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Kundenrezensionen

6
4,2 von 5 Sternen
Eine Handvoll Leben: Roman (dtv Literatur)
Format: TaschenbuchÄndern
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. September 2002
Ich kann mich der Rezensentin aus Österreich in keinster Weise anschließen. Gerade die "langsame" und gedankeninnige Weise von Marlen Haushofer ist das, was einem die Möglichkeit schenkt, ganz nah bei der Erzählerin zu sein. Die grausame Rückkehr in ein früheres Leben, ohne erkannt werden zu dürfen, das Erinnern an Begebenheiten anhand von Postkarten - faszinierend geschrieben. Wer Filme mit Rückblicken mag, wird dieses Buch lieben. Immer wieder taucht man zum Luft holen an die Gegenwart zurück, um dann wieder ein Stückchen weiter in eine ferne und vergangene Welt zu reisen. Etappenweise erfährt der Leser, was die Protagonistin geprägt und letztendlich dazu veranlaßt hat, ihrem bisherigen Leben den Rücken zu kehren. Sensible Menschen mögen mitleiden; in jedem Fall ist dieses Buch eine weitere faszinierende - mit autobiographischen Einflüssen versehene - Erzählung von einer der bemerkenswertesten Schriftstellerinnen dieser Generation.
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32 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2003
Eine ganz "einfache" Familiengeschichte.
Die Familie Pfluger besteht aus Vater, Mutter, Sohn und Tochter Eine gutbürgerliche Familie, der Vater ein Nagelfabrikant. Das einzige Ungewöhnliche ist, dass Käthe, die nur die Stiefmutter des Jungen ist, diesen mehr liebt als ihre eigene Tochter.
Als der Vater bei einem Verkehrsunfall stirbt ist das Haus zu verkaufen und eine reiche Amerikanerin interessiert sich für das Anwesen.
Niemand, besonders nicht der Sohn, merkt, dass die Interessentin, Elisabeth, seine leibliche Mutter ist die vor Jahren ihren Mann, ihren und ihren Liebhaber über Nacht verlassen hat.
Das Buch selbst wird aus der Sicht von Elisabeth (oder nun "Betty") erzählt, der ersten Ehefrau des nun verstorbenen Herrn Pfluger, Sie erinnert sich an ihre Vergangenheit, an alte Begebenheiten und versucht herauszufinden wer sie ist und warum sie eigentlich damals ihren Mann, ihren Sohn und ihren Liebhaber über Nacht verlassen hatte.
Erinnerungen an ihre Kindheit am Lande, die viel zu brutal für das sensible Kind ist in ihrer normalen Bodenständigkeit.
Erinnerungen an ihre Zeit im Internat, der Wunsch sich gegen die strenge Zucht und Ordnung aufzulehnen. Aber immer das brave Kind geblieben.
Erinnerungen an ihre einzige und beste Freundin, Käthe. Die schon als Teenager erkannte, dass Elisabeth (Betty) nicht fähig war wirklich zu lieben.
Erinnerungen an ihren Ehemann, den sie mochte und der ihr immer ein bisschen leid tat - der aber viel zu gut und zu bürgerlich war, als dass sie ihn jemals hätte glücklich machen können.
Erinnerungen an ihren Liebhaber, den sie eigentlich nicht mochte.
Die Jugendfreundin Käthe kam zu besuch. Freundlich und herzlich nahm sie alle für sich ein. Und so wusste Elisabeth dass ihre Familie, ihr Sohn, bei Käthe in guten Händen wäre. In besseren Händen, als in den ihren.
Also verließ sie sie zu ihrer aller Wohl.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2013
Interessantes, tiefgründig geschriebenes Buch; viel Nachdenkenswertes darin...Hatte mich durch die Gedanken aus Buch und Film "Die Wand" für Weiteres von der Schriftstellerin interessiert und wurde mit diesem Büchlein nicht enttäuscht.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2013
Schneller Versand, gute Buchqualität, bin sehr zufrieden. Inhalt sehr interessant, da es aus einer vergangenen Zeit stammt und die Autorin (Die Wand !!) nicht mehr lebt. G: Wilmes
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10 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juni 2001
Nachdem mich Marlen Haushofer mit ihrem Roman "Himmel, der nirgendwo endet" und ihrer Erzählung "Wir töten Stella" begeistert hatte, konnte ich nicht umhin, von "Eine Handvoll Leben" enttäuscht zu sein. Obwohl ein rasanter Erzählstil von vornherein nicht Sache der Autorin ist, war ich von der Geschichte der jungen Frau, die Ehemann und Kind zurückläßt nichts weiter als gelangweilt. Teils lag es an den ausschweifenden Ausführungen über die seelischen Zwänge der Hauptfigur, hauptsächlich daran, dass die Darstellung dieser nur negative Gefühle in mir weckte. Ein absolut beklemmendes Buch, das einen mit großer Leere und einem schalem Gefühl zurückläßt.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. August 2010
Im Gegensatz zum Buch "Die Wand", welches mir in Erinnerung ist (obwohl lange Zeit vorbei ist, als ich es las), möchte ich diesen Titel so schnell wie möglich vergessen.
Zum Teil irritierende, vor allem beklemmende und bedrückende Lektüre - die Aussagen über die Gefühlswelt erinnern mich an Borderline-Störungen... Seele und Geist sind in keiner Einheit, halt sehr grenzlastig...
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