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Kundenrezensionen

115
4,7 von 5 Sternen
Das Orangenmädchen: Roman (dtv Fortsetzungsnummer 0)
Format: TaschenbuchÄndern
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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Januar 2004
Das Orangenmädchen
Von Jostein Gaarder
Manchmal ist es bei uns Menschen so, dass es schlimmer ist, etwas zu verlieren, das wir lieben, als dieses Etwas niemals gehabt zu haben, schreibt Georgs Vater Jan Olav seinem Sohn, elf Jahre nach seinem Tod.
Georg ist fünfzehn Jahre alt und war drei als sein Vater an einer unheilbaren Krankheit starb. Er hat seinen Vater so gut wie gar nicht gekannt und nach elf Jahren taucht ein Brief auf, den sein Vater vor seinem Tod an seinen Sohn geschrieben hat. Ein Abschiedbrief. Er erzählt dem seinen großen Sohn, den er nicht kennen lernen durfte die Geschichte, seine Geschichte über die Suche nach der Liebe, nach dem Orangenmädchen, und die Suche nach dem Leben.
Einfühlsam und magisch versucht Jostein Gaarder das Thema Liebe und Tod zu beschreiben und bringt dem jungen Leser zum nachdenken. Der lange Brief vom Vater der „sterben wird" an den Sohn öffnet die Augen auch an das Ende vom Leben zu denken.
Wir kommen nur einmal auf die Welt. Wir werden in das große Abenteuer gesetzt. Und dann kommt eine Maus und das Märchen ist aus.
Wie ein Märchen liest sich das neue Kinderbuch des norwegischen Autors. Der Leser hat das Gefühl einen verklärten Blick zu haben, der sich langsam von Seite zu Seite zu lichten scheint. Nie war Philosophie so einfach und so sinn ergebend. Es ist wie ein Traum.
Nur der Anfang bis Georg endlich seinen Vater zu Wort kommen lässt, lässt den neugierigen Leser ungeduldig werden. Es ist wie ein Versteckspiel, wenn Georg sich immer wieder zwischen dem Brief seinen Vaters einschaltet und von seinen Gefühle und Gedanken erzählt.
Würdest du dich für ein kurzes Leben hier auf der Erde entscheiden, um dann nach wenigen Jahren von allem weggerissen zu werden und nie mehr zurückkehren dürfen? Oder würdest du dankend ablehnen? Du hast nur diese Alternative. Denn so sind die Regeln.
Es ist nie früh genug über das Leben nach zu denken, Jostein Gaarder bietet mit „Das Orangenmädchen" die Möglichkeit dafür.
Ein passendes Buch für die Weihnachtszeit und nicht nur für Kinder auch für Erwachsene, die manchmal nicht wissen, wie wertvoll das Leben ist, kann dieses Buch einige Antworten geben.
Das Leben ist eine gigantische Lotterie, bei der nur die Gewinnerlose sichtbar sind. Du, der dieses Buch liest, bist so ein Gewinnerlos.
Die Geschichte vermittelt auf einer leicht einfühlsamen weise, wie schwer es ist einen Menschen zu verlieren und das das Leben dennoch weitergeht.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zu manchen Büchern darf man eigentlich keine Rezension schreiben, denn man kann manchmal eine Stimmung nicht so einfach in Worte fassen, möglicherweise zerstört man sie sogar. Das „Orangenmädchen" ist so ein Buch, es ist so schön, und auch so traurig, dass man es selber lesen muss. Ich schreibe deshalb an die, die selbst bei den nur 187 Seiten noch zögern sollten:
Was teilt ein Vater seinem Sohn mit, der weiß, dass er bald sterben wird? Welche Lebenserfahrungen und Botschaften wird er vermitteln wollen? Im Buch findet die Großmutter des 15-jährigen Georg auf dem Speicher einen versteckten Brief, den ihm sein verstorbener Vater vor 11 Jahren geschrieben hat. Georg war damals noch zu klein um zu verstehen, doch nun erhält er die Mitteilungen seines Vaters. Es geht um das Leben und das Glück, um Gedanken und eine liebevolle Philosophie, die in unserer konsumorientierten, schnelllebigen Welt leider immer weiter zurück gedrängt werden.
Das Buch ist wie auch seine anderen hervorragenden Werke im typischen Erzählstil von Jostein Gaarder geschrieben. Es ist zwar eher an Jugendliche gerichtet, doch auch Erwachsene werden viel von ihm lernen können. Gaarder stellt Fragen, die nicht alle beantwortet werden, und er bringt den Leser dazu, tiefer über das Leben nachzudenken. Dieses Buch berührt einen sehr.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2004
Zwar wird das "Orangenmädchen" als Jugendbuch vermarktet, doch scheint mir diese Zielgruppe nicht ganz korrekt. Natürlich werden auch (ältere) Jugendliche Gaarders Bücher lieben, aber auch für Erwachsene sind seine Bücher stets höchst lesenswert.
Auch diesmal schafft er es wieder, mit dieser Geschichte über eine ganz besondere Vater-Sohn-Beziehung zu verzaubern. Georg hat mit vier Jahren seinen Vater verloren, außer einigen mehr oder minder verschwommenen Erinnerungen ist ihm nicht viel geblieben. Umso überraschter ist er, als er mit 15 einen Brief findet, den sein Vater an den Teenager geschrieben hat, der Georg einmal sein würde. Die zauberhafte Liebesgeschichte vermischt sich wunderschön mit Georgs Rückblicken auf gemeinsame Erlebnisse und seinen Gedankengängen über Leben, Sterben und was danach kommt. Er lernt die Verzweiflung seines Vaters angesichts seines bevorstehenden Todes verstehen und denkt daraufhin selbst über seine Einstellung zu vielen Dingen nach.
Ein Buch zum Mitlachen und Mitweinen (teils urkomisch, teils todtraurig), das zum Nachdenken anregt.
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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Oktober 2003
Mehr aus Zufall stieß ich in einer Buchhandlung auf dieses Buch, las den Buchrücken, war interessiert und nahm es mit. Es war die Ausgabe wert - ich las es noch am selben Abend durch und mochte es noch nicht mal fürs Abendessen aus der Hand legen! Eine wunderschöne und traurige Geschichte zugleich, die mich mehrfach zu Tränen rührte - lange habe ich nicht mehr so ein schönes Buch gelesen. Diese Geschichte ist genau das richtige für schmuddelige und kalte Herbst- und Winterabende, herzerwärmend und wunderschön. Die Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und werde es sicherlich an einige liebe Menschen verschenken.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2003
Hab es gerade ausgelesen, einfach das schönste und klügste, was ich in letzter Zeit gelesen habe, ein Buch welches fesselt, traurig stimmt, mit dem Finger zeigt - achtet das Leben, besinnt euch eurer selbst-, ein buch, welches das Leben erklärt und uns sagt: "Wir leben (existieren?) nur einmal auf dieser Welt." Entscheidet euch für euren Weg und genießt alles, was ihr dabei mitnehmen könnt.

