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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 11 Gefährten sollt ihr sein.
Mehr als 50 Jahre hat die englischsprachige Zeitung in Rom existiert, hat Höhen und Tiefen durchlebt, stand kurz vor dem Ende, hat sich wieder aufgerappelt um nun, im 21. Jahrhundert, eingestellt zu werden. Was hat diese Zeitung geprägt, wer waren die Menschen dahinter, die zum Teil mehrere Jahrzehnte dort angestellt waren, die ihr Leben ganz dieser Zeitung...
Veröffentlicht am 7. November 2010 von Bouquineur

versus
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu unperfekt.
Eine gute Freundin riet mir spontan und überzeugend zu diesem Buch, welches Sie großartig gefunden und wahrlich verschlungen habe. Ich lese selten aktuelle Bestseller, war aber zunächst durchaus angetan.

Und auf dem Buchrücken stand auch noch:

"Rachmans Roman ist so gut, dass die New York Times schier ausflippt."
Zeit...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2012 von Eden


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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 11 Gefährten sollt ihr sein., 7. November 2010
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Mehr als 50 Jahre hat die englischsprachige Zeitung in Rom existiert, hat Höhen und Tiefen durchlebt, stand kurz vor dem Ende, hat sich wieder aufgerappelt um nun, im 21. Jahrhundert, eingestellt zu werden. Was hat diese Zeitung geprägt, wer waren die Menschen dahinter, die zum Teil mehrere Jahrzehnte dort angestellt waren, die ihr Leben ganz dieser Zeitung gewidmet haben?

Tom Rachman erzählt diese Geschichte in einer eher ungewöhnlichen Form: Er porträtiert 10 Mitarbeiter und eine Leserin dieser Zeitung, ihre Sorgen und Nöte, Ihre Ängste und ihre Freuden. Hervorzuheben ist, dass jeder der Mitarbeiter wiederum eine Abteilung der Zeitung widerspiegelt und so erhält man nicht nur einen Einblick in die Einzelschicksale sondern auch eine Ahnung davon, wie so eine Zeitung funktioniert: Ein gewaltiger Apparat, bei der sich fast jeder selbst der Nächste ist, der aber letztendlich nur funktionieren kann, wenn alle ihre persönlichen Eitelkeiten beiseite schieben und in den entscheidenden Momenten zusammenhalten. Auch die Leserin hat eine besondere Beziehung zur Zeitung, die sich über eines der anderen Kapitel erschließt. Tom Rachman hat einen sehr komplexen Roman geschrieben, der zwar auf den ersten Blick wie Kurzgeschichten anmutet, bei dem man aber am Ende feststellt, dass diese Kurzgeschichten untrennbar miteinander verbunden sind. Jeder der Protagonisten kommt in einer der vorangehenden oder folgenden Geschichte vor, sodass man immer das Gefühl hat, man begegnet alten Bekannten oder lernt die Person, von der man schon das ein oder andere erfahren hat, endlich kennen. Zugegeben, die meisten dieser Geschichten sind eher melancholischer Natur. Manchmal hat man den Eindruck, dass keiner der Protagonisten wirklich glücklich ist, bzw. sein Glück nur auf Kosten tragischer Ereignisse machen kann. Aber ist es nicht genau das, was unsere heutige Gesellschaft darstellt? Wer kann von sich denn wirklich sagen, er arbeite in einer Firma voller begeisterter Arbeitnehmer und kenne nur glückliche Menschen? Insofern empfand ich Rachmans Protagonisten als sehr authentisch und lebensnah gezeichnet.

Wer sich nun fragt, wie Rachman die Geschichte der Zeitung selbst in sein Buch hat einfließen lassen, dem sei verraten, dass jedes der 11 Kapitel eigentlich aus zwei Teilen besteht. Rachman hat jedem der 11 Kapitel ein prägendes Ereignis der Zeitung aus den letzten 5 Jahrzehnten hintangestellt und erzählt so nach und nach die Geschichte der Zeitung selbst, angefangen von der Gründung, bis hin zum Grund, warum die Zeitung überhaupt gegründet wurde.

Rachmans Schreibstil ist unaufgeregt, leise aber sehr eindringlich. Es gibt keine durchgängige Spannung, dennoch entwickelt dieses Buch einen ganz eigenen Sog, der einem beim Lesen von Geschichte zu Geschichte zieht und so war das für mich eine ganz neue Leseerfahrung, diese Geschichten in der Geschichte, die Lust macht auf weitere Bücher von Tom Rachman.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu unperfekt., 3. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Eine gute Freundin riet mir spontan und überzeugend zu diesem Buch, welches Sie großartig gefunden und wahrlich verschlungen habe. Ich lese selten aktuelle Bestseller, war aber zunächst durchaus angetan.

