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5.0 von 5 Sternen Virtuose literarische Bacchanale
Martin Amis ist der "Bad Boy" der britischen Literatur, sein früher Roman "Gierig" (orig. "Money") beweist eindrucksvoll, wieso er diesen Ruf hat.

John Self ist der Ich-Erzähler, der den Leser direkt in seine Geschichte einbindet, der rotzfrech um den Leser buhlt, ihm immer wieder unangenehme Details verschweigt, um in einem besseren Licht...
Veröffentlicht am 27. November 2008 von Roland F.

versus
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen British Psycho
Bei der Beurteilung von Büchern lege ich unterschiedliche Kriterien zugrunde. Wie sehr hat es mich sprachlich begeistert? Konnte ich etwas daraus lernen? Besitzt das Buch psychologischen Tiefgang? Und selbstverständlich vor allem: Hat mich das Werk in seinen Bann gezogen?
Martin Amis’ „Gierig“ erinnert sehr an Bret Easton Ellis’...
Veröffentlicht am 6. März 2006 von Th. Leibfried


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Virtuose literarische Bacchanale, 27. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Gierig: Roman (Taschenbuch)
Martin Amis ist der "Bad Boy" der britischen Literatur, sein früher Roman "Gierig" (orig. "Money") beweist eindrucksvoll, wieso er diesen Ruf hat.

John Self ist der Ich-Erzähler, der den Leser direkt in seine Geschichte einbindet, der rotzfrech um den Leser buhlt, ihm immer wieder unangenehme Details verschweigt, um in einem besseren Licht dazustehen.

John Self ist fett, er ist Alkoholiker, er ist süchtig nach Sex und er hat verstanden (zumindest meint er das), dass sich das Leben nur ums Geld dreht. Seinen Anblick im Spiegel kann er nur mit Alkohol verkraften.
Mit einem Bekannten will er in New York einen Film drehen, "Gutes Geld", oder "Schlechtes Geld", so wenig sicher wie der genaue Titel ist die Besetzung der Rollen. Die Idee zum Film kommt von John Self, das Drehbuch gibt es noch nicht.
Man verfolgt die Suche und das Werben um die Stars, denen Martin Amis (wie so oft) schräge und sarkastische Namen gegeben hat.
Selina, Johns Freundin betrügt ihn nach Strich und Faden, oder doch nicht?
Barry Self, der Vater, hat eine neue Freundin, die gerührt ist, Centrefold einer Pornozeitschrift zu sein. Trotzdem liebt er sie (oder er meint sie zu lieben...), er weiß, so lange er genug Geld hat, wird sie immer wieder zu ihm zurückkommen.

Irgendwie intrigiert hier jeder gegen jeden, jede neue Seite dieses Buches schnürt das Netz von Intrigen weiter zu.
Zusätzlich erhält Drohanrufe, ein geheimnisvoller Gegner scheint ihn konsequent zu verfolgen.

John lehnt das fertige Drehbuch ab und bittet (!) Martin Amis, den er zwar nicht sympathisch findet, den er aber aus diversen Londoner Pubs kennt, das Drehbuch so umzuschreiben, wie er es haben will.

Eine skurrile Bacchanale, eine Alk- und Pornoorgie- "das Leben ist Pornographie, weil die Gedanken pornographisch sind", so John Self im Buch- ein bösartige Satire auf die Welt der Stars, auf die Welt der Pornographie, ein rauschhaftes Buch; bald ist nicht mehr klar, wo die Grenzen zwischen Realität und Einbildung sind.

