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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein äußerst gut gelungener Debütroman von Lauren Groff
In ihrem Erstlingswerk "Die Monster von Templeton" entführt uns die Autorin Lauren Groff in eine sagenumwobene Welt. Die Geschichte spielt sich, wie der Titel schon verrät, im Städtchen Templeton ab.

Die junge Willie Uptonn kehrt in einer Krisenzeit zurück in ihrem Heimatort Templeton, um bei ihrer Mutter Vivienne Schutz und Geborgenheit zu...
Veröffentlicht am 29. Januar 2010 von FroileinWonder

versus
30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sorry,aber mich hat's gelangweilt!!!
Ich ringe bereits seit einigen Tagen mit mir,diese Bewertung zu schreiben,denn sicher werde ich dafür in der Luft zerrissen!Aber über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten und man muß auch andere Meinungen akzeptieren.
Also:
Junge Frau kehrt,geschwängert von ihrem Uni Professor,zu Mama in ihren kleinen Heimatort...
Veröffentlicht am 19. Januar 2010 von S. G.


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein äußerst gut gelungener Debütroman von Lauren Groff, 29. Januar 2010
In ihrem Erstlingswerk "Die Monster von Templeton" entführt uns die Autorin Lauren Groff in eine sagenumwobene Welt. Die Geschichte spielt sich, wie der Titel schon verrät, im Städtchen Templeton ab.

Die junge Willie Uptonn kehrt in einer Krisenzeit zurück in ihrem Heimatort Templeton, um bei ihrer Mutter Vivienne Schutz und Geborgenheit zu suchen. Jedoch findet Willie nicht nur Geborgenheit bei Vivienne sondern gerät in ihren Ahnennachforschungen, wobei sie hofft endlich auf ihren Vater zu treffen in einen wilden Strudel, der Vergangenheit und Gegenwart in sich verschwimmen lässt.

Lauren Groff zeichnet mit ihrem schönen Schreibstil eine farbenprächtige wie auch pompöse Umgebung mit dem Städtchen Templeton was mit der Zeit immer mehr zu einem Städtchen des Massentourismus wird aber nie seine Wurzeln vergisst. Der mystische Flimmerspiegelsee birgt ein Monster in sich das die Bürger in Aufruhr versetzt als dieses tot geborgen wird. Auch unsere symphatische Protagonistin Willie ist zu diesem Zeitpunkt am Flimmerspiegelsee.

Zu Anfang weiß man nicht so Recht was für eine Verbindung Flummy, das Monster vom Flimmerspiegelsee, mit der Familiengeschichte von Willie hat. Bei ihren Nachforschungsarbeiten und Recherchen stößt Willie auf weitere Puzzleteile die nach und nach ein ganzes Bild zu ergeben scheinen. Besonders gut hat mir dabei gefallen wie man immer mal wieder im Buch auf eine "Ahnentafel" stößt die immer mehr Verzweigungen annimmt, und es dem Leser leichter macht den Überblich zu behalten.

Die gruslig schöne Geschichte von Lauren Groff zieht mich nicht nur durch die spannende Familienbande in Bann, sondern auch durch die Charaktere die durch ihre Vielseitigkeit überzeugen. So bekommen wir es nicht nur mit dem ehrgeizigen Mädchen Willie und ihrer Hippie-Mutter Vivienne zu tun, sondern auch mit alten Schulkameraden von Willie und mit schon lange vergangenen Persönlichkeiten die das Gesellschaftsbild von Templeton geprägt haben.