Und auf dem Buchrücken stand auch noch:

"Rachmans Roman ist so gut, dass die New York Times schier ausflippt."
Zeit Magazin

Damit hatte man mich, ich war in die Falle gegangen. Wollte nun auch gerne wissen, wen sämtliche Medien hier derart feierten.

Die PROS
---------------
Um fair zu sein: Die Idee des Buchs ist originell. Eine Zeitung in Geldnöten, interessante Menschen, die dafür sorgen, dass der Laden einigermaßen läuft, einzeln portraitiert in 11 relativ getrennten Kapiteln, die stilistische Ähnlichkeit mit Kurzgeschichten aufweisen. Vielversprechend. Vielversprechend auch die Rahmenhandlung: Gründung und Aufstieg der Zeitung in den 50ern, ein paar Jahre Erfolg, danach, langsamer Verfall. Vielversprechend auch die ersten beiden Kapitel: ein alternder Auslandskorrespondent, der auf Gedeih und Verderb eine Story braucht sowie eine rührende Geschichte über einen Familienvater und eine alternde Feministin, die in einer Katastrophe endet.
Und dann fällt die Qualität meines Erachtens dramatisch ab.

Die CONTRAS
---------------
Die restlichen Kapitel wirkten auf mich - bis auf eines "Ornella de Monterecchi, Leserin" - so oberflächlich und belanglos, so wenig überraschend und unglaubwürdig, so übertrieben gewollt und letztlich so nervig, dass ich mich stellenweise gründlich über den Erfolg dieses Buches gewundert habe. Ans vorzeitige Aufhören hab ich nicht gedacht, dafür hat man es einfach zu schnell durch.
Um zu illustrieren, was ich an "Die Unperfekten" nicht mochte, möchte ich die Dialoge anführen. Dialoge schreiben, die glaubwürdig sind, ist eine Kunst. Tom Rachman beherrscht diese Kunst meiner Meinung nach leider nicht. Da er sich jedoch in weiten Teilen völlig auf Dialoge verlässt, liegt hier in meinen Augen die große Schwäche dieses Buches. Drei kleine Beispiele:

No. 1

"Trinkst Du keine Cocktails?"
"Ich bin eigentlich mehr für Wein. Und du, bist du zum Cocktailprofi aufgestiegen, seit ich weg bin?"
Er zwinkert sie an. "Musste doch meine Sorgen ertränken."
"Ertränkt man seine Sorgen nicht in Scotch und solchen Sachen? Jedenfalls nicht in Erdbeer-Dingsbumms."
"Caipiroschka. Ich bestell dir einen. Na komm."
Das ist alles andere als harmlos, denkt sie. Das ist ein Flirt.

No. 2

"Vollkommen. Das ist typisch italienisch."
"Irgendwie schwer reinzukommen. Für einen Amerikaner. Ist für Mädels wahrscheinlich leichter. Bei den schicken sexy Italienern und so."
"Sie glauben doch nicht etwa an den Mythos vom Latin Lover, oder? Ich will Ihnen mal ein Geheimnis verraten: Italienische Männer - ich weiß das, ich bin mit einem verheiraret - sind Primadonnen, keine Hengste..."

No. 3

Die Stewardess bugsiert gerade den Trolley den Gang entlang und teilt die zweite Mahlzeit aus.
Abbey guckt auf die Uhr: "Was ist das jetzt? Mittagessen Nummer zwei? Kommt mir vor wie Abendessen."
"'ne Art Mittagabendessen", antwortet Dave.
"Und wie heißt das? Mibendessen?"
"Oder Attagessen."
"Es sei denn, es ist eine Mischung aus Lunch und Büffet. Dann kriegen wir Lüffett", sagt sie. "Oder Blunch".
"Blunch. Find ich gut. Sollten wir als Marke schützen lassen."
Wir? Hm. Interessant.

Vielleicht denken Einige von Ihnen jetzt: Wo ist das Problem? Was sagen schon isolierte, willkürlich herausgegriffene Dialoge?
Das Problem für mich war: Fast das ganze Buch ist so. Schwierige Sache. Möglicherweise auch ungut übersetzt, das kann ich nicht beurteilen. Was vielleicht humorvoll oder ironisch gedacht war, hat für meinen Geschmack Seifenoper-Niveau.

