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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch von gewaltiger visionärer Kraft
Gut zehn Jahre nach seinem Erscheinen sah ich als ungefähr zehnjähriger Junge den gleichnamigen Film mit Rod Taylor und Yvette Mimieux in den Hauptrollen im Kino (so etwas gab es damals noch!), und dieser Streifen hat mich bis auf den heutigen Tag nicht losgelassen...
Viele Jahre später legte ich mir den Roman von H. G. Wells zu und hatte prompt die...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2004 von Frank Manuel Schimmel

versus
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Hörbuch mit Schwächen
Über die Geschichte etwas zu schreiben, hieße wahrscheinlich Eulen nach Athen zu tragen. Dieser Klassiker der Science-Fiction-Literatur ist auch heute noch wegen seines Ideenreichtums und der sehr aktuellen Gesellschaftskritik absolut lesenswert. Das Hörbuch wird der brillianten Romanvorlage leider nicht ganz gerecht. Die monotone Vortragsweise des...
Veröffentlicht am 29. April 2001 von Ulrich Raduenz


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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch von gewaltiger visionärer Kraft, 26. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
Gut zehn Jahre nach seinem Erscheinen sah ich als ungefähr zehnjähriger Junge den gleichnamigen Film mit Rod Taylor und Yvette Mimieux in den Hauptrollen im Kino (so etwas gab es damals noch!), und dieser Streifen hat mich bis auf den heutigen Tag nicht losgelassen...
Viele Jahre später legte ich mir den Roman von H. G. Wells zu und hatte prompt die Bestätigung dafür, warum ich diesen Film immer so sehr geliebt habe:
Es ist nicht nur die äußerst intelligente gesellschaftliche Kritik dieses Buches, die es hat so zeitlos werden lassen, es bezieht seine Aktualität auch durch die Tatsache, daß es ungefähr sechs Jahre(!) vor Erscheinen der "Speziellen Relativitätstheorie" von 1905 die einsteinsche Idee von der Zeit als vierte Dimension expressis verbis vorwegnimmt.
Natürlich ist mir klar, daß auch das nicht unbedingt die Größe eines Romans ausmacht. Wir haben vielmehr eine Geschichte vorliegen, die, und das sei hier nur am Rande bemerkt, nicht nur in ihrer Kürze gut erzählt ist, sondern sich im Kern mit der ewigen Frage des "Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir" auseinandersetzt. In unserer uns Menschen ganz zu eigenen Hybris neigen wir dazu, unsere jeweilige Generation als den augenblicklichen Höhepunkt einer seit Menschengedenken währenden Entwicklung zu begreifen. Damit räumt dieses Buch komplett auf...
Nach H. G. Wells entwickeln wir uns (oder: werden wir uns entwickeln) nicht vorwärts, sondern auf lange Sicht rückwärts in tiefste Barbarei, bis hin zur Versklavung einer Schicht (hier: Rasse), die letztlich in Kannibalismus gipfelt.
Natürlich, und das ist sicherlich typisch für die Zeit der Entstehung dieses Buches, kommt jemand daher, der die Geknechteten aus dem Dunkel ihres gleichgültigen Daseins ins Licht der Erkenntnis und somit der Selbstbestimmung führt. Das ist eine der Kernaussagen dieses Romans.
Wenngleich sich meine letzten Ausführungen lesen wie eine philosophische Abhandlung auf laienhaftem Niveau (was sie ja auch sind), bietet dieses Buch doch ungleich viel mehr:
Eine (wie eingangs erwähnt) gut erzählte Geschichte, die unabhängig aller Gesellschaftskritik vom Anfang bis zum letzten Abschnitt zu fesseln vermag.
