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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feuer nicht nur am Himmel
Dieser Autor kann nicht nur Thriller schreiben. Den Nobelpreis für Literatur hatte er verdient, doch die Herren der Akademie sahen in ihm vor allem den Autor von Kriminal- und Spionagegeschichten. Es gibt schlechtere Liebesgeschichten als diese, die dem schwedischen Komitee preiswürdig erschienen.

In Das Ende einer Affäre verstrickt Graham Green...
Veröffentlicht am 14. August 2007 von Code

versus
10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Religiöser Absturz
Graham Greene fängt genial an. Mit Spannung folgt man der Stimme des Ich-Erzählers und es gelingt dem Autor völlig, eine Stimmung zu erzeugen, die von Hass und Wut geprägt ist. Auch die spätere Konstruktion lässt einen nicht los. Der wunderbare Ich-will-unbedingt-wissen-wie-es-weitergeht-Effekt ist erreicht. Bei solchen Romanen schleicht sich...
Veröffentlicht am 6. Mai 2003 von Darko Spoljar


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feuer nicht nur am Himmel, 14. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Ende einer Affäre (Taschenbuch)
Dieser Autor kann nicht nur Thriller schreiben. Den Nobelpreis für Literatur hatte er verdient, doch die Herren der Akademie sahen in ihm vor allem den Autor von Kriminal- und Spionagegeschichten. Es gibt schlechtere Liebesgeschichten als diese, die dem schwedischen Komitee preiswürdig erschienen.

In Das Ende einer Affäre verstrickt Graham Green sein Trio, bestehend aus Maurice, Henry und Sarah so meisterhaft mit dem Gefühl der Eifersucht, indem der eine den anderen damit beauftragt, seiner Frau nachzustellen, obwohl dieser eine Affäre mit ihr hatte, und plötzlich selber auf den großen Unbekannten eifersüchtig wird, und inszeniert dieses abgewandelte Othello-Drama vor den Ereignissen des zweiten Weltkriegs. Mitunter klingt es wie eine Farce zu behaupten, da habe jemand jemanden geliebt. Es ist eher die Sehnsucht nach Leidenschaft, die alle Drei bewegt. Das Feuer, das zum Verhängnis wird, das Spiel mit dem Verbotenen.

Die Fragen am Ende lauten: Was ist mit der Liebe? Bleibt sie stets auf der Strecke? Spürt man sie zwingend in der Abwesenheit desjenigen, den man liebt? Am ehesten könnte Sarah uns eine Antwort darauf liefern, doch die ist ja nun leider verhindert. So wollte es der Autor. Und deswegen hätte er den oben stehenden Preis neben anderen auch wegen diesem Buch verdient gehabt.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterlich, 1. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Ende einer Affäre (Taschenbuch)
Eine banale Geschichte: Mann erinnert sich an Affäre mit verheirateter Frau zurück und schreibt darüber ein Buch. Aber gerade die banalsten Themen haben oft die meiste Tiefe und im Falle dieses Buches ist es auch nicht völlig erfunden, so beruht es auf einer Affäre, die der Autor wirklich hatte.
Es hat nichts mit üblichen Liebesroman zu tun, alleine der Wechsel der Erzählperspektive in der Mitte des Buches hebt es davon ab. Ich selbst habe es von vorne bis hinten in einem Zug gelesen und war begeistert. Nicht oft findet man Gefühle, Wahrheit und feinen Humor auf einmal. Intensiv und ungewöhnlich, viel mehr als nur ein Liebesroman. Ein Buch über das Leben an sich mit all seinen Täuschungen und Geheimnissen, welches zeigt, dass die Dinge nur selten so sind, wie sie uns vielleicht erscheinen.
Wer leichte, spannende und doch in die Tiefe gehendes Untherhalung will: kaufen!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine lebensbegleitende Lektüre, 21. Juli 2012
Von 
Es ist nicht verwunderlich, dass die Diskussion um den Nobelpreis nach Erscheinen dieses im London der Jahre 1939 bis 1946 angesiedelten Romans neu belebt wurde. Allerdings hat Graham Greene ihn nicht bekommen. "Das Ende einer Affäre" empfinde ich als eine lebensbegleitende Lektüre. Denn in der Jugend kann man den Roman als Detektiv-Story lesen, als erwachsener Mensch eher als Liebesgeschichte und im Alter als eine Suche nach dem Ewigen, Unvergänglichen, also nach Gott.

Der Roman gliedert sich in drei Teile:

1. Die Geschichte einer männlichen Eifersucht, bei der der Ich-Erzähler, der Schriftsteller Maurice Bendrix, der Liebhaber der verheirateten Sarah Miles einen Detektiv beauftragt, Sarah zu observieren.

