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Kundenrezensionen

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Katzenromane gibt es in der zeitgenössischen Literatur ja so einige. Doch die Idee ist nicht neu: Schon in den "Lebens-Ansichten des Katers Murr" von E. T. A. Hoffmann, einem fast 200 Jahre alten Text, tritt ein Kater höchstselbst als Autor auf und überliefert der Nachwelt seine Biografie. Dummerweise verwendet er dafür bereits beschriebenes Papier, nämlich ein Manuskript, das er bei seinem Besitzer, dem Kapellmeister Kreisler, findet. Durch einen vermeintlichen Fehler bei der Drucklegung ergibt es sich, dass sich die Lebensgeschichte des schriftstellernden Katers mit der Biografie des Kapellmeisters auf kuriose Weise vermischt. E. T. A. Hoffmann hat mit diesem Roman ein Kunstwerk hinsichtlich Form und Komposition geschaffen. Es gelingt ihm, zwei voneinander weitgehend unabhängige Geschichten parallel zu erzählen und trotzdem die beiden Handlungsfäden geschickt miteinander zu verweben. An den Leser stellt das hohe Anforderungen, zumal die Kreisler-Biografie nur aus Fragmenten besteht und für sich schon eine recht komplizierte Struktur besitzt. Aber gerade darum ist der Roman auch heute noch ein ungewöhnliches Lesevergnügen.
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am 12. Juni 2005
Von den Zeitgenossen im 19. Jahrhundert verkannt und missachtet, wurde E. T. A. Hoffmanns romantischer Roman mit seiner kühnen Poetik erst viel später als Vorläufer der Moderne gewürdigt. Die ineinander verflochtenen Geschichten des zwischen Genie und Wahnsinn schwankenden Musikers Kreisler und des mit Geist, Verstand und scharfen Krallen ausgestatteten Katers Murr bieten noch heute eine vergnügliche Lektüre. Satire, Parodie und Montage sind Hoffmanns bevorzugte literarische Verfahren. Mit analogen Mitteln hat der deutsche Grafiker M. M. Prechtl 180 Jahre später kongeniale Bilder geschaffen. Sein Geschick bei der Darstellung von Tieren mit allzu menschlichen Eigenschaften hat er schon bei der Illustration von Goethes "Reineke Fuchs" und Thomas Morus" "Utopia" bewiesen. Mit virtuos altmeisterlicher Technik portraitiert er nun die Katzenwelt. Den Umschlag ziert Murr selbst, der mit Brille, Feder und Tintenfass nach Meinung des Autors "frappant getroffen" ist. Es folgt eine Reihe berühmter Samtpfoten aus der Kunstgeschichte von Leonardo bis Picasso und aus der Weltliteratur von T. S. Eliot, der die Vorlage des Musicals "Cats" geliefert hat, bis zu Edgar Allan Poe, dessen einäugige schwarze Katze gar gruselig die Zähne bleckt. Eingestreut in den Text sind dazu noch Schwarzweißillustrationen, die tief aus dem Fundus der Überlieferung schöpfen. Da kommt einem beim Betrachten doch manches sehr bekannt vor. E. T. A. Hoffmann, selbst ein Meister der offenen und versteckten Zitate und Anspielungen, hätte an Prechtls prächtigen Bildeinfällen gewiss seine helle Freude gehabt. - Augenschmaus und Lesefutter für höchste Ansprüche.
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am 18. September 2015
Ich schreib es frei heraus, ich mag Audible nicht und habe es aus diesem Grund tunlichst
vermieden dieses Hörbuch da zu kaufen, wo es mit diesen Restriktionen behaftet ist.
Es hat eine Woche gedauert bis ich mir den Goldenen Topf "aufbereitet" hab.

Dennoch möchte ich hier gerade dieses Hörbuch dem Interessenten nahe legen, weil
weniger gute Rezensionen, die ich natürlich genau so achte, aus meiner Sicht vielleicht den Eindruck erwecken könnten, dass es vielleicht nicht lohnenswert sei, sich dieses Buch anzuhören.

M.E. unbestritten ist, dass sich Hoffman mitunter nicht leicht ließt. In einer Zeit von Schlagzeilen und Twitter, wo sich ein Teil der Gesellschaft nur noch Informationen to go hastig ins Gehirn flippert, ist es nicht leicht, in langen geschachtelten Sätzen mit eigeflochtenen fremden oder alten Begriffen, den Sinn des Satzes auf den ersten Gedanken zu erfassen. Da aber hier in einer Art und Weise vorgelesen wird, auf welches ich später noch zukommen, ist es doch sehr angenehm dem Inhalt folgen zu können, da sich die Konzentration voll auf den Sinn richten kann.

