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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mosaikartig angelegter, genial konzipierter Roman
Über drei Jahrzehnte schrieb Leo Perutz an seinem meisterhaften Roman, sechs Jahre allein benötigte er für die letzten beiden Kapitel, die die geniale Konzeption des Werkes erst sichtbar werden lassen. Zunächst muß das Buch dem Leser wie eine Novellensammlung erscheinen, und es fällt schwer, den Bezug herzustellen zwischen den einzelnen...
Veröffentlicht am 26. Juni 2005 von Werner Fletcher

versus
2 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen von Prag träumen
Wunderschöne, einfühlsame und traurige Liebesgeschichte aus dem alten Prag, die die alten und verwinkelten Gassen von Prag wieder lebendig macht und und von einem nächsten Pragbesuch träumen lässt.
Veröffentlicht am 5. April 2010 von M. Leitner


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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mosaikartig angelegter, genial konzipierter Roman, 26. Juni 2005
Von 
Werner Fletcher (Delbrück Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nachts unter der steinernen Brücke: Roman (Taschenbuch)
Über drei Jahrzehnte schrieb Leo Perutz an seinem meisterhaften Roman, sechs Jahre allein benötigte er für die letzten beiden Kapitel, die die geniale Konzeption des Werkes erst sichtbar werden lassen. Zunächst muß das Buch dem Leser wie eine Novellensammlung erscheinen, und es fällt schwer, den Bezug herzustellen zwischen den einzelnen Erzählungen, die alle im alten Prag um das Jahr 1600 herum spielen und die nicht einmal in chronologischer Reihenfolge im Roman erscheinen. Die konstruktive Phantasie des Lesers ist also gefragt, um die sich überlagernden und sich kreuzenden Handlungsfäden in ein Sinn gebendes Bezugsnetz zu knüpfen. Die Schlüssel, die er benötigt, um das Verständnis für das Ganze aufzuschließen, findet der Leser im ersten, im siebten und im dreizehnten Kapitel.

Bei den im Roman auftretenden Personen handelt es sich fast ausnahmslos um geschichtliche Persönlichkeiten wie Kaiser Rudolf den Zweiten, den Astronomen Kepler oder den Wallenstein. In gewisser Hinsicht haben wir es hier also auch mit einem historischen Roman zu tun, der aber dem Leser die Historie fragmentarisch darbietet, in scheinbar nur lose zusammenhängenden Einzelbildern, so wie die Spuren der Vergangenheit sich auch dem forschenden Historiker darbieten. Bei Perutz ist die Geschichte häufig bestimmt von sich erfüllenden Prophezeihungen, von traumgeborenen Vorausdeutungen, die kleinen Zufälle, deren sich das Schicksal gern bedient, spielen eine Rolle. Realität und Traum, der im Werk fast einen leitmotivischen Charakter annimmt, sind untrennbar ineinander verwoben und all dies ist durchgeistigt von einer sublimen Ironie.

Die Sprache mag für einige "moderne" Leser am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sein, doch schon bald fühlt man sich mittendrin im Geschehen, so als wäre man selbst dabei gewesen, alles ist lebensnah beschrieben, zudem genial konstruiert. Vom Inhalt selber möchte ich hier lieber nichts verraten.

Ein sehr lohnenswertes Buch. Ohne Einschränkungen zu empfehlen!

