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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Weltliteratur
Was Emily Jane Bronte mit ihrem 1847 veröffentlichten Roman "Wuthering Heights" (bzw. "Sturmhöhe") geschaffen hat, zählt zu den gewaltigen, genuien Stoffen der Weltliteratur. Auch wenn dieser Roman auf den ersten Blick eine fesselnde Liebesgeschichte ist, die mit Elementen der gothic novel, dem frühen Schauerroman, gespickt und der Tradition des...
Veröffentlicht am 30. August 2004 von A. Wolf

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Absolute Geschmackssache
Schon nach den ersten Worten ist erkennbar, dass das Buch vor relativ langer Zeit geschrieben wurde. Der Stil ist um einiges komplizierter als bei den neueren Romanen und die Sprache eindrucksvoll, aber dennoch teilweise schwierig zu lesen (wenn man es denn nicht gewohnt ist). Daher ist dieses Buch nicht für junge Leser zu empfehlen.
Der Anfang des Buches ist...
Veröffentlicht am 19. September 2011 von Pauline Gehrke


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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Weltliteratur, 30. August 2004
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Was Emily Jane Bronte mit ihrem 1847 veröffentlichten Roman "Wuthering Heights" (bzw. "Sturmhöhe") geschaffen hat, zählt zu den gewaltigen, genuien Stoffen der Weltliteratur. Auch wenn dieser Roman auf den ersten Blick eine fesselnde Liebesgeschichte ist, die mit Elementen der gothic novel, dem frühen Schauerroman, gespickt und der Tradition des viktorianischen Romans formal zumindest verpflichtet ist, so steckt dahinter eine unglaubliche Tiefsinnigkeit und poetische Kraft, eine formale Klasse mit der multiperspektivischen Erzählmethode und schließlich eine Beschwörung der elementaren Naturgewalten, die in den Charakteren von Emily Bronte wirken. Hält man sich das neben dem zutiefst fesselnden Leseerlebnis vor Augen, so muss man in der Tat zu dem Schluss kommen, eines der Bücher in der Hand zu halten, die man nie wieder weggeben möchte. Ich kann jedem nur raten, dieses Meisterwerk zu kaufen, es wird auf jeden Fall ein fesselndes, packendes Erlebnis, das einen nachhaltig beschäftigt und zum Nachdenken anregt. Das Original sollte man auch einmal lesen, allerdings ist von den Übersetzungen die DTV-Ausgabe besonders empfehlenswert, da hier meiner Ansicht nach das beste Ergebnis erzielt wurde. Zu weiteren Lektüre möchte ich hier Emily Brontes Gedichte empfehlen, die von kongenialer sprachlicher Kraft und inhaltlicher Tiefe beschaffen sind! Leider hat uns die im Alter von 30 Jahren verstorbene Emily Bronte nicht vielmehr als jene Gedichte hinterlassen und einen - vielleicht den - größten Liebesroman aller Zeiten; und das, ohne das sie jemals selbst eine Erfahrung mit der Liebe machen konnte. Wer einmal die Sturmhöhe und die Gedichte gelesen hat, der wird die grenzenlose, gewaltige Phantasie dieser jungen Frau um einiges besser kennen und wird verstehen, wie dieser monumentale Roman möglich war!
