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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 1999
H. G. Wells schrieb einige der großartigsten Science-fiction Stories überhaupt. Dies erkannte auch der große Borges, der erklärte, Wells' frühen Texte wie DIE ZEITMASCHINE oder DIE INSEL DES DR. MOREAU hätten es verdient, ins kollektive Gedächtnis der Welt einzugehen. Ich kann ihm dabei nur Recht geben. Vor allem der 1896 verfaßte DR. MOREAU, die Geschichte eines fanatischen Wissenschaftlers, der auf einer einsamen Insel aus Tieren Menschen macht, fasziniert und schockiert mich, so oft ich es lese, immer wieder neu. Natürlich, Wells war keiner der ganz großen Stilisten (aber er war auch nicht der schlechteste!), jedoch hat er es mit seiner genialen Phantasie vermocht, das Faustus-Thema in neuer, höchst origineller Weise zu präsentieren, so daß ein zeitloser, atmosphärisch ausgesprochen dichter Klassiker entstanden ist, der noch dazu gerade in der heutigen Zeit der expandierenden Gen-Technik besondere Relevanz erhält. Viele werden den explosiven Stoff nur aus den drei Verfilmungen kennen -- die beste ist meines Erachtens zweifellos die erste mit Charles Laughton als Moreau ("Island of Lost Souls") --, jedoch lohnt es sich wirklich, den Text zur Hand zu nehmen, denn was das Erzeugen von Spannung angeht, da ist gerade der frühe Wells ein wahrer Meister! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 50 REZENSENTam 21. Februar 2012
Inhalt:
Edward Prendick überlebt ein Schiffsunglück und landet auf einer Insel, auf der ein gewisser Dr. Moreau sonderbare und unheimliche Experimente an Tieren durchführt. Die Insel ist voll von monströsen Tiermenschen, die Edward Prendick in Angst und Schrecken versetzen, doch eine Flucht von der Insel scheint unmöglich, und schließlich verliert Dr. Moreau die Kontrolle über seine Forschungsobjekte.

Mein Eindruck:
Man mag kaum glauben, dass man es hier mit einem Roman zu tun hat, der bereits mehr als 100 Jahre alt ist, denn das Thema ist in Zeiten der Stammzellen- und der Genforschung ebenso aktuell wie erschreckend. Wie weit darf man im Namen der Forschung gehen? Wo werden die Grenzen zum Unethischen und zum Gefährlichen überschritten? Darf man, muss man sich über diese Grenzen hinwegsetzen, solange es einem höheren Ziel dient?

Durch Wells' detailreiche Beschreibungen der handelnden Personen, der Orte und der Geschehnisse kann man sich als Leser ein genaues Bild der Insel, der Geschöpfe und der ausweglosen Situation machen. Auch die Stimmungen auf dem Schiff und auf der Insel werden perfekt eingefangen, die Gefühle der Protagonisten glaubwürdig und überzeugend wiedergegeben. Das Resultat ist ein spannungsgeladener Roman, der eine Zukunftsvision bietet, die in Ansätzen bereits Wirklichkeit geworden ist und die so für zusätzliche Gänsehaut sorgt.

