Kundenrezensionen

23
4,2 von 5 Sternen
Die rote Antilope: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Dezember 2002
Darf man einen kleinen Jungen aus seinem Heimatland entführen?
Ihn in einem Land gefangen halten, in dem es kälter und ganz anders ist als "zu Hause"?
Darf man ihn als "verrückt" abstempeln, aufgrund seiner Hautfarbe und seinen Vorstellungen?
Alle diese Fragen werden aufgeworfen, in dem Roman "Die rote Antilope" von Henning Mankell. Nicht, dass sie eindeutig beantwortet würden, nein so einfach macht Mankell das dem Leser nicht. Selber denken und antworten finden muss man schon selber. Aber die Geschichte, auf der die Fragen (und Antworten?!) basieren, ist ergreifend, spannend und sehr kritisch. Der Sinn fürs Detail mag einen die ersten Seiten lang ein bisschen nerven, doch zur Mitte des Buches und Besonders am Ende ist es schließlich ausschlaggebend. Denn genau diese winzigen Details ermöglichen es dem Leser, Molo (Daniel) zu verstehen.
Es ist ein tolles Buch, geprägt von der Liebe zu Afrika und der Kritik an verwundeten Menschenrechten.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein schwedischer Wissenschaftler bringt Ende des 19. Jhd. von seiner Expedition aus Südafrika einen schwarzen Jungen mit nach Nordeuropa und versucht diesen zu zivilisieren und in die Gesellschaft zu integrieren... wird es ihm gelingen?
Kann er den Jungen, dessen Familie vor seinen Augen umgebracht wurde, glücklich machen - kann er sich selbst einen Traum von Nähe und Familie dadurch verwirklichen? Wie wird die Gesellschaft auf den "Negerknaben" reagieren?
Sprachlich klar und präzise werden die Personen, die Landschaften die Stimmungen beschrieben.
Vom Feuer der Wüste Südafrikas zum nebligen kalten Nordeuropa, von dem sich nach Wärme und Geborgenheit sehnenden schwarzen Jungen, bis zu dem im Leben gescheiterten Schweden, der sich und den Jungen am Rande des Existenzminimums durchboxt....
Hier werden nicht nur durch die Veränderung des Blickwinkels der Erzählperspektive (einmal Mann - einmal Junge) die unterschiedlichen Welten dargestellt und jede davon dem Leser fühlbar und nachvollziehbar gemacht.
Spannend obwohl kein Krimi, locker und leicht geschrieben - dennoch nicht seicht. Intelligenter Aufbau und nette Story!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Die rote Antilope" ist ein ganz besonderes Buch. Henning Mankell schafft es in gewohnter Manier, den Leser tief in die Geschichte zu ziehen. Diesmal folgt man nicht den Spuren eines Kommissares sondern denen eines kleinen afrikanischen Jungen und seine Ziehvaters im 19. Jahrhundert. In eigentlich egoistischer, aber guter Absicht versucht der schwedische Forscher, den kleinen Afrikaner in Schweden zu integrieren mit dem Resultat, dass Daniel/Molo an der Sehnsucht zu seinen Wurzeln zugrunde geht. Ein Buch, das zu Herzen geht und fragt, inwieweit Menschen über die "Verpflanzung" eines anderen entscheiden dürfen.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Februar 2003
