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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man lese diesen Roman mindestens zweimal
Leo Perutz führt uns in seinem Roman "Der Meister des Jüngsten Tages" anscheinend in urmenschliche, längst verschüttete Tiefen der Seele, darin noch die Keime einer Furcht liegen, die für uns heutige Menschen nicht mehr zu ertragen wäre. So ähnlich formuliert es Perutz selbst an einer Stelle. Der Beginn des Romans liest sich ganz wie...
Veröffentlicht am 6. August 2005 von Werner Fletcher

versus
6 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend und staubig zugleich
Nach den vielen so positiven Rezensionen von Leo Perutz musste ich ihn auch mal kennen lernen. Die Story dieses Krimis ist einzigartig gut, Motiv und Tatwerkzeug einmal ganz anders als erwartet. Die Moral der Geschichte ist letztlich sehr beeindruckend und tiefgehend. Das wirklich Bedauerliche für mich an diesem Buch war, dass die Sprache und die Inszenierung des...
Veröffentlicht am 25. Juli 2008 von Dr. Rudolf Pichler


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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man lese diesen Roman mindestens zweimal, 6. August 2005
Von 
Werner Fletcher (Delbrück Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
Leo Perutz führt uns in seinem Roman "Der Meister des Jüngsten Tages" anscheinend in urmenschliche, längst verschüttete Tiefen der Seele, darin noch die Keime einer Furcht liegen, die für uns heutige Menschen nicht mehr zu ertragen wäre. So ähnlich formuliert es Perutz selbst an einer Stelle. Der Beginn des Romans liest sich ganz wie eine Detektivgeschichte, aber der für diese Literaturgattung übliche Rahmen wird nach und nach erweitert, verlagert sich mehr und mehr in die dunkelsten Regionen der menschlichen Seele, so wie sich auch das Bewußtsein der handelnden Personen erweitert. Diese Personen sind erfüllt von Rastlosigkeit, eine innere Unruhe treibt sie an, sie bewegen sich im Grenzbereich zwischen Wirklichem und Unwirklichem, immer auf der Suche nicht nur nach ihrer eigenen Identität, sondern auch nach der Identität ihrer Mitmenschen.
Die Identitätsfindung ist ein zentrales, immer wiederkehrendes Thema in Perutz Romanen, in diesem speziellen Fall ist sie verbunden mit der Bewußtseinserweiterung durch Drogen. Mit minutiöser Akribie verknüpft Leo Perutz die Fäden der Handlung, wartet zuerst mit Überraschungen und "Unmöglichem" auf und bietet dann stets überzeugende Lösungen an, die das Verständnis des Lesers nicht überfordern, wiewohl am Ende immer noch ein schwankendes Fragezeichen im Winde geheimnisvoller Mutmaßungen nachzittert. Die Sprache von Leo Perutz ist einfach, klar, fast mathematisch genau, und trotzdem versteht es der Autor, fesselnd und spannend zu erzählen.
Die größte Überraschung hat sich Perutz für den Schluß aufgespart. Dieser Schluß fordert den Leser gewissermaßen dazu auf, den gesamten Text noch einmal zu lesen und dann tatsächlich wie ein Detektiv nach Indizien zu suchen, die das phantastische Lügenkonstrukt des Ich-Erzählers zusammenstürzen lassen. Ein genialer Kunstgriff des Autors!
Der Name Leo Perutz ist zwar heute der Vergessenheit entrissen, doch hätte er wohl eine noch weitere Verbreitung verdient und auch eine größere Zuwendung von Seiten der Literaturwissenschaft.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es funkelt voll ..., 18. Mai 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
... kleiner Romane im Sternenbild von Leo Perutz. Er ist kein Genie in erster Reihe, dafür aber eins, dass sich in der zweiten leicht gegen die Pfeiler lehnt und schmunzelt; ein kleiner Geist ohne kleingeistig zu sein, ist jeder seiner Romane eine Überraschung und eine Lesefreude gleichermaßen. Vom historisch gestützten Roman Turlupin, über die höchst virtuose Ideengeschichte Zwischen neun und neun bis zum Panoramaroman (wie Daniel Kehlmann ihn erst letztens zelebrierte X) Nachts unter der steinernen Brücke scheint ihm alles zu gelingen.

So auch der etwas andere Kriminalroman (Jorge Luis Borges nahm ihn übrigens in seine Sammlung der besten Kriminalromane auf).
Eigentlich ist "Der Meister des jüngsten Tages" kein wirklicher Kriminalroman und - doch - er ist auf jeden Fall ein Kriminalfall. Und darin, in dieser seltsam widersprüchlichen Ausage liegt die Brillianz, die sich dem Leser erst bei der Lektüre erschließen wird.

Ein phantastischer Kriminalroman, leicht zu lesen, voller Wendungen, ein "Seitensprung zwischen Agatha Christie und Franz Kafka" wie Friedrich Torberg so schön formulierte, ein Feuerwerk mit Seltenheitsgarantie. Wer Bücher gerne als Geschichten und Entdeckungen zugleich sieht, der ist bei Leo Perutz immer richtig.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kiffen für Fortgeschrittene, 23. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
Der Meister ist zurück - und dieses Mal bezieht sich das nicht allein auf den Autor! In einem seiner zeitgenössischen Romane wird der Leser in eine Art von "Moderne" versetzt, in der die Vergangenheit noch heftigst nachwirkt: Ein jahrhundertealtes Gespenst geht um und reißt eine Reihe von Männern in den Tod. Zunächst sieht es noch danach aus, als wäre ein Mensch für die Taten verantwortlich - dann schwenkt der Focus auf ein unfaßbares Ungeheuer... und schließlich auf die Dämonen, die in unseren Köpfen hausen.

Die Handlung ist nicht wirklich der Phantastik zuzuordnen, obwohl man bis zur Aufklärung des Mysteriums durchaus den Eindruck hat, es könnte wieder etwas Übernatürliches im Busch sein. Wie in "Zwischen neun und neun" oder "Der Judas des Leonardo" löst Perutz auch hier seine Geschichte realistisch auf, das tut der Spannung und dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Wieder einmal treten faszinierende, lebensechte und sehr unterschiedliche Charaktere auf, die so MEISTERhaft modelliert sind, daß es schwerfällt, sie als literarische Erfindungen zu akzeptieren. Perutz wickelt seine Plots nie nach Schema F ab, benutzt nie Stereotypen und strengt sich grundsätzlich an, dem Leser ein perfekt inszeniertes Rätsel zu bieten, das erst ganz allmählich durchsichtig wird und selbst dann oft noch im letzten Abschnitt des Buches vollkommen überrascht.

"Der Meister des Jüngsten Tages" ist eine unglaubliche Detektivgeschichte, die nicht allein der verbotenen Substanzen wegen, die in ihr vorkommen, an Holmes erinnert - wenn auch kein berufsmäßiger Detektiv hinter die Ursache der Todesfälle kommt. Unbedingt lesen!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastische Geschichte, 1. September 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
Der leider noch immer viel zu unbekannte Leo Perutz hat mit diesem Frühwerk eine meisterhafte Geschichte verfasst, die auf mehreren Handlungsebenen läuft und auch zum Schluß noch einige Deutungen offen laesst.
Eine serie rätzelhafter Selbstmorde erschüttert die Gesellschaft kurz nach 1900; auch ein Teil der Protagonisten begibt sich in höchste Gefahr und zuletzt scheint auch die Lösung durch den Erzähler dessen Rolle in einem anderen Licht erscheinen.
Mehr möchte ich nicht verraten; hinein ins Lesevergnügen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk im Kopf des Lesers, 29. April 2007
Von 
Thomas Holtbernd "Thomas Holtbernd" (Bottrop) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
"Der Meister des Jüngsten Tages" ist ein Meisterwerk der Literatur. Zwar fällt es vielleicht ein wenig schwer, sich an den Sprachstil des Autors zu gewöhnen, bzw. an den Stil zu Anfang des 20. Jahrhunderts, doch ist dann das Lesen ein Genuss. Die Geschichte ist gut aufgebaut, vielschichtig und die eigentliche Geschichte entsteht im Kopf des Lesers, da nicht wie bei einem Krimi zum Schluss die Auflösung kommt, sondern der Leser gezwungen wird, selbst zu entscheiden, was er für die Lösung hält. Gleichzeitig ist "Der Meister des Jüngsten Tages" auch ein psychologischer Roman, bei dem die konkrete Auflösung nebensächlich ist, da es um das Böse im eigenen Hause geht. Es finden sich viele kleine Anspielungen auf Sigmund Freud, doch sind diese nicht platt und wenn jemand sie nicht bemerkt für das Verständnis auch nicht wichtig. Zum dritten ist das Buch ein anschaulicher Bericht über Drogenerfahrungen. Und da Krimi, psychologischer Roman und Bildungsroman zusammen kommen, kann man dieses Buch auch mehrmals mit sehr viel Gewinn lesen. Dieses Buch müsste auf der Liste der wichtigsten Bücher stehen und zum Bildungskanon gehören.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafter Psychothriller, 21. November 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
Gleich nach den ersten Seiten dieses Buches wird dem Leser klar, dass es sich hierbei nicht um einen Thriller der gängigen Machart handelt, sondern um Literatur in Höchstform. Durch den souveränen Umgang mit der Sprache gelingen Perutz eindringliche Milieu- und Personenstudien aus dem Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Was ist der Grund für die rätselhaften Selbstmorde? Freiherr von Yosch und der Ingenieur Solgrub ermitteln gemeinsam und bald stoßen sie auf ein uraltes Geheimnis. Dass es sich dabei nicht um eine gewöhnliche Lösung handelt, wird schon im Vorwort klar und das Ende führt den Leser hinein in die Abgründe er menschlichen Seele mit vielen Deutungen. Es ist ein wirklicher Psychothriller, in dem sich surreales und reales vermischt und Edgar Allan Poe grüßen lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung pur, 5. Juni 2013
Dieser Roman von Perutz mischt Elemente des Kriminalromans mit denen des phantastischen Romans. Eine Serie von unerklärlichen Selbstmorden ereignet sich im Wien vor dem Ersten Weltkrieg - eine kleine Gruppe von Leuten versucht den Hintergründen nachzuforschen. Dabei kommt sie auf die Spur eines jahrhundertealten Textes mit dem Rezept für einen gefährlichen Drogencoctail ... Das Ganze ist extrem spannend, so dass Adorno zu Recht den Text als "genialen Spannungsroman" bezeichnete.
In einer Schlussbemerkung teilt uns ein fiktiver Herausgeber mit, dass die letzten zwei Drittel des Romans nichts mehr mit dem realen Geschehen zu tun haben und rein der Fantasie des Autors entsprungen sind: Er wolle mit seiner Geschichte davon ablenken, dass er selbst das erste Opfer in den Selbstmord getrieben hat ("ein Versuch, die Geschehnisse durch ihre Erzählung zu korrigieren" - H.-H. Müller). Man kann dies als einen kleinen Essay über die Autonomie der Kunst betrachten. - Folgen wir der Lesart der Schlussbemerkung, so wird uns der Großteil des Romans als Fiktion in der Fiktion dargeboten. Der Spannung tut dies jedoch keinen Abbruch.
Großartig geschrieben, schätzte Perutz seinen Roman trotzdem nicht sehr. Vielleicht kam ihm die schwüle mystisch-kriminalistische Atmosphäre der Story im Nachhinein etwas dick aufgetragen vor. Sie trägt in der Tat einiges vom damaligen Zeitkolorit. - Sprachlich wie immer auf allerhöchstem Niveau, ist der sehr unzuverlässige Erzähler kennzeichnend (wie so oft bei Perutz) - der Leser kann sich SEINE Geschichte (quasi je nach der von ihm festgestellten Wahrscheinlichkeit) auswählen. Bei den neueren Zsolnay-Ausgaben kommt ihm dabei wieder das kenntnisreiche Nachwort von Hans-Harald Müller (35 S., bei dtv möglicherweise deutlich weniger - jedenfalls so bei "Zwischen 9 und 9"!) sehr zu Hilfe! Allerdings fällt zumindest in der 1989'er-Ausgabe eine Fülle von Druckfehlern auf (einzelne Buchstaben falsch oder vertauscht) - wieweit das in den späteren Nachdrucken übernommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Bei der Auswahl der Edition der Perutz'schen Werke empfiehlt sich äußerste Vorsicht. Ausgaben bis zu den 80'er- (oder bei Taschenbüchern bis zu den 90'er-) Jahren entsprechen oft nicht den Erstausgaben! Spätere dtv-Ausgaben dagegen können ein stark gekürztes Nachwort haben (im Vergleich zu den neuen Zsolnay-Editionen der 80'er und 90'er)!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perutz ist immer für eine Überraschung gut, 25. April 2013
Von 
Raumzeitreisender (Alpha Centauri) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
Wer Bücher von Leo Perutz kennt, weiß, dass diese perfekt konstruiert sind und die Lösung bis zum Schluss offen lassen. Seine Plots sind ausgefallen, mehrdeutig und erstklassig. "Der Meister des Jüngsten Tages" ist ein psychologischer Krimi mit mystischem Einschlag. Er enthält reale und fantastische Anteile. Um das Werk besser zu verstehen, empfiehlt es sich, die Geschichte, nachdem man die Hintergründe kennt, ein zweites mal zu lesen.

Das Buch beginnt mit einem "Vorwort statt eines Nachworts" und endet mit "Schlussbemerkungen des Herausgebers", womit eine fiktiver Bekannter von Freiherr von Yosch, dem Ich-Erzähler des Romans, gemeint ist. Das Vorwort stammt von Freiherr von Yosch. Der Herausgeber kennt nach eigener Aussage die wahren Zusammenhänge und veröffentlicht die Erinnerungen von Freiherr von Yosch, die dieser zu Papier gebracht hat. Damit ist neben der Erzählebene eine Metaebene definiert.

Wenngleich mein persönlicher Favorit von Perutz "Der schwedische Reiter" ist und bleibt, handelt es sich bei "Der Meister des Jüngsten Tages" um einen exzellenten Roman. Daran ändert auch die etwas antiquierte Sprache nichts. Perutz eignet sich als Orientierung für junge Literaten und sollte aufgrund seiner Originalität, Kreativität und Stringenz nicht in Vergessenheit geraten.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung und mehr, 20. Januar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
Mit Leo Perutz' "Der Meister des jüngsten Tages" hält der Leser ein Buch der Extraklasse in seinen Händen. Keine Frage: es ist ein spannendes, ein packendes Buch. Die 1923 erschienene Geschichte bietet mehr, als nur kriminalistische Unterhaltung. Die Frage, was an der Handlung literarische Realität und was nur Fiktion der Hauptperson ist, wird in dem Buch meisterhaft ausgearbeitet. Hinzukommen die eindringlich geschilderten emotionalen und psychischen Zustände der Handelnden. Nicht zuletzt gibt das Buch auch einen Einblick in das bürgerlich-adlige Milieu einer vergangenen Epoche. Kriminalfall, Psychogramm und Historisches in einem. Unbedingt empfehlenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirkliches Meisterwerk. Nicht nur fÃr den jÃngsten Tag., 30. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Meister des Jüngsten Tages: Roman (Taschenbuch)
Warum bringen sich Menschen, zwischen welchen keine offensichtliche Verbindung besteht einfach um? Freiherr von Yosch, der Ich-ErzÃhler versucht ein Motiv fÃr diese (Selbst?)Morde zu finden. Zusammen mit Felix und Dr. Gorski dringt er weiter zu einer möglichen Wahrheit vor. Dabei fÃllt der Verdacht auch auf ihn selbst.
Der Leser wird in die Geschichte gezogen. Was und wem kann man glauben? Kann denn der Ich-ErzÃhler LÃgen? Man schwankt zwischen Meinungen und Ideen. Wie kein anderer baut Perutz diesen Konflikt, welcher beim Leser entsteht auf. Er arbeitet mit dieser Methode auch in seinen anderen Werken, hier ist ihm dies meiner Meinung nach jedoch am besten gelungen.
Ein wirklich lesenswertes Buch.
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Der Meister des Jüngsten Tages: Roman
Der Meister des Jüngsten Tages: Roman von Leo Perutz (Taschenbuch - 1. August 2003)
EUR 9,90
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