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70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstvoll und erschreckend aktuell!
1891 festigte der englische Schriftsteller Oscar Wilde mit seinem "Bildnis des Dorian Gray" seinen bis heute unverblassten Ruhm als begabter Schriftsteller, aber auch als "Enfant terrible" der aristokratisch-literarischen Szene.
Er erweist sich in diesem Buch als ungeheuer lustvoller Formulierer von BonMots, als unerschrocken-ehrlicher Beobachter und entlarvt in...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2006 von zeilensprung

versus
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schei??e zu Geld
Vorsicht! Inzwischen werden ohne Kennzeichnung maschinelle Übersetzungen als deutsche Bücher verkauft, wie auch hier. Kostprobe aus dem "Blick ins Buch" (das ist also nun ein Muss vor dem Kauf): "Wer schöne Bedeutungen finden in schöne Dinge sind die angebaut". Um das zu verstehen einfach auf Translate Google zurück ins englische: "Those who find...
Vor 10 Monaten von SG veröffentlicht


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70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstvoll und erschreckend aktuell!, 27. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray. Roman. (Taschenbuch)
1891 festigte der englische Schriftsteller Oscar Wilde mit seinem "Bildnis des Dorian Gray" seinen bis heute unverblassten Ruhm als begabter Schriftsteller, aber auch als "Enfant terrible" der aristokratisch-literarischen Szene.
Er erweist sich in diesem Buch als ungeheuer lustvoller Formulierer von BonMots, als unerschrocken-ehrlicher Beobachter und entlarvt in diesem Buch die hohle Welt des schönen Scheins!

Mit diesem Buch verewigte Oscar Wilde die selbstbezogen-gefühllose Spezies der "Dandys" -- ein Kunstbegriff, der durch Dorian Gray seine literarische Entsprechung fand. Er löste damit im Upperclass-London einen Boom aus, dem er selbst als "Trendsetter" Vorschub leistete.

Der Maler Basil Hallward portraitiert den jugendlich-frischen, unverbrauchten Dorian Gray. Er verfällt seiner unschuldigen Jugend und bannt alle diese Attribute so kunstvoll auf die Leinwand, dass Dorian fortan nur einen Wunsch hat: Das Portrait möge an seiner Statt altern, er selber sich seine jugendliche Ausstrahlung bewahren. Dieser Wunsch wird schließlich Wirklichkeit und Dorian Gray erfährt zukünftig, wie schrecklich es sein kann, eigentlich unmögliche Wünsche erfüllt zu bekommen. Dorian ist kein Held, dem Einfluss seines Freundes Lord Henry Wotton, der völlig skrupellos ist, komplett ausgeliefert.
Er lebt wüst und langweilt sich dennoch, macht sich - trotz seines blendenden Aussehens - viele Feinde und lebt fortan in der Furcht, an diesem Portrait seine eigene Verschlagenheit und charakterlichen Defizite ablesen zu können wie in einem Buch. So wird der Tausch zunehmend zur Bürde...