Mein Fazit:
°°°°°°°°°°°

Lauren Groffs Debütroman "Die Monster von Tempelton" zieht einen mit seiner vielseitigkeit und seinem Fantasiereichtum in den Bann! Die Geschichte um die Sagen Templetons ist eine spannungsreiche Story die junge sowie ältere Leser begeistern dürfte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine monströse Familie, 31. März 2009
Wie schon der Klappentext sagt, ist es schwierig, dieses Buch deutlich einzuordnen. Über weite Strecken handelt es sich um eine Familiensaga, die rückblickend aus dem 20. Jahrhundert erzählt wird. Dieser Rückblick ist Teil einer Selbstfindungsaktion der Heldin, deren Leben gerade in Scherben gegangen ist, und die - angesichts einer ungewollten Schwangerschaft - herauszufinden versucht, wer ihr eigener Vater ist. Dabei deckt sie eine groteske Familiengeschichte auf, die vor charismatischen und extremen Persönlichkeiten nur so wimmelt. In ihrer Ahnenreihe gibt es eine schwarze Sklavin, eine Giftmörderin, einen weltbekannten Schriftsteller, den Stadtgründer des Ortes, in dem sie lebt, einen französischen Gigolo, Historiker und Prostituierte, Indianer und Trapper.
Diese illustren Charaktere nehmen den weitaus größten Teil des Buches in Anspruch, auch wenn man (quasi nebenher) erfährt, daß die Heldin ihr Leben doch wieder auf die Reihe bekommt.
Das Thema des "Schauerromans", das ebenfalls auf dem Umschlag genannt ist, ergibt sich durch das "Monster" - übrigens das einzig echte Monster in der Geschichte. Obwohl im Titel auf mehrere Monster hingewiesen wird, sind alle übrigen Monstrositäten lediglich Mitglieder der Temple-Familie, um die es geht; denn einige Vorfahren der Heldin haben durchaus unmenschliche Züge an sich. Es gibt allerdings eine Art "Nessie" in der Geschichte. Am Tag, an dem die Heldin in ihren Heimatort heimkehrt, wird im angrenzenden See ein totes Ungeheuer gefunden, das an die Oberfläche getrieben ist. Das Tier zieht Scharen von Reportern, Schaulustigen und natürlich Regierungsmitarbeitern an, wird aber im Buch immer nur sehr kurz behandelt: Das tote Monster wird schnell weggeschafft und abgesehen von einem Fernsehinterview mit einem Wissenschaftler und dessen späterem Zeitungsartikel über das Monster hört man nicht mehr viel davon im Haupterzählstrang. In den historischen Dokumenten allerdings, die die Heldin durchforstet, taucht dieses Tier regelmäßig auf.
Es scheint so, als habe praktisch jeder ihrer Vorfahren davon gewußt und es mindestens einmal (lebend) im See gesehen. Der Eindruck entsteht, daß das Monster die Familie oder zumindest den Ort Templeton repräsentiert. Am Ende der Geschichte taucht auch noch einmal ein junges (lebendes) Monster auf - das Junge des toten -, so daß die Zukunft der Familie Temple und des Ortes Templeton gesichert scheint.
Das Buch enthält einige Bilder (teils Schwarz-weiß-Fotos, teils gezeichnete oder gemalte Bilder), die Mitglieder der Temple-Familie darstellen sollen. Die Bildunterschriften enthüllen teils Dinge, die in den Texten nicht offengelegt werden. Insgesamt erzeugt dieses Einfügen von Abbildungen den Eindruck, man lese eine Chronik. Große Teile der Geschichte (d.h. die historischen Texte) sind auch sehr zeitgetreu und traditionell gehalten. Sie zeigen keinen zu modernen Blickwinkel auf die Welt und stellen nicht jeden Charakter als gleich gebildet, intelligent oder informiert dar. Das konterkariert etwas den flippigen und extrem liberalen Stil, den die Heldin und ihre Mutter pflegen.
Abschließend muß ich sagen, daß das Buch sehr gut geschrieben und leicht zu lesen ist. Die Autorin schafft es durchgehend, Interesse für den Plot und die Figuren zu wecken und vermeidet es, offen parteiisch zu sein. Manche Sachverhalte werden aus mehreren gleichwertigen Perspektiven erzählt, so daß die Erzählung nie einseitig oder rechthaberisch wirkt.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll, ungewöhnlich, phantastisch!, 18. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Inhalt dieses Buches wurde ja schon genug geschrieben, aber allein darum geht es gar nicht. Es ist eine Hommage an eine historische Kleinstadt mit all den exzentrischen, aber liebenswerten Charakteren, die dort leben. Man kann es kaum beschreiben, aber die Geschichte fesselt einen vom Anfang bis zur letzten Seite. Wer genug hat vom Roman-Alltagsbrei: Sowohl die originelle Story als auch der Schreibstil der Autorin sind hochinteressant, fesselnd und lebensnah; die Charaktere sind so glaubwürdig, dass sie einem fast aus den Seiten entgegenspringen. Ich kenne das Original leider nicht, aber die Übersetzung ist sehr hochwertig und elegant geschrieben. Intelligente Literatur, aber mit hohem Unterhaltungswert! Erwähnenswert ist vielleicht auch das wunderschöne, geheimnisvolle Cover, in dem man beim Lesen einige Figuren aus der Geschichte wiedererkennt. Meine Empfehlung: Lesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magisch, 19. März 2010
Ich weiß gar nicht so recht, wo und wie ich anfangen soll - dieses Buch ist einfach wundervoll!
Und dabei ist nicht nur die Geschichte, die Lauren Groff erzählt wundervoll, nein, auch bei der Gestaltung dieses Romans stimmt einfach alles! Ein schön gestalteter Einband, in rot/schwarz/weiß gehalten, der, zusammen mit der Schrift, etwas Edles hat und Geheimnisse verspricht, die es sich zu erlesen gilt. Jedes Kapitel wird von einem kleinen Ornament angeführt, in dem man ein Element aus dem Cover wiedererkennt und zu meiner großen Freude hat dieser liebevoll gestaltete Roman auch noch ein Lesebändchen. Also, der erste Eindruck könnte kaum besser sein.
Nun zur Geschichte: Wilhelmine "Willie" Sunshine Upton ist schwanger - von ihrem verheirateten Professor. Nachdem die geprellte Ehefrau hinter das Techtelmechtel ihres untreuen Gatten gekommen ist und ihrer Rivalin in aller Öffentlichkeit eine Ohrfeige verpasst hat, macht Willie sich verwirrt auf den Weg nach Templeton, ihrer Heimatstadt, zu ihrer Mutter Vivienne. Ihre Zukunft versinkt in tiefem Nebel und ihr wird klar, dass auch ihre Vergangenheit ungewiss ist. Um sich abzulenken von der Entscheidung, die sie treffen muss, macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, dessen Identität sie nicht kennt. Ihre Mutter gibt ihr nur einen einzigen Anhaltspunkt: Willies Vater stammt aus Templeton und hatte der damals siebzehnjährigen Vivienne erzählt, er und sie hätten womoglich einen gemeinsamen Ahnen. Also wühlt Willie sich durch Briefe, Tagebucheinträge und Zeitungsartikel und findet dabei letzlich mehr, als sie zu suchen dachte...

