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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrlich. Direkt. Ungenau. Genial.
Ich musste das Buch fürs Abitur lesen und ich finde es ist ein wahnsinnig gutes Buch.
Der Ich-Erzähler macht vielleicht keine Entwicklung durch, aber darum geht es auch nicht. Eine Figur muss sich nicht immer entwickeln.
Es ist ehrlich.
Der Ich-Erzähler ist nicht in der Lage sich zu entwickeln. Ist meiner Meinung nach nicht in der Lage...
Vor 8 Monaten von Judith Doe veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überbewertet
Ich lese gerne und viel, aber dieses Buch ist das mit Abstand überbewerteste und langweiligste was mir bisher in die Hände gekommen ist. Der Autor erzählt keine nennenswerte Geschichte, oder eine Entwicklung der Charaktere. Hier wird einfach nur erzählt, ohne Hintergrund, Sinn oder Verstand, quasi so als müsste man sich mit langweiligen,...
Vor 2 Tagen von Mr_Finister veröffentlicht


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35 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Halten Sie sich besser an das Original!, 4. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Im Fernsehen ist es seit langem traurige Realität: Was in den USA erfolgreich ist, wird schamlos ins Deutsche kopiert. Doch damit nicht genung: Da schreibt der junge Autor Bret Easton Ellis einige schlichtweg geniale Romane über die Oberflächlichkeit der reichen amerikanischen Teenager und Yuppies und erschafft dabei einen einzigartigen neuen Schreibstil, da wirft sich der Herr Kracht in die Bresche und kopiert das Ganze auf eine Art und Weise, wie sie billiger nicht sein könnte. Einige Passagen sind sogar fast 1:1 übernommen. Desweiteren fesselt Krachts Protagonist den Leser nie wirklich und die ganze Geschichte wirkt sehr zusammengesetzt. Und dann musste natürlich auch noch die dumpfe Melancholie mit hineingebracht werden, ohne die man in Deutschland anscheinend kein Buch schreiben kann. Insgesamt waren es vier verschwendete Stunden das Buch zu lesen.

Fazit: Klicken Sie schnell ins Suchfenster und tippen Sie "Bret Easton Ellis" ein! Diese schlechte Kopie hier können Sie getrost vergessen!

