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55 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine poetisch reizvolle Liebesgeschichte aus Japan
Hiromi Kawakami Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß Hanser ISBN 3446209999

Eine der schönsten Liebesgeschichten des Frühjahrs 2008 auf dem Büchermarkt kommt aus Japan.
Mit Leichtigkeit, Humor und unwiderstehlicher Neugier treffen sich Tsukiko und ihr ehemaliger Japanischlehrer zufällig nach langen Jahren in einer Kneipe...
Veröffentlicht am 16. Februar 2008 von cl.borries

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der "Liebesroman des Jahres" kommt erst im letzten Drittel in Fahrt
Die 37jährige Ich-Erzählerin Tsukiko trifft in der Kneipe zufällig ihren ehemaligen Lehrer, 67. Seither setzen sie sich gern am Tresen zusammen, machen auch mal einen Spaziergang. Eine Romanze deutet sich an, doch der Roman plätschert zwei Drittel der Strecke nur so dahin.

Das Buch erschien 2001 im Original als Sensei no kaban, wörtlich...
Vor 4 Monaten von HansBlog.de veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprache und Geheimnis, 12. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
Es war der Titel, der mich ansprach: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß. So einfach. So rätselhaft. Denn dass der Himmel blau ist: ok. Aber die Erde ist weiß? Ist die Erde nicht braun oder schwarz? Oder grün. Die, auf der wir gehen. Oder sie schimmert blau - die Erde als Kontinent... Die Erde ist also weiß. Und der Himmel ist blau. Das sagt alles und nichts. Doch, es sagt schon alles aus über dieses Buch: es beschreibt, in einer leisen Weis, das erst Ungeklärte oder Unklare und macht klar: die Erde ist weiß. So ist es, nicht anders. Und das Cover ist schön. Ruhig. Es zeigt auf der gebundenen Ausgabe einen See, ein Boot mit zwei Personen - einen Mann, eine Frau, sie sitzen sich gegenüber, der Mann hat die Ruder in der Hand -, die typisch japanischen Kirschblütenzweige. Die Erde ist grün. Diese Ausgabe fiel mir gleich nach Erscheinen im Buchladen in die Hände, ich nahm sie sofort, ohne nachzudenken, denn für mich war schon in diesem Moment auch alles klar, mit zur Kasse.
Dann lese ich los, und schon geht es weiter: "Batterien im Mondschein". Wieder so ein Rätsel. Batterie und Mondschein. Die Japaner sind verrückt. Sie sind voller Widerspruch, und das ist gut so. Der erste Satz: "Offiziell müsste ich meinen alten Lehrer bei seinem vollen Namen nennen: Harutsuna Matsumoto-Sensei - Herr Lehrer Harutsuna Matsumoto -, aber für mich ist er einfach der "Sensei". Himmel - was für ein Name. Ob ich mir den merken kann? Muss ich nicht. Denn was sagt mir die Ich-Erzählerin? Für mich ist alles anders als für alle sonst. Ich habe eine Sonderstellung oder ich schaffe sie mir. Durch Worte. Dadurch, wie ich der Welt und den Menschen entgegen gehe. Vor allem meinem alten Lehrer. Natürlich, offiziell ist er Herr Lehrer Harutsuna Matsumoto, vielleicht sollte er es auch für mich sein. Ich bin nicht alle, ich halte mich nicht an die Formalitäten. Ich nenne ihn anders. Für mich ist er nur der Sensai. Auch ich bin gerettet. Und er ist einverstanden.
Dieses Einverständnis, diese Gemeinsamkeiten trotz des Altersunterschiedes: Wir heben ein Geheimnis und heben uns gemeinsam ab, schweben leicht über der Welt. Es gibt die eine normale Welt und unsere.
Unsere japanische Welt. Gleich im ersten Satz lernen wir, wie man es im Japanischen richtig sagt. Ich sage es anders, und damit führe ich also ein in unsere Welt. Falsch ist da nichts. Ich verstoße gegen kein Gesetz, er auch nicht. Er war mein Lehrer. Er kann machen, was er möchte, ich auch.
