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Kundenrezensionen

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am 21. November 2007
Meisterhaft erzählt finden sich in diesem Band vier der bekanntesten Nouvellen Gogols, wie die bekannte Nouvelle "Newski Prospekt", oder Gogol reifstes Meisterwerk "Der Mantel". Wer sich für die russische Kultur und Gesellschaft Sankt Petersburgs interessiert oder für das Rußland der Zarenzeit, findet hier ausgezeichnet erzählte Geschichten aus dem vorigen Jahrhundert mit großem Detailreichtum.

Gogol, der sein Leben lang vor allem neben seinem Freund Puschkin unter Selbstzweifeln litt, ist nichtsdestotrotz ein wunderbarer Erzähler und grandioser Betrachter seines Milieus. Viele kleine historische Details lassen das Rußland der Zarenzeit lebendig werden. Die Hauptfiguren werden facettenreich und psychologisch hintergründig aufgebaut. Auch sprachlich überzeugt Gogol vollkommen, seine Metaphern sind erfrischend, zutreffend und originell. Die Geschehenisse entwickeln sich zu einem symbolhaften Schleier, wie in der Nouvelle Newski Prospekt, wo zunächst das vordergründige Geschehen auf dem Platz beschrieben wird, während später die Ereignisse ins Abgründige abdriften... "wenn der Dämon die Lampe anzündet."

Für mich ist Gogol auf einer Höhe mit Tosloj angesiedelt, und seine Erzählungen waren für mich stellenweise fesselnder und weniger bedrückend zu lesen als beispielsweise Dostojewski. Ein großer russischer Literat, den ich vorher noch nicht kannte und von dem ich mit Freude noch mehr lesen werde.
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am 13. Oktober 2013
Zu den Kurzgeschichten an sich gibt es nciht viel zu sagen - hier muss der eigene Geschmack entscheiden.
Deshalb nur ein paar Anmerkungen zur hier vorliegenden Übersetzung und zum Umfang:

1. An der Übersetzung an sich gibt es wenig auszusetzen, jedoch sind einige Dinge aus dem Originaltext nicht übernommen worden. So etwa die Überschrift im letzten Tagebucheintrag des Tagesbuchs eines Wahnsinnigen. Im russischen Original hat Gogol hier Februar bewusst falschherum, also als "Raurbef", geschrieben. Dies ist für die Interpretation des Textes nicht ganz unerheblich.

2. In der "Nase" sind die im russischen Text vorhandenen, eindeutigen Anspielung auf die Nase als Metapher für Penis in der Übersetzung nicht vorhanden.

