Kundenrezensionen


215 Rezensionen
5 Sterne:
 (86)
4 Sterne:
 (45)
3 Sterne:
 (19)
2 Sterne:
 (20)
1 Sterne:
 (45)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die einen hassen Kracht, die anderen...
... lieben ihn.
Privat und auch später im Studium gelesen, würde ich es immer wieder empfehlen. Krachts Schreibstil mag für den einen
oder anderen anstrengend sein, ist aber alles Geschmackssache.
Die Geschichte um einen jungen Mann, der durch die Gegend reist und die Reichen und Schönen und alle anderen bewertet ist sehr amüsant...
Vor 7 Monaten von Ano_nym veröffentlicht

versus
138 von 185 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nach Goethe der beste Mann !
Also, es fängt damit an, daß ich mir eine Zigarette anzünde und Krachts Buch Faserland lese und ich denke, daß alle Taxifahrer Nazis sind oder Drogen nehmen oder irgendwie komisch aussehen. Und in ganz Deutschland, dieser großen Maschine im Norden, wird seitenweise geraucht, getrunken und gekotzt. Das ist ja nicht schlimm, aber irgendwie das...
Am 2. Juni 2000 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 222 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die einen hassen Kracht, die anderen..., 4. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faserland (Taschenbuch)
... lieben ihn.
Privat und auch später im Studium gelesen, würde ich es immer wieder empfehlen. Krachts Schreibstil mag für den einen
oder anderen anstrengend sein, ist aber alles Geschmackssache.
Die Geschichte um einen jungen Mann, der durch die Gegend reist und die Reichen und Schönen und alle anderen bewertet ist sehr amüsant. Man muss sich nicht zwangsläufig mit dem Protagonisten identifizieren, man liest die Geschichte aus der Zuschauer-Perspektiv und muss einfach nur schmunzeln.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ..auf der Suche nach dem Ich im Fatherland... großartig, herausragend !, 12. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Faserland ist ein Werk, bei dem man zwischen den Zeilen lesen und auf die leisen Töne achten muss, um es in seiner Vielschichtigkeit angemessen zu verstehen. Im ersten Moment ist jeder sicherlich irritiert von diesem namenlosen Ich-Erzähler, der arrogant und selbstgefällig durch Deutschland reist, säuft und raucht von Party zu Party; eine Welt, die nur aus Markenartikeln besteht. Wer das Werk nur auf dieser Ebene versteht, dem entgeht, dass in Faserland gerade die Flucht aus diesem snobistischen Milieu, in dem es keine echten Freundschaften gibt und die Menschen innerlich leer und einsam sind, dargestellt wird. Daher verbrennt der Ich-Erzähler ja auch die symbolträchtige Barbourjacke auf dem Frankfurter Flughafen. Ebenso im Gespräch mit seinem Freund Rollo, der kurz darauf mit Drogen vollgepumpt in einem See ertrinkt, ist dem Ich-Erzähler völlig klar, was echte Freundschaft wäre und er weiß, dass er selbst nicht fähig ist, ein solcher Freund zu sein. Insofern entpuppt sich die Reise des ich-Erzählers als Suche nach sich selbst und als Kritik an einem bestimmten Lebensstil; letztlich als Flucht.
Bei dieser Reise beschreibt der Ich-Erzähler wunderbar ironisch-sarkastisch Deutschland und seine Menschen: eine ehrliche und schön politisch unkorrekte Kritik: Faserland - Fatherland - Vaterland. Jedesmal, wenn ich mit einem ICE fahre, muss ich z.B. an die Textstelle denken, in der der Ich-Erzähler sich über den Ausdruck "Bordtreff" aufregt und sich überlegt, welche Designer mit bunten Brillen und Armani-Sakkos sich den blöden Begriff ausgedacht, dafür Millionen kassiert haben und jetzt Rotwein in der Toskana trinken!

