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5.0 von 5 Sternen Deutsche Geschichte - einmal ganz anders
Deutsche Geschichte, in der Schule oftmals dröge und nur durch aneinander gereihte Jahreszahlen vermittelt, gewinnt mit Herbert Rosendorfer ein ganz neues, frisches Profil. Humorvoll, mit spitzen Seitenhieben gegen die unheilvolle Allmacht der Kirche - die Bände lesen sich spannend, locker und in jedem Kapitel lugt eine neue Erkenntnis hervor. Ich bin zwar erst...
Veröffentlicht am 7. September 2009 von Peter Engelhardt

versus
19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchaus empfehlenswert
Ich war bisher ein großer Fan von Herbert Rosendorfer, nachdem ich seine wirklich großartigen Werke „Briefe in die chinesische Vergangenheit" und „Ballmanns Leiden" gelesen hatte. Diese Bücher sind originell und flott geschrieben und insgesamt sehr empfehlenswert. Nach der Lektüre des zweiten Bandes der Deutschen Geschichte hat sich diese...
Veröffentlicht am 7. Januar 2004 von Sebastian Otto


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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchaus empfehlenswert, 7. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Geschichte Ein Versuch: Von der Stauferzeit bis zu König Wenzel dem Faulen (Taschenbuch)
Ich war bisher ein großer Fan von Herbert Rosendorfer, nachdem ich seine wirklich großartigen Werke „Briefe in die chinesische Vergangenheit" und „Ballmanns Leiden" gelesen hatte. Diese Bücher sind originell und flott geschrieben und insgesamt sehr empfehlenswert. Nach der Lektüre des zweiten Bandes der Deutschen Geschichte hat sich diese Einstellung etwas relativiert.
In diesem Band behandelt Rosendorfer auf gut 250 Seiten die Deutsche Geschichte vom Beginn des 12. Jahrhunderts bis etwa zum Ende des 14. Jahrhunderts, also grob gesagt das ausgehende Mittelalter. Er schafft es recht gut, sich auf „Deutsche Geschichte" zu beschränken, worunter er zu jener Zeit auch die Geschichte der heutigen Länder Österreich, Tschechien und Schweiz versteht, obwohl die geschichtlichen Abläufe in jener Zeit auf europäischer Ebene stark verwoben waren. Nur dort, wo es zum tieferen Verständnis nötig ist, unternimmt er kurze, aber prägnante Abstecher in die Geschichte anderer Nationen. Im Wesentlichen wird nur politische Geschichte dargestellt, das Ringen der Mächtigen um Einfluß und Macht, Königs- und Kaiserwürden. Bei der Orientierung helfen gute Darstellungen der Genealogie der einflussreichsten Familien jener Zeit, also der Staufer, Wittelsbacher, Habsburger, Luxemburger etc. Gelegentlich unterrichtet Rosendorfer auch in sehr komprimierter Form über kulturgeschichtliche Entwicklungen, vor allem in der Literaturgeschichte, aber auch in der Kunstgeschichte.
Das alles hat Rosendorfer in flotter, teilweise schon schnoddrig zu nennender Sprache geschrieben. Die Darstellung ist kompakt und war für einen wie mich, der in mittelalterlicher Geschichte noch beachtliche Lücken zu schließen hat, sehr informativ.
Dabei neigt der Autor zum schnellen Urteil. Teilweise im Nebensatz werden geschichtliche Gestalten als Deppen, Taugenichtse oder Verbrecher abgekanzelt. Vor allem die Kirche bekommt gehörig ihr Fett ab: Rosendorfer verbirgt nicht, was er von der Kirche damals und auch wohl noch heute hält. Besonders heftig wird er bei einem gedanklichen Ausflug in die heutige Zeit, in dem er die Bemühungen der katholischen Kirche, sich dem in ihrem Namen begangen himmelschreienden Unrecht zu stellen, verwirft. An dieser Stelle wird Rosendorfer endgültig zum Oberlehrer; man braucht kein Katholik zu sein und kann der katholischen wie jeder anderen christlichen Kirche skeptisch gegenüberstehen und dennoch Rosendorfers Geifern abstoßend finden. Er versteigt sich sogar soweit, Papst Johannes Paul II als Marienverehrer eine mindere Intelligenz zuzuschreiben.
Seine eigene Intelligenz beweist der Autor dagegen durch wiederholten Einsatz von Fremdwörtern, so z.B. liest man unzählige Male von Epitheton ( = „Hinzugefügtes", anstatt Bei- oder Zuname), einmal gar Epitheton ornans. Auch den gelernten Juristen versteckt Rosendorfer nicht: Immer wieder findet man seine Hinweise, wie die Lage damals de jure eigentlich zu sein hatte.
Seine Lust zum Urteilen und zum Verurteilen durchzieht den ganzen Band als prägendes Stilmerkmal. Darin erinnerte er mich an Egon Friedell, der in seiner „Kulturgeschichte der Neuzeit" eine ähnlich offensive Gangart bei der Bewertung geschichtlicher Vorgänge pflegte, wobei er dessen Klasse in meinen Augen nicht erreicht. Rosendorfer nervt mit der Zeit, sein Urteil wirkt zu häufig in seiner beiläufigen, wenig oder gar nicht begründeten Art anmaßend.
Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb liest sich sein Werk amüsant und flüssig, und auch wenn es ärgerlich wird, macht die Lektüre dennoch Spaß. Zwar wirkt sein Sprachstil auf mich an manchen Stellen nicht schön (anders in den oben zitierten Büchern!), aber darüber kann man bekanntlich nicht streiten. Ich zumindest musste einige unglücklich aufgebaute Sätze mehrmals lesen, um sie zu verstehen.
Im Vergleich zum hier besprochenen zweiten Band schreibt Rosendorfer in seinem ersten Band der deutschen Geschichte (auch bei dtv erschienen, behandelt die Anfänge in der Germanenzeit bis zum Beginn des zwölften Jahrhunderts) noch etwas milder; aus Rosendorfers Sicht vielleicht mit Grund, mögen doch die handelnden Personen in jener Zeit etwas untadeliger gewesen sein.
Liest man beide Bände unmittelbar hintereinander, nutzt sich sein unterhaltender Stil schnell ab. Inhaltliche Wiederholungen fallen unangenehm auf, so zum Beispiel sein fortwährendes Wettern gegen die gewaltsame Missionierung. Seine Abscheu diesbezüglich mag ja berechtigt sein, jedoch ist es mit der Zeit ermüdend, immer wieder zu lesen, dass „christliche Lehre der Liebe den Slawen etc. über den Kopf gehauen wurde".
Insgesamt durchaus empfehlenswert, wobei etwas mehr Distanz zu den Ereignissen dem Buch sicherlich gut getan hätte. Es macht auf jeden Fall Lust, mehr über diese Zeit zu lesen.
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5.0 von 5 Sternen Deutsche Geschichte - einmal ganz anders, 7. September 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Geschichte Ein Versuch: Von der Stauferzeit bis zu König Wenzel dem Faulen (Taschenbuch)
Deutsche Geschichte, in der Schule oftmals dröge und nur durch aneinander gereihte Jahreszahlen vermittelt, gewinnt mit Herbert Rosendorfer ein ganz neues, frisches Profil. Humorvoll, mit spitzen Seitenhieben gegen die unheilvolle Allmacht der Kirche - die Bände lesen sich spannend, locker und in jedem Kapitel lugt eine neue Erkenntnis hervor. Ich bin zwar erst bei Band 3 angelangt, doch begeistert von dem, was mir bisher geboten wurde. Jedem sei vor allem der vorliegende Band empfohlen, denn es gelingt Herbert Rosendorfer, das "finstere Mittelalter" mit all seinen Wirren und Händeln klar und übersichtlich darzustellen. Wie gesagt - ich bin begeistert.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessantes Sachbuch und trotzdem lustig zu lesen, 11. Juni 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Geschichte Ein Versuch: Von der Stauferzeit bis zu König Wenzel dem Faulen (Taschenbuch)
Kurzweilige Lektüre, auch wenn's natürlich schwerfällt, sich die ganzen Namen zu merken, da zur Stauferzeit offenbar die meisten Leute - zumindest die berichtenswerten - Heinrich, Konrad oder Otto hießen; da gab's den (Gegen-? das ist strittig) -könig Heinrich (VII.), Sohn Friedrichs II., nicht zu verwechseln mit Heinrich VII. aus dem Hause Luxemburg.....aber dafür kann Rosendorfer ja wirklich nichts.