Was im ersten Moment nur nach einer Familiengeschichte klingt, ist so viel mehr als das. Allein schon der erste Satz des Buches macht deutlich, dass in diesem Roman mehr Magie auf den Leser wartet als die Magie des Lebens:

"An dem Tag, als ich, knietief in der Schande, nach Templeton zurückkehrte,
tauchte im Flimmerspiegelsee der über fünfzehn Meter lange Kadaver eines
Ungeheuers auf."

Der Tod dieses Ungeheuers taucht die Stadt in eine tiefe, unerklärliche Trauer - es galt als Legende und jetzt, wo es nicht mehr da ist, fühlen die Bewohner sich leer und traurig. Während ihrer Forschungen erfährt Willie einiges über Templeton, dessen Gründer einer ihrer Uhrahnen war. Das Magische, das Unerklärliche und die Geister der Toten gehörten schon immer zu Templeton und ihren Bewohnern, wenn auch nur im Verborgenen und unausgesprochen. Auch Willie kennt einen solchen Geist, er lebt in ihrem Zimmer und hat ihr schon immer im Leben die Richtung gewiesen.
Nach und nach erfahren wir die Geschichte der Familie Temple, durch die Berichte der Ich-Erzählerin, aber auch in einzelnen Fragmenten, die die Ahnen selbst zu Wort kommen lassen. Dadurch gewinnt der Roman an Tiefe, denn aus den verschiedenen Perspektiven entsteht ein vilefarbiges Bild der Vergangenheit.
"Die Monster von Templeton" ist ein Familienroman, ein historischer Roman und ein Schauermärchen in einem - einfach wunderbar!
Als ich am Ende des Buches angelangt war, ging es mir wie Stephen King, der folgendes über "Die Monster von Templeton" sagte:

"Ich war traurig, als das Ende des Romans in Sicht kam - einen größeren Erfolg
kann man nicht erzielen."
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich und sehr sehr lesenwert!, 11. November 2009
Von 
Catrin Nack (Hamburg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kann mich den sehr positiven Rezensionen über dieses Buch nur anschließen. Ich habe das Buch gestern "aus" gelesen, und bin richtig traurig, dass es zuende ist; ich denke, ein größeres Kompliment kann man einem Buch nicht machen.
Zum Inhalt wurde hier ja bereits viel gesagt, und die Geschichte um Willie, ihr "Klümpchen" und ihre Vorfahren entwickelt einen ganz eigenen Sog, was natürlich an all den schillernden, liebenswerten und nicht so liebenswerten Charakteren und der tollen Sprache der Autorin liegt, die ein wirklich großes Herz, und das nicht nur für ihre Heimatstadt, hat.
Es ist, wie hier schon erwähnt, eine ungewöhnliche Geschichte, aber so richtig zum Eintauchen und versinken, fast wie Flimmie im See. Besonders hervorheben muss man tatsächliche die ausgezeichnete, lebendige und lebensnahe Überseztung. Ein wunderbares Buch, bei dem man es sich wirklich nicht erlauben kann, bis zur Taschenbuch-Ausgabe zu warten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie ein Feuerwerk!, 5. Juli 2010
Im Vorwort stimmt die in Cooperstown, New York, geborene Autorin die Leser auf ein Buch der ganz besonderen Art ein. Sie behauptet, dass die Kunst des Schreibens einer Geschichte darin läge, zu lügen und dabei die Wahrheit zu sagen. Nach diesem Schema funktioniert »Die Monster von Templeton«. Lauren Groff nutzt ihre Heimatstadt und den dort geborenen Schrifsteller James Fenimore Cooper sowie den Mythos um das Monster von Loch Ness, um eine über Jahrhunderte reichende Geschichte heraufzubeschwören. Sie spannt ein faszinierendes Band zwischen Vergangenheit und Fiktion, das die Leser zum Staunen bringen und zugleich mit einem traurigen Blick zurücklassen wird. Denn die Figuren aus Templeton wachsen einem in den gut 500 Seiten ans Herz, da sie eine besondere Eigenschaft haben: sie sind lebendig!

Verfolgt werden mehrere Handlungsstränge, in deren Mittelpunkt oft Willie steht. Einerseits ihre Suche nach der Identität des eigenen Vaters, ihre Schwangerschaft und die Krankheit ihrer Freundin Charlotte. Zudem der Wirbel um "Flimmy", das Ungeheuer aus dem See, und zahlreiche Tagebucheinträge, Notizen, Briefwechsel von Willies Verwandten, die - manchmal in gekürzter Version - dem Leser ebenfalls zur Verfügung stehen, und Meinungen anderer involvierter Charaktere zum Geschehen oder zu Willie selbst. Dabei wird im Text immer wieder auf tolle, unkonventionelle Elemente gesetzt. Ein immer wieder fortgeschriebenes Schaubild zu Willies Stammbaum, in dem neue Erkenntnisse eingebaut werden und Bilder der Verwandten, beides liebevoll von Autorin und gegebenenfalls Übersetzerin kommentiert. Diese gelungene Mischung führt dazu, dass so gut wie nie Langeweile aufkommt.

Sympathische Witze, keine derben Schenkelklopfer, und besagte liebenswerte Charaktere runden das Gesamtbild ab. Bei Willie, Vi, Charlotte und all den Templetons und Averells läuft im Leben nicht immer alles glatt. Bereits das macht sie zu glaubwürdigen Charakteren, von denen viele ein dunkles Geheimnis hüten. Die Ungewissheit über die Vergangenheit, gepaart mit der drohenden Zukunft braut eine Mischung herauf, der man sich nicht entziehen kann. Spannend wie ein guter Krimi und doch gleichfalls eine Geschichte fürs Herz. »Die Monster von Templeton« ist eine so reichhaltige Erzählung, das für jeden Geschmack etwas dabei ist!

Wenn auch das Ende allzu amerikanisch daherkommt, bleibt »Die Monster von Templeton« ein Feuerwerk. Ein Buch mit farbenfrohen, lebensechten Charakteren aus unterschiedlichsten Zeiten und Generationen. Hier tut es einem in der Seele weh, das Buch nach Beendigung zur Seite legen zu müssen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebeserklärung an eine Stadt, 2. April 2009
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In einem Interview berichtete die Autorin, dass sie mit diesem Buch eine Liebeserklärung an ihre Stadt Cooperstown schreiben wollte. Während des Schreibens hat sich die Stadt verändert, wurde zauberhafter, magischer und das Ganze entwickelte eine eigene Dynamik. Wirklichkeit und Fiktion verschwammen ineinander und es entstand das Bild einer Stadt, die zwar Cooperstown ähnelte, jedoch ganz eigene Züge hatte, so dass sie ihr den Namen "Templeton" gab.