3. Es fehlt "Das Porträt", ein Text der ebenfalls zu den Petersburger Novellen gezählt wird.

Diese drei Punkte führen dazu, dass diese Ausgabe "nur" vier Sterne von mir erhält. Dennoch sind die Texte an sich natürlich ein Genuss.
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am 19. Juni 2003
Der dreihundertste Geburtstag Petersburgs veranlasste mich, die sogenannten "Petersburger Novellen" des neben Puschkin bedeutensten russischen Dichters der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Mit Nikolai Gogol (1809-1852) vollzog sich die entscheidende Wende in der russischen Literatur von der Verskunst - etwa Puschkins - zur Prosa und so gehört Gogol zu recht zu den Begründern des russischen Realismus und der sogenannten "natürlichen Schule". Seine "Toten Seelen" sind zu recht Weltliteratur. Auffällig an seiner Produktion ist seine literarische Vielfalt und seine grotesk-fantastischen Erzählungen, die mich an E.T.A. Hoffmanns "Kater Murr" erinnern. In diesem Jahrhundert hat meines Erachtens erst Michail Bulgakow mit seinem Roman "Meister und Margarita" und "Hunderherz" in die Tradition Gogols gestellt. Gerade "Hundeherz" und "Tschitscherins Abenteuer" (Tschitscherin ist die Hauptperson in den "Toten Seelen") beziehen sich auf die hier versammelten phantastischen Novellen. Diese Phantastik ist kein Widerspruch zum Realismus der "natürlichen Schule". Sie hat hier meiner Meinung nach keinen "eskapistischen" Charakter, sondern dient der "Entlarvung einer sinnentleerten Realität". Diese Äußerung aus dem Nachwort, bezogen auf die Hundeepisode der zweiten Erzählung, "Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen", trifft auf alle Novellen Gogols, die hier versammelt sind, zu. Lediglich die - weniger gelungene - Erzählung "Das Portrait" fehlt in dieser Sammlung. Das Gemeinsame an den Erzählungen ist der Handlungsort. "Grundproblematik [dieser Erzählungen] bilden Lebensschicksale der "kleinen Leute" vor dem Hintergrund einer bedrückenden und stickigen Großstadtatmosphäre." (Quelle: Geschichte der russischen Literatur, Aufbau-Verlag, 1986, S. 422) Nicht umsonst übten diese Erzählungen großen Einfluß auf das Frühwerk Dostojewskis (etwa "Arme Leute", de ssen Protagonist sich direkt auf Gogols Novelle: "Der Mantel" bezieht) aus. So soll er (oder Turgenjew) geäußert haben: "Wir alle kommen vom Mantel her" - er bezieht sich auf das eben angesprochene reiftste Werk Gogols, die Novelle: "Der Mantel", die hier als letztes Werk abgedruckt ist. "Der Mantel gilt zu Recht als das programmatische Werk des klassischen russischen Humanismus. Gogol entreißt den gewöhnlichen Alltagsmenschen, den "kleinen Mann", dem Dunkel der Vergessenheit und stellt das erniedrigte und rechtlose Individuum in den Mittelpunkt der literarischen Gestaltung. Die Geschichte vom gestohlenen Mantel verwandelt sich bei Gogol in eine ergreifende Geschichte vom gestohlenen Menschenleben in der zaristischen Gesellschaft. Das Schicksal des armseligen, unbedeutenden Beamten Akakij Akakijewitsch Batschmatschkin, der völlig in seiner Arbeit aufgeht, von allen aber verhöhnt und gedemütigt wird, wurde zu einer scharfen Anklage gegen das aristokratisch-bürokratische System." (Quelle: Geschichte der russischen Literatur, Aufbau-Verl., 1986, S. 425). Zwar ist Wolfgang Kasack ausdrücklich zuzustimmen, dass die aus der Sowjetära - wie aus dem obigen Zitat beispielhaft hervorgeht - Reduktion Gogols auf den Realismus der Komplexität des Werkes nicht gerecht wird (Wolfgang Kasack: "Russische Autoren in Einzelportraits, Reclam-Verl., 1994, S. 136). Es ist ja gerade die Auflösung normaler Sinnbezüge, der Un-Sinn der Novellen (Nachwort), wie etwa der hier ebenfalls abgedruckten "Nase", die das grotesk-satirische uim Schaffen Gogols eindrucksvoll dokumentieren. Dennoch ist es gerade diese Vielfalt, die Tatsache, dass es keine "eindeutige" Interpretation seines Werkes gibt, die Gogol auch heute noch interessant und lesenswert machen.
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am 29. April 2009
Nikolai Gogol gehört zu Recht zu einem der wichtigsten russischen und internationalen Schriftsteller, schon Thomas Mann sagte einst "seit Gogol ist die russische Literatur komisch" natürlich war sie auch schon vor ihm komisch, doch Gogol ist doch die Spitze des Eisbergs.

