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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Faust" in der Tasche
Goethes Faust- Hand auf's Herz, hätten Sie gedacht, dass diese alte Bildungskamelle richtig handfeste Unterhaltung sein könnte? Nein? So dachte ich auch zunächst, spuckte in die Hände und war überrascht über die fließend zu lesenden Vers, mal mit, mal ohne Reim. 1000* gehört, doch nie ob der Gretchenfrage Inhalt in Kenntnis...
Veröffentlicht am 6. Januar 2005 von anutesch2

versus
3.0 von 5 Sternen Satz mangelhaft
Ich möchte mich hier nicht zum Rezensenten von Goethes Werk aufschwingen. Dass die zahlreichen, meist griechischen intertextuellen Bezüge und der Verweis auf Sagen- und Mythenwelt in Kombination mit der hohen lyrischen Sprache Goethes in einem Text, der ohnehin vielfältige Motive episodenhaft erzählt und nur eine lose Handlung und wenig...
Vor 2 Monaten von Marty McFly veröffentlicht


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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Faust" in der Tasche, 6. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Goethes Faust- Hand auf's Herz, hätten Sie gedacht, dass diese alte Bildungskamelle richtig handfeste Unterhaltung sein könnte? Nein? So dachte ich auch zunächst, spuckte in die Hände und war überrascht über die fließend zu lesenden Vers, mal mit, mal ohne Reim. 1000* gehört, doch nie ob der Gretchenfrage Inhalt in Kenntnis gesetzt, handelt man sich nicht nur diese ein, sondern erfährt, woher viele der täglich gehandhabten Sprichwörter stammen. Goethe, der Weise, der es faustdick hinter den Ohren hatte, verhandelte hier Themen, die an ihrer Aktualität bis heute kaum eingebüßt haben. Handzahme Charaktere sollten Sie nicht erwarten, eher sich auf eigene Faust aufmachen durch Goethens wilde Berg-und Talfahrt der menschlichen Auf-und Niedergänge.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schullektüre Nr. 1, 22. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Betreffend dem Inhalt kann ich mich den Vorpostern nur anschließen.

Was mir wichtig ist, anzumerken, dass man bei dieser Ausgabe aufpassen muss, wenn sie als Schullektüre genutzt wird.
Die Versangabe ist hier nicht gut, wenn mit der Lektüre gearbeitet werden muss, da nur am Ende der Seiten die Versangaben der kompletten Seite stehen. Bei Zitaten muss hier immer nachgezählt werden.

Sonst ist die Ausgabe wirklich sehr schön!
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55 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen How good is Faust?, 8. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Was wurde nicht schon alles geschrieben und gesagt über Johann Wolfgang von Goethes großes Menschheitsdrama "Faust - Der Tragödie erster Teil" sowie "Faust - Der Tragödie zweiter Teil" - speziell über den ersten Teil?
Das größte Werk des größten deutschen Dichters, Johann Wolfgang von Goethe, soll es sein? Das bedeutendste der glanzvollen deutschen Literaturgeschichte gar? Eines der größten Werke der Weltliteratur, auf einer Stufe mit Dantes "Göttlicher Komödie" und Homers "Odysee/Ilias"?
Nun, über die Legitimität jener Thesen, jener Behauptungen, scheint es in Fachkreisen keinerlei Diskussion zu geben, gleich ob Literaturhistorik, Literaturwissenschaft oder Literaturkritik, der Bedeutung und der Qualität, der herausragenden Stellung des "Faust" scheint man sich überall gleichermaßen bewusst zu sein.