Ich habe lange überlegt, was das Besondere an diesem Buch ausmacht und bin bis jetzt noch nicht ganz dahinter gekommen - Vielleicht ist es die Stimmung, in die es einen beim Lesen versetzt. Lauren Groff lässt ihre Protagonistin Willie in einer Art und Weise über die Menschen in der kleinen Stadt berichten, dass man das Gefühl hat, man blickt in eine kleine heile, aber zum Glück nicht perfekte Welt, die trotz vieler Geheimnisse ihrer Bewohner und dunkler Vergangenheit, lebenswert und echt erscheint. Willie macht sich gründlich auf die Suche nach ihrem Vater, hat sie doch selbst ein "Klümpchen" im Bauch, und meint, bald Verantwortung für ein Kind übernehmen zu müssen. Sie arbeitet sich durch Berge von alten Dokumenten, Fotos und Büchern und ganz nebenbei erfährt man so die Geschichte von der Gründung Templetons durch ihren Vorfahren Marmaduke, aber auch viele kleine Anekdoten über die Bewohner der Stadt kommen so ans Licht.
Schockierende Taten, Skurrile Vorfälle haben sich im Ort abgespielt, doch immer hat man den Eindruck, das Ganze sei mit einem Augenzwinkern geschrieben - Es finden sich zahlreiche (echt aussehende) alte Fotos, deren Bildunterschriften mich mehr als einmal haben lachen lassen. Fast meint man, dort ein Stück authentische Geschichte vor sich zu haben, wenn nicht ab und zu kleine Geister auftauchen, oder etwas über das Monster erwähnt wird, dass es schon seit der Gründerzeit im Flimmerspiegelsee gibt und das zur Stadt dazu gehört, wie die Geschichte von dem merkwürdig behaarten Kind, welches eine junge Indianerfrau zur Welt brachte und das merkwürdigerweise ebenso rote Haare hatte, wie der Sohn des von allen verehrten Stadtvaters...

Es gibt fast keinen Kritikpunkt, außer vielleicht den so typisch amerikanischen Schluss, der aber glücklicherweise durch ein dickes Stückchen Originalität etwas abgemildert wurde (mehr will ich nicht verraten). Insgesamt hat mir dieses Buch jedoch sehr gut gefallen. Es ist einfach ein Wohlfühlbuch - man taucht ein in diese liebenswerte Geschichte, und man hat fast das Gefühl, die Stadt und deren Bewohner persönlich zu kennen. Und mir ging es so, dass ich sie alle ein ganz klein wenig vermisst habe, als ich das Buch beendet hatte...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Skurril-schaurige Familiensaga, 26. August 2011
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Monster von Templeton: Roman (Taschenbuch)
Es ist nicht leicht, wieder in seinen Heimatort zurückzukehren und bei der Mutter einziehen zu müssen, weil man es zwar geschafft hatte, dem Provinznest zu entfliehen, nun aber etwas Ungeplantes geschehen ist. Willie allerdings bleibt gar nichts anderes übrig, ist sie doch ungewollt schwanger von ihrem ' natürlich verheirateten ' Professor.
Zeitgleich mit der Ankunft Willies geschieht noch etwas Außergewöhnliches in Templeton: Das Monster aus dem Flimmerspiegelsee wird als Kadaver geborgen, was die gesamte Atmosphäre des Ortes ändert.
Willie hat erst einmal Probleme, sich wieder im Ort ihrer Kindheit einzufinden, erst recht, weil ihre Mutter so gar nicht begeistert ist, dass ihre kluge und gut ausgebildete Tochter in die gleiche Falle getappt ist wie sie selbst damals.
Als Willie erfährt, dass ihr Vater gar nicht unbekannt ist, sondern in Templeton lebt, sie ihre Mutter aber nicht dazu überreden kann, ihr den Namen zu verraten, beginnt sie, ihre Herkunft zu erforschen.
Bei der Suche nach dem Vater helfen nicht nur die Bibliothekarin und ein ehemaliger Schulfreund, sondern auch ein Geist und das Seeungeheuer.
Diese außergewöhnliche Familiensaga ist herrlich skurril, dabei aber auch warmherzig, obwohl die Männer (zu Recht) nicht besonders gut weg kommen. Streckenweise liest sich das spannend wie ein viktorianischer Schauerroman, und es ist eines dieser Bücher, in die man richtig versinken kann.
Vor allem aber vermittelt dieses lesenswerte Buch die beruhigende Erkenntnis, dass andere Familien noch schlimmer sind als die eigene.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Phantstische Literatur, 27. Februar 2009
Von 
Ein totes Ungeheuer treibt in einem See. Eine junge Frau kommt zurück zur Mama in die Provinz und eine merkwürdige Stimmung legt sich über den kleine Gemeinde mit ihrer neuen "ungeheuerlichen" Sensation. Die junge Frau ist nicht irgendwer. Sie stammt aus einer (einst) angesehenen Familie und soll Ergebnis einer wilden Gruppensex-Veranstaltung sein. Als sie dann von der Mama zur Aufmunterung erfährt, dass das nicht die ganze Wahrheit ist und ihr leiblicher Vater aus dem kleinen Städtchen kommt, macht sich die junge Frau auf die Suche nach ihren Wurzeln und stolpert über einen eigenwilligen Stammbaum. Mehr will ich nicht verraten, weil ich sonst den Plot der Geschichte zerstören würde. Nur so viel: Das Buch beginnt leise, lebt von Stimmungen und ist ein herrlicher Schmöker für alle, die die phantastische Literatur lieben. Sorry, dass ich nicht konkreter werde. Aber ich glaube, sonst beraube ich jeden willigen Leser eines großen Vergnügens
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der schönsten Bücher nach "Der Schatten des Windes", aber mehr für Frauen, 25. September 2010
Von 
T., Anke "Anna" (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch habe ich gekauft, weil ich neuen Lesestoff brauchte und in der Buchhandlung nach etwas Ansprechendem suchte.

