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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen48
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am 21. August 2006
Liest oder hoert man die "Wahlverwandtschaften", dann ist man ueberrascht, wie modern - vielleicht insgesamt Goethes "modernstes" Werk - dieser Roman in Inhalt und Sprache ist, oft - man merkt hier, wer bei und vom wem gelernt hat - kaum zu unterscheiden vom ca. 150 Jahre aelteren Thomas Mann (besonders dann, wenn in beiden Faellen von Gert Westphal vorgelesen wird).

Die Geschichte handelt, kurz gesagt, von einer "Ménage à quatre" und koennte nach moderner Diktion durchaus auch in die Kategorie "Herz-Schmerz" à la Courths-Maler eingereiht werden - waere da nicht der naturwissenschaftlich versierte Geheimrat am Wirken gewesen, der am Beispiel der damals noch gering entwickelten Erkenntnisse der Chemie diese, durchaus interessanter als auf den ersten Blick erscheinen mag, auf menschliche Verhaltensweisen applizierte. Denn wer vermag schon wirklich zu erklaren, weshalb sich der eine Mensch zu dem anderen hingezogen fuehlt oder eben auch nicht?

Wenn man vom gesellschaftlichen Hintergrund eines aus heutiger Sicht eher dekadenten Niederadels absieht, dann kann man dieses Werk in vollen Zuegen goutieren.
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am 26. Februar 2014
Was für ein Buch! Das lässt der tröge Titel gar nicht so vermuten. Doch wie eine Paarbeziehung sich verändert, gestört wird, sich auflöst, und das gleichsam nach naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeit, das ist doch hochinteressant zu lesen.
Vielleicht lachen sich heute Chemiker und Psychologen über Goethes Verständnis allumfassender Naturgesetze schief, aber als einen Entwurf dieser Idee als Lektüre zu haben, das bringt einen auf tolle Gedanken...
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am 8. April 2015
Inhaltlich ein unglaublich modernes Buch: in das betulich-beschauliche Leben eines Landadel-Ehepaares, das von Landschaftsgarten-Umbauten geprägt ist, bricht die Bedrohung in Form eines Freundes des Barons, der sich in Schwierigkeiten befindet und der Ziehtochter der Baronin, die beide im Schloss Logis nehmen, herein. Sie nehmen die beiden auf trotz der Gefahren, die sie darin vorausahnen, auf. Und tatsächlich kommt es zu Zuneigungen, die nicht sein sollen: die Baronin verliebt sich in den Freund, der Baron in die Ziehtochter.

So stehen die gesellschaftlichen Normen und Gepflogenheiten des Landadels den individuellen Bedürfnissen und Zuneigungen im Weg, sorgen dadurch für Spannung und Konflikt. Interessant dabei die Beleuchtung dieses Gesellschaftsstandes, wobei das Zerbröseln der persönlichen Beziehung des Barons und der Baronesse durchaus stellvertretend für das nahende Ende des ganzen gesellschaftlichen Gefüges der damaligen Zeit gesehen werden kann.

Hochmodern sind die Betrachtungen, die die Lebenspartnerschaften der heutigen Zeit vorwegnehmen: Sollte eine Ehe nicht einfach auf nur fünf Jahre geschlossen und danach formlos beendet, oder auf Wunsch automatisch verlängert werden können? Dazu auch Religionskritik, etwa: Sollte es nicht heißen: "Du sollst das Leben der anderen ehren und achten und nach Möglichkeit fördern" (sinngemäß), statt negativ: "Du sollst nicht töten"?

Auf diese Weise ist das Buch von gesellschaftlich bis heute brisanten Überlegungen durchzogen. Allein, die Sprache: Mühsam hat man sich durchzukämpfen durch einen Dschungel von heutzutage völlig ungebräuchlichen Redewendungen und Vokabeln, die Sprache ist künstlich hochstilisiert, entsprechend der besonderen gesellschaftlichen Stellung von Baron und Baronesse. Ich glaube aber, dass die "Wahlverwandtschaften" schon zu Zeiten der Entstehung elend verzopft geklungen haben: ohne jetzt ein echter Goethe-Spezialist zu sein kenne ich kein Werk von ihm, das sich einer ähnlich künstlichen Sprache bedient.