Goethes "Faust" ist ein Menschheitsdrama, es zeigt den gesamten Umfang der Schöpfung Gottes, zeigt das Weltgeschehen zwischen Himmel und Hölle in all seinen Facetten. Die zentrale Problematik des Protagonisten Faust ist dessen Leiden an der Begrenztheit, der Eingeschränktheit des menschlichen Daseins, des menschlichen Wesens im allgemeinen. Nicht Wissen will er, keine Intelligenz, sondern was er will, ist zu begreifen, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Er fordert gottgleiche Einsicht in die Totalität des irdischen Lebens, um die der Gattung Mensch auferlegten Grenzen zu überwinden. Es ist jener Titanismus, an dem Faust zu zerbrechen droht. Er flüchtet sich in Magie und Freitodgedanken, bleibt mit all seinen Versuchen und Experimenten allerdings erfolgslos, was ihn innerlich bereits für das Kommende, den Pakt mit dem Teufel, mit Mephistopheles, bereit macht.
Im "Faust" findet sich viel von Goethes Weltanschauung, seiner persönlichen Religion und Philosophie. So war Goethe stets darauf aus, übergeordnete Gesetzmäßigkeiten, eine höhere Ordnung, zu erkennen. Er fand diese nicht in der reinen Theorie, der wörtlichen Abstraktion, sondern vielmehr sah er als die fundamentalen "Triebräder" der Natur die Begriffe von Polarität und Steigerung. Er spricht von Polaritäten, Gegensätzlichkeiten und der Notwendigkeit eines solchen Dualismus, eines polaren Rythmus als Grundlage aller Existenz also, um Stillstand zu vermeiden. Er spricht von polaren Begriffspaaren wie Systole und Diastole, Tätigkeit und Ermattung, Tag und Nacht, Freud und Leid, Einatmen und Ausatmen, Schaffen und Vernichten, Leben und Tod, wobei das Universum der Diastole ebenso bedarf wie der Systole, der Tod so notwendig ist wie das Leben, um alles in Einklang zu halten, Stillstand zu vermeiden und "voranzuschreiten". Dies ist Goethes "Formel des Lebens": das Prinzip des fortwähreden Anziehens und Abstoßens als Grundlage der Existenz und als Grundlage des Aufteigens. Diese Prinzipien von Polarität und Steigerung durchwirken alles Sein. So zerfällt auch die Menschheit in zwei gegensätzliche Geschlechter, um sich weiterentwickeln zu können, und so müssen sich diese beiden Geschlechter, Mann und Frau, zunächst verbinden, um wiederum neues Leben entstehen zu lassen. Eben dies meint Goethe, wenn er sagt: "Das Geeinte zu entzweien, das Entzweite zu einigen, ist das Leben der Natur."
Dies alles manifestiert sich vielfach im "Faust": die zentrale Polarität (siehe Wette und Pakt) zwischen Strebsamkeit und Ermattung, zwischen Tätigkeit und Zufriedenheit im Genuss, die Polarität zwischen göttlichem und mephistophelischen Weltprinzip, zwischen Mephisto als Vetreter des Nihilismus und Faust als Strebendem und nicht zuletzt im Wesen von Faust selbst, in seiner triebhaft-sinnlichen und seiner tätig-strebenden Seite. Personifiziert wird dieser Widerstreit, dieser Dualismus in den beiden Protagonisten, in Faust und Mephisto, als Kraft, als Antrieb also, und Gegenkraft.
Die zentrale Polarität zwischen Strebsamkeit und Ermattung/Zufrienheit verweist zudem auf die Privatreligion des alten Goethe, der als Folge fortwährender Tätigkeit einen Anspruch auf Unsterblichkeit für sich ableitet, denn "wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet mir eine andere Form des Daseins anzuweisen." Er meint: "Die Funktion des Lebens ist das Dasein, in Tätigkeit gedacht." Denn ohne Strebsamkeit und Tätigkeit als porale Gegensätze zu Ermattung und reine Zufriedenheit im Genuss ist "Steigerung" und "Fortschreiten" wiederum nicht möglich.
Die zentrale Frage ist also nicht: Gut oder Böse? Moralisch richtig oder verwerflich? Viel wichtiger als moralische Integrität sind für Goethe in gewissem Sinne, sind im "Faust" ohne Zweifel Werte wie Tätigkeit und Strebsamkeit - Goethe spricht hier auch von Entelechie.
Warum wird Faust in Teil 2 nach seinem Tode erlöst? Die Engel sagen es: weil er stets tätig, strebsam war. Durch sein rastloses Streben, seine fortwährende Aktivität erwirbt er den Anspruch auf eine "andere Form des Daseins". Ob sich Faust auch moralisch und ethisch weiterentwickelt hat und damit auch einer Erlösung im theologischen Sinne würdig ist, bleibt indes fraglich. Doch ist dies - wie schon erwähnt - hier eher nebensächlich.
Denn: "Der Mensch, er irrt solang er strebt." Moralisch falsches Handeln wird als Irrtum in Folge des viel höher zu bewertenden Strebens legitimiert.
So zeigt Goethe im "Faust" den Menschen in der Spannweite seiner Möglichkeiten am Exemplum des Gelehrten Faust, der sich eben daher, da er kein gewöhnlicher Mensch ist und da er sich stets am Äußersten des Menschseins bewegt, für ein solches Exempel bestens eignet.

