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4.0 von 5 Sternen Pleschinskis skurriles Menschenkabinett - Lesenswert!
Hans Pleschinskis Roman "Ludwigshöhe" gehört zu den besseren Romanen, die ich in der jüngeren Vergangenheit gelesen habe und es verwundert mich, dass ich über dieses bereits 2008 erschienene Buch nicht schön früher etwas gehört hatte. Die Stärke dieses Romans liegt dabei ohne Zweifel in der Fabulierlust des Autors. Schaffen es die...
Veröffentlicht am 18. Mai 2010 von W. Öschelbrunn

versus
23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schade, Herr Pleschinkski!
Drei Geschwister erben ein Vermögen mit der Auflage, eine dazugehörige Villa am Starnberger See als Hort für Lebensmüde zu betreiben. Dank dezenter Werbung (in Wartezimmern von Arztpraxen ausgelegten Kärtchen),finden sich die Selbstmordkandidaten promt auch dort ein und wollen natürlich nach und nach immer weniger sterben.
Der Plot...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2008 von ein Kunde


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pleschinskis skurriles Menschenkabinett - Lesenswert!, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Ludwigshöhe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hans Pleschinskis Roman "Ludwigshöhe" gehört zu den besseren Romanen, die ich in der jüngeren Vergangenheit gelesen habe und es verwundert mich, dass ich über dieses bereits 2008 erschienene Buch nicht schön früher etwas gehört hatte. Die Stärke dieses Romans liegt dabei ohne Zweifel in der Fabulierlust des Autors. Schaffen es die meisten Romanautoren kaum eine handvoll erinnerungswerte Figuren zu erschaffen, wartet in "Ludwigshöhe" gleich ein gutes Dutzend skurril liebenswürdiger Personen auf den Leser.

Da sind zum einen die drei Geschwister Clarissa, Monika und Ulrich Berg. Monika fristet ihr Dasein seit 10 Jahren als Angestellte eines Callcenters der Telekom in Ludwigshafen. Ulrich arbeitet als Designer für Strickmode, wohingegen Clarissa in London sich - zunehmend vom Tagestrott gefangen - orientalischen Studien widmet. Alle drei bekommen nun die Chance ihre Lebenswege noch einmal neu auszurichten: Ihr Onkel Robert vermacht ihnen ein Vermögen. Allerdings ist diese Erbschaft an eine klitzekleine Bedingung geknüpft: Die drei Geschwister müssen zunächst die zum Erbteil gehörende Villa im Süden Münchens ein Jahr lang als letzten Zufluchtsort für Lebensmüde betreiben.

Schnell sammelt sich ein gutes Dutzend skurriler "Finalisten" im Haus an der Ludwigshöhe. Der Leser erfährt nach und nach den Lebensweg dieser Hausgäste. Wie gehen Clarissa, Monika und Ulrich mit dieser ungewöhnlichen Situation um? Hätten Sie nicht mindestens genauso viele Gründe als Gäste das Haus zu bewohnen? Und was sollen sie tun, wenn die Besucher sich in ihrer neuen Umgebung zunehmend heimisch fühlen und gar den Grund ihrer Anwesenheit aus den Augen zu verlieren drohen? Kann und darf man durch eine strengere Hausordnung und indirekte Hinweise den finalen Gang in den Keller doch noch beschleunigen?

Pleschinski schreibt mit viel Humor. Dass ihm seine Figuren dabei wirklich an Herz gewachsen sind, ist auf den fast 600 Seiten unüberlesbar. Zugleich hat "Ludwigshöhe" trotz aller vordergründigen Leichtigkeit der Erzählung durchaus Tiefgang: Was treibt Menschen in den Selbstmord? Nicht erst seit der Dramatik um den Suizid Robert Enkes im letzten Herbst ein brandaktuelles schwieriges Thema.

Dass ich statt 5 nur 4 Sterne gebe, hat einen einzigen Grund: Pleschinskis Romankonstrukt ist nicht völlig neu: In Nick Hornbys herausragendem Roman "A long way down" wird eine sehr ähnliche Situation mit ähnlich viel zwinkerndem Humor geschildert: Vier Lebensmüden treffen sich auf dem Dach eines Hochhauses. Sie verschieben ihr Vorhaben um 6 Monate und begleiten sich für diese Zeit durch den Alltag. Nach 6 Monaten hat sich vieles in Ihrem Leben verändert ...