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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationell konstruiert; Pflichtlektüre "Judaica", 29. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Wer vom gelernten Versicherungsmathematiker Perutz Spannungsromane wie "Von neun bis neun" oder "Der Meister des Jüngsten Tages" kennt, wird über die poetische Tiefe und Reife dieses Bandes - ich scheue mich, wie der Autor die Benennung "Roman" zu gebrauchen - verwundert sein. Hier hat er wohl sein bestes Thema gefunden. Es geht um die Beschreibung Altprags zu Zeiten des legendären Kunstsammler-Kaisers Rudolf II. (Sein vielleicht bekanntester Favorit, der manieristische Maler Arcimboldo, kommt allerdings nicht vor), der in einer kompliziert versponnenen Handlung mit der Welt des jüdischen Prag, dem Rabbi Löw (auch dessen Golem ist kein Thema) und dem Finanzier Meisl konfrontiert wird. Nur angedeutet als Zentrum der Handlung ist die Liebschaft des Kaisers und der Frau Meisls, die in dem traumhaften Bild des vom Rabbi Löw unter der Brücke gepflanzten Rosenstocks, mit dem blühenden Rosmarin verbunden, dargestellt ist. Obwohl Zauberei eine wichtige Rolle spielt und der Leser immer wieder an Bulgakows "Meister und Margarita" erinnert wird, auch was die religiöse Dimension der Werke angeht, begeistert die historisch-realistische Schilderung der Stadt Prag als Schmelztiegel für Kulturen und Ideologien. Als eines der letzten Zeugnisse deutsch-jüdischer Kultur (das Buch wurde von Perutz in Wien 1923 begonnen und im israelischen Exil 1951 beendet) und als poetisches Meisterwerk unbedingt lesenswert!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk - Hardcore für den Leserausch, 10. November 2005
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nachts unter der steinernen Brücke: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein Klassiker, weil es zeitlose Themen, spannende Handlung mit wunderbarer Sprache vereint. Es gehört in jede Hausbibliothek und ich empfehle es als DAS Buch für die Reise nach Prag.

Das historische Prag unter König Rudolf und das Judenviertel bilden den Hintergrund für diesen Roman, der eine ungewöhnliche Konstruktion aufweist. Jedes Kapitel für sich ist Teil eines Puzzles, das sich Stück für Stück zu einem grandiosen bunten Panorama zusammensetzt und zu einer zeitlosen Geschichte um Geld, Macht und Liebe. Dabei ist jedes einzelne Kapitel eine perfekt geschriebene Novelle, die jedesmal ein kleines Kunstwerk ist.

Ein Buch mit solchem Tiefgang wurde nicht locker dahingeschrieben, das merkt man. Der Autor brauchte Jahrzehnte aber das Lesen ist eine Lust, denn die ganze Spannbreite des Lebens vom Humor bis zur Tragik ist darin erfaßt.

Ein großartiges Stück Weltliteratur - hat eigentlich sieben Sterne verdient.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen magisch mystisches prag, hervorragend erzählt, 14. Mai 2001
Von Ein Kunde
leo peruz - ein meister in sachen phantasie verknüpft auf faszinierende weise verschiedene handlungsstränge kurioser episoden aus dem prag kaiser rudolphs zu einem großen ganzen. alles hängt mit allem zusammen. belanglose kleinigkeiten gewinnen bedeutung.

geht man nachts durch prag, hat man das gefühl, gleich einer seiner figuren begegnen zu können. ein buch, dass man vor, während und nach seiner pragreise lesen kann.

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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magischer Realismus aus dem alten Prag, 20. Dezember 2002
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nachts unter der steinernen Brücke: Roman (Taschenbuch)
Im Prag des beginnenden sechzehnten Jahrhundert sieht Kaiser Rudolf II. die schöne Jüdin Esther und verfällt ihr. Rabbi Loew, der die Juden Prags vor der Verfolgung bewahren will, spricht einen Zauber und fortan träumt der Kaiser, dass Esther jede Nacht in sein Schlafgemach kommt.

Aber aus dem Zauber folgt nichts Gutes: Die Pest sucht Prag heim und Rabbi Loew sieht sich gezwungen ...

Doch das müssen Sie schon selbst lesen ;-).

Nein, Perutz ist nicht Zeitgeist, weder Pop-Literatur noch
neudeutsche Weinerlichkeit und auch nicht bombastisches Historiengemälde, das dem Leser bestätigt, was er längst über die Vergangenheit zu wissen glaubt. Im Gegenteil, das ist magischer Realismus pur, wie ihn angeblich nur die Südamerikaner beherrschen, aber Perutz war ein deutscher Jude Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

Er verquickt solide historische Tatsachen auf höchst eigene Art mit Sagen aus Prag, aus der Stadt der drei Nationen (Tschechen, Deutsche und Juden) und webt daraus einen Erzählteppich, der den Leser fesselt und am Ende sich fragen lässt: Was davon ist nun wirklich geschehen? Er zeichnet lebendige Personen, sein Stil ist unaufdringlich und er weiß seine Handlung aufzubauen.