2. Die Tagebuchaufzeichnungen der Sarah Miles, als Zeugnis einer fast allumfassenden weiblichen Liebe stellen klar, dass Bendrix Eifersucht jeglicher Basis entbehrt.

3. Die Geschichte der Freundschaft zwischen Maurice Bendrix, wieder als Ich-Erzähler, mit Henry Miles, Sarahs Mann, nach Sarahs Tod.

In allen Teilen des Romans wird mit der Liebe gerungen und nach dem gesucht, was über das Leben des einzelnen Menschen hinausweist. Außerdem habe ich mit Interesse die Passagen gelesen, in denen es um die Schriftstellerei und ihre Bedingungen geht. Da erfährt man z.B. etwas über den Umfang der Recherche, die einem guten Roman zugrunde liegt. Denn Bendrix hätte mit dem Paar keine engere Bekanntschaft geschlossen, wenn er "nicht im Jahre 1939 einen Roman begonnen hätte, in dessen Mittelpunkt ein höherer Staatsbeamter stand". Deswegen hatte er die "herzlose Absicht, die Gattin eines Staatsbeamten gründlichst auszuhorchen": "Wann Henry frühstückte, wollte ich wissen; und fuhr er mit der Untergrundbahn, mit dem Autobus oder im Taxi ins Amt? Brachte er abends Arbeit mit nach Hause? Besaß er vielleicht eine Aktentasche, in die das königliche Wappen eingeprägt war?" Außerden erfährt man etwas über die Arbeitsgewohnheit des Schriftstellers Bendrix: 20 Jahre lang hatte er an fünf Tagen der Woche im Durchschnitt 500 Worte zu Papier gebracht, und abends vor dem Einschlafen las er sie durch, um den Text zu überschlafen. Selbst der Krieg berührte seine Arbeit kaum. "Es bedurfte einer Sarah, um meine selbstauferlegte Arbeitsdisziplin umzustoßen."

Oder: "Wenn ich ein Buch beginne, dann mache ich stets aufs neue die Beobachtung, dass sich eine Gestalt darin hartnäckig weigert, Leben zu gewinnen. In psychologischer Hinsicht ist nichts falsch, aber sie kommt nicht vom Fleck, ich muss sie mit Gewalt hin und her schieben." Dieser Charakter tut nie das Unerwartete, er überrascht den Schriftsteller nie, er übernimmt nie selbst die Führung. Und dann vergleicht der Autor diesen, seinen Schöpfungsvorgang mit der Schöpfung Gottes, und zwar des Menschen und der Heiligen, was ich originell fand.

Viele Stellen in "Das Ende einer Affäre" regen zum Nachdenken bzw. zur Diskussion über Lebenshaltungen, Irrtümer und Vorurteile an:

"...ich wollte einfach nicht glauben, dass sich die Liebe anders äußern könne als bei mir: ich maß meine Liebe nach der Stärke meiner Eifersucht, und nach diesem Maßstab konnte Sarah mich überhaupt nicht lieben."

Oder: "Ich habe nie begriffen, warum Menschen ohne weiteres die höchst unwahrscheinliche Vorstellung eines persönliches Gottes hinzunehmen bereit sind, aber an der Idee eines persönlichen Teufels Anstoß nehmen."

Deswegen lohnt es sich, diesen Roman in Abständen immer wieder einmal zu lesen, obwohl ich einschränkend bemerken muss, dass mir einige Passagen im Mittelteil nicht gefallen haben. Die Tagebuchaufzeichnungen der Sarah bedeuten eine Perspektivänderung, sie sollen die Geschichte aus weiblicher Sicht darstellen. Aber es kommen mir darin zu viele männliche Ideen vor, auch einige Teile bezeugen in ihrer Wortwahl überdeutlich, dass der Schreibende ein Mann und nicht etwa eine Frau war.