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zu Unrecht vergessener Klassiker, 6. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Der 1847 unter dem (männlichen) Pseudonym "Ellis Bell" erschienene Roman "Wuthering Heights"/"Sturmhöhe" gehört mit Sicherheit zu den Klassikern der Weltliteratur. Es blieb Emily Brontes einziges Buch, sie starb ein Jahr nach der Veröffentlichung im Alter von nur 30 Jahren an Tuberkulose. Es erzählt die Geschichte zweier Familien, zweier Landgüter; abgelegen im englischen Moor: Trushcross Grange und Wuthering Heights. Eines Tages bringt Mr. Earnshaw, Besitzer von Wuthering Heights, von einer Reise einen verwahrlosten, schwarzhaarigen Jungen mit nach Hause. Man gibt ihm den Namen Heathcliff und nimmt ihm in die Familie auf, und da der Hausherr den Jungen bevorzugt und unter seine Obhut nimmt, zieht er sich bald den Hass der anderen Kinder zu, bis auf die kleine Catherine, so daß die beiden bald unzertrennliche Freunde werden. So wachsen sie heran, aber Heathcliffs Charakter entwickelt sich sehr zum Schlechteren, er wird ein verschlagener, hinterhältiger, rachsüchtiger Zeitgenosse, der alles tut, um denjenigen, die sich seinen Hass zuzogen, zu schaden. Doch dann verliebt sich Catherine in den jungen, naiven Sproß von Trushcross Grange, Edgar Linton, und Heathcliff verschwindet gebrochenen Herzens spurlos. Jahre später kehrt er zurück, auf unbekannte Weise zu Reichtum gelangt und besessen und innerlich zerstört von dem Gedanken totaler Rache. Emily Bronte gelang es mit diesem Roman eine unheimlich dichte, aber dennoch reell anmutende Atmosphäre zu schaffen; das rauhe Moor scheint sein Pedant in sen absonderlichen Charakteren zu finden, das Extrem entspringt dem gewöhlichen Ablauf des Tages, dem Fluß des Lebens und der menschlichen Seele. Ein Ereignis folgt scheinbar unausweichlich dem Vorangegangenen, der Leser kann den Wahn Heathcliffs verstehen oder die Weichheit Edgars - all diese Menschen sind nur zufällige Ergebnisse der sie umgebenden und unaufhörlich beeinflussenden Welt. So zieht sich eine konstante Spannung durch den gesamten Roman, kein Ereignis, ja beinahe kein Wort bleibt ohne Folgen, so daß das Buch wie ein organisches Stück wirklichen Lebens scheint, in Buchform gepreßt und irgendwo in verstaubten Büchereiregalen auf den Leser wartend.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "So ganz leicht muss es auch nicht immer sein...", 23. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Dieses von Elke Heidenreich desöfteren gebrauchte Zitat des Musikers Sven Regener kommt mir immer dann in den Sinn, wenn ich mich mit einem literarischen Text schwertue.

Und auch bei Emily Brontes "Sturmhöhe" wurde es desöfteren zu einem Stoßseufzer! Denn weder bei der ersten Lektüre vor mehr als zwanzig Jahren als auch beim Wiederlesen jetzt, fiel es mir leicht, mich in dieses Drama hinein zu finden.

Umso größer war der Lohn, denn wenn man sich dann eingelesen hat, lässt einen die "Sturmhöhe" nicht eher los, bis man den versöhnlichen Schluss dieses Buches erreicht hat.

1801: Thrushcross Grange bekommt einen neuen Pächter. Dieser besucht seinen Verwalter Heathcliff auf Wuthering Heights und ist entsetzt über die Zustände dort. Heathcliff scheint ein Monster zu sein, dass brutal und herzlos über seine Schwiegertochter und den jungen Earnshaw herrscht. Zurück gekehrt in sein friedliches Haus, lässt sich Lockwood von der Bediensteten Nelly die Geschichte der Earnshaws und Heathcliffs erzählen. Dabei wird klar, dass es auf Wuthering Heights eigentlich immer nur Verlierer gab und Entscheidungen in der Familie getroffen wurden, die für alle Beteiligten Leid und Kummer bedeuteten...

"Sturmhöhe" ist ein Meisterwerk des englischen Realismus und auch heute noch von einer ungeheuren Eindringlichkeit. Das Buch erzählt von der Tragik unerfüllter Liebe, Selbstzerstörung und Hass. Und manchmal ist es von einer Zartheit und Wärme, die umso überraschender kommt, weil man sich manchmal fühlt, wie in einem Alptraum.

Emily Bronte hat mit diesem in sehr jungen Jahren verfassten Buch einen zeitlosen Kosmos erschaffen, der sich dem Leser wohl erst nach mehrmaligem Lesen gänzlich erschließt. Große Literatur!