Eine Hommage an das Leben, die Liebe und die Zukunft!

Faszinierendes Buch sowohl für Kinder ab 12 als auch für Erwachsene.

KLASSE!!!! Bin tief beeindruckt, mir kamen die Tränen, so zauberhaft, märchenhaft, mystisch, geheimnisvoll!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Wofür würdest du dich entscheiden, wenn du die Wahl hättest? Würdest du dich für ein kurzes Leben hier auf der Erde entscheiden, um dann nach wenigen Jahren von allem weggerissen zu werden und nie mehr zurückkehren zu dürfen? Oder würdest du dankend ablehnen?"

Mit solchen Sätzen lässt Jostein Gaarder Philosophisches spielerisch in eine bezaubernde Geschichte einfließen. Die Fragen sind aber keinesfalls aufdringlich, vielmehr zeigen sie auf, daß unserem Dasein Grenzen gesetzt sind und wir nur einmal auf dieser Welt leben. Die Erzählung von Georg und seinem verstorbenen Vater ist eine Geschichte über das Abschiednehmen und die wahre Liebe; nachdenklich und lebensfroh zugleich.

Georg war dreieinhalb, als sein Vater an einer unheilbaren Krankheit starb. Jetzt mit fünfzehn Jahren findet er einen Brief, den sein Vater damals an ihn geschrieben hat. Ein Abschiedsbrief, der neben dem Abschied von seinem "besten Freund" auch die große Liebe seines Lebens mit dem "Orangenmädchen" beschreibt.

Einfühlsam hat der norwegische Autor ein modernes Märchen über das Glück zu Leben verfasst. Obwohl die Fragen nach der Existenz schwer anmuten, sind diese leicht verpackt und gut verständlich. Der Abschiedsbrief von Jan Olaf wird durch die gedachten Einschübe seines Sohnes Georg aufgelockert und die Geschichte somit schlüssig.

>Das Orangenmädchen< verführt zm Weiterdenken und stellt feinfühlig die Frage nach dem Sinn des Lebens. Die nur knapp 200 Seiten umfassende Erzählung steckt voller Poesie und zeigt auf, "daß das Leben ein Funken sprühendes Abenteuer ist." "Was ist das für ein großes Abenteuer, in dem wir leben und das wir alle nur für einen kurzen Moment erleben dürfen?"