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1.0 von 5 Sternen Seichte Literatur, 4. März 2013
Von 
Frank Esper "Viva" (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Mir ist schleierhaft, wie man bei der Bewertung dieses Buches über eine Bewertung von einem Stern hinauskommt.
Der damals 29jährige Autor ist im Vergleich zu den späteren Werken weit unter seinen sprachlichen Möglichkeiten geblieben.
Im Verlauf dieses Romans - der leichte autobiographische Züge besitzt - wird vor allem geraucht, gekotzt und gesoffen. Die Schilderungen dieses versnobten dandyhaften Hedonisten fördern bei mir allenfalls Würgereflexe zutage.
Ein Werk, ohne dessen Existenz die Literaturlandschaft sicherlich nicht ärmer würde.
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3.0 von 5 Sternen Langweilig, aber durchaus mit Sinn, 17. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Kracht beschreibt in seinem Roman Faserland einen jungen namenlosen ich- Erzähler aus reichem Haus, der sich auf einer Deutschlandreise befindet und in verschiedenen Städten an Alkohol und Drogenpartys teilnimmt.
Kracht‘s Roman hat keine großartige Handlung und wenn man danach gefragt wird, worum es in diesem Buch eigentlich geht, fällt einem zuerst vermutlich nichts ein. Ein Buch ohne Handlung? Falsch! Denn wenn man sich mit dem Roman näher befasst versteht man nach und nach den Sinn des Ganzen.
Dadurch, dass der Roman keine Einleitung besitzt, lernt man den Ich- Erzähler nach und nach besser kennen. Kracht lässt den Erzähler häufig in der Umgangssprache denken und Sprachfloskeln verwenden. Dadurch kann sich der Leser sehr gut in den jungen Mann hineinversetzen. Man begleitet den Erzähler auf seiner Reise und bekommt jedes Detail und alle Gedanken genau mit. Dies hat allerdings zur Folge, dass man manchmal mehrere Seiten etwas darüber lesen muss, wohin die Exkremente der Menschen aus einem Zug früher überall verteilt wurden. Dadurch wird das Buch stellenweise ziemlich langweilig.
Während seiner Reise besucht der junge Mann ein paar seiner Freunde. Die Beziehung zu diesen ist sehr widersprüchlich. Obwohl er sie als seine Freunde benennt, führt er mit ihnen keine richtigen Konversationen und lässt sie im Stich. Außerdem kritisiert der Erzähler andere Leute und verhält sich öfters unverschämt. Sobald es ihm auf einer Party zu viel wird verlässt er fluchtartig die Stadt und fährt zur nächsten, wo sich das ganze wieder wiederholt. In jedem Kapitel passiert also das gleiche, nur immer etwas anders. Das macht das Buch langweilig, hat aber durchaus einen Sinn. Denn so vermittelt Kracht das Leben dieses reichen Mannes. -Langweilig, einsam und sinnlos.-
Ich für meinen Teil finde, dass Kracht die Oberflächlichkeit der heutigen Gesellschaft und die Schatten der „Markenwelt“ treffend beschreibt, dies aber nicht offensichtlich genug macht, sodass man während dem Lesen des Romans nicht sofort erkennt, was Kracht einem vermitteln will. Meiner Meinung nach muss man das Buch nicht unbedingt gelesen haben, kann dies aber gerne tun, wenn man beim Lesen gerne viel Platz zum Interpretieren hat.
Sicherlich kein Buch zum „Lesen und danach wieder im Regal verschwinden lassen“!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht zu empfehlen!, 2. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Schade um die Lebenszeit die ich mit diesem "kunstvoll" gestalteten Buch der Popliteratur verbracht habe. Es ist weder unterhaltsam noch lehrreich. Die Langeweile die der Ich-Erzähler auf seiner Reise durch die Bundesrepublik empfindet, die habe ich auch gefühlt. Grauenvoller Nonsens auf 158 Seiten. Teilweise ist das Buch auch ekelerregend und desillusionierend. Meiner Meinung nach ist es eine Schande, dass jemand wie Christian Kracht mit so etwas Geld verdient. Wenn man mit so einem Niveau erfolgreich sein kann, dann sollte ich morgen Popliterat werden.

Fazit: Schont euren Geldbeutel und eure Seele. Das Buch ist nicht einmal das Papier und die Tinte wert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Werk, 19. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Ein sehr gutes Buch. Schreibstil und Story sind auf den ersten Blick grottig, absolut katastrophal.
Jedoch ist Faserland ein Buch das verdtanden werden will und sein Wissen nicht auf einem Tablett serviert.
Man muss sich vom saufenden Protagonisten entfernen und anfangen, zwischen den Zeilen zu lesen.
Dort ist ein Mann, der zeigt, was passiert wenn man sein Leben nicht zu kontrollieren versteht, sondern sich von einer Gesellschaft kontrolliren lässt, die selber noch nicht einmal ihre Vergangenheit bewältigen kann.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Flucht vor den Drogenjunkies und die Suche nach dem Sinn des Lebens, 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Die namenlose Hauptfigur dieses Romans ist ein junger Bonze, welcher quer durch Deutschland reist und dann schließlich in Zürich landet. Der Grund für sein ständiges Reisen ist seine Ungeselligkeit in seinem sozialem Umfeld, welches hauptsächlich aus reichen Drogenjunkies besteht, die das Wort 'Oberflächlichkeit' auf die Stirn tätowiert haben. Von wahren Freunden ist nicht mal im Entferntesten zu reden. Das wird dem Protagonisten (ständig) schon nach kurzer Zeit zu viel des Guten, woraufhin er dann das Weite sucht.

Fast immer schafft er es, sich dem Drogenkonsum zu entziehen, eine Ausnahme endet im Desaster.
Er reist und reist, von Freund zu Freund, von Ort zu Ort, von Party zu Party und sucht, sucht nach irgendeinem Sinn in seinem Leben.

Doch was im bleibt ist innere Leere,Konsumwahn umgeben von Marken, Menschenscheue, Banalität und Alkohol!

Der triste und routinemäßige Alltag des Protagonisten wird auf Dauer eher langweilig, da sich viele Handlungen und Szenarien wiederholen. Wie die allerorts herrschende Drogenszene und der Alkoholkonsum auf den vielen Partys und schließlich die Flucht vor all dem.