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurige Liebesgeschichte und ein Stück Weltliteratur, 30. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Schon die Geschichte der Brontes ist doch wahrhaft faszinierend und nachdem ich Sturmhöhe gelesen habe, folgte jetzt auch Jane Eyre und bald die Geschichte über die drei Bronte-Schwestern. Endlich mal ein "Stück Weltliteratur" lesen, einen richtigen Klassiker, das hat mich am meisten an diesem Buch gereizt um ehrlich zu sein. Am meisten hat mich der Schreibstil fasziniert, womit einen das Buch sofort in seinen Bann zieht. Da es immer in der Ich-Perspektive geschrieben ist, hat man natürlich ein noch mehr Gefühl für die Geschichte. Das alleine macht es sicherlich schon einzigartig. Man hat das Gefühl alles sehr real mitzuerleben, die detailliert beschriebene Landschaft kann man förmlich sehen und riechen, die Figuren des Buchs sind so perfet beschrieben, dass man meint sie fast sehen zu können, ja sie selbst zu kennen. Zur Geschichte: 1801 Mr. Lookwood ist gerade als neuer Pächter in Yorkshire angekommen und besucht seinen neuen Gutsherren, Mr. Heathcliffe, und ist fasziniert von ihm und seinen merkwürdigen Mitbewohnern. Man muss die Geschichte schon lesen, denn beschreiben lässt sich nur schlecht, was Mr. Lookwood dort zu sehen bekommt. Mr. Lookwood ist so fasziniert von dem mürrischen und unfreundlichen Mr. Heathcliffe und dessen schöner Schwiegertochter sowie den restlichen komischen Gestalten im Haus, dass er vor lauter Neugier sogar nochmal das unfreundliche Anwesen "Wuthering Heights" besucht. Wegen eines Schneesturms ist er sogar gewungen dort zu übernachten und spätestens dann geschehen Dinge, die ihn mehr als neugierig machen. Als er das Anwesen am nächsten Tag verlässt und nach seinem Ausflug krank das Bett hüten muss, fragt er seine neue Haushälterin, Mrs. Ellen Dean, nach den Bewohnern von Wuthering Heights. Und Mrs. Ellen erzählt ihre Geschichte, denn sie kennt Mr. Heathcliffe seit er vor Jahren als kleiner Junge in ihr Haus kam und die dunkle Geschichte, die in jener Zeit begonnen hat... Und das so lebensecht und nah, dass es beinahe wie ein Film wirkt. Es ist eine wahnsinnig fesselnde und interessante Geschichte, der Schreibstil ist einzigartig. Allerdings ist dieses Buch auch sehr traurig und man kommt nicht darum, viel über diese Story nachzudenken... Ich kann dieses Buch nur jedem sehr empfehlen, egal welchen Buchgeschmack man hat!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sturmhöhe ist als literarisches Meisterwerk empfehlenswert., 19. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Ich wurde auf das Buch Sturmhöhe durch einen Bericht über eine amerik. Literaturklasse aufmerksam, bei denen dieses literarische Meisterwerk zum Pflichtstoff gehört. Die Auszüge aus dem Buch haben mich schließlich dazu veranlasst, selbst zu bestellen. Noch nie hat mich eine Liebesgeschichte so gefesselt, wie die Geschichte von Catherine und dem Findelkind Heathcliff, die sich über zwei Generationen hin erstreckt. Zwar sind die Familienverhältnisse sehr verworren und manches sehr kompliziert erzählt, trotzdem ist es fast unmöglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen, wenn man erstmal damit begonnen hat, da es Emily Bronte verstanden hat, ihre Charaktere so interessant und anschaulich dazustellen, dass der Leser das Geschehen vor seinem inneren Auge wie einen Film vor sich ablaufen sieht. Ich persönlich kann darum den Roman Sturmhöhe von Emily Bronte nur weiterempfehlen.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zerstörerische Leidenschaft, 13. Dezember 2003
Von 
Lilian Grobis "Lilian" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
"1801 - Soeben bin ich von einem Besuch bei meinem Gutsherren zurückgekehrt - diesem einsiedlerischen Nachbarn, der mir noch zu schaffen machen wird. Was für eine schöne Gegend! Ich denke, in ganz England hätte ich keinen zweiten Ort finden können, an dem sich so abgeschieden vom gesellschaftlichen Trubel leben ließe. Ein wahres Paradies für Menschenfeinde - und Mr. Heathcliff und ich sind genau die rechten zwei, um diese Einöde miteinander zu teilen."