Eine leichtfüßige Geschichte mit Tiefe. Diese Mischung ist gut, sie berührt. Die Japaner haben es drauf. Es ist wie bei Haruki Murakami in 1Q84: Tengo sieht zwei Monde. Aomame auch. Zwei Menschen können noch so verschieden sein - wenn sie nur ein Detail, ein wichtiges, gleich betrachten, sind sie gleich. Wir steigen als Leser in eine Parallelwelt, werden Komplizen. Sofort. Wir sind Teil dieser intimen Stimmung. Etwas stimmt nicht und ist doch ganz selbstverständlich.
"Oh, entschuldigen Sie." Sagt Hiromi Kawakamis Erzählerin. "Macht nichts". Antwortet der Sensei. Diese Schlichtheit. Die Beiläufigkeiten. Ungehorsam trifft Höflichkeit. Grenzgänger. Immer kurz vorm Überschreiten der Grenze, immer an der Peripherie, und doch noch auf diesem Erdball. Jonglierend. Mit Worten. Mit dem Verhalten.
Ursula Graefe kann das wunderbar ins Deutsche transportieren. Sie ist für mich ein Garant für wundervolle literarische Kost aus Japan. (Sie übersetzt auch Haruki Murakami und Taichi Yamada - auch so ein widerspenstiger, feinsinnig-ausgefuchster japanischer Autor, der zu ungewohnten Orten und Ereignissen führt.)
Und der Mond nun und die Batterien? Unwichtig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebesgeschichte fernab der Poesie, 9. Februar 2012
Von 
Schmitt Patrick "Japaniac" (winterthur/kobe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
Dies war mein erstes Buch das ich von der Erfolgsautorin Hiromi Kawakami gelesen habe und es hat mir ganz gut gefallen. Der deutsche Titel "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss" macht irgendwie wenig Sinn. Aus dem japanischen würde er wörtlich übersetz schlicht "die Tasche des Lehrers" heissen (Sensei no kaban) und hätte damit auch einen direkten Bezug zur Geschichte. Wie man auf "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss" gekommen ist, was nun mit dem Inhalt kaum noch was zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen.
Sehr sachte stupst Frau Kawakami ihren Leser in diese äusserst langsam erzählte, aussergewöhnliche Liebesgeschichte. Behutsam öffnet die Autorin die Tür und lässt jeden der etwas Geduld mitbringt, eintreten. Was mir sehr gut gefallen hat, war der sehr einfache, äusserst schlichte Schreibstil. Nicht poetische Worte verzaubern den Leser sondern die Geschichte selbst. Zwar fand ich dass dieser Roman seine Längen hat und stellenweise etwas gar profan daher kommt, aber genau das wiederum hat auch seinen Reiz.
Sehr missfallen hat mir hingegen die deutsche Übersetzung. Da in diesem Buch sehr viel gegessen und getrunken wird, wäre es wünschenswert gewesen wenn man die japanischen Gerichte bei ihrer Namensgebung belassen hätte. Stattdessen werden sie, ohne Verweis auf die japanische Bezeichnung, ins deutsche übersetzt. Japan interessierte Gourmets werden von diesem Roman enttäuscht sein, denn was genau hier konsumiert wird, ist leider nicht mehr nachvollziehbar. Abgesehen davon aber ein interessantes Buch das auf Menschen und nicht irgendwelche Specialeffects eingeht. "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss" ist meiner Meinung nach zwar kein Meisterwerk, aber dass muss es auch nicht immer sein. Es ist einfach ein gutes Buch zum Entspannen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Langeweile im Alltag, 8. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
So kann der Alltag aussehen: nie langweilig sondern liebevoll spannend. Ohne Mühe erreicht es die Autorin dass man jeden Schritt und Tritt der Haupt und Nebenpersonen mitverfolgt und geht und jede Geste mitmacht und sich dabei gut fühlt. Hiromi Kawakami versteht es jeden Schluck und Biss schmackhaft zu machen, man isst und trinkt mit, manchmal ist man zum Beispiel selbst ein bisschen betrunken oder will ein Bier trinken obwohl man sonst eigentlich Wein vorzieht. Und am Ende ist da die Liebe. Eine wunderhübsche Geschichte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss - eine Liebesgeschichte, 14. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