Insofern halte ich Faserland wirklich für ein großartiges, vielschichtiges Werk und ich kann alle nur bitten, auch zwischen den Zeilen zu lesen und das Buch nicht voreilig wegzulegen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Polarisiert, 30. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
„Faserland“ liest sich schnell und wird doch ermüdend, weil überhaupt nichts passiert, jedenfalls nichts wirklich Spannendes. Der Erzähler ist ein junger Mann, der quer durch Deutschland reist. Er trifft auf alte Bekannte, geht auf Partys, trinkt viel, und scheint sich auf einer Art Sinnsuche zu befinden. Die häufigsten Ausdrücke hier sind „ich meine“, „irgendwie“ und „ich kann das nicht genau beschreiben“. So entsteht leicht der Eindruck, der Roman sage überhaupt nichts aus. Ob er etwas aussagt, hängt ganz davon ab, wie man ihn liest.

Hier wird ein Lebensgefühl beschrieben, das nicht jeder nachvollziehen kann, beschrieben auf eine überheblich-respektlose Art, die provokant sein will und das auch schafft. Die Fülle an Kritiken und Sekundärliteratur zu diesem Roman scheint angesichts seines bescheidenen Umfangs und der saloppen Schreibweise seines Autors völlig überzogen und schraubt beim Leser die Erwartungen in die Höhe. So kommt es, dass die einen in „Faserland“ ein Meisterwerk der zeitgenössischen deutschen Literatur sehen, die anderen ein zu Unrecht gehyptes Sch…buch.

Deshalb ist es am besten, man liest den Roman selbst, bevor man irgendetwas über ihn liest. Viel Zeit erfordert das eh nicht. Es ist auch empfehlenswert, ihn nicht in einer Sitzung, sondern Stück für Stück zu lesen, um ihn wirken zu lassen. Vielleicht wirkt er gar nicht, dann sollte man ihn aus der Hand legen. Wahrscheinlicher ist aber, dass er wirkt und einen zum Nachdenken bringt, selbst wenn man ihn ganz schrecklich findet. Über das, was einem gegen den Strich geht, denkt man sowieso mehr nach als über das, was einem gefällt.

Es ist sehr einfach, „Faserland“ nicht zu mögen, was hauptsächlich am Erzähler liegt. Der ist nämlich unsympathisch, oft unsympathischer als die Leute, die er trifft, und die er selbst unsympathisch findet. Diese oberflächliche Kotzbrockenhaftigkeit verdeckt aber einen sensiblen, verlorenen Menschen, der seine Umwelt scharf beobachtet und gelegentlich an ihr zu zerbrechen droht. Eine Auflehnung findet nicht statt, der Erzähler bleibt irritierend passiv. Kracht gelingt es, ein diffuses Befinden einzufangen und auf den Punkt zu bringen, eine endgültige Aussage jedoch kategorisch zu verweigern. Das verleiht „Faserland“ eine eigentümliche Melancholie, manchmal auch Schönheit.

Aber das ist nur eine von vielen Lesarten. Dass „Faserland“ mit gerade mal 160 Seiten und einer scheinbaren Nicht-Aussage so unterschiedliche Reaktionen hervorruft, macht den Roman allemal lesenswert. Ob er auch gut ist, mag dann jeder für sich entscheiden. Mir hat er gefallen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrlich. Direkt. Ungenau. Genial., 21. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Ich musste das Buch fürs Abitur lesen und ich finde es ist ein wahnsinnig gutes Buch.
Der Ich-Erzähler macht vielleicht keine Entwicklung durch, aber darum geht es auch nicht. Eine Figur muss sich nicht immer entwickeln.
Es ist ehrlich.
Der Ich-Erzähler ist nicht in der Lage sich zu entwickeln. Ist meiner Meinung nach nicht in der Lage Emotionen wirklich zu empfinden oder wahrzunehmen. Ist einfach ausgekaltet und hat starke Identitätsprobleme.
Reist durch Deutschland ohne Ziel, manchmal auch ohne Sinn und Verstand.
Weiß nicht wer er ist oder wo er hin will. Ist im Endeffekt heimatlos. Hat keine Wurzeln.

Dieses Buch beschreibt einfach nur eine gestörte Persönlichkeit, die unheimlich ambivalent, komplex und deshalb interessant und fesselnd ist.

