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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman wie das Leben
André Gide erfand den Typus des rebel without a cause", lange bevor James Dean durch das Amerika der 1950er Jahre stolperte: Zwar stammen seine jungen Rebellen in Die Falschmünzer aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und tragen adrette Anzüge statt abgewetzter Jeans. Doch sie leiden ähnliche Qualen: Was tun in einer Welt voller intellektueller...
Veröffentlicht am 25. Mai 2009 von Rolf Dobelli

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Experimentalroman, der (Literatur-)geschichte schrieb - kein Lesevergnügen
Andre Gide, Die Falschmünzer
Bei der Lektüre stellt sich überwiegend kein 'Lesevergnügen' ein (muss es per se auch nicht). Die Geschichte wirkt konstruiert, die Personen hölzern und lebensfern, sind Sprachrohre von Ideen, eben keine 'lebendigen' Charaktere, deren Handlungsweisen so in sich widerspruchsvoll und wenig realistisch erscheinen...
Veröffentlicht am 14. August 2011 von Ulrich Reppenhagen


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman wie das Leben, 25. Mai 2009
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer: Roman (Gebundene Ausgabe)
André Gide erfand den Typus des rebel without a cause", lange bevor James Dean durch das Amerika der 1950er Jahre stolperte: Zwar stammen seine jungen Rebellen in Die Falschmünzer aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und tragen adrette Anzüge statt abgewetzter Jeans. Doch sie leiden ähnliche Qualen: Was tun in einer Welt voller intellektueller Rattenfänger, bigotter Christen und scheinheiliger Spießbürger? Wie soll sich ein junger, lebenshungriger Mensch in diesem Mief entfalten? Für Gide führt der Weg zum Ich über die Sinne und einen offenen Umgang mit der Sexualität. Zwar deutet er die homosexuellen Abenteuer so subtil an, dass man zeitweise an ihrer Existenz zweifelt. Und sicherlich könnte man damit heute keine fromme Seele mehr provozieren. Doch 1925 sorgte Gide mit seiner Ehrlichkeit für einen Skandal. Auch stilistisch verunsicherte er seine Zeitgenossen: Er schrieb ' wie andere Autoren erst drei Jahrzehnte nach ihm ' als neutraler Beobachter, der sich mal in diese, mal in jene Person hineinversetzt und nie schlauer ist als der Leser. Tragödien bleiben unerklärt, Pläne werden nie umgesetzt, und das Ende bleibt offen - wie im wahren Leben.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gides Chef d'�uvre, 5. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer: Roman (Ledereinband)
Ich würde mich weder für einen Kenner der französischen Literatur noch Literatur im Allgemeinen bezeichnen, aber wenn ich ein Meisterwek lese, weiß ich es. So bei Gides DIE FALSCHMÜNZER. Selten durfte ich einen so sinnlichen wie scharfkantigen Roman lesen, der seine Protagonisten zwar markant darstellt, aber nicht koloriert. Die Handlung ist wie ein klassischer Kriminalfall - nur ohne Deliquenten - aufgebaut, und wie im Kriminalroman stellt der Autor den Leser vor die (nicht zu unterschätzende) Aufgabe, sich auch auf die Suche nach dem Schwarzen Mann zu machen. Hier beginnt das Buch interessant zu werden, denn schon nach hundert Seiten entdeckt man statt einer mehrere dubiose Gestalten, ja, die verächtlichen gesellschaftlichen Konventionen selbst sind das Delikt. Um die komplexe Handlung zu unterstreichen, weicht Gide von konventionellen Erzählstrukturen ab und läßt in Briefen, Tagebüchern und seitenlangen Dialogen die verschiedenen Figuren selbst zu Wort kommen. Zusätzlich erschien das TAGEBUCH DER FALSCHMÜNZER, in dem Gide über seine Arbeit an dem Roman schreibt - Schlüsselfigur Édouard schreibt ebenfalls in seinen Aufzeichnungen über die experimentelle Arbeit an einem Roman . . . Dies ist nur eine Raffinesse in diesem Buch, das mit seinem hartgezeichneten Lokalkolorit der Pariser 1920er an Wildes DORIAN GRAY und Fitzgeralds GATSBY erinnert und in nichts nachsteht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Klassiker, 13. August 2011
Von 
Carla - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman (Taschenbuch)
Verschiedenste Personen treten auf und stellen sich dem Leser in interessanten Dialogen vor. Alle sind miteinander verwandt, freundschaftlich verbunden oder aufgrund der Liebe zur Literatur einander zugeneigt. Verschiedene Schauplätze und Handlungsstränge tun sich auf. Manche führen weiter, andere verlaufen sich im Nebensächlichen. Erst nach und nach kristallisieren sich vier Hauptpersonen heraus: zwei Schriftsteller, Edouard und Passavant, die einander nicht gewogen sind, und zwei Gymnasiasten, Bernard und Olivier, gute Freunde, die den Schriftstellern zuarbeiten, ihnen aber auch freundschaftlich und aufgrund homosexueller Neigungen verbunden sind. In den fortlaufenden Text fließen zahlreiche Passagen aus Edouards Tagebuch ein, die das Geschehen immer wieder aus seiner Sicht beleuchten, aber auch die Schwierigkeiten des Schreibens an sich aufzeigen und somit auch die Probleme und Gedanken des Autors Gide einfließen lassen. (Dem Roman ist übrigens ein Tagebuch Gides angehängt, das seine über 7 Jahre andauernde Auseinandersetzung mit dem Roman dokumentiert und zahlreich Übereinstimmungen mit dem Tagebuch Edouards erkennen lässt.) Im Wesentlichen geht es jedoch um die verkrusteten Konventionen der älteren Generation in den 1920er Jahren in Paris und die Jugend, die sich gegen diese auflehnt. Versuchter wie auch realisierter Selbstmord sowie eine Falschgeldaffäre spielen hierbei eine Rolle. Sie entwickeln sich wie in einem Kriminalroman in raffinierter Weise und geben dem Leser ein spannendes Rätsel auf. Insgesamt war ich überrascht, wie sehr mich dieser Klassiker, dieser eben gar nicht mehr zeitgemäße Roman, in seinen Bann gezogen hat. Mir gefielen die sensiblen und so treffenden Beschreibungen von Gefühlslagen und zwischenmenschlichen Beziehungen, bzw. auch menschlichem Unvermögen, die in ein immer spannendes Geschehen eingebaut sind. Ich mochte auch die Offenheit der Handlungsstränge, die teilweise die Geschichte weiterentwickelten und zur Aufklärung der mysteriösen Geschehnisse führten, oft aber auch in die Irre leiteten oder sich völlig im Nebensächlichen verliefen. Ich kann den Roman nur wärmstens weiterempfehlen.
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4.0 von 5 Sternen Rebellion in den 20igern, 18. September 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman (Taschenbuch)
Ein Roman über junge Gymnasiasten in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Ein Roman über die Auflehnung gegen die bürgerlichen Ansichten, Rebellion im Anzug.