... und zwar eine recht ungewoehnliche. Es dauert lange, bis aus zufaelligen Begegnungen, die durchaus nicht immer harmonisch verlaufen, auf der Seite der Protagonistin etwas Tieferes erwacht, obwohl sie sich dessen zuerst gar nicht bewusst ist. Wann beim Protagonisten Gefuehle fuer die wesentliche juengere Frau entstehen, ist schwer zu sagen. Er ist sehr enigmatisch, so wie man sich einen abgeklaerten, weisen Lehrer, bewandert in japanischer Literatur, vorstellen wuerde. Obwohl er mit intellektuellen Ausspruechen und Faktenwissen glaenzen kann, ist er auf persoenlicher Ebene sehr zurueckhaltend und ausgesprochen schuechtern. Es macht Spass, den beiden Hauptakteuren zuzuschauen, auf ihrem Weg, manchmal in Sackgassen, wie sie zueinander finden. Manchmal moechte man sie ein wenig anschubsen, aber wirklich nur manchmal! Vieles wird nicht ausgesprochen und bleibt daher der Phantasie des Lesers ueberlassen. So fragt man sich staendig, was es denn nun genau ist, das die beiden so miteinander verbindet. Aber dieses Unausgesprochene macht gerade den Zauber dieses Buches aus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ungewöhnlich, anspruchsvoll, 29. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
Bei diesem Roman handelt es sich um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Tsukiko ist Ende dreißig, japanische Singlefrau, und trifft in ihrer Stammkneipe ihren ehemaligen Lehrer, der etwa 30 Jahre älter als sie ist. Bei vielen Besuchen kommen sie einander näher, aber der Weg dorthin ist nicht nur für die beiden, sondern auch für den Leser strapaziös. Alles andere als ein leseleichtes Buch, und vielleicht liegt es an der japanischen Kultur, aber manchmal hat es mich beim lesen schon genervt, dass die beiden sich ihre Liebe nicht einfach gestehen und "normal" miteinander umgehen. So ist für mich der Funke nicht wirklich rüber gesprungen.
Für einmaliges Lesen und einen kleinen Einblick in japanische Verhaltensweisen okay. Ein zweites Mal würde ich es nciht lesen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe kennt keine (Alters)grenzen, 9. Mai 2008
Ein wunderschöner Roman über die Annäherung der Erzählerin Tsukiko und ihrem ehemaligen Japanisch-Lehrer. Sie ist 38 Jahre alt, allein stehend, für die Liebe nicht geeignet. Schicksalhafte Liebe? Die könne sie nie treffen meint sie.
Bis sie ihrem alten Sensei in ihrem Lieblingslokal begegnet. Viele gemeinsame Abende, an denen sie viel, viel Sake zusprechen folgen. Auch erste gemeinsame Ausflüge werden unternommen. Ein betrunkener Gast in der Kneipe bemerkt es sofort: "wie ihr euch anhimmelt und herumflirtet" lallt er ihnen zu. Selber gestehen sie sich ihre Gefühle jedoch (noch) nicht ein. Darf man das denn überhaupt? Bei einem 30-jährigen Altersunterschied?
Dieser Roman erzählt eine Liebesgeschichte - jedoch eigentlich viel mehr von der Zeit davor. Das Kennenlernen, das Entdecken der Gefühle für den anderen, die Versuche des "Ausbrechens" die doch nur wieder zurück auf den schicksalhaft vorgegeben Weg führen - und in einer Liebesbeziehung enden.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Matt glänzend, 9. August 2008
Nach vielen entzückten Rezensionen war ich neugierig, kann aber nach der Lektüre gar nicht so richtig nachvollziehen, was darüber gesagt wird. Tsukiko selbstbewusst oder gar Karrierefrau? So benimmt sie sich nicht, und ich kann das aus dem Text auch nicht entnehmen. Immerhin hat sie genug Selbsterkenntnis zu wissen, dass sie nicht wirklich erwachsen geworden ist. Dementsprechend ist die sogenannte Liebesgeschichte (für mich) auch gar keine, denn dazu braucht es zwei Erwachsene. Aus der Episode mit ihrem Schulfreund Takashi kann genau deshalb auch keine Liebesgeschichte werden. Ja, Tsukiko hält sich zu Recht für die Liebe ungeeignet.

