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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2005
Hier greif siegfried lenz ein thema auf, dass jeden leser emotional mitleben lässt. Es ist der konflikt zwischen tochter und vater, der vater geht auf reise mit seiner tochter biggi nach nordafrika, wo der vater "oberst" seine kriegsvergangenheit zu bewältigen versucht, eigentlich möchte er gern dort alleine hin, jedoch braucht er die hilfe von biggi, da er schon körperlich beeinträchtigt ist.Außerdem versucht der Oberst seine tochter verständnis und v.a. mitleid für die kriegsvergangenheit und das dort geschehene bei ihrer tochter biggi zu erregen. In diesem ganzen roman entstehen oft konflikte zwischen vater und tochter, wobei die tochter stets unterliegt, bis sie neugierig wird, was der oberst einst für ein verhältnis hatte mit seinem soldatenkamerraden makenroth. Durch ein Unglück kommt sie in kontakt zu zwei engländern, die ebenfalls ihre erinnerungen an den krieg wachrütteln wollen, die engländer sind von der jungen dame völlig angetan und helfen ihr aus den schlamasel, der durch das unglück ausgelöst wurde, wieder herauszukommen. Durch einen der engländer erfährt sie, dass das verhältnis zwischen den oberst und makenroth garnicht so makellos war und sie "müpft" auf gegenüber seinen vater und will die wahre vergangenheit ihres vaters wissen...
Siegried Lenz beschreibt die natur sehr schön, wie die erbarmungslose hitze auch stets wieder konflike entstehen lässt, die sich gegen den menschen richten.
Die Rolle des Oberst ist die faszierensde peron überhaupt, sie lässt bei den leser richtig wut aufkommen über seine sturrheit und verachtung gegenüber allem, ein richtiger "kotzbrocken" halt.
Das Buch ist einfach ein Muss für jeden "lenz- fan"!, ist auch nicht so langatmig wie andere lenz bücher, da stets etwas passiert.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. November 2014
Siegfried Lenz war 1926 in Lyck, Ostpreußen geboren, zahlreiche sehr lesenswerte Erzählungen wie z.B. "So zärtlich war Suleyken" und Romane, z.B. "Deutschstunde" haben zu inzwischen sehr vielen Ehrungen und Preisen geführt. Er starb am 7. Oktober 2014 in Hamburg.

Zwei Jahre nach „Es waren Habichte in der Luft“ erscheint 1953 der zweite Roman des gerade 27-jährigen Lenz. Auch hier spielt die Handlung noch nicht in Deutschland, wie in seinen späteren Romanen. Es ist die Gluthitze der lybischen Wüste, in die sich ein ehemaliger Oberst des deutschen Afrikakorps einige Jahre nach Kriegsende mit seiner Tochter Biggi begibt, und zwar an jenen Ort, wo er schuldig geworden war am Freund und Fahrer Mackenbrandt, den er schwer verletzt und unter Raub seiner Identität verließ, als der Feind nahte. In diese Ungewissheit, ob Mackenbrandt noch lebt oder ob er durch seine Schuld verstarb, nimmt der Oberst seine Tochter mit. Im Grunde ist er ein durch die damalige Feigheit ausgehöhlter Charakter, der auch auf der Suche nach Erlösung von der gefühlten Schuld sich den Strapazen der Wüste rücksichtslos stellt und dabei längst seine Vaterrolle Biggi gegenüber völlig verraten hat. Doch für Biggi wendet sich das Blatt, als sie in der Wüste auf die beiden englischen Brüder Horace und Alaric trifft, die auch durch die Erinnerung an die Kriegswirren hierher gepilgert sind. Über die beiden humorvollen Engländer findet sie letztlich zu einer eigenen Rolle und zum Aufbegehren gegenüber dem übermächtigen Vater – sie verlässt seinen „Schatten“. Und sie knüpft mit der Bekanntschaft zu den jungen Engländern auch freundschaftliche und zukunftsoffene Bande, unbekümnert um die Schuld des Vaters, der schließlich unbelehrbar in der Ablehnung jeder angebotenen Hilfe in der Wüste umkommt.

Insofern ist der Roman ein ganz wichtiges Zeitzeugnis der Nachkriegszeit: alte Ressentiments helfen nicht weiter, auch nicht Rechtfertigungen, sondern nur klares Benennen von Schuld und gemeinsamer Blick in die Zukunft. (02.11.14)
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Mai 2013
Das Buch ist in einer guten verfassung und auch schnell da gewesen.Nur der inhalt des Buches ist für mich als Lenz-Fan eine Zumutung.
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