Anfangs las ich das Buch mit Anteilnahme, aber doch in der Gewissheit, einen Klassiker vor mir zu haben, den man heute eben als eine Geschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts liest, ohne Bezüge zur aktuellen Gegenwart. Je mehr ich in der Geschichte voran kam, drängte sich mir jedoch auf, dass in vielfacher Hinsicht Oscar Wildes bekanntestes Buch auch heute noch drängend modern ist. Viele Menschen leben ihr Leben wie auf einer Bühne, statt Authenzität zählt Aus- und Ansehen -- spätestens bei diesem Gedanken, ließ mich die Geschichte des Dandys nicht mehr los.
Große Literatur und ein Spiegel, in den wohl niemand wirklich gerne hineinblickt!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mystisch, unheimlich und spannend, 31. August 1999
Von Ein Kunde
Dorian Gray ist ein junger Mann, der im London des vergangenen Jahrhunderts lebt. Er ist mit einer außergewöhnlichen Schönheit gesegnet. Der Maler Basil malt ein Gemälde von dem schönen jungen Mann, das dieselbe Schönheit ausstrahlt wie das Original. Beim Anblick dieses Werkes kommt Dorian Gray seine Schönheit und Jugend erst richtig zu Bewußtsein. Er wünscht in diesem Moment, daß dieses Bildnis an seiner statt alt und häßlich werden mag, er dagegen soll seine Schönheit bis an sein Lebensende behalten dürfen. Der Wunsch, leichtfertig ausgesprochen, soll sich erfüllen. Eine Studie der menschlichen Psyche ist dieses Buch von Oscar Wild. Aber auch eine Studie der Londoner Gesellschaft im letzten Jahrhundert. Die Veränderung, die in dem jungen Mann vorgeht, ist mit solcher Präzision beschrieben, daß man am Ende meint, keiner ist davor gefeit, sich dem Bösen hinzugeben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schei??e zu Geld, 5. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray (Kindle Edition)
Vorsicht! Inzwischen werden ohne Kennzeichnung maschinelle Übersetzungen als deutsche Bücher verkauft, wie auch hier. Kostprobe aus dem "Blick ins Buch" (das ist also nun ein Muss vor dem Kauf): "Wer schöne Bedeutungen finden in schöne Dinge sind die angebaut". Um das zu verstehen einfach auf Translate Google zurück ins englische: "Those who find beautiful meanings in beautiful things are the cultivated." Voila, schon haben wir den verständlichen Originaltext. Empfehlung: Sich die Mühe und das Geld sparen und das engliche Original (kostenlos) kaufen (ASIN B0084AXZK0).
Update: Seit dem 6.9.2013 ist die maschinelle Übersetzung nicht mehr vorhanden, stattdessen nun eine kostenlose Version mit normaler Übersetzung.
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63 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach hätt' ich nur 6 Sterne zur Verfügung..., 28. Juni 2004
... ich würd sie alle vergeben. Dorian Gray nimmt vorweg, was heute alle Welt tut oder tun würde. Was passiert, wenn ich tun und lassen kann was ich will ( Opium, Frauen, Absinth damals, Kokain, Party und Sex heute) und man siehts mir nicht an! Was ist wenn ich niemals altern würde? Früher eine Faustscher Pakt mit dem Teufel, heute die Schönheits-OP machen's möglich.
Dorian Gray, ein schöner junger Mann lässt sich von einem Maler porträitieren. Als er sein Bildnis erblickt, wünscht er sich, sein Körper und sein Gesicht würden niemals altern, sondern an deren Stelle das Gemälde. Der Pakt mit dem Teufel nimmt seinen Lauf, als Dorian nach einer grausamen Beendigung einer Liebesbeziehung entdeckt, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Er lebt unaussprechliche Sünden aus und altert nie, was ihm die gesellschaftliche Anerkennung und Gemeinschaft garantiert.
Wilde versteht es, exotische Redewendungen und Beschreibungen mit sündigen Gedanken zu verbinden. Auch wenn heute Liebe und Laster kaum mehr noch Sünden sind, läßt einen das Buch nicht mehr los. Der überraschende Schluss setzt dem Buch ein Denkmal. Zu recht ein immer und immer wieder gelesener und verfilmter Klassiker.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entlarvend, unterhaltsam und anregend, 6. Mai 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dorian Gray ist ein blonder, etwa 20jähriger Schönling, der in einem Stoßgebet sich wünscht, alles Leid, das er erfährt, alle Sünden, die er begeht und sein Alterungsprozeß sollen dem Bildnis widerfahren, daß ein Künstlerfreund von ihm angefertigt hat. Dorian selbst ist eher ein verzogener Weichling, der von einem Lord Henry als Versuchskaninchen benutzt wird. Henry will sehen, wie sehr er Dorian beeinflussen kann, seinen Egoismus schüren kann. Dorian selbst wird dabei immer gleichgültiger, weil auch seine Reue nur dem Bildnis widerfährt.
Etwas schwülstig und tümelnd bisweilen geschrieben, aber in Provokationsabsicht. Hochinteressant.
Status: Empfehlenswert.
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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mieseste Übersetzung, die ich je gelesen habe ..., 4. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray (Taschenbuch)
Wenn Null Sterne zu vergeben wären, so würde ich dieses tun. Die Ullstein Übersetzung dieses wunderbaren Buches ist wirklich unter aller S ... Ganze Passagen fehlen, aus einer Person werden plötzlich zwei und weitere Ärgerlichkeiten mehr. Bitte bitte nicht kaufen. Lieber auf die Haffmans Ausgabe zugreifen. Dort heißt der Titel auch richtig übersetzt: Das BILD des Dorian Gray.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Druckfehler vermiesen die Leselaune, 15. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Dorian Gray (Gebundene Ausgabe)
Solch ein schlechtes Buch im Hinblick auf Druckfehler und inhaltliche Fehlübersetzungen habe ich noch nie gelesen.
Während bei mir die Leselust aufgrund dieser Tatsache stetig abnahm, stieg das Bedürfnis, beim Komet-Verlag Beschwerde einzulegen.
Fazit: Oscar Wilde - TOP. Komet-Verlag - FLOP! Lieber die Originalversion lesen oder in eine andere Druckausgabe investieren.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Recht ein Klassiker, 17. Mai 2006
Ein Buch das begeistert und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Es braucht ein Weilchen bis man sich eingelesen hat, denn die Gespräche mit Lord Henry sind sehr sarkastisch und zynisch und trotzdem manchmal so Wahr. Die teilweise sehr philosophischen Phasen regen zum nachdenken an. Die Geschichte gewinnt dann aber an Spannung und dringt tief in die Abgründe der menschlichen Psyche ein. Die Charaktere der Figuren sind gut herausgearbeitet und doch lässt Herr Wilde dem Leser den Freiraum für eigene Interpretationen. Die Idee mit dem Bildnis der Unsterblichkeit ist schlicht genial und eröffnet der Fantasie neue Dimensionen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen tolles Buch, nur nicht in dieser Ausgabe, 7. September 2011
Von 
lesezimmerchen (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dorian Gray (Gebundene Ausgabe)
Dorian Gray ist schön. Ein unschuldiger, naiver junger Mann, dessen Antlitz so vollkommen ist, dass es andere in seinen Bann zu ziehen vermag. Und so wird er zur Muse des Künstlers Basil Hallward, der voller Inspiration unter anderem ein perfektes Portrait von Dorian anfertigt und es ihm schenkt.
Auf die Vergänglichkeit seiner Jugend aufmerksam gemacht, empfindet Dorian plötzliche Eifersucht dem Bild gegenüber und wünscht sich sehnlichst, es würde an seiner Stelle altern, ihm hingegen möge ewige Jugend und Makellosigkeit geschenkt werden.
Und so kommt es. Aber nicht nur Dorians Alterungsprozess spiegelt sich im Portrait wieder, sondern es hinterlassen auch seine Verfehlungen und Sünden ihre Spuren - umso zahlreicher, als die anfängliche Naivität, Großherzigkeit und Güte Dorians nach und nach von blumigen Reden von Freunden und Bekannten, seiner Neugier und einem Buch über das Erleben sämtlicher Empfindungen zerstört werden und einen selbst- und genusssüchtigen Menschen erschaffen.