Abschließend sei mir an dieser Stelle vielleicht ein ganz persönlicher Kommentar gestattet:
Im letzten Drittel des Romans gibt es ein Kapitel, das mit "Der sterbende Planet" übertitelt ist. Wells beschreibt hier eine Welt in einer noch sehr viel ferneren Zukunft, in der unser Zentralgestirn ungefähr ein Drittel des Himmels einnimmt (auch das deckt sich wieder mit den heutigen physikalischen Erkenntnissen, denen zufolge sich die Sonne zu einem "Roten Riesen" verändern wird). Die hier entwickelte Zukunftsvision unseres eigenen sterbenden Planeten Erde ist in ihrer von Trostlosigkeit bestimmten Schilderung derart intensiv und gleichermaßen eigenartig schön, daß dieses Kapitel zum absolut Schönsten gehört, das ich jemals gelesen habe.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Science-Fiction Klassiker, 31. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
Das 1895 erschienene Buch "Die Zeitmaschiene" von H.G.Wells ist einer der besten Zukunftromane, die ich gelesen habe.
Vor allem ist beeindruckend, dass Wells schon zu damaliger Zeit, vor über 100 Jahren, einen auch noch für den heutigen modernen Menschen spannenden und keineswegs veralteten Science-Fiction Roman verfasst hat. So war er beispielsweise seiner Zeit weit vorraus, wenn er sich in seinem Buch auf die vierte Dimension, die Zeit, bezieht, die wissenschaftlich erst noch von Einstein erforscht wurde.
Auch seine überraschende Zukunftsdarstellung des Jahres 802701 ist ein Beweis für die Phantasie und den Einfallsreichtum von H.G. Wells. In der Zukunft angekommen trifft der Reisende, wie der Held des Romans genannt wird, nicht etwa auf eine hochtechnisierte Gesellschaft, die alle Wissenschaften perfektioniert hat und ihm die Antworten auf all seine Fragen geben könnten, sondern findet sich plötzlich in einem paradisischen Garten wieder, in dem die Früchte an den Bäumen hängen und nur noch vereinzelte schon verfallene alte Bauten stehen. Die Zivilisation scheint verschwunden zu sein. Und tatsächlich trifft er nur auf auf kleine menschenähnliche Wesen, die Eloi, deren Sprache äußerst primitiv ist und deren alleiniges Vergnügen darin besteht den ganzen Tag zu schlafen, zu spielen oder die von den Bäumen hängenden Früchte zu essen. Ein scheinbares Paradies, das sich der Reisende aber anders vorgestellt hatte. Doch als die erste Nacht herein bricht, verhalten sich die Eloi seltsam. Sie wirken verängstigt und ziehen sich zum Schlafen in eines der alten Gebäude zurück. Bald muss der Reisende den Grund für dieses merkwürdige Verhalten erfahren, die Morloken, eine unter der Erde lebende Kreatur mit roten Augen, die sich nicht von Früchten ernährt, sondern von Fleisch - dem Fleisch der Eloi ...
Meiner Meinung nach ist "Die Zeitmaschiene" ein sowohl spannender, als auch äußerst interessanter Roman, der sich vielleicht manchmal einer veraltet wirkenden Sprache bedient, selbst aber keineswegs veraltet ist. Man erfährt auf eindruckende Weise, wie Wells einen Science-Fiction Roman verfasste, der seiner damaligen Zeit weit und unserer Gegenwart möglicherweise noch immer voraus ist. Ein sehr gutes Buch, das es auf jeden Fall Wert ist heute noch gelesen zu werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über 100 Jahre alt, aber kein bißchen angestaubt, 7. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
H. G. Wells' "Die Zeitmaschine" ist eines von drei Wells-Büchern, die ich bisher gelesen habe (die anderen sind "Krieg der Welten" und "Die ersten Menschen auf dem Mond"), und es ist mein Favorit. Die Story wird nicht unnötig in die Länge gezogen, der Handlungsverlauf ist einfach genial (der Zeitreisende und der Bericht an seine Gäste) und das Buch stellt mit seinen erstklassigen Ideen den Prototypen aller Time-Travel-Novels dar. Auch der zweite Trip des Zeitreisenden (keine Name, die Erzählung wirkt fast autobiografisch) war seiner Zeit weit voraus (im wahrsten Sinne des Wortes) und führt die Geschichte zu ihrem (zeit-)losen Ende. Damit hat er mehrere Fortsetzungen anderer Autoren provoziert, z. B. Egon Friedells "Rückkehr der Zeitmaschine" (eine scherzhafte Hommage an das Original) und Stephen Baxters "Zeitschiffe". Auch ein großer Pluspunkt: "The Time Machine" (engl. Original) ist eine der wenigen Zeitreisegeschichten, die in die Zukunft führen anstatt in die Vergangenheit (erfordert wohl auch mehr Phantasie, dieses vor uns liegende Unbekannte).