Ich komme aus Afrika und lebe in Deutschland. Ich bin so schwarz wie Daniel und erlebe Manches jetzt in 2003, wie Daniel erlebt hat in 1870s. Wenn ich zu Fuß in den Dörfern bin, fassen Leute mich an, weil sie wissen wollen ob ich gemalt bin. Sie streicheln mein Haar , nennen mich Neger oder dunkel wie die Nacht und so weiter. Meiner Meinung nach, Mankell will zeigen wie die Kultur zwischen Europa und Afrika damals war. Sprachlich konnten sich mit einander nicht verständigen. Die Vorurteile über die Afrikaner waren noch starker als heute. Er will auch zeigen wie ein Mensch mit wenigem glücklich sein kann. Mankell scheint die beiden Welt gut zu kennen, um so ein Buch schreiben zu können. Das Buch ist traurig, aber reflektiert manche Normalitäten. Auch heute werden Afrikaner von den Europäern nicht als of gleiche Intellekt bewertet.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Oktober 2002
Henning Mankell erzählt in seinem Roman „Die rote Antilope" die Geschichte eines kleinen schwarzen Jungen, der Ende des 19. Jahrhunderts von einem, der auf der Suche nach dem Sinn seiner eigenen Existenz ist, aus seiner afrikanischen Heimat mit nach Schweden genommen wird. Dies geschieht zwar durchaus auch aus wohlwollenden Motiven, ist aber auch nicht ganz uneigennützig.
Im Vordergrund des Handlungsverlaufs der Geschichte, in diesem angenehm zu lesenden Roman, stehen dabei die Empfindungen des Jungen, der, obwohl er die neue Sprache und einige Gepflogenheiten des täglichen Miteinanders erlernt, sich niemals heimisch fühlt. Er wird begafft und vermessen, gezeichnet und vorgeführt. Er soll sagen wie sein neuer Name lautet und dass er an Gott glaubt. Für seine Geschichte interessiert sich dagegen niemand. Auch, dass er wie Jesus übers Wasser laufen will, behält er zunächst für sich.
Mankell versteht es die Empfindung des absolut Fremden und die genaue Wahrnehmung des Unbekannten aus der kindlichen Perspektive des aufgeweckten kleinen afrikanischen Jungen darzustellen. Gerade durch diese Perspektive wirkt die Geschichte lebendig und authentisch. Der Junge versucht mit großer Aufmerksamkeit sich in seine neue Umgebung, in die er sich entführt fühlt, hineinzuversetzen und diese zu verstehen. Letztlich sind es aber die innere Verbundenheit und die Sehnsucht nach seiner Heimat, die Erinnerung an seine Eltern und der Wunsch sich um die „rote Antilope" zu kümmern, die seine Gedanken und sein Handeln bestimmen.
Etwas unsauber erscheint lediglich der Schritt zum dritten Teil der Geschichte, der den Jungen etwas zu abrupt neuen Lebensverhältnissen aussetzt. Ansonsten ist „Die rote Antilope" ein schön geschriebener, durchaus melancholischer Roman.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mit diesem Buch übertrifft sich Henning Mankell. Es ist kein Krimi, sondern die Geschichte eines jungen Biologen mit Namen Bengler der nach Afrika fährt um dort unbekannte Insekten zu entdecken. Auf dieser Reise begegnet er einem 8jährigen dunkelhäutigen Jungen, der seine Eltern auf tragische Weise verloren hat. Diesen nennt er Daniel, denn er weiß noch nichts über ihn, weiß nicht, dass er eigentlich Molo heißt. Als er mit seinen Insekten nach Schweden zurückkehrt, nimmt er Daniel mit und gibt ihn als seinen Sohn aus. Er möchte dem Jungen eine bessere Zukunft geben, als die, die er in Afrika haben würde.