Die Literatur spielt eine tragende Rolle im Buch, ebenso die subtil angedeuteten homosexuellen Ambitionen der vier Hauptakteure - Edouard, Bernard, Olivier und Passavant.

Eine Bande von Jugendlichen, die mit Falschgeld auf die schiefe Bahn geraten, ist eine andere Form der Rebellion. Selbstmord und versuchter Selbstmord sind ebenfalls ein Thema.

Im Grunde fließt der Roman dahin und schildert die Auseinandersetzung der Personen mit ihren Idealen und der Möglichkeit der Umsetzung, mit ihren bürgerlichen Elternhäusern und ihren Beziehungen untereinander.

Offen und nicht offen ausgelebte sexuelle Abenteuer jeglicher Couleur werden angedeutet und sind nicht unbedeutend für die Ich-Findung der Gymnasiasten.

Nicht immer hat mich der Erzählstrang gefesselt, nicht immer war das Buch einfach zu lesen. Aber philosophisch hat es viel zu bieten und darum bin ich froh es gelesen zu haben.

Der Roman ist immer noch aktuell, wenn auch mit anderen Vorzeichen. Die Identitätsfindung junger Leute wird immer ein Thema sein - in der Literatur wie im Leben. "Die Falschmünzer" ist also wieder einmal ein Klassiker im wahrsten Sinne.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufbruch aus dem falschen Leben, 11. Mai 2010
Von 
Diethelm Thom - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman (Taschenbuch)
Es ist schwer, Handlung und Personen in diesem Roman kurz zu beschreiben, weil es geradezu Programm des Erzählers ist, alle Bereiche der Wirklichkeit zu erfassen und die Dinge aufzugreifen, wie sie gerade kommen. Das Grundgerüst: Um zwei Schriftsteller, Edouard und seinen gegensätzlichen Typ, einen adligen Snob namens Passavant, gruppieren sich junge Leute, Gymnasiasten. In deren Mittelpunkt stehen die Freunde Olivier und Bernard und ihre Entwicklung hin zu einer vorläufig gefestigten Haltung dem Leben gegenüber. Bekannt oder verwandt mit diesen Personen sind wiederum eine ganze Schar anderer junger Leute, auch Eltern und Großeltern spielen eine Rolle, so dass der Bereich der Themen und Tendenzen schier unendlich ist. Es ergibt sich ein interessantes Panorama jener Moderne, hier der Generation in Frankreich nach dem 1.Weltkrieg, in der sich einerseits die bürgerlichen und geistigen Verkrustungen der Vergangenheit zeigen, in der der Erzähler und seine Identifikationsfiguren (in erster Linie Edouard, Olivier und Bernard) aber andererseits nach einem Aufbruch aus dem falschen Leben suchen.