Ich denke, alles in allem, ist es ein Buch für Leute die einen ehrlichen, direkten Schreibstil schätzen und die generell im Leben gerne hinter Fassaden gucken und die Welt, Menschen und Persönlichkeit eines Individuums nicht in ihrer Einfachheit sehen wollen, sondern es genießen die Komplexität zu sehen und zu finden.

Wer immer nur mit seiner rosaroten Brille durch die Gegend läuft und mehr auf Schein als auf Sein bedacht ist und sich lieber nur auf berühmte, klassische Autoren fixiert, anstatt sich auch mal auf neue Autoren einzulassen.. ja der findet das Buch wahrscheinlich scheiße.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachhall, 8. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
"Faserland" beschreibt das Leben eines jungen Snobs. Dieses Leben, das - oberflächlich betrachtet - so leicht, ungezwungen und erstrebenswert erscheint, entpuppt sich bei längerem Hinschauen bzw. längerem Lesen als ein Leben voller Banalität, Langeweile und Monotonie.

Wie ein störrischer Jungendlicher tappt der - doch bereits längst - erwachsene Protagonist durch ein Leben ohne Anker und ohne Hoffnung. Es gibt für ihn keine echten Freunde, keine Familie, kein Verantwortungs- oder Pflichtbewusstsein, keine Aufgabe. Das vermeintlich schöne, leichte Leben wiederholt sich in einer grässlichen Endlosschleife aus Zigaretten, Alkohol, Drogen und oberflächlichem Blabla. Selbst aufrüttelnde Erlebnisse, wie der Tod seines Freundes, finden lediglich am Rande der Gedankenwelt des Protagonisten statt; die Frage nach eigener (!) Verantwortung, seiner eignen Aufgabe in der Gesellschaft, stellt er sich nicht.

Was mich letztlich beeindruckt hat, ist der Nachhall des Buches. Das Buch ist tatsächlich nicht spannend - unterstreicht damit aber voller Nachdruck das gleichsam unspannende Leben des Protagonisten, welches sich lediglich und immer wieder aufs Neue um Zigaretten, Markennamen und Hasstiraden gegen wen auch immer dreht. Der Protagonist ist in der Welt verloren und verlassen - und er scheint dies tief in seinem Inneren auch zu wissen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmen ohne zu leben, 20. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Krachts Roman Faserland zeichnet den heutigen (modernen?) Menschen und entwirft ein Bild der Sinnlosigkeit. Die Hauptperson reist von Sylt an den Bodensee, ohne dem Leser die eigene Identitaet oder den Sinn der Reise zu eroeffnen. Beobachtungen und Beschreibungen sind geradezu emotionslos. Ohne Ziel laesst er sich dabei treiben, Orientierung an Werten und Inhalten ist genauso wenig erkennbar wie die Orientierung an Reisezielen. Drogen, Parties, Begegnungen ohne Tiefgang kennzeichen das Geschehen. Man definiert sich ueber Statussymbole, ohne zu erkennen, dass es nur die Fassaden sind, die den Unterschied ausmachen. Jeder ist in dieser Sinnkrise gefangen, die Auspraegung unterschiedlich, die Fluchtversuche aehnlich. Geradezu unbeteiligt wird konsumiert. Alles. Menschen ohne Vergangenheit und ohne Zukunft, die selbst der Gegenwart nichts abgewinnen koennen und nicht in der Lage zu sein scheinen, dieser Tristesse Einhalt zu gebieten. Eine Gesellschaft der Entwurzelten, denen die Spassgesellschaft auf Dauer keinen Orientierung bietet. Passivitaet als Lebensziel. Atmen ohne zu leben.
Krachts Roman ist eine duestere Bestandsaufnahme unserer heutigen Gesellschaft, die wenig Hoffnung laesst und keine Wege zu mehr Wertigkeit aufweist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


45 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Namenlose Massenkritik, 10. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Anfangs kam mir dieser namenlose Ich-Erzähler ja wie eine sprechende Wanderreklame für Markenprodukte vor. Das hat etwas genervt. Schnell wurde hinter all den Marken aber das System unserer Konsumkultur sichtbar. Und schon wurde das Buch interessant. Bis ins kleinste Detail kann dieser Namenlose seine Kindheitserinnerungen emotional beschreiben. Mit gehöriger Bescheidenheit schildert er seine drogengefüllten Partyerlebnisse und macht vor allem klar, dass ein teures Leben (egal ob in Nord- oder Süddeutschland oder gar in der Schweiz gelebt) nicht wirklich aufregend ist. Und dass all diese herrlichen Markenprodukte nicht die innere Leere zu füllen vermögen. Wirklich ein guter kleiner Roman über unseren Massenkonsum und die menschliche Vereinsamung. Und dazu noch ein herrlich klarer Schreibstil. Was will man da noch mehr erwarten?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