Doch um Hoffmanns Erzählungen zu folgen, muss man einiges über den Autor selbst wissen, ehe man sich ins Hör- oder Lesevergnügen stürzt. Sich kurz über die Biografie
Hoffmanns, seines auf sehr vielseitigen Gebieten künstlerischen Schaffens, seiner Stellung
und seiner dennoch recht bescheidenen Verhältnisse, zu informieren überlasse ich dem
geneigtem Leser, schon weil dies auch auf die Schnelle sein kann.
Wichtig allein für das Buch oder Hörbuch hier ist dass, kennt man ein wenig die Verhältnisse
Hoffmanns, kann man all den Hon und beißenden Spott den Murr und Kreisler
und Ponto etc. hier von sich geben, erfassen. So wie Hoffman in seinen Erzählungen immer
über seinen Zeitgenossen aber auch über sich selbst karikiert in dem er die Geschichte
am Ende nur überstülp. Mitunter sehr liebevoll aber auch mitunter sehr bissig bekommt jeder
seiner Zeitgenossen sein Fett weg.
Das interessante ist, man kann es fast 1:1 auf die heutige Gesellschaft übertragen und das
macht als erzähle er zwar von ferner Welt, meint aber dann unseren Nachbarn, unsern Chef,
unsern Abgeordneten oder gar uns selbst. Und so kann man, so man auch fähig ist über sich selbst zu lachen, eben auch über die beschriebenen Figuren lachen, weil man meint, man kenne sie persönlich. Eine besondere Eigenart von Hoffmann ist es, dass seine
Figuren nie schwarz oder weiß sind, sondern immer bunt so dass man nie dessen Charakter
bis zum Schluss wirklich erfasst und die Geschichte sich zu jederzeit wenden kann.
So kann es bei Hoffmann eben auch vorkommen, so auch hier, das sich eine Figur selbst in verschiedenen Rollen begegnet. Und mit den Charakteren schwingt auch der Spannungsbogen der Erzählung hin und her.

Mitunter führt Hoffmann einen stückweit mit banalem durch die seichten Stellen
um einen im nächsten Moment in die Tiefe zu ziehen um mit voller Wucht mit dem
Dolch der Ironie und des Schalks auf einen ein zu stechen. Das erfordert aber schon
etwas Konzentration vom Zuhörer.

Hoffmann ist ein Meister der Verwirrung und des Zwielichtes, wenn man meint man habe den Charakter einer Figur und somit der Handlung erfasst dreht sich alles im nächsten Satz. Nebenbei weiß man auch nie was Wirklichkeit, Fiktion oder Traum ist. (Bestes Bsp. "Der goldenen Topf") Meint man habe den Inhalt auf eine dieser Genre fixiert, schon ist man wo anders. Er beschwört die Gespenster nicht aus dem Hades, sondern als aus unserem inneren
heraus und da sind sie nun mal nicht zu bannen.

Anmerken möchte ich, dass auch Murr und Kreisler hier nur wieder Fragment sind wie Hoffman es eben hinterlässt. Die gute Begründung für diese Fragmente liefert er selbst.
Siehe "Die Serapionsbrüder -, Die Automate - Epilog" .

Nach dieser Bedienungsanleitung zum Lesen oder wie hier Hören hoffe ich, dass der eine oder andere doch mehr Spaß an seinen Geschichten haben kann, oder eben Geld spart
wenn er sich das nicht antun möchte.

Mein eigentliche Rezension bezieht sich auf die Lesung selbst. Vorweg, hier würde ich sehr gern 6 Sterne vergeben. Reiner Unglaub liest hier mit so vielen Stimmen und Pathos das,
das Wort lesen hier nicht genügt. Er spricht nicht die Figuren er spielt alle diese Figuren.

Auf den Namen aufmerksam geworden, habe ich in seine Biografie gelesen und erfahren das er Blind ist.
Und unglaublich ist wirklich, dass er dem Zuhörer die Geschichte in Bildern erzählt, die er selbst nicht sehen kann und zwar so, dass es einem sehenden Menschen kaum möglich ist so zu erzählen. (siehe Geierstein Sonnenuntergang am Fenster)
Man hört Kater Murr und Kreisler nicht man sieht sie.
Immer hab ich es für einen Scherz gehalten, dass einem ein Blinder etwas von Farben erzählen kann, er kann es besser als ein Sehender, weil er nicht das Ohr sondern das Herz des Zuhörers erreicht.
Bezeichnet man den unvergessenen verstorbenen Gerd Westphal als den König der Vorleser, so ist Reiner Unglaub für mich der lebende König der Vorleser. Er könnte selbst das Telefonbuch mit Spannung vorlesen. Sicher gibt es viele sehr gute Vorleser heute, aber mit so vielen Stimmen in denen er auch den ganzen Charakter der Person hineinlegt hab ich nur Reiner Unglaub gehört.