Ein Buch mit einem ganz besonderen Zauber für alle, die sich auf ein realistisches Märchen einlassen wollen.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Lesegenuß pur-wieder ein wunderschönes Buch im "gaarder - stil", über die Geschichte einer großen Liebe -nämlich der Suche des Vaters nach seinem geheimnisvollen Orangenmädchen. Den Brief, den der Sohn Georg gezielt erst 11 Jahre nach dem Tod seines Vaters als dann "großer Sohn" erhält, ist ein Abschiedsbrief der von Georg zunächst als eine Reise in die Vergangenheit empfunden wird, bis er schließlich entdeckt, dass es auch um seine Zukunft geht.
Das Buch wird in die Rubrik "Jugendbuch" eingereiht, sollte aber auch ein Lesegenuß für jeden Erwachsenen sein, um zu entdecken wie wunderbar leicht der Autor über die ernsten Dinge des Lebens schreibt. Es gibt Sätze die man mehrmals liest, um Inhalte einzuprägen. Der Leser wird sich wiederholt fragen, wie er es mit dem Leben und der Liebe hält. Fazit: Wir sind nur dieses eine Mal auf der Welt, und das Leben ist eine gigantische Lotterie, bei der nur die Gewinnerlose sichtbar sind. Derjenige, der dieses Buch gelesen hat, ist so ein Gewinnerlos.
Ein Buch, das anregt auch einmal eine spannende Geschichte aus der Vergangenheit zu erzählen, und je ausführlicher so eine Geschichte ist, um so nervenaufreibender kann es wohl sein, sie sich anzuhören.
Ein Buch, das in Erinnerung bleibt, und die Vorfreude auf das nächste Buch von diesem begnadeten Autor weckt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2004
Georg ist 15 Jahre alt als er einen Brief von seinem verstorbenen Vater findet. In dem an ihn gerichteten Brief erzählt ihm sein Vater die Geschichte vom "Orangenmädchen", seiner großen Liebe. Die eingestreuten Kommentare Georgs machen deutlich, wie sehr ihn diese Botschaft aus dem Jenseits berührt. Je mehr er lies, desto mehr versteht er seinen Vater, desto stärker erwacht seine Liebe zu ihm wieder. Und auch Georg selbst verändert sich während des Lesens. Um hier nicht zu sehr vorauszugreifen kann, ich nur empfehlen, das Buch selbst zu lesen. Es ist wirklich zauberhaft und erzählt eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich seit langem gelesen habe.
Ein echter Gaarder.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
„Das Orangenmädchen" ist zweifelsohne eine große Liebeserklärung, schön und einfühlsam geschrieben und dabei leicht zu lesen. Gaarder geht mit dem schwierigen Thema des Verlustes des Vaters sehr behutsam um, auch die manchmal komplizierte Beziehung zum Stiefvater wird beleuchtet.
Der Brief des todkranken Vaters an seinen Sohn lässt vermutlich niemanden kalt, und dennoch ist der Funke nicht so übergesprungen wie bei anderen Büchern des Autors, dem „Kartengeheimnis" beispielsweise. Woran das lag, kann ich selbst nicht so genau sagen.
Auch ob dieses Buch wirklich als Kinderbuch geeignet ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Denn ich könnte mir gut vorstellen, dass die Liebesgeschichte zweier Erwachsener für Jugendliche doch recht uninteressant ist, auch wenn sie mit einer spannenden Suche verpackt ist. Dennoch, mit „Das Orangenmädchen" ist Jostein Gaarder wieder einmal ein interessanter, nachdenklich machender Roman gelungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jostein Gaarder bringt sicher der ein oder andere mit Sophies Welt in Zusammenhang. Dieser Roman stammt auch aus Gaarders Feder und hat ihn wohl berühmt gemacht.

Ich möchte euch heute Das Orangenmädchen vorstellen.

der Autor:
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Baujahr 1952
studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaften in Oslo und lehrte Philosophie an Schulen im Rahmen der Erwachsenenbildung.

Das Buch ist von Gabriele Haefs aus demNorwegischen übersetzt worden.

Inhalt:
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Georg und seine Familie (Mutter, Stiefvater und seine Schwester Miriam) lebt in Oslo. Er ist 15 Jahre. Vor 11 Jahren ist sein Vater verstorben. Georg hat keine große Erinnerung mehr an ihn, da er erst 4 Jahre als war, als sein Vater starb.

Aber alles wurde anders, als ein Brief - ein Abschiedsbrief - gefunden wurde, der ihm seinen Vater wieder näher brachte.

Dieser Brief zeigt die Vergangenheit seines Vaters auf, aber ist vorallem ein zukunftsweisender und vor allem weiser Brief seines Vater, der ihm, dem heranwachsenden Georg ohne leiblichen Vater, für seine Zukunft wegweisend sein kann.

Er lernt, indem er lies, was Liebe ist, was es bedeutet - DAS LEBEN !!!