Einzig und Allein interessant sind besondere und absurde Ereignisse, die das lyrische Ich schildert und die des Öfteren ein Schmunzeln hervorrufen. Dies sind jedoch Ausnahmen und mit dem leicht verständlichen Jargon(teils Jugendsprache, evtl. auch Drogenjargon) bilden sie die einzigen positiven Aspekte.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmen ohne zu leben, 20. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Krachts Roman Faserland zeichnet den heutigen (modernen?) Menschen und entwirft ein Bild der Sinnlosigkeit. Die Hauptperson reist von Sylt an den Bodensee, ohne dem Leser die eigene Identitaet oder den Sinn der Reise zu eroeffnen. Beobachtungen und Beschreibungen sind geradezu emotionslos. Ohne Ziel laesst er sich dabei treiben, Orientierung an Werten und Inhalten ist genauso wenig erkennbar wie die Orientierung an Reisezielen. Drogen, Parties, Begegnungen ohne Tiefgang kennzeichen das Geschehen. Man definiert sich ueber Statussymbole, ohne zu erkennen, dass es nur die Fassaden sind, die den Unterschied ausmachen. Jeder ist in dieser Sinnkrise gefangen, die Auspraegung unterschiedlich, die Fluchtversuche aehnlich. Geradezu unbeteiligt wird konsumiert. Alles. Menschen ohne Vergangenheit und ohne Zukunft, die selbst der Gegenwart nichts abgewinnen koennen und nicht in der Lage zu sein scheinen, dieser Tristesse Einhalt zu gebieten. Eine Gesellschaft der Entwurzelten, denen die Spassgesellschaft auf Dauer keinen Orientierung bietet. Passivitaet als Lebensziel. Atmen ohne zu leben.
Krachts Roman ist eine duestere Bestandsaufnahme unserer heutigen Gesellschaft, die wenig Hoffnung laesst und keine Wege zu mehr Wertigkeit aufweist.
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18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reise in das Innere Deutschlands, 16. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Barbourjacken-Träger, Syltkenner, Salem-Absolvent, gelangweiltes Kind reicher Eltern ohne Betätigung - zur Hauptperson von Christian Krachts Faserland läßt sich viel über Marken und Symbole sagen. Diese beschreiben jedoch nicht nur ihn, sondern auch die Gesellschaften, in welche er sich begibt auf seiner Reise einmal längst durch das westliche Deutschland. Der Leser selbst erfährt davon als eine Art Monolog im Präsens Aktiv und nimmt so intensiver daran teil.
Man wandert mit dem unbenannten Protagonisten und Ich-Erzähler über Sylter Dünen, fährt nach Hamburg zu abgedrehten Parties bei Möchtegern-Bohemiern, reist weiter nach Frankfurt, Heidelberg, den Bodensee und letztendlich nach Zürich. Das Aufzeigen des hohlen Lebens ohne Nähe und Halt der High-Society in Deutschland erschien mir als das Ziel von Krachts Gesellschaftsodyssee. Immer wieder tritt das Motiv Deutschlands und seiner Vergangenheit hervor, besonders die des Dritten Reiches, und hebt derartig Faserland auch in den Bereich der analytischen Betrachtung über die deutsche Kultur, mit ihren Wurzeln und ihrer Dekadenz.
Eine der Kernaussagen befindet sich im Heidelbergkapitel:
"Das heißt doch tatsächlich so, daß muß man sich erst mal vorstellen, nein, besser noch, man sagt das ganz laut: Neckarauen. Neckarauen. Das macht einen ganz kirre im Kopf, das Wort. So könnte Deutschland sein, wenn es keinen Krieg gegeben hätte und wenn die Juden nicht vergast worden wären. Dann wäre Deutschland so wie das Wort Neckarauen."
Heidelberg stellt ein gutes Beispiel dar, ist es einerseits eine Stadt von sentimentaler barocker Ausstrahlung und ein Ort der deutschen Romantik; bewahrte sich doch andererseits gerade hier das Gedankengut von Burschenschaften und deutschtümelnden "Traditionen".
Faserland aber nur auf die Reflektion zwischen brauner Vergangenheit und dem Heute (im Roman die frühen 90er) zu reduzieren, wäre ein Fehler. Das Buch bietet viele Ansätze, viele Themenanschneidungen und in manchen Sätzen eine melancholische poetische Sprache, die mich begeisterte. Sein Manko - in meinen Augen - bleibt dabei, daß alles eben nur Ansätze sind. Ebenso wie der Autor einen Markennamen als Bezeichnung für eine Person benutzt, hält er an diesem Muster fest und übernimmt es für jegliche Buchebenen. Mir ist das zu wenig, zu oberflächlich für sämtliche Betrachtungen des Buches.
Jemand schrieb, hätte Kracht seinen Roman (diese Bezeichnung grenzt fast an einen Witz bei einer "Länge" von 158 Seiten) dreimal so lang angesetzt, wäre es wahrscheinlich der Roman der 90er Jahre geworden. In dieser Form aber hinterläßt das Buch bei mir ein zwiespältiges Gefühl. Ein Gefühl, welches mich ebenfalls befällt, betrachte ich das zum Teil autobiographisch wirkende Buch in Bezug auf Krachts eigenen Lebenslauf.