Gleichzeitig werden auch ganz andere Tendenzen dargestellt: z.B. eine Gruppe von kriminellen Jugendlichen, die nicht nur Falschgeld in Umlauf bringt, sondern auch einen wehrlosen Kameraden zu Tode quält. Oder der Typ des faschistischen, zynischen Intellektuellen wird vorgeführt, der dann im folgenden Jahrzehnt tonangebend werden sollte. A propos "Falschmünzer": Gemeint ist nicht nur die erwähnte Gruppe von Jugendlichen, sondern überhaupt die vielen Menschen, die im geistigen Bereich die falsche Münze weiterreichen, ein Zyniker kommt zu Wort: "Diese Gefühle klingen falsch wie die Rechenmarken einer Spielbank, aber sie haben Kurs." (288).

Offen wie das Romankonzept ist auch die offene Romanform selbst und die Reflexion des Erzählers über sein Schreiben. Es wird viel diskutiert und theoretisiert in dem Buch, wobei man aber immer eine drängende intellektuelle Neugier und einen ethischen Ernst spürt, oft auch ein Pathos, das an Dostojewski erinnert. Die verschiedenen Personen als Repräsentanten einer Schicht oder Geisteshaltung werden gewissermaßen unter die Lupe genommen und auf ihren Gehalt an Wahrhaftigkeit und Echtheit hin untersucht. Es überrascht aus heutiger Sicht dabei nicht, dass sehr viel an Verlogenheit, erstarrter Konvention, geistiger Korruption konstatiert wird und dass die Suchbewegungen der drei Hauptfiguren relativ tastend zu Tage treten. Insgesamt läuft es jedoch auf ein Plädoyer für Selbstverwirklichung, Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit des Individuums hinaus, was manchmal mit etwas unsicheren Begriffen umschrieben wird, wie "Lyrismus", "Inspiration" oder "Enthusiasmus" (273). Für jene Zeit war es sicher auch revolutionär, dass in diesem Zusammenhang in sehr diskreter, aber natürlicher Weise von homosexueller Liebe und Anziehung zwischen Passavant und Edouard einerseits und dem jungen Olivier auf der anderen Seite die Rede ist. Insgesamt ein Buch, das nicht nur seine Entstehungszeit lebendig macht, sondern auch gegenwärtig zu ständiger Auseinandersetzung mit den dargebotenen Meinungen und Haltungen herausfordern kann - empfehlenswerteste Lektüre!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Experimentalroman, der (Literatur-)geschichte schrieb - kein Lesevergnügen, 14. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman (Taschenbuch)
Andre Gide, Die Falschmünzer
Bei der Lektüre stellt sich überwiegend kein 'Lesevergnügen' ein (muss es per se auch nicht). Die Geschichte wirkt konstruiert, die Personen hölzern und lebensfern, sind Sprachrohre von Ideen, eben keine 'lebendigen' Charaktere, deren Handlungsweisen so in sich widerspruchsvoll und wenig realistisch erscheinen müssen. Die handelnden Personen ergehen sich oft in Aphorismen, ihre Dialoge sind gekünstelt und werden häufig zu akademischen Disputen - dies alles vom Autor vielleicht gerade so gewollt.
Der 'Wert' des Romans liegt m. E. in seiner literaturgeschichtlichen Bedeutung, der in den zwanziger Jahren in formaler Hinsicht ein Experiment war (und von Gide so gesehen wurde, denn er selbst sprach von ihm als seinem 'ersten' Roman). Er zeigte neue Erzähltechniken auf ( z. B. Montagetechniken, Überlagerung der Handlungsstränge, Zeitstruktur) und gab so wichtige Anstöße für diese Literaturgattung, wie übereinstimmend auch viele Vertreter der schreibenden Zunft oder von Berufs wegen darüber Urteilende festgestellt haben.
Vielleicht ist es aber sinnvoll, den Autor selbst sprechen zu lassen, indem hier ein Dialog aus seinem Roman angefügt wird.
Zwei 18-jährige (!) Schüler, Armand und Olivier, beide schreiben Gedichte, der erstere ein
Zyniker und sterbenskrank, aber immerhin der Chefredakteur (!!) einer avantgardistischen Literaturzeitschrift, der andere ehemaliger Chef derselben Zeitschrift und Rekonvaleszent eines Selbstmordversuches nach und wegen einer Nacht seiner Meinung nach nicht wiederholbaren höchsten Glückes in den Armen seines Onkels Edouard, der wiederum sprachgewaltig allzu häufig Phrasen formuliert, ergehen sich in Fragen 'Meisterwerke':