Klar, sein Vater kann ihm keine Fragen mehr beantworten, aber er stellt im Brief die Fragen, die Georg dazu bringen, darüber erst einmal nachzudenken, und das ist schon viel mehr, als er ohne den Brief gelernt hätte.

meine Meinung:
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Und auch wir Leser können so viel von diesen zu Herzen gehenden Worten lernen. Gaarder schafft es in seinem Buch, den Leser in die Rolle des Georg schlüpfen zu lassen.

Im Brief spielt die Suche seines Vaters nach einem ORANGENMÄDCHEN eine große Rolle. Was hat das zu bedeuten???

Das Buch beginnt in der ICH-SCHREIBWEISE. Georg erzählt dem Leser, dass sein Vater vor 11 Jahren gestorben ist. Das er nun, da er schon tot ist, gemeinsam mit ihm ein Buch schreibt. Also Jostein Gaarder schreibt das Buch so, als hätte Georg es geschrieben. Hat vielleicht Herr Gaarder einige autobiografische Züge in das Buch eingearbeitet ??? Ich weiß es nicht ...

Georg hat Bilder von seinem Vater, die er betrachtet. Er hat auch kleinere Videos, die er sich anschaut, um seinem Vater nahe zu sein. Er erzählt von der Zeit der Krankheit, die sein Vater durchleben musste.

Die Geschichte wird also aus Sicht eines 15jährigen betrachtet, der seinen Vater verloren hat, der eine neue Familie hat, mit einem Stiefvater und einer anderthalb Jahre alten Schwester. Auf Seite 13 sitzt Georg auf dem Boden, gut, dass er sitzt, der Brief seines Vater wurde gefunden, der Brief an seinen "großen" Sohn ...

Dann beginnt eine Reise in die Vergangenheit, eine Suche nach dem Orangenmädchen und das Aufwerfen von Fragen, die das Leben schreibt....

Gaarder schreibt einfach fantastisch. Man kann sich sehr gut in den Vater hineinversetzen, der todkrank ist, und versucht, seinem Sohn noch so viel wie möglich mitzuteilen. Man kann sich aber auch perfekt in den Jugendlichen hinein versetzen, der diesen Brief seines verstorbenen Vaters in den Händen hält, von dem er meinte, dass er nie wieder etwas hören würde, weil er tod ist und der nun doch noch zu ihm sprechen konnte.

Das dieses Buch verfilmt wurde (Ich möchte den Film bei Gelegenheit gern sehen - im Kino habe ich ihn leider verpasst.)
kann ich gut verstehen und bin gespannt auf diese Verflmung. Kann sie das Buch toppen?

Es handelt sich um ein relativ schmales Taschenbuch aus dem dtv - Verlag, welches in jeder Handtasche Platz findet. Meine Ausgabe hat als coverbild das Foto, welches man auf den Kinoplakaten sehen konnte.

Was es mit diesem Orangenmädchen auf sich hat, das möchte ich nicht verraten, wäre schade, lest doch selbst. Es lohnt sich in jedem Fall.

Das Buch liest sich flüssig und ist trotz aller Spannung auch eine unwahrscheinliche Lebenshilfe. Viele kleine Details kann man sich als Leser herauspicken, die man für sein eigenes Leben übertragen kann.

Weisheiten in Fülle sind vorhanden.

kurze Leseprobe an dieser Stelle:
========================

Ich versuchte vernünftig zu überlegen. Ich versuchte mir zu sagen, dass ich nicht damit rechnen könnte, ihr sofort zu begegnen, vielleicht nicht einmal in den ersten Tagen. Deshalb blieb ich nur drei Stunden im Oranengarten. Doch als ich ging, hinterließ ich sicherheitshalber einen Zettel an einem alten Springbrunnen mitten im Garten. Ich schrieb: Ich denke auch an dich. Nein, ich kann nicht noch ein wenig warten ....

Ich finde die Schreibweise sehr poetisch und zu Herzen gehend. Bisher hatte ich mich, warum auch immer, an Sophies Welt noch nicht herangewagt, aber ich denke, nach der Lektüre dieses Werkes, muss ich Sophies Welt lesen, weil ich neugierig geworden bin.

So viel Hintergrundgedankengut, soviel Freiraum auch für den Leser, für sich etwas mitzunehmen aus den Zeilen, das ist einfach der Hammer...

So viel vesteckte Hinweise für das Leben ansich. ... Sich an Regeln halten zu müssen ist ein Beispiel, welches Georg von seinem Vater geschrieben bekommt, dieser erklärt es seinem Sohn ganz einfach am Beispiel von Aschenbrödel, die vor 12 Uhr den Ball verlassen haben muss, damit sie den Prinzen bekommen kann ....

Einen letzten Ausspruch aus dem Buch möchte ich zum Ende meiner Bespechung noch zum besten geben:

Das Leben ist eine gigantische Lotterie, bei der nur die Gewinnerlose sichtbar sind.
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