Ich lese in diesem Buch nur, wie ein oft trotziges Mädchen Nähe bei einem väterlichen Freund sucht und schließlich sogar findet. Dabei bleibt er für sie die ganze Zeit über der "Lehrer" oder "Meister" (sensei), auch, als dann doch noch eine sexuelle Komponente dazu kommt.

Trotzdem ist das Buch ganz nett zu lesen; es ist ein "kleiner", meist unprätentiöser Text, sozusagen matt glänzend (oder, für die weniger visuell Orientierten: in Moll). Er vermag einen wirklich in eine fremde Welt zu entführen. Deutschen Leser/innen mag diese ja wegen der japanischen Speisen und Interieurs exotisch vorkommen, aber das ist sie keineswegs: sie ist, ganz im Gegenteil, sehr alltäglich. Was mich wirklich genervt hat, ist die ganze Sauferei. Auf jeder zweiten Seite wird in großen Mengen Sake und/oder Bier getrunken - wahrscheinlich bekommen die Beteiligten gar nicht richtig mit, was mit ihnen passiert.

In den späten Kapiteln wird das Buch sogar ein bisschen komisch: die unfreiwillige Haiku-Dichterei ist sehr amüsant, ebenso die Szene im Park. Wozu die Autorin allerdings das Kapitel mit dem Traum behalten hat und warum auch kein Lektor es gestrichen hat, ist mir unklar.

Fazit: nicht zuviel erwarten, dann ist es eine nette kleine Lektüre für zwischendurch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Himmel ist blau und die Erde weiß, 2. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
Sehr nett geschrieben, aber zu langatmig im Inhalt. War eine Empfehlung des Lesekreises, würde lieber etwas mit mehr Inhalt lesen.
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4.0 von 5 Sternen Zarte Liebesgeschichte zweier Einzelgänger, 29. Februar 2012
Zart und anrührend erzählt Hiromi Kawakami die Geschichte dieser beiden altersmäßig so ungleichen Liebenden. Dabei ist der kleine Roman wie das Journal einer Annäherung konzipiert. Auf spektakuläre Handlungsstränge wird man dabei vergeblich warten. Das bedeutet jedoch nicht, dass beim Lesen Langeweile aufkommt. Ohne auch nur annähernd in jegliche plumpen Klischees der Marke "Alter Mann begehrt junge Frau" zu verfallen, zieht das Buch seine Leser unausweichlich in seine Geschichte hinein.
Die Gespräche, die zwischen den beiden Protagonisten stattfinden, kommen dabei ohne große wortreiche Dialoge aus. Eher sind sie einem japanischen Haiku vergleichbar, der Lieblingsgedichtform des Sensei, kurz und sparsam in ihrem Ausdruck. In einer kraftvollen Sprache und mit teilweise unvergleichlichen Bildern ("Der Wirt steckte den Kopf zu uns herüber wie eine Vogelmutter, die ihre Jungen füttert") führt Kawakami den Leser durch ihre Erzählung.
Erwähnenswert ist auch, dass man beim Lesen dieses Buches keinen "Kulturschock" erlebt, wie es manchmal bei einem Buch aus einem anderen Kulturraum der Fall sein kann. Man hat ganz im Gegenteil das Empfinden, diese Geschichte könnte überall angesiedelt sein, in jedem Land und zu fast jeder Zeit.
Dieses schnelle Lesevergnügen - das Buch hat nur 192 Seiten - ist die perfekte Lektüre für eine längere Zugfahrt oder jede andere Gelegenheit, in der man für ein oder zwei Stunden abtauchen möchte in eine Geschichte aus dem Fernen Osten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leise, sanfte, reizende japanische Liebesgeschichte, 20. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte (Taschenbuch)
Die 38- jährige, alleinstehende Tsukiko trifft zufällig in einer Kneipe einen älteren Herrn - Ihren ehemaligen Japanischlehrer.
Völlig ungezwungen entdecken beide, dass sie die Vorliebe für Saki, dieselben Speisen, dasselbe Bier teilen.
Daraus entwickeln sich zufällige Treffen, immer wieder in der Kneipe, mit witzigen, ernsten, teilweise sehr philosophischen Gesprächen. Trotz den Vorlieben beider bleibt die respsektvolle Schüler- Lehrer- Distanz beibehalten. Im Verlauf entwickelt sich jedoch eine zunächst nicht fassbare, aber immer deutlicher werdende Annäherung, welche zuletzt in einer sehr klaren und reinen Liebesbeziehung endet.
Eine leise Liebesgeschichte ohne aufwühlende Sexszenen, gefühlvoll und unbedingt lesenswert.
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Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte
Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß: Eine Liebesgeschichte von Hiromi Kawakami (Taschenbuch - 1. März 2010)
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