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Das Bildnis des Dorian Gray: Roman
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am 25. Februar 2014
… ist ›Dorian Gray‹ von Oscar Wilde auf jeden Fall. Häufig als Schullektüre zum Einsatz kommend, lohnt sich auch ein tiefer zweiter Blick – zum Beispiel in diese Neuübersetzung von Lutz-W. Wolff aus dem Jahr 2013. Die Geschichte ist bekannt: Berauscht von seiner eigenen, auf Leinwand gebannten Jünglings-Schönheit äußert Dorian Gray den innigen Wunsch, das Porträt solle an seiner Stelle altern. Sogar seine Seele würde er dafür geben. Sein „Gebet“, wie er es nennt, wird erhört. Das Bild altert, der gemalte Dorian bekommt Falten und trägt die Zeichen seines sündigen, skrupellosen Lebenswandels im Gesicht. Der lebende Dorian hingegen bleibt jung und strahlend. Aber ein Pakt, bei dem die Seele „verscherbelt“ wird, kann eben nicht gutgehen…

Wer den Roman liest, macht sich währenddessen bestimmt keine Gedanken über die eigenen Falten; so schrecklich, so schön ist es, in diesen grausigen Abgrund zu blicken (ohne dabei abzustürzen). Die Neuübersetzung fängt das Ungeheuerliche, die bis heute andauernde Faszination und die geschliffene Wortspielerei à la Wilde besonders gut ein. Da verwundert es nicht, dass sich das Nachwort des Übersetzers nicht nur als reine Faktensammlung erweist, sondern als kurzweiliger, lesenswerter Abriss über Oscar Wildes Leben und über die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte seines zeitlosen, liebensunwerten Dandys Dorian Gray.
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am 26. Februar 2015
Dem Maler Basil Hallward begegnet auf einer Gesellschaft ein überaus gut aussehender junger Mann. Er wird mit Dorian Gray bekannt gemacht und kann ihn überreden, ihm in seinem Atelier Modell zu sitzen. Hallward, inspiriert von der Frische und Unbekümmertheit des Jungen, legt seine ganze Persönlichkeit und all seine künstlerischen Fertigkeiten in dieses Porträt. Es entsteht ein Meisterwerk, was selbst der stets zynische Lord Henry neidlos anzuerkennen bereit ist. Gray jedoch wird im Angesicht seines eigenen Bildes klar, dass er nie wieder so jung wie auf diesem Gemälde sein wird. So wünscht er sich, statt seiner solle nun dieses Bildnis altern...

Von ewiger Jugend – und wie selbstverständlich setzen wir sie mit Schönheit, Kraft und Gesundheit gleich – wird von jeder Generation neu geträumt. Wer jung ist kann dem Alter nichts abgewinnen. Das liegt zuerst daran, dass man immer nur das Alter denken kann, welches man durchlebt hat oder gerade durchlebt. Hat sich die Vorstellung vom Alter durch die Anzahl der selbst gelebten Jahre erweitert, stellt man überrascht fest, dass es sich zwar anders anfühlt, als jung zu sein, deswegen aber trotzdem erfüllend und lebenswert ist. Mit der zunehmenden Erfahrung und Abgeklärtheit gewinnt das Alter sogar eigenen Reiz. Für immer aber bleibt die Jugend Sinnbild der Unbeschwertheit. Und das macht sie uns so süß.

Wegen der Kraft und überbordenden Lebenslust der Jugend ist diese jedoch auch bereit, Grenzen zu überschreiten. Wilde zeigt uns einen Dorian Gray, der in egozentrischem Wahn jegliche moralische Bedenken fallen lässt. Es entsteht eine Figur, die in gleicher Weise anziehend und abstoßend ist. Die Darstellung dieser inneren Spannung ist durch Wilde sprachlich meisterhaft gelöst: Dem Leser entsteht ein Held, der Züge nach außen dringen lässt, die man an sich selbst kennt, meistens jedoch peinlichst unterdrückt. Wir alle tragen ein wenig von Dorian Gray in uns.