Mein Resümee:
Mein erstes, aber sicherlich nicht mein letztes Buch von H.G. Wells. Sehr empfehlenswert!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Oktober 2002
In diesem Buch geht es um die Folgen der Umwandlung von Tieren in menschenähnliche Wesen. Diese Umwandlung führt Dr. Moreau auf einer einsamen Insel mit Hilfe chirurgischer Mittel durch. Zeitgemäß wäre es heute, dies mit Hilfe der Gentechnologie geschehen zu lassen. Daher wohl heißt die jüngste Verfilmung „DNA..." Aber die technische Seite ist nicht das wichtige Thema des Buches. Thema ist die Schilderung der konkreten, gefährlichen Situation, die sich für die Protagonisten der Geschichte aus den folgenschweren Experimenten des Dr. Moreau ergibt und nicht zuletzt ihr ethisch-moralisches Dilemma.
Was das Buch so wertvoll macht, ist die spannende Erzählung einer - ich würde sagen für Jugendliche geeigneten Geschichte, jedoch mit äußerst komplexer zugrundeliegender Thematik. Es ist die schlaglichtartige Beleuchtung der Frage „was unterscheidet Mensch und Tier", einer der wichtigsten philosophischen Fragen der Gegenwart. Gerade jetzt ist unsere Gesellschaft in ein Entwicklungsstadium eingetreten, wo sich die kategorische Unterscheidung von Mensch und Tier in intelligentes Leben einerseits und unintelligentes Leben andererseits, nicht mehr halten lässt. Ethisch/wissenschaftlich/medizinisch blockiert diese Sichtweise nur, sie wird um so mehr in der Gesellschaft schwinden, je mehr sich die materielle Basis davon entfernt. Die alten Griechen wussten schon „alles fließt", fließend ist auch der Übergang zwischen den Intelligenzniveaus verschiedener Lebensformen.
Dieses Buch ist bedeutend in unserer Zeit, besonders, da H. G. Wells für seine ausgesprochen intelligenten und nonkonformistischen Sichtweisen bekannt ist, und dem aufmerksamen Leser sicherlich einiges zu denken geben wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Was wäre, wenn ein skrupelloser Arzt sich in einem abgelegenen Privatlabor ein kleines Tiermenschenvolk zusammenschnetzelte? Genau auf diesem haarsträubenden Szenario, in dem realistische Details kaum Platz haben, das aber der Fantasie umso freieren Lauf lässt, basiert Die Insel des Dr. Moreau. Bedauernswerter Gast in Moreaus Horrorwerkstatt ist der schiffbrüchige Engländer Edward Prendick. Er entdeckt wider Willen zuerst die grässlichen Experimente des zivilisationsflüchtigen Arztes und dann dessen unvollkommene, rachsüchtige Tiermenschen. Es kommt, wie es kommen muss: Die Tiere ermorden ihren irren Schöpfer, und der Gestrandete bleibt allein unter den wieder wild Gewordenen auf der Insel. Und damit beginnt das Grauen erst richtig ... Der junge Wilde H. G. Wells startete mit diesem Klassiker der Science-Fiction richtig durch: Old-School-Horror mit erschreckendem Aktualitätsbezug.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Irgendwo in der Südsee. Wissenschaftler Dr.Moreau erschafft Menschen aus Tieren und gibt ihnen seine Privatfassung der zehn Gebote. Aber auch in dieser Version der Schöpfungsgeschichte kommt es zum Sündenfall, und die Geschöpfe wenden sich gegen den Schöpfer ...
Was vordergründig eine spannende Erzählung ist, bietet auf einer tieferen Ebene Material zum Nachdenken über den Unterschied zwischen Tier und Mensch und die philosophischen Konsequenzen des Darwinismus. Genial-zweideutig ist die Darstellung der Funktion der Religion.
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am 30. März 2013
Der Roman "Die Insel des Dr. Moreau" von H.G. Wells wurde vor nunmehr ca. 120 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht. Er ist nicht umsonst ein Klassiker geworden.

Das Thema Genforschung ist heute wahrscheinlich aktueller als zu Wells Zeiten, oder zumindest sind unsere Möglichkeiten heute vielfältiger.

In der Geschichte kommt der Protagonist Prendick (in der Ich-Form geschrieben) zufällig auf die Insel des Dr. Moreau. Von diesem hat er schon einiges gehört. Dinge, die ihm Angst bereiten. Zudem sind dort noch diese merkwürdig aussehenden Tiermenschen auf der Insel, welche sogar rudimentär sprechen können. Zunächst hält Prendicks diese Geschöpfe für Menschen, an denen Dr. Moreau unausprechliche Experimente durchführt, doch kommt er schnell dahinter, dass er Tiere zu Menschen machen möchte. Die Tiere leiden furchtbare Qualen. Doch wofür?

Das Buch zeigt eindrücklich, dass die Gier nach Wissen auch zu weit gehen kann. Denn warum müssen Geschöpfe leiden, ohne dass es einen Zweck erfüllt? Diese Fragen stellt sich der Protagonist auch und kann die Handlungsweisen Dr. Moreaus nicht nachvollziehen.