138 von 185 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nach Goethe der beste Mann !, 2. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Faserland (Taschenbuch)
Also, es fängt damit an, daß ich mir eine Zigarette anzünde und Krachts Buch Faserland lese und ich denke, daß alle Taxifahrer Nazis sind oder Drogen nehmen oder irgendwie komisch aussehen. Und in ganz Deutschland, dieser großen Maschine im Norden, wird seitenweise geraucht, getrunken und gekotzt. Das ist ja nicht schlimm, aber irgendwie das einzige das passiert, in diesem Buch meine ich. Ich weiß nicht, ob ich mich da klar ausdrücke. Naja, ich meine das also so: (jetzt zünde ich mir erst mal eine Zigarette an) : der Kracht hat so viel Zeit und so viel Zigaretten und immer ein paar Geldscheine locker in den Taschen und hätte da also viel mehr daraus machen müssen. Zum Beispiel einfach 154 schöne weiße leere Blätter beim Verlag abgeben. Ich weiß, das klingt jetzt komisch, aber ich sage das trotzdem mal: dieses Buch, das leere meine ich, hätte mir viel besser gefallen. Aber vielleicht verstehe ich das auch falsch. Der Mann im Vorwort meint nämlich, daß der Erzählton in Wirklichkeit ganz schön kunstvoll gebaut ist. Wenn das so ist, dann sind wir alle Popliteraten. Wahrscheinlich habe ich dann aber nicht so viel Interessantes und Abwechslungsreiches zu bieten wie mein Kollege, der andere Popliterat, also Kracht meine ich. (Ich zünde mir mal rasch eine weitere Zigarette an). Also, ich lese das Laberbuch und lese da solche bedeutungsvollen Sätze wie "Ich gehe ans offene Fenster...ich ziehe mich erst mal an...also, ich liege da im Hotelzimmer...ich sitze eine Weile auf der Bettkante...ich ziehe meine Kreditkarte aus der Barbourjacke...ich zünde mir eine Zigarette an...die griechische Sonne prallt mir aufs Hirn..." Die Liste könnte problemlos über weitere 153 Seiten fortgeführt werden. Und wieso prallt die ihm aufs Hirn, die Sonne meine ich? Ich weiß das klingt jetzt wieder komisch, ich kann mich da irgendwie schlecht ausdrücken, aber diese ganzen Nigels, Rollos, Eugens, Karins und sonstigen Barbourjackenträger, also diese ganze Geschichte ist so unnötig und platt und schlecht und voller dummer Klischees und so leer und nur voller Rauch, daß man eigentlich nicht nur den Autor ohrfeigen möchte, sondern auch alle Verantwortlichen des Verlags. Also, der Roman geht so: die Romanfigur steht auf Sylt und trinkt eine Flasche Jever. Dann trifft er Karin, raucht eine Zigarette, trinkt Bier, erzählt etwas über Barbourjacken und fährt weiter nach Hamburg. Dort ertappt er Nigel beim Gruppensex, trinkt Bier, fährt geschockt nach Frankfurt. Da klaut er Alexanders Barbourjacke, trinkt Bier und fährt weiter nach Heidelberg. Dort folgert er, daß alle Deutschen im Alter nicht nur wie Nazis aussehen, sondern Taxifahrer sich der Haschischbrocken wegen verdingen. Trinkt Bier und landet in München. Weitergetrunken und weitergefahren nach Meersburg mit Rollo, dessen Porsche unser Held sich klaut, um in Zürich bei einer Schachtel Zigaretten über das böse Deutschland zu sinnieren. Und....? Jawohl, trinkt Bier !!! Letzte Bitte: Christian, bleib in Bangkok und schreib nur noch auf thailändisch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