Neben dem Spannungsfeld von Jugend und Moral stellt Wildes Klassiker die Frage nach der Verantwortung des Künstlers für sein Werk. Mit seiner Vollendung entwickelt das Kunstwerk ein Eigenleben, entzieht sich der direkten Einflussnahme seines Schöpfers. Indem der Künstler in seinem Werk sich selbst vergegenständlicht, vervielfältigt er sich faktisch darin, ist also in seiner Schöpfung aufbewahrt. Trotzdem verliert er sich darin aber auch, sobald er sie nicht gänzlich für sich behält. Im „Dorian Gray“ gehen Modell und Werk sogar ineinander über, womit sich die künstlerische Schöpfung personalisiert. Dieser Kunstgriff machte es Wilde möglich, in geistreichen Dialogen sein Thema auf sehr moderne Art zu behandeln. Und so liest sich auch heute diese Meistererzählung als sei sie für unsere Tage geschrieben.
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am 24. April 2014
Dorian Gray ist ein wohlhabender, reicher Jüngling. Ein besonders schöner junger Mann. Sein Wohlstand ist durch ein Erbe entstanden, der junge Mann musste nie sein Brot selbst verdienen. Um ihn herum, viele weitere Müssiggänger der sogenannten gehobenen Kreise. Lange im Bett liegen, fabulieren und philosophieren, trinken, rauchen, Drogen und Liebeleien. Dies ist dann der Tagesablauf von Dorian Gray und seinen Kumpanen. Und natürlich viele, viele Einladungen privater Natur, Theaterbesuche, Spelunkenbesuche etc. etc. Lord Henry ist der beste Freund von Dorian Gray. Ein Möchtegernphilosoph, Schwätzer und vor allem Zyniker. Er umschmeichelt und verhöhnt den schönen jungen Mann permanent. Da gibt es auch noch einen Maler, der ebenfalls von der Schönheit des jungen Dorian begeistert ist. Von seiner Schönheit und seinem ganzen Wesen. Er malt ein Porträt von Dorian. Nach Meinung des Malers, das beste Bild, welches er je geschaffen hat. Dorian ist anschließend ganz vernarrt in sein eigenes Abbild. Ach, möge doch das Bild altern, statt er selbst! Dies wünscht er sich voller Inbrunst. Und genau dies geschieht! Und Dorian bleibt nicht nur schön, er sieht auch dauerhaft unschuldig aus. Ist er aber nicht. Zerfressen von Eitelkeit, Faulheit, Hochmut, Geilheit, und Drogensucht, führt er alles andere als ein unschuldiges Leben. Das fiese und parasitäre, was sein Leben ausmacht, zeigt sich aber nur auf den Gesichtszügen des Gemäldes. Er wagt kaum noch es anzusehen. Irgendwann schämt er sich seiner selbst so sehr, dass er einen Richtungswechsel in seinem Leben vornehmen möchte. Ob dies gelingt? Oscar Wilde hat einen großartigen und sehr vielschichtigen Roman geschrieben. Warum dieser Roman zum Zeitpunkt der ersten Auflage ein Skandal war, wird sehr gut im Anhang beschrieben. Genauso die gesamte Entstehungsgeschichte von Dorian Gray. Es gibt zudem viele nützliche und interessante Anmerkungen zum Text, sowie eine Chronologie vom Leben des Oscar Wilde. Unsterblich wären wir vermutlich alle gern, ewig jung natürlich auch! Nur, es muss auch eine Sinnhaftigkeit im Leben geben. Dorian hat zwar seine Interessen, er hüpft voller Begeisterung von einer Leidenschaft zur nächsten. Wie ein Schmetterling von Blume zu Blume fliegt. Am Ende ist da aber nur noch eine Sinnentleerte Gier. Eine Gier, die nie befriedigt werden kann, wie bei jedem Süchtigen. Frieden, inneren Gleichklang, den Respekt seiner Mitmenschen, wahre Freundschaft, echten Glauben, Selbstachtung, all dies findet Dorian in seinem Leben nicht. Und dann ist vermeintlich ewiges Leben und ewige Schönheit kein Segen, sondern ein Fluch! Das sind die Empfindungen, die ich bei der Lektüre hatte. Eine gewaltige Sprache, eine spannende Geschichte, vieles, über was man lange nachdenken kann! Dies alles habe ich in diesem Roman gefunden. Von daher war es für mich keine Frage - fünf Sterne!
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am 10. Oktober 2014
Da ich das Buch noch nicht ausgelesen habe, kann ich hier keine Umfassende Bewertung abgeben. Abgesegen davon ist der Inhalt des Romans ohnehin weitgehend bekannt. Der Schreibstil (in dem Fall die Übersetzung) ist sehr angenehm und spiegelt den erwarteten Anspruch wieder. Die Lieferung erfolgte umgehend und das Buch war in einem sehr guten Zustand. Für Freunde der alten englischen Literatur sehr zu empfehlen; daher fünf Sterne.
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Da eine Freundin mir von 'Das Bildnis des Dorian Gray' vorschwärmte, besser gesagt mit Osar Wilde, entschloss ich mich das Buch zu kaufen. Allerdings merkten wir schnell, wenn wir uns unterhielten, das unsere Editionen sich zum Teil sehr unterscheiden. Ihre Ausgabe, deutlich älter, liest sich flüssiger, während diese Übersetzung hier, Wortgetreuer sein soll.

Alles in einem liest sich das Buch sehr gut, sorgt aber hier und dort bei mir für einiges seufzen, denn die Hauptfigur ist manchmal wirklich unerträglich und kann nur mit einem Augenrollen kommentiert werden. Dennoch kann ich das Buch nur weiter empfehlen, vor allem für die Leute, die nur die Filmversion mit Ben Barnes kennen und sich fragen wie das Original wohl wäre.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juni 2013
Dieser raffinierte psychologische "Schauerroman" des brillanten, tragischen Oscar Wilde wird durch diese moderne Neuübersetzung auch solchen Lesern zugänglich, die mit dem üppigen Pathos der alten Übersetzungen wenig anfangen können. Das Nachwort und die Anmerkungen zeigen die zeitgenössischen, biographischen, aber auch die hochaktuellen Bezüge des Werks. Man könnte glauben, dass Oscar Wilde die Ästhetik des Computerzeitalters vorausgeahnt hat. Ein Meisterwerk in zeitgemäßer Ausgabe! Sehr zu empfehlen.
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