Die Tiermenschen leben unterdessen verzweifelt. Wissen nicht, ob sie Mensch oder Tier sind. Sie haben eine eigene Gesellschaft und Gesetze, an denen sie sich festhalten. Doch die Natur möchte zurückhaben was ihr genommen wurde und manchmal rächt es sich, ein Verbrechen gegen sie zu verüben...

Ein wirklich toller und lesenswerter Roman. Hat in seinen 120 Jahren nichts an Aktualität verloren. Es ist durchaus vorstellbar, dass irgendwann jemand auf die Idee kommt, Tiere umgestalten zu wollen. Nicht nur durch Zucht, welche auch manchmal schon zu weiter geht, sondern durch die Veränderung von Genen.
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am 9. März 2014
Pendrick landet nach einem Schiffsunglück zusammen mit seinem Retter auf einer kleinen abgeschlagenen Insel.
Die Menschen dort verhalten sich seltsam und wecken in Pendrick ungeahnte Ängste. Bald erfährt er, dass ein gewisser Moreau auf der Insel arbeitet, der vor einiger Zeit schon in den britischen Medien durch biologische Experimente auffällig geworden war.
Pendrick bekommt ein ihm eigens zugewiesenes Zimmer, doch hinter verschlossenen Türen bahnen sich unmenschliche Schreie ihren Weg in seinen Geist. Er flieht, doch was er dann sieht, lässt ihn den Glauben an das Gute im Menschen verlieren.

H. G. Wells gilt als Begründer der modernen Science Fiction.
Der Schauplatz hier: eine kleine verschlagene Insel mitten im Nirgendwo. Ein Arzt, der es sich zum Ziel gemacht hat, biologische Prozesse außer Kraft zu setzen und zu verändern. Pendrick erzählt als Überlebender diese unglaubliche Geschichte, die ihm niemand glaubt. Und doch ist er der einzige Zeuge eines Wahnsinns, der nicht nur Tiere, sondern auch Menschen leiden lässt. Er lebt in ständiger Angst vor den Wesen der Insel, versucht sie zu beherrschen, sie zu verstehen, sich anzupassen und endet schließlich wieder in der Angst vor ihrer wahren Natur.

Ein wunderbarer Roman über den Größenwahn eines einzigen Menschen, der sich in seinen Experimenten ergeht und dem Moral und Anstand nichts bedeuten. Er stellt die Wissenschaft über alles. Wells ist ein großartiger Geschichtenerzähler, der den Leser mitnimmt, ihn durch die Geschichte trägt und ihn hier und dort zu einer Stellungnahme zwingt.
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am 8. November 2013
In einfacher und dennoch eleganter Sprache erzählt "Die Insel des Dr. Moreau" eine spannende und natürlich äußerst schauerliche Geschichte. Dabei rücken im Verlauf der Handlung philosophische Fragestellungen immer mehr in den Vordergrund: Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Menschen und wilden Tieren? Gibt es überhaupt einen? Was bedeutet es, einem anderen Lebewesen Schmerzen zuzufügen und wie könnten die Konsequenzen dafür aussehen?
Das Ende des Buches hatte eine deprimierende Wirkung auf mich. In der U-Bahn und im Stadtbus komme ich seit der Lektüre dieses Buches nicht umhin, meine Mitmenschen (und mich selbst) mit anderen Augen zu sehen. In der Ausgabe, auf die ich mich hier beziehe, gibt es als Zusatz auch noch einen kurzen (aber interessanten) Text namens "Der frühe Wells".
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Januar 2012
Wie in vielen Rezensionen zu diesem und anderen Werken des Engländers H.G. Wells bereits erwähnt wurde, ist die Aktualität, die den Büchern des Autors innewohnt, oft geradezu absurd. So auch in der 1896 erschienen "Insel des Dr. Moreau".

