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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir befinden uns wieder in Dresden ..., 16. April 2010
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café: Roman (Taschenbuch)
... wie es auch beim "Turm" der Fall ist.

Heute halte ich ein weiteres Buch von Uwe Tellkamp in Händen und möchte euch davon berichten. Dazu muss ich sagen, das es schon 8 Jahre vor "Der Turm" entstand und erschien.

Inhalt und Gliederung:
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Das kleine handliche Büchlein ist in 2 Kapitel untergliedert, die eine Überschrift aufweisen und ein kurzes Vorwort, welches kursiv geschrieben ist.

1. Die verwunschene Zeit
2. Chrysanthemenengel

Diese beiden Kapitel teilen das Buch korrekt in zwei gleich lange Teile.

Ort der Handlung ist Dresden Neustadt. Es ist ein Cafè im Portugiesischen Stil im gründerzeitlichen Hechtviertel befindlich, welches Treffpunkt junger aufstrebender Künstler ist. Sophie und Florian sind zwei junge Menschen, die sich lieben, aber Florian wagt es nicht zuzugeben bzw. auszusprechen, dass diese Liebe existiert, was zu vielen Mißverständnissen führt. Weiterhin spielen innerhalb der Romanhandlung Nora, die blind ist, eine große Rolle, aber auch Martin, von Beruf Maler, und die Musikerkollegen der Band Tango Verde. Dieses Cafè ist nicht nur Treffpunkt, es ist Angelpunkt und Platz zum Erzählen, Träumen, Lesen - einfach zum Zusammensein und Zeit verbringen.

meine Meinung zum Buch:
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Dies ist sein Erstlingswerk, was man absolut nicht merkt, es ist ein ausgereifter hintergründiger Roman, der viel zwischen den Zeilen lesen lässt, der viel für den Leser rüberbringt und eine schlüssige und verständliche, aber auch sehr spannende Handlung aufweist.

Was Studenten, Maler, Musiker - also unterschiedliche Menschen erleben und davon erzählen, das ist vom Grundgerüst her der Inhalt und die Idee des Buches, so habe ich es jedenfalls verstanden.Untereschiedliche Charaktere, die gemeinsam Zeit verbringen, die sich über ihre Gefühle und Gedanken berichten und versuchen klar zu werden. Die unterschiedlichsten Gedankengänge und Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnunge, die jeder im Leben irgendwann einmal verspürt, werden hier im Buch perfekt verwoben. Florian ist "Schreiberling", aber die Liebe zu seiner Sophie kann er nicht definieren, Nora ist blind, Johannes ist Mediziner (wie auch Tellkamps Vater) und noch viele weitere Charaktere werden bildhaft beschrieben und bilden ein Komplettbild und hauchen dem Roman Leben ein.

Der Inhalt ist teilweise humorvoll, aber auch sehr hintergründig geschrieben, also eine äußerst kurzweilige aber auch zu Herzen gehende moderne Unterhaltung, die dem Leser sehr viel vermittelt.

Die Schreibweise ist die eines Betrachters von Außen. Der Roman ist jung, spritzig und nachdenklich.

Tellkamp schreibt sehr bildhaft - erklärt also nicht nur die Charaktere, sondern auch die Gefühle sehr ausschweifend, die Szenen und die vielen Details, sodass der Leser keine Probleme hat, in diese Dresdener Szene hineinzuschlüpfen. Man kann es förmlich riechen, wie diese Menschen den Sommer im Hof dieses Cafès verbringen.

kurze Leseprobe an dieser Stelle:
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Holetschek fragte stets, wenn Florian kam, nach Bruno Korras Ergehen, obgleich er es von Martin schon wusste, mit etwas hochgezogenen Brauen und einem Blick, der zwischen Spott und zuvorkommender Undurchsichtigkeit schwankte (Emilies wegen), dabei nahm er die Zigarre nicht aus dem Mund, der beinahe unter dem buschigen Schnauzbart verschwand. Während Nora schon stöbern ging, erzählte Florian von Kundschaft und Graphiken der Vor-1900-Abteilung, in der Korra tagsüber saß und beim Ticken einer altmodischen Stutzuhr neben Geschäftsberichten, Briefen und Beschreibungen Expertisen für seine Kunden in der Ferne schrieb, oft war dies über Stunden das einzige Geräusch: ...

Die Bildhaftigkeit und die Flüssigkeit im Lesefluß lassen sich hieran sehr gut erkennen. Ich habe dieses Buch mit großem Genuß gelesen und konnte auch für mich persönlich viel mitnehmen.

Den Turm habe ich noch nicht gelesen, aber jetzt bin ich neugierig, d. h. das war ich schon lange, aber irgendwie hatte es noch nie geklappt, dass ich dieses Buch, welches wohl das Bekannteste aus seiner Feder ist, und werde es auch lesen.
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Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café: Roman
Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café: Roman von Uwe Tellkamp (Taschenbuch - 1. November 2009)
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