Wildes Roman darf mit Recht als großartige Gesellschaftskritik des ausgehenden 19. Jahrhunderts aufgefasst werden, zeichnet er doch ein bissiges und stark wertendes Bild der oberen Gesellschaftssschichten dieser Zeit. So gibt es scheinbar im ganzen Buch nur wenige "gute" Menschen zu bewundern, die sich - bis auf den Maler Basil, der seinerseits von Lord Henry verlacht wird - alle in den unteren Schichten ansiedeln.
Es ist nicht nur die Rede von Genusssucht und Selbstgefälligkeit, sondern von einem Leben, das aus Teegesellschaften, Oper und Vergnügungen zu bestehen scheint.
In diesem Umfeld platziert der Autor ausschweifende Unterhaltungen über Moral und Recht, über die Seele, die Ehe und allerlei andere grundlegende Themen.
Und dort liegt auch das Problem des Buches. Dass Wildes Kritik hier scharfzüngig und doch ohne direkte Anklage vorgebracht wird, macht das Werk interessant. Aber die seitenlangen Gespräche sind -vielleicht auch durch die Sprache - langatmig und benötigen teilweise enorme Konzentration und Disziplin, um sie tatsächlich aufmerksam zu lesen.
Vergleicht man die Kapitel, in denen eine wirkliche Handlung stattfindet mit jenen, in denen "nur" geredet wird, so wird man feststellen, dass hier die Handlung, die eigentliche Geschichte nur noch schmückendes Beiwerk zu sein scheint. Ein Rahmen, innerhalb dessen Wilde sich nach Herzenslust austoben, seine Ansichten, seine Erfahrungen, seine Worte einbringen konnte und diese Möglichkeit reichlich genutzt hat.