Mein FAZIT
---------------
Für Idee, Rahmenhandlung und drei gute Kapitel gibt es zwo Sterne.
(die Werbestrategie hat fünf verdient).
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Mikrokosmos der Verlagswelt ..., 18. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Der Roman besteht aus einer Vielzahl kleiner Episoden, die sich insgesamt um eine englisch-sprachige Tageszeitung mit Sitz in Rom ranken. Der Autor selbst - es handelt sich offensichtlich um sein Debütwerk - war mehrere Jahre Herausgeber der in Paris ansässigen englischsprachigen International Herald Tribune und hat unter anderem für Associated Press (Rom) gearbeitet. Die professionelle Art, wie er das Innenleben der Zeitung schildert, ist also kein Zufall.
Darf man dennoch einen Schlüsselroman erwarten? Nein: In den einzelnen Episoden geht es allein um einzelne Persönlichkeiten, die als Journalist, Redakteur, Manager oder Herausgeber bei der Tageszeitung tätig sind. Die besondere Stärke des Buches beruht auf zwei Umständen: Einerseits ist die Charakterzeichnung so prägnant und gekonnt, dass man als Leser bereits nach wenigen Zeilen Feuer fängt, zum anderen: an jede Einzelepisode schließt sich jeweils ein Stück einer Rahmenerzählung an, in der es um die Gründung der Zeitung und ihr wechselndes Schicksal geht. Ein nicht besonders stark akzentuierter Clou liegt In der letzten Episode, wo der Leser von den Gründen für die Zeitungsgründung erfährt; bei aufmerksamer Lektüre hält der Autor hier aber keine nennenswerte Überraschung bereit. In diesem Mikrokosmos der Verlagswelt spiegeln sich das Ellenbogendenken und der Egoismus einer ganzen Welt wieder.

Viele der einzelnen Episoden und ihre Protagonisten sind tief bis zu mir durchgedrungen - besonders die Geschichte des Nachrufsschreibers, der Berühmtheiten noch vor ihrem Tod interviewt und heimlich ihre Nachrufe vorbereitet. Oder die Geschichte der Leserin Ornella, die die Zeitung so akribisch liest, dass sie mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt zurückliegt und in einer völlig anderen Gegenwart lebt, als der Rest der Gesellschaft es tut. Als Leser hungert man geradezu nach ein wenig Menschlichkeit, nach Wärme.

Die große Stärke von Rachmans Erstling ist, dass er es perfekt versteht, sich in die verschiedensten Charaktere hineinzuversetzen und jeweils den Erzählstil an den jeweiligen Charakter anpasst, sodass alles sehr lebendig wirkt und selbst bei Lesern wie mir, denen es sonst eher schwer fällt, eine bildliche Vorstellung von Buchcharakteren zu entwickeln, Bilder im Kopf aufflackern. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Aktualität der Thematik: Das Sterben einer Tageszeitung und die damit verbundenen Folgen.

Definitiv verdientes Lob, was bereits ausgesprochen wurde. Jeder, der die Nachrichten liest (egal, in welcher Form ob digital oder gedruckt) kann mit diesem Buch etwas anfangen! Fantastisch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Menschen wie Du und ich, 10. Mai 2011
Von 
Apefred "Fred Ape" (Dortmund Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Manchmal fühlte ich mich an das großartige Buch Fabian" von Erich Kästner erinnert. Das war wohl einer der ersten Romane, die sich kritisch mit dem Innenleben (newsroom) einer Redaktion auseinandersetzte. Fabian, als Neuling, fragt (wenn ich das recht erinnere) was denn der nächste Aufmacher sein solle? Es gäbe nix. Da antwortet der Chefredakteur, man solle einfach schreiben 8 Tote bei Zugunglück in Peking" - ob das stimme oder nicht, interessiert morgen keinen mehr.

Und so ist man immer auf der Suche, nach sensationellem, eben das was Auflage bringt - und die Auflage garantiert das Überleben. Tom Rachmann allerdings stellt die Menschen, die unmittelbar mit der Zeitung zu tun haben, anders vor; nämlich in ihren persönlichen Dramen, Konflikten, Ängsten, Hochmütigkeiten, etc... Das macht diese Geschichten so anders. Es sind meist abgeschlossene Einheiten von Lebenskrisen der einzelnen Protagonisten, die auch allesamt unterschiedlich mit der in Rom erscheinenden englischsprachigen Zeitung zu tun haben. Vom Redakteur bis hin zur Chefbuchhalterin. Das ist nicht immer interessant, teilweise nervt es auch, wie zum Beispiel die Story aus Kairo. Da kommt so ein professioneller Kriegsberichterstatter, der in seinem comedyartigen Duktus eher in einen Film von Monthy pythons oder M.A.S.H. gepasst hätte. Alles in allem fand ich wieder mal, nach den ungeheuren Vorschusslorbeeren, dass echt übertrieben wurde. Ich teile die Einschätzung eines Freundes, der dies Buch zur gleichen Zeit gelesen hatte. Er sagte,... na ja....normale Menschen, mit normalen Fehlern, aber alles war entweder zu vorhersehbar oder zu banal.....das Leben von außen betrachtet ist vielleicht immer genauso und nur wenn wir in der Mitte davon stecken, erscheine es manchmal mysteriös oder Besonders. Er habe das Buch zügig durchgelesen und sich auch nicht gelangweilt.....aber irgendwie war ihm schon immer klar, was auf der nächsten Seite stehen würde. Spannender, und deshalb legt man das Buch auch nicht weg, ist da schon die in kursiv gehaltene Geschichte der Zeitung, die sich jeweils nach den einzelnen Kapiteln, historisch langsam dem Heute nähert. Das ist deshalb interessant, weil wir einerseits die Dekaden der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts durchschreiten und man wieder an geschichtsträchtige Ereignisse erinnert wird, und andrerseits die Personen kennen lernen, die dahinter stecken. Vom großen Cyrus Ott als Gründer der Zeitung und im Vorstand bzw. der Besitzer eines Multinationalenkonzerns, bis hin zu seinem degenerierten Enkel, der das große Erbe dieses Unternehmens und somit auch der Zeitung an die Wand fährt.