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Weltliteratur, 23. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
Der Roman "Die Zeitmaschine" des berühmten und vielseitigen Autoren H. G. Wells ist vielleicht das bekannteste Werk des Engländers. Ein biederer Untertan der britischen Königin Viktoria fährt mit seiner Zeitmaschine in das Jahr 802701. Alle Menschheitsträume scheinen in Erfüllung gegangen zu sein. Doch diese Utopie zeigt nur eine Seite der Medaille, die Kehrseite ist ein apokalyptisches Weltbild. Das Werk von H. G. Wells ist eine kühne philosophische Leistung der Weltliteratur und viel mehr als nur ein Science Fiction Roman. Es ist das mit Abstand beste Buch des englischen Autoren dessen Gesamtwerk etwa 100 Bände umfaßt und zu dessen Schöpfungen immerhin "Der Unsichtbare" und "Der Krieg der Welten" gehören. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grossartige SciFi aus alter Zeit, 25. Oktober 2004
Von 
Michael Kleerbaum "So viele Bücher, so wenig ... (Erle, im Münsterland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
Ich muß gestehen, das "Die Zeitmaschine" der erste Roman von H.G. Wells ist, den ich gelesen habe. Da ich aber SciFi- und Abenteuergeschichten aus dieser Zeit kenne, habe ich voller Vorfreude das schmale Buch in die Hand genommen. Und wurde nicht enttäuscht. Trotz des geringen Umfangs gelang es dem Autor trefflich, eine tolle Atmosphäre aufzubauen, die den Leser in die damalige Zeit eintauchen läßt. Wells versuchte im ganzen Roman, den Leser auch wissenschaftlich an die Hand zu nehmen, natürlich erscheinen einige seiner damaligen Schlüsse und Vermutungen für uns heute... zumindest niedlich. Gesellschaftspolitisch hat der Autor meines Erachtens aber weit in die Zukunft sehen können. Erstaunlich. Der Film, in dem Rod Taylor den Zeitreisenden spielt, weicht weit vom Buch ab, ohne aber dessen Grundstrukturen außer Acht zu lassen. Das moderne Remake kommt weder an den Roman noch an den alten Film ran. Wer also die Filme kennt, kennt nicht das Buch, es lohnt sich also auf jeden Fall. Kleine Anmerkung: Das Titelbild der mir vorliegenden 10. Auflage 08/2004 zeigt einen bewaffneten Wüstenbuggy aus "Dune - Der Wüstenplanet" (Dune II, 1975), gemalt von H.R. Giger. Obwohl mir dieser Art Deco-Stil sehr gefällt, passt diese Maschine weder zur Beschreibung der Zeitmaschine im Buch noch hat sie irgendwas mit den Zeitmaschinen der beiden Filme was zu tun und sorgt bei SF-Fans sicherlich erstmal nur für Verwirrung.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Gesellschaftskritik, die nie an Aktualität verliert, 28. Januar 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
Über das, was H.G. Wells da vor rund 100 Jahren geschrieben hat, muss man sich auch heute noch Gedanken machen.
Wells nahm einfach die damals bestehende Gesellschaftsordnung(Kapitalisten = Macht, Reichtum... / Arbeiter = Elend, Armut...) und malte sich aus, wie sich dieses Verhältnis im Laufe von etwa 800.000 Jahren verändern könnte. Dabei kam zu dem Schluss, dass die "Herrschenden" (die Eloi) zwar schön und scheinbar frei von allem Übel sind, aber in Wahrheit von den "bösen" Arbeitern (den Morlocks) nur benutzt und ausgebeutet werden.
Mit der Zeitmaschine schrieb Wells einen Wegweisenden Science-Fiction Roman, der aus einer gesunden Mischung aus Phantasie, Naturwissenschaft und Soziologie besteht.