"Gierig" ist ein ganz tolles, rasantes Buch, Lautlachszenen unterwegs oder daheim sind garantiert (z.B. dank der paar Sätze, die lakonisch die Vorteile des Singlelebens darstellen... Seite 90...), das sich so nebenbei überraschenderweiseauch zu einer Art Entwicklungsroman entwickelt.
Natürlich ist einiges den frühen 80er Jahren zuzuschreiben, eine witzige, böse, unterhaltende virtuose literarische Glanzleistung ist "Gierig" auf jeden Fall.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen British Psycho, 6. März 2006
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gierig: Roman (Taschenbuch)
Bei der Beurteilung von Büchern lege ich unterschiedliche Kriterien zugrunde. Wie sehr hat es mich sprachlich begeistert? Konnte ich etwas daraus lernen? Besitzt das Buch psychologischen Tiefgang? Und selbstverständlich vor allem: Hat mich das Werk in seinen Bann gezogen?
Martin Amis’ „Gierig“ erinnert sehr an Bret Easton Ellis’ „American Psycho“. Zumindest wenn man „American Psycho“ zuerst gelesen hat wie ich. „Gierig“ ist sieben Jahre früher veröffentlicht, und so müsste es einem umgekehrt gehen. „American Psycho“ gehört, bei aller Umstrittenheit, zu meinen Allzeitfavoriten. Das Buch habe ich verschlungen, erst recht, als ich den eigentlichen Plot, der vom Autor nicht beschrieben wird, durchschaut hatte. Bei „Gierig“ dagegen kam ich nie in einen richtigen Lesefluss. Das Buch hat Witz, keine Frage. Wenn auch der Humor zweifellos nicht jedermanns Sache ist. Und der Roman transportiert eine Botschaft. Auch ganz ohne Zweifel. Aber, und da kann Amis nichts dafür, diese Botschaft war im Jahr 1984 interessanter als sie heute ist. Möglicherweise fiele mein Urteil deutlich positiver aus, wenn ich das Buch zehn oder fünfzehn Jahre früher gelesen hätte. Habe ich aber nicht. Und Dostojewskis Romane haben 150 Jahre auf dem Buckel und faszinieren mich schließlich auch noch.
Amis zieht sprachlich jedes Register, um zu reizen, um zu provozieren. Und je nach Leser gelingt ihm das sicherlich auch heute noch. Die Story an sich ist nicht schlecht aufgebaut, der Plot in Ordnung. Aber wie gesagt, der Funke ist zu mir nicht wirklich übergesprungen. Meine Begeisterung für die Sprache hält sich in Grenzen, wenn auch die Originalität an vielen Stellen bemerkenswert ist. Da ich mich, in der zweiten Hälfte noch mehr als auf den ersten 200 Seiten, zum Teil zwingen musste, weiterzulesen, sind mehr als drei Sterne nicht drin. Wer eine lockere, direkte Sprache der achtziger und frühen neunziger Jahre sucht, dem sei an dieser Stelle Philippe Djian empfohlen. Egal ob „Betty Blue“, “Erogene Zone” oder andere Werke des Franzosen.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert, aber im Original wenn moeglich, 26. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gierig (Broschiert)
Ich habe das Buch verschlungen; in jeder freien Minute habe ich gelesen. Es war weniger die Handlung, die mich gefesselt hatte, sondern vielmehr die Sprache, die selbsterfundenen Ausdruecke, die jedoch so treffend sind, dass sie keiner naeheren Erlaeuterung beduerfen, und man sich fragt, warum dieses oder jenes Wort eigentlich nicht existiert, oder warum noch keiner selbst daran gedacht hat. Die Charakterisationen sind ausgezeichnet, wie z.B. der Groessenwahnsinn von Hollywood-Superstars. Ich habe immer wieder zurueckgeblaettert um diesen oder jenen Witz noch einmal zu lesen und darueber zu kichern. Jedoch, besonders in der zweiten Haelfte, bekam ich immer mehr das Gefuehl, dass ich das Buch nicht richtig verstand, und dass mir eine Menge Anspielungen entgingen. Dennoch hat es mir ausnehmend gut gefallen, und ich werde es bestimmt oefter mal wieder in die Hand nehmen!
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloses Buch, 1. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gierig: Roman (Gebundene Ausgabe)
GIERIG behandelt ein Thema, welches zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts und erst recht zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts mehr als aktuell ist: Das GELD. Inhaltlich dreht sich das Buch um das Filmgewerbe, doch, und das versucht der Autor mitzuteilen, steht dieses alegorisch für viele Auswüchse der heutigen Gesellschaft. Ein Buch, daß dann zu lesen angebracht ist, wenn die Gier und Sucht nach Geld wieder von einem selbst Besitz zu ergreifen scheint.
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4.0 von 5 Sternen Das knallharte Leben in der Real-World, 2. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gierig: Roman (Taschenbuch)
zugegeben, am anfang waren stil und handlung des romans sehr gewöhnungsbedüftig. nach einiger zeit fand ich aber beides sehr erfrischend. der roman hat mir vor allem deswegen gefallen, weil er aus dem heutigen leben gegriffen sein könnte. stellenweise ist man sich nicht sicher, ob man mit dem protagnosisten mitleid empfinden oder ihn verachten soll. gerade das macht das buch so gut. allerdings gibt es einen stern abzug, weil einige passagen schon recht langweilig waren, außerdem war der schluss für mich zu vorhersehbar.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Uff!, 7. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Gierig: Roman (Taschenbuch)
Umschlagrückseite:
"Süchtig nach Kohle, Erfolg und Konsum tobt John Self durch London und New York. Amis erzählt die Chronik einer Entfremdung in mörderischem Tempo. Mit rotzfrechem Gassenjargon jagt er den Leser durch das Labyrinth eines inneren Monologs, der bei aller Hitze Kälte aufkommen läßt. Ein Buch, das an den Nerv geht."

Wenn man das "an" im letzten Satz in ein "auf" ändert, passt das.
Gut, der Monolog wird erwähnt. Aber er schleppt sich wie Lava durch den ganzen Roman dahin. Der Autor wollte wohl eine gesellschaftskritische Satire abliefern, aber das gelingt nur in Ansätzen, und auch da lediglich gegen Ende. Ab und an ein kleines Aufblitzen dieser Absicht reicht nicht aus, ist erheblich zu wenig.

Ich habe irgendwo gelesen, daß "Gierig" eine Art Referenz für spätere Werke von Bret Easton Ellis oder John Niven sein soll - das wäre, bei allem Respekt, ungefähr so, als würde man als Referenz für Slayer nicht Judas Priest, sondern Mott the Hoople und Lena Valaitis aufführen.

Völlig unspannend, langweilig, und auch etwas ärgerlich.
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4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Pop-Roman, 28. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gierig: Roman (Gebundene Ausgabe)
Geniale Sprache, irrer Plot - dieses Buch ist ein großer Pop-Roman, dem genialen "American Psycho" von Bret Easton Ellis ebenbürtig.
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1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bieder und lau!, 30. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Gierig: Roman (Taschenbuch)
Ein nicht enden wollender Monolog. Wirre Gedankengänge, kein erkennbarer Plot.

Leider wird das Thema "Gier nach Geld" nicht mit besonderer Tiefe herausgearbeitet. Die Charaktere bleiben, trotz allem Geschreibe, oberflächlich und lahm.

Ich mußte mich jede Zeile zwingen weiterzulesen. Nicht weil das Buch womöglich so skandalös ist - nein, das ist es leider nicht, sondern weil der Autor sich, so scheint's, nicht so viel Mühe gegeben hat, ein Werk zu schaffen, das dem Thema gerecht wird.

Netter Versuch, aber das Ergenis ist bieder und lau.
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Gierig: Roman
Gierig: Roman von Martin Amis (Taschenbuch - 1. Dezember 2003)
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