''Was ist übrigens eigentlich ein 'Meisterwerk'? Gerade diese Frage sucht unser Plätteisen (das ist die Zeitschrift) zu klären. Im Kulturbesitz der Menschheit existiert eine große Anzahl von Werken, deren Berühmtheit von aller Welt konventionell nachgebetet wird, während kein Mensch jemals gewagt hat, sie einfach idiotisch zu nennen! Daher bringen wir, zum erbaulichen Exempel, an der Spitze unserer Nummer eine Reproduktion der Mona Lisa, in deren rätselhaft lächelndes Antlitz wir einen gewaltigen Schnurrbart hineingepinselt haben...'Du wirst sehen, mein Lieber: das ist von frappanter Wirkung.'
'Willst du damit sagen, dass du die Mona Lisa für eine idiotische Kitschmalerei hältst?'
'Aber nicht im geringsten! (Obwohl ich sie auch nicht so über alle Begriffe herrlich finden kann).Du verstehst mich nicht. Idiotisch ist nur die Bewunderung, die man solchen Leinwänden entgegenbringt. Idiotisch ist die dumpfe Subalternität, die von den sogenannten 'Meisterwerken' nur mit dem Hute in der Hand zu sprechen wagt! Das Plätteisen(')beabsichtigt, diese Ehrfurcht der Lächerlichkeit preiszugeben.'Ein gutes Mittel ist auch, der Bewunderung des geneigten Lesers irgendein wirklich idiotisches Machwerk eines völlig hirnverbrannten Autors anzubieten, wie zum Beispiel mein famoses 'Gefäß der Nacht' '(Armands absurdes Gedicht über den Nachttopf).'
Eine der trefflichen Passagen des Romans! Gide war wohl ohne Zweifel reflektierter und weiter als ein Großteil der (nicht nur heutigen) Bewunderer von 'Meisterwerken'.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rätselhafte Langzeitwirkung, 12. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch im Abstand von vielleicht 5 Jahren insgesamt dreimal gelesen. Jedes mal war ich überrascht über das Buch und mich, warum ich es vergessen hatte. Es ist so ausgeklügelt konzipiert wie die Filme von Antonioni und bisher trotz Hypermedia Mode in seiner Art unerreicht. Ich freue mich schon auf das nächste mal.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein klassisches Lesevergnügen!!!, 22. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman (Taschenbuch)
Dieser Roman ist mal wieder ein hervorragender Beweis dafür, dass es auch wirklich Spaß machen kann, sogenannte Klassiker zu lesen. "Die Falschmünzer" von André Gide lesen sich so spannend wie ein gewöhnlicher Krimi. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Zum einen gibt es sehr anrührerende Szenen und Liebesbeziehungen, vor allem zwischen Bernard, Olivier und Édouard. Immer wieder wagen sie es nicht ehrlich zu zeigen, was sie für den anderen empfinden, wodurch es immer wieder zu qualvollen Missverständnissen kommt. ("Jeder wähnte, nur er allein sei ergriffen, und kannte, von der eigenen Freude überwältigt, verwirrt durch ihr Ausmaß, nur eine Sorge: sich die Heftigkeit seines Gefühls nur ja nicht anmerken zu lassen." I, IX) Besonders berührt hat mich Oliviers Selbstmordversuch nach der ersten Nacht bei Édouard, als er sich töten wollte, weil er "ein Glück gekostet hat, neben dem alles verblasst, was im Leben noch kommt; ein Glück, dass man sagen könnte :"Das genügt, ich bin zufrieden, niemals mehr..."" (III, V) Daneben reizt natürlich der detektivische Aufbau der Geschichte, die vielen verschiedenen Personen mit ihrer eigenen Tragik und Falschmünzerei (manche sind ganz bewusst falsch, so wie Robert de Passavant, andere wie Olivier verirren sich, obwohl sie eigentlich das Richtige tun wollen), oder auch André Gides Theorien zu derEntstehung seines Romans, wie sie in Édouards Tagebüchern auftauchen. Kurzum, es gibt unendlich viel zu entdecken in diesem bedeutenden Roman des 20. Jahrhunderts und kann jedem zu dieser Lektüre empfehlen.
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5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein bleibender Eindruck, 19. März 2007
Von 
Michael Kahnt (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman (Taschenbuch)
Irgendwie ist dieses Buch an mir vorübergegangen, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Zum einen fand ich die Geschichte nicht wirklich spannend. Die Art der Erzählung fand ich eher fad.

Und auch die Charaktere der Erzählung haben bei mir keinen besonderen Eindruck erweckt.

Ich war dann eher froh, daß ich bis zum Ende durchgehalten habe. Ich würde es nicht weiterempfehlen.
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Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman
Die Falschmünzer / Tagebuch der Falschmünzer: Roman von André Gide (Taschenbuch - 1. November 1996)
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