"Faust" ist also ohne Zweifel eines der größten, bedeutendsten und einflussreichsten Werke in der Geschichte der Weltliteratur, das `Summa Summarum` des größten deutschen Dichters.

Die Frage "How good is Faust?" kann allerdings jeder nur für sich selbst beantworten. Den Mut sich dieser Frage überhaupt zu stellen, das Werk zu lesen also, sollte man jedoch auf jeden Fall aufbringen als Literaturinteressierter - insbesondere als "Dichter und Denker"!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerwartet schön zu lesen, 2. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
In der Schule hörte man häufig davon, Bekannte machen einem Angst, und es wird als unleserliche Gymnasium Lektüre für Streber abgestempelt

Ich bin da ganz anderer Meinung. Man muss zwar wirklich die ein oder andere Stelle öfter lesen. Man denkt sich dabei jedoch nicht, "oh man, wer soll das denn verstehen, was ein Schwachsinn". Sondern man sucht mit Genuss in jedem rhetorischen Mittel nach einer weiteren Bedeutung die der Autor versucht haben könnte zu verstecken.

Der erste Akt gefiel mir dabei weitaus besser als der zweite. Der zweite ist auch schön geschrieben, machen für mich jedoch handlungstechnisch kaum einen Sinn

Dennoch muss ich leider sagen: Trotz Bemühungen fand ich keinen nahen Verwandten, welcher den Inhalt verstand, und somit mit mir über das Buch hätte reden können.
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5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der deutschen Literatur, den Man gelesen haben muss!, 23. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Faust Eine Tragödie (Kindle Edition)
Ich habe dieses Buch als Printausgabe gelesen und war begeistert!
Obwohl es schon "uralt" (1808 veröffentlicht) ist, sind die Themen dennoch modern, da Goethe menschliche Ethische Werte als Gegenstand zur Betrachtung wählt.
Noch interessanter Wird das Buch, wenn man die historischen Hintergründe wie das reale Vorbild für die Figur der Margarethe (Gretchen) kennt: Als Vorlage diente ihm die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt, deren Prozess er 1771 verfolgte.

