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Kundenrezensionen

5
4,0 von 5 Sternen
Der Schlangenbaum: Roman (dtv Fortsetzungsnummer 10)
Format: TaschenbuchÄndern
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Im 1986 ersterschienenen »Schlangenbaum« nimmt der Hamburger Ingenieur Wagner spontan das Angebot seiner Firma wahr, als Bauleiter einer Papierfabrik nach Südamerika zu gehen. Doch bald nach der Aufnahme seiner Arbeit gerät er in einen verhängnisvollen Strudel aus Korruption, Streik und Gewalt. Trotz Timms gleichmäßig ruhigen, lakonischen Erzählstils ist hinter jeder Seite die aufkeimende Katastrophe fast greifbar zu spüren. Der Aberglaube der Einheimischen, das mysteriöse Verschwinden einer jungen Spanischlehrerin, gefälschte Unterlagen und undurchsichtige Auskünfte weben ein ständig dichter werdendes Netz des Unheils, ohne dass Ursachen und Triebkräfte bekannt würden. Mit Wagners zunehmender Verunsicherung wächst auch sein Wunsch, einen Schlussstrich unter sein bisheriges Leben in Deutschland zu setzen. Fatalerweise ist es gerade der nicht abgeschickte, sich noch in seiner Jackentasche befindliche Abschiedsbrief an die Ehefrau Susann, der ihn aus den Fängen des Militärs zu befreien vermag. Doch die Rettung ist nur eine kurze, oberflächliche. Ein ungewöhnlich spannendes Buch, konzentriert und glasklar erzählt, mit feinen, apokalyptischen Untertönen, die nie ganz ausgereizt werden.
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am 22. Januar 2013
In diesem Roman, von Uwe Timm, geht es um einen deutschen Bauingenieur namens Wagner, der als Bauleiter nach Südamerika geschickt wird. Dort soll er den Bau einer Papierfabrik beenden, welcher schon zwei seiner Vorgänger zum Verhängnis wurde. Wagner nimmt den Auftrag an um schließlich seinem müden Familienalltag zu entfliehen. Denn durch den Auftrag in Südamerika erhofft er sich eine Art Neuanfang und Selbstfindung, was letztendlich Klarheit in seinem Leben schaffen soll.
Was jedoch nicht in die Kalkulation Wagners miteingeht, sind die Arbeitsverhältnisse in einem anderen Land. Auch sonst sind die Gewohnheiten, der in diesem Kontinent lebenden Menschen, alles andere als „Deutsch“. Wagners Alltag erfüllt sich nach und nach mehr mit Korruption, Gewalt und Aberglaube. Nach mehreren Versuchen den Bau mit deutscher Gründlichkeit zu Ende zu bringen, resigniert Wagner schließlich und stellt sich der ausweglosen Situation, der Erkenntnis, dass jegliche Anstrengungen gegen das einheimische System sinnlos sind. Bis er jedoch an diesen Punkt gelangt, muss er mehrere Feuertaufen durchlaufen die sogar seine Existenz bedrohen.
Uwe Timms Roman ist sehr authentisch auf Grund seiner detailgetreuen Recherchen über das Land und dessen Entwicklung. Die Geschichte lässt den Leser glauben selbst an Ort und Stelle zu sein, was er besonders gut durch seinen Wechsel zwischen Präteritum und Präsens akzentuiert, womit der Leser „gezwungen“ wird das Buch nicht eher aus der Hand zu geben, bis er dieses fertig gelesen hat. Es handelt sich bei dieser Lektüre keines Wegs nur um einen „einfachen Roman“ mit fiktiven Ereignissen, sondern um einen Roman der ein Teil europäischer Geschichte widerspiegelt.
Durchaus kann man dieses Buch auch kritisch bewerten, denn es zeigt, dass europäisches Selbstbewusstsein und Naivität kombiniert mit einem gewissen Grad an Intellektualität nicht alle Probleme automatisch zu lösen Vermag.

