Chen ist seine Liebe zur chinesischen Literatur und Lyrik. Immer wieder werden hochpoetische Zitate aus klassischen und zeitgenössischen chinesischen Gedichten eingeflochten und für den Alltag anwendbar gemacht. Damit entsteht vor dem Auge des Lesers ein China, das sich auf der einen Seite im Umbruch befindet, auf der anderen Seite jedoch ein Land mit derart starken kulturellen Wurzeln ist, dass seine Bewohner auch in unübersichtlichen Zeiten Philosophen bleiben.

Meine ausführliche Rezension findet sich auf Literaturzeitschrift.de
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen das china des volkes, 15. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
wird in diesem romanhaften krimi ebenso angerissen wie das china der parteifunktionäre und höheren kader. man erfährt geschickt in die handlung eingewoben teile der neueren geschichte chinas und ihre auswirkungen auf die menschen bis heute. dass oberinspektor chen cao die lautersten absichten hat und einfach nur der gerechtigkeit dienen will, aber nicht kann bestätigt nur die fragestellungen, die sich menschen überall auf der welt immer wieder stellen: kann man ein richtiges leben leben im falschen (system)?
der kriminalfall als solcher ist mäßig spannend, aber zu viel spannung wäre wohl eine ablenkung von den lyrischen und geschichtlichen einblicken. das ende ist dann fast tragisch: eingespannt worden für die zwecke der partei der fall genauso wie die menschen. wenn man sie nicht mehr braucht lässt man sie fallen.
ein guter roman.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EXOTISCHER KRIMI IM CHINA DES UMBRUCHS, 26. Oktober 2006
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tod einer roten Heldin: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein Kriminalroman, der seine Spannung nicht aus der Frage "Wer war der Mörder?" sondern aus den Komplikationen und Reibereien zieht, die im China der 90er Jahre des 20.Jhdts. die Diskrepanz zwischen dem Anachronismus der alten Parteistruktur und deren ursprünglichen Ideologie einerseits und der Aufbruchstimmung hin zu einer westlich ausgerichteten Wirtschaftsstruktur andererseits nach sich zieht. Genau das ist das Besondere und auch das Spannende an diesem Buch.

DIE STORY:

In einem stillgelegten Kanal in der Perepherie Shanghais wird eine unbekleidete Frauenleiche gefunden. Die medizinische Untersuchung ergibt, dass die Frau, nachdem, sie zuvor Geschlechtsverkehr hatte, stranguliert worden ist. In ihrem Magen werden Reste von Kaviar gefunden. Die Spuren sprechen gegen eine Vergewaltigung. Wir schreiben das Jahr 1990. China befindet sich im Aufbruch und im Umbruch. CHEN CHAO, Oberinspektor und Leiter der Spezialabteilung der Polizei von Shanghai wird mit der Ermittlung beauftragt. Ihm steht sein Assistent, Hauptwachtmeister YU GUANGMING, zur Seite. Allerdings verwundert dies, weil es sich offensichtlich um einen normalen Mordfall handelt und die Spezialabteilung eigentlich für "politisch delikate" Fälle zuständig ist. Merkwürdig ist auch, dass CHEN noch durch Inspektor ZHANG ZHIQIANG bei seinen Ermittlungen unterstützt werden soll. ZHIQIANG ist ein "alter Kader", der schon längst in den Ruhestand gehört. Licht kommt in dieses Dunkel erst, als dann schließlich - nach mühevollen Ermittlungen - sich der Verdacht erhärtet, dass der Sohn eines hohen Kaders mit dem Mordopfer ein Verhältnis hatte. Der Fall bekommt eine brisante politische Dimension und CHEN gerät in den Strudel zwischen alten Seilschaften und seiner moralisch-ethischen sowie politischen Berufsauffassung. Er steht vor der Entscheidung, sich dem Druck zu beugen und weiter Karriere zu machen oder aber sich selbst treu zu bleiben und seiner Auffassung von beruflicher Ehre und Ethik zu folgen und den Fall schonungslos abzuschließen ...

FAZIT:

Ein sehr spannender und interessanter Kriminalroman. Mich hat - abgesehen von der politischen Brisanz - ganz besonders die Schilderung der Lebensumstände in China in dieser Zeit des Umbruchs fasziniert. Diese dürften weitestgehend heute noch authentisch sein. Ist das Leben in China für uns schon generell eigentlich ein Buch mit sieben Siegeln, so ist es für einen Westeuropäer erst recht nur sehr schwer vorstellbar, dass jemand seinen Job und - wenn er Glück hat - auch einmal seine Wohnung zugeteilt bekommt. Wobei wir uns wohl kaum vorstellen können, dass eine zugeteilte Wohnung, die gerade einmal über ein ca. 30m² großes Zimmer und nichts weiter verfügt, dann das Himmelreich auf Erden darstellt. Dies und die weiteren Schilderungen der Lebensumstände und des Alltags in China, die der Autor wunderbar in seine spannende Geschichte einfließen läßt machen das Exotische und das Besondere an diesem Kriminalroman aus.

Viel Spaß und Staunen beim Nachlesen!
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Tod einer roten Heldin: Kriminalroman
Tod einer roten Heldin: Kriminalroman von Xiaolong Qiu (Taschenbuch - 1. September 2004)
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