Hier ist der Inhalt, den ich im Rahmen eines Literaturvortrags zusammengfasst habe:
Am Anfang von „Faust. Eine Tragödie.“ steht der „Prolog im Himmel“, in dem Mephistopheles mit Gott darum wettet, dass er den Wissenschaftler Doktor Heinrich Faust verführen kann ihm zu folgen und so vom rechten Weg abzubringen. Faust, der sich mit Philosophie, Juristerei, Medizin und Theologie befasst ist des Lebens müde geworden, da er merkt, dass wir Menschen eigentlich nichts wissen können. So entschließt er sich den Erdgeist zu beschwören um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Dieser macht sich allerdings nur über ihn und seine Sterblichkeit lustig. In seiner Verzweiflung beschließt Faust sich durch das trinken von Gift umzubringen. Den Selbstmordversuch bricht er ab, weil ihn das Osterglockengeläut der Kirche an seine glückliche Kindheit erinnert. Als er einen Osterspaziergang mit seinem Gehilfen Wagner macht, läuft ihnen ein schwarzer Pudel nach, der sich in Fausts Studierzimmer als Mephistopheles herausstellt, der mit ihm den Pakt schließt, dass ihm alle Wünsche erfüllt werden, wenn er ihm im Gegenzug seine Seele gibt. Mephistopheles führt ihn in „Auerbachs Keller“ in Leipzig, wo er sein Können vorführt, indem mit einem Zauberspruch Wein aus dem Tresen laufen lässt. Als einer der Gäste beim trinken etwas verschüttet, fängt der Wein an zu brennen. Die Gäste werden sauer und gehen mit Messern auf Mephistopheles los. Aufgrund seiner magischen Kräfte gelingt es ihm und Faust zu flüchten. Anschließend besuchen die beiden eine Hexenküche, in der Faust einen Trank erhält, der ihn verjüngt und dafür sorgt, dass jede Frau für ihn attraktiv erscheint. Auf der Straße begegnet er der 15 Jährigen Gretchen, die gerade von der Beichte kommt, macht ihr Komplimente und bietet ihr an sie nach Hause zu begleiten. Sie lehnt dies ab und geht. Faust, der sich in Gretchen verliebt hat fordert von Mephistopheles, dass er Sie zu seiner Geliebten macht, andernfalls würde er den Pakt brechen. Faust nimmt sie mit anonymen Schmuckgeschenken für sich ein, worauf sie Rat bei ihrer Nachbarin Marthe sucht, die Mephistopheles als Kupplerin gewonnen hat nachdem er ihr erzählt hat, dass ihr Mann gestorben sei und Faust, den er als viel gereisten, wohlerzogenen jungen Mann beschreibt, als zweiten Zeugen für den Tod ihres Mannes einsetzt. Sie verabreden sich für abends in Marthes Garten. Faust und Gretchen kommen sich an dem Abend näher und küssen sich im Gartenhäuschen. Später vereinbaren Gretchen und Faust ein nächtliches Treffen, vor dem Gretchen ihrer Mutter ein Schlafmittel, das Faust ihr gegeben hat, verabreicht. Durch dieses Mittel stirbt Gretchens Mutter. Vor ihrer Liebesnacht stellt die religiöse Gretchen Faust die berühmte „Gretchenfrage“: „Nun sag, wie hast du's mit der Religion?“. Am nächsten Tag erfährt Gretchen am Brunnen, dass eine ihrer Freundinnen schwanger ist und von ihrem Freund verlassen wurde. Nun hat sie Angst, dass ihr das gleiche passieren könnte. In der Nacht lauert ihr Bruder Valentin ihrem Liebhaber Faust auf und fordert ihn zu Duell. Faust, dessen Schwert von Mephistopheles geführt wird gewinnt und tötet Valentin. Als Gretchen im Dom für ihre tote Mutter beten will, wird ihr ihre dreifache Schuld bewusst: Ihre Mutter ist an dem Schlafmittel gestorben, dass sie ihr gegeben hat, ihr Bruder wurde wegen ihr erstochen und sie ist unverheiratet schwanger geworden. Nach dieser Gewissheit bricht sie ohnmächtig zusammen. Faust wird von Mephistopheles zum Hexentanz auf dem Brocken im Harz eingeladen. Dort tanzt er mit einer jungen Hexe. Als ihm Gretchen mit den Augen einer toten und einer roten Schnur (dem Zeichen einer Hinrichtung) um den Hals erscheint, bricht er den Tanz ab. Einige Monate später ertränkt Gretchen aus Verzweiflung ihr neugeborenes Kind und wird darauf zum Tode verurteilt. Als Faust davon erfährt zwingt er Mephistopheles ihn zu ihr zu bringen, und will sie befreien. Es gelingt ihm in den Kerker einzudringen, doch als Gretchen Mephistopheles sieht ergibt sie sich ihrem Schicksal worauf Faust sie verlässt. Am Ende dieser Szene ertönt von oben eine Stimme (wahrscheinlich Gott oder ein Engel), die sagt: „Ist gerettet.“.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Version des Buchs ist nicht für die Schule!, 26. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Klar Faust rockt, das wissen wir alle; die Version also das Buch verkompliziert einem nur den Unterricht, da die gängigen Zeilenangaben fehlen, auf die bei Prüfungen eingegangen wird etc.

Für die Schule: 1-3 gelbe Reclam (zum vollmalen)

Für daheim: diese Ausgabe
Für den Schrank: irgendwas gebundenes
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3.0 von 5 Sternen Satz mangelhaft, 24. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Ich möchte mich hier nicht zum Rezensenten von Goethes Werk aufschwingen. Dass die zahlreichen, meist griechischen intertextuellen Bezüge und der Verweis auf Sagen- und Mythenwelt in Kombination mit der hohen lyrischen Sprache Goethes in einem Text, der ohnehin vielfältige Motive episodenhaft erzählt und nur eine lose Handlung und wenig Charakterdarstellung hat, dem heutigen Leser Probleme bereitet, ist logisch. Wer sich auf dieses Werk einlässt, der weiß normalerweise, was ihn erwartet: Ein hermetischer Text, der schlaucht. Ich wage nicht, dafür Sterne zu vergeben.