41 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu wenig und auch noch alles falsch., 24. Januar 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: Faserland (Taschenbuch)
Wenn das Buch etwa fünfmal so lang gewesen wäre, dann wäre das der Deutschland-Roman der 90er. So dachte ich damals, als ich das gelesen habe, und ärgerte mich vor allem, dass so viel fehlt und Kracht ein fauler Sack ist. Aber schon damals fiel mir auf, dass da einige Fehler im Buch sind: z.B. in Heidelberg. Da stimmen nur die Namen (Max-Bar, Tangente...), der Rest hat mit diesem verpennten Kaff voller Spiesser überhaupt nichts zu tun. Und dann: In der Schweiz ist alles besser? Das hielt ich damals noch für Fehlgriffe, heute weiss ich: Kracht labert nur Scheisse. Das Deutschland im Buch gibt es gar nicht. Jetzt könnt ihr gleich sagen: Ach ne! Ja gut, ich will nur daran erinnern, dass dieser Roman häufig als authentisches 90er Bild angesehen wird, oder sich Leute damit identifizieren... ?! Ich würde sagen totaler Realitätsverlust. Grünofant und ICE ist ja schön und gutes Namedropping, aber so ein Bodensee und Hamburg (und alles andere)? Wart ihr schon mal da? Dann geht mal hin. Ich geb jetzt mal drei Sterne um nicht so ne Extrem-Meinung zu haben wie alle anderen hier. Weil das Buch ist nicht unwichtig (wegen seiner Rezeption), aber es ist schon schade das man mit so nem simplen Langweiler-Lügenmärchen so viel Aufsehen erregen kann. Junge Wilde? Jaja, so krass wild wie die in der CDU...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen von der Ziellosigkeit einer "Markenkultur", 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Faserland: Roman (Taschenbuch)
Ziellos reist der Ich-Erzähler mit Bahn, Flugzeug oder Auto durch Deutschland. Sein nächstes Ziel wählt er eher zufällig und spontan aus. Sorgen um Geld muss er sich als ehemaliger Schüler eines Nobelinternats sowieso nicht machen. Und gute Parties, viel Alkohol und Drogen gibt es in jeder Stadt.
In dem Buch geht es weniger um die Handlung, als vielmehr um die Dekadenz, der der Erzähler auf seiner Reise begegnet. Junge Menschen in Markenklamotten unterscheiden sich letztlich nicht von sog. "Alternativen" in schäbigen Klamotten, deren Leben nur aus Drogen und Alkohol besteht. Sie alle zeichnet eine große Leere aus, die sie mit ihrem Lebensstil überspielen wollen.
Es ist diese Welt, die Kracht in seinem Buch einfängt. Die Gedanken und Empfindungen des Erzählers werden in sehr dichter Sprache vermittelt. Schnell erkennt der Leser, dass der Erzähler nur vermeintlich eine Beobachterrolle spielt. Nein, auch er ist Teil dieser Welt, die sich anderen überlegen fühlt und keine Grenzen kennt. Die Ziellosigkeit der Reise ist letztlich ein Symbol für die Ziellosigkeit ihres Lebens. Dramatik entsteht nicht nur den gesamten Plot - vielmehr steckt sie in den vielen kleinen Handlungen, die sehr viel über das Leben dieser Menschen aussagen.
Zugegebenermaßen zogen sich die ersten Kapitel ein wenig hin. Immer irgendwelche Parties mit Snobs - nur der Schauplatz ist ein anderer. Doch mit der Zeit nimmt die Geschichte an Fahrt auf und die Ideen des Autors werden überraschender und witziger. Allerdings wusste ich auch schon vorher, dass es Menschen gibt, die auf diese Art und Weise leben. Folglich wird dem Leser nicht unbedingt eine neue Botschaft vermittelt. Zumindest vom heutigen Standpunkt aus - denn sicher ist es nicht ganz fair, im Jahre 2010 ein 1995 erschienenes Buch zu rezensieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 222 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xb77b9da4)

Dieses Produkt

Faserland: Roman
Faserland: Roman von Christian Kracht (Taschenbuch - 1. Juni 2002)
EUR 7,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen