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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine melancholiche Liebesgeschichte
Hans Pleschinski Bildnis eines Unsichtbaren
ISBN 3 446 20222 6 S. 271
Mit einer rasanten, bilderreichen, witzigen und skurrilen Beschreibung seines Aufbruchs ins Leben beginnt H.Pleschinski eine Biographie , die als Roman deklariert ist.
Schon in der Schulzeit stellt sich heraus, daß er dem gleichen Geschlecht mehr als dem anderen zugeneigt...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2002 von cl.borries

versus
3.0 von 5 Sternen Eine spezielle Liebesgeschichte
erzählt Pleschinski hier wohl überwiegend autobiografisch. Das ist durchaus gekonnt formuliert, und wer sich für die Geschichte der Münchner Szene interessiert wird hier etwas finden. Alle anderen fragen: was soll's?
Vor 10 Monaten von Sl.Winston veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine melancholiche Liebesgeschichte, 4. Dezember 2002
Hans Pleschinski Bildnis eines Unsichtbaren
ISBN 3 446 20222 6 S. 271
Mit einer rasanten, bilderreichen, witzigen und skurrilen Beschreibung seines Aufbruchs ins Leben beginnt H.Pleschinski eine Biographie , die als Roman deklariert ist.
Schon in der Schulzeit stellt sich heraus, daß er dem gleichen Geschlecht mehr als dem anderen zugeneigt ist.
In schwelgenden Bildern beschreibt der Autor aus der Rückschau der Jahrtausendwende 1999/2000 , die er in Paris verlebt, wie er vor Jahren, noch während seiner Schulzeit, Serge begegnete. Sie blieben Freunde fürs Leben, wenngleich ihre Lebenswege sich trennten.
Im Verlauf dieses abwechslungsreichen Lebens gibt es viele Liebschaften mit Männern und gelegentlich mit Frauen.
Daß wir es mit einem sensibel beobachtenden und mit scharfer Wahrnehmung ausgestatteten Mann zu tun haben, wird sehr bald klar. Er ist geistreich und gescheit.
Wir begleiten den Icherzähler, der als alter ego des Autors auszumachen ist, auf einem Lebensweg, den er mit allen Höhen und tiefen menschlicher Gefühle in prächtigen Farben zu beschreiben weiß.
Sein Leben als Zivi in einem Altersheim mit den freundlich und liebevoll beobachteten alten Menschen nimmt ebenso für ihn ein, wie die vielen unterchiedlichen Begegnungen später, als er in München, inzwischen zum Schriftsteller geworden , zur Kunst- Film -und Intellektuellenszene gehört.
Sein ständiger Lebensgefährte über fast 23 Jahre , 17 Jahre älter als er , ist Kunsthändler und Mäzen, begeisterungsfähig und inspirierend nicht nur für ihn. Diesem Gefährten ist dieses Erinnerungsbuch recht eigentlich gewidmet.
Die promisken Beziehungen unter Homosexuellen haben in Zeiten von Aids zu einer steten Bedrohung und Beängstigung geführt hat. Das wird anrührend und feinfühlig beschrieben. Zugleich aber gibt es eine Art lebenslanger Treue und Anhänglichkeit, die, wenigstens in diesem Fall, aus der geistigen Ebenbürtigkeit erwächst. Der Jüngere begleitet den Älteren bis zu seinem Tod.

Ich habe das Buch mit großer Spannung und Faszination gelesen. Es ist amüsant, unterhaltsam und sehr spritzig geschrieben, so daß keinen Augenblick Langeweile oder Überdruß aufkommt. Außerdem legt es Zeugnis ab von einer Zeit des Aufbruchs in die Freiheit, wie sie im Gefolge der 68 - Bewegung die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts prägte.