In seinen vier petersburger Novellen kommt dies voll zur Geltung, sei es die wahnwitzige Geschichte eines spanischen Königs gejagt von der Inquisition (Aufzeichnungen e. Wahnsinnigen), sei es die teils phantastische geschichte eines Mantel stehlenden Gespents (der Mantel), die ebenso selstame wie humorvolle Geschichte eiens Mannes ohne Nase (die Nase) oder die Geschichte eines verliebten Jünglings (newski Prospekt), diese vier Geschichten ergeben zusammen ein gutes Bidl davon was Gogol kann, und werden eigentlich nur noch übertroffen vom einzigen Roman des russischen Schelmes.

Im einzelnen sind manche Geschichten großartig, mein absoluter Liebling sind die Aufzeichnungen, natürlich ist diese Geschichet recht knapp und einfach, allerdings war dies das erste Buch was mich einmal herzlich zu Lachen hat bringen können, so absurd und komisch ist es geschrieben (man beachte vorallem die Daten über den tagebucheinträgen).
Für diese geschichet vergebe ich gerne satte *****
Der Mantel ist ebenfalls noch sehr gut, auch kritischer (beamtentum) geschrieben udn ebenfalls serh witzig, und man bekommt echtes Mtileid mit dem armen Akaki Akakijewitsch der sich mühsamt Geld spart für einen teuren Mantel der ihm dann gestohlen wird, was dazu führt dass...
Ich möchte nicht zu viel verraten, denn das is tder kern einer guten rezession, neugierde erwecken, dennoch fand ich diese geschichte von der Komik her und vom gesamt Eindruck etwas hinter den Aufzeichnungen deshalb gute ****
Die Nase fand ich dann schon zu unrealisitsch udn auch nicht merh sooo witzig, und der Newski Prospekt, fällt komplett aus dem rahmen, den dieses geschichet ist allerdings nicht sehr komisch, hat dafür andere Qualitäten, dennoch bekommen diese zwei Geschichte nur jeweils ***

Zusammen für diese 4 Geschichten haben wir also ***,75 sprich ****
Sterne.

Mit 9,00 kostet dieses Buch etwas mehr als wenn man sich die Nase/der Mantel und Aufzeichnungen/Newski jeweils im 2er Pack bei Anaconda bestellt (die auch sehr schöne Motive haben) aber dafür hat man so alles in einem, von dem her stimmt auch das preis leistungsverhältnis in etwa.
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am 7. April 2013
Im Buch befinden sich vier der berühmtesten Novellen Gogols: "Der Newski-Prospekt", "Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen", "Die Nase" und "Der Mantel". Wenngleich Gogol mit detailreichen Beschreibungen und Einblicken in die Petersburger Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zu unterhalten versteht, bleibt letztlich ein schaler Beigeschmack zurück. Irgendwie hat man beim Lesen den Eindruck, dass es sich nur um Fingerübungen des Autors handelte, die Erzählungen wirken unvollendet und ausbaufähig, teilweise widersprechen sich Erzählstränge, teilweise lässt Gogol den Leser absichtlich über Wesentliches im Unklaren. Insgesamt erwecken die Novellen den Eindruck, dass es dem Autor dabei mehr um die Schaffung eines Sprachkunstwerkes denn um das Erzählen einer Geschichte ging. So sind die Novellen zwar sprachlich schön, inhaltlich aber enttäuschend. Hinzu kommt, dass ich dem ständigen Wechsel Gogols vom Realistischen ins Absurde nichts abgewinnen kann. Fazit: Mag die Literaturwissenschaft über die Petersburger Novellen auch noch so jubeln, persönlich war ich alles andere als begeistert und habe beim Lesen großer Teile davon an Zeitverschwendung gedacht.
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am 17. April 2014
Gogol kann nur gefallen. Jedenfalls mir. Besonders die Titelgeschichte hat mich begeistert. Ich kann das Büchlein durchaus empfehlen, wenn man sich für russ. Lit. interessiert.
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am 4. Februar 2015
Das Produkt ist super - nur die Arbeitsbedingungen für die Amazon Beschäftigten nicht. Deshalb fordere ich als Kundin einen Tarifvertrag bei Amazon!
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