Zunächst lässt Mankell nur durch seine Figur Bengler die Geschehnisse erzählen, aber schon im 2. Teil, auf Seite 117, kommt durch Daniel eine ganz andere Sicht in die Erzählung. Es ist seine Geschichte. Eine traurige Geschichte, in der ein afrikanischer Junge aus seiner gewohnten Umgebung in ein Land versetzt wird, indem er nicht zurecht kommt. Vielleicht kann ich seine Sehnsucht, sein Heimweh, so gut verstehen, weil ich selber mit 17 Jahren aus meiner vertrauten Umgebung auf Gran Canaria herausgerissen wurde. Das Wort "Heimweh" drückt es perfekt aus. Es ist tatsächlich körperlicher Schmerz den man empfindet, so stark, dass man daran verzweifeln kann. Daniel/Molo macht diesen Schmerz durch und da er mit dem Schiff nach Schweden kam, versucht er verzweifelt auf der Wasseroberfläche zu gehen, so wie Jesus es konnte.

Es ist eines der besten Bücher die ich gelesen habe, aber auch eines der traurigsten. Wer es liest, muss sich darauf einlassen können.
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. August 2001
Mankells Krimis habe ich alle gelesen und wollte wissen, was dabei herauskommt, wenn er einmal ein anderes Thema angreift. Dieses Buch ist ohne Übertreibung das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Henning Mankell versteht es meisterhaft auf subtile Weise die Problematik der Kultur des Schweden des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der Armut, dem Forscherdrang, dem allzu menschlichen Streben nach Ruhm, afrikanischer Geschichten, aufkommenden Rassenhasses und -wahns miteinander zu verflechten und auf geniale Weise den Leser an das Buch zu fesseln, wie es ihm auch bei seinen Kriminalromanen oft gelingt. Dieses Buch ist stilistisch, vom Plot und der Idee absolut empfehlenswert. Sicher keine leichte Kost, die man/frau am Strand lesen kann. Aber für solche Menschen gibt es ja z.B. die hinlänglich bekannten Krimis einer amerikanischen Schriftstellerin, die in Venedig spielen und meist bei Frauen in den Wechseljahren sehr beliebt sind. Dieses Buch hingegen ist anspruchsvoll!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2006
Eine Entäuschung würde ich das Buch ganz und gar nicht nennen, wer nicht in der Lage ist, nach dem Satz "Wenige Wochen später starb er" (zumindest sinngemäß) herauszufinden, ob Daniel zurückkehrt oder nicht, dem kann wirklich nicht mehr geholfen werden.

Mir gefiel das Buch sehr.

Ein gescheiterter Schwede, der, vor seinem Vater fliehend, nach Afrika fährt, aufdass er ein Insekt finden, ihm seinen Namen geben und fortan für immer weiterleben kann, stellt fest, dass alleine seine Herkunft ihn in diesem Land zu etwas Besonderem macht. Nachdem er fast sein Leben in der Wüste verloren hat, findet er Molo, einen kleinen Jungen, dessen ganzer Stamm getötet wurde. Endlich davon überzeugt, einen Lebensinhalt gefunden zu haben, nimmt er ihn und das lange gesuchte Insekt wieder mit gen Heimat, fest davon überzeugt, etwas Gutes zu tun. Zwar muss er deb Jungen anleinen, damit er nicht davon läuft, doch das scheint ihm als kleineres Übel. So bringt der Schwede Molo die Kultur seines Landes näher und vergisst dabei, dass auch dieser eine hatte, bevor er ihm in das kalte und verregnete Schweden folgen musste, nennt ihn Daniel, ohne sich auch nur nach seinem vorherigen Leben zu erkundigen.

Doch während er Molo zivilisieren will, ihn vorführt, Vorträge hält und gutes Geld verdient, träumt dieser nur von der Wüste, von Afrika und beschließt, wie Jesus über das Wasser zu laufen, um heimzukehren.

Für ihn ist klar, dass er nicht bleiben kann, denn sein Vater hat die rote Antilope, eine Zeichnung auf dem Fels für die Götter, noch nicht fertig gestellt, als er starb, und nun ist diese Aufgabe an Molo übergegangen.

Doch sein neuer Vater versteht dies nicht, ja, als er wegen eines Verbrechens fliehen muss, lässt er den Jungen alleine im Moor zurück, fern von allen Meeren, fern von seiner Heimat.

Und während Molo alles tut, um zurückzukommen, während er flieht, sich selber töten möchte, Pläne mit einer Geisteskranken schmiedet, sehnt er sich nach der Sonne, dem Sand, der Stille...

Sehnt sich zu Tode.

Der Anfang ist irritierend, zeigt er doch das Ende auf, doch der Roman fesselt von der ersten Seite, erzählt eine Geschichte, die ohne weiteres so hätte geschehen können.