In diesem Roman geht es um die Gefahren und Unwägbarkeiten biologischer Experimente. Gentechnologie war damals noch völlig unbekannt, "Dr. Moreau" ist ein Chirurg - dennoch erinnert er durchwegs an einen modernen Wissenschaftler, der an die Notwendigkeit glaubt, alles was machbar ist, auch mit allen Mitteln umzusetzen. Der Autor sah scheinbar die drohende Vermischung von Mensch und Tier voraus - etwas, das heute durch Genetik und Transplantationsmedizin zumindest teilweise längst zur Realität geworden ist. Neben diesem "technischen" Aspekt, der insgesamt eher im Hintergrund steht, verarbeitet Wells wie in anderen seiner Bücher auch religionskritische und moralisch-ethische Ansätze. Diese liefen dem damaligen Zeitgeist, der von absoluter Fortschrittsgläubigkeit geprägt war, völlig zuwider. Die Vermutung liegt nahe, dass zeitgenössische Leser nach der Lektüre der "Insel des Dr. Moreau" wesentlich erstaunter, wenn nicht geschockter zurückblieben als das heutige Publikum.

Zusätzlich zu dieser scheinbar prophetischen Erzählebene (die allerdings in anderer Form bereits wesentlich früher von Mary Shelley in "Frankenstein" thematisiert wurde) ist das Buch höchst spannend gehalten. Nach kurzer Einführung lässt Wells seine Protagonisten in teilweise geradezu atemloser Hast einige Abenteuer bestehen. Stilistisch bleibt er dabei immer einfach und nachvollziehbar, sodass trotz des philosophischen Subtextes alles ausgezeichnet lesbar ist.

Fazit: "Die Insel des Dr. Moreau" ist - wie die meisten Werke von H.G. Wells - ein Buch, das einigen Stoff zum Nachdenken bietet. Dass die Spannung dabei nicht auf der Strecke bleibt, ist ein zusätzliches Plus. Fans klassischer Science Fiction können bedenkenlos zugreifen, ebenso alle, die an philosophischen Fragestellungen zum auch heute wieder weit verbreiteten, nahezu grenzenlosen Fortschrittsglauben interessiert sind.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2006
Herbert George Wells' "The Island of Dr. Moreau" ist ein echter Genreklassiker im Bereich der Spannungsliteratur. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass sich "Moreau" auf bloße Spannungseffekte und Elemente des Morbiden reduzieren lässt - gleichwohl dies Ende 1897 durchaus der Fall war.

Doch "Moreau" erfüllt höchste literarische Ansprüche, denn neben der fesselnden Erzählweise ist die Geschichte vor allem ein wahres intertextuelles Sammelsurium, von Shakespeares "Sturm" über Kiplings Dschungelbuch bis hin zu Defoes "Robin Crusoe".

Edward Prendicks Schiffbruch führt ihn auf eine Insel voller schrecklicher Kreaturen, auf der Dr. Moreau - einst umstrittener Tierforscher in England - sein Unwesen treibt. Sein stets allen Fragen ausweichender Gehilfe Montgomery und das merkwürdige Wesen M'ling komplettieren die unheimliche Troika. Prendick wird es noch mit der nackten Angst zu tun kriegen, als Experimente auf verhängnisvolle Weise scheitern.

Neben dieser spannungsgeladenen Handlung lässt der Text noch tiefer blicken, sehr tief, denn er offenbart ein relativ pessimistisches Menschenbild, indem die Degeneration - also die umgekehrte Evolution - per se in jedem Menschen vonstatten gehen kann. Jeder Mensch kann zu jeder Zeit seine Kultur niederreißen und zur wilden Bestie werden.

Wells' Text entstammt dem Fin de Siècle, einer Zeit gróßer kultureller Ängste, die einerseits wilden Degenerationsphantasien Vorschub leistete, aber auch Texte beisteuerte, die starke moralische Kritik am Zeitgeist aufkommen ließen. Das Menschenbild von Wells ist durchaus ethisch geprägt, ist sehr bescheiden und auf seine Moralvorstellungen reduziert, welche ihn alleinig vom Tierischen unterscheiden. Der Lauf der Weltgeschichte gibt Wells Recht. Ein wahrer Klassiker. Absolut lesenswert.
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