Die Liebesgeschichte zwischen Graham Greene und der Millionärsgattin Catherine Walston, die den Roman inspirierte, währte übrigens von 1947 bis 1959, also 12 Jahre. Greene hätte die Mutter von vier Kindern gern geheiratet, aber sie ließ sich nicht scheiden. Als der 1939-1946 spielende und "C." gewidmete Roman im September 1951 erschien, also mitten in den Liebesturbulenzen, schwieg Greene eisern. Nicht einmal einem seiner Freunde gab er im Interview einen Tipp. Erst heute kann man darüber etwas in den Biografien über Greene lesen. Selbstverständlich hat Greene auch nie einen Detektiv beauftragt, das tut nur die Romanfigur. Im wirklichen Leben übernahm der eifersüchtige Greene die Observation seiner Geliebten selbst. Während Catherine und Harry Walston eine Wohnung in der St. James's Street Nr. 5 bezogen, nahm sich Green eine Wohnung im Nachbarhaus, in der Nr. 6. Während die Romanfigur so unglücklich ist, dass sie nicht mehr schreiben kann, reifte Greenes handwerkliche Meisterschaft in dieser Zeit.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach grandios!, 2. April 2000
Von Ein Kunde
Dieses Buch gehört zu den Besten, die ich je gelesen habe, obwohl man allein durch die Inhaltsangabe nicht die Tiefe dieses Romanes erahnen kann. Doch das Buch hat Tiefe, denn es behandelt nicht nur, in einer wirklich gelungenen Erzählform mit tollen Aufbau, so "banale" Theman wie Liebe, Eifersucht, Haß und Tod, sondern eigentlich das Leben selbst, mit vielen Aussagen. Eine davon ist, sein Leben zu leben, weil es jeden Moment aus sein könnte, daher: noch heute dieses Buch kaufen, wäre zu schade, es nie gelesen zu haben.
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5.0 von 5 Sternen Graham Greene, 21. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Ende einer Affäre (Taschenbuch)
Das Buch ist empfehlenswert. Da wird spannend erzählt. Da kann ich mitgehen. Da möchte man die Lektüre in einem Zug lesen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende einer Affäre, 15. September 2006
Als ich das Buch begonnen habe, war ich noch sehr skeptisch. Nach dem dritten Mann, der von mir nur 2 Sterne bekommen hat, machte ich mir keine Hoffnung auf eine gute Liebesgeschichte, oder, wie der Schriftsteller Maurice Bendrix und (zumindestens in 3 der 4 Abschnitte) Ich-Erzähler sagen würde Hassgeschichte, in Händen zu halten. Und doch war es so.

Der einzige Punkt der mir bei „Der dritte Mann“ gefallen hat, nämlich die Beschreibung des Nachkriegswien, hat Graham Greene natürlich auch in „Das Ende einer Affäre“ toll hinbekommen (diesmal nicht mit Wien sondern einer anderen Stadt - was ich meine ist natürlich das Flair). Die Umgebung wirkt mindestens so lebendig wie die Charaktere selbst. Ich mag kitschige Liebesgeschichten nicht besonders, deshalb hat mir diese Hassgeschichte auch so gut gefallen. Mit der Zeit muss der Erzähler sich und den Lesern eingestehen, eigentlich auch über Liebe und Freundschaft zu schreiben. Dieses Buch das so lange in einem so traurigen und drückenden Stil geschrieben ist, sollte man nicht lesen wenn man an Liebeskummer leidet. Selbst mir, die ich nicht so nah am Wasser gebaut bin, hat es an manchen Stellen die Tränen in die Augen getrieben.

Das eigentliche Ende war – so finde ich, nicht vorhersehbar (wenn man nicht den Film gesehen hat – und das hab ich nicht), wenn es denn das Ende gewesen wäre…der Autor hat sich dann noch ein eher unnötiges Kapitel geleistet, das zwar hübsch zu lesen war, jedoch – wie schon gesagt, nicht notwendig war.
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10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Religiöser Absturz, 6. Mai 2003
Von 
Darko Spoljar (Siegburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Ende einer Affäre (Taschenbuch)
Graham Greene fängt genial an. Mit Spannung folgt man der Stimme des Ich-Erzählers und es gelingt dem Autor völlig, eine Stimmung zu erzeugen, die von Hass und Wut geprägt ist. Auch die spätere Konstruktion lässt einen nicht los. Der wunderbare Ich-will-unbedingt-wissen-wie-es-weitergeht-Effekt ist erreicht. Bei solchen Romanen schleicht sich irgendwann die Frage ein: Wann verliert die Geschichte ihren Drive? Und leider, leider...passiert es dann auch. Eigentlich schon in der Mitte, nämlich dann, wenn das Tagebuch der Protagonistin zu lesen ist. Anfangs interessant (auch die Idee ist gut), da nun die Sicht der Frau deutlich zum Vorschein kommt und damit auch der tragische Irrtum des Ehebrechers Bendrix, der im Glauben war, dass seine Affäre ihn nicht liebte, aber dann kommt die Religion ins Spiel, denn alles wird auf Gott geschoben und der Rest des Buches will gar nicht mehr aufhören sich über/gegen Gott auszulassen, was den ansonsten tollen Eindruck des Buches nicht nur erheblich trübt, sondern auch beim Lesen hemmt, dem ganzen die Luft nimmt. So bleibt Grahams Geschichte nur bedingt empfehlenswert.
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Das Ende einer Affäre. Roman
Das Ende einer Affäre. Roman von Graham Greene (Taschenbuch - 1. Februar 2000)
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