Die großen Veränderungen im Nachrichtenmarkt tun ein Übriges. Das Internet lässt grüßen. Lesenswert allemal, aber nicht der große Wurf, den ich erwartet habe.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nobody is perfect!, 17. Oktober 2010
Von 
Dr. Heinz Brill "Tölzi" (Bad Tölz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
In seinem Debüt-"Roman" porträtiert der Brite Tom Rachmann, Mitarbeiter, den letzten Besitzer und eine (!) Stammleserin einer internationalen Tageszeitung in Rom. Jede Person wird in einer deprimierenden Lebenssituation schlaglichtartig beleuchtet. Die Zeitung bildet die formale Klammer um die mit viel Einfühlung und (schwarzem) Humor für die menschlichen Schwächen geschilderten Personen. Fast beiläufig, in zeitlichen Versatzstücken und mit nur kurz erwähnten Berührungspunkten zur Gegenwart wird die Geschichte der Zeitung von der Gründung bis zum Niedergang erzählt.

Ein "Zeitungsroman" ist dieses Buch dennoch nicht. Zwar kommen die Kapitelüberschriften als wunderbar viel versprechende, reißerische Schlagzeilen daher ("Das Sexleben islamischer Extremisten")!, zwar zeigt das Buch in den ersten Geschichten wie Artikel entstehen, mit welchen Problemen ein Journalist zu kämpfen hat und woran so manche Story scheitert, dennoch bleibt das äußerliche Zeitungsgeschehen (leider) nur der Aufhänger zur ausführlichen Schilderung der Macken und der intellektuellen und emotionalen Defizite der verschiedenen Individuen, deren größte Gemeinsamkeit die Suche nach Wegen aus der Einsamkeit ist. An die Stelle einer spannungsgetriebenen Handlung tritt die Beschreibung von Empfindsamkeiten der diversen Seelenlandschaften, gewürzt mit Ironie, Illusionslosigkeit und einem Hauch Sarkasmus. Es sind nicht gerade die Genies, die wir kennen lernen. Durchschnittliche Menschen, mehr oder weniger intelligent und erfolgreich, mehr oder weniger frustriert, mehr oder weniger einsam, mehr oder weniger ungeschickt. "Unperfekt" ist eine schmeichelhafte Beschreibung für manchen dieser Vertreter: für Versager, Hysteriker oder Traumtänzer.

Und hier liegt für meinen Geschmack auch der Schwachpunkt dieses ansonsten gut geschriebenen Buches: es gibt zu viele von diesen Typen in einem einzigen Buch. Was anfänglich unterhaltsam und zum Teil amüsant zu lesen ist, fängt nach der Hälfte des Buches an zu nerven. Am liebsten möchte man so manche Person durchschütteln, damit sie aufwacht und das Offensichtliche zur Kenntnis nimmt. Je weiter man liest, desto stärker treten Frust, Selbstmitleid und Kuriosität an die Stelle von Melancholie und untergründiger trauriger Romantik. Diese Menschen haben wenig bis nichts Inspirierendes. Kein Wunder, dass die Zeitung Pleite geht. So ist dem Autor sicher ein überdurchschnittlicher Episodenroman mit gekonnten Charakterporträts, zum Teil an der Grenze zur Satire, gelungen, aber ab der Mitte überrascht nichts mehr wirklich. Auf Grund dieses Defizits: 1 Stern Abzug.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgesang auf den klassischen Journalismus, 5. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Ein Erstling voller literarischer Frische, überzeugender Charaktere und in Stil und Sprache ungemein überzeugend, dass sind die 'Unperfekten', die Tom Rachmann mit einem breiten Hintergrund eigener Lebenserfahrung im geschilderten Umfeld, vorlegt.

Dass Print-Medien seit Jahren stark unter wirtschaftlichem Druck stehen, dass manche Traditionsblätter der verschiedenen Nationalitäten zum Teil nur knapp (bisher) Insolvenzen vermeiden konnte und die Zukunft alles andere als rosig aussieht, all das ist Teil der Realität sich vollziehender kultureller Veränderungen, die auch vor dem alten Kulturgut Zeitung keinen Halt machen.

Diese Krise ist Thema und Blaupause des Romans von Tom Rachmann, allerdings weniger, um sich über kulturelle Abstiege zu gerieren oder ein Requiem der Zeitungswelt zu komponieren, sondern vielmehr (und das unglaublich treffend und überzeugend), um die Geschichte und Geschichten seiner Protagonisten zu erzählen. Unperfekt sind sie alle, wie sie durch die Seiten des Buches ihre Geschichte entwickeln, unperfekt, aber jeder und jede für sich ein Überlebenskünstler par excellence. Und natürlich der festen Überzeugung, dass die Welt auf nichts anderes sehnlicher wartet als ihre nächsten Texte und Berichte.
Ganz auf sich bezogen, voller Macken und Brüche und grundlegend darauf bedacht, den eigenen Lebensstil gegen alles Bedrohliche zu bewahren, vor allem gegen die Kollegen. Jeder für sich bereits schwer verdaulich, als Gruppe in der Vielfalt der (mit größtmöglicher Lust) geschilderten Unzulänglichkeiten eine (höchst elegant geschilderte) Offenbarung an gestörten Gestalten.

Nach 50 Jahren ist die Zeitung am Ende. Misswirtschaft, Desinteresse des aktuellen Besitzers, als englischsprachiges Blatt in Rom mit immerhin 150.000 Exemplaren an Auflage dennoch nicht mehr am Puls der Zeit. Zurück bleibt letztlich nur ein existentialistisch abgenutzter und abgearbeiteter Redaktionsraum. Ehemals Heimat von solch unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Arthur, zuständig für Nachrufe (keiner kann ihm hier das Wasser reichen), vor allem aber geübt im konstruktiven Nichtstun. Oder Lloyd, ängstlich im Wesen, einsam und als Korrespondent für Paris sich mehr schlecht als recht über Wasser haltend. Dazu noch Ruby, die ihre besten Jahre so langsam hinter sich sieht, immer noch nicht die Liebe gefunden hat, mit aller Kraft auf der Suche ist und aufgrund dessen nicht mit ganzer Konzentration ihrer Aufgabe als Texterin nachzugehen vermag. Diese und andere bevölkern den Redaktionsraum, der, ebenso wie die Zeitung selbst und alle handelnden Protagonisten, an vielen Fronten um Sinn und überleben kämpft. Kämpfe, von denen zum Ende des Buches hin noch lange nicht jeder gewonnen sein wird, aber, bis auf wenige, auch nicht alle verloren zu geben sind.

Das Buch lebt. Das ist eine der Erkenntnisse von Tom Rachmanns Roman. Sein Buch lebt vor allem von drei wesentlichen Zutaten jedes guten Romans. Zum einen Sachkenntnis. Tom Rachmann schreibt als Insider der gehetzten, kreativen, neurotischen Welt des Journalismus. Zum zweiten von seiner Fähigkeit der genauen Beobachtung und Darstellungskraft dieser Welt in den einzelnen Charakteren von der Chefredakteurin über den verschrobenen Besitzter, der nichts mit einem Zeitungsmogul alter Prägung gemein hat bis hin zum freien Korrespondenten, der ohne weiteres jederzeit in Gefahr steht, abgesägt zu werden. Und zum dritten lebt dieses Buch von den weitreichenden sprachlichen und stilistischen Fähigkeiten des Autors, der zu keiner Sekunde Durchhänger erkennen lässt und auf keiner Seite langweilt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Lärm um wenig, 10. Mai 2011
Von 
Diethelm Thom - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Ich denke, Literatur, über die zu sprechen sich lohnt, sollte nicht zu vordergründig sein - Rachmans Buch zeigt diese Tendenz leider ziemlich ausgeprägt. Es ist schlicht vordergründig, wenn Herman Cohen als Chefkorrektor seine Fähigkeiten unterschätzt, die seines Freundes Jimmy aber überschätzt, bis dieser Jimmy ihm genau das mitteilt. Es ist vordergründig und vielleicht für manche Leute spaßig, wenn der Anfänger Winston Cheung, ein typischer Simplex, von einem ausgebufften Aufschneider in grotesker Weise ausgenutzt und vorgeführt wird und schließlich eine Dritte, eine Frau, ihren Job kriegt. Es ist ferner vordergründig, wenn gezeigt wird, wie eine wenig begabte Textredakteurin, Ruby Zaga, altert und wegen mangelnden Erfolges frustriert, einsam und gehässig wird. Auch ist es vordergründig, wenn Abbey Pinnola, Finanzchefin, vorgeführt wird: Sie hat einen Redakteur gefeuert, trifft ihn danach im Flugzeug wieder, er gewinnt ihr Vertrauen, ihre Zuneigung, als sie ihm auf sein Zimmer folgt, stellt er sie wegen der Kündigung zur Rede - so what? Es ist schließlich ziemlich vordergründig, sagen wir bestenfalls informativ, wenn die verschiedenen Episoden um einzelne Typen und Ressorts durch die Geschichte der Zeitung zusammengehalten werden.
Die anderen Episoden zeigen mehr oder weniger den Mehrwert, den Literatur haben sollte: Vertiefung, Symbolik, etwas, was uns nachdenklich oder betroffen machen kann: Warum wird der ausgebrannte, charakterlose Lloyd Burko ausgerechnet von seinem Sohn Jerome aufgenommen, bei dem sich abzeichnet, dass er ein ebensolcher Loser ist wie sein Vater? Es macht mich nachdenklich, wenn ich lese, wie die drahtige, nicht mehr ganz junge Profifrau Hardy Benjamin sich von einem Penner ausnutzen und sogar öffentlich demütigen lässt und nicht wahrhaben will, was da geschieht. Die Geschichte um die alte Dame Orrnella, die Leserin, die jede Zeitung immer erst ganz ausliest, bevor sie zur nächsten greift und im Jahre 2007 erst am 23.4.1994 angekommen ist, hat eine symbolische Ausdruckskraft. Es wird sogar spannend, wenn sie nun nachforscht, warum die nächste Ausgabe vom 24. April 1994 fehlt. - Die noch nicht erwähnten Geschichten sind soso, eher wenig aussagestark.
Sie sind immerhin realitätsgesättigt (aber das ist Journalismus auch). Rachman war selbst Redakteur an der International Herald Tribune in Paris und hat ganz offensichtlich seine genauen Beobachtungen und Erfahrungen ausgewertet. Die Geschichten sind wie Filmscripts geschrieben, locker, leicht, anschaulich. Wem das genügt, der ist mit diesem Buch gut bedient - aber der ganze Hype, der um den Roman herum entfacht wurde, und was da so auf dem Cover steht, das ist wohl doch etwas hoch gegriffen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Merkwürdiger Hype um überzeichnete Figuren., 14. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und habe erst letztens angefangen, es zu lesen... und nach der Hälfte abgebrochen.
Zu stockend der Schreibstil, zu wenig Identifikationspotenzial mit den Figuren und vor allem zu banale Geschichten.
Vor allem ist der Ort, wo das Geschehen stattfindet, schlecht gewählt, da alles ein bisschen traumhaft wirkt und der Autor auch ein bisschen seine Affinität zu Rom ausdrücken wollte.
Bücher sollten einen Denksanstoß geben, die Fantasie beflügeln und den Leser vor allem in eine Geschichte hineinversetzen und nicht langweilen mit zu überzeichneten Figuren ( vor allem die Episode um den Anzeigenjournalisten fand ich scheußlich.).
Ein Indiz für die Belanglosigkeit mag z.B. sein, dass ich mich an nur zwei Namen von Figuren erinnern kann.
Die restlichen habe ich aufgrund der Leblosigkeit und Oberflächlichkeit schon vergessen.

Alles in allem mag ich das Buch nicht im Ganzen beurteilen können, aber ich musste mich doch sehr wundern über den Hype und die Lobeshymmnen um das Werk von Rachmann.
Ich persönlich fand es schlecht, kein Stück fesselnd und vor allem eines: Überflüssig in meinem Bücherregal.
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4.0 von 5 Sternen Ein Glitzerbonbon von einem Roman, 25. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
Der Erfolgsroman schildert einen Reigen amerikanischer Journalisten in Rom, mitunter in Paris, Genf oder Kairo. Überwiegend spielt das Buch von 2005 bis 2010 herum. Jedes Kapitel stellt einen anderen Akteur in den Mittelpunkt; kurze Rückblenden schildern die Entwicklung der Zeitung von 1953 bis in die erzählte Gegenwart.

Fazit:

Geistreich, kurzweilig, humorvoll und voller Redaktionsalltag – Die Unperfekten unterhalten fast perfekt. Die Beziehungen zwischen den Akteuren bleiben jedoch zu lange zu unklar.

Es gibt viel Redaktionskampf und etwas Liebe und Leben – meist mit gehetzten angelsächsischen Akteuren. Italiener sind die Ausnahme, nur italienische Weine und Speisen erscheinen reichlich. Die Verbindungen zwischen den Akteuren, wer mit wem verheiratet ist oder im Praktikum zusammen war, entdeckt man erst nach und nach; der New-York-Times-Kritiker musste das Buch deshalb zweimal lesen.

Der Reigen von Bonmots und verblüffenden Sätzen reißt nie ab (ich hatte die englische Ausgabe, kann also die deutsche Übersetzung nicht beurteilen). Die Dialoge klingen brillant und offenbaren unterschiedliche Persönlichkeiten. Man kommt mit dem Kichern kaum nach, die Unterbrechung der Lektüre fällt schwer.

"He feeds me grapes":

Die Redakteurin Kathleen trifft nach vielen Jahren zufällig ihren Exfreund Dario und sie unterhalten sich. Sie erzählt ihm über ihren jetzigen Mann:

"He feeds me grapes most evenings", she says. "It's part of his duties."
"That must suit you."
"Depends on the quality of the grapes."

Sie rauscht im Taxi zurück in ihre hektische Redaktion. Kaum sitzt sie im Auto:

Dario – who has slept beside her and woke beside her for six years of her life – has vanished from mind. She can't help it: she's of the newspapering temperament, and he's no longer front page. When, she wonders, do people have time to contemplate anything? But she has no time to answer that.

Funkelnde Aperçus:

Das Beispiel zeigt nicht nur, wie Rachman funkelnde Aperçus ineinander schachtelt und sogar Billy Wilder alt aussehen lässt. Die Figuren demonstrieren auch die für die Romanfiguren typische Nonchalance und Flüchtigkeit in Beziehungsdingen. Das Buch ist ein einziges Glitzerbonbon.

Freilich verkörpern Rachmans Akteure zeitweise zu einseitig bestimmte Charaktere, so die dauerhaft wütende Ruby; gelegentlich wird es zu unrealistisch, so mit zwei absurden Journalisten in Kairo oder einer besessenen Leserin.

Diese Figuren erscheinen in der zweiten Buchhälfte, die mich etwas weniger bezauberte: vielleicht, weil die Effekte abgenutzt waren; vielleicht, weil Kapitel und Einschübe in immergleicher Länge und Struktur erscheinen; vielleicht, weil hier eben weniger interessante, eher grobgeschnitzte und teils unrealistische Figuren agieren.

Aus dem prallen (Redaktions-)Leben:

Der britisch-kanadische Autor Tom Rachman arbeitete selbst bei internationalen Medien in Europa und in Rom, unter anderem bei der International Herald Tribune selig – die historisierenden Abschnitte in Die Unperfekten erinnern deutlich an die IHT.

Rachman kennt den Redaktionsalltag und seine Protagonisten, das Buch klingt äußerst realistisch und medien-affin. Das ist auch der Unterschied zu einer anderen vergnüglichen Journalisten-Komödie:

Vergleich mit einem anderen Tageszeitungs-Roman:

Gegen Ende des Morgens bzw. Towards the End of the Morning von Ex-Redakteur Michael Frayn (1967) klingt eher wie eine allgemeine Bürosatire; Rachman spießt dagegen Redaktionsspezialitäten auf: das Ringen um korrekte Formulierungen, Zeilenschinderei, Andrucktermine, einspaltige Überschriften, den Existenzkampf der Freiberufler.

Beide Romane haben aber auch markante Parallelen, so die demütigende Position der Kreuzworträtsel-Redakteure oder Kollegen, die fortwährend Bonbons in den Mund stecken.

Rachman bringt einige sehr schräge Überschriften ("Global Warming Good for Ice Creams") und Tippfehler ("Sadism Hussein"). Zitiert er aus dem wahren Leben?

Neben Frayns Gegen Ende des Morgens erinnert Die Unperfekten natürlich auch an den Hollywood-Klassiker Ein Herz und eine Krone (1953, mit Gregory Peck und Audrey Hepburn) – er handelt ebenfalls von US-Journalisten in Rom.

Rachman verkaufte seinen Roman-Erstling für einen Rekordvorschuss und sammelte fast nur Lob; Brad Pitt soll die Filmrechte gekauft haben.

Meinungen zum Buch:

Hansblog.de:

Geistreich, kurzweilig, humorvoll und scheinbar voller Redaktionsrealität – Die Unperfekten unterhalten fast perfekt... Das Buch ist ein einziges Glitzerbonbon.