Ein Lesen von Faserland empfehle ich aber dennoch, um sich selbst ein Bild zu machen, um neue deutsche Literatur kennenzulernen und die Anfänge der Popliteraten hierzulande. Auch zeigt Kracht in einigen Passagen Erzähltalent, welches vieles verschmerzen läßt und zum Diskutieren anregt.

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26 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen traurig, aber wahr, 29. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Faserland (Taschenbuch)
Etwas skeptisch( da ich selbst keineswegs zu den nur zu oft erwähnten Barbourjackenträgern gehöre) fing ich an, diesen Roman zu lesen- und war letztendlich völlig begeistert.Kracht zeigt die heutige Welt wie sie (zum Teil) ist, ob man es mag oder nicht.Die deprimierende Oberflächlichkeit der heutigen Gesellschaft läßt sich nun mal leider nicht leugnen. Emotionale Kälte,falsche Freundschaften, hippe Parties, auf denen die Menschen in Wirklichkeit oft nichts miteinander anzufangen wissen, der erschreckend lässige Umgang mit Drogen, der zwanghafte Wunsch sich ständig zu amüsieren, sowie die naive Vorstellung, hinter einer Barbourjacke auf Dauer seine eigentliche Persönlichkeit verstecken zu können - all das bestimmt den Alltag des Protagonisten. Jedoch wird dieses Partyleben in dem Roman keineswegs verherrlicht. Vielmehr werden nach und nach die Schattenseiten der Spassgesellschaft gezeigt- ziemlich traurig und teilweise auch erschreckend (besonders die Episode auf der Party in der Villa am Bodensee).
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ist das Leben so?, 19. Mai 2008
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Dieser sehr kurze Roman um einen namenlosen, gut situierten jungen Mann, der von Nord nach Süd durch die Republik (und schließlich in die Schweiz) reist, saufend, rauchend und Drogen konsumierend, hat vor ein paar Jahren einen Meilenstein der so genannten "Popliteratur" markiert. Krachts unprätentiöse, genau beobachtende, lakonisch-distanzierte Erzählweise, diese Oberflächlichkeit, die in vielem an Ellis' "American Psycho" erinnert, ohne eine vergleichbare Brutalität aufzufahren, dieses Zurkenntnisnehmen, das Nichtdabeisein, all das markiert auf durchaus lesenswerte, manchmal erschreckende, häufig entlarvende, vor allem aber sehr nebensächliche Art den Zustand einer Gruppe und damit der Gesellschaft, in der sie sich befindet.
Natürlich könnte man "Faserland" auch anders lesen. Da ist jemand, für den Geld keine Rolle spielt, der Trends mitnimmt, ohne ihnen groß Bedeutung beizumessen, der keine Freundschaften kennt und Sozialverhalten irgendwie auch nicht, der sich zudröhnt und das Vergessen schon mit einplant, wenn Erlebnisse anstehen. Auf Bekannte ist leichter verzichtet, als auf die Zigarette danach, aber auch die verglimmt irgendwann. So ist das Leben. Ist so das Leben? Das Leben ist so.
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Faserland: Roman
Faserland: Roman von Christian Kracht (Taschenbuch - 1. Juni 2002)
EUR 7,90
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