Perutz war in den Zwanziger Jahren bekannt und beliebt, musste vor Hitler fliehen und starb in den Fünfziger Jahren weitgehend vergessen in Tel Aviv. Ein Beispiel mehr, was die deutsche Literatur durch Hitler und die Nazis verloren hat, welche Erzähltalente vertrieben wurden und - viel schlimmer! - erst nach Jahrzehnte versuchte man, sie zurückzuholen.

Und immer noch stimmt, was Alfred Polgar 1926 über Leo Perutz sagte:
"Ich überschätze die Bücher des Leo Perutz nicht. Es sind spannende Erzählungen mit einem leuchtenden Kern, in denen Einbildungskraft und Ökonomie des Ausdrucks gepaart erscheinen. Sie vermitteln dem Leser kein neues Bild des Seins, reden kein Loch in den Bauch der Welt, helfen nicht über Tod, Dalles, glückliche und unglückliche Liebe. Sie versprechen dir nicht die Ewigkeit, aber sie erfüllen redlich die Stunde, in der du sie liest."

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5.0 von 5 Sternen Roman oder Novellen?, 3. Juni 2013
Ein Roman? Wie so oft bei Perutz gibt es hier unterschiedliche Lesarten - der Leser kann sich aussuchen, ob er es als einen Novellen-Kranz mit 14 Erzählungen aus dem alten Prag oder als einen Roman über den Kaiser Rudolf II. und seinen jüdischen Finanzier Mordechai Meisl lesen möchte (der Arbeitstitel hieß "Meisls Gut", weil es im Roten Faden des Buches um den Erwerb und Nachlass Meisls geht). Sprachlich wie immer auf allerhöchstem Niveau, verbindet Perutz Sagen, Legenden und historische Tatsachen des alten Prag (hauptsächlich aus der Zeit zwischen 1571-1621) - nicht chronologisch erzählt - zu einem Roman mystischer Zusammenklänge.
Früher waren mir Mythen aus dem alten Prag eher fremd. Aber als geübtem Perutz-Leser gefällt mir der Roman nach dem 3. Lesen immer besser. Man kann sich sehr lange damit beschäftigen - und auch diesen Roman häufig mit Gewinn neu lesen. Ohnehin ist die raffinierte Roman-Konstruktion aus scheinbar unabhängigen Novellen für wiederholte Lektüre prädestiniert. Weit vor dem II. Weltkrieg begonnen, aber erst einige Jahre danach vom Autor abgeschlossen, bildet das Buch einen Abgesang insbesondere auf das alte jüdische Prag (das alte Judenviertel - das Perutz gut kannte - wurde 1896-1902 abgerissen; das Judentum gut vierzig Jahre später von den Deutschen vernichtet). Prophezeiungen, Träume und Verwünschungen verbinden die Novellen zu einem spannenden Gesamtkunstwerk von unnachahmlicher wie großartiger Ästhetik. - Um die sehr vielfältigen Aspekte dieses Buches würdigen zu können, kommt dem Leser bei den neueren Ausgaben wieder das kenntnisreiche Nachwort von Hans-Harald Müller sehr zu Hilfe!
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5.0 von 5 Sternen In den Gassen und Palästen der Goldenen Stadt, 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Nachts unter der steinernen Brücke: Roman (Taschenbuch)
Der Roman besteht aus 14 kurzen Novellen, die jede für sich gelesen werden könnten, aber im Zusammenhang ein schillerndes Panorama von Prag im 16./17. Jahrhundert ergeben. Man könnte fast sagen, dass kein Klischee ausgelassen wird: der verrückte Kaiser, die düsteren Gassen der Judenstadt, die schlitzohrigen Musikanten, die korrupten Höflinge, die cholerischen Militärs, das alles ist vorhanden. Uns begegnet der berühmte Astronom Keppler und der unbekannte Maler Brabanzio. Aber all das wird immer wieder aufgebrochen durch die Mehrdeutigkeit der Phänomene. Der "verrückte" Kaiser ist der einzige im ganzen Hofstaat, der einen vor Jahren entflohenen Verurteilten trotz exotischer Garderobe wiedererkennt. Wallenstein wird vom Niemand zum mächtigen Heerführer, weil zur rechten Zeit ein Hahn kräht, ein Hund bellt und er das richtig zu deuten weiß. Der erfolglose Goldmacher macht seinem Leben resigniert ein Ende, weil er den Erfolg des einzig wahren "Goldmachers" in der Stadt vollkommen mißversteht. Melancholie, Skurilität und Humor wechseln so ständig einander ab. Ein spannendes Buch in einer schönen Ausgabe, unbedingt lesenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magisches Prag, 22. Dezember 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nachts unter der steinernen Brücke: Roman (Taschenbuch)
Leo Perutz versteht es meisterhaft, das magische Prag des 17. Jahrhunderts in unserer Phantasie entstehen zu lassen. Die jüdische Gemeinde mit reichen Kaufleuten und armen Schluckern und dem Wunderrabbi Löw, den verrückten Habsburger Herrscher Rudolf, der sich mit Scharlatanen und Goldmachern umgab, eine grausame Welt auch der Religionskriege und eine Welt zarter Liebesbeziehungen. Die einzelnen Kapitel, aus denen sich der Roman fügt, ähneln jüdischen Legenden und lassen Kafka erahnen, von dem Perutz ein Zeitgenosse war. Wer das Buch zur Hand nimmt, wird von der leicht unwirklichen, aber in kräftigen Farben gemalten Vision eines so nicht mehr existierenden Prags gefangen genommen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernde Geschichten aus dem alten Prag, 23. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Nachts unter der steinernen Brücke: Roman (Taschenbuch)
Dieser leider in Vergessenheit geratene Klassiker ist das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Es enthält mehrere zusammenhängende Kurzgeschichten, die das Leben aller an der Geschichte Beteiligten erläutern. Dies geschieht auf ganz romantische, verzauberte, aber auch oft sehr traurige Weise. Man gewinnt alle Figuren so lieb und kann sie sich, trotz der fast gar nicht vorhandenen äußerlichen Beschreibungen, so klar und deutlich vor seinem inneren Auge sehen. Wie z.B. der Koppel-Bär, der mit seinem Freund durch den Prager Judenfiredhof geht, um Groschen zu finden, die den Armen hinterlegt worden sind. Oder der Hofnarr, jetzt Ofenheizer, Brouza, der sich fürsorglich um den verängstigten Alchemisten kümmert.