Ich lese gern Biografien (Fotos müssen dabei sein), habe aber auch den "Schatten des Windes" verschlungen und ähnliche Romane, denen man an der Schreibweise anmerkt, dass der Schriftsteller permanent gute Laune beim Verfassen des Buches gehabt haben muss.

Nun, an diesem Buch faszinierte mich der Scherenschnitt-Einband. Der Titel ließ mich neugierig das Buch umdrehen und die Zusammenfassung auf der Rückseite lesen. Diese kurze Zusammenfassung klang gar nicht so "monsterhaft" wie der Titel. Jetzt wurde ich neugierig.
Ich überlegte den Kauf dieses Buches eine Nacht und holte es mir am nächsten Tag.

Wahnsinn. Dieses Buch hat alles, was ich mir je als "perfektes" Buch erträumt habe.

1. Fotos sind drin (fiktive), die Bildunterschriften einfach nur köstlich
2. Es gilt von Anfang an ein Rätsel zu lösen
3. Nebenbei wird die Freundschaft zweier Frauen (eine davon todkrank) erzählt
4. die Mutter-Tochter-Problematik wird beleuchtet
5. Menschliche Abgründe (die Rückblenden in andere Jahrhunderte) werden erzählt und auch die Beweggründe, wie es dazu kam
6. Nebenbei gibt es noch kleine, harmlose Geister, wie sie man sich in Träumen manchmal vorstellt
7. Kommt es am Ende des Buches natürlich zum Happy End
8. Wird nach jedem Kapitel der Stand der Ermittlungen übersichtlich in Form eines erweiterten Stammbaumes nachvollzogen

Dieses Buch ist nie kitschig. Die Schreibweise so liebenswert, dass ich oft das Verlangen hatte, in diesem Buch eine Rolle spielen zu dürfen. Und trotz kleiner Geisterchen und traurigen Seeungeheuern hatte ich immer das Gefühl, immer noch in der Realität zu leben.

Ich bin noch nicht durch!!!
Jeden Tag ein Stückchen, damit der Genuss länger anhält. Und nach dem Auslesen wird das Buch so ins Regal gestellt, dass es griffbereit dasteht, um schnell darin zu lesen, wenn mich Kummer belastet. Danach werde ich auf jeden Fall wieder frohen Mutes sein.
3.
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Die Monster von Templeton: Roman
Die Monster von Templeton: Roman von Lauren Groff (Taschenbuch - 1. April 2011)
EUR 12,90
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