Mit dem Roman bietet Wells ein spannendes Lesevergnügen, das man aber nicht zu jung genießen sollte, da man ein wenig Hintergrundwissen über den Kapitalismus und das ausgehende 19. Jhd. benötigt, um dem Roman das abzugewinnen, was in ihm steckt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen perfekte Mischung aus Abenteuerroman und Philosophie!, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
Ich selbst habe vor Jahren den Film gesehen, mir war aber bewusst, dass das Buch gänzlich anders sein muss, schließlich wurde es noch vor der Jahrhundertwende (zum 20.) geschrieben und damals herrschte noch eine andere Art der Romantik (damit meine ich das Abenteuertum, nicht die Romantik im Sinne von Liebe und co.). Man kann also z.B. davon ausgehen, dass es keine Lovestory geben wird, wie in aktuellen Filmen. Ähnliches ist ja auch mit der vergessenen Welt oder Sherlock Holmes passiert. Alles Bücher in denen Männer die Hauptrolle spielen und die romantische Gefährtin das Abenteuer ist. Nun gut. Da ich mich nicht von dem Film beeinflussen lassen wollte, habe ich zunächst nichts als gegeben hingenommen und als der Zeitreisende zurückkehrt und von seiner Geschichte erzählt, war ich mir bis zum Ende nicht sicher ob er sie tatsächlich erlebt hat oder es einfach eine gut inszenierte Geschichte sein könnte.

Von der Rahmenhandlung abgesehen lese ich solche Romane unglaublich gern, weil ich es interessant finde wie man sich Ende des 19.Jahrhunderts die Zukunft vorgestellt hat. Da ich selbst das Buch 110/120 Jahre später gelesen habe, weiß ich ja wesentlich besser, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Vor allem die Gedanken über das künftige Gesellschafssystem waren daher spannend und witzig zugleich.

Fazit:
Was mir besonders gefallen hat, war die Mischung aus klassischem Abenteuerroman, Philosophie und Utopie. Absolut großartig. Ich suche solche Bücher wie eine Verrückte und hab mir das Buch ja nicht umsonst zur Brust genommen. Aber: Es war viel zu kurz! Ich hätte gerne einen schönen 300-400 Seitigen Roman gelesen, wo noch mehr von dem Geist enthalten ist. Ich habe mir beim Lesen so viele Notizen gemacht und das Buch mit so vielen Klebezetteln bestückt, immer wenn ich eine Idee besonders gelungen fand bzw. mich der Gedanke faszinierte. Man kann da Buch nicht unbedingt spannend nennen, so wie wir das aus aktuellen Romanen kennen, aber es ist nun mal ein Buch seiner Zeit und als solches schätze ich es. Ich glaube ich werde es mir über die Jahre immer wieder zur Hand nehmen und mich darüber wundern, was ein kluger Mann vor so langer Zeit schon für Gedanken über die Gesellschaft zu Papier gebracht hat, die heute teilweise irrelevant, zum Teil aber auch brandaktuell sind. Es ist schon fast zauberhaft auf seine eigene spezielle Weise. Ein Buch für alle, die gerne die Gedanken zwischen den Zeilen aufschnappen und nicht nur von der Story und den Akteuren bespaßt werden wollen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Blick in die Zukunft der Vergangenheit, 2. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
H.G. Wells hat mit seinem Roman (falls man ein Werk dieser Kürze so nennen kann) "Die Zeitmaschine" den Prototypen des Zeitreiseromans geschaffen - einen Roman, der in zweierlei Hinsicht interessant ist.
Zum einen vermittelt er, obwohl er ja zu etwa 80 % in einer fernen Zukunft spielt, ein anschauliches Bild der Gesellschaft Englands vor der Jahrhundertwende (der vorletzen, nicht der letzten). Und so bietet "Die Zeitmaschine" neben einer SF-Handlung auch zahlreiche nachdenkliche, ruhige Momente, in denen soziologische Aspekte beleuchtet werden.