Trotz des Alters des Buches, das manche vielleicht abschreckt, ist das Buch extrem kurzweilig und sehr flüssig zu lesen.

Die Hauptgeschichte dreht sich um den jüdischen Händler Mordechai Meisl, dem das Geld nur geradeso zufliegt - im Gegensatz zum Kaiser Rudolf II, der zu dieser Zeit in Prag residiert(das Buch spielt ja fast ausschließlich um 1600), der all sein Geld dafür ausgibt, die Schätze der Welt in seiner Kammer zu horten. Dieser Kaiser erblickt eines Tages jedoch die Frau vom Juden Meisl und verliebt sich in sie.
Diese Liebesgeschichte ist zwar der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Buches, kommt aber dennoch nur in einem Kapitel vor, der Rest des Buches spielt nach dem Tod der schönen Eszter.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der ein flüssig lesenden Buch der jüdischen Literatur lesen will; der sich für das alte Prag begeistert, oder der einfach nur ein sehr, sehr gutes Buch lesen will.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magischer Realismus in Prag, 13. September 2003
Leo Perutz verwebt eine Reihe wundervoller Erzählungen zu einem grandiosen "Roman", der größtenteils im Prag des 16. Jahrhunderts spielt, aber im Grunde - wie alle großen Werke - zeitlos ist. So geht es um Macht und Liebe, den Widerstreit weltlicher und göttlicher Normen, Reichtum und Armut, die Vergänglichkeit alles Irdischen sowie ewige Weisheit.

Die Menschen werden differenziert in all ihren Widersprüchen dargestellt, vom Kaiser bis zum Bettler. Wie im wirklichen Leben gibt es schlechtere und bessere Menschen, aber keiner ist nur gut oder ausschließlich böse. Wirklich glücklich ist und wird auch keiner, am ehesten hilft noch melancholische Heiterkeit. Eine entsprechende Grundstimmung durchzieht das Werk, welches hier unmöglich nacherzählt werden kann, sondern von jedem selbst gelesen werden sollte.

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Nachts unter der steinernen Brücke: Roman
Nachts unter der steinernen Brücke: Roman von Leo Perutz (Taschenbuch - 1. Dezember 2002)
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