Die Idee ist zweifelsfrei einzigartig und der Mut Wildes zu diesem Roman ist respektabel. Vom heutigen Leser allerdings wird viel verlangt und ohne eine weitere Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext werden die Feinheiten des Inhalts und der Gesellschaftskritik vielen sicherlich verborgen bleiben.
Aufgrund der Langatmigkeit einiger Kapitel und einiger doch recht pathetischer Parolen muss ich in der Bewertung einen Stern abziehen. Dieses Buch ist zwar ein Klassiker und weit von "schlecht" entfernt, aber es ist eben auch nicht für jeden lesbar und teilweise ermüdend.

Einen weiteren Stern Abzug handelt sich meine Ausgabe (Komet-Verlag) ein, da diese nur so vor Fehlern (sowohl in der Rechtschreibung als auch in der Übersetzung und Grammatik) strotzt. Andere Ausgaben des gleichen Buches ohne diesen Makel würden entsprechen 4 Sterne erhalten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Gemälde, 30. Oktober 2009
Von 
Bianca Wenzel (MKK, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
London 1890. Basil Hallward (Axel Malzacher) ist ein sehr talentierter Maler. So kommt es, dass er den jungen Dorian Gray (David Turba) malen will und verliebt sich auch noch in diesen. Dorian ist vom Anblick seines Bildes völlig geblendet und äußert den Wunsch, niemals altern zu wollen. Ein teuflischer Pakt sorgt letztendlich dafür, dass lediglich sein Bildnis altert, Dorian jedoch weiterhin in der Blüte des Lebens steht. Von seiner großen Liebe verschmäht, führt Dorian ein exzessives Leben, dessen Folgen lediglich auf seinem Abbild zu sehen sind. Hier zeigt sich jedem, der das Bild anschaut, der wahre Dorian Gray, der sich stetig verändert hat, aber dessen äußeres Erscheinungsbild immer noch das eines jungen hübschen Mannes ist...

Titania Medien bietet uns wieder einmal eine gelungene Doppelfolge aus der Reihe "Gruselkabinett". Und auch, wenn sich anfangs die Frage stellt, ob diese Folge wirklich seinen Platz in dieser Reihe hat, so ist doch die unheimliche Atmosphäre, die sich durch das ganze Hörspiel zieht, Grund genug für 152 Minuten bester Gruselkabinett-Unterhaltung.

"Das Bildnis des Dorian Gray" ist wohl das bekannteste Werk Oscar Wildes und zeichnet sich nicht durch beständigen Grusel, sondern durch seine klugen und schönen Dialoge aus, die die erste CD beherrschen. Hier hätte vielleicht etwas gekürzt werden können, aber Freunde guter Literatur werden hier auch mal ein Hörspiel nach ihrem Geschmack finden. Unheimlich wird es etwas später und so gruselt man sich bei diesen zwei Folgen auf ungewohnte Art und Weise, aber nicht minder gut. Besonders die Zeit nach der Lösung der Verlobung ist schaurig-schön gestaltet und fesselt den Hörer, der hier Zeuge wird, wie Gray dem Wahnsinn verfällt...

Die Sprecher lesen sich, mal wieder, wie das Who is who der deutschen Synchron- und Hörspielszene: Dorian Gray, umgesetzt von David Turba, begeistert durch seine snobistische Art und Weise. Lord Henry Wotton, gesprochen von Tom Vogt, brilliert mit einem Zynismus, wie er heutzutage nur von Dr. House übertroffen werden kann. Weitere Sprecher, aber nicht minder wichtig und/oder gut, sind: Axel Malzacher, Simon Jäger, Dennis Schmidt-Foß, Dagmar von Kurmin, Melanie Pukaß, Regina Lemnitz und Kristine Walther. Erzählt wird die Geschichte von Hasso Zorn, der den Hörer durch die Geschichte trägt, ohne zu werten oder zu beurteilen.
Die musikalische Untermalung ist diesmal wieder perfekt gelungen, wird diesmal aber beinahe minimalistisch eingesetzt, dann aber zur perfekten szenischen Untermalung. Sämtliche Effekte und Geräusche sind natürlich, wie immer von den Titanias, genauso toll wie eh und je. Titanias Hörspiele sind einfach Kino für die Ohren!
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Das Bildnis des Dorian Gray. Roman.
Das Bildnis des Dorian Gray. Roman. von Oscar Wilde (Taschenbuch - 1. Oktober 1997)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,21
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