Alles in allem ein wunderbares Buch, indem Henning Mankell als Erzähler nicht mit seiner Meinung geizt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2010
Der kleine Molo wird nach einem Massaker an seiner Familie von seinem Adoptiv-Vater nach Europa ins kalte Schweden verfrachtet.
Die Figur des selbsternannten Insektenforschers wurde sehr gut dargestellt, er ist mir gleich sehr unsympatisch und egoistisch vorgekommen, eigentlich ist er ein Versager. Aus reiner Selbstsucht reißt er den Jungen aus seinem Heimatland, um wenigstens einmal in seinem Leben etwas Gutes zu tun, nutzt ihn dann, einmal in Schweden angekommen, als Monstrosität für seine Vorstellungen aus. Völlig überfordert macht er sich irgendwann aus dem Staub und lässt Molo zurück. Das entwurzelte Kind hat keinen anderen Gedanken, als eines Tages über das Meer in seine Heimat und zu seinen Ahnen zurückzukehren.
Die Geschichte ist sehr beklemmend, weil man so absolut mit dem Kind mitfühlen kann und eigentlich weiß, dass es mit ihm kein gutes Ende nimmt. Wie der Autor die Gedanken des Kindes beschreibt, seine Beweggründe für sein Handeln, ist sehr eindringlich und hat mich noch lange nach dem Ende des Hörbuchs beschäftigt.
Die Geschichte spielt weit in der Vergangenheit und man muss natürlich die damalige Sichtweise der Gesellschaft berücksichtigen. Aber es drängt sich einem schon der Gedanke auf, ob es die Qualen, die der Junge erleidet, nicht auch heute noch gibt. Sehr bewegend, sehr empfehlenswert und sehr gut gelesen von E.M. Böhlke.
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Henning Mankell, sonst als erfolgreicher Autor im Krimigenre zu Hause, hat mit diesem Buch eine Geschichte geschaffen, die die Beziehung zweier Menschen beschreibt, deren Lebenserfahrungen und Lebensumfeld gegensätzlicher nicht sein könnte.

Anfang 19. Jahrhundert Ein schwedischer Wissenschaftler, Afrika, und ein kleiner schwarzer Junge, Mola.

Nur eine Gemeinsamkeit besteht zwischen ihnen, die Tatsache, das beide allein sind. Aus wohlwollenden Absichten entschließt sich der Schwede den Jungen mit in seine Heimat zu nehmen.

Eine fatale Entscheidung.

Während des Lesens beschlichen mich Gefühle von Wut, Bedrückung, ja, fast eine schmerzliche Enge.

Atmosphärisch dicht, erlebt man, trotz, oder vielleicht gerade wegen Mankells nüchternen Schreibstils, das Leben der damals armen, von Tristesse und bigotter Sittenstrenge geprägten Menschen.

Mola wird in dieses Lebensumfeld "gepflanzt" wie ein junges Bäumchen. Das was er nötigerweise zum Leben braucht, wird ihm gewährt. Erwartungen an sein Gedeihen werden von allen gestellt, aber Interesse an ihm als Mensch mit seinen Erinnerungen, seiner Sprache und seinem kulturellen Hintergrund hat niemand.

Integration heißt für ihn in diesem Umfeld die absolute Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten und die Erwartung der absoluten Verdrängung seiner Wurzeln und seiner Identität.

Denn noch nicht mal sein ursprünglicher Name als kläglicher Rest bleibt ihm erhalten. Aus Mola wird Daniel, vom ersten Moment der Begegnung Molas und dem Wwisenschaftler.

Sein weiteres Leben ist ein Dasein mit dem Gefühl der Duldung, aber ohne jegliches Verständnis, geschweige ihm entgegengebrachter Liebe.

Doch Mola hat für mich bis zum tragischen Ende, den anderen Protagonisten etwas wesentliches voraus.

Er zerrt aus Erinnerungen- glückliche Erinnerungen-an seine liebevollen Eltern, an wunderschöne Landschaften, das von seinem Vater nicht vollendete Höhlenwandbild einer Antilope. Ja ER zerrt von einer GLÜCKLICHEN VERGANGENHEIT.

In der Darstellung Henning Mankells der Protagonisten in Schweden, gibt es nur die intellektuelle Überlegenheit, das Kühle, das Triste, das Graue. Glückliche Vergangenheit, hoffnungsvolle Zukunft spürt man bei allen anderen nicht.

Aber Mola hat wenigstens das, eine Vergangenheit, an die er sich er sich so gern erinnert, die solch eine Sehnsucht weckt, das er versucht ihr entgegen zu gehen durch den kalten Schnee, in der Hoffnung so wie Jesus über Wasser zu wandeln und in seine Heimat zurück zu kehren.

Selten hat mich ein Buch zu Tränen gerührt.
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