Interessante Lektüre, allerdings mit Hindernissen für Menschen, die ausschließlich modernen Sprachgebrauch kennen oder lesen wollen.
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am 12. August 2014
Es war für mich eine Pflichtlektüre, auf die ich eigentlich überhaupt keine Lust hatte. Und dann... war es so großartig zu lesen, und die darin enthaltenen Themen modern, als ob die Handlung im Heute spielen würde. Bravo!
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am 2. Dezember 2014
Die Wahlverwandschaften, ein herrschaftlicher Roman aus Goethes Zeit, ist ebenso spannend, wenn auch sehr subtil und fein formuliert: Ein Baron im vorgerückten Alter, mit Gutshof und einem großen gepflegten Garten, der diesen mit seiner geliebten Ehefrau bewohnt, nimmt einen ihm bekannten Freund mit finanziellen Schwierigkeiten, vorübergehend (und das wird dann eine ungeplant längere Dauer...) auf. Die Ehegattin pflegte bisher den Garten - jetzt übernimmt das der neue Gast, und dieser neue Gast unterhält sich auch auf den Abenden prächtig mit dem Baron. Die Gattin wird eifersüchtig und einsam, und nimmt ebenso einen Gast auf, das Pflegekind Ottilie, die sich im Internat etwas schwer tat. Und jetzt beginnen die Einmischungen der beiden Gäste ins bisher so beschauliche Leben des Baron-Paares, Liebeleien nehmen ihren Lauf, gegenseitige Eifersüchteleien, aber niemand wagt das auch klar auszusprechen. Man kann sich Goethes Zeit vortrefflich vorstellen, und die Charaktere sind psychologisch ausgezeichnet dargestellt. Unerwartet spannende Lektüre!
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am 27. November 2011
Gert Westphal als einer der besten Vorleser hat hier wie mit zahlreichen anderen Hörbüchern einen Klassiker abgeliefert, der unbedingt hörenswert ist. Goethes genialer Text wird auf wunderbare Weise lebendig.
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am 28. November 2013
die lieferung dieses büchleins war prompt, der zustand des büchleins perfekt. da ich noch wenig von goethe gelesen habe, will ich langsam in sein großes werk einsteigen.
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am 20. Mai 2013
Was soll man neues über Goethe schreiben, alles wie immer gut.
Interessante und liebenswertes über die Wahlverwandtschaften.
Kann ich nur empfehlen!
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Eduard und Charlotte, ein Ehepahr welches sich im zweiten Ehe-Anlauf fand, lebt zufrieden auf seinem Landgut und genießt die Zweisamkeit. Da kündigt sich unerwartet Besuch an - ein Freund Eduardens, der Hauptmann, kommt auf längere Zeit zu Besuch, ebenso wird Ottilie, die Nichte Charlottes, ins Haus aufgenommen. Eduard verliebt sich blindlings in die stille Ottilie, Charlotte und der Hautpmann finden sich ebenso in einer deutlich reiferen Liebe zueinander. Im Grunde genommen sind sich alle einig und könnten in den neuen Verbindung weiterleben, würde da nicht ein Unglück geschehen, welches Ottilie die unmoralische Seite der ganzen Situation dramatisch klar macht. Sie entzieht sich, schwört Abstinenz - und stirbt letzendlich.

"Die Wahlverwandtschaften" ist als Analogie aus der Chemie genommen, welche ziemlich am Anfang erläutert wird. Die Theorie sagt aus, daß zwei chemische Elemente, welche sich zueinander gezogen fühlen, keine Wahl haben als sich zu verbinden und daß das Hinzufügen eines Elements die friedliche Ruhe zweier anderer Elemente komplett zerstören kann.

