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5.0 von 5 Sternen Der typische Lenz-Sound
Das schmale Taschenbuch versammelt fünf Kurzgeschichten von Siegfried Lenz. Sie zeigen ihn wieder als einen Meister der Kurzprosa. Mit wenigen, präzisen Sätzen zeichnet der inzwischen 87jährige Autor lebendige Figuren und eine abwechslungsreiche und nachdenkliche Atmosphäre.

Gleich in der Auftaktgeschichte „Rivalen“...
Vor 23 Monaten von Manfred Orlick veröffentlicht

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen keine Empfehlung
Der schmale Band enthält fünf neue Erzählungen des inzwischen 88jährigen Siegfried Lenz. Die erste fesselte mich beim Querlesen und ich kaufte das Buch. Der Plot ist gut. Ein Museumswärter verliebt sich in eines der ausgestellten Frauenbildnisse, entwendet das Werk und stellt es zuhause auf. Seine Frau durchlebt quälende Stunden und Tage,...
Vor 12 Monaten von Carla veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen keine Empfehlung, 14. Juni 2014
Von 
Carla - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Maske: Erzählungen (Taschenbuch)
Der schmale Band enthält fünf neue Erzählungen des inzwischen 88jährigen Siegfried Lenz. Die erste fesselte mich beim Querlesen und ich kaufte das Buch. Der Plot ist gut. Ein Museumswärter verliebt sich in eines der ausgestellten Frauenbildnisse, entwendet das Werk und stellt es zuhause auf. Seine Frau durchlebt quälende Stunden und Tage, denn sie bemerkt, dass ihr Mann eine Beziehung zu dieser imaginären Frau aufgebaut hat, mit ihr zu sprechen beginnt und ihre Gedanken zu lesen scheint. Die Erzählung ist wirklich spannend, endet dann aber abrupt und völlig unbefriedigend. Ich war enttäuscht. Die zweite Geschichte ist stark konstruiert und lebt von Bildern. Lenz will etwas mitteilen und ausmalen. Er behandelt das Thema Masken und zeigt, dass Menschen anders agieren und anders wirken, wenn sie sich hinter einer Fassade verbergen können. Diese Geschichte will lehrreich sein und das störte mich vor allem, weil mir der tiefere Sinn bis zuletzt verborgen blieb. Die drei folgenden Erzählungen sind nach demselben Schema gestrickt. Es gibt eine kleine Rahmenhandlung, die Personen vorstellt, die etwas zu erzählen haben. Hier sind Vortragende in einem Saal, ein Schriftsteller im Krankenbett oder ein Regisseur beim Interview. Lenz lässt sie ausgiebig sprechen und letztlich erzählen alle die Lebensgeschichte einer weiteren Person, eines Kapitäns, eines fiktiven Sohns, eines Protagonisten. Diese ausgedehnten Lebensläufe wirkten auf mich bruchstückhaft zusammengesetzt und langatmig. Mir fehlte jegliche Spannung und ich konnte nicht erkennen, warum sie unbedingt erzählt werden mussten. Fazit: Diese Erzählungen gehören nicht zu den Meisterwerken des bekannten Autors. Man versäumt nichts, wenn man sie nicht gelesen hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der typische Lenz-Sound, 9. August 2013
Von 
Manfred Orlick (Halle, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Maske: Erzählungen (Taschenbuch)
Das schmale Taschenbuch versammelt fünf Kurzgeschichten von Siegfried Lenz. Sie zeigen ihn wieder als einen Meister der Kurzprosa. Mit wenigen, präzisen Sätzen zeichnet der inzwischen 87jährige Autor lebendige Figuren und eine abwechslungsreiche und nachdenkliche Atmosphäre.

Gleich in der Auftaktgeschichte „Rivalen“ erzählt Lenz von einem Museumswärter, der einen Gemäldediebstahl ausnutzt, um selbst sein Lieblingsgemälde „Antonia mit dem blauen Schal“ zu entwenden. Doch die Eifersucht seiner Ehefrau auf das Frauenporträt treibt diese zu einer Verzweiflungstat. In „Die Sitzverteilung“ wird der Kapitän eines bei schwerem Sturm gesunkenen Schiffs für seinen heroischen Einsatz an Bord eines betagten Holzschoners geehrt. Der Geehrte gibt jedoch das „Silberne Steuerrad“ wortlos an einen Redakteur weiter, denn bisher wurde ein kleines Detail verschwiegen.

Mit 40 Seiten ist die Titelgeschichte „Die Maske“ die längste Geschichte des Bandes. Sie erzählt mit einem Augenzwinkern von der heilsamen Wirkung von Masken, die mit einem Übersee-Container an einer Nordsee-Insel angeschwemmt werden. Die chinesischen Tiermasken stiften bei einem „Maskenball“ beinahe kindlichen Frohsinn, selbst unter bisher verfeindeten Nachbarn.

In „Ein Entwurf“ wird ein Patient in einem Krankenhaus Ohrenzeuge, wie sein Zimmernachbar der Ehefrau den Entwurf zu einer Erzählung vorliest. Das Spannendste der Geschichte ist jedoch die sonderbare Reaktion der Frau. In der abschließenden Geschichte „Das Interview“ interviewt der Ich-Erzähler einen Regisseur, der ihn über sein neustes Filmprojekt informiert. Eine Geschichte, die das Leben eines Mannes entscheidend verändert.

Alle fünf Geschichten besitzen den typischen Lenz-Sound und überzeugen auf eine anspruchsvolle und doch bescheidene Weise.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kleine Geschichten des Lebens, 27. September 2013
Von 
Uli Geißler (Fürth, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Maske: Erzählungen (Taschenbuch)
Dieses Buch birgt fünf anrührende, bewegende und Lebensechte Erzählungen. Die vom Autor gewohnte literarische Tiefe erlangen sie leider nicht, wenngleich sie ansprechend unterhalten wie die Geschichte über den Maskenfund am Strand und die Verwandlung der Menschen, als sich mit dem zufälligen Aufsetzen der Masken ein ungesteuertes Spiel unter ihnen entspinnt, welches neue und alte Wahrheiten offenbart.

Oder es ist der melancholische Bericht eines Schriftstellers über den verlorenen Sohn, dessen Lebensstationen er aus dem Krankenbett seiner Frau vorliest und sich beide in ein Leben träumen, das es so gar nicht gibt.

Ähnlich überraschend und doch letztendlich harmlos endend kann man die Entwicklung von Eifersucht einer Frau auf das von ihrem Ehemann bei günstiger Gelegenheit aus dem Museum entwendeten Lieblingsgemälde erleben. Die Ausstrahlung des doch nur gemalten Portraits drängt sich so stark in den Lebensalltag der Beiden, dass es zu einem unausweichlichen Beziehungskonflikt führt.

Die Erzählkunst des Autors reicht, um in den Geschichten ausreichend Atmosphäre zu erzeugen, dass sie besonders nennen kann. Das mag an der feinziselierten Beschreibung von Wesenseigenheiten der Protagonisten oder auch an den unerwarteten, aber Nachdenkens werten Auflösungen oder Enden seiner Lebens- und ein wenig auch Liebesgeschichten liegen. Und: in allen von ihnen steckt ein gehörig Maß an Lebensweisheit. (c) 9/2013, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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Die Maske: Erzählungen
Die Maske: Erzählungen von Siegfried Lenz (Taschenbuch - 1. August 2013)
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