Was aber die handwerkliche Kunst des Buchdrucks anbelangt, so fällt dieses Buch doch hinter die Erwartungen zurück. Verse, die nicht ins Layout passen, werden hier hinter Klammern danebengezwängt, sodass man regelmäßig Versenden überliest. Es fehlen Versangaben am Rand, stattdessen gibt es nur die Versreihen. Es macht den Eindruck, als wäre eine ältere Faust-Ausgabe gescannt worden – das Schriftbild wirkt teils unscharf. Der Kommentar zum Werk am Ende des Buches hilft nicht beim Interpretieren, da er seinerseits viel Wissen voraussetzt. Das angefügte Anmerkungsverzeichnis zu einzelnen Wörtern/ Motiven etc. mag nützlich sein, aber so weit blättert im Zweifelsfalle niemand.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das größte Werk der deutschen (Bühnen-)Dichtung, 24. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Faust ist allgemein anerkannt das bedeutendste Werk Goethes. Doch die bloße Anerkennung macht noch kein Meisterwerk aus. Die „How good is Hamlet"-Frage lässt sich natürlich auch auf dieses Werk anwenden. Doch Faust hält ihr ohne Wanken stand. Es ist eine Arbeit von geradezu biblischer Universalität. Die Krise des Intellektuellen, die Suche nach Erfüllung, die profanen Verlockungen, die höheren Ziele, die verurteilende und richtende Gesellschaft, die Frage nach Gott, alles Themen, die hier behandelt werden und noch lange nicht die einzigen. Doch die tief greifenden Gedankengänge sind bei weitem nicht die einzige Qualität des Dramas. Durch die humoristischen und erotischen Passagen und die genialen Personen (man denke neben Faust, Mephisto und Gretchen z.B. auch an die lüsterne Nachbarin Marthe oder den kriecherischen Famulus Wagner) erhält das Stück einen hohen Unterhaltungswert. Und sprachlich ist Faust, mit seinen tausenden gereimten Versen, ein triumphaler Lobgesang seines Erschaffers.
Faust ist in der Tat ein, ich scheue mich fast dieses abgenutzte Wort zu verwenden aber mir fällt kein stärkeres ein, geniales Werk und die Beschäftigung mit demselben lohnt. Etwas Vergleichbares findet sich nicht in der Weltliteratur.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, den jeder lesen muss, 7. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Die Geschichte des jungen Fausts hat immer schon Menschen bewegt! Der Mann, der sich mit dem Teufel verbündete, gehört heute zu den deutschen Klassikern. Während jedoch der erste Teil der Tragödie einfacher zu lesen und wesentlich kürzer ist als der zweite, muss man bei diesem Zweiten länger über jedes Wort nachdenken. Der Anhang hilft dabei ungemein, und daher mein Fazit: Auf jeden Fall lesen, Goethe ist immer lesenswert, nicht nur als Schullektüre! Durch weiteres Hintergundmaterial wie die Entstehungsgeschichte und einer Zeittafel wird es auch noch interessanter.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Klassiker schlechthin - zurecht, 15. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) (Taschenbuch)
Im Grunde ist es wahrscheinlich recht überflüssig, "Faust" zu loben - es gilt als das beste Werk deutscher Sprache, nicht? Aber trotzdem freue ich mich natürlich, dass mein Geschmack gut genug ist, um sehr viel Spaß an den Stücken zu haben. Der Tragödie erster Teil ist allerdings der insgesamt umwerfendere. Während der zweite Teil eher assoziativ und vignettenhaft aufgebaut ist, ist der erste Teil recht stringent. In beiden Teilen ist aber Mephistopheles eine besonders verführerische Figur. Es ist kein Wunder, dass er Faust seine Seele abnehmen kann - und seine letzte Szene im zweiten Teil war im gesamten Werk wohl diejenige, die mir am meisten Mitgefühl abverlangte. Es wäre albern zu behaupten, dass ich die Texte in all ihrer Vielschichtigkeit durchschaut hätte - aber schon allein sprachlich sind sie so beeindruckend, dass man über viele Anspielungen hinweglesen kann und am Ende dennoch eine lohnenswerte Lektüre hinter sich hat. Es macht Sinn, es gelesen zu haben.
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Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil)
Faust: Eine Tragödie (Erster und zweiter Teil) von Johann Wolfgang von Goethe (Taschenbuch - 1. Juli 1997)
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