So beginnt die Geschichte von "Wuthering Heights", einem Anwesen in der Moorlandschaft Yorkshires. Nachdem Mr. Lockwood die Bekanntschaft seines mürrischen Gutsherren Mr. Heathcliff gemacht hat, ist er neugierig, warum dieser sich zu einem solch unfreundlichen Zeitgenossen entwickelt hat. Haushälterin Mrs. Ellen Dean, die auf dem Anwesen aufgewachsen ist, entführt Lockwood und den Leser in die Vergangenheit und erzählt von den Familien Earnshaw, Linton und Heathcliff, deren Geschicke fest miteinander verwoben sind. Eine Geschichte von unbändiger Liebe und tiefem Hass.
Selten habe ich eine Geschichte gelesen, die derart tief berührt. Faszinierend, wie die Autorin Emily Brontë, die selbst zurückgezogen im väterlichen Pfarrhaus lebte, es vermag, diese leidenschaftlichen Gefühle zu schildern. Statt von Romantik erzählt sie von einer zerstörerischen Liebe, aus der ein nicht enden wollender Hass erwächst. Kein Wunder, dass dieses Werk in seinem Erscheinungsjahr 1847 die Leserschaft erschütterte.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 29. Oktober 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Ich könnte jetzt genau das schreiben, was alle bereits hier vor mir geschrieben haben. Da dies nur in Wiederholung ausartet, möchte ich nur eins hinzufügen: Wenn man bedenkt, daß Emily B. nur 30 Jahre alt wurde, nie aus ihrem Pfarrershause herauskam und nie "die Welt" sah...was muß in ihr für eine Leidenschaft getobt haben, was für eine Phantasie, um ein solch facettenreiches Buch zu schreiben, in dem der Generationenwechsel fast verwischt. Auch wenn die damaligen Damen über dieses Buch die Nase rümpften und Skandal schrien, glaube ich fest daran, daß eine jede von ihnen ein Exemplar unter eine der vielen Falten ihrer Faltenröcke versteckt hatten, um es unbeobachtet zu lesen und dabei heftig zu erröten, ob der gleichen Gefühle der Heldinnen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer wir sind und wer nicht., 20. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Wer wir sind und wer nicht.
Die Sturmhöhe, "Wuthering Heights", hat, was ein gutes Buch nicht unbedingt, aber ein Lieblingsbuch in jedem Fall haben muss. Dass man sich heil- und schutzlos darin verliert und in die fremde Welt eingeht , bis man sich erschreckt in der Realität wiederfindet und nicht ganz weiß wie um einen geschehen ist. Dass es einen atemlos lesen lässt.
Brontes Charaktere sind allesamt nicht leicht zu durchschauen und keineswegs symphatisch, aber, vielleicht einmal abgesehen von den Dienstboten, sicher sehr kluge Naturen, die gebeutelt durch fragwürdige Erziehung und schlechte Behandlung durch über sie gestellte Personen, sich alle zu sehr kontroversen Persönlichkeiten entwickelt haben.
Sie lieben als gäbe es kein Morgen, hassen mit derselben Inbrunst, schmieden Rachepläne, knüpfen feine Intrigengespinste und sehen sich fast ausnahmslos im Mittelpunkt der Welt. Sie fühlen sich missverstanden, aber verstehen selbst keinen anderen, ja wagen nicht einmal einen Versuch. Deshalb und das ist die unglaubliche Stärke und möglicherweise zugleich einzige Schwäche dieses Romans, fehlt die konkrete Identifikation mit einem der Hauptprotagonisten. Mal schwankt man zu jenem, mal zum anderen, meistens jedoch regt man sich beim Lesen gleichzeitig über alle auf und möchte sogar ein- oder zweimal das Buch vor Wut gegen die Wand werfen. Man kennt sich selbst nicht mehr, wenn man sich diebisch über ein angerichtetes Unheil freut und im nächsten Augenblick darüber weinen will, oder wenn man Rachegefühle und übertriebenen Stolz der Figuren auf einmal auch in der eigenen Brust bemerkt. Sich über sich selbst wundern können ist ein seltener und gewinnbringender Genuss und deshalb unbedingt wünschenswert.
