Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Strandspielzeug calendarGirl Cloud Drive Photos Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen15
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
12
4 Sterne
3
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:5,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. Mai 2005
Endlich erbarmt sich Eduard von Keyserling einmal und bietet einen Helden auf, mit dem sich sein Leser auch identifizieren kann. Dem jungen Ich-Erzähler kann man in die ländlichen Sommernächte folgen, ohne irgendwann irritiert stehen zu bleiben oder selbst von der allgemeinen Auswegslosigkeit überfallen zu werden. Denn Bill von Fernow ist selber nur eine Randfigur. Die sarkastische Distanz, die in anderen Keyserling-Erzählungen aufblitzt, hält er bis zum Ende durch. Mit seinen Augen beobachtet, gewinnt die typische Katastrophe, um die sich auch diese Erzählung dreht, viel an Spannung. Sie kommt frisch und lebendig und gar nicht "schwül" daher.
Andererseits: Auch hier gibt es diese Mischung aus Erregung und Lethargie, die den jungen Mädchen und alten Männern das Leben zerstört. Natürlich nimmt sie auch Bill (und mit ihm den Leser)gefangen.
Schließlich ist der 17-jährige Schüler nicht ohne eigene Probleme: Prüfungen, Vater, Mädchen - das Übliche eben. Doch während andere Autoren da oft in wehleidige Übertreibung oder einen unangemessen spöttischen Altmänner-Ton verfallen, gelingt es gerade Keyserling, dem "Schilderer der baltischen Dekadenz", seinen Bill mit einer authentischen Mischung aus Empfindsamkeit und jugendlicher Robustheit zu schildern. Und die hilft dem jungen Helden auch, der Schwüle nie ganz zu verfallen und sich nach einigen Sommertagen wieder daraus zu befreien.
Eine wirklich gelungene, kleine Geschichte!
0Kommentar|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ein unendlich langweiliger Sommer scheint vor dem jungen Grafen Bill von Fernow zu liegen. Er hat seine Abiturprüfung nicht bestanden und muss nun den Sommer allein mit seinem Vater, einem sehr eleganten Mann, der ihm ziemlich fremd ist, auf dem Gut der Familie verbringen, um sich auf die Wiederholungsprüfung vorzubereiten. Eduard von Keyserling, der als einer der wenigen bedeutenden impressionistischen Erzähler gilt, führt uns mit dieser Novelle in die Welt des deutsch-baltischen Landadels vor dem ersten Weltkrieg, der es selbst entstammt. Er beschreibt lange heiße Sommertage wie es sie heute nicht mehr zu geben scheint und die es Bill unmöglich machen sich auf seine Studien zu konzentrieren. Um der Langeweile zu entkommen beginnt er sich für die Mädchen zu interessieren, allerdings nicht sehr erfolgreich. Im Laufe des Sommers erkennt Bill, dass zwischen seinem Vater und Ellita, einer jungen Frau von einem Nachbargut, die einen Soldaten heiraten soll, eine ganz besondere Beziehung besteht. Bill wird Zeuge wie der Vater Ellita zu dieser Ehe, die von ihr nicht gewünscht wird, drängt. Er erkennt einen ganz anderen Menschen hinter der Fassade des Vaters. Der Sommer endet plötzlich und anders als erwartet. Bei dieser Novelle handelt es sich auch um eine Initiationsgeschichte, denn Bill ist am Ende des Textes nicht mehr derselbe wie zu Beginn. Mir gefallen die Beschreibungen zu diesem Buch ganz besonders. Nur wenige Worte genügen die Farben des Sommers und die Vielfalt der Sommerblumen vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen. Man riecht förmlich die heißen trockenen Tage auf dem Land. Die Personen sind so geschildert, dass sie wie echte Menschen erscheinen. Man vergleicht von Keyserling oft mit Fontane, mir gefallen seine Sprache und seine Beschreibungen besser.
0Kommentar|41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die "Schwülen Tage" des Titels prägen atmosphärisch die äußeren Geschehnisse der Erzählung. Was im Inneren des jugendlichen Protagonisten geschieht, will dagegen so gar nicht zur lichtüberfluteten Landschaft passen, in der er sich bewegt. Der Jüngling ist zum Lernen in die Provinz verbannt, weil er die Abiturprüfung nicht bestanden hat. Zu seinem Kummer bedeutet dies, dass er Wochen mit seinem Vater zu verbringen hat, der ihn autoritär auf Distanz hält, und zu dem er darum kein echtes Verhältnis hat. Schließlich entdeckt er jedoch, dass der Vater durchaus auch eine interessante, eine private Seite, jenseits seiner väterlichen Rolle, hat - nämlich ein Geheimnis.
In der schwülen Hitze des Sommers scheint alles still zu stehen, die Fassade des Familienlebens mit ihren pseudo-idealistischen Phrasen genauso für die Ewigkeit geschaffen wie das damals prosperierende Kaiserreich. Aber Bill von Fernow scheint in einer unwirklichen Art Traumtrunkenheit seinen Weg ins Erwachsensein doch noch zu finden, fügt sich am Ende sogar in die Rolle, die ihm die Gesellschaft vorgibt, die aber seiner wahren Gefühlswelt kaum Raum gibt.
Keyserlings Erzählung von der Suche nach Selbstfindung eines Jugendlichen zur Jahrhundertwende reiht sich in seiner Stimmung ein in ähnliche Werke Musils und Wedekinds. Auch hier erscheint die ältere Generation wie hinter einer Maske, die keine Privatheit oder Vertraulichkeit zulässt, verborgen, und das eigentlich Menschliche drückt sich aus in den Daseins-Fragen der Jugend.
Wer Schnitzler, Musil, Wedekind, Mann gern gelesen hat, wird auch in dieser Erzählung auf seine Kosten kommen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. November 2006
Die kleine Novelle von Keyserling hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Da ist zum einen die Darstellung der schwierigen Vater-Sohn-Beziehung. Immer wieder wird der junge Bill zwischen den Gefühlen von Hass, Liebe, Bewunderung und Verachtung zu seinem Vater hin und her gerissen. Keyserling zeichnet die Chraktere sehr deutlich.