Trotz der inhaltlichen Nähe zu Hornby bleibt "Ludwigshöhe" ein durch und durch gelungener Roman. Lesenswert!
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kurzweiliger, teilweise skurriler, hintersinniger und sehr unterhaltsamer Schelmenroman, 25. November 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ludwigshöhe: Roman (Gebundene Ausgabe)
In seinem neuen Roman "Ludwigshöhe" hat der Schriftsteller Hans Pleschinski einen wahrhaft genialen und zunächst sehr abstrus daherkommenden Plot gewählt. Er erzählt von den drei Geschwistern
Clarissa, Monika und Ulrich Berg, Zeitgenossen sie alle, Menschen in den mittleren Jahren mit allen Licht- und Schattenseiten, die ein Leben im neuen Jahrtausend so mit sich bringt. Als ihr Onkel Robert stirbt, scheinen sie ausgesorgt zu haben, denn er hat die drei Geschwister mit einem gewaltigen und sehr weit verzweigten Vermögen bedacht, unter anderem mit einer großen und wertvollen Villa am Starnberger See.

Diese große Erbschaft, so hoffen alle drei, wird sie von ihrem nicht gerade erfolgreichen Kampf um ihre Existenz und ihrer dauernden Neudefinition befreien, so hoffen sie. Doch sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn Onkel Robert hat für das Gesamterbe eine Auflage gemacht. Die drei Geschwister müssen die Villa am See in ein Haus für Lebensmüde verwandeln. Sozusagen eine Pension für Selbstmörder in spe betreiben und ihnen zum erfolgreichen Abschluss ihres depressiven Verhaltens auch das eine oder andere hilfreiche Utensil bereitstellen.

Es stellt sich heraus, dass all dies nicht nur rechtlich eine ziemliche Gradwanderung ist. Doch die Geschwister brauchen das Geld, überwinden ihre Skrupel und ihre Angst und eröffnen. Schon kurze Zeit später sehen sich die Villa Ludwigshöhe und ihre Betreiber mit einer stetig wachsenden Zahl von sogenannten "Finalisten" konfrontiert, ein Sammelsurium von Menschen aus unserer Gesellschaft, Frauen und Männer, unterschiedlichen Alters und Profession, die alle ein Wunsch verbindet: sie wollen ihrem Leben, das sie nur als dunkel und sinnlos erleben, ein möglichst schnelles Ende setzen.

Doch während die Geschwister schon in Erwartung der ersten Toten im Keller der Villa entsprechende Kühlräume bereitstellen, entwickeln die Moribunden neuen Lebensmut, allein dadurch, dass sie sich begegnen und es zu gemeinsamen Interaktionen und Kommunikationen kommt. Bald schon etabliert sich ein regelrechtes Fest, bei dem die Teilnehmer ihr neu gefundenes Leben feiern und zelebrieren.

Und so ist bald schon nicht mehr ausschließlich die Rede von der Sinnlosigkeit des Lebens, sondern es mischt sich die Freude daran hinein. Hans Pleschinski tut das, indem er den Glücksanspruch der Menschen und ihre Sehnsucht danach direkt neben die Aporie der Vergänglichkeit setzt und so seine Protagonisten und seine Leser zwingt, dieses sehr lebensrealistische Nebeneinander auszuhalten und es - vielleicht sogar - zu integrieren.

Ein kurzweiliger, hintersinniger und sehr unterhaltsamer Schelmenroman.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schade, Herr Pleschinkski!, 10. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Ludwigshöhe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Drei Geschwister erben ein Vermögen mit der Auflage, eine dazugehörige Villa am Starnberger See als Hort für Lebensmüde zu betreiben. Dank dezenter Werbung (in Wartezimmern von Arztpraxen ausgelegten Kärtchen),finden sich die Selbstmordkandidaten promt auch dort ein und wollen natürlich nach und nach immer weniger sterben.
Der Plot klingt vielversprechend.
Der Roman ist dann doch leider enttäuschend.
Statt seitenlang Verse zu zitieren, den Leser in Geschichte, Religion und (deutscher) Kultur zu belehren, hätte der Autor psychologisch gut konzipierte Protagonisten schaffen sollen. Gern hätte ich mehr erfahren aus dem Leben einer unglücklich verliebten Domina oder über das Verhältnis des lebensmüden Redakteurs zu seinem faulen, nichtsnutzigen Sohn beispielsweise.

Man hätte mehr draus machen können...
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bildungsbürgertum ..., 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ludwigshöhe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein eigenartiger, "teilweise" schwuler Roman, der verzaubert und einen auch etwas ratlos zurück lässt. Ich bin mir noch nicht sicher, was an der Geschichte genial und was aufgesetzt ist. Sprachlich jedenfalls inspirierend.

Der Autor scheint mir von klassischer Bildung geprägt und geleitet zu sein. Und gibt dies vielleicht "etwas zu sehr" an den Leser weiter. Geschichten über das Glück - gerade auch in der Verbindung zum Tod - sind eben immer etwas schwierig...
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Ludwigshöhe: Roman
Ludwigshöhe: Roman von Hans Pleschinski (Taschenbuch - 1. Dezember 2010)
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