Wie man an meiner Rezension erkennen kann , war ich sehr zufrieden mit diesem Buch und kann es deshalb nur weiterempfehlen!
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Im Grunde ist der Roman eine Fortschreibung von Max Frischs „Homo faber“ in das Ende des 20. Jahrhunderts. Die Auseinandersetzung des westeuropäischen Technikers Wagner (einen Vornamen erfährt man nicht) mit einer fremden, mythischen Welt, mit der politisch-sozialen Umbruchsituation Südamerikas und mit einer grundsätzlichen privaten Lebenskrise, die eventuell in den Untergang mündet, erinnert stark an die Erlebnisse des Walter Faber in den 50er Jahren.
Wagner lässt sich von seiner Firma als Bauleiter zu einem problematischen Projekt (Bau einer Papierfabrik) nach Südamerika schicken. Gleichzeitig erfährt man im Rückblick von den privaten Problemen zu Hause mit Frau und Familie. Wagner lernt die örtliche Prominenz und die abgeschottete deutsche Kolonie kennen, aber auch die Arbeitsbedingungen der Indios aus Bolivien. Dabei gerät er - weil er sich einmischen will - zunehmend in das Spannungsverhältnis zwischen autoritärer Diktatur und den psychologischen Empfindlichkeiten der Einheimischen. Seine Beziehung zu der jungen Luisa, die eventuell eine Gruppe von Freiheitskämpfern unterstützt, führt zu weiteren Schwierigkeiten - vor allem als Luisa spurlos verschwindet. Die Suche nach ihr wird zu einem spektakulären Roadmovie. Der Roman endet mit Wagners Rückkehr auf der Baustelle sowie einer fiebrigen Phantasie von Revolution und/oder Weltuntergang durch Starkregen.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Februar 2013
Der Hamburger Bauingenieur Wagner, verheiratet, ein Kind, unausgefüllt und unzufrieden, lässt sich als Bauleiter auf die Baustelle einer südamerikanischen Papierfabrik versetzen. Für ein Jahr, heißt es. Seiner Frau ist das scheinbar egal, aus der Ehe ist die Luft raus. Was sich Wagner erhofft, bleibt weitgehend unklar - eine allgemeine Unruhe treibt ihn an, das Verlangen nach Veränderung, das Elend auf hohem Niveau. Um Geld geht es ihm nicht, auch nicht wirklich ums Abenteuer. Denn eigentlich ist Wagner ein ziemlich langweiliger und emotionsloser Typ, er mag es nur gerne richtig ordentlich, und deswegen will er auf dieser Baustelle mit Schieflage aufräumen.

Schon bevor er die Baustelle überhaupt betritt, begeht Wagner den fatalen Fehler, eine bestimmte Schlange zu überfahren, die den Einheimischen heilig ist. Dieses Motiv eines Omens, eines gebrochenen Tabus zieht sich durch das ganze Buch und baut eine Erwartung auf, die nie erfüllt wird. Immer dräut die Katastrophe, doch sie kommt nicht. Auch als Wagners Ziellosigkeit in einer an sich unnützen und hirnlosen Fahrt in die Hauptstadt gipfelt, in der er haarscharf dem Untergang entkommt, verbessert sich nicht viel. Er lernt ein kleines bisschen, aber es ergibt sich weder die kathartische Lösung noch die erwartete Katastrophe. Das Ende ist so lau wie der Charakter des Hauptdarstellers, der dem Leser fremd und unsympathisch bleibt.

Die Figuren sind ansonsten weitgehend so, wie sich der Mitteleuropäer die inzestuöse, rassistisch gefärbte, narzisstische Kolonialgesellschaft vorstellt. Möglicherweise war der Roman vor 25 Jahren hochaktuell, heute ist er es nicht mehr.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juni 2014
Ich finde den Roman sehr spannend.Von der ersten Seite bis zur letzten Seite will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.Süper!!
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