Das Buch ist unfaßbar modern, da Goethe sich keinerlei Moralvorstellungen unterwirft. Eduard und Ottilie erleben vielleicht das, was so manch treuer Ehemann und liebender Vater beim Erscheinen des jungen Au-Pair Mädchen erleben mag - ob er es nun will oder nicht. Das heiterste Pahr sind ein Graf und ein Gräfin, welche - beide geschieden - munter und vergnügt ihre freie Beziehung erleben. (Diese stellen auch die interessante These auf, daß Ehen nur auf sieben Jahre geschlossen werden sollten. Wer sonst nichts aus dem Buch liest, sollte sich diese Passage durchlesen, welche auch munter von Frau Pauli in ihrem Wahlprogramm geklaut wurde.) Der Hauptmann und Charlotte sind die reifsten Personen und scheinen letztendlich bereit, sich aus dem ganzen Chaos auszuklinken um gemeinsam eine ruhigere Liebe zu erleben. Ausgerechnet Mittler, der immer für das moralisch korrekte sorgen möchte, tritt mit seinen Ausführungen immer wieder daneben. Von daher - absolut lesenswert..

Schwierig ist allerdings der Sprachstil. Ottilie ist schon sehr betulich, Eduard sehr naiv und leidenschaftlich und Charlotte gar so vernünftig. Beim Lesen (auch anderer Bücher von Goethe) bekommt man immer wieder den Eindruck, daß der gute Herr so gar keinen Sinn für Humor hatte und daher seine Figuren auch immer nur in bitterem Ernst oder würdiger Erhabenheit erleben läßt. (Daher auch die vier Sterne.) Wenn man sich aber darauf einläßt, dann bietet das Buch eine selbstvertändlich hochintelligente und auch schöne Lektüre.
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Eduard und Charlotte, ein Ehepahr welches sich im zweiten Ehe-Anlauf fand, lebt zufrieden auf seinem Landgut und genießt die Zweisamkeit. Da kündigt sich unerwartet Besuch an - ein Freund Eduardens, der Hauptmann, kommt auf längere Zeit zu Besuch, ebenso wird Ottilie, die Nichte Charlottes, ins Haus aufgenommen. Eduard verliebt sich blindlings in die stille Ottilie, Charlotte und der Hautpmann finden sich ebenso in einer deutlich reiferen Liebe zueinander. Im Grunde genommen sind sich alle einig und könnten in den neuen Verbindung weiterleben, würde da nicht ein Unglück geschehen, welches Ottilie die unmoralische Seite der ganzen Situation dramatisch klar macht. Sie entzieht sich, schwört Abstinenz - und stirbt letzendlich.

"Die Wahlverwandtschaften" ist als Analogie aus der Chemie genommen, welche ziemlich am Anfang erläutert wird. Die Theorie sagt aus, daß zwei chemische Elemente, welche sich zueinander gezogen fühlen, keine Wahl haben als sich zu verbinden und daß das Hinzufügen eines Elements die friedliche Ruhe zweier anderer Elemente komplett zerstören kann.

Das Buch ist unfaßbar modern, da Goethe sich keinerlei Moralvorstellungen unterwirft. Eduard und Ottilie erleben vielleicht das, was so manch treuer Ehemann und liebender Vater beim Erscheinen des jungen Au-Pair Mädchen erleben mag - ob er es nun will oder nicht. Das heiterste Pahr sind ein Graf und ein Gräfin, welche - beide geschieden - munter und vergnügt ihre freie Beziehung erleben. (Diese stellen auch die interessante These auf, daß Ehen nur auf sieben Jahre geschlossen werden sollten. Wer sonst nichts aus dem Buch liest, sollte sich diese Passage durchlesen, welche auch munter von Frau Pauli in ihrem Wahlprogramm geklaut wurde.) Der Hauptmann und Charlotte sind die reifsten Personen und scheinen letztendlich bereit, sich aus dem ganzen Chaos auszuklinken um gemeinsam eine ruhigere Liebe zu erleben. Ausgerechnet Mittler, der immer für das moralisch korrekte sorgen möchte, tritt mit seinen Ausführungen immer wieder daneben. Von daher - absolut lesenswert..

Schwierig ist allerdings der Sprachstil. Ottilie ist schon sehr betulich, Eduard sehr naiv und leidenschaftlich und Charlotte gar so vernünftig. Beim Lesen (auch anderer Bücher von Goethe) bekommt man immer wieder den Eindruck, daß der gute Herr so gar keinen Sinn für Humor hatte und daher seine Figuren auch immer nur in bitterem Ernst oder würdiger Erhabenheit erleben läßt. (Daher auch die vier Sterne.) Wenn man sich aber darauf einläßt, dann bietet das Buch eine selbstvertändlich hochintelligente und auch schöne Lektüre.
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