Etwas hab ich an dieser Ausgabe aber dennoch zu bemängeln. Hoffman war ein sprach- und wortkundiger Autor und so schreibt er auch. So dass es geradezu voll ist voll fremden, teilweise alten, mitunter auch sehr akademischen Begriffen und fremden Sprachen. Diese
werden als Fußnoten gelesen und kommentiert . Das ist einerseits sehr aufschlussreich, andererseits aber stört es den Fluss der Handlung, da laufend etwas erklärt wird.
Zum Teil auch Bergriffe die zur Handlung nicht von Belang sind z.B. Musikalische Fachbegriffe von Kreisler.
Man erkennt das es zur Musik gehört und könnte es dabei auch belassen. Die Handlung kommt aber durch die Erklärung ins stocken und gescheiter ist man aber dennoch nicht.
Einiges wird am Beginn eines Abschnittes erklärt so hätte man immer halten sollen.
Alte Studentenlieder vom Inhalt her zu erklären währe auch nicht wirklich notwendig.
Hier hat man es zu gut gemeint.
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HALL OF FAMEam 24. Januar 2003
E.T.A. Hoffmann schrieb mit seinem Katzen-Roman eine Parodie auf Goethes Lehrjahre des Wilhelm Meister; eine inhaltliche als auch schreibtechnische Ironie: verquirlt sind bei Hoffmann die (angeblichen) Ansichten einer Katze und die eines Kapellmeisters. Die fast ans Schizophrene erinnernde Vorgehensweise Hoffmanns hat nachhaltig die Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud und C.G. Jung beeinflusst. Hoffmann selbst, der erst Komponist hatte werden wollen, fühlte sich seinerseits sehr von Beethoven inspiriert. Als Meilenstein der romantischen Epoche sind die "Lebensansichten des Katers Murr" in die Welt-Literatur-Geschichte eingegangen. Es gibt vom Murr natürlich verschiedene preiswerte Taschenbuch-Ausgaben. Eine bibliophile Kostbarkeit ersten Ranges aber ist der 31cmx20cm messende Band des Verlages C.H. Beck, der mit den berühmten Katzen-Illustrationen des Michael Mathias Prechtl versehen ist. Prechtl sattelt visuell auf die Hoffmannsche Goethe-Parodie auf und ironisiert die berühmtesten Malstile der Kunstgeschichte: Rembrandt, Dürer, Picasso, Manet, Francisco Goya, Toulouse-Lautrec, Leonardo da Vinci, Pieter Bruegel - sie alle werden mit den phantastisch detailreichen Katzen-Porträts, die sich natürlich allesamt auf den Hoffmann-Text beziehen, perfekt verulkt, bespöttelt, durch den Kakao gezogen ...
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am 6. August 1999
In diesem Roman, mit vollem Titel: "Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern", läuft der "entfesselte Romantiker" Hoffmann, zu seiner Zeit als "Gespensterhoffmann" für die Herstellung von Schauergeschichten bekannt, zu Hochform auf. Der Kater Murr, "ein junger Autor von dem glänzendsten Talent, von den vortrefflichsten Gaben" hat seine Autobiographie verfaßt, die in den höchsten Tönen ein ziemlich durchschnittliches Katerleben beschreibt und dabei ganz nebenbei den Bildungsroman hochnimmt. Das Schmierpapier, das der Kater zwischen den Manuskriptseiten liegengelassen hat und das versehentlich mitabgedruckt worden ist, enthält (wie der oben zitierte etwas barocke Titel bereits ankündigt) Fragmente aus dem Leben des Kapellmeisters Johannes Kreisler. Kreisler, der auch in anderen Texten von Hoffmann auftritt, stellt als zerrissen-ironisch-romantischer Künstler das genaue Gegenteil des gutbürgerlichen Katers dar. Diese beiden Bestandteile des Romans sind nun auf höchst chaotisch-kunstvolle Weise ineinandergeschoben: die Katerbiographie gesetzt und geordnet voranschreitend; die Kreisler-Biographie in scheinbar zusammenhanglosen Bruchstücken dazwischen, so daß der Leser, um sich zurechtzufinden, erheblich intensiver mitdenkt als bei der Lektüre irgendeines Sherlock Holmes-Romans. Wirklich verblüffend wird es, wenn man bei genauerem Hinsehen feststellt, daß Kater- und Kapellmeister-Biographie auf vielfältige Weise miteinander verknüpft sind (so mündet das Ende der Kreisler-Biographie wieder in den Beginn der Kater-Biographie). Die heftigste Leserreaktion wird wahrscheinlich das Ende hervorrufen - aber das wird natürlich hier nicht verraten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 4. Januar 2013
Ich habe dieses Buch blind gekauft, einfach weil ich schon einiges von E.T.A. Hoffmann gelesen hatte und bisher immer begeistert war und so war es im Endeffekt auch bei diesem Buch. Hier werden zwei Geschichten miteinander gemischt, was am Anfang etwas schwierig zu lesen ist, aber wenn man den Zwang aufgibt, sich immer an alles erinnern zu wollen, was im letzten Teil der anderen Geschichte gerade passierte, dann stellt dies kein Problem dar. Der Schreibstil ist sehr schön und die Geschichten, nach etwas langsamen Beginn, sehr spannend und auch witzig. Schade das die Geschichte von Kreisler so plötzlich abbricht, ich hätte so gern mehr gelesen!
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am 23. März 2015
Der alte E.T.A. Hoffmann ist ein begnadeter Satiriker, denn was Kater Murr so hinschreibt ist die pure Satire auf den Kulturbetrieb der Zeit und auf die armseligen Hofhaltungen in den deutschen Minifürstentümchen. Und dann diese freche Idee: Der Kater schreibt mitten in die Seiten der Erinnerungen seines Herrn, des Kapellmeisters Kreisler, hinein, und so kommt ein chaotisches Buch in Druck. Natürlich ist die wild romantisch fabulierende Sprache Hoffmanns gewöhnungsbedürftig für heutige Leser und hat durchaus ihre Längen.
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am 11. Juli 2013
Ansich ein schönes Buch, nur ist der Wechsel von Kater zu Mensch etwas gewöhnungsbedürftig. Die altertümliche Sprache macht das lesen auch nicht gerade einfacher. Aber wenn man ein Buch aus dieser Zeitepoche liest muss man eben mit sowas rechnen...
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am 27. Januar 2001
Ich kann nur sagen, dieses Buch ist immer wieder ein Vergnügen, wie alles von E.T.A. Hoffmann. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, nimmt es eineen nach einigen Seiten gefangen und man legt das Buch erst nach der letzten Seite wieder weg!!!
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am 15. Januar 2014
Die Leseanleitung für dieses Buch ist das Vorwort des Herausgebers E. T. A. Hoffmann. Dort erfährt man, dass "Mak. Bl." die Abkürzung für "Makulatur-Blatt" [Makulatur=bedrucktes Altpapier] ist, auf welchem fragmentarisch [Fragment=unvollständiges Werk] die Biografie des Kapellmeisters Johannes Kreisler abgedruckt ist. Liest man "M.f.f." so heißt dies "Murr fährt fort", wobei "Murr" der besagte Kater ist, der hier als Autor seine Autobiografie zum Besten gibt.