Zum anderen beschreibt die Geschichte die Gefühle des jungen Bill zu Frauen. Auch hier ist er immer wieder hin und her gerissen. Zum einen schwärmt er für Gerda, liebt Ellita und sehnt sich auch nach körperlicher Liebe. Sehr eindringlich beschreibt Keyserling auch dies.

Und auch die Geschichte von Bills Vater Gerd, seiner Liebe und Sehnsucht, die am Ende tragisch endet, bildet einen roten Faden in dieser Novelle.

Was mir auch gefallen hat, ist seine Art, die Landschaft zu beschreiben. Damit weckt er immer wieder Stimmungen, die es mir leicht machten, die Charaktere noch besser zu verstehen.

Ein sehr stimmungsvolles Buch voller Gefühl.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juni 2016
Liebhabern von melancholischen, abe rnicht kitschigen Erzählungen ist das Buch nur zu empfehlen. Eine tolle Sprache, interessante Figuren und ein rundum tolles Buch- auch für den Urlaub geeignet.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Februar 2016
Ein reicher Gutsherr und sein verweichlichtes Söhnchen, Abiturversager, buhlen vergeblich um diverse Frauen und mühen sich krampfhaft, Haltung zu zeigen – tenue. Sie scheitern immer wieder, das Ringen um Haltung ermüdet sie.

Eduard von Keyserling zeigt schön die steife, unfrohe Atmosphäre der Jahrhundertwende voller Rituale und Verlogenheiten. Mit vielen Dativ-es und aufdringlichen Beschreibungen der Sommerschwüle und sinnlich duftenden Gärten trägt von Keyserling aber auch recht dick auf. Mehrfach beobachtet Sohnemann den Papa in sehr privaten Momenten – unwahrscheinliche Zufälle. Keyserlings Wellen gefielen mir etwas besser.

Meine Insel-Taschenbuch-Ausgabe enthält außerdem das kurze Stück Nachbarn. Es schildert zwei unzufriedene Paare in der Sommerfrische und endet diffus.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juni 2015
Keyserling beschreibt auch hier (wie fast immer) ebenso eindrucksvoll wie leicht die großartige Natur im damaligen Ostpreußen und zugleich sehr bildhaft das mehr oder minder degenerierte Verhalten einer in sich nicht erneuerten Feudalgesellschaft. In diesem Band geht es um das Erleben eines Sohnes, der mehr oder weniger deutlich die endende Liebschaft seines Vaters mit einer kurz vor der Verheiratung stehenden, höchst vitalen Cousine erlebt. Der Sohn, kurz vor dem Abitur, benimmt sich einerseits selbstverständlich als Gutsherr und verbringt Nächte mit gesichtslosen Dorf-/Dienstmädchen, andererseits ahnt er nur die schwelende Beziehung der beiden, die eine ganz andere Dynamik und Kraft entwickelt als seine Liebschaft, ohne sie so recht zu begreifen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2015
Die Novelle über den jungen Grafen, der durchs Abitur gefallen, und deshalb seine Ferien mit seinem Vater und jeder Menge Schulbücher verbringen "darf", lebt einerseits von den wirklich beeindruckenden Landschaftsbildern, die Keyserling hier ausbreitet, andererseits von der unterschwelligen Erotik, welche die Erzählung durchzieht. Freilich hat der junge Mann anderes im Sinn, als zu Lernen und interessiert sich zunehmend für die Damenwelt. Sein Vater hingegen - kühl und abweisend - propagiert die reine, geordnete Vernunft...
Sehr schöne Sprache, mit leiser Ironie über dem Adel durchzogen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2001
keyserling schreibt ähnlich wie schnitzler oder josef roth, die psychologisch feinschichtig die gesellschaft am ende einer epoche analysieren. nur daß es bei keyserling nicht um die endzeit der wiener kuk-zeit geht, sondern um die dekandenz des baltischen adels, dem er selbst entstammt. wunderbar fängt er das lebensmüde indentagleben dieser gesellschaft ein. in kurzen, präzisen sätzen entwift zeigt er charaktere, gibt seiner kurzen geschichte überraschende wendungen. ein buch zum aufeinmaldurchlesen.
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hanns Zischler trifft genau den richtigen, zurückgenommenen Tonfall dieser Erzählung von Eduard Graf von Keyserling. Dieses Hörbuch (eine zwei CD umfassende Edition) wurde 2006 neu aufgenommen. Der junge Bill muss - da er durch das Abitur gefallen war - den Sommer bei seinem Vater auf einem Landgut im Norden verbringen. Es ist heiß, Langeweile und Trägheit breiten sich aus, mit dem Studium der Schulbücher wird es nichts. Die Geschichte ist trivial - oder zumindest hart an der Grenze - aber das ist egal. Die stimmungsvollen Bilder dieses Sommers bleiben dem Zuhörer vor dem inneren Auge stehen. Die angenehme Stimme von Zischler tut ein übriges dazu.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,90 €
22,90 €
17,90 €
7,90 €