Es ist ein polarisierendes Buch, eines über das man danach gerne mit jemandem sprechen will, wissen will, was ein anderer über die Geschehnisse und Personen denkt. Für mich eine großartige Eigenschaft. Manche jedoch werden das Buch vielleicht weglegen und eben wegen dem fehlenden persönlichen Helden nicht viel daraus ziehen, aber ich hoffe inständig, dass derer nicht viele sind.
Auch die antiquierte, teilweise auch für die damalige Zeit sehr melodramatische und pathetische Sprache tut der Qualität des Romans keinen Abbruch. Im Gegenteil, erst sie macht die extremen Persönlichkeiten möglich, die sich ohne gar nicht adäquat hätten artikulieren können.
Ebenfalls positiv zu sehen ist, dass die Geschichte einen hervorragenden Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen der viktorianischen Zeit Englands bietet.
Für mich uneingeschränkt lesenswert und deshalb mit 5 Sternen zu bewerten.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Recht ein Meisterwerk, 2. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Emily Bronte zeigt in ihrem 1847 veröffentlichten Werk "Wuthering Heights" die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele in all ihren Facetten. Der Findling Heathcliff schwört den Häusern Earnshaw und Linton gnadenlose Rache, als er von seiner Jugendliebe Catherine verschmäht wird, die einem anderen das Jawort gibt. Mit kühl kalkulierten Plänen, die ihn fast schon als unzurechnungsfähig erscheinen lassen, bringt er nicht nur sämtlichen Besitz der Familien an sich, er erniedrigt weiterhin sogar die nachfolgenden Generationen in ihrem Bestreben seiner Gewalt zu entfliehen. Emily Bronte entwirft einen geschickt konstruierten Roman, der trotz des schon als unabwendbar erscheinenden Verfalls von "Wuthering Heights" in der Erlösung durch den Tod des Protagonisten Heathcliff aufgeht. Auch die etwas wirre Zusammensetzung der Zeittafel zu Anfang dieser Ausgabe kann dem Lesevergnügen keinen Abbruch tun. "Wuthering Heights" gehört zu Recht zu den Meisterwerken englischer Prosa und wird nicht ohne Grund in vielen amerikanischen Filmadaptionen als "bestes Buch, das ich je gelesen habe" bezeichnet.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung, tiefe Gefühle und eine Sprache die begeistert, 17. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Taschenbuch)
Selten ist ein Buch geschrieben worden, daß soviel Spannung enthält. Spannung die von tiefen, dem Menschen ureigensten Gefühlen geprägt wird. Erzählt wird die unerfüllte Liebesgeschichte eines Mannes, die nicht nur sein Leben sondern das ganzer Familien zerstört. Aber nicht nur das der Lebenden, sondern der aus der aus der Verzweiflung des Helden wachsenden Verbitterung fallen noch die nächsten Generationen zum Opfer. Man sollte sich von diesem trivial erscheinenden Inhalt jedoch nicht täuschen lassen. Was so banal nach Unterhaltungsliteratur klingt ist eine präzise Beschreibung der menschlichen Seele und ihrer Tiefen. Mehr noch, es ist die Darstellung was passiert wenn leidenschaftliche Gefühle zurückgewiesen werden. Das alles ist verpackt in einem atemberaubenden Stil, der mühelos von der Gegenwart in die Vergangenheit blendet und einen dabei jedoch nicht den Faden verlieren läßt. Aufhänger des ganzen Familiendramas ist der Besuch eines Fremden in der abgelegenen Gegend in der das Drama begann. Dieser findet die noch lebenden Personen aus dem Geflecht von Liebe und Hass zum Teil noch vor und bekommt die Geschichte erzählt. Alles weitere würde dem Inhalt vorgreifen. Deswegen kann ich nur sagen, man solle sich nicht von dem Alter des Buches abschrecken lassen. Ein Werk was geeignet ist in einer Nacht verschlungen zu werden und den Leser zutiefst zu berühren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Sturmhöhe: Roman
Sturmhöhe: Roman von Emily Brontë (Taschenbuch - 1. August 1997)
EUR 9,90
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