Der satirische Roman "Lebensansichten des Katers Murr", dessen vollständiger Titel "Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern" lautet, ist von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (E.T.A. Hoffmann) im Jahre 1819 verfasst worden.

Hoffman beschreibt darin fiktiv Drucklegung und Inhalt eines Buches, welches von einem Kater namens "Murr" als Autobiografie verfasst worden ist, wobei dieser teilweise bereits beschriebene Blätter seines Herrchens, dem Kapellmeister Kreisler, aus dessen Biografie achtlos dazwischen gemischt hatte, so dass das Gesamtwerk aus zwei parallelen Stories besteht, die allerdings teilweise dadurch miteinander verbunden sind, dass der Kater zum Haushalt des Kapellmeisters gehört und somit beiderseitig Bezug genommen wird. Der Kater beschreibt ein Katzenleben von der Jugend über eine Liebe zur Katze "Miesmies" bis hin zum Streben nach höchster Bildung - dabei wird so ziemlich alles veralbert, was es an hohen Gefühlen in der Zeit von "Sturm und Drang" und "Klassik" gab - allerdings immer auf hohem Niveau und für Katzenliebhaber nachvollziehbar. So verhält sich dann die Katze vernünftiger und an die Bildungsideale der Zeit angepasster als ihr Herrchen, welches zwischen Genie und Wahnsinn zu schwanken scheint. So gewinnt die scheinbar niedrige Kreatur nach und nach die geistige Oberhand, während ihr Herrschen in seinem Leben mehr und mehr scheitert.

Bei der Abi-Vorbereitung gelesen und absolut nicht kapiert, d.h. dann andere Themenwahl. Wenn das "Vorwort" gelesen wurde, versteht man den Plot [Handlung einer Erzählung] und hat wirkliches Lesevergnügen.
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