Ich selbst bin in puncto deutsche Geschichte nicht ganz unbeleckt, aber die Stauferzeit, wer kennt sich da schon wirklich aus? Die meisten wissen vor allem, daß die Staufer gegen das Papsttum gekämpft haben und die Päpste ihrerseits deswegen die Welfen unterstützten, und daß Barbarossas Bart im Kyffhäuser durch den Marmortisch wächst.... Ganz so simpel ist's auch wieder nicht, wie Rosendorfer aufzeigt.

Gerade als Nicht-Historiker (er ist eigentlich Jurist) schafft Rosendorfer es, andere Nicht-Historiker durch seine Erzählweise zu fesseln.

Unabhängig von meinem Vorrezensenten habe auch ich mich aber auch ziemlich über die Stelle geärgert, an der die Entschuldigung Johannes Pauls für die Fehler der Kirche veralbert wird, und auch die generelle Einstellung der Kirche gegenüber. Sicherlich ist aus heutiger Sicht vieles zu verurteilen, aber gegenüber weltlichen Herrschern wendet Rosendorfer nicht annähernd den selben Maßstab an, da werden Angriffskriege und Verrat zur Stärkung der eigenen Machtbasis - sofern sie am Ende erfolgreich waren - eher gutgeheißen. Und der deutsche Bundespräsident hat sich meines Wissens noch nicht für frühere Untaten der römisch-deutschen Könige oder Kaiser entschuldigt. Nun, das nur am Rande.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amüsantes Werk über das Deutsche Mittelalter, 27. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Geschichte Ein Versuch: Von der Stauferzeit bis zu König Wenzel dem Faulen (Taschenbuch)
Rosendorfer schafft es auf amüsante, manchmal leider übertrieben bösartige Weise, einen Abriß der deutschen Geschichte des Mittelalters zu geben. Teilweise verwirrt die schnelle Abfolge von Kaisern, Königen, Fürsten, Päpsten und Gegenpäpsten. Besonders wenn sie alle Otto heißen.
Ein sehr interessantes und lesbares Werk über die Deutsche Geschichte.
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Deutsche Geschichte Ein Versuch: Von der Stauferzeit bis zu König Wenzel dem Faulen
Deutsche Geschichte Ein Versuch: Von der Stauferzeit bis zu König Wenzel dem Faulen von Herbert Rosendorfer (Taschenbuch - 1. Dezember 2003)
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