Claudine Borries
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Neuerscheinung in diesem Herbst, 17. Oktober 2002
Wenn ich den Roman in eine Metapher übertragen müsste, so fielen mir nur zwei Schiffe ein, die auf den Weiten des Ozeans, genannt das Leben, sich einst trafen um eine weite Reise zusammen zu unternehmen. Orkane mussten sie überstehen in Zeiten der aufkeimenden Immunschwäche, Flauten in denen sich der geliebte Reisepartner einfach nicht eindeutig festlegen wollte. Der Ältere, gab nur Hinweise zur Navigation, war Mentor und bedurfte doch der Anstöße des Jüngeren, der soviel wendiger, manövrierfähiger war und ist. Nach dem Tod seines Lebensgefährten in ein tiefes Loch gefallen, blieb dem Jüngeren nichts anderes übrig als einen Anker zu werfen. Diesen Anker lesen wir am Anbeginn: "Was geschah?"
Es ist eine Lebensgeschichte aus dem Herzen Münchens und angesiedelt in schweren Zeiten, die wir, der Generation des Autors angehörend, jemals durchmachen mussten: in Zeiten von AIDS. Es ist ein Zeitdokument, das authentischer nicht sein könnte und dadurch in unser aller Erinnerung lebendig wird, gerade durch die Episoden, die Pleschinski gekonnt weglässt (z. B. die Ära Gauweiler). Dabei verwahrt er sich auf eine ihm eigene Distanz vom Klischee des "typischen Schwulenromans" und "noch so einer AIDS-Geschichte". Politisches Geschehen flicht der Autor so nebensächlich ein, gewürzt mit seiner eigenen Ironie und Polemik, sodass man nebst dem ernsten Thema auch mal von Herzen lachen darf. Ein ideales stilistisches Mittel um nicht in Tagebuch-Autobiographie (Lentz: „muttersterben") zu verfallen und dennoch dem Leser den Zeitrahmen als Anhaltspunkt mitzuteilen. Wenn man das Gesamtwerk Hans Pleschinski's kennt, bleibt nur zu festzustellen: "au contraire!" Gerade die Sprache ist die größte Stärke des Autors und adaptiert sich so einfach an das jeweilige Thema, wie sich seine Bücher quasi von selbst lesen, da seine flüssige Sprache eben nicht nur einen schön geschriebenen Roman, sondern auch Inhalt transportiert, wovon mancher Ingeborg-Bachmann-Preisträger noch immer in seinen fiktionalen Detektivgeschichten träumt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifende Liebesgeschichte und hervorragene Autobiografie, 21. September 2002
Eine der ergreifendsten Liebesgeschichten überhaupt, vollkommen ehrlich, nichts beschönigend oder verklärend und mit einem tiefen Gefühl geschrieben, um das man den Autor nur beneiden kann. Darüber hinaus eine faszinierende Autobiografie aus den 70er Jahren. Das atmet alles total den Zeitgeist, es ist alles richtig eingeordnet, der Autor hatte schon in jungen Jahren eine Reife und einen Durchblick, die weit über seine Jahre hinausgingen. Was soll nach diesem erschütternden Buch noch folgen?
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frisch, frech, warmherzig..., 6. Januar 2003
Von Ein Kunde
Frisch, frech, warmherzig - Hans Pleschinski eben!
Der Autor gibt seiner Stammleserschaft genau das, was sie von ihm erwartet.
Doch diesmal bekommen wir noch mehr: Hans Pleschinski schenkt uns ein Stückchen seines Herzens und lässt uns mehr denn je mitleben, mitlieben und mitleiden. Und wir erkennen den Ursprung vieler Figuren, die uns schon aus seinen früheren Erzählungen und Romanen vertraut sind.
Unnötig: Die Aufzählung der vielen prominenten Persönlichkeiten, denen der Autor in seinem Buch begegnet sein will.
Störend: Erhebliche Satzbau- und Zeichensetzungsfehler in der Erstausgabe, die auf einen übereilt handelnden Verlag schließen lassen. Dabei ist es gerade bei Hans Pleschinski so wichtig, sich genussvoll in seine Sätze hineinfallen zu lassen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die wichtigkeit der erinnerung, 9. August 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
auf jeder seite eine träne. noch nie lass ich ein buch das mit dem tod so ein herging und mir die vergänglichkeit der erinnerung so nahe legte. "this used to be my playground" von madonna, auch wenn hans pleschinski ihre "schauspielerischen mangel" im buch zitiert, trifft hier genau dieses lied ins "schwarze". ich habe ein buch aus meiner generation gelesen. ich habe ein buch gefunden das mich auffordert zu erinnern. hans pleschenski hat aber auch mit diesem buch eine erinnerung geschaffen an einen menschen und an ein leben das mit ihm sonst gestorben wäre. ist es absicht oder habe ich es nur so interpretiert: "im tod liegt ein anfang" ? es ist gut zu wissen das es autoren gibt die uns ihre erinnerungen mitteilen, um uns zu sagen "erinnere dich". "die vergangenheit ist der prolog für die zukunft", das nahm ich mir als aufforderden gedanken mit beim zurücklegen des buches in das bücherregal.
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3.0 von 5 Sternen Eine spezielle Liebesgeschichte, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
erzählt Pleschinski hier wohl überwiegend autobiografisch. Das ist durchaus gekonnt formuliert, und wer sich für die Geschichte der Münchner Szene interessiert wird hier etwas finden. Alle anderen fragen: was soll's?
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zehn Jahre danach, 19. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hans Pleschinskis 2002 erschienener Bericht über seinen an Aids verstorbenen Freund, Lebensgefährten und Liebhaber aus dem kunstsinnigen, libertinären München, als es noch prätendierte, die heimliche Hauptstadt der alten Bundesrepublik zu sein, liest sich auch heute noch erstaunlich gut. Dies ist sowohl der literarischen, vor allem stilistischen Könnerschaft des Autors zu verdanken, als auch der Authentizität der erlebten Liebesbeziehung und der Schilderung der Ära als die Ansteckung mit dem HIVirus fast einem Todesurteil gleichkam. Der Rezensent hat diese Zeiten miterlebt, kannte Volker Kinnius flüchtig, als er noch als Galerist zusammen mit "Raul Potosi" arbeitete, war bei der sehr würdigen Traueransprache Hans Pleschinskis zugegen und hat selber viele Freunde an die heimtückische Krankheit verloren. Heute, wo durch eine helfende Medikation die Krankheit viel von ihrer unmittelbaren Todesdrohung verloren hat, wird durch den Autor die Atmosphäte tiefer Niedergeschlagenheit der Betroffenen vermischt mit ihrem fast zwanghaften "Tanz auf dem Vulkan" beänstigend genau beschrieben, aber auch die Erleichterung von uns, die wir uns über einen negativen Befund freuen konnten. Es lohnt also sehr, diesen Band von Hans Pletschinskizur Hand zu nehmen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kühl nach aussen - tief nach innen, 26. Juli 2003
Von 
Hans steht vor den Erinnerungen seines verstorbenen Lebenspartners Volker. Abseits jeder tränendrüsendrückender Sentimentalität erzählt er über sein äußerlich kühles, aber dennoch inniges Verhältnis zu einem Mann, den er tief schätzt. Die Künste sind in ihrem Leben der rote, bindende Faden.
Der Autor zeichnet das Leben zweier Männer über Jahrzehnte hinweg und kurze Hinweise auf Zeitgeschehen und bekannte Namen des ausgehenden 20. Jahrhunderts ergänzen das Stimmungsbild und machen Zeitströmungen besser nachvollziehbar.
Gerade die kühle, ruhige Beschreibung gibt dem gesamten Werk einen melancholisch traurigen Grundton. An diesem Roman ist für mich nichts auszusetzen. Seine Lektüre ist empfehlenswert und keine Leseminute ist vergeudet.
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Bildnis eines Unsichtbaren: Roman
Bildnis eines Unsichtbaren: Roman von Hans Pleschinski (Taschenbuch - 1. Dezember 2004)
EUR 10,90
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