Frankfurter Allgemeine Zeitung:

Höchst unterhaltsam... Er verknüpft die einzelnen Episoden, die zumeist ohne Weiteres als in sich geschlossene Kurzgeschichten funktionieren, indem er die Handlungsstränge hintergründig zusammenführt.

Deutschlandradio Kultur:

Die Rankünen, die schrägen Beziehungen, die erotischen Racheaktionen. Mit viel Phantasie und Lust schildert er sie, nicht immer ohne Klischees... Rachman kann fraglos gut schreiben. Und uns neugierig machen. Immer möchte man wissen, wie es weitergeht.. Und immer wieder gelingt es Rachman auch, uns zu überraschen. Wunderbar seine Dialoge.

Medienjournal:

Durch den schieren Willen, ein höchstmögliches Maß an Unterhaltung herauszuschlagen schrammen manche der Figuren gefährlich knapp am Klischee vorbei und wirken nicht in jeder Situation glaubwürdig

New York Times:

So good I had to read it twice simply to figure out how he pulled it off... A precocious grasp of human foibles. The novel is alternately hilarious and heart-wrenching, and it’s assembled like a Rubik’s Cube

Washington Post:

One by one, these journalists are trotted through their tragicomic hamster wheels: hope spinning toward joy, spiraling down to loneliness. This episodic structure could easily turn dreary and repetitive if Rachman weren't always finding new ways to surprise us.

Independent:

A funny novel of the sweet-and-sour variety, its humour leavened with real sadness...

New Yorker:

This acute début portrays the world of neurotic journalists—“as touchy as cabaret performers and as stubborn as factory machinists”... Rachman, a former editor for the International Herald Tribune, paints the characters’ small dramas and private disappointments with humanity and humor...

Christian Science Monitor:

The journalists at the English-language daily in The Imperfectionists are fortunate for two reasons: (1) They’re fictional. (2) They’re in Rome... a tone that’s humorously painful, rather than painfully funny... bittersweet satire
Kirkus Reviews:

Rachman’s ability to create a diverse group of fully formed individuals is remarkable... The individual stories work well independently, even better as the author skillfully weaves them together... The interpolated chapters about the paper’s past aren’t very interesting; the final entry ends with a ghastly shock; and the postscript is too cute.

New York Journal of Books:

A good book if you wish to know more about the inner workings of putting out a newspaper... If you wish to read something that has more of an emotional punch, however, you may want to pick up another novel—one that doesn’t sound as much like one newspaper story after another.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekt Unperfekt, 3. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Unperfekten: Roman (Taschenbuch)
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Der Roman 'Die Unperfekten' ist eine Sammlung von Portraits kauziger, egozentrischer, liebenswerter und verblichener Journalisten, die sich auf den zeitlichen Wellenbewegungen der "Schreibe" den Weg durch Ihre Existenz bahnen.
Liebevoll und detailgenau werden die Charaktere beschrieben und ausgeleuchtet. Lloyd Burko beispielsweise, einer der Protagonisten, verweigert sich der modernen Technik und hat noch keinen mail account. Er faxt lieber und benutzt eine Zwischentechnologie der 80 iger Jahre um seine Texte zu schreiben.Er weigert sich, wie viele Mitglieder der Redaktion neue Wege zu gehen. Die Liebenswürdigkeiten und Eigenheiten sind manifestiert und die Persönlichkeiten ringen auf allen Ebenen mit dem Gewesenen, ohne in den Zwang zu kommen in Erinnerung zu versinken.
Ein Roman der uns zeigt, wie wir mit den ständigen Erneuerungen im Älter werden umgehen könnten.
Die Portraits sind minutiös und detailliert und doch nicht literarisch. Nüchternheit schleicht sich in die Schreibweise, oftmals ein und es wird ein wenig langweilig. Die einzelnen Kapitel lesen sich wie Kurzportraits oder Kurzgeschichten und der Blick auf das Ganze geht verloren.
Irgendwie spiegelt sich auch die gern von Amerikanern gesehene Antimodernität Europas in diesem Roman wieder. Doch Antimodernität und Charaktereigenschaft macht diese Zeitung in Rom und Ihre Journalisten liebenswürdig und auch tragfähig.
Warum die New York Times dieses Buch in den Himmel lobt kann ich nicht verstehen. Als Roman ist es eher durchschnittlich, aber die Kurzportraits im Einzelnen sind genial.
Design und Buchgestaltung des Romans finde ich einzigartig und geschlossen. Die dtv Premium Ausgabe ist vom Format und Lesbarkeit einzigartig.
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Die Unperfekten: Roman
Die Unperfekten: Roman von Tom Rachman (Taschenbuch - 1. April 2012)
EUR 9,90
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