Zum anderen ist es einfach faszinierend, heute - über 100 Jahre nach dem erstmaligen Erscheinen des Romans - zu sehen, wie sich Menschen im ausgehenden 19. Jahrhundert die Zukunft vorgestellt haben, welche Theorien über die Zeit angestellt worden (man bedenke, dass Einsteins Relativitätstheorie, die den Begriff der Zeit revolutioniert hat, erst 1905 bzw. 1913 formuliert wurde - "Die Zeitmaschine" jedoch meines Wissens erstmalig 1895 als Roman veröffentlich wurde), welches Bild man vom Sonnensystem und dem Universum hatte. Das Ergebnis ist eine Zukunft in etwa 800.000 Jahren, die mehr viktorianisches Flair hat als das tatsächliche heutige England, also nur 100 Jahre später.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativer Klassiker, 26. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
Wie viele andere wohl auch kam ich zum ersten Mal mit Well's Roman durch den Film mit Rod Taylor in Berührung. 20 Jahre später nun bekam ich das Buch geschenkt. Und, wie so oft, entwickelt sich eine ganz eigene & andere Welt beim Lesen des Buches als beim Ansehen eines Filmes. Das Buch ist detaillierter, enthält mehr Episoden als der Film. Die Eloi sind nur noch menschenähnliche Wesen, es gibt einen spannenden Besuch in einem alten Museum. Und die Episoden, die in allerfernster Zukunft spielen, wo es nur noch um Himmelskörper und Mutationen geht, wurden im Film ja gar nicht behandelt.
Absolut faszinierend, womit sich ein Mensch beschäftigt hat, dem die Relativitätstheorie & Genmanipulation noch fremd sein mußten. Und dieser exotische Gedankengang wie sich Unterdrückung & Herrschaft einmal entwickeln könnten. Die Zeitdimension von 800.000 Jahren ist auch heute noch nicht zu erfassen. Darum kann alles sein.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, unzweifelhaft ein Klassiker.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Juwel des komprimierten Romans und ein Meilenstein der phantastischen Erzählung, 23. Dezember 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)
"Wenn ein Mensch im Traum das Paradies durchwanderte und man gäbe ihm eine Blume als Beweis, dass er dort war und er fände beim Aufwachen diese Blume in seiner Hand - was dann?"
Coleridge

H.G. Wells gehörte zu den produktivsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Er schrieb politische Aufsätze, Sachbücher, ernste und realistische Romane und Erzählungen wie diese hier - damals hießen sie phantastisch, heute stehen sie zumeist unter dem Genrebegriff Sci-Fi. Allerdings würde ich dabei bleiben, sie phantastisch zu nennen, denn es geht entschieden mehr um ihre Folgen und ihre theoretischen Hintergründe, als um die Technik selbst.

Wells war beides, Autor und Publizist. Er engagierte sich stark gegen die politischen Strömungen seiner Zeit und war im Zeitalter der großen technischen Innovationen ein Kritiker des bedingungslosen, empirischen Technikoptimismus. Deswegen kann man viele seiner Bücher sowohl als phantastische Erzählungen, aber auch als kritische Visionen lesen, je nach belieben. Keine dieser Seiten drängt sich einem auf.
Das prägnanteste an diesem Buch ist Wells völlige stilistische Neutralität. Keine stumpfte Neutralität, sondern eine elegante Neutralität - ein knapper, angenehmer Stil, wie der von Oscar Wildes, nur eben völlig neutral.

Denn Wells erzählt eigentlich nicht, er berichtet. Um eine glaubwürdige Authentizi-(und irgendwie auch Intensi-)tät zu erreichen, wählt er eine Perspektive und einen Ton, der anschaulich, aber doch fern vom Geschehen ist.

Es steckt viel in diesem kurzweiligen Roman (144 Seiten, großzügig bedruckt, etwa wie bei Camus Der Fremde). Denn dafür, dass er 1895 geschrieben wurde, ist er sprachlich und inhaltlich kein bisschen zurückgefallen. Zwar fehlt ihm Dramatik und eine gewisse moderne Actionlastigkeit, aber gerade das Fehlen dieser Faktoren, seine formvollendete Komprimiertheit, hat ihm vermutlich eine so lange Aktualität und Faszination beschert.
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Die Zeitmaschine: Roman
Die Zeitmaschine: Roman von